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SPIELBERICHTE SAISON 2009
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BERLIN OPEN 2009: Martin Müller - Stephan Schwemin (Gruppe B)
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Planlos, Glücklos, Martin. So "einfach" kann man beschreiben, was sich heute im Billardhouse Friedrichshain den zahlreichen Zuschauern boten. Der Drittplatzierte der Pot Black Night Reloaded traf auf Stephan Schwemin, der alles andere als glücklich mit dem Ausgang des besagten Turniers war. Wiedergutmachung war also angesagt. Diese sollte ihm ohne viel Aufwand gelingen: Frame 1 begann mit höchster Nervosität auf beiden Seiten, zumal sich Martin 2 Fouls und Stephan ein Foul erlaubte.In der Folge spielte zuletzt Genannter ein 4er und ein 7er Break. Martin war weiterhin sehr sehr unsicher. Stephan hingegen glänzte nicht, aber er lochte stetig und tastete sich so in das Match. Er erarbeitete sich einen soliden Vorsprung während Martin immernoch keine Rote gelocht hatte. Nun sollte das höchste Break des Tages folgen: eine wunderbar gespielte 14 von Stephan. Auch der Kontrahent zeigte sich beeindruckt und fand anerkennende Worte. Zwischenstand 35-4, wobei die 4 Punkte das Foul von Stephan war. Martin konnte nicht annähernd an seine guten Leistungen von dem Pot Black Reloaded anknüpfen. Danach endlich der erlösende Moment: martin locht seine erste Rote, aber ohne Fortsetzung. Danach noch eine, aber wieder keine Fortsetzung, dafür aber ein guter Snooker, der ihm weitere 4 Punkte von Stephan einbrachte. Martin schien auch langsam warm zu werden, zumal er einen weiteren Snooker hinzauberte und von Stephan gleich mal 7 nette Punkte bekam. Aber Stephan dachte sich: "Mensch, das kann ich doch auch" und spielte seinerseits einen Snooker, wobei Martin wieder 4 Punkte abgeben durfte. Stephan spielte nicht überragend, aber solide genug, um sich den Frame zu sichern. Martin's Leistung war schon sehr enttäuschend. Im 2.Frame dachten sich die Kontrahenten, dass es nur besser werden könne, jedoch war dies ein Trugschluss. Martin foulte seinerseits gleich wieder und Stephan konnte zunächst keinen richtigen Nutzen daraus ziehen. Folglich spielte auch er eine Kugel an, die eigentlich nicht dran gewesen wäre. Durch eine äußerst diffuse Spielweise beider Kontrahenten ergab sich ein konfuses Bild auf dem Tisch, mit welchem keine hohen ung guten Breaks zu erwarten waren. Stephan arbeitete sich durch und lochte zwar ab und zu, aber es war eine sehr zähe Phase. Es ging nicht so richtig voran. Ab und zu blitze jedoch Stephan's Können auf: 2 gut herausgespielte 8er Breaks sicherten ihm einen soliden Vorsprung. Zu Martin's Unkonzentriertheit kam in einigen Situationen dann auch noch das Pech dazu. Bälle klapperten in den Tascheneinläufen und der Spielball fiel auf unglückliche Art und Weise in die Tasche. Zwar schaffte er endlich mal eine Farbe zu lochen, aber durch die Fouls kam er nicht so richtig voran. Stephan machte nicht mehr als nötig, denn es reichte aus. Durch ein 10er Break besiegelte Stephan schließlich auch Frame 2. Frame 3 war das gewohnte Bild zu sehen. Stephan mit einigen Pots und Martin findet nicht ins Spiel. Ein kleiner Vorsprung sprang dadurch heraus. Dann kam eine Phase, in der beide Spieler absolut nichts lochten. Es war wirklich ein sehr sehr shamiger Frame. Martin schaffte es dann doch noch seiner erste Rote zu lochen. Jedoch plätscherte der Frame so dahin, wie eigentlich schon das gesamte Spiel. Martin lies sich mal mit einem 4er Break blicken, worauf ihm Stephan ein 7er Break entgegnete. Zum Teil waren sehr gute Pots dabei, aber im gesamten blieben beide Spieler weit unter ihren Möglichkeiten. Nun das Endspiel auf die Farben: Martin hat 20 Punkte Rückstand und schafft es, sich noch einmal etwas heranzulämpfen (bis auf ein Foul). Das ließ sich Stephan jedoch nicht mehr nehmen und machte den berühmten "Sack zu". Es war insgesamt ein sehr schwaches Spiel von beiden. Martin fand zu keiner Zeit ins Match. Bei Stephan muss man aber positiv hervorheben, dass er stets die richtige Antwort auf das Treiben Martin's hatte. Spielte zuletzt Genannter ein Break, so konterte der Biesdorfer Meister mit einem noch Höherem. Martin konnte seinen Gegner zu keiner Zeit gefährden bzw. herausfordern. Für die Zuschauer war es kein schönes Spiel, aber sehen wir es mal so: Es kann eigentlich nur besser werden. Ganz nebenbei steht Stephan bereits Halbfinalist fest und trifft höchstwahrscheinlich auf Martin S. oder Thomas Klötzke. Für Martin heißt es jetzt volle Pulle angreifen, um noch die Chance auf das Weiterkommen zu haben. Gegen Sven muss in jedem Fall gewonnen werden und das wird schwer genug....
Ein Bericht von T.Klötzke.
Kommentar:
Ich sehe das Spiel von gestern etwas positiver als Thomas. Sicherlich habe ich nicht gezaubert und ich kann das Match auch nicht neutral betrachten. Dennoch war ich mit meiner Leistung insgesamt sehr zufrieden, erst recht im Vergleich zur Pot Black Night Reloaded. Deshalb würde ich auch nicht bestätigen, ein schwaches Spiel gezeigt zu haben bzw. weit unter meinen Möglichkeiten geblieben zu sein. (aber vielleicht lasse ich mich ja auch vom Ergebnis blenden)
Stephan |
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BERLIN OPEN 2009: Thomas Klötzke - Niels Lindner (Gruppe A)
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Zu abendlicher
Stund' fand heute das Duell Thomas Klötzke - Niels Lindner im
Snookercenter Berlin statt. Thomas, der nach eigenen Angaben gedopt war
(angeblich Neurodermitis...), konnte aber im ersten Frame nicht
überzeugen. Da es jedoch mit Niels' Überzeugungskraft auch so weit her
war, konnte Thomas dank unzähliger glücklicher Snooker im Endspiel auf
die Farben den Frame für sich beanspruchen (50-23). Im 2. Frame
stabilisierte sich Thomas und fand fast zu alter Form zurück. Niels
konnte zwischenzeitlich mit einem Break von 0 auf 16 (    ) in wenigen Minuten wieder aufholen, was Thomas jedoch wenig störte. Er besiegelte den Frame mit einer 18er-Clearance (66-19). Der
Frame 3 war ein sehr zerfahrener und glanzloser Frame, anscheinend kam
eine gewisse Torschlusspanik an die Oberfläche. Niels stellte Thomas
die Pinke vor die Mitteltasche und schraubte schon sein Queue
auseinander. Doch Thomas verfehlte die Chance zum 3:0 und Niels holte
sich sukzessive die letzten 13 Punkte und gewann mit einem Punkt
Vorsprung (26-27). Frame 4 ging dort weiter, wo Frame 3 aufgehört hatte
und wir sahen erneut einen der shamigsten Frames der Shame-Tour.
Thomas' Nervosität schien zu wachsen, er ärgerte sich darüber, dass es
schon wieder um die letzte Schwarze ginge. Als Niels ihn darauf
hinwies, dass Thomas ja die Pinke nicht hätte lochen müssen, zog
letzterer die Konsequenzen und ließ die Weiße beim Spiel auf Schwarz
auf mysteriöse Art und Weise vom Tisch verschwinden (36-41). Da sah es
noch nach einem so klaren 3:0 aus, und schon stand es 2:2. Thomas
beschlichen dunkle Vorahnungen. Im Entscheidungsframe geschah dann das,
was Thomas noch gefehlt hatte: Niels drehte richtig auf. Thomas lag
schon bei der letzten Roten mit 5-43 hinten und brauchte Snooker, Niels
war bis dahin sogar foulfrei. Durch Snooker kam Thomas dann noch mühsam
an 15 weitere Punkte, aber es war bereits zu spät (20-53). In einem
höhepunktarmen Match präsentierte sich Thomas durch die Bank unter
seinen Möglichkeiten, Niels versprühte zum richtigen Zeitpunkt wieder
ein wenig den Charme der Pot Black Night und des Spiels gegen Martin.
Insofern eine gerechtfertigte Klatsche für den Ersten der Weltrangliste.
Details
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BERLIN OPEN 2009: Marcel Römhild - Niels Lindner (Gruppe A)
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Heute spielten für
Sie Marcel Römhild (HÖN) und Niels Lindner (HIR) im Snookercenter
Berlin am Potsdamer Platz. In einem einseitigen Match sahen wir einen
gut aufgelegten Marcel, d. h. nicht überragend, aber überzeugend, und
einen weniger gut aufgelegten Niels, d. h. wie immer. Nach sagenhaften
72 Minuten trennten sich die Spieler mit einem gerechtfertigten 3-0
(47-10, 47-16, 59-33). Damit wurde ein Frame in durchschnittlich 24,0
Minuten geschafft, das toppt sogar noch knapp den Schnitt von Niels vs.
Martin am vergangenen Mittwoch (24,4 Minuten).
Details |
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BERLIN OPEN 2009: Martin Schwemin - Niels Lindner (Gruppe A)
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Ein
Duell der Superlative
(by T.
Klötzke)
Es ist ein
sonniger Tag und anstatt Baden zu gehen, treffen sich die oben
Genannten am grünen Tisch um ihr Spiel der Staffel A zu bestreiten.
Keiner der beiden ahnte, was sich in folgenden 5 (!) Frames abspielen
sollte. Selbst ich in der Funktion als Schiedsrichter und Zuschauer
zugleich erwartete nicht solch ein Spektakel. Aber nun hübsch der
Reihe nach:
Um 15:07
begann Niels den Frame 1 mit einer guten Eröffnung und setzte
seinen Kontrahenten sofort unter Druck. Daraus resultierten zwei Rote
von Niels, zu denen er aber jeweils keine Farbe lochte. Martin war am
Anfang eher auf Sicherheit bedacht und steckte seinen Gegenüber
recht bald damit an. Im Folgenden passierte nicht viel, außer der
Tatsache, dass sich beide Spieler gegenseitig ein Foul gönnten. Als
Niels ein solides 6er Break folgen ließ war die Abtastphase
endgültig beendet. Martin entdeckte 3 Rote, die dicht beieinander
lagen, aber keinesfalls einfach zu lochen waren. Doch ihm machte das
nichts aus und spielte diese 3er Kombo exzellent. Dies nutzte er als
Einleitung für ein schönes 9er Break (r-s-r).
Niels ließ das äußerst kalt, denn er konterte mit zwei 8er Breaks
in Folge (r-p-r).
Daraufhin dachte sich Martin: "Mensch, das kann ich doch auch"
und spielte ein 7er Break. Nun war es nach doch bescheidenem Beginn
ein offener Schlagabtausch mit guten und vielen Pots. Zum Schluss des
ersten Frames war es ein Kopf-an-Kopf rennen, welches mit einer guten
Safety-Schlacht untermauert wurde. Niels spielte ein My besser und
sicherte sich mit einem 11er Break unterm Strich doch verdient den
Frame. Daswar gleichzeitig die 1:0 Führung für ihn. Als Belohnung
durfte er gleich Frame 2 anstoßen. Dann folgte eine kuriose
Situation: Es lag Touching-Ball und Niels spielte die Weiße so, dass
er jenen Ball beim Stoßen nochmals berührte. Martin plädierte
sofort auf Foul, was Niels etwas stutzig machte. Nach kurzem
Intermezzo einigten wir uns auf 4 Foulpunkte zugunsten von Martin.
Niels schien in der Folge etwas irritiert zu sein, denn Martin riss
das Spiel an sich und lochte munter und fröhlich drauf los. Mit
einem schönen Break von 14 (r-b-r-s)
erarbeitete er sich einen soliden Vorsprung. Niels kämpfte und ließ
ebenso gute Pots folgen. Jedoch war Martin in diesem Frame einen Tick
besser, was ihm zum Ausgleich verhalf. Die guten Pots sollten im
Frame 3 noch besser und atemberaubender werden. Martin
eröffnete gleich mit einem 7er Break, nachdem Niels ein Foul
begangen hatte. Jedoch musste Erstgenannte auch Federn lassen, denn
auch er spielte im Folgenden 2 Fouls. Nach einer Phase der
"Lochfaulheit" drehten beide Spieler wie wild auf und
lochten die unmöglichsten Bälle. So wurde die Schlussphase wieder
spannend, wobei sich Martin knapp durch ein Foul von Niels und durch
eine gelochte Pinke durchsetzen konnte. Das war also die Führung zum
2:1 zugunsten von Martin. Niels begann wiederum Frame 4. Beide
lochten in der Folge fleißig. "Das ist doch zum Mäuse melken"
wurde zum Zitat dieses Frames (Niels' Ausruf, als er auf eine Rote
keine Farbe lochte). Jedoch sollte er es besser machen, denn nach
kurzem Hin und Her brillierte er mit einem 14er Break und ließ
darauf ein 8er Break folgen. Die Kontrahenten spielten in anderen
Sphären. Die Zuschauer, sofern sie saßen, standen auf und waren
absolut begeistert und dem Frame. Auch Martin lochte wie einst
Ronnie. Aber Niels schien unaufhaltsam und überrollte seinen Gegner
phasenweise. Nach unendlich vielen Pots ein einem guten Snooker gab
Martin den Frame auf. Er hatte sich absolut nichts vorzuwerfen, denn
er spielte sehr gut. Doch Niels sprengte den Rahmen und lochte etwas
mehr, was ihm den Frame sicherte. Der Ausgleich war also wieder
hergestellt. Dieses Spiel hatte wahrlich einen 5. Frame verdient,
aber wie ich finde, eigentlich auch keinen Sieger, denn beide
spielten wirklich hervorragend und ich war froh, nicht der Gegner von
einem von beiden gewesen zu sein.
Frame 5
schien das Ganze teilweise noch zu toppen: beide lochten als ob es um
ihr Leben ginge. Beide wollten den Sieg. Unbedingt. Um jeden Preis.
Niels legte wieder wie wild los und ließ wieder ein 14er Break
folgen. An diesem Tag schien alles zu funktionieren. Beispielhaft war
folgende Szene: Martin am Tisch. Weiß lag bei den kleinen Farben und
eine Rote außerhalb des Pulks. "Ich sage Long Pot" - ein
kurzes Lächeln - ein Stoß - Rot fällt tatsächlich!!! Aber wie es
manchmal so ist - Weiß läuft über den Tisch und fällt ebenso.
Wirklich sehr schade, denn es war ein brillanter Stoß mit Ansage. Es
folgte das gewohnte Bild des offenen Schlagabtauschs. Beide lochten
gut und vor allem viel. Martin kämpfte sich jedoch immer mehr heran
und setzte Niels unter Druck. Jetzt ging es so langsam an die
Kondition. Dies ist der einzige Punkt, wo Niels leider mehr Schwächen
aufwies als sein Kontrahent. Die Folge waren zu viele Fouls zugunsten
von Martin. Somit sicherte er sich den Frame und damit auch das Match
mit 3-2.
Fazit:
Beide spielten einen hervorragendes Duell. Mit persönlich hat es
echt super viel Spaß gemacht zuzuschauen, denn beide Shame-Tourianer
lochten und lochten und lochten und lochten...Martin und Niels
zeigten beide eine klasse Leistung. Bei manchen Pots fragte ich mich,
wie die überhaupt fallen konnten. Ich selber habe schon lange nicht
mehr so ein phänomenales Spiel gesehen!!!
Mit dieser
Form könnten sie dem Favoriten Marcel gehörig einheizen!!!
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BERLIN OPEN 2009: Marcel Römhild - Thomas Klötzke (Gruppe A)
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Heute
kam es also zum Spitzenspiel in der Gruppe A, zum absoluten
Shame-Tour-Schlager: Thomas "Tommy" Klötzke traf auf den
frischgebackenen Pot-Black-Night-Sieger Marcel "Celli" Römhild.
Gespielt wurde selbstverständlich im Snookercenter Berlin. Um 16.35 Uhr
eröffnete Thomas die Partie. Beide Spieler kamen nur mühsam in die
Gänge. Den gelochten roten Kugeln folgten keine Farben. Den Grund dafür
nannte Marcel: "Die Farben liegen einfach scheiße." Thomas schaffte
dann zum ersten Mal eine Zwei-Kugel-Serie (rot-pink). Auch ansonsten
lochte er mehr Kugeln, was ihm einen scheinbar sicheren Vorsprung
einbrachte. Doch Marcel pirschte sich durch zwei gute Snooker wieder
heran, die ihm insgesamt 15 Punkte brachten (2x4, 1x7). Nun war's so
gut wie ausgeglichen, Marcel schaffte dann auch zum ersten Mal ein
kleines Break (rot-gelb-rot) und erarbeitete sich dann im Spiel auf die
Farben eine 38:30-Führung, als noch pink und schwarz auf dem Tisch
lagen. Noch war der Framegewinn also möglich für Thomas, aber Marcel
begrub alle Hoffnungen mit einem 13er-Break (höchstes Break des
Frames). Durchaus unglücklich war dieser Rückstand für Thomas, der neun
von fünfzehn Roten lochte.
Im zweiten Frame
legte Tommy dann richtig los. Er bombardierte Marcel mit Breaks: Dabei
waren ein 12er-Break (rot-braun-rot-pink), zwei 8er-Breaks
(rot-schwarz) und auch ein 5er-Break (rot-grün-rot). Somit führte "The
PPP" nach nicht allzu langer Zeit schon mit ca. 30 Punkten. Marcel
gelang es jedoch, den Frame noch lange offen zu halten und auch Thomas
merkte selbstkritisch an: "Ich hätte den Sack früher zumachen müssen."
Dies gelang ihm erst auf die letzten Farben, als er knapp an einem
22er-Break vorbeischrammte (braun-blau-pink). Thomas sammelte in diesem
Frame 61 Punkte (persönliche Tages-Bestmarke), obwohl Marcel in keinem
Frame weniger foulte, als in diesem (1x).
Der dritte Frame
gestaltete sich dann wieder sehr ausgeglichen. Was das Lochspiel
angeht, so hätte Thomas auch diesen Frame holen müssen. Wie schon im
Frame zuvor, gelang ihm ein 15er-Break (rot-pink-rot-schwarz). Tödlich
waren jedoch die 9 Fouls, die er im 3. Frame beging (Marcel: 4 Fouls)
und so siegte Marcel in diesem wichtigen Frame mit 65 zu 53.
(Meiner Meinung nach
wäre zu diesem Zeitpunkt eine 2:1-Führung für Thomas gerechter
gewesen.) Wichtig deswegen, weil Marcel nun den ersten Matchball-Frame
vor sich hatte, was sich sehr positiv auf sein Spiel auswirkte. Er war
plötzlich der bessere Spieler, startete gleich mit einem 9er-Break
(rot-schwarz-rot) in den Frame, in dem er übrigens aufgrund der Lage
der Kugeln schon ein 24er-Break (!) gesehen hatte... Auch im weiteren
Verlauf spielte Marcel besser als sein Kontrahent. Doch Thomas, der
schon fast geschlagen schien, kämpfte sich unter anderem mit einem
11er-Break wieder heran und gewann schließlich sogar noch den Frame zum
2:2. Marcel fiel danach auf, dass bisher meistens der schlechtere
Spieler den Frame gewonnen hat (Ausnahme: Frame 2). Dieses Fazit der
ersten vier Frames könnte man durchaus so stehen lassen.
Das Match sollte also über die volle Distanz gehen. Ein Sieg mit zwei Frames Vorsprung hatte hier auch keiner verdient.
Die Spieler reichten
sich vor dem Entscheidungsframe noch mal ordnungsgemäß die Hand, Thomas
stieß an. Alle Augen im Snookercenter waren nun auf diesen Tisch
gerichtet. Eine Stecknadel hätte man jedoch nicht fallen hören können,
da die Musik "einen Tick zu laut" (Marcel) war.
Marcel spielte, wie
schon im vierten Frame stark verbessert im Gegensatz zu den ersten
Frames und übernahm schnell die Führung. Danach ließ das Highlight des
Tages nicht mehr lange auf sich warten: Marcel zog ein gut gestelltes
Break auf engstem Raum auf und die Anwesenden staunten nicht schlecht:
1..., 8..., 9..., 16... Ok, zweimal rot-schwarz, neues höchstes Break für
Marcel an diesem Tag; halt, es geht noch weiter: 17..., 23..., 24
(rot-pink-rot). Würde es Marcel gelingen, noch mal die Schwarze zu
lochen und damit alle Rekorde zu brechen? (8-Kugel-Break, 31er-Break
möglich!) Marcel holt ruhig aus..., stößt..., aber nein: Er verschießt
schwarz knapp... Naja, bleibt ihm ja immer noch ein Break von 24 Punkten!
Thomas gab sich nicht
auf, jedoch pendelte Marcels Vorsprung dann lange zwischen 25 und 30
Punkten. Die ganz große Spannung kam dadurch nicht mehr auf. Als noch
pink und schwarz auf dem Tisch lagen, betrug Thomas' Rückstand noch 18
Punkte. Er benötigte also ein Foul von Marcel, um das Spiel wieder
gewinnen zu können. Doch zu diesem Foul kam es nicht. Stattdessen
flukte Marcel die Pinke zum Matchgewinn und lochte auch Schwarz zur Sicherheit noch hinterher...
Das Spiel endete um 19.20 Uhr.
Fazit:
Insgesamt haben beide sich schon auf höherem Niveau duelliert. Von der
Spannung her hielt das Match alles, was es versprach. Überragende
Leistungen sah man von beiden Spielern phasenweise. Thomas hätte den
Sieg genauso verdient gehabt, würd' ich mal sagen.
Den Unterschied machten letztendlich die Fouls...
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BERLIN OPEN 2009: Stephan Schwemin - Sven Böhnisch (Gruppe B)
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| In einem mehr als einseitigen Spiel, setzte sich Titelverteidiger
Stephan verdient mit 3:0 durch. Sven lochte im Spiel so gut wie gar nichts, außer
der weißen Kugel hin und wieder mal. Im Großen und Ganzen war das Spiel nicht
wirklich Shametour-würdig, denn auch Stephan hatte nicht den allerbesten Tag
erwischt und sein höchstes Break lag gerade mal bei 8 Punkten. Trotzdem kann Stephan
sich über seinen Sieg freuen, da er nun eine sehr gute Ausgangsposition in der
Staffel B hat. Für Sven, der sich eigentlich das Mindestziel Halbfinale gesetzt
hatte, heißt es nun kämpfen, denn mit Rike und Martin M. warten zwei weitere
hochklassige Gegenspieler. |
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