Die Shame-Tour™ (5. Saison: 2009)
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Eine Session zum Vergessen

Posted by witzkii at 12:58 PM on November 28, 2009 Comments comments (0)

Was war da gestern nur los? Die Ausgangslage exzellent, die Vorstellung am Tag zuvor überaus ansprechend. Und dann das... Eine beinahe total verkorkste 2.Hälfte des Matches, in dem ich von einem sehr gut aufspielenden Gegner deklassiert worden bin. Einziger Lichtblick dabei das plötzliche Aufbäumen im entscheidenen Frame des Abends. Da war sie, die Chance, die ganze Aufholjagd wieder nichtig zu machen. Doch dann verschieße ich diese einfache Blaue, den Frameball, und foule halb aus Dummheit, halb aus Unvermögen auf diese blöde Pinke. Jetzt redet ihr davon, dass das der Knackpunkt sei. Das empfinde ich nicht so! Es war nicht mehr als ein weiterer Rückschlag in dieser verflixten Session. Denn nun ging es zur Black-Ball-Decision und ich habe es nach wie vor selbst in der Hand den Frame für mich zu entscheiden. Erzwingen, um genau zu sein, denn nicht mehr wäre an diesem Tage möglich gewesen. Und genau jetzt sind beide Spieler auf der Höhe und zeigen unter höchsten Druck und dem Wissen, dass eben dieser Ball erst der Knackpunkt ist, ihr bestes Safetyspiel des Tages. Diese Phase erschien auch mir ungewöhnlich lange und es war der Teil des gesamten Matches, der mir am meisten Spaß gemacht hat. Mein Spielgefühl war zu diesem Zeitpunkt am besten. Ungefähr 10 Mal besser als im ersten Frame des Abends! Und das ist nicht mal übertreiben... Und so spiele ich nun eine gute Safety, bekomme die passende Antwort, aber auch mir fällt wieder etwas ein. Dann jedoch kommt der erste leichte Fehler und da liegt eine Halb-Chance. Angehen oder beim taktischen Spiel bleiben? Die Frage war schnell beantwortet, vielleicht zu schnell. Ich wollte diese Schwarze, diesen Frame und damit die Führung erzwingen. Aber selbst das ging dann doch nicht an diesem Tage... Eine Session zum Vergessen!

"Ich hatte kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu"

Posted by witzkii at 03:23 PM on September 10, 2009 Comments comments (0)

Mittwoch 09.09.09, 23:15 Uhr Potsdamer Platz:  Die Türen vom Snookercenter Berlin standen offen und heraus trat eine Person,  die wohl das merkwürdigste Turnier ihres Lebens spielte. Diese Person war Sven Böhnisch. In seiner Mimik spiegelten sich Verwunderung, Verwirrung, Wut und Enttäuschung wider. Sein einziges Ziel bestand nun darin, so schnell wie möglich nach Hause zu gehen.  Doch seine Schritte waren langsam, sehr langsam. Er ging in Gedanken jedes einzelne Match noch einmal durch und schüttelte mit einem sarkastischen Lächeln mehrmals den Kopf. Dann blickte er hinauf in den sternenklaren Himmel und entdeckte über seinem Kopf eine dunkle Gewitterwolke. Als er wieder geradeaus schauen wollte, sah er nur wenige Meter vor sich einen Reporter, der um ein Interview bat. Sven, geistig abwesend, nahm es nur zögerlich an.


Herr Böhnisch, wie ist das Turnier gelaufen und welchen Platz haben sie belegt?


Nun ja,  0 Siege 6 Niederlagen. Der Platz dürfte damit bekannt sein.


Sie haben es nicht geschafft ein einziges Match zu gewinnen? Waren ihre Gegner heute alle so dominant?


Kein Kommentar. Schauen Sie sich die Highlights im Fernsehen an, dann wissen Sie es.


Sie waren aber auch schon einmal höflicher, Herr Böhnisch.Seit dem Gewinn der Snookerliga 2008/09 spielen Sie auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Woran liegt es? Haben Sie Ihren Zenit überschritten?


Wenn ich ehrlich bin kann ich mit meiner heutigen Leistung eigentlich gar nicht so unzufrieden sein. Ich habe in den ersten vier Matches viel gelocht. Allerdings hatte ich aber meist nie so richtig Glück und dann kam immer wieder viel Pech hinzu. Das Turnier hat mich heute sehr viele Nerven gekostet.


In der Berlin Open müssen Sie nun auch noch um den Einzug ins Halbfinale bangen. Rechnen Sie gegen Martin Müller mit einem Sieg?


Es wird sicherlich kein Spaziergang werden, dennoch bin ich zuversichtlich. Ich weiß, dass ich Snooker spielen kann und in der Lage bin jeden zu schlagen. Auch einen Marcel Römhild im möglichen Halbfinale...


Vielen Dank für das kurze Gespräch, Herr Böhnisch!


Mit einem müden Lächeln verabschiedete sich Sven vom Reporter und setzte seine Heimreise fort. Erneut blickte er in den Himmel, die Gewitterwolke über ihm war verschwunden.


"15 Freunde": Exklusivinterview mit Marcel Römhild

Posted by witzkii at 05:59 PM on September 08, 2009 Comments comments (0)

"15 Freunde" ist es gelungen ein exklusives Interview mit Marcel Römhild zu bekommen.  Darin redet er offenherzig über das Unternehmen Titelverteidigung, seine Mitstreiter und "Kribbeln und Vorfreude" vor großen Spielen.


Herr Marcel Römhild, Sie gehen als Titelverteidiger in die zweite Pot Black Night des Jahres. Was sind Ihre Ziele für das morgige Turnier?


Hallo erstmal. Ich visiere einen Platz auf dem Podest an. Wenn ich einen guten Tag erwische, ist auch ein Gesamt-Sieg möglich.


Wie schätzen Sie Ihre Konkurrenten ein? Wer wird Ihnen am ehesten den Titel streitig machen?


Als Hauptmitkonkurrenten betrachte ich Stephan Schwemin. Es ist nie leicht ihn zu schlagen, aber wenn dann ist es bei dieser Distanz am ehestem möglich. Hoffnungen auf den Sieg können sich meiner Meinung nach auch Thomas Klötzke und Sven Böhnisch machen. Jedoch erwarte ich wie schon angedeutet Stephan Schwemin oder mich am Ende auf dem Thron.


Verraten Sie uns, wie Sie sich auf das Turnier vorbereitet haben?


Ich habe vor allem die Vorbereitungen der letzten Turniere und Spiele kopiert, da diese dann sehr erfolgreich gelaufen sind. Sprich: Ich habe kaum das Queue in die Hand genommen. Ausnahme ist dabei etwas Snooker und Poolbillard gegen Niels Lindner gestern Abend. Dies war jedoch kaum mehr als ein Warmspielen für morgen Abend.


Letztes Mal wurden Sie von einer Erkältung beeinträchtigt bzw. sogar beflügelt, wenn man das Ergebnis betrachtet. Wie schätzen Sie Ihre Form ein?


Wenn man Fußball als Maßstab heranziehen kann, ist sie so gut wie schon lange nicht mehr. Auch das Spiel gestern war nicht wirklich gut, aber ich hatte immer das Gefühl einen Gang hochschalten zu können, wenn es denn nötig war. Dies stimmt mich also in jedem Fall optimistisch und lässt mich morgen mit Selbstvertrauen an den grünen Tisch treten.


Was für ein Break erhoffen Sie sich für morgen?


Eine sehr interessante Frage. Ja, das muss ich wirklich sagen. Jedoch habe ich mir in der Vergangenheit zu oft ein tolles Break erträumt und dann vielleicht nicht ganz befreit gespielt. Also erhoffe ich mir diesmal einfach gutes Spiel von meiner Seite. Jedoch würde ich gegen ein Break über 20 natürlich nichts einzuwenden haben. Möglich erscheint es fast immer.


Sie scheinen auch bei den Berlin Open nicht aufzuhalten zu sein. Welchen Platz visieren Sie dort an?


Bei den bisher beinahe optimal verlaufenden Berlin Open will ich unbedingt das Finale erreichen. Dort wäre dann ein Match gegen Stephan Schwemin oder Thomas Klötzke ein weiterer Leckerbissen in meiner Karriere und eine Partie, der ich mit Kribbeln und Vorfreude entgegen blicken würde. Ein Sieg wäre dann ein kleiner Traum! Aber überhaupt ein Finale in 2 Sessions aktiv zu erleben wäre auch schon eine schöne Erfahrung an sich.


In der Snooker-Liga 2008/2009 mussten Sie im Kampf der großen Vier um den Sieg Federn lassen. Bis jetzt stehen die wirklichen Proben über längere Distanzen gegen Stephan Schwemin und Sven Böhnisch noch aus. Wie schätzen Sie die Chancen der beiden jungen Wilden ein?


In Bezug auf die Berlin Open?


Sowohl als auch.


Bei den Berlin Open wird Stephan Schwemin weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Jedoch muss er in der Weltrangliste aufpassen, da er in der Jahreswertung nur Platz 4 belegt und sein überragendes Jahr bald gestrichen sein wird. Er muss also ein sehr gutes Turnier spielen, um überhaupt seine Position halten zu können. Sven Böhnisch hingegen ist Erster in der Wertung 2008/2009 und wird froh sein, wenn die Vorsaison dann endlich rausfällt. Ich persönlich schätze ihn jedoch nach wie vor schwächer als Thomas Klötzke, Stephan Schwemin und mich ein. Ich gehe also davon aus, dass ich in einem Halbfinale gegen ihn ins Endspiel einziehen würde. Für dieses muss er sich aber noch qualifizieren, da Martin Müller ebenfalls noch gute Chancen hat. Abschließend bleibt aber bei der Frage nach den jungen Wilden festzuhalten, dass sie die ShameTour nach wie vor beleben und das Spielniveau klar erhöht haben.


Zum Abschluss: Haben Sie einen guten Tipp für unsere jungen Snooker-Fans, die später auch einmal erfolgreich in der Shame-Tour spielen wollen?


In erster Linie sollte immer der Spaß im Vordergrund stehen, denn mit der Passion kommt die Lust. Diese wird benötigt um in vielen Spielen dann immer besser zu werden und seine Fähigkeiten auszubauen. Außerdem immer an sich selbst glauben und einen Ball so im Kopf angehen, dass Du ihn lochen wirst. Optimismus sollte nicht nur beim Snooker die Welt regieren! Und eins noch: Immer schön die Ruhe bewahren. Denn auch verlieren ist nicht schlimm, wenn man sich sagen kann alles gegeben zu haben.


Vielen Dank für das Interview, Herr Römhild, und viel Erfolg für morgen!


Das Interview führte Niels Lindner.

"Ich bin kein Favorit!"

Posted by witzkii at 12:00 PM on September 08, 2009 Comments comments (0)

 

Die Berliner Morgenpost sprach vor der kommenden Pot Black Night mit dem noch Weltranglistenersten Thomas Klötzke über die letzten Turniere, seine Gegner und kommende Ziele.

 

Herr Thomas Klötzke, die Tische sind bezogen und es ist alles bereitet für ein neues Turnier. Wie fühlen Sie sich derzeit?

 

Nun ja, es geht so. Die letzten Wochen schlauchen dochschon sehr, aber als Profi muss man sowas wegstecken können - gerade bei einemso hochkarätig besetzten Feld wie der Shame-Tour!

 

Innerhalb kurzer Zeit findet nun ein weiteres Pot Black Turnier statt. Bis auf die letzte PBN haben Sie ja hervorragend abgeschnitten. Sind Sie so etwas wie ein Pot-Black-Spezialist?

 

Nein, keinesfalls. Obwohl ich sagen muss, dass mir der Modus zum Teil sehr entgegenkommt. Man kann auch starken Spielern schnell mal einen Frame abnehmen. Genauso gut geht es aber auch andersrum. Ich erinnere mich an das erste Pot Black, wo ich gegen Neuling Stephan Schwemin den Frameverlor. Das Turnier habe ich zwar gewonnen, ärgerlich war es trotzdem.

Aber gerade sowas macht das Turnier unberechenbar und sehr spannend!!!

 

In der letzten Zeit waren Ihre Spiele im Endresultat häufig mit Misserfolgen geprägt ? Stecken Sie in einer Formkrise?

 

Nun es ist sicherlich nicht zu leugnen, dass die letzten Spiele (PBN, Berlin Open) alles andere als optimal verliefen. Aber es geht eben in der Shame-Tour immer enger zu: Ich kann es mir eben nicht mehr leisten gegen Ende meines Matches einen Schlendrian zu bekommen. Gegen Niels trennte mich quasi eine Pinke vom 3-0 Sieg. Glücklicherweise habe ich aber noch (fast) alle Karten selber in der Hand, was das Weiterkommen der Berlin Open angeht. Ichdenke es ist eine kleine Zwischenkrise, daher heißt es nun: Konzentration ist jetzt die Devise! Wenn ich meine Frames konzentriert zu Ende spiele, dann stellen sich hoffentlich auch die Erfolge wieder ein.

 

Wer wird Ihrer Meinung nach die Pot Black Night gewinnen? Wie sehen die anderen Platzierungen aus?

 

Marcel Römhild wird das Rennen machen. Er spielt zur Zeit in anderen Sphären. Da muss man echt Glück haben, dass er mal stolpert. Im Kampf um Position 2 sehe ich Niels Lindner und Stephan Schwemin. Beide hatten zuletzt einen Aufwärtstrend und ich denke sie werden ihre Sache wieder solide machen.

 

Und wo bleiben Sie in dieser Auflistung?

 

Ich bin kein Favorit! Das ist nach den letzten Spielen nun mal so. Aber ich werde mich bemühen im vorderen Mittelfeld zu landen. Ich will versuchen meine alte Form wiederzufinden und einfach den Spaß am Snooker wieder zu spüren. Wenn mir das gelingt, dann bin ich für's Erste zufrieden.

 

Für's Erste?

 

Ja. Man muss kleine Brötchen backen und sich wieder herankämpfen. Es werden alles schwere Spiele, die es gilt mit höchster Disziplin zuabsolvieren. Wenn ich den ein oder anderen dabei etwas ärgern kann, dann freueich mich natürlich. Aber man muss immer realistisch bleiben.

 

Wie schätzen Sie die anderen Gegner ein?

 

Eine Einschätzung ist nicht so ganz einfach, denn sie alle haben ihre Qualitäten, mit denen sie auch den einen oder anderen schon überrascht haben. Ich denke da an Martin Müller oder auch an Martin Schwemin, wobei letzterer ja aus Urlaubsgründen nicht dabei ist. Von Sven erwarte ich wieder einiges, denn auch er schnitt im letzten PB ganz gut ab. Bei ihm ist es jedoch meist sehr tagesformabhängig. Hat er aber einen guten Tag, so ist er schwer zu schlagen.

 

Wie bereiten Sie sich mental auf dieses Turnier vor? Denn sollten Sie erneut eine Schlappe hinnehmen, droht der freie Fall?

 

Ich versuche es ruhig und mit viel Verstand angehen zulassen. Da ich meinen Lebensunterhalt nicht durch die Shame-Tour alleine finanzieren kann, habe ich ja seit einem Jahr ein Meteorologie-Studium begonnen, was mich auch sehr herausfordert. Da bleibt manchmal keine Zeit für Snooker.

 

Was erwarten Sie von Neuzugang Benjamin Siebert?

 

Es wird am Anfang sicherlich nicht einfach für ihn. Ich habe mehrmals gegen ihn gespielt und er hat auf jeden Fall Potential. Wenn er dran bleibt dann wird auch er sich im Kreis der Shame-Tourianer etablieren.

 

Was sind Ihre Ziele im weiteren Verlauf der Shame-Tour 2009?

 

Ich möchte wieder bei den Top-Spielern für Wirbel sorgen,gute Spiele abliefern und vor allem Siegen! Des Weiteren möchte ich unbedingt das Halbfinale der Berlin Open erreichen und dort nicht einfach so untergehen,sondern ein solides Spiel abliefern. Das Finale wäre ohne Zweifel ein Traum,aber das rückt momentan eher in weite Ferne. Immer schön einen Schritt nach dem anderen. Langfristig möchte ich natürlich solange wie es geht die Führung in der Weltrangliste verteidigen und mal wieder einen Titel gewinnen.

 

 

Das Gespräch führte Karla Kolumna.

Pot Black Night - Rückblick / Berlin Open - Aussichten

Posted by witzkii at 07:35 PM on July 09, 2009 Comments comments (0)

Liebe Freunde, Kollegen und Spielkameraden, liebe Shame-Tourianer!


Endlich ist es wieder soweit: Die Shame-Tour ist aktiv und Planungen für neue Turniere und Spiele laufen auf Hochtouren. Doch wollen wir zuerst einen kleinen Rückblick auf die Pot Black Night 2009 werfen. Schon die Gruppen-Auslosung versprach Spannung von Anfang an, da bereits in der Vorrundenstaffel B der frisch gekürte Snooker-Liga-Champion Sven Böhnisch, der Weltranglistenerste Thomas Klötzke und Marcel Römhild, der Team Championship 2009-Gewinner, aufeinandertrafen. 3 Favoriten, doch nur 2 konnten sich sich für die Hauptrunde und damit einen Platz unter den ersten 4 qualifizieren. Vervollständigt wurde das Triumvirat von Friederike Lehm, beste Frau der Tour und "Unbequemster Gegner 2008/2009". Diese Konstellation sorgte aber auch dafür, dass Stephan Schwemin, Spieler des Jahres 2008, in der Gruppe A als klarer Favorit galt und sein Weiterkommen vorprogrammiert schien. Dies jedoch sollte sich schnell relativieren, da bereits die erste Partie im Bruderduell gegen Martin Schwemin verloren ging. Nach diesem Fehlstart setzte es dann auch gleich die nächste Niederlage gegen die große Überraschung des Turniers, Niels Lindner. Er gewann die Gruppe ohne Frameverlust und zeigte eine überzeugende Leistung, die ihn verdient um den Titel mitspielen ließ. Hinter Niels jedoch spielte sich ein wahrer Dreikampf um Platz 2 und das damit verbundene letzte Ticket für die Endrunde ab. Stephan besaß trotz zweier Niederlagen noch die Chance im letzten Match gegen Martin Müller aus eigener Kraft die Entscheidung für sich zu erringen. Bedingung dafür war ein Sieg mit einem zweistelligen Punktabstand. Martin jedoch lochte die letzte Schwarze, welche ihm zwar nicht den Frame brachte, jedoch genau das Erreichen der Marke für den verbessert spielenden Stephan verhinderte und ihm selbst den Einzug in die Runde der oberen 4 bescherte. Martin Schwein hatte seine Chance indessen durch einen Frameverlust gegen Niels verspielt, da dieser alle Farben lochte und damit Martins Führung über das gesamte kleine Match hinweg zunichte machte.

Gruppe A wurde zu einem nicht zu erwartenden Spaziergang für Marcel Römhild, da dieser Sven Böhnisch noch mit etwas Glück, Thomas Klötzke dann souverän und in bestechender Form schlug. Sein letztes Spiel gegen Friederike Lehm war dann wieder mal mühsam und er tat sich gegen seinen Angstgegner mehr als schwer. Jedoch gelang ihm auf die finalen 7 Punkte der glückliche Framegewinn. Da Sven und Thomas bereits zuvor Friederike besiegt hatten, ging es für beide im abschließenden Spiel gegeneinander um Platz 2. Sven setzte sich letztendlich wohl verdient durch, jedoch kann ich das nicht mit Sicherheit sagen, da ich selbst mitten im Match gegen Rike war.

So kam es dann also zu den neuen 4er-Gruppen. Stephan erklomm nach weiterer Steigerung sicher 2 Siege und verdient Platz 5, da er unter anderem Thomas Klötzke fulminant vom Tisch fegte. Dieser musste schlussendlich sogar noch Martin Schwemin vor sich lassen und enttäuschte mit Platz 7. Friederike Lehm wurde ohne Framegewinn, aber mit vielen knappen Ergebnissen, auf Platz 8 geführt.

In der Staffel, die um den Gesamt-Sieg spielt, konnte Marcel sein Leistung konservieren und schlug Martin Müller in einem wirklich sehr guten Match knapp, aber verdient. Zur selben Zeit nahm Sven seinen Schwung aus der Vorrunde mit und konnte Niels Lindner seine erste Niederlage beibringen. Jedoch scheiterte er danach an Martin Müller, was eine bessere Platzierung als schlussendlich Rang 3 verhinderte. Im "Finale" zwischen Niels Lindner und Marcel Römhild brauchte der Erstgenannte einen Sieg mit hohem Vorsprung (34 Punkte), um seinen ersten Titel zu holen. Dies misslang, aber er konnte zumindest den Frame auf die letzte Kugel für sich ergatterern. Dies brauchte Marcel trotz des unglücklichen Zustandekommens nicht zu ärgern, da er endlich mal wieder einen verdienten Gesamtsieg erringen konnte.

Endstand also:

1. Marcel Römhild

2. Niels Lindner

3. Sven Böhnisch

4. Martin Müller

----------------------------------------

5. Stephan Schwemin

6. Martin Schwemin

7. Thomas Klötzke

8. Friederike Lehm


Überraschung des Turniers: Niels Lindner

Enttäuschung des Turniers: Thomas Klötzke


Nun zur Voraussicht auf meine Begegnungen der Vorrundenstaffel A für die Berlin Open 2009. Erst einmal muss ich festhalten, dass ich mit der Auslosung zufrieden bin. Dies jedoch hat nicht viel Aussagekraft, da ich mich mit jeder möglichen Konstellation freundlich gezeigt hätte. Auch mit der Variante der Großen 4 in einer Staffel... Jedoch wissen auch die Matches gegen Thomas Klötzke, Niels Lindner und Martin Schwemin nicht mit Spannung und ihren Reizen zu geizen. Allein schon die Eröffnungspartie gegen den Weltranglistenersten ist für mich der Shame-Tour-Klassiker schlecht hin. Thomas Klötzke gegen Marcel Römhild, das steht meist für hochklassige, jedoch immer für enge und spannende Begegnungen. Nie kam es vor, dass ein Spieler dieses Match klar dominierte. Die letzte Begegnung mit mehr als 1 Frame Abstand bildet das Snooker-Liga-Finale 2006, welches Marcel 4-2 gewann. Die darauf folgenden Ergebnisse, 3:2 für Marcel, 3:2 für Thomas, 2:2 mit 25er-Break von Thomas, diverse Pot Black- und TC-Partien, dazu die Gesamtbilanz von 17:15 für Marcel- das alles lässt auf großartiges Shame-Tour-Snooker, aber in jedem Fall auf Hochspannung am nächsten Mittwoch hoffen.

Tendenz und Mindestziel: Match über die volle Distanz

Darauf wartet gleich mit Niels Lindner die Überraschung der Pot Black Night vom 23.Juni 2009. Er wird mit dem Ausgang des Turniers sehr zufrieden sein und darf berechtige Hoffnungen haben noch ein klein wenig weiter auf einer Erfolgswelle zu schwimmen. Die PBN war Beweis, dass für Niels an einem guten Tag sehr viel möglich ist. Der Frame-Gewinn gegen Marcel war zwar auch Glück geschuldet, jedoch wusste er mit einigen sehr starken Pots zu beeindrucken. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass sich sein Snooker, speziell sein Lochspiel, verbessert hat. Doch trotz aller Vorschlusslorbeeren...

Tendenz: 3-1 Mindestziel: Matchgewinn

Zu guter Letzt wartet der Oldie der Tour, Martin Schwemin, auf mich. Er hat mich noch nie geschlagen, jedoch ist sein Ehrgeiz nach wie vor ungebrochen. Er kann sich auf seine größte Stärke, sein Selbstbewusstsein, jederzeit verlassen und geht in jede Partie mit der Marschroute sich nicht zu verstecken und an den Sieg zu glauben. Zwar weist vor allem sein Stellungs-Spiel noch Schwächen auf, jedoch gehört sein Lochspiel, vor allem auf die Mitteltaschen ("Mittelloch ist mein Loch!"), zu den besseren der Shame-Tour. Dies zeigt nicht zuletzt der Sieg über Stephan bei der Pot Black Night. Seien wir also auch hier gespannt...

Tendenz: 3-1 Mindestziel: Matchgewinn


Auf schöne Spiele und eine aktive Snooker-Zeit,

Euer Marcel


PS: Ziel für das Pot Black Night-Revival im September: Erreichen eines Platzes auf dem Podest!

Die Snooker-Liga 2008/2009 geht auf ihr Ende zu

Posted by witzkii at 05:51 PM on March 13, 2009 Comments comments (0)

Ursprünglich wollten wir 2008 noch ein weiteres Turnier spielen - jetzt ist Ostern 2009 ein realistischer Termin für das Ende der Snooker-Liga. Doch wie wird sie ausgehen?


Das Treppchen - Der Sieger wird gekürt: Der Sieger wird einer der berüchtigten großen Vier sein.


Stephan: Stephan Schwemin wird den (noch nicht bestellten) Snooker-Liga-Pokal fast sicher mit nach Hause nehmen dürfen. Mit einem Unentschieden über Thomas Klötzke würde er den Titel perfekt machen, dann kann auch ein 4-0 von Sven über Marcel Römhild Stephan aufgrund des direkten Vergleichs nicht mehr antasten.

Sven: Sven muss also auf eine Niederlage Stephans hoffen, verliert Stephan 1-3, so braucht Sven ein 4-0 über Marcel, bei einem 0-4 im Spiel Stephan-Thomas muss Sven gegen Marcel gewinnen und einen Frame mehr gegen ihn holen als Thomas.

Thomas: Thomas' Chancen sind noch düsterer. Gewinnt er nicht gegen Stephan, kann er gleich einpacken. Mit einem 3-1 gegen ihn muss er aber immerhin noch Marcel mit 4-0 schlagen und dieser wiederum muss gegen Sven mindestens einen Frame holen. Mit einem 4-0 gegen Stephan wird die Sache für Thomas deutlich leichter - er muss dann nur genauso viele Frames gegen Marcel holen wie Sven.

Marcel: Aber auch Marcel, momentan auf Platz 4, hat noch Chancen auf den Sieg, wenn auch sehr geringe - Stephan müsste dazu nämlich gegen Thomas framelos bleiben. Dann sind für Marcel 7 aus 8 Frames gegen Thomas bzw. Sven vonnöten, um noch Erster zu werden.


Mittelfeld - Kampf um Platz 5: Martin Müllers 4-0 über Konstantin Fähnrich schafft eine grandiose Konstellation am letzten Spieltag der Shame-Tour: Sowohl Martin Müller, als auch Martin Schwemin, Niels Lindner und Rike Lehm können Platz 5 noch erreichen.


Martin S.: Hält die besten Karten. Mit einem Sieg über Martin M. ist er sicher Fünfter, mit einem 2-2 müsste Niels Rike mit 4-0 schlagen, um noch an ihm vorbeiziehen zu können.

Niels: Muss praktisch auf eine 1-3-Niederlage von Martin S. hoffen. Dann brauchte ein 3-1 gegen Rike und würde sich aufgrund des direkten Vergleiches vor Martin M. platzieren. Mit einem 2-2 bzw. 0-4 im Martin-Duell muss Niels Rike mit 4-0 bezwingen.

Martin M.: Muss Martin S. auf jeden Fall besiegen. Bei einem 3-1-Sieg darf Niels gegen Rike aber nur 2 Frames holen, bei einem 4-0-Sieg 3.

Rike: Hat von allen die abenteuerlichsten Chancen - aufgrund des direkten Vergleichs zu Martin Müller hat sie auch dann das Nachsehen, wenn Martin Schwemin verliert. Geht die Partie der Martins unentschieden aus, muss sie Niels ohne Framegewinn nach Hause schicken und zusätzlich noch 259 Punkte + die Punkte, die Martin Schwemin gegen Martin Müller gewinnt, gutmachen (alternativ 258 + Martin Schwemins Punkte + höheres Break als Martin S.). Im allerschlimmsten Fall - d. h. bei einem Punkt weniger - wird durch das 6. Kriterium, die Respotted Black, entschieden.


Die rote Laterne - Platz 9: Glorreich und mit großem Vorsprung belegt von Konstantin. Sein Erfolgsgeheimnis bis jetzt:

  • 3 von 32 Frames gewonnen (2 gegen Rike, 1 gegen Niels),
  • Insgesamt 1.003 Punkte geholt, aber 1.705 kassiert,
  • 129 Fouls auf 8 Spiele (Schnitt: 16),
  • Höchstes Break: 13,
  • Spieldauer: 22 Stunden 25 Minuten,
  • Platz 1 der längsten Spiele (3 Stunden 22 Minuten) sowie 6 weitere Platzierungen unter den Top 11,
  • Platz 1 der actionärmsten Spiele (1,64 Punkte pro Minute) und 4 weitere Platzierungen in den Top 8,
  • Platz 1 in der Liste der meisten Fouls pro Spiel (23), 2 weitere Platzierungen in den Top 10,
  • Platz 1 der Spiele mit den meisten Fouls (39),
  • 4-mal genannt unter den Top 12 der am deutlichsten gewonnenen Frames (jeweils verloren),
  • Plätze 2, 3 und 4 der Spiele mit der größten Punktdifferenz (auch jeweils verloren),
  • 6 Einträge in den Top 15 der wenigsten in einem Spiel gemachten Punkte (dito).

Wir sind also gespannt auf das große Finale der Snooker-Liga 2008! smile


The WoW

Neues Jahr, neue Saison, neue Turniere, neue Spieler - neue Favoriten?

Posted by witzkii at 03:12 PM on January 31, 2008 Comments comments (0)
Happy new year! Sicherlich etwas spät um das jetzt noch zu sagen, aber es kommt von Herzen.
Das neue Jahr beginnt - was wird es für jeden einzelnen bringen? Wie verlaufen Turniere? Wer sammelt die meisten Pokale und bekommt "standing ovations"? Nun ich glaube, dass dies ein sehr sehr interessantes Jahr wird. Das erste Turnier wird ein Team Wettbewerb sein.
Ein echter Kracher, denn jeder spielt nicht mehr für sich allein, sondern es zählt das ganze Team. Auch hier werden wieder packende Duelle die Snookerhallen erfüllen. Kreischende Groupies, Paparazzis und Gedränge vor der eigenen Wohnung. Alle Spieler der Shame-Tour kennen mittlerweile diese Szenerie. Obgleich des Drucks der auf ihnen lastet, schmäht das in keinem Fall die Leistung. Jeder einzelene gab im Jahr 2007 sein bestes.
Wie in der deutschen Fußball-Bundesliga gab es auch hier ein packendes Rennen um den Titel bzw. wie man auch im Wintersport gerne sagt, die Weltcup-Gesamtführung. Das Ergebnis hätte knapper nicht sein können: Marcel Römhild landete unglaublich knappe 3 Punkte vor Thomas Klötzke. Aber auch Stephan Schwemin liegt mit seinen 62 Punkten Rückstand auf letzteren noch ganz heiß im Rennen. Sicherlich ist die Frage: Sind alle 3 auch wieder Favoriten oder avancieren neue junge Talente der Shame-Tour zum Kreis der Besten?
Flashback: Pot Black Night 2007 - F. Lehm schafft es als neue Spielerin sich gleich bis ins Finale durchzustoßen (nicht wörtlich nehmen - denn das wären ja dann nur Fouls...). Es wollte schon keiner mehr hinsehen. Ob es nun die Müdigkeit war oder das Erstaunen über ihre Fähigkeiten lass ich jetzt mal dahingestellt. Zumindest hat man gesehen, dass auch "die Großen" Schwächephasen haben. Diese gilt es auszunutzen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass hier JEDER JEDEN schlagen kann. Somit bietet uns dieses neue Turnier-Modus des Teamwettbewerbs schonmal eine ideale Chance. Es wird sicher auch wieder eine sehr spannende und knappe Entscheidung werden. Ich persönlich traue Martin Sschwemin und Niels Lindner sehr viel zu, denn zweitgenannter hält stolz das höchste Break und erstgenannter hat mich bis jetzt wirklich überzeugt. Aber auch die anderen Spieler kann man so einfach nicht abschreiben - siehe Pot Black Night!
Man merkt auch schon die Vorfreude aber auch die Anspannung. T.Klötzke hat sich spontan zu einem Testspiel gegen N.Lindner entschieden (natürlich in beidseitigem Einverständnis). Auch M.Römhild hat schon ein Testspiel hinter sich. Die Vorbereitungen sind also in vollem Gange.
Ich persönlich bin gespannt was sich dieses Jahr sportlich alles ergeben wird. Aber die Freude am Spiel und auf ein Wiedersehen am grünen Tisch überwiegt. Wenn ein Sieg dabei herausspringen sollte - warum nicht?
Also lassen wir die Saison gemeinsam zelebrieren und einfach Spaß haben!!!
Ein neues Jahr mit einer neuen Saison und neuen Turnieren und neu integrierten Spielern (Martin S., Rieke L.) - es ist angerichtet - n'est pas?

In mühevollen Stunden zusammengeschrieben

T.Klötzke

Der 3. Platz! Ein Spiel! Mehr nicht!

Posted by witzkii at 11:49 AM on August 13, 2007 Comments comments (0)

Guten Tag liebe Snookerfreunde,

wieder mal gab es den Supergauknaller: Fressingmaschine vs. Knock.

Was dabei rauskam könnt ihr nun erfahren.

Knock trat dieses Spiel mit keinen besonderen Ziel an und hat wahrscheinlich den Rekord in Die- längste- Zeit- ohne -Snooker gebrochen. Das ist aber keine Ausrede, was im ersten Frame klar wurde.

Die Fressingmaschine in ihrer Gier lochte was das Zeug hergibt. Doch Knock machte mit 2 Kugelbreaks den Sack zu und Siegte mit 46 -26. Da beide ein Foul haben brauch man sich nicht zu beklagen. Break 9 und 11!

Der 2. Frame war ein angedachter Erholungsframe für Knock, der sowieso durch seine rotzfreche Art auffiel. Respekt gegenüber den alten Snookerligasieger zeigte er nie. Vielleicht war so die kalte Dusche von 26 - 51 für die Fressingmaschine ihm eine Lehre. Die Fouls von Knock erhöhten sich auf 2 und Fressingm. behielt den Kurs. Break 3 -11.

Der 3. Frame!

Wahrscheinlich war das der entscheidende Frame, der für die F. knapp gut ausging. Fakt ist, dass er es sich verdient hatte, denn 11 Fouls  zu machen im Gegensatz zu Knock mit 7 ist eine Leistung. Zum Break muss ich sagen, dass der Schiedsrichter Herr KLÖTZKE hier geschlampt hat, denn das jeder ein Break von 3 hat, wiedersprichte jeder Snookerregel.

Wie dem auch sei..............Frame 4!

Kann Knock den Anschluss finden?

NEIN! Mit 21- 61 für Mr. F. war das Ding gelaufen. Gutes Snookerspiel machten es der F. leicht sich diesen Frame einzuheimsen. Daher eine Foulbilanz von 4-3.

Die grandiose Chance auf ein 25 Break hat sich nicht Knock sondern die F- maschine verbockt. Schlechtes Stellungsspiel brachten nur miese 18 Punkte. Trotzdem Glückwunsch.

Unterm Strich:

Ein Spiel mit Freude und Hochs und Tiefs.

Schiedrichter war The PPP oder so............

Knock

: 21 Leerzeilen entfernt by WoW :

Die neue Saison - neue Gesichter, alte Favoriten - 9 Spieler stoßen an

Posted by witzkii at 03:55 PM on April 05, 2007 Comments comments (1)
Das Finale: Stephan Schwemin auf seinem Triumphzug und alle anderen Anwesenden abwartend, beobachten das Treiben der Losfeen Thomas & Thomas. Interessant zu beobachten waren die einzelnen Reaktionen: Marcel R. konnte sein Glück nicht fassen erneut seinen Freund, Kontrahenten und Finalgegner in seiner Staffel begrüßen zu dürfen. Still in sich hineinlächelnd, stand Thomas Klötzke am grünen Tisch und konnte mit der Auslosung relativ zufrieden sein. Soweit zur Ausganssituation.
Staffel B Eröffnungsspiel: Marcel vs Thomas oder auch David gegen Goliath oder wie auch immer man dieses Duell metaphorisch umschreiben möchte. Klar und deutlich setzte Marcel mit dem 4:0-Sieg ein Zeichen an die Konkurrenz. Diese hat sich in der neuen Saison um sagen wir 2 neue Mitglieder erweitert: Zum einen Sven B., der schon bei den Hellersdorf Open ein bisschen Shame-Tour-Luft schnuppern konnte. Zum anderen Martin S., der Bruder des wahrscheinlich größten Talents der Shame-Tour. Beide haben schon das Verlieren im Turnier erfahren müssen, aber beide sind gewillt sich kontinuierlich zu verbessern. Martin seinerseits hat sogar schon ein Spiel gewonnen und zwar gegen Oldie Thomas S. Doch der Hunger der beiden ist noch lange nicht gestillt. Lirum larum, Spannung ist in jedem Fall geboten!
Shame-Tour-Sieger 2006 Marcel Römhild scheint in einer Formkrise zu sein. Erst das Finale und auch jetzt das Gruppenspiel gegen Stephan Schwemin gingen verloren. Er selber sieht das so: "Ich bin in einer Formkrise. Es läuft einfach nicht mehr so gut". Ist es wirklich die Schwäche des Altmeisters oder geht Stephan weiter steil bergbauf in seinem Spiel? Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. 3 Spiele, 3 Siege, ein Frameverhältnis von 11:1 ! Noch nie dagewesene Statistiken in der Shame-Tour. Stephan avanciert zum Hauptfavoriten auf den Titel. Doch diesen möchten ihm so viele Spieler wie möglich streitig machen. In der Staffel B sind das Marcel und Martin, die sich den 2. Platz ausstoßen werden. Doch auch die Staffel A hat einiges an Klasse zu bieten. Gestandene Spieler wie Niels, Konstantin, Martin und Thomas wittern ihre Chance die Staffel B etwas zu ärgern bzw. eine Runde weiterzukommen. Thomas Klötzke wurde zum Favoriten der Gruppe erklärt. In den Fußstapfen Stephans folgt Thomas mit nunmehr zweimal 4:0 in Folge. Somit steht der zweite Halbfinalist definitiv fest. Doch was dahinter geschieht bleibt ein offener Dreikampf um Platz 2: Martin, nunmehr mit Wut in Bauch durch durch 0:4 Klatsche, ist noch lange nicht geschlagen im Kampf um Platz 2. Konstantin, Gelegenheitsspieler aber immer als gefährlich einzustufen. Selbst nach der Niederlage gegen Martin ist auch für ihn noch alles offen. Gegen Niels muss ein Sieg her, denn gegen Thomas wird es schwer. Jedoch hat er Kampfgeist bewiesen, als der The PPP letzte Saison ein 2:2 abnahm. Schließlich Niels, den schwersten Gegner schon hinter sich, kann jetzt befreit und mit voller Inbrunst seinen Matches entgegenblicken. Auch hier bleibt es unglaublich spannend.
Die Saison hat bisher folgendes gezeigt: Stephan und Thomas dominieren ihr Gruppen und sind bereits sicher im Halbfinale. Dahinter ist alles offen. Marcel scheint nicht so richtig Fuß zu fassen. In seinen kommenden Matches hat er jedoch die Gelegenheit, sich wieder als Favorit zu präsentieren. Abzuwarten belibt, ob es Überraschungen gibt, wie z.B. ob Martin S. in seiner ersten Saion gleich ins Halbfinale einziehen kann und ob es eventuell auch Niels schafft sich durchzubeißen und den Mahlsdorfer geballte Hirschgartenkraft entgegenzusetzen.
Die Shame-Tour: Eine Zusammenkunft motivierter Spieler, die sich packende Duelle am Snookertisch liefern. Ihr Ziel ist reinen Tisch zu machen!
In diesem Sinne wünsche ich allen Beteiligten viel Erfolg und Spaß!!!

Grüße The PPP

Frage an euch: Was wäre euer Traumfinale? (persönlich mitteilen oder auf die Hp schreiben, danke!)

Das Ende der Saison naht...

Posted by witzkii at 11:00 PM on February 04, 2007 Comments comments (2)

Nun ist es bald soweit und die erste Wertungs-Saison der Shame-Tour ist in ihren letzten Stunden. Zeit, die Ereignisse der 3 Turniere Revue passieren zu lassen...

Zu Beginn stand das Pot Black Masters als Einführungsturnier unter dem Stern des Kennenlernens aller Spieler und man wollte sich das erste Mal beweisen. Dabei wurde den Oldies schnell klar, dass die Neulinge ebenfalls mit dem Queue umzugehen wissen und nichts als Kanonenfutter betrachtet werden dürfen. Allen voran Stephan "The Sleepy Rocket" Schwemin wusste zu glänzen, gewann die ersten 3 Frames und lag damit gleichauf mit Marcel. Doch dann folgte für Beide der Einbruch. Marcel gewann zwar noch das direkte Duell, aber er konnte trotz eines Sieges gegen seinen ?Haupt-Konkurrenten? Thomas Klötzke am Ende nur Platz 4 belegen. Vor ihm hatte sich ganz unscheinbar Sensations-Spieler Konstantin Fähnrich platziert, der bei seinem ersten Turnier auf Anhieb einen Platz auf dem Podium ergatterte. Den Sieg und damit den Titel des "Black Beauty 2006" konnte wieder einmal Thomas Klötzke vor Martin ?Fort Knock? Müller für sich entscheiden. Am Ende konnte man von einem gelungenen und fröhlichen Auftakt der Shame-Tour sprechen, denn auch die hinteren Plätze hatten ihren Spaß und niemand blieb ohne Frame-Gewinn. Highlight des Tages war das erste offizielle 18er-Break durch Thomas Klötzke!

Voller Vorfreude ging man dann in das wichtigste und prestigeträchtigteste Turnier der Shame-Tour- die Snooker-Liga. Dabei wollte ?The Pankow Power Potter? seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Doch schon zu Beginn schien fest zu stehen, dass es sehr schwer werden würde. Er wurde in eine Staffel gelost, zu der die ersten 3 Plätze des Pot Black Masters und Ulrike Schwemin gehörten, welche ebenfalls für Überraschungen gut ist. So kam es dann auch, dass er in jedem seiner Hinrunden-Matches einen Frame abgeben musste, am Ende aber doch immer gewinnen konnte. Als Uli dann aussteigen musste, war klar, dass Martin und Konstantin Platz 2 unter sich aus machen würden, weil Thomas unerreichbar schien. Martin gewann einmal 3-1 und einmal spielte man Remis und schien deshalb die besseren Karten zu haben, aber dann verlor er gegen Thomas in einem großartigen Match beider Seiten mit 0-4 und musste darauf hoffen, dass Konstantin im finalen Match gegen Thomas nicht gewinnen würde. Doch zu Beginn lief es genau darauf hinaus, denn Thomas wurde im für ihn bedeutungslosen 1.Match nach Kapselriss Opfer der Miss-Regel und lag schnell 0-2 zurück. Martin musste schon zittern ehe Thomas zeigen konnte, was für ein Champion in ihm steckt. Er gewann die 2 notwendigen Frames und sein bester Freund ?Fort Knock? konnte sich am Ende bei ihm bedanken nicht im Spiel um Platz 5 zu stehen, was nach dem Verlauf in Frame 4 ebenfalls nicht unmöglich gewesen wäre. Letztendlich aber ein verdienter Ausgang in Staffel B, da Martin sich im direkten Vergleich durchsetzte und seine herbe Niederlage gegen Thomas auf Grund seiner sehr guten Leistung unverdient war.

Staffel A war durch einen letztlich doch klaren Alleingang von Marcel Römhild geprägt, der damit einem Duell mit Thomas Klötzke vorerst aus dem Weg ging und sich diese Paarung für?s Finale aufsparte. Hinter Marcel konnte Stephan Platz 2 vor Niels ?Mr. Break?n?Double? Lindner erringen, obwohl der direkte Vergleich für Niels spricht. Im Eröffnungsmatch der Beiden konnte Niels 3-1 gewinnen, nach dem unsere ?Sleepy Rocket? mit 40 Minuten Verspätung am Tisch erschien. Ein wahrlich symbolischer Einstand? Doch Stephan kam danach in Fahrt und verlor kein einziges Match mehr in seiner Staffel! Gegen Marcel reichte es jeweils zu einem 2-2 wie auch im Rückrunden-Match gegen Niels und Thomas Schwietzki wurde jeweils mit dem höchsten aller Ergebnisse bezwungen. Dieses 4-0 war auch das End-Ergebnis der Matches zwischen ?The Hellersdorf Fressingmachine? und ?The Wizard of Westendsiedlung?. Jeweils mit dem besseren Ausgang für Marcel. Auf Platz 4 und damit hinter Niels landete unser ?Witzkii?, der zwar 5 von 6 Spielen verlor, aber dabei auch 2 Mal jeweils gegen Niels Lindner einen Frame gewinnen konnte. Zu Thomas? persönlichem Highlight kam es am 4.Spieltag, als er dem klaren Favoriten Marcel Römhild durch viel Glück, aber auch verbessertes Spiel ein 2-2 abringen konnte. Zwar ein unverdientes Ergebnis, aber sicher ein großes Erfolgserlebnis für unseren Oldie, dessen Entwicklung ebenfalls nach oben zeigt. Die größte Entwicklung aber nahm unser Youngster Stephan, der nun im Halbfinale auf Thomas traf.

Nachdem er überraschend den ersten Frame gewann, lag nach Thomas? Ausgleich die erneute Führung und damit ein wichtiger Schritt zur Sensation in der Luft. Stephan spielte wirklich teilweise überragend, aber was dort am Ende geschah, machte den Frame zum Frame der Saison. Nach einem 0-33 drehte Thomas Klötzke mit Selbstbewusstsein und einer großen Portion Können vollkommen unerwartet noch mal auf und rang Stephan nieder. Eine Meisterleistung und eine riesige Enttäuschung für Stephan, der dann auch in Frame 4 nichts mehr entgegenzusetzen hatte und nach einem 1-3 ins ungeliebte Spiel um Platz 3 musste. Dort traf er auf Martin, der nach großen Kampf und einer Menge Spannung gegen Marcel mit 2-3 verlor. 3 Frames wurden dabei auf schwarz entscheiden. 1 Mal musste sogar eine Respotted black die Entscheidung bringen und hätte Martin diese gelocht, wäre er mit 3-1 ins Finale eingezogen. Marcel aber behielt die Nerven und lochte sowohl in Frame 4 und 5 die entscheidende, letzte Schwarze zum Frame-Gewinn und letztendlichem Match-Gewinn- ein glücklicher Sieg in einem atemberaubenden Spiel, welches 2 Sieger verdient hatte!

Beide Semifinalspiele hielten mehr als sie versprachen und demzufolge konnten die Platzierungsspiele dem nur nachstehen. Niels wurde gegen Konstantin mit guter Leistung klar Fünfter, da er seinen Kontrahenten eindeutig 3-0 bezwang. Dieser setzte jedoch mit einem 18er-Break ein Achtungszeichen. Dritter wurde Stephan, da er wie schon Marcel einen 1-2-Rückstand in einen 3-2-Sieg für sich umwandeln konnte. Beide konnten dabei aber zu keiner Zeit an ihre sehr guten Leistungen in den Halbfinals anknüpfen.

?Snookergod 2006? wurde am Nikolaus-Tag dann Marcel Römhild. Über dieses Match wurde viel gesprochen. Letztendlich bleibt das Ergebnis von 4-2 festzuhalten und dass Thomas über eine durchschnittliche Leistung nicht hinauskam. Der Rest ist für jeden selber zu bewerten, denn über Thomas? Gezeigtes wurde schon viel diskutiert und meine Meinung ist bekannt. Einig war man sich aber, dass dieser Sieg vollkommen verdient war, da Marcel durch gutes Lochspiel und Tempo-Gefühl das Spiel fast die ganze Zeit bestimmte und kaum Zweifel an seinem Willen des Sieges aufkommen ließ.

Es sei noch erwähnt, dass damit in allen Spielen die Teilnehmer der Staffel A siegreich waren. Und das, obwohl Platz 1 bis 3 des PBM in Staffel B ?zu Hause? waren. 1 Frame ist eben doch zu kurz um die Leistungen richtig zu messen! Die Punkte kann und will ihnen aber Keiner mehr nehmen.

Ich mache dann jetzt mal Schluss, obwohl ich zu allen 3 Turnieren mich äußern wollte, denn:

1. habe ich schon mehr als genug geschrieben und

2. hat Niels sich zu den Hellersdorf Open sehr gut & ausreichend zu Wort gemeldet!

Marcel ?Snookergod 2006? Römhild

PS: Mittwoch soll die Revanche des Finales steigen: Thomas Klötzke vs. Marcel Römhild- nicht vergessen!!!

PPS: Kommentare sind wie immer gern gesehen!


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