Sigerls Bilderbuch

Landschaften

Erster Tag

 

Sextener Dolomiten vom 14. Oktober bis 17. Oktober 2007

 

Vier unvergessliche Tage. Tiefblauer Himmel, glühende Lärchenwälder, einsame Bergpfade und Berge wie man sie nur hier in den Dolomiten bestaunen kann, gaben uns die Möglichkeit, viele sehenswerte Bilder zu machen.

Katrin und ich haben über 800 Fotos gemacht und weil wir hier wenigstens einige davon zeigen wollen, werden wir diese Tour in vier Tagesabschnitten unterteilen.

 

 

Ursprünglich wollten wir durch das Fischleintal aufsteigen, doch ein Bergsturz einen Tag zuvor, zwang uns, unsere Route zu ändern. Wir fuhren nun einen Tag später als geplant und zum Ausgangspunkt wurde nun der Toblacher See.

 

 

 

 

Bevor wir losmarschierten wollten wir uns noch am Campingplatz nach den Preisen erkundigen. Eventuell sollte der Toblacher See unser Basislager sein. Es war jedoch Mittagszeit und das Büro war daher nicht besetzt.

 

 

 

 

Wir fuhren ein Stückchen Richtung Cortina und beim 1. Parkplatz nach dem See, ließen wir unser Auto stehen. Mit 20 kg schweren Rucksäcken stiegen wir zum Mitteralmsee auf. Proviant hatten wir für maximal vier Tage dabei. Aber nicht nur der Proviant und unsere Biwakausrüstung machten die Rucksäcke so schwer, wir schleppten auch 10 kg Fotoausrüstung den Berg hoch.

 

 

 

 

Der Weg führte steil nach oben, doch die phantastisch bunten Lärchenwälder ließen alle Mühe schnell vergessen. Außerdem sollen es ja nur 590 Höhenmeter sein. Der Parkplatz hatte eine Seehöhe von 1300 m und der See ist auf 1895 m... so hat es Katrin aus der Wanderkarte gelesen....

 

 

 

 

Wir kamen gut voran und die Landschaft war einfach zu schön um über die Schmerzen an den Schultern nachzudenken. Trotzdem blickten wir immer wieder auf den Höhenmesser...

 

 

 

 

Nun waren wir schon 500 Höhenmeter aufgestiegen, doch der Mitteralmsee war noch nicht mal zu erahnen. Komisch... vielleicht ist der Höhenmesser nicht genau genug, obwohl er sehr viel Geld gekostet hat.

 

 

 

 

Endlich hatten wir die Höhe von 1900 m erreicht, aber wo war der See?? Wir gingen weiter... nicht ohne den Höhenmesser zu verfluchen.

 

 

 

 

Nun konnte ich nicht mehr an einen fehlerhaften Höhenmesser glauben, denn zu groß war die Abweichung. Wir standen auf 2100 m und immer noch kein See zu sehen. Nein, so ungenau kann kein Höhenmesser sein. Wir machten Pause, suchten nach der Karte und stellten ganz schnell fest, dass der See nicht auf 1895 m, sondern auf 2222 m Höhe liegt! Katrin hat da wohl etwas verwechselt.

Irgendwie war die Luft „raus"... denn jetzt wussten wir, dass wir noch 120 Höhenmeter aufsteigen mussten. Aber als der Nördliche Bullkopf 2817 m zu sehen war, ging es uns wieder besser. Nun war es wirklich nicht mehr weit.

 

 

 

 

Der See hat mich ein bisserl enttäuscht, denn er war sehr klein und viele grüne Algen bedeckten seine Oberfläche. Trotzdem holten wir aus ihm unser Trinkwasser, welches wir mühsam abkochen mussten.

Die Sonne stand schon tief und warf ein herrliches Licht auf den Bullkopf. Während ich noch fotografierte, hat Katrin das Biwakzelt aufgebaut.

 

 

 

 

Die Berge spiegelten sich im See und dabei entstanden schöne Bilder. Es war sehr kalt, der See war nun teilweise zugefroren. Ursprünglich wollte ich noch zur Lückele Scharte 2545 m aufsteigen, doch dafür war es schon zu spät.

 

 

 

 

Wir stellten unser schweres Stativ auf und fotografierten den Sonnenuntergang. Ein schöner, aber anstrengender Tag ging zu Ende. Am 2. Tag soll es über die Lückele Scharte hinüber zum Hangelalpeltal gehen.

 

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