. I came up with the Idea because I love Scandinavian Criminal Thrillers and I have always thought of writting a FF so I combined both. The Story is in German though. Maybe someday I find the time to translate. Another thing is that I´m not so good concerning Grammar and co so you have to cope with that
. Feedback can be written in the Guestbook! Prolog
Ein Junge
saß am Boden und zitterte am ganzen Leib. Was war geschehen?. Er konnte es
einfach nicht fassen. Eigentlich sollte er ja längst zu hause sein. Hätte er
doch nicht diese blöde Abkürzung genommen. Aber was hätte er den tun können?
Nichts! Er wagte immer noch nicht sich zu bewegen, obwohl die Gefahr wohl schon
längst vorbei war. Plötzlich hörte er ein Geräusch und schreckte zusammen. Da
kam ein Auto. Er versteckte sich, aber als es näher kam erkannte er es und
rannte darauf zu.
1.Kapitel
„Guten morgen, meine
süße“. „Mhh.....ich will noch schlafen“. Es ist schon 11 , zeit zum aufstehen“.
„Aber nicht für mich“. „Ok, wenn du nicht zum Frühstück willst, dann kommt es
eben zu dir“, und er ging hinaus in die Küche. Vielleicht wird’s wirklich zeit
zum aufstehen, dachte sich Steffi. Es war schon verrückt. Warum interessierte
sich so ein Jungspunt von 24 ausgerechnet für sie wo 11 Jahre älter war? Es gab
doch nun wirklich genug hübsches junges Gemüse das rumlief. Aber er hatte
einfach nicht locker gelassen. Und wenn er sie nicht lieben würde warum dann so
einen aufwand? Für sein alter war er wirklich weit entwickelt, sonst hätte sie
sich nicht darauf eingelassen. Und inzwischen waren es auch schon fast ein
Jahr. Plötzlich sprang der Kater hoch und sie fuhr erschreckt hoch aus ihren
Gedanken gerissen. „Man Grizzly hast du mich erschreckt“, und streichelte dem
Tier übers Fell. „Ja, das haben wir ja gerne. Das ist mein Platz neben
Frauchen“. Er stellte das Tablett ab und schob den Kater beiseite. „So, Madam
ihr Frühstück, daß sie bestellt haben“. „Danke, mein Schatz, das duftet ja
herrlich“. „Worüber hast du gerade nachgedacht“. „Über gar nix“. „Ach komm, ich
hab´s dir doch angesehen“. „Über uns, aber bevor du was sagst, nur im
positivsten Sinne“. Denn Matti hatte schon den Mund aufgemacht um ihr zu sagen,
was er denn noch alles tun soll um sie zu überzeugen. „Weist du noch, als wir
uns kennenlernten?“. „Wie könnt ich das vergessen. Ich hab immer noch einen gut
bei dir“. „Ich glaub nicht das du je in die Situation kommen solltest mir das
Leben retten zu müssen“. „Also jetzt übertreibe mal nicht, das hätte höchstens
eine große Beule gegeben“. „Ach, und deshalb scheißt du die Verkäufer im
Supermark so zusammen?“. „Wer kommt auch auf die blöde Idee so was schweres wie
ein Nutellaglas ganz oben hin zu stellen“. „Ein Glück auch, daß du hinter mir
standst und so gute Reflexe hast. Sonst hätte ich wahrscheinlich eine
Gehirnerschütterung gehabt“. „Ich bin froh das ich dich gerettet habe wäre doch
schade um dein schönes Köpfchen gewesen“, und küßte sie auf denselbigen. In dem
Moment klingelte das Handy. Steffi wollte schon nach ihm greifen als Matti ihr
die Hand festhielt. „Geh, nicht ran“ „Wieso, was soll das?“ „Wenn es deine
Arbeit ist? Ich möchte dich heute gerne mal für mich haben auch wenn es
egoistisch ist.“ Steffi befreite ihre Hand und griff nach dem Handy. „Stephanie
Jarvilehto, Hallo?. Deswegen rufst du mich an? Sag mal seit ihr nicht in der
Lage irgendwas ohne mich zu machen? Nimm Timo mit, ihr macht das schon. Ich
habe heute meinen freien Tag und solange es keinen Notfall gibt rufst du hier
nicht noch mal an. Verstanden?!“, und legte auf. Sie drehte sich zu Matti. „Hör
zu das ist nicht egoistisch von dir. Ich kann es sehr gut verstehen und es ist ja
nicht so , daß ich nicht den ganzen Tag mit dir verbringen möchte. Aber , ich
habe dir von Anfang an erklärt , das ich nicht gerade einen Job habe, der sich
immer an geregelte Arbeitszeiten hält. „Ich weis, und ich komm damit auch klar.
Das Land braucht schließlich Leute wie dich, die für Recht und Ordnung sorgen.
„Genau, im Moment scheint es aber eher ruhig zu sein. Diese Autoschieberbande
bekommen wir auch noch geschnappt und sonst nur ein paar Kleindelikte. Aber
lassen wir das gerede von der Arbeit. Ich freue mich schon sehr auf heut abend.
Endlich mal wieder Schick ausgehen“. „Ja, ich bin echt gespannt wie so´n Hummer
schmeckt“. „Wahrscheinlich nach einem zu groß geratenen Shrimps“. „Wie wärs
wenn wir erst mal aufstehen würden?“ „Wie wärs wenn du mal das Tablett zur
Seite stellst? Ich weis was besseres. Wir müssen doch noch ein paar Kalorien
verbrennen wegen heute abend“. Aber sie kamen nicht dazu, denn das Handy fing
wieder an zu klingeln. „Hab ich nicht deutlich gesagt, ich möchte nicht gestört
werden?!. „Ja, ähm aber ...“. „Nix aber!“. „Es ist ein Notfall, ich würde es
doch nicht wagen dir und meinem Bruder den Spaß zu verderben wenn es nicht
wirklich sein muß“. „Was ist nun?“. „Eine Leiche, ich glaube das Essen heut
abend müßt ihr streichen.“ „Was? Das glaub ich ja nicht. Nehmen diese
Kriminellen gar keine Rücksicht mehr auf einen.“. „Ok, ich komm und hohl dich
ab. Dein Auto ist doch immer noch in der Werkstatt?. „Ja, aber...“. „In unserem
Beruf wirst du früher oder später damit konfrontiert einen Toten Menschen zu
sehen, also ich komme“, und legte auf. „Habe ich das gerade richtig gehört?“.
„Ja, leider. Ich hat das im Blut, das irgendwas passieren würde. Tut mir echt
leid...“. „Shht, ist schon ok. Es gibt keinen besseren Verbrächerjäger als dich
also schnapp dir den Kerl“. Vielleicht war´s ja auch eine Frau“. Matti
verdrehte die Augen. „Jetzt geh schon, mein Bruderherz wartet auf seine erste
Leiche“, sagte er grinsend.. „Das ist nicht zum lachen!“. „Ich weis, das war
nicht so gemeint“. „Schon gut, aber wäre auch ein wunder gewesen wenn wir es
dieses Jahr ohne Mord über die Runden geschafft hätten. Also ich geh dann mal.
Hab dich lieb“. „Ich dich auch. Ich sag unser essen heut abend ab, aber das
holen wir nach“. „Selbstverständlich. Ich werde den Mörder so schnell fassen
wie´s geht allein schon deswegen“. Mit diesen Worten beugte sie sich zu ihm,
gab ihm einen Kuß und ging zur Türe hinaus.
Im nachhinein dachte sie, wäre es wohl besser gewesen ihn nicht mit zu
nehmen. Mit 22 verträgt man das noch nicht so gut und dann auch noch jemand den
man kennt. Aber woher hätte sie das wissen können? Der Tote lag auf dem Bauch
und man hatte sein Gesicht nicht sehen können. Aber sie hatte sofort das dumpfe
Gefühl ihn zu kennen. Der Fundort war im Wald direkt hinter dem Puijo. Ein
Jogger war darüber gestolpert, als er pinkeln wollte und hat die Polizei
alarmiert. Dieser stand immer noch ziemlich geschockt bei einem Kollegen. Sie
ging zu ihm hin. „Hallo, ich bin Hauptkommissarin Stephanie Jarvilehto. Nicht
schön so etwas erleben zu müssen“. Dabei legte sie ihm mitfühlend die Hand auf
die Schulter. „Ich werds schon irgendwie verkraften. Ich hoffe sie schnappen
den Wahnsinnigen. Wie kann man so was nur tun?“. „In meinen Job sind mir leider
schon zu viele geistesgestörte über den Weg gelaufen. Darüber denk ich gar
nicht mehr nach , aber natürlich werden wir den Kerl bekommen. Das ist unser
Job!“. „Ich wünschte ich könnte mehr dazu beitragen, aber ich habe nichts
gesehen“. Schon ok, ich glaube er ist schon ein paar stunden tot und sie haben
uns sehr geholfen. Je länger er da gelegen hätte, desto schwieriger wäre es
gewesen. Am besten sie gehen nach Hause und legen sich hin. Ein Kollege wird
sie nach Hause fahren“. „Danke“. „Paavo?. Fahr doch bitte den Mann nach Hause“.
Ein 2 Meter großer Hüne kam herbeigelaufen. Er hatte irgend etwas
einschüchterndes an sich, was nicht nur an der Größe lag. „Zu Befehl Frau
Kommissarin“. „Hauptkommissarin!“. „ Wie sind wir den heut morgen aufgelegt.
Verstehen keinen Spaß?“. „ Ne bei einer Leiche nie und schon gar nicht wenn ich
die kenne“. „Ist, ja schon gut. Ich fahr den Herrn dann mal“. Damit drehte er
sich um und stapfte davon. Paavo Rantanen war einer der Streifenpolizisten die
zuerst vor Ort gewesen waren. Einer , der die Truppe immer versucht mit Witzen
bei Laune zu halten und fröhlich lächelte selbst wenn die Welt untergehen
würde. Aber im Moment war ihr absolut nicht zumute danach. Sie blickte sich um
und sah Hannu einige Meter entfernt am Baum stehen und ging hin. „Nah, geht´s
besser?“ „Ein wenig, aber ich glaube nicht das ich in nächster zeit schlafen
werden kann“. „Da magst du sogar recht haben aber nicht wegen Alpträumen. Wir
werden sehr viel zu tun haben“. „ Ich werde keine Minute ruhen bevor ich das
Schwein habe!“. „Das ist gut aber wir müssen mit Köpfchen bei der Sache
bleiben. Überstürzen bringt nichts , da übersieht man leicht was und der Teufel
steckt oft im Detail“. „Wir müssen abwarten was die Kollegen von der
Spurensicherung und Gerichtsmedizin sagen. Glaub mir am Anfang ging´s mir auch
nicht besser aber mit der zeit gewöhnt man sich dran“. Sie ging zurück zum
Tatort wo die Leute von der Spurensicherung noch zu gange waren. „Was könnt ihr
bis jetzt sagen?“. Nicht viel, weil die meisten spuren wohl durch den Regen
weggeschwemmt wurden heute nacht, aber wir versuchen unser bestes“. Der
Gerichtsmediziner war gerade aufgestanden. „ Ich hoffe du kannst mir mehr
sagen?“. „Man muß natürlich die Obduktion abwarten aber ich kann mit ziemlicher
Sicherheit sagen, das er nicht hier ermordet wurde“. „Was macht dich da so
sicher?“. „ Erstens hat er ziemlich viel Blut verloren, aber davon ist hier
nichts zu sehen. Der Regen kann nicht alles weggewischt haben. Die Pfütze dort
müßte eigentlich Rot sein. Zweitens hätte er die ganze Zeit hier draußen
gelegen, müßte sein Körper ausgekühlter sein. Wir haben gerade mal 15° und
heute Nacht war es sicher noch kälter“. „ Woran ist er genau gestorben?“. „Ich
vermute innerhalb von Minuten verblutet. Das sind mindestens 15 Stichwunden.
Wir haben übrigens das hier gefunden, als wir ihn umgedreht haben“. Gunnar
Fredriksson der Gerichtsmediziner reichte ihr einen Blutverschmierten Zettel.
„Was soll das denn
bitte bedeuten?“, sagte Hauptkommissar Ari Ylönen der hinter sie getreten war.
„ Ich hoffe nicht das was ich denke“. „Und was denkst du?“. „ Das wenn wir
nicht sehr flink sind einen Serienmörder suchen müssen“. „Also, ich glaube du
interpretierst da zu viel rein“. „Ah, ja und wie würdest du das deuten?“. „Nun,
.... wir werden sehen. Aber wir schnappen den bestimmt bevor er noch auf blöde
Gedanken kommt“. „ Warum glaubt hier eigentlich jeder, das es sich um einen
Mann handelt?“. „Also, eine Frau wäre dazu nicht imstande gewesen“. „ Also, so
einfach können wir uns das nicht machen. Im Moment ist für mich jeder noch
verdächtig. Wir dürfen uns nicht zu schnell festlegen“. „Du hast ja recht. Wie
geht´s jetzt weiter?“. „Wir treffen uns in einer Stunde auf der Wache. Ich
fahre zu mir nach Hause um mit Matti zu Jussi zu fahren. Ist wohl, das beste
wenn ich ihm das sage, und dann kann ich ihn auch gleich danach fragen, wann er
unseren Toten zum letzten mal gesehen hat“. „ Warum läßt du das nicht Hannu
machen?. „ Du spinnst wohl. Der bekommt das nicht gebacken. Schau ihn dir doch
an und ausserdem ist es besser wenn er erst mal zur ruhe kommt. Wir brauchen
ihn nachher“. „Ok, ich trommle die Leute zusammen. Wir sehen uns nachher“. „Bis
dann“.
Während der fahrt im Auto überlegte sie sich wie sie es Jussi am schonendsten beibringen konnte. Wieso müßte das passieren. Es ist nie gut wenn es jemanden im Freundes – oder Verwandtenkreis trifft. Das macht die Arbeit noch schwerer als sie eh schon ist. Bisher hatte sie das nur einmal miterleben müssen. Sie war damals gerade nach Finnland gezogen, weil ihr Mann eine Stelle in Kuopio bekommen hatte. Sie hatte sich versetzen lassen was kein Problem war. Mit ihren Kollegen in Stuttgart war sie sowieso nicht so zurecht gekommen. Anfangs war alles super gewesen, bis morgens ein Kollege von ihr an der Tür klingelte und ihr die Nachricht brachte, das Mika tot sei. Sie hatte seinen Mörder erwischt, aber seitdem gemieden sich wieder auf eine Beziehung einzulassen. Das war 6 Jahre her. Sie zwang sich wieder an das aktuelle geschehen zu denken. Die Nachricht auf dem Zettel machte ihr sehr zu schaffen. Sie war überzeugt, daß das nicht der einzige Mord bleiben würde, wenn sie den Mörder nicht schnell fassen würden. Aber was verdammt noch mal war das Motiv? Hoffentlich konnte Jussi weiterhelfen. Es reichen ja schon die banalsten Dinge für einen Mord, dafür war sie lange genug Polizist um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. So in Gedanken versunken fuhr sie am Haus vorbei. „Verdammt!“. Sie drehte um und parkte. Als sie die Tür aufschloß kam ihr ein köstlicher Duft aus der Küche entgegen. Sie ging hinein. „Was gibt das wenn es fertig ist?“. Matti fuhr zusammen. „Man hast du mich erschreckt! Was machst du überhaupt schon wieder hier? Falscher Alarm?“. „Ne, leider nicht“. Ihre Stimme war etwas zittrig, was auch Matti bemerkte. „Was ist los?“. „Mir wäre es lieb wenn du mitkommen würdest zu Jussi“. „Hä, wiso? Von was redest du?“. „Komm einfach mit, du wirst dann schon sehen“. „Wieso mußt du zu Jussi?, fragte er zögerlich. Hat er was mit dem Toten zu tun? Steffi was um Himmels willen ist los?“. „Ich habe keine Lust das zweimal erklären zu müssen, also komm einfach mit, ja?. Sie drehte sich um und ging zur Tür. Matti völlig verdutzt rührte sich nicht. „Wo bleibst du? MATTI?“. Auf der Fahrt zu Jussi redete keiner von beiden. Matti warf ihr nur hin und wieder verstohlenen Blicke zu und seine Unruhe wuchs. Er wollte sich gar nicht ausmahlen wer der Tote sein könnte. Er hoffte nur inständig, bloß nicht Tiita. „Ihr geht´s gut“. „Was?“. „Man hat dir angesehen an was du gedacht hast“. „Aber wer dann?“. „Nicht jetzt“. „Aber ....“. „Nein!“. Und damit war die Diskussion beendet.
„Hmmm, spatz sollten wir nicht langsam aufstehen?“. „Nö, wir bleiben den ganzen Tag im Bett liegen, der ist eh schon fast um“, erwiderte Jussi und gab ihr einen Kuß. Der gestrige Tag war der beste in seinem leben bisher gewesen. Er hätte nicht damit gerechnet, daß sie ja sagt. Wobei eigentlich schon, aber in so einer Situation hat man immer Zweifel. Wie dem auch sei. Sie würden bald heiraten und daß machte ihn zum glücklichsten Menschen auf der Erde. Die Verlobung wurde natürlich richtig gefeiert und deshalb kamen sie auch erst so spät ins Bett. Es war glaubte er wohl so 6 Uhr gewesen. „Ich kanns gar nicht erwarten diese tolle Nachricht allen zu erzählen“. Aber bevor er weiter an seiner Verlobten rumfummeln konnte klingelte es an der Tür. „Wer in aller Welt ist das?“. „Wir brauchen ja nicht aufmachen“, hauchte Tiita ihm ins Ohr. Es klingelte wieder, diesmal penetranter. „Der geht schon wieder“. „Hmm...“. Brrrrrrrrrrrrrrrrrrr...jetzt wurde Sturm geklingelt. „Also, was soll das denn jetzt! Dem werde ich mal ordentlich was erzählen“. Stand auf und ging zur Tür. Brrrrrrrrrrrrrrr..... Er riß die Tür auf. „Sag mal habt ihr noch alle Tassen im Schrank hier so Sturm zu klingeln?“. „Ich muß dringend mit dir reden. Dürfen wir rein kommen“. „Nein, dürft ihr nicht. Ich will meine Ruhe haben“. „Jussi es ist wichtig, ich bin dienstlich hier“. „Hä, was meinst du damit?“. „Laß uns doch bitte erst mal rein“. Er trat wieder willig beiseite. Im Wohnzimmer trafen sie auf Tiita, die inzwischen auch aufgestanden war. „Kann mir mal einer erklären was hier los ist?“. „ Das wollte ich gerade auch fragen. Was ist nun?“. „Vielleicht solltest du dich vorher erst setzten“. „ Ich will mich nicht setzten, nun?“. „Wie gesagt ich bin dienstlich hier...“. „Komm zum Punkt“. „Das ist nicht so einfach. Wann hast du Ville das letzte mal gesehen?“. „Was soll die Frage jetzt?“. „ Es ist so das wir heute mittag eine Leiche gefunden haben und .... und das war Ville“, brachte sie mit erstickter Stimme hervor. „Was redest du da für einen Schwachsinn? Das kann nicht sein, ich hab ihn vor 2 tagen erst gesehen, als wir geübt haben. Du mußt dich irren“. „Nein, leider nicht“. „Das glaub ich nicht , wer sollte den Ville was tun wollen? Dafür braucht man doch feinde?“ „Jussi, es tut mir wirklich leid“. „NEIN, NEIN und nochmal NEIN“, schrie Jussi. Tiita und Matti standen beide da wie angewurzelt und starrten sie ungläubig an. Steffi ging auf Jussi zu und drückte ihn sanft in den Sessel. „ Ich weis, das ist schwer zu glauben aber wir werden den erwischen der das getan hat“. Plötzlich brach Jussi in Tränen aus. Tiita erwachte aus ihrer Starre und versuchte ihn zu trösten. „Jussi, ich muß wissen wann genau du ihn zum letzten mal gesehen hast?“ „Vor ..Vor ..Vorgestern. Wir haben ...haben bis abends um 18 Uhr geprobt. Er meinte er müßte noch ... noch was erledigen“. „Gut, und hat er mit irgend jemand Streit gehabt, oder kam dir sonst was komisch vor?“ „Äh ... nein, ich wüßte nicht wer so was machen sollte“. „Manchmal sind es ganz banale Sachen. Ich verspreche dir, das wir die Person dran kriegen. Aber du mußt mir auch versprechen mich meine Arbeit machen zu lasen. Ich weis was ich tue. Falls dir noch was einfällt egal was melde dich. Ich habe Matti mitgebracht weil ich dacht Tiita wäre nicht da“. „Ich.... ich habe mir heute freigenommen, weil wir eigentlich was zu feiern hatten, aber das hat sich natürlich erledigt. Wir ... wir wollen heiraten“. Sie brach in Tränen aus. „Was, wie?“ Das war das erste mal das sich Matti zu Wort meldete. Als Antwort hielt Tiita ihm die Hand unter die Nase „Oh, äh Glückwunsch“. „Der Tag hatte sooooooo gut begonnen“, schluchzte Jussi. „Das sind zur Abwechslung mal wirklich großartige Nachrichten. Tut, mir leid das ich euch den Tag vermiesen mußte, aber ich bin an der Situation ja nicht schuld. Ich muß jetzt auch gehen, meine Kollegen warten“. „Steffi? Wie genau ... ich meine was...“ . „Er wurde erstochen“. Jussi wurde kreidebleich. „So, ich muß jetzt wirklich“. Sie umarmte Jussi und Tiita. „Bleibst du da?“. „Ja, klar“. Sie gab Matti eine Kuß und ging.
Im Präsidium warteten
wie vermutet schon ihre Kollegen auf sie. Sie hatten sich alle im
Besprechungszimmer versammelt. Insgesamt waren sie zu 7. Glücklicherweise hatte
niemand Urlaub, das hätte gerade noch gefehlt. Sogar der Staatsanwalt war hier
wie sie gerade erst bemerkt hatte. Er lehnte an der Wand. „Entschuldigt die Verspätung. Also laßt uns
anfangen. Dieser fall hat höchste Priorität. Die Autoschieberbande dürfen wir
zwar auch nicht aus dem Auge lassen aber vorerst konzentrieren wir uns auf den
Mord“. Das war wie ein Stichwort mit dem leben in die Truppe kam. Sie war eine
sehr hoch angesehene Polizistin und übernahm meistens die Leitung bei
Besprechungen und auch zwangsläufig im Fall. Sie war am besten in der Lage die
Fakten kurz und knapp aber trotzdem außreichen zusammen zu fassen. Außerdem
bewunderte man sie für ihre Fähigkeit zwischen den Zeilen lesen zu können. Aber
am allerwichtigsten, sie lies nicht locker auch wenn der Kampf schon verloren
schien und hielt damit ihre Truppe auf
trapp. „Was haben wir bis jetzt?“ , meldete sich der Staatsanwalt zu wort.
„Einen Toten“. Ari und ein paar andere Kollegen schmunzelten. Hauptkommissarin
Jarvilehto war für ihren trockenen Humor bekannt womit der Staatsanwalt aber so
seine Probleme hatte. „Also, lassen sie ihre Späße wir haben was zu tun“. „Da
bin ich ganz ihrer Meinung. Wir machen unsere und sie ihre. Ich werde ihnen
einen Bericht von der Besprechung zukommen lassen. Er erhob sich und ging
grummelnd nach draußen. Keiner mochte Staatsanwalt Kari Hartikainen. Er war ein
egositisches Arschloch aber keiner vermochte ihm so die Stirn zu bieten wie die
Leiterin für Gewaltdelikte. „Also, wo waren wir?“ „Bei der Leiche“. Sie sah
Mico Mäki mit einem strengen Blick an. „Ok, ich glaube jetzt ist genug mit
Witzen laßt uns anfangen“. Kommissar Mico Mäki kannte seine Kollegin gut genug
um nicht eingeschnappt zu sein. Viel war bei der Besprechung nicht herausgekommen.
Sie mußten den Bericht der Spurensicherung und Gerichtsmedizin abwarten. Was
sie bis dahin tun konnten war freunde, bekannte und verwandte befragen um
herauszufinden was er in den letzten Tagen gemacht hat. Sie selbst würde den
schwierigen Teil übernehmen mit den Eltern von Ville Kantee zu reden.
Jussi konnte das ganze immer noch nicht glauben. Er konnte sich einfach
nicht beruhigen. Sein Handy hatte er ausgeschaltet, weil es ständig klingelte.
Die Nachricht hatte sich wohl schnell verbreitet. Wieso bringt jemand Ville um?
Das ist völlig absurd. Mord bei einem Einbruch oder so könnte man sich ja noch
vorstellen, aber das war persönlich auf ihn abgezielt. Aber warum nur? Er hatte
sich in den letzten Tagen ganz normal benommen, wobei ein bißchen komisch war
er doch gewesen wenn er so drüber nachdachte. Irgendwie hektisch und neben der
kappe. Aber das hat doch nichts zu bedeuten, oder? „Juska?“. Er schrak aus
seinen Gedanken gerissen hoch. „Was?“. „Du mußt was essen. Und du auch Masa“.
Tiita stellte ein Tablett mit belegten Broten ab. „Ich habe keinen Hunger, danke“. „Keine Widerrede!“ Er nahm sich
ein Brot und kaute daran herum ohne großen Appetit. „Matti?“. „Ich habe doch
gesagt ich will nichts. Was glaubst du würde Steffi davon halten?“ Er überlegte
einen Moment und nahm sich dann auch ein Brot. „Ich glaub ich ruf mal Steffi
an, ich will wissen wies voran geht“. „Hast du sie nicht gehört? Sie weis was
sie tut und sie kommt später bestimmt noch mal vorbei“. „Nein, ich will mit ihr
reden“. Aber sein Handy anzuschalten traute er sich nicht um sie anzurufen.
„Matti kann ich dein Handy mal kurz haben?“. „Ich hab meins aus dem gleichen Grund ausgemacht“. „Mir ist was
eingefallen, das ich deiner besseren Hälfte sagen sollte auch wenns
wahrscheinlich nichts bringt“. „Hey, sie findet das Schwein“. „Ja ich weis,
aber das macht ihn auch nicht wieder lebendig. „Wart mal Schatz ich hab eine
Idee. Ich tue in mein Handy meine alte SIM Karte, die Telefonnummer benutzt
keiner mehr“. Tiita ging und kam kurz darauf wieder. „Hier“. „Danke liebes, was
würde ich nur ohne dich machen“. „Hilflos überfordert sein“. Jussi mußte
schmunzeln, aber als er merkte was er da tat wurde er sofort wieder ernst. Er
wähle Steffis Nummer. „Hallo?“ . „Hallo. Na wie geht’s mit den Ermittlungen voran?“.
„Wir kommen klar. Mach dir keine Gedanken, den der das getan hat wandert dafür
in den Knast“. „Hmm ...mir ist da noch was eingefallen, aber ich glaube nicht
das daß weiterhilft. „Schieß los, alles kann helfen“. „Also er war in den
letzten Tagen irgendwie hektisch und neben der Kappe“. „Und du weist nicht
warum das so war?“. „Ne, ich habe keine Ahnung“. „Ok, macht nichts. Ich komm
nachher mal vorbei“. „Ich kann mir einfach nicht erklären was da passiert ist?
Warum? Ich mein ... naja, keine Ahnung was ich meine“. „Ich kann dich
verstehen. Mir geht es auch nicht anders, aber laß uns das später diskutieren.
Du solltest mal an die frische Luft. Mach einen Spaziergang das hilft. Ich
nehme mal an das mein verlobter noch da ist? Ja, ist er .... hä, wart mal was
hast du da gesagt?“ „Tschüß, bis später“. Jussi drehte sich verwirrt zu Matti
um. „Verlobter?“. „Was?“. Deine Freundin hat gerade gefragt ob ihr Verlobter
noch da ist“. „Oh, ja“. Matti grinste. „Seit wann und warum weis ich nichts
davon?“ „Du mußt ja nicht immer alles wissen. Außerdem auch erst seit einer
Woche“. „Gratuliere, man. Noch eine gute Nachricht“. Aber die Freude hielt
nicht lange. Das was passiert war, war einfach zu grausam.
„War das dein
Schwager gewesen?“. Steffi rollte mit den Augen. Sie waren gerade bei der
Gerichtsmedizin gewesen. Die Mutter von Ville war zusammen gebrochen bei dem
Anblick von ihrem Sohn. Sie ist von Paavo Rantanen wieder nach hause gefahren
worden. In dem Zustand konnte sie eh nicht viel helfen. Sie sagte er habe sich
ganz normal verhalten. Auf die neuerliche Frage nach der Schwester reagierte
sie trotzig. „Keine Ahnung wo die sich wieder rumtreibt. Wenn sie sie finden
können sie ihr ja sagen was passier ist. Sie haut ständig ab. Keine Ahnung was
ich noch machen soll. Normal hört sie auf Ville aber ...“ * schnief * . „Schon
gut. Wann haben sie ihre Tochter zum letzten mal gesehen?“. „Vor 2 Tagen“.
„Können wir die Telefonnummer haben? Es wäre wichtig mit ihr reden zu können“.
Sie hatte ihnen die Nummer gegeben aber Mari ging nicht rann. Sie hatte das
Handy leider aus, sonst hätte man ihren Standort bestimmen können. „Was hatte
er nun gewollt?“. „Ville hat sich wohl doch etwas komisch benommen in den
letzten tagen. Wir fahren am besten zu seiner Wohnung. Vielleicht haben Ari und
Hannu was gefunden“. „Hannu hält sich wacker, er kannte ihn ja auch“. „Ich
denke das ist der Ehrgeiz, der ihn davon abhält“. „Von was“. „Ist nicht leicht
zu verkraften. Mein erster Tote hat mich auch ziemlich mitgenommen. Ich werde
ein Auge auf ihn halten, das er es nicht übertreibt mit dem Ehrgeiz“.
„Na, habt ihr was
gefunden?“. „Ari und Hannu hatten die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt.
„Nein noch nichts was uns weiterhelfen könnte. Und bei euch?“. Jussi hat
gemeint er hätte sich ein bißchen komisch benommen, aber wenn das bis jetzt
unser einziger Anhaltspunkt ist... sehr Mager. Wenn wir nur wüßten was er noch
so dringendes erledigen wollte vorgestern abend“. „AUTSCH, verdammt“. Hannu
hatte sich gerade den Kopf am Schreibtisch angeschlagen. „Was machst du denn da
unten?“. „Nach der Stecknadel im Heuhaufen suchen. Du hast mit Jussi
gesprochen? Wie geht´s ihm?“. „Den Umständen entsprechend. Ist ein ziemlicher
Schock. Ich habe ihm gesagt, ich komm nachher noch mal bei ihm vorbei. Willst
du mitkommen?“. „Ja. Masa bei ihm?“ „Ja, und Tiita. Hatte sich heute frei
genommen. Ich glaube es ist besser wenn wir uns jetzt alle im Präsidium treffen
und zusammen tragen was wir haben.
„Na etwas besser?“.
„Es geht so. Sag du mir lieber das ihr den Kerl habt, der das getan hat“.
„Nein, leider noch nicht. Du bist übrigens nicht der einzige dem aufgefallen
ist, daß mit Ville was nicht stimmte. Aber keiner konnte sagen warum. Das wäre
wichtig zu wissen, weil ich glaube das es uns zu dem Täter führt. Übrigens es
kann auch eine Frau gewesen sein.“. „Das glaub ich nicht“. „Warum nicht?“ .
„Eine Frau ist doch zu so was nicht fähig!“. „Solange ich keine stichhaltigen
beweise dafür habe das es Mann war, muß ich mir alle Optionen offen lassen. Es
sind Ermittlungen schon im Sand verlauf weil man sich zu schnell auf etwas oder
jemand eingeschossen hatte. Er ist übrigens nicht heute Nacht sondern vorige
nacht gestorben“. „Was? Warum hat man ihn erst heute gefunden?“. „Er lag im
Wald mit Laub bedeckt. Wir können froh sein, das wir ihn so früh gefunden
haben. Aber mal was anderes. Wie gut kennst du seine Schwester?“. „Wieso? Hat
sie was damit zu tun?“. „Sie weis vielleicht etwas aber wir können sie nicht finden“.
„Ist sie mal wieder abgehauen?“. „Ja, sie ist zur gleichen Zeit verschwunden
als Ville das letzte mal lebend gesehen wurde. Keine Ahnung ob das Zufall ist
aber wir müssen es herausbekommen. Sie ist also eine Notorische Ausreißerin?“.
„Ist eigentlich besser geworden. Sie hat seit Wochen nichts mehr angestellt.
Sie ist eigentlich nicht schlimm, nur sehr rebellisch. Macht halt was ihr in
den Sinn kommt. Die taucht bestimmt wieder auf. Jemand wird ihr schon erzählen
was passiert ist“. „Ich muß zurück ins Präsidium eine Pressekonferenz
vorbereiten die wir heute abend um 20 Uhr geben. Irgend jemand muß was gesehen
haben. „Das kann ich doch machen. Ich habe keine Freundin die ich
vernachlässigen könnte“. Steffi sah Hannu erstaunt an. „Ich glaub jetzt ist dir
der Ehrgeiz zu Kopf gestiegen. Danke, für das Angebot aber ich muß das selber
machen“. „Hannu schon gut ich werds verkraften. Keiner macht den Job so gut und
wir wollen alle das der Mörder schnell gefasst ist“. „Wenn du meinst
Bruderherz. Also gehen wir?“. „Gleich, ihr solltet heute abend echt mal an die
frische Luft gehen. Ewig könnt ihr den anderen nicht ausweichen. Tiita
versprich mir das du den beiden Beine machst und wenn du sie an den Ohren raus
ziehen mußt“. „Hey! Und was gibt’s da so zu grinsen Hannu? Ihr steht ganz schön
unter den Pantoffeln wißt ihr das?“. „Es ist glaub besser wenn du dich
verziehst und deine Arbeit machst anstatt blöde Sprüche zu klopfen“. „Ok, wir
müssen jetzt wirklich“. Sie dreht sich zu Matti und gab ihm einen Kuß. „Ich
liebe dich“. „Ich dich auch. Du schnappst den schon“. In dem Moment klingelte
ein Handy. „Das ist meins. Hallo? Hallo, ich bin´s Ari. Wir haben ein Problem“.
„Geht´s ein bißchen Konkreter?“. „Wir haben gerade einen Anruf reinbekommen. Es
wurde wieder eine Leiche gefunden. Weiblich, mehr weis ich nicht. Denkst du
dasselbe wie ich?“. „Ja aber ich hoffe es nicht. Wir kommen“. Alle im Raum
starrten sie an. „Sag mir, das der anruf nicht das bedeutet was ich vermute“,
sagte Matti. „Leider doch aber ich kann nichts näheres sagen. Die
Pressekonferenz muß ausfallen. Wir müssen gehen. Hannu kommst du?. Also, mir
wär trotzdem lieb wenn ihr ein bißchen an die frische Luft gehen würdet“. Sie
gab Matti noch mal einen Kuß und ging mit Hannu.
„Sie hat recht, ein
bißchen frische Luft täte ganz gut. Zumindest mir“. „Ja, ich glaub mir auch.
Ich dreh hier sonst noch durch“. „Wohin gehen wir? Ins K18?. „Ja gute Idee.
Oder willst du lieber einen Spaziergang machen spatz?“. „Ne, ins K18 ist gut.
Da werden zwar auch alle sein die du gemieden hast in den letzten stunden ,aber
sich abzukapseln ist nicht gut. Wie erwartet war die ganze Mannschaft dort und
auch der Rest der Clique. „Wo wart ihr denn wir haben den ganzen Tag versucht
euch zu erreichen?“. „Ich wollte meine Ruhe haben das ist doch verständlich“.
„Ich kann immer noch nicht glauben das er nicht mehr unter uns weilt. Matti du
hast doch gute Connections zu der Polizei. Haben die schon eine Spur?“. „Die
werden den Täter schon schnappen. Genaueres weis ich nicht. Steffi hat besseres
zu tun als mir Bericht zu erstatten“. „Aber...“. „Axu, laß gut sein ja“
funkelte ihn Lauri an. „Weis echt keiner von euch was er noch so dringendes
vorgehabt hat?“. Betretenes schweigen. „Das ist echt beschissen wenn man da
sitzt und nichts tun kann“ seufzte Havu. „Was willst du schon machen? Das ist
der Job der Polizei. Die machen das schon“. „Genug jetzt. Ich hohl mir erst mal
ein Bier. Masa du auch? „Klaro“. „Und du spatz willst bestimmt einen O-Saft wie
immer?“. „Natürlich“. „Kommt sofort“ und gab ihr einen Kuß.
„Hallo Paavo. Hätte
nicht gedacht dich heute noch mal zu sehen“. „Mir wärs auch lieber. Da vorne
ist es“. Noch bevor sie ihr Gesicht richtig gesehen hatte wußte sie das es Mari
war. „Verdammt!“ Die Leute von der Spurensicherung kam gerade und auch der
Gerichtsmediziner. „Wen haben wir da?“ „Die Schwester vom letzten Opfer“. „Oh.
Also auf den ersten Blick würde ich sagen sie wurde auch erstochen. Könnte
sogar die gleiche Tatwaffe sein ,aber das weis ich erst nach der Obduktion. Es
gibt allerdings einen Unterschied“. „Der Wäre?“ „Man hat offensichtlich nicht
so viel ‘Sorgfalt‘ wallten lassen. Die Lunge wurde definitiv verletzt“. Er
dreht sie um. Ah, da haben wir wohl den beweis das die beiden taten zusammen
hängen“. Er zog einen Zettel heraus.
Neugier kann tödlich sein ....
„Was soll das denn wieder bedeuten?“ Steffi nahm ihm den Zettel aus der Hand. „Das sie wohl etwas auf der Spur wahr und der Täter hat sie vor uns gefunden. Ich glaube nicht das dieser Mord geplannt war. Vielleicht haben wir diesmal mehr Glück mit den Spuren. Wie sieht´s aus?“. Jarno Mikkeli dreht den Kopf zu ihr. „Leider, nein. Der Regen hat hier den gleichen Effekt gehabt“. „Verdammt! Verdammt!“. „Ich glaube wir können hier nichts weiter tun. Wir müssen Frau Kantee noch mal einen Besuch abstatten. Die arme Frau“.
„Ja?. Ach sie sinds.
Haben sie Neuigkeiten?“. „Dürfen wir rein kommen?“. „Ja, natürlich“. „Wir
bringen leider keine guten Nachrichten“. „Was ist denn“. „Frau Kantee. Wir
haben ihre Tochter gefunden aber ....“. „NEIN!“. „Ahm, sie ist tot“. Die Frau
brach zusammen. Mico konnte sie gerade noch rechtzeitig auffangen. „Leg sie auf
das Sofa“. Er versuchte sie wach zu rütteln. Sie kam wieder zu sich. „Sagen sie
mir bitte das ich das alles Träume“, sagte sie mit gebrochener Stimme. „So leid
es mir tut, sie ist es aber...“. „Ich weis, ich muß sie identifizieren“. „Ja,
aber das hat noch ein bißchen Zeit. Wir würden uns gerne ihr Zimmer anschauen.
Sie hat doch noch hier gewohnt?“ „Ja, das erste Zimmer oben rechts“. „Ok, sie
bleiben erst mal hier liegen bis wir wieder kommen“. Sie gingen die Treppe zum
Zimmer hinauf. Sie durchsuchten das ganze Zimmer. Sie wollten schon aufgeben
als Mico ein Kästchen aus Holz fallen lies. Das zerbrach auf dem Boden. „Oh,
das wollte ich nicht“. „Gut gemacht“. „Hä???“. Steffi griff nach unten und zog
ein Buch aus dem Schutthaufen. „Wenn das mal kein Tagebuch ist“. Es hatten ein
Schloß aber für ein Polizisten war das kein Hindernis. Sie griff in ihre Tasche
und holte einen Dietrich heraus. „So, das hätten wir“. Sie blätterte zur
letzten Eintragung. Die war vom Tag bevor Ville starb und vermutlich auch seine
Schwester.
Was
hat er bloß angestellt? Mir ist das ein Rätsel. Ville ist das Herz von einer
Seele. Das was die Person schreibt kann nicht sein. Sie muß sich irren. Das ist
einfach eine Verwechslung. Genau, das muß es sein. Sie hatte geschrieben ich
werde dich kriegen und dann wirst du für das Büßen was du getan hast! Aber was
in der Welt hatte er denn so böses getan? Das stand nicht dabei. Ich werde ihm
einfach Nachspionieren dann werde ich schon heraus finden was los ist.
Damit endete die
Eintragung. „Das ist alles“. „Und davor?“ „Das ist die einzige Eintragung
dieser Art die ich sehen kann. Wir nehmen das Buch mit, dann weis ich schon was
meine Nachtlektüre ist“.
Matti, Jussi und Tiita sind inzwischen wieder nach hause gegangen. Alle waren sehr müde, aber keiner fand Ruhe....
Endlich hatte sie ihre Rache. Sie hatte lange
Nachforschen müssen, um heraus zu bekommen wer da alles mitgemischt hatte.
Herauszufinden wo diese Personen wohnten, war nicht so schwierig gewesen. Sie
war sehr glücklich, daß sie einen von ihnen erwischt und zur Strecke gebracht
hatte. Allerdings wäre das fast schief gelaufen. Warum mußte diese Göre auch
ihre Nase in Dinge stecken die sie nichts angehen. Aber es ging ja noch mal
gut. Sie mußte jetzt Vorsichtiger sein. Vor allem weil die Polizei gewarnt war.
Mit Hauptkommissarin Jarvilehto war nicht zu spaßen, daß hatte sie schnell
gemerkt. Echt schade das sie auf der falschen Seite stand, sie wären ein gutes
Team. Vielleicht wäre es besser sie auch zu beseitigen? Nein das wäre zu
gefährlich. Ob er die anderen vorher noch gewarnt hatte? Nein, sie hatte sie
heute beobachtet und sie waren kein bißchen nervös. Wer war als nächstes dran? Lassen
wir das Los entscheiden....
„Also, was haben wir?“. „Nicht mehr als gestern“, meinte Ari grimmig. Vor ihnen lag der Bericht der Gerichtsmedizin zu Ville Kantee. Neues stand nicht drin. Nur das was sie wußten etwas detaillierter. Die Todeszeit konnte nicht genauer bestimmt werden, weil nicht ganz genau gesagt werden konnte wie schnell er verblutet war. Dem Bericht war ein Zettel beigefügt Villes Schwester betreffend. Todeszeitpunkt zwischen 23 und 1 Uhr derselben nacht als ihr Bruder starb. Sie ist nicht verblutet, da sie vorher einen Herzinfarkt hatte. Das Hertz wurde getroffen und sie war innerhalb von Sekunden tot. Sie hat auch zwei Einstichwunden in der Lunge. Sie weist Kratzer und blaue Flecken auf. Ausführlicher Bericht später. „Was fangen wir nun damit an? Das könnte ja bedeuten, das sie vor ihrem Bruder gestorben ist!“. „Ja, das kann viel bedeuten. Es kann bedeuten das sie vor ihm gestorben ist aber nicht zwangsläufig vor ihm angegriffen wurde. Ich geh immer noch davon aus, das dieser Mord nicht geplant war. Sie war nur am falschen Ort zur falschen Zeit. Ich habe mir gestern abend ihr Tagebuch durchgesehen. Außer der letzten Eintragung ist nichts ungewöhnliches Vermerkt das uns weiterhelfen könnte. Irgendwie habe ich das Gefühl das wir eine Frau suchen, fragt mich nicht warum“. „Ich dachte, wir sollen uns nicht zu früh festlegen?, sagte Mico spitz. „Ich sagte auch nur ich habe das Gefühl. Eine Festlegung ist das noch lange nicht“. „Ja, aber wir wissen, daß man sich auf dein Gefühl in der Regel verlassen kann“. „Oh man hätte ich bloß nichts gesagt. So lange wir keinen Beweis haben, suchen wir nach Mann und Frau, ok?“. „Alles klar, Chef. Das ist dein Handy“. Steffi´s Handy hatte angefangen zu klingeln. „Hallo?“. „Spreche ich mit Hauptkommissarin Jarvilehto?“. „Ja“. „Gut, ich wollte ihnen nur sagen, das sie mich nie erwischen werden. Ich werde meine Rache bekommen“. „Das glaube ich nicht“. Aber es kam keine Antwort den die andere Person hatte aufgelegt. Ihre Kollegen schaute sie fragend an. „Das war unser Mörder gewesen“. „WAS?“, brüllte Ari. „Ja, nur leider war die Stimme verzerrt. Die kann ich nicht wieder erkennen, und eine Nummer wird nicht angezeigt. Ich frage mich nur woher die Person diese Nummer hat. Ich stehe nicht im Telefonbuch“. „Dich rufen doch auch Journalisten an. Wenn man will bekommt man die trotzdem raus“. Es klopfte an die Tür. „Ja?“. Paavo Rantanen trat ein. „Verzeihung für die Störung. Draußen stehen ein paar Journalisten die gerne ein Statement zu den Morden haben wollen“. „Ist gut, sag ihnen um 10 gibt es eine Pressekonferenz“. „Na, hoffentlich kommt da nicht wieder ein Toter dazwischen“. „Das glaube ich nicht“. „Und wieso glaubt das Frau Hauptkommissarin nicht?“. „Der Mörder will uns zeigen wie überlegen er ist und seinen Triumph auskosten. Außerdem scheint er das ganze gut geplant zu haben. Das wir 2 Morde auf einmal hatten war nicht geplant“. Aller verstummten urplötzlich, denn das Handy von Hauptkommissarin Jarvilehto klingelte wieder. „Hallo Gunnar, was gibt´s?“. „Ich wollte nur sagen, das ich auf den Zettel vergessen habe zu schreiben das die Tatwaffe vermutlich die gleiche ist. Zu 99%. Die Schnittiefe ist gleich und auch die Form“. „Ok, danke“. Sie wiederholte für ihre Kollegen was der Gerichtsmediziner gesagt hatte. „Das hätte wir uns ja denken können“. „OK, ich bereite die Pressekonferenz vor und werde sie auch halten. Ihr anderen macht das was ich euch gesagt habe. Wir müssen endlich auf einen grünen Zweig kommen. „Steffi?, sollten wir für dein Handy nicht eine Fangschaltung einrichten?“. „Ja, sag Tero bescheid, der soll das machen“. Damit war die Besprechung zu ende.
Die Pressekonferenz
war ganz gut gelaufen. Die Journalisten hatten sie nicht in der Luft zerrissen
sondern brav ihre Fragen gestellt. Hoffentlich half das weiter. Irgend jemand
muß doch was gesehen haben!
Als sie in ihr Zimmer kam blieb sie erstaunt stehen. Da saß schon jemand in ihrem Stuhl. „Na, willst du meinen Job übernehmen? Ich hoffe du bist nicht hier weil etwas passiert ist?“. „Darf dich dein Schnuckel nicht mal bei der Arbeit besuchen? Ich hab es daheim einfach nicht mehr ausgehalten“. „Und warum machst du dann nicht einfach einen Spaziergang an der frischen Luft?“. „Ich wollte ja auch nur kurz vorbeischauen“. Es klopfte an der Tür. „Herein“. Hannu stand in der Tür. „Das hier ist gerade .... eh was machst du denn hier? Doch entschlossen einen gescheiten Beruf zu lernen?“. „Nein, ich wollte einfach mal kurz vorbeischauen. Was hast du da in der Hand?“. „Das geht dich nichts an“, und reichte den Umschlag seiner Vorgesetzten. „Was ist das?“. „Ein Umschlag mit Inhalt, sieht man doch“. „Du fliegst hier gleich raus, mein Schatz“. „Wieso ist doch die Wahrheit. Aber an deiner Stelle würde ich den nicht aufmachen“. „Wieso?“. „So wie ich das sehen steht kein Absender drauf“. „Und was will mir der Hobbykommissar damit sagen?“. „Da ist Platz genug für eine Bombe“. „Also ....“. Hannu riß ihr den Brief aus der Hand. „Er könnte recht haben“. „Habt ihr jetzt beide eine Meise? Gib das Ding wieder her“. Aber Hannu hatte schon kehrt gemacht und ist mit dem Brief verschwunden. „Wie schön das kleine Brüder noch auf einen hören“. Jaja, du solltest jetzt aber wirklich gehen“. „Ich nehem mal an , ich werde dich so bald heute nicht mehr sehen?“. „Nein vermutlich nicht“. Matti stand auf, gab ihr einen Kuß und ging. „AUTSCH, kannst du nicht aufpassen???“. Jussi lag auf dem Boden alle viere von sich gestreckt und zappelte wie ein Käfer. „Lach nicht so sondern hilf mir hoch!“. Matti tat wie ihm geheißen. „Was machst du denn hier?“. „Wollte nur mal meine Verlobte besuchen, ist das verboten? Und was führt dich her?“. „Ich habe es daheim nicht mehr ausgehalten und wollte einfach mal hören wies so voran geht“. „Das darf ich dir aus ermittlungstechnischen Gründen leider nicht sagen“. „Wieso, nicht?“. „Wie wärs wenn wir erst mal zurück in mein Büro gehen?“. Ari und Mico hatten nämlich ihre Köpfe aus ihren Bürotüren gestreckt um zu sehen wo der Lärm herkam. „Also was ist jetzt?“ „Mari wurde also vom der gleichen Person ermordet?“. „Hast du die Pressekonferenz gesehen?“ „Ja, du hast wie immer eine gute Figur gemacht. Keine Miene verzogen“. „Was fragst du dann. Ich darf dir leider aber auch nicht mehr sagen.“. „Das heißt doch ihr wißt mehr?“. „Jussi, jetzt ist genug“. „Ich habe gerade Hannu an mir vorbei rennen sehen. Was hat der den mit dem Päckchen vor das er so weit wie möglich von sich weg gehalten hat?“. „Er macht nur seinen Job“. „Hat das was mit dem fall zu tun?“. „Nein, dein Bruder hat ihn nur auf die dumme Idee gebracht da könnte eine Bombe drin sein, weil kein Absender drauf steht“. „Könnte doch echt sein?“. „Ich kann doch nicht jeden Brief vorher auf Sprengstoff untersuchen lassen. Man kann ja auch einfach ene falsche Adresse drauf schreiben“. „Stimmt auch wieder“. „Aber so hat er jetzt wenigstens was zu tun“. „Das hatte er vorher auch schon“. „Wie macht er sich den so“. „Also ich kann mich nicht beklagen. Er macht was ich sage, ohne zu vergessen selber zu denken“. „Aber Jungs, ich muß euch jetzt leider bitten zu gehen“. Es klopfte. „Ja?“. Temu kam herein. „Ich hab die Fangschaltung frei geschaltet. „Was für eine Fangschaltung?“. „Das geht euch nichts an. Ihr solltet nun wirklich gehen. Und wehe ihr erzählt das irgend jemanden“. „Also habt ihr eine Spur?“. „Jussi? Muß ich mich wiederholen?“ Da sie ihren ‘übertreibe es nicht Blick‘ aufgesetzt hatte zog er es vor zu gehen. Matti schlurfte hinter ihm her. „Du weist schon das man Füße heben kann?“. Er drehte herum, gab ihr einen Kuß und verschwand durch die Tür. „Sag mal mußte das sein?“. „ich habe nicht gewußt das du Besuch hattest“. „Ist jetzt eh egal. Danke für die Info. Könntest du bitte bei Ari und Mico anklopfen und sie her schicken?“. „Ja, klar“.
Es war ein Risiko gewesen die Kommissarin anzurufen, aber sie hatte es sich einfach nicht verkneifen können. Ob sie es noch einmal Riskieren sollte? Später vielleicht. Sie war zufrieden mit dem verlauf der Dinge. Sie hatte früher wieder zugeschlagen als ursprünglich geplant. Ihr Opfer war aber noch am leben und das war gut so. Sie wollte es diesmal so. Sie wollte diese Macht genießen. Die Polizei hatte noch eine Chance das Opfer zu retten, wenn sie schnell genug waren. Aber das würden sie nicht sein. Davon war sie überzeugt. „Oder was denkst du, mein Lieber?“. Sie strich ihm mit dem Messer über die Brust was rote Kratzer hinterließ. Er konnte nichts erwidern, weil sein Mund zugeklebt war. „Wie lange sollen wir der Polizei geben? Was meinst du? Du weist es ist unhöflich nichts zu erwidern. Naja, lassen wir dir das nochmal durchgehen.
„Tiita,
bist du da?“. Er bekam keine Antwort. Sie ist wohl noch nicht fertig an der
Uni. Er hatte sie versucht zu überreden da zu bleiben, aber das war egoistisch.
Sie müßte für ein Referat recherchieren. Er rief sie an aber sie meldete sich
nicht. Ist wahrscheinlich in der Bibliothek, dachte er sich. Sein Handy
piepste. Eine SMS von Tiita. „Bin in der
Bib. Dauert noch etwas. Hab dich lieb spatz. Bis später. Kuß, Tiita“. Er
schrieb zurück. „Werde noch etwas
spazieren gehen, nur falls du wieder früher wie ich da bist. Hab dich auch
lieb. Arbeite nicht so viel. Kuß, Juska. Er schnappte sich einen Apfel und
ging zur Tür hinaus.
„Du
wolltest uns sprechen?“. „Ja, mir ist gerade was eingefallen. Hat eigentlich
einer von euch Mari´s Handy am Tatort gesehen. Das könnte möglicherweise
weiterhelfen. „Nein, so viel ich weis ist es nicht aufgetaucht. Genauso wenig
wie das von Ville“. Die Tür ging auf un Hannu kam herein. „Bitte schön, das
Ding ist sauber“. „Schon mal was von anklopfen gehört?“. „Oh, Verzeihung“. „Was
ist denn das?“. „Ein Briefpäckchen. Sieht man das nicht? Solltest mal zum
Augenarzt gehen Mico“. Dieser wollte schon was erwidern aber Steffi kam zu vor.
„Hannu, laß die Scherze. Wir haben hier Arbeit zu erledigen“. „Ist ja schon
gut“. „Was hat es jetzt damit auf sich?“. „Hannu war der Meinung, da kein
Absender drauf steht könnte eine Bombe drin sein“. Mico und Ari sahen beide
sehr erstaunt dreien. „Wie kommst du nur auf so eine Idee?“. „Schluß jetzt“.
Sie nahm Hannu das Päckchen aus der Hand. Alle sahen sehr verblüfft auf den
Inhalt.
Das Spiel ist
eröffnet
„Was
soll das denn nun schon wieder bedeuten?“. Im Päckchen war ein weiterer
Umschlag auf dem ein Zettel mit diesen Worten klebte. Sie machten ihn auf. Was
sie sahen ließ ihren Atem stocken. Heraus vielen 2 Beutel und ein
Briefumschlag. In einem Beutel war eine Haarlocke. In dem anderen Beutel ....
„Das ist ja nicht zu fassen!“. „Ich hoffe die Person dem dieser Finger gehört
hat wurde vorher betäubt“. Steffi nahm den Beutel in die Hand. „Sieht mir nach
einem professionellen Schnitt aus. Das sollte sich Gunnar mal ansehen. Außerdem
sollten wir die Buschtrommel rühren. Irgend jemand muß vermißt werden der etwas
mit Ville zu tun hat. Ich ruf Matti an, der soll sich mal umhören“. „Meinst du
das ist so eine gute Idee?“. „Wir müssen schnell handeln“. „Was ist in dem
Brief?“ Steffi nahm und macht ihn auf.
Wenn ihr nicht
wollt, das auch der Rest bei euch auf dem Tisch landet solltet ihr schnell
handeln. Ich fürchte nur euch läuft die Zeit davon....
„Das ist ja nicht zu
fassen!“, entfuhr es Ari. „OK, wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen. Hannu,
ruf du alle Leute aus Villes Freundeskreis an die wir in den letzten Tagen
vernommen haben. Ich will die alle hier haben. Wir müssen versuchen
herauzufinden wer das nächste Opfer ist. Kamen eigentlich schon hinweise aus
der Bevölkerung rein?“. „Keine Brauchbaren. Ville wurde nach der Probe nicht
mehr gesehen. Mari wurde zuletzt in der Nähe des Probenraumes gesehen 2 Straßen
entfernt“. „Ich denke sie ist ihrem Bruder gefolgt ohne das der was gemerkt
hat. Wenn man ihn nicht mehr gesehen hat dann auch kaum sie“. „Das kann doch
nicht wahr sein. Irgendwas muß es doch geben. OK, das bringt nichts. Wir müssen
was machen aus dem was wir haben. Also Hannu hier ist die Telefonliste. Mico du
bringst das zum Gerichtsmediziner“. Er schaute den Finger angeekelt an. „Und
wir zwei gehen noch mal alles durch was wir haben“.
Es waren tatsächlich
fast alle gekommen. Bis auf Janne Happonen, Lauri Hakola und Kalle Keituri. Die waren einfach nicht
zu erreichen gewesen. Sie hatten so dezent wie möglich gefragt ob jemand wisse
wo sie wahren. Keiner hatte eine Antwort auch nicht Jussi und Matti. „Wieso
willst du wissen wo die stecken?“. „Weil ich sie gerne noch mal verhört hätte“.
„Ach komm da steckt was anderes dahinter“, meinte Jussi aufmüpfig. Tiita legte
die Hand um seine Schulter. „Komm, laß gut sein. Das ist eben polizeiliche
Neugier“. „Genau, ihr solltet jetzt wieder gehen“. Sie drehte sich zu Matti.
„Wir sehen uns später“, und gab ihm einen Kuß. Jussi ging nicht ohne kräftig
seinen Unmut zu bekunden. „OK, das
hätten wir. Dann werden wir den dreien mal einen Besuch Zuhause abstatten und
hoffentlich alle antrefen. Am besten wir teilen uns auf. Ari du gehst zu Janne.
Mico du übernimmst Kalle. Ich und Hannu schauen nach Lauri.
Als sie sich wieder
trafen konnten sie Janne von der liste streichen. Er war zuhause gewesen. Die
anderen beiden hatten sie nicht angetroffen. „Wir müssen uns einen
Durchsuchungsbefehl holen für die beiden Wohnungen. Dann können wir an DNS
Material herankommen und vergleichen mit dem was wir haben“. „Wir brauchen
keinen Durchsuchungsbefehl“. „Wir können da nicht einfach reinmarschieren“.
Steffi seufzte. „Schon mal was von Gefahr in Verzug gehört?“. „Wir gehen
nochmal hin und holen uns die proben“. Es klopfte an der Tür. „Ja, herein“. Es
war Jarno von der Spurensicherung. „Wir haben leider keine Fingerabdrücke oder
sonstiges auf den Umschlägen und Tüten gefunden. „Verdammt, danke“. Als Temo
sich umdrehte stieß er fast mit dem Gerichtsmediziner zusammen. „Ich hoffe du
hast bessere Nachrichten?“. „Was den Finger angeht. Der ist fachmännisch
abgetrennt worden. Ich kann aber nicht sagen ob mit oder ohne Narkose. Eine
Analyse läuft. Was die Haarlocke betrifft, zeigt die uns nicht die Naturfarbe“.
Ari und Mico runzelten die Stirn. „Was soll das genau bedeuten?“. Steffi
schüttelte den Kopf. „In Chemie wohl nicht aufgepaßt? Schon mal was von
Wasserstoffperoxid gehört?“. „Richtig, aber das interessante kommt noch“.
„Machs nicht so spannend“. „Also die Haare sind erst vor kurzem damit in
Berührung gekommen. Wir haben noch ziemlich viel von der Chemikalie nachweisen
können. Wenn ihr mich fragt kann das Haar nicht gewaschen worden sein nach dem
Entfärben. Es war übrigens reines Wasserstoffperoxid. Das bekommt man nicht so
im Laden“. „Danke, das ist ja interessant“. „Und wieso?“. Hannu schalt mal
deinen Kopf ein. „Ach, du meinst der Täter war das, aber wozu?“. Steffi
verdrehte die Augen. „Um die Identifizierung zu erschweren. Aber er hat und
damit eigentlich mehr einen gefallen getan. Das Zeug bekommt man nämlich nicht
so einfach. Das kann man nicht irgendwo im Laden kaufen. Das muß man direkt
beim Hersteller bestellen. Die liefern das nicht an Privatpersonen ohne
Sondergenmigung“. „Aber wozu der Aufwand, wenn man im Laden Bleichmittel kaufen
kann?“. „Weil man vielleicht ohne was zu bezahlen einfacher daran kommt. Ich
habe 2 Semester Chemie studiert bevor ich zur Polizei ging. Da kannst du so was
ohne Probleme mitgehen lassen“. „Endlich haben wir was konkretes!“. „Also
worauf warten wir noch. Mico, du rufst bei der Produktionsfirma an die das Zeug
herstellst. Ari du schaust ob in dem Verwandten und Freundeskreis von Ville
jemand ist der was studiert wo man damit zu tun hat. Hannu du gehst in die
Wohnungen von Kalle und Lauri um DNS Material zu besorgen. Ich gehe alte
Freunde von mir an der Uni besuchen“. Alle taten wie geheißen.
Matti, Jussi, Tiita
und noch ein paar andere saßen zusammen im Rosso und diskutierten heftig. „Das
ist alles so unglaublich. Ich verstehe es immer noch nicht. Matti hat deine
Freundin nicht irgendwas gesagt? Die müssen doch was rausgefunden haben“. Axu´s
Gesicht sprach Bände. Keiner Verstand was da los war. „Glaubst du ich habe sie
nicht gefragt? Nebenbei das ist meine Verlobte. Sie hat gesagt sie darf mir
nichts sagen aus ermittlungstechnischen Gründen“. „Wie was meinst du mit
Verlobt?“ . „Das was er gesagt hat. Ich bin es übrigens auch“, sagte Jussi mit
breitem Lächeln im Gesicht“. „Hä, wieso wissen wir nichts davon?“. „Weil das
noch nicht lange so ist“. „Oh, man Glückwunsch Jungs. Wenigstens mal gute Nachrichten“.
„Das macht mir alles Angst“. „Was? Wir haben gerade von Verlobung gesprochen.
Was soll der Schwachsinn?“. „Die Polizei war heute bei mir nur weil ich nicht
zu der Vernehmung gekommen bin. Irgendwie ist das was Faul dran. Mich läßt das
einfach nicht los“. „Könntest du das Präzisieren?“. „Was wenn es nicht bei
diesen beiden Morden bleibt? Die waren irgendwie erleichtert mich vorzufinden“.
„Das bildest du dir nur ein. Der Mord war persönlich auf Ville gerichtet. Seine
Schwester hatte einfach Pech gehabt, weil sie ihre Nase wo reingesteckt hat wo
sie nicht hingehörte. Die werden das schon aufklären glaub mir. Und jetzt hör
auf dir so blöde Gedanken zu machen“. „Guckt mal wer da kommt. Kalle altes Haus
wo hast du denn gesteckt?“. „Wieso?“. „Weil die Polizei nochmal alle Verhört
hat und da warst du auch gefragt. Ich frag mal nach ob du noch gebraucht
wirst“. Matti nahm sein Handy und rief Steffi an. „Hallo schatz, braucht ihr
Kalle noch?“. „Ist er wieder aufgetaucht?“. „Sonst würde ich ja nicht fragen“.
„Nein, außer er ist der Meinung er hätte noch was wichtiges zu sagen“. „Ich
glaub nicht. Wie läuft es bei euch?“. „Es geht voran aber du weißt ich darf
nichts konkretes sagen“. „Nicht mal ein kleines bißchen was?“. „Nein, der
Mörder könnte bei euch am Tisch sitzen, schon mal darüber nachgedacht?“. „Also
das glaube ich nicht“. „Sag niemals nie. Ich muß jetzt auflegen. Hab dich
lieb“. „Ich dich auch“. „Und?“. „Sie hat nur gesagt das es voran geht und sie
Kalle nicht mehr brauchen, außer er hätte was wichtiges zu sagen“. „Also
Kalle du siehst die haben alles im
Griff“. „Ich frag mich allerdings was Ville getan haben konnte das einen
Menschen veranlaßt hat ihn umzubringen. Kam er euch auch ein bißchen Eigenartig
vor die letzten Tage?“. Alle nickten zustimmend. „Aber warum war er so drauf
gewesen? Zu dumm das seine Schwester auch dran glauben mußte. Wie lang dauerts
eigentlich bis man verblutet ist?“. „Du stellst Fragen Axu, keine Ahnung man
aber ich denke das kommt drauf an was getroffen wird“, sagte Tiita schulterzuckend.
„Wenn das Herz getroffen wird bestimmt nur Sekunden“. „Axu du Scherzkeks das
nennt man dann Herzinfarkt“. „Seht mal wer da kommt“. Hannu war gerade
hereingekommen und sah sich um. „Hier sind wir“. Hannu setzte sich auf den
letzten freien Stuhl. „Bist du Dienstlich oder Privat hier?“ „Dienstlich. Wir
haben viel zu tun. Keine Ahnung wie man Feierabend buchstabiert“. „Also was
willst du hier?“ „Eigentlich nichts nur mal 5 Minuten durchschnaufen ich drehe
sonst noch durch. Ich dacht ich schau mal ob ich euch hier treffe“. „Steffi
meinte ihr würdet voran kommen“. „Ja, aber versuch erst gar nicht was aus mir
heraus zu bekommen. Schön das du wieder Aufgetaucht bist Kalle das hat uns
Arbeit erspart. Ich muß aber auch schon wieder die Fliege machen. Also macht´s
gut“. „Was war denn das? Wieso hat Kalle ihnen Arbeit erparrt? Kalle hast du
uns was zu sagen?“. Ich habe keine Ahnung was hier abgeht. Aber irgendwie
bekomme ich Angst“. „Hab ich´s nicht gesagt? Irgend was ist faul“. „Bringt
jetzt nichts uns den Kopf darüber zu zerbrechen. Ich frag Steffi heut abend mal
danach“. „Glaubst du die bekommst du zu Gesicht bei der vielen Arbeit?“.
„Schlafen tut sie immer noch zu hause. Wie wär´s wenn wir so langsam mal von
was anderem reden?“
„Na, was verschafft
mir die Ehre dich nach so langer zeit wieder zu sehen? Du wars meine
Lieblingsstudentin und bist dann einfach gegangen“. „Wir haben oft genug
darüber diskutiert. Nur weil ich gute Noten hatte heißt das nicht , das es auch
mein Traumberuf war. Ich hab mich eben anders entschieden. Ich bin aber nicht
hier um mit dir über alte Zeiten zu reden. Wenn bei euch eine Chemikalien weg
kommt würdet ihr das merken?“. „Wieso fragst du? Hat das was mit diesen
schrecklichen Morden zu tun? Wenn du mir sagst um welche Chemikalie es sich
handelt kann ich konkreter Antworten“. „Du mußt mir Versprechen mit niemandem
darüber zu reden“. „Geht klar“. „Es geht um Wasserstoffperoxid. Das bekommt man
in reiner Form ja nur direkt beim Händler?“. Ja, eine hochexplosive und
gefährliche Chemikalie. Da fällt mir gerade was ein. Vor 2 Wochen kam ein
Assistent zu mir und meinte eine Flasche davon wäre verschwunden aus einem
Labor. Er wußte es deshalb weil er sie gerade erst aufgefüllt hatte und am
nächsten Tag war sie weg. Wir haben aber nicht heraus gefunden wer das war“.
„Wer kommt da ran?“. „Im Grunde jeder der was mit Chemie zu tun hat aber auch
auswärtige. Die Flasche stand in einem Labor das für Studenten gedacht war. Da
sind immer an die 30 Studenten und da kann auch mal einfach einer reinmarschieren
mit einem weißen Kittel an und niemand denkt sich was dabei. Wir haben da
wirklich nachgeforscht und niemand ist was aufgefallen“. „Sind das nur Chemie
Studenten oder auch welche anderer Fachrichtungen?“. „Alle die halt ein
Chemiepraktikum brauchen. Biologen, Physiker, Mediziner. Wenn man eine
Naturwissenschaft studiert hat man meist mit allen was zu tun“. „Ich weis, du
sagtest zu uns ‘sie studieren nicht Chemie sondern Naturwissenschaften mit dem
Schwerpunkt Chemie‘. Das hat mir schon sehr weitergeholfen. Danke“. „Du meinst
der Mörder hat bei uns diese Flasche entwendet?“. „Möglicherweise. Ich brauche
dich wohl nicht darauf hinzuweisen wie wichtig es ist das davon nichts an die
Öffentlichkeit dringt. Aber es wäre trotzdem gut wenn du die Ohren offenhalten
könntest. Wäre es vielleicht auch Möglich eine Liste zu bekommen mit Personen
die Zugang zu dem labor hatten. Ich meine die, die es für gewöhnlich
benutzten?. „Ja kein Problem ich setzt mich gleich dran“. „Danke Pauli“.
„Nichts zu danken. Ich hoffe ihr schnappt den Kerl“. „Ganz bestimmt“. „Ich
schick dir die Liste so schnell wie möglich. Tschüß“. „Machs gut“.
Sie wollte gerade in
die Kantine gehen um sich eine Kleinigkeit zu holen als ihr auf die Schulter
getippt wurde. „Kalle? Was führt dich hier her? Ich Habe Matti doch gesagt das
wir dich nicht mehr brauchen“. „Wieso habe ich euch Arbeit erspart?“. „Von was
redest du?“. „Hannu hat gemeint ich hätte euch Arbeit erspart“. „Ach das hatte
nichts zu bedeuten. Ich hatte ihm nur aufgetragen noch mal bei dir vorbei zu
schauen weil das auf dem Weg lag. Ich habe ihn angerufen kurz bevor er euch
getroffen hat. Ich glaube da hatte er schon einen Fuß im Restaurant und hätte
es ein paar Sekunden später selber gesehen. Wir müssen halt versuchen alle
Möglichkeiten auszuschöpfen“. „Ach so. Aber ich habe auch nichts mehr zu sagen
so leid es mir tut“. „Ich will ja nicht unhöflich sein aber ich habe heute noch
kaum was gegessen und wir haben viel zu tun“. „Ich bin schon weg. Tschüß“.
„Tschüß“.
„HANNU?!“. „Was...“. Aber er verstummte sofort als er ihr wütendes Gesicht sah. „Bist du von allen guten Geistern verlassen???“. „Was hab ich denn angestellt?“ „Was? Kalle war gerade bei mir und wollte wissen warum er dir den Arbeit erspart hat. Das hätte ins Auge gehen können“. „Oh, das ist mir einfach so rausgerutscht, tut mir leid“. „Versuch das daß nie wieder passiert, verstanden?“. „Ja“, sagte er kleinlaut. „Kann ich mal kurz stören?“. „Was hast du da Ari?“. Aber er brauchte gar nicht Antworten. Es war derselbe Umschlag wie letztes mal. „Gehen wir in mein Zimmer“. Auf dem Weg sammelten sie Mico ein. „Ich möchte eigentlich gar nicht wissen was da drin ist“. Steffi machte ihn auf. Alle verzogen das Gesicht. Diesmal waren es 2 Finger und ein ganzes Büschel Haare. Sie fiel in Ohnmacht. Keiner konnte schnell genug reagieren um sie aufzufangen. „Steffi, Steffi. Aufwachen“. Mico versuchte sie wachzurütteln. Sie kam langsam zu sich. Was war das denn gewesen?“. „Mir geht´s gut“, und rappelte sich auf. „Das kann einen schon mitnehmen“. „Nein, ich habe einfach keinen Schlaf bekommen in den letzten 2 Nächten. Geht schon wieder“. Sie griff nach dem kleiner Briefumschlag der auch dabei gewesen war.
Ihr habt noch 7 Finger Zeit ihn zu finden.....
„Man das ist doch
krank!“. „Ich hab so was noch nie erlebt. Hannu bringe das schnell in die
Gerichtsmedizin. Wir treffen uns in 5 Minuten bei mir im Büro“. Als sie sich
alle dort versammelt hatten erzählte Steffi was sie herausgefunden hatte. „Das
ist ja ein Ding. Die haben wirklich keine Ahnung wer das war?“. „Leider nein,
sonst hätten wir vermutlich unseren Mörder. „Glaubst du wir schaffen es Lauri
noch zu retten?“. „An so was muß man immer glauben Hannu sonst können wir
unseren Job gleich hinschmeißen“. „ Soll die Nachricht bedeuten, das wenn alle
Finger weg sind dann...“, Hannu mußte schwer schlucken. „Ja, leider. Wenn es
jedesmal ein Finger mehr wird haben wir nicht mehr lange Zeit. Morgen früh drei
und abends vier“. „das schaffen wir nie bis morgen abend!“. „Hannu was habe ich
dir gerade gesagt? Wir werden alles tun um das zu verhindern“. Es klopfte an
der Tür. „Herein“. Es war Gunnar Fredriksson. „Die DNS der Probe die mir Hannu
gegeben hat stimmt mit der von dem Finger überein. Es ist Lauri Hakola“. „Gut
danke“. „Noch was, die Finger die ihr mir gerade gebracht habt wahren noch
nicht lange abgetrennt“. „Danke“. „Viel Glück. Ich kann euch leider nicht mehr
helfen“. Er dreht sich um und ging. „Mico was hast du herausgefunden bei den
Herstellern?“. „Nicht mehr als das was wir eh schon vermutet haben. An
Privatpersonen wird das Zeug in der Regel nicht ausgegeben“. „Ari?“. „Es gibt
da eine Person die Medizin studiert“. „Wer?“. „Die Freundin von Akseli Kokkonen“. „Name?!“. „ Sari Halonen“. Sie
ging die Liste durch, die sie inzwischen von ihrem alten Professor bekommen
hatte. „Bingo!“ Sie hat dieses Jahr ein Praktikum dort“. „Also worauf warten
wir noch. Statten wir ihr mal einen Besuch ab“. „Nicht so schnell, es ist
sinnvoller sie zu beschatten“. „Wir haben nicht wirklich was gegen sie in der
Hand. Das beste wäre wenn sie uns direkt zu Lauri führt. Die erste Schicht
übernimmst du mit Mico. Ich und Hannu lösen euch um 3 Uhr ab. Es ist nämlich
schon fast 21 Uhr“. „Und was machen wir solange bis wir übernehmen?. „Nach
hause gehen und eine Runde schlafen. Im Moment können wir sowieso nicht mehr
tun“.
„Na Lauri wie geht´s so? Das hast du dir selber eingebrockt das weist du“. Lauri konnte nur wimmern da sein Mund immer noch zugeklebt war. „Hast du Durst? Ist eigentlich eine ziemliche Verschwendung da du in 24 Stunden sowieso nicht mehr unter uns weilst aber ich bin mal nicht so“. Sie machte ihm das Klebeband weg und gab ihm was zu trinken. „So das reicht. Bis morgen mein lieber“.
„Da bist du ja endlich es ist schon 21 Uhr“. „Entschuldige aber ein Referat schreibt sich halt auch nicht von alleine“. „Ich habe mir sorgen gemacht“. „Ach Juska das wollte ich nicht. Wenn man so in die Arbeit vertieft ist vergißt man die Zeit“. „Masa hat mich gerade angerufen. Seine Verlobte scheint ziemlich gute Laune zu haben ,was nur bedeuten kann sie müssen eine ziemlich gute Spur haben“. „Das wäre wirklich toll“. „Und was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Abend?“. „Mhh...mir fällt da schon was ein“.
3.Kapitel
Steffi
klopfte an die Scheibe. Das Fenster wurde heruntergekurbelt und Mico streckte
den Kopf heraus. „Also, sie hat nichts verdächtiges gemacht. Waren im K18 und
sind seit Mitternacht in ihrer Wohnung. Das Licht ging vor einer Stunde aus“.
„Danke ihr könnt euch jetzt auch schlafen legen. Ich und Hannu machen bis Mittag
und dann werden wir abgelößt, falls das dann noch nötig ist“. „Ok, bist dann.
Wenn sie´s ist dann dann muß sie ja bald wieder zu ihrem Opfer, sonst kann sie
uns ja kein Päckchen schicken“. Mico und Ari fuhren davon. Steffi und hannu
gingen zurück in ihr Auto um die Wohnung zu beobachten. „Was hast du den da?“.
! Liter Kaffe. Den werde ich brauchen weil ich heut noch kein Auge zugemacht
habe“. „Du kannst gerne eine runde schlafen, ich weck dich wenn was passiert“.
„Ne, und wenn du auch einschläfst? Ich hab mir vorgenommen wach zu bleiben und
das schaffe ich auch“, sagte Hannu aus Überzeugung. „Ich schlaf nicht ein ,
aber gut wie du willst“. Bis um 8 Uhr passierte nichts. Dann ging das Licht an
und die Vorhänge wurden auseinander gezogen. „Was machen denn die da?“. „Steffi
holte das Fernglas hervor“. „Das was Freund und Freundin eben so machen. Sie
küssen sich“. Das Handy fing an zu klingeln. „Hallo Mico“. „Na tut sich was?“.
„Sie sind aufgestanden aber noch in der Wohnung“. „Ok, ich versuche mal ein bißchen
was über unsere Verdächtige zu recherchieren“. Bis um 9 hatte sich immer noch
nichts getan. Hannu war eingenickt und schreckte hoch als Steffis Handy
klingelte. „Was gibt´s“. „Nichts gutes“. „Was meinst du?“. „Ist sari immer noch
in der Wohnung?“. „Ja“. „Dann kann sie nicht der Täter sein“. „Sag nicht das
ein Päckchen gekommen ist“. „Ganz genau. Gunnar meint das die Finger heute
morgen abgetrennt wurden. Ihr kommt besser her“. „Verdammt!“ Sie fuhren zurück
zum Präsidium.
„Wir
waren uns doch so sicher das sie es ist!“. „Aufgrund der Tatsache das sie
Medizin studiert und auf der Liste steht. Aber eine Garantie ist das nicht. Gib
mir die Liste noch mal“. Sie schaute sich die Liste noch mal ganz genau an aber
es gab keine andere Person die man irgendwie mit diesem Fall in Verbindung
bringen konnte. „Wir werden ihn nie rechtzeitig finden“. „Hannu, seit wann bist
du Polizist?“. „Ja, ich weiß ich bin das Küken und habe keine Ahnung“. „Nein,
du hast keine Erfahrung. Das ist nicht das gleiche. Aber dafür haben wir jetzt
keine Zeit. Wir müssen irgend etwas übersehen haben“.
Matti
und Jussi saßen im Café um etwas zu trinken da klingelte Mattis Handy. „Hallo
Axu, was geht?“. „Das würde ich gerne von dir wissen was geht“. „Was ist den
dir für eine Laus über die Leber gelaufen?“. „Erkläre mir mal warum ich von
deiner Verlobten beschattet werde?“. „Was soll das. Da hast du dich bestimmt
verguckt“. „Ne, mit meinen Augen ist alles noch in Ordnung. Ich hab es auch nur
Zufällig bemerkt. Sie müßte nämlich mal aus dem Auto weil sie sich übergeben
müßte. Ich wollt schon runter aber da waren sie weg“. „Übergeben? Ich geh mal
besser bei ihr vorbei“. „Dann frag sie auch gleich danach was der Schwachsinn
sollte“. „Ich weis nur eins und das ist das sie nichts ohne Grund macht. Allerdings
wüßte ich auch gerne was das wäre“. „Weist du was. Ich komme mit“. „Laß mich
das klären“. „Nein, wo bist du?“. „Mit Jussi im Café neben dem Rosso“. „Ok, wir
treffen uns vor dem Polizeigebäude“. „OK, bis gleich“. „Ich komme auch mit“.
„Ich werde dich eh nicht davon abhalten können oder?“. „Nein, also laß uns
gehen. Ich möchte vor Axu dort sein“.
Axu
war zum Glück noch nicht da als sie ankamen. Es dauerte aber keine Minute bis
er um die Ecke bog. „Hallo“. „Hi. Bin echt mal gespannt was deine herzallerliebste
dazu zu sagen hat“. Sie gingen zur Rezeption. „Ich nehme an ihr wollt zu
Hauptkommissarin Jarvilehto?“. „Sie haben es erfaßt“. „Das geht jetzt aber
nicht. Wenn es nicht wirklich wichtig ist. Sie hat sehr viel zu tun und
Anordnung gegeben nicht gestört werden zu wollen“. „Es ist wichtig. Ich will
wissen warum sie mich beschattet hat?“. Die Dame an der Rezeption zog die linke
Augenbaue hoch. „Einen Moment, ich Telefoniere mal kurz“. Sie redete sich kurz
mit der Person am anderen Ende. „OK, ihr könnt kurz zu ihr aber wenn ich kurz
sage meine ich das“. „Dankeschön“. Sie gingen zu ihrem Büro. Matti wollte
anklopfen aber Axu ging an ihm vorbei und öffnete die Tür. „Was sollte das?“ Er
schaute Steffi wütend an. „Wie wärs mit anklopfen. Ich hätte euch auch einfach
wieder wegschicken können. Wir haben nämlich eine Krisensitzung hier und keine
Zeit für solche Späße“. !“Aber ich will verdammt noch mal wissen was ihr vor
meinem Haus gesucht habt!“. „Hör zu. Wir sind ziemlich unter Zeitdruck. Wir tun
nie etwas ohne Grund. Wir suchen nach jemandem der Medizinische Fachkenntnisse
hat. Es gab noch etwas anderes das wir mit deiner Freundin in Verbindung
bringen konnten und da haben wir eben beschlossen sie zu beobachten. Ich mach
nur meinen Job aber wir haben uns geirrt“. „Ihr habt ernsthaft geglaubt meine
Freundin hätte Ville auf dem Gewissen, tickt ihr noch richtig? Und was ist das
was ihr noch mit ihr in Verbindung gebracht habt?“. „Das darf ich dir nicht
sagen. Außerdem wäre es mir lieb wenn ihr von dem ganzen nichts herumerzählt“.
„So einfach laß ich mich nicht abspeisen“. „Axu, ich kann deinen Ärger
verstehen aber jetzt ist ein schlechter Zeitpunkt“. „Wieso, der Mörder läuft
euch doch nicht davon?“. „Laß das mal unsere sorge sein. Geht jetzt bitte
wieder“. Axu wollte was erwidern aber Jussi zog ihn am Arm. „Laß gut sein sie
macht nur ihren Job und wir wollen alle das der Mörder gefaßt wird. Deine
Freundin ist ja aus dem schneider so wie´s aussieht“. Jussi zog Axu vollends
aus dem Büro. „Masa Schatz du mußt auch gehen“. „Mach ich auch gleich. Kann ich
dich nur mal kurz sprechen? Dauert nur eine Minute“. „Wir gehen dann mal das
erledigen was wir besprochen haben“. Mico, Ari und Hannu verließen auch das
Büro. „Was ist los?“. „Axu hat da noch was erwähnt. Geht´s dir gut?“. „ Ja,
wieso?“. „Er hat gemeint du hättest dich übergeben?“. „Ach, das war nur der
ganze Streß und der wenige Schlaf. Es ist alles in Ordnung“. „Gut zu hören.
Dann will ich dich aber auch nicht weiter stören“. Er gab ihr einen Kuß und
ging.
„Jussi
laß mich los ich kann selber gehen“. „Ist ja schon gut. Sieht aus als hätten
sie eine ziemlich gute Spur oder?“. „Wie kommst du darauf?. Matti hatte sie
eingeholt. „Wieso sind wir so schnell abgefertigt worden? Da ist irgend was im
Busch“. „Wieso haben sie sich dann damit abgegeben meine Freundin zu
observieren wo doch die Spur im Sand verlaufen ist? Das nenn ich nicht eine
gute Spur“. „Da hast du auch wieder recht“. Matti lief plötzlich langsamer.
„Was ist?“. „Mir ist gerade nur was eingefallen. Hat einer von euch Lauri
gesehen?“. „Wieso?“. „Naja, ich habe ihn vor 2 tagen zum letzten mal gesehen.
Das ist doch komisch“. „Stimmt, aber was willst du damit sagen?“. „Vielleicht
waren die nicht so hektisch weil sie eine Spur haben sondern weil ihnen die
Zeit davon läuft“. „Und was hat das mit Lauri zu tun?“. „Überlege doch mal? Was
wenn da Lauri auch mit drin hängt?“ Axu der bisher nur zugehört hatte verdrehte
die Augen. „Laß mal die Spinnereien. Der wird sich eine süße Maus geangelt
haben und sich deshalb nicht blicken lassen“. „Ich versuch ihn mal anzurufen“.
„Hallo?“. „Könnte ich mit Lauri sprechen?“. „Wer ist da am anderen Ende?“.
„Matti Hautamäki. Kann ich nun mit ihm sprechen?“. „Nein, aber du kannst deiner
Verlobten sagen das die Zeit fast abgelaufen ist“. „Was? Wer sind sie?“. Aber
die andere Person hat schon aufgelegt. Ohne lang zu überlegen rannte er zurück
zum Polizeigebäude und ließ die anderen beiden verdutzt stehen.
Steffi
wollte gerade zur Tür hinaus gehen als Matti sie fast umrannte. „Hallo. Solche
Sehnsucht gehabt?“. „Nein, doch ....aber“. „Was nun? Du siehst ziemlich
aufgewühlt aus“. Matti mußte erst kräftig durchschnaufen bevor er antworten
konnte. „Ich habe gerade versucht Lauri anzurufen. Da ist eine Frau
rangegangen, zumindest denke ich das. Die Stimme war verzehrt“. „Was? Was hat
sie gesagt?“. „Das ich meiner Verlobten sagen kann, die Zeit wäre fast
abgelaufen. Was hat das zu bedeuten“. „Das Lauri nicht überleben wird wenn mir
nicht schnell ein Geistesblitz kommt“. „Von was redest du da? Du machst mir
Angst“. „Schatz, hör zu ich kann dir das jetzt nicht alles erklären“. In dem
Moment wurde die Tür aufgerissen. „Was ist Mico?“. „Ich habe noch jemand der
Medizin studiert an der Uni und der auch in gewisser weise was mit Skispringen
zu tun hat. Sie steht auch auf der Liste. Warum ist mir das nicht vorher
aufgefallen“. Erst jetzt bemerkte er Matti. „Das geht schon in Ordnung. Er hat
gerade mit dem Mörder Telefoniert“. „Wie was?“. „Er hat Lauri versucht zu
erreichen und der Mörder ging rann“. „Hast du die Stimme erkannt?“. „Nein, die
war verzerrt“. „Ich schlage vor Masa du gehst nach Hause und läßt uns das
machen. Wir werden ihn schon finden und kein Wort zu irgend jemanden!“. Sie gab
ihm einen Kuß im vorbeigehen und ließ ihn im Büro alleine verdutzt stehen.
„Autsch!
Könnt ihr nicht aufpassen!“. Jussi lag mal wieder am Boden vor Steffi´s
Bürotür. „Entschuldige aber ich konnte ja nicht wissen das du auf der anderen
Seite stehst. Wir haben keine Zeit also bis später“. „AXU? Hilf mir hoch!“.
Dieser tat wie ihm geheißen. „Ich frag mich gerade wo Masa abgeblieben ist“.
„Hier“. Er kam gerade aus dem Büro heraus. „Kannst du uns bitte erklären was
das alles zu bedeuten hat?“. „Nein, ich habe Steffi versprochen mit niemandem
zu reden“. „He , das kannst du doch nicht machen? Sag schon!“. „Nein“. Er lief
Richtung ausgang, Jussi und Axu rannten hinterher. „Bleib stehen“. „Ich sage
euch nichts. Ende der Diskussion!“. „Aber mit wem hast du gerade Telefoniert?
Da war doch jemand dran gewesen?“. „Ja“. „Wer?“. „Keine Ahnung, aber nicht
Lauri“. „Der Mörder? Dann ist er auch tot?“. Jussi war einer Ohnmacht nahe.
„Nein ist er nicht. Steffi hatt´s mir gesagt“. „Aber wieso? Was hat Lauri mit
dem ganzen zu tun?“. „Ich weis es doch auch nicht. Ich weis nicht mehr als ich
gesagt habe“. „Du lügst doch!“. „Nein tue ich nicht“. „Halt uns nicht für blöd.
Irgend was ist da im Busch“. „Also ich geh jetzt nach hause was essen. Ändern
an der Situation können wir eh nichts“. „Ich glaub das einfach nicht. Nicht
auch noch Lauri“. „Hoppla“. Jussi fiel direkt in die Arme von Axu. „Ich glaub
das ganze nimmt ins ziemlich arg mit“. „Mich auch so ist es nicht“. „Uns alle.
Ich hoffe das hat bald ein Ende“. Wir sollten uns mal um Jussi kümmern der wird
langsam schwer“. Matti gab ihm eine Ohrfeige. „Rütteln hätts auch getan“.
„Wieso, hat doch gewirkt“. Jussi kam zu sich. „Ist wohl besser wenn wir ihn zu
Tiita bringen. Die kann sich um ihn kümmern“. „Die ist noch in der Uni“. „OK,
dann kümmern wir uns um dich“. „ich kann mich selbst um mich kümmern“. „Wer´s
glaubt“. Sie gingen alle zu Jussi Wohnung. Tiita war wie erwartet nicht da.
„Ich glaub das einfach immer noch nicht!“. „Wir auch nicht ,aber es wäre gut
wenn du dich mal hinlegst. Wir können nichts tun“. „Dich, nach ihm suchen“.
„Und wo? Wir haben keinerlei Anhaltspunkte“. „Aber ich kann hier auch nicht
einfach herumsitzten“. „Was schlägst du vor?“. „Ruf nochmal auf Lauris Handy
an“. „Das Handy ist aus“. „Verdammt. Und nun?“. „Ruf Steffi an?“. „Was soll das
bringen? Außerdem sollten wir sie nicht davon abhalten ihre Arbeit zu tun“.
„Probiers einfach“. Er wählte ihre Nummer. „Schatz, was ist?“. „Wir können
nicht einfach hier sitzen und nichts tun“. „Das müßt ihr aber. Wir tun alles
was in unserer macht steht das mußt du mir glauben. Beruhigt euch wir machen das
schon. Ich muß jetzt auflegen Macht mir keine Dummheiten. Hab dich lieb“. Bevor
er etwas erwidern konnte hatte sie aufgelegt. „Sonst noch Vorschläge?“ Keiner
Antwortet.
„War
das Masa gewesen?“. „Ja, ich hoffe die bringen sich nicht in Schwierigkeiten.
Aber sie wissen zu wenig um was Dummes zu tun“. „Glaubst du wirklich wir haben
diesmal die Richtige?“ . „Ich hoffe es, aber sicher ist es nicht. Wir haben ja
keine wirklichen Beweise. Sie ist einfach nur jemand der Medizin studiert und
Zugang zu dem Labor hatte. Die Verbindung zum Skispringen ist das sie die
Schwester von Janne Ahonen ist“. „Du kennst sie nicht?“. „Nein, sonst wäre mir
das vorher aufgefallen. Ich hab sie schon mal gesehen aber sie hat ihre eigene
Clique“. „Aber was hat sie mit Lauri und Ville zu tun?“. „Keine Ahnung. Kannst
du mal kurz anhalten?. „Was?“ „Anhalten , sofort!“. Er fuhr an die Seite. Sie
stieg aus und mußte sich übergeben. Nach einer Minute ging´s wieder und sie
ging zurück zum Auto. „Kein Kommentar!“. Sie fuhren weiter.
„Ich
weigere mich hier einfach herumzusitzten. Matti weist du wirklich nichts das
uns helfen könnte?“. „Sie haben noch jemanden gefunden der Medizin studiert und
irgendwas mit dem Skispringen zu tun hat. Ich weis aber nicht wer. Mal
abgesehen davon sind sie bestimmt schon auf dem Weg dahin. Wir würden nur
stören“. „Er hat recht“. „Das kommt ausgerechnet aus deinem Mund Axu?“. „Was
soll den das heißen?“. „Du weist schon wie ich das meine“. „Ja, aber ich sterbe
ungern im Kugelhaagel“. Jussi Handy klingelte. „Hallo Spatz. Wo bist du?“. An
der Uni und da werdich auch noch etwas bleiben müßen. Ich wollte nur hören
wie´s dir so geht“. „Das ist aufmerksam danke, mir geht´s gut“. „Ja klar“. „Ist
da jemand bei dir?“ „Ja, Matti war das gerade gewesen mit dem ‘ja klar‘. Aber
mach dir keine Sorgen“. „Gib ihn mir mal“. „Aber wieso?“. „Keine Widerrede!“.
„Ist ja schon gut“. „Hier sie will mit dir reden“. „Was gibt´s?“. „Versprich
mir das du ihn davon abhältst irgendwelche Dummheiten zu machen“. „Ich bin
nicht sein Aufpasser“. „MATTI!“. „OK, ist gut ich tue mein bestes aber du weist
ja wenn er sich mal was in den Kopf gesetzt hat“. „Ich nehme dich beim Wort.
Ich muß jetzt wieder in die Vorlesung. Sag ihm es wird spät. Tschüß“. „Tschüß“.
„Also, du hast gehört. Mach keinen Unsinn“. „Ist ja gut. Ich wüßte sowieso
nicht was“. „Also, ich habe immer noch Hunger. Wie sieht´s bei euch aus?“. „Ok,
bestellen wir uns was vom Pizza Service.
Sie waren so dumm. Obwohl das sie das mit der verschwunden Flasche Wasserstoffperoxid herausfinden würden war nicht schlecht. Aber trotzdem, sie würden sie nicht kriegen. Sie war einfach zu gut. Sie würde ihre Rache bekommen. Alle die Schuld waren sollten bezahlen. Sie hatte alles sehr gut geplant. Darauf geachtet, das es nichts gibt das in ihre Richtung deuten könnte. Sie dreht sich zu Lauri um. „Es sieht so aus als ob Hauptkommissarin Jarvilehto doch nicht so genial ist. Wobei das stimmt nicht. Ich habe ihr einfach nichts geliefert womit sie etwas anfangen könnte. Echt schade um dich, aber das hättest du dir früher überlegen müssen. Ihr habt sie auf dem Gewissen und dafür werdet ihr alle büßen!“. Lauri konnte nur wimmern.
Als
sie bei ihrer Wohnung ankamen war alles ruhig. „Ich glaube sie ist nicht da“.
„Das wäre verdammt blöd“. „Was machen wir?“. „Es ist Gefahr im Verzug. Das
Leben eines Menschen ist gefährdet. Wir steigen ein aber diskret“. „Alles klar
Boss“. Sie kamen zur Wohnungstür ohne gesehen zu werden. Die Tür wurde mit
einem Dietrich geöffnet. „Dann werden wir mal sehen“. Aber sie fanden keinerlei
Anzeichen dafür das sie irgendwas mit dem Fall zu tun hat. „ich ruf mal Matti
an. Der soll mir die Nummer von Janne geben“. „Hallo Schatz, was ist? Habt ihr
den Täter?“. „Kannst du mir die Nummer von Janne Ahonen geben?“ „Wieso?“ „Keine
Fragen gib sie mir einfach“. Er gab sie ihr. „Tut mir leid wenn ich dich so
abwürgen muß aber wir müssen weitermachen“. „Schon gut, Hauptsache ihr schnappt
den Kerl“. Sie beendete das Gespräch und rief Janne an. „Hallo?“. „Janne
Ahonen?“. „Ja, wer will das wissen?“. „Hauptkommissarin Jarvilehto. Ich hab die
Nummer von Matti. Kannst ihn ja Fragen“. „Was will denn die Polizei von mir?
Ihr ermittelt doch in diesem schrecklichen Mord an Ville?“. „Ja“. „Dann bin ich
zuversichtlich das ihr den Idioten schnappt. Matti hat mir erzählt es gäbe
keinen besseren Ermittler als dich“. „Danke für die Blumen aber dafür haben wir
keine Zeit. Weist du wo deine Schwester steckt?. „Wieso willst du das wissen?“.
„Deine Schwester studiert Medizin und hatte zu dem Labor Zugang aus dem etwas
entwendet wurde das wichtig ist für die Ermittlungen“. „Wir wollen sie nur
ausschließen können“. „Ach so. Ich weiß leider nicht wo sie ist. Ich habe das
letzte mal mit ihr vor 2 tagen Telefoniert“. „Hat sie irgendwelche Andeutungen
gemacht ob sie was in nächster zeit vor hatte?“. „Nein tut mir leid ich kann da
nicht weiterhelfen. Wobei da war doch was. Sie hat sich ziemlich glücklich
angehört. Ein paar Andeutungen gemacht. Ich glaube sie ist verliebt.
Wahrscheinlich wird sie bei ihrem Angebeteten sein, nur weis ich nicht wer das
ist. Mit den Morden hat sie ganz bestimmt nichts zu tun“. „Danke, für die
Infos. Könnte ich noch ihre Nummer haben?“. Janne gab sie ihr und sie beendeten
das Gespräch. „Ich weis nicht. Für mich hört sich das nicht an als wie wenn sie
die Täterin wäre. Außerdem sagt mir das auch mein Gefühl“. „Dann hoffen wir mal
das dich dein Gefühl ausnahmsweise mal im Stich läßt“. „Also, wir geben sie zur
Fahndung raus. Ich bin mal so frei mir das Portraitbild vom Schreibtisch zu
klauen. Außerdem postieren wir einen Wagen vor ihrem Haus. Es bringt nichts
wenn wir alle hier auf sie warten. Aber bevor wir das alles tun versuche ich
sie mal anzurufen“. Sie wählte die Nummer aber es war ausgeschaltet. „OK, gehen
wir“. Als sie gerade die Tür aufmachen wollte klingelte es. „Wir warten bis die
Person gegangen ist“. Es klingelte noch ein mal. Dann war kurz ruhe. Plötzlich
kam ein Zettel durch den Türschlitz geflogen. Steffi hob ihn auf. Sie sind doch von der Polizei. Ich muß ihnen
was mitteilen. Sie machte die Tür auf. „Und das wäre?“. „Ich bin der
Nachbar von gegenüber. Sie sind doch an diesem grausigen Mord dran?“. „Ja. Ich
habe vor 1 Woche gesehen wie dieser Ville und ein anderer Kerl sich vor ihrer
Wohnungstür gestritten haben. Sie hat dann aufgemacht und gemeint sie sollen
aufhören. Ich hätte das vorher schon gesagt aber ich komme gerade erst von
einer Geschäftsreise zurück“. Sie holte ein Foto von Lauri hervor. „Ist das der
andere Mann?“. „Ja, genau das ist der. Hat er was damit zu tun?“. „Danke, sie
haben wirklich geholfen. Haben sie zufällig gehört worum es bei dem Streit
ging?“. „Nur das Ende. Ging um Geld. Dieser Ville hat wohl dem anderen noch was
geschuldet“. „Haben sie vielen Dank“. Dann geh ich mal wieder in meine Wohnung
wenn´s recht ist“. „Gehen sie nur“. „Dann muß sie es sein. Sieht wohl so aus
aber irgendwas sagt mir das da was nicht paßt“. „Ich finde das paßt sehr wohl“.
„OK, kleine Planänderung. Wir fragen die anderen Nachbarn wann sie sie zuletzt
gesehen haben und ob einer von den Jungs dabei war“. Nach der Befragung wußten
sie das Hanna Ahonen vor 2 tagen zum letzten mal gesehen wurde. Ville war nach
diesem Streit den auch andere Nachbarn mitbekommen hatten nicht mehr gesehen
worden. Aber Lauri war an dem abend gesehen worden als er verschwand. „Das kann
doch alles kein Zufall sein“. „Ist nur die Frage wie wir an sie rankommen
sollen. Sie kann überall sein. Wir schreiben sie nach wie vor zur Fahndung aus
aber bis dahin kann es zu spät sein für Lauri. Wir haben schon 16 Uhr“.
„Maximal noch 7 Stunden“. „Eher weniger. In 5 Stunden haben wie eine Leiche und
das dauert doch auch ihn irgendwohin zu transportieren“. Wir machen es so wie vorhin besprochen. Uns
bleibt nichts anderes übrig“.
Matti,
Jussi und Axu saßen immer noch bei Jussi. Inzwischen sind sie von Pizza und
Cola auf Alkoholhaltige Getränke umgestiegen und das nicht zu knapp. Alle waren
schon etwas angeheitert. „Ich würd echt zu gerne wissen was Ranes Schwester
damit zu tun hat“. „Studiert sie Medizin?“. „Keine Ahnung aber muß wohl sonst
hätten sie sie nicht in Verdacht“. Die Tür wurde geöffnet. „Wer ist da?“. „Ich
bin´s natürlich du Idiot. Der einzige der noch einen Schlüssel hat siztz neben
dir“. „Stimmt“, sagte Jussi grinsend. „Was ist hier überhaupt los?“. „Wir
besaufen uns weil uns nichts besseres eingefallen ist. Dann kann ich das Gefühl
betäuben das ich nichts tun kann um Lauri zu helfen“. „Ich glaube aber es
reicht jetzt“. „Ach Spielverderberin“. Er nahm ihren Arm und zog sie zu sich
heran. Axu ich glaube wir sind hier unerwünscht“. „Ich glaub auch“. Tiita
befreite sich wieder aus Jussis armen. „Ihr könnt hier bleiben. Ich bin nur
gekommen um was zu holen. Ich muß nachmal zur Uni“. „Was wieso denn das?“.
„Weil ich noch eine Besprechung mit einer Professorin habe. Keine Ahnung wie
lange das dauert. Tut mir echt leid aber ich habe nicht viel Zeit“. Sie gab
Jussi einen Kuß. „Sauft nicht mehr so viel“. „Jaja“. Sie ging wieder. „He man
ihr leidet beide im Moment ziemlich unter Abwesenheit von euren Freundinnen,
was?“ . „Verlobte“, kam es gleichzeitig von Jussi und Matti. „Ist ja schon gut
und was machen wir jetzt?“. „Was wohl? weitersaufen!“
Ihnen
lief die Zeit davon. Sie hatten Hanna Ahonen zur Fahndung ausgeschrieben. Aber
bisher war weder ein Hinweis eingegangen noch hatte sie sich in ihrer Wohnung
blicken lassen. Es war schon 20 Uhr. „Ich glaube nicht das wir in noch Retten
können“. „Da hast du wohl recht“. Ari war die Türe herein gekommen mit einem
Päckchen in der Hand. „Nein, das will ich einfach nicht glauben“, schrie Hannu
fast. Steffi nahm das Päckchen und öffnete es. Das was sie vermuteten fanden
sie auch darin. Ein Zettel war auch wieder dabei.
Game Over
„Das
darf doch alles nicht wahr sein. Wir wahren so nahe dran“. „Ja, Mico aber wir
müssen den Tatsachen in die Augen sehen“. „Wartet mal da ist noch ein zweiter
Zettel“.
Damit der arme
Kerl nicht so stark verwesen muß, gebe ich euch einen Tip. Ihr findet in auf
Savisaari im Wald mit einer kleinen Überraschung
„Was
denn für eine Überraschung?“. „Werden wir ja dann sehen. Ale verfügbaren Kräfte
werden mobil gemacht. Wir suchen mit Spürhunden“. Es hatte 4 Stunden gedauert
bis sie die Stelle gefunden hatten. „Ist er das?“. „Ja, leider“. „Wie ist er
den gestorben? Er hat keine Einstichwunden“. „Da müssen wir auf den
Gerichtsmediziner warten“. „Und wo ist jetzt die Überraschung?“. „Ich hab bis
jetzt noch nichts entdeckt. Ah, da kommt ja Gunnar“. „Hallo, ist das der
Vermißte?“. „Ja, kannst du uns sagen woran er gestorben ist?“. „Er wurde
offensichtlich nicht erstochen“. „Das sehen wir auch“. „Offensichtliche
Verletzungen zeigt er keine aber wartet mal“. „Und?“. „Jetzt hetzt doch nicht
so“. „Mein Verdacht lautet Vergiftet“. „Vergiftet? Wie kommst du darauf?“. Das
Zahnfleisch hat die charakteristische Farbe für eine Vergiftung. Aber näheres erst
nach der Obduktion. Wurde er schon umgedreht?“. „Nein, wir müßten auf dich
warten“. „Das ist aber nett. Ich meine nur das da vielleicht eine Botschaft
liegen könnte. Und Tatsächlich. Als sie ihn umdrehten kam ein Zettel zum
Vorschein.
Dreht mal eure
hübschen Köpfchen nach oben
„Was
zum Henker?“. „Oh verdammt, das glaub ich nicht!“. Da oben am Baum hing Hanna
Ahonen. „Weso haben wir das nicht vorher gemerkt?“ „Weil es stockfinster ist“.
„Dann können wir sie lang suchen. Hat wahrscheinlich Selbstmord begangen. Erst
Lauri umgebracht und sich dann erhängt“. „Wir sollten sie erst mal da runter
holen“. Das unsicher Gefühl, welches sie die ganze Zeit gehabt hat was die
Schuld von der Toten betraf kamen wieder hoch. „Was denkst du Steffi?“. „Das
mich mein Gefühl wohl wieder nicht im Stich gelassen hat“. „Wieso sie hat doch
Selbstmord begangen“. „Das siehst du von hier unten? Mal ganz langsam mit den
Pferden. Holt sie da runter.
Im
Präsidium herrschte eine getrübte Stimmung. Sie hatten es nicht geschafft und
deshalb sind gleich 2 Menschen gestorben. Alle saßen im Besprechungszimmer aber
keiner Redete. Die Tür wurde geöffnet. „Gunnar? Was hast du für uns?“. „Auf
alle Fälle nicht den Mörder“. „Was? Das kann nicht sein“. „Dürfte ich ausreden.
Hanna Ahonen ist schon seit 2 Tagen Tot. In der Nacht als sie und Lauri
verschwunden ist. Er hingegen ist heute zwischen 17 und 19 Uhr gestorben. An
einer Vergiftung wie ich vermutet hatte und jetzt ratet mal mit was?“.
„Wasserstoffperoxid?“. „Genau“. Hatte eine ganze Menge im Magen“. Das Mädchen
wurde erschlagen. Ist an einem Schädelbasisbruch gestorben. Der Rest später“.
Er ging wieder. „Das bedeutet wir können wieder so gut wie bei null anfangen.
Nicht zu fassen“. Alle sahen sehr bedröppelt dreien. Jarno Mikkeli betrat das Besprechungszimmer.
„Diesmal haben wir was. Reifenspuren, wenn ich was dazu sagen kann gebe ich
bescheid“. “. „Das ist doch was,
danke!“. Der Mann von der Spurensicherung ging wieder. „OK, Anordnung von mir,
ihr geht alle nach hause und schlaft ein paar Stunden. Wir brauchen einen
klaren Kopf. Morgen um 8 Treffen wir uns wieder hier und dann finden wir dieses
Schwein“.
Als sie die Tür öffnete war es dunkel. Matti schien wohl zu schlafen. Sie ging Richtung Schlafzimmer aber kaum hatte sie die Tür geöffnet machte sie sie auch wieder zu. Ihr war eine ziemliche Alkoholfahne entgegengeschlagen. Außerdem schnarchte er das die Wände wackelten. Da würde sie keine Ruhe finden. Sie ging ins Gästezimmer aber da war es auch nicht besser. Die gleiche Alkoholfahne und sogar 2 die Schnarchten. Na hoffentlich haben die keine Dummheiten angestellt in diesem Zustand, in dem sie gestern abend wohl gewesen waren. Sie ging ins Wohnzimmer und legte sich auf das Sofa. Einschlafen konnte sie aber nicht richtig, weil ihr zu viel durch den Kopf ging.
4.Kapitel
Der
Wecker klingelte, aber den hätte es eh nicht gebraucht. Sie hatte viel darüber
nachgedacht wer dieser verdammte Mörder sein konnte. Und wieso hatte Jannes
Schwester dran glauben müssen? Irgendwie hatte sie das Gefühl, daß das auch
nicht geplant gewesen war. Vielleicht war sie auch zu neugierig gewesen? Aber
was genau verband sie mit Lauri und Ville?. Logisch wäre das sie mit einem von
beiden gegangen war. Aber wenn dann noch nicht so lang. Das hätte Jussi früher
oder später mitbekommen. Außerdem wäre sie dann irgendwann in der Clique
aufgetaucht, war sie aber nicht. Sie kannten sie wohl erst sehr kurz. Das war
wohl wahrscheinlich. Plötzlich kam ein lauter Knall aus der Küche der sie aus
den Gedanken riß. Sie ging um nachzusehen was die Ursache für den Lärm war.
„Was soll den das geben wenn´s fertig ist?“. „Mir ist die Tasse aus den Fingern
geflogen. Morgen übrigens“. Er wollte ihr einen Kuß geben aber sie wich zurück.
„He was soll das?“. „Hast du ne Ahnung wie sehr du nach Alkohol stinkst?“. „Oh,
wir haben´s gestern wohl ein bißchen übertrieben. Kommst du gerade von der
Arbeit oder gehst du?“. „Ich gehe. Was machen den die zwei Schnarchnasen
hier?“. „Hä?“. „Juska und Axu? Wart ihr gestern nicht bei Jussi?“. „Ja, aber
wir sind nochmal fort und hierher war am nächsten. Die beiden wollten nicht
mehr nach hause“. „Und an mich habt ihr natürlich nicht gedacht?“ . „Irgendwie
kann ich dir heute morgen noch nicht so gut folgen“. „Ich habe auf dem Sofa
geschlafen“. „Wieso den das?“. „Weil du die Wände zum wackeln gebracht hast und
wie gesagt deine Alkoholfahne. Ist aber nicht so schlimm, weil ich kein Auge
zubekommen habe“. „Ihr habt den Mörder gestern doch hoffentlich geschnappt?
War´s Ranes Schwester? Muß wohl“. „Nein, sie war´s nicht obwohl ziemlich viel
dahin gedeutet hat. Wir waren uns ziemlich sicher gewesen haben uns aber wieder
mal geirrt“. „Verdammt. Was bedeutet das?“. „Das wir weiter suchen müssen.
Deshalb muß ich jetzt auch los“. Sie ging und lies ihn in der Küche stehen. Sie
hatte es einfach nicht übers herz gebracht ihm die Wahrheit zu sagen. Er würde
es noch früh genug erfahren.
„Wir
müssen eine Pressekonferenz geben“. „Ich weis aber diese wird um einiges
unangenehmer werden als die letzte. Sagen wir 11 Uhr?“. „Ist gut. Wer macht
das?“. „ich natürlich. Mich wagen die nicht so auseinander zu reißen“. „Also
wir können das auch!“. „Das weis ich aber ich bin auch der leitende Ermittler
in dem Fall“. „OK, was machen wir jetzt?. Die Eltern der beiden sind doch schon
verständigt?“. Ja, ich habe vorhin mit den Kollegen aus Lahti und Helsinki gesprochen. Sie haben
die Eltern informiert und sind auf dem Weg hier her. Man braucht 4 – 5 Stunden
mit dem Auto, das bedeutet sie müßten jede Minute hier sein“. Es klopfte an die
Tür. „Herein“. Pavoo Rantanen stand in der Tür. „Die Eltern sind hier“. „OK,
schick sie hier her“. Er ging wieder. Fünf Minuten später klopfte es wieder.
„Ja“. Pavoo kam herein mit den Eltern von Hanna und Lauri. Janne war auch
mitgekommen. „Wir glauben das nicht, wir wollen sie sehen“. „Erst mal möchte
ich ihnen mein herzliches beileid aussprechen. Wir haben wirklich alles getan
was wir konnten um das zu verhindern“. „Schnappen sie diesen Verrückten
einfach, jetzt möchten wir aber unsere Kinder sehen“. „OK, ich bringe sie hin.
Paavo du kannst gehen“. Alle schwiegen auf dem Weg zur Gerichtsmedizin. „Soll
ich“, fragte der Gerichtsmediziner. Steffi nickte. Er zog das Tuch von den
Gesichtern von Lauri und Hanna“. Frau Ahonen entfuhr ein Schrei. Ihr Mann mußte
sie stützen. Frau Hakola brach in Tränen aus. „Wieso? Wieso mein Junge. Was hat
er den getahn?“. „Frau Hakola. Ich weis wie schwer das ist für sie. Ich habe
auch schon einen geliebten Menschen auf grausame weise verloren. Glauben sie
mir ich tue nichts ungelassen um diesen Verrückten zu schnappen. Wir haben
bisher auch noch kein Motiv gefunden was jemanden veranlaßt hat das zu tun.
Aber wir reden besser in meinem Büro weiter. Kommen sie“.
Sie
waren zurück im Büro von Hauptkommissarin Jarvilehto. „Aber sie müssen doch
irgend einen Anhaltspunkt haben warum das passiert ist?“. „Das einzige was wir
wissen ist das der Täter rächen will. Allerdings wissen wir nicht für was“.
„Das ist doch absurd“. Janne hatte sich zum ersten mal zu Wort gemeldet. „Wer
sollte sich an Ville, Mari, Lauri und Hanna rächen wollen. Kann mir nicht
vorstellen das die irgend etwas angestellt haben was jemand dazu bringen
würde“. „Wir müssen da auch Mari und Hanna ausklammern. „Die Rache galt wohl
nur Ville und Lauri. Mari und Hanna waren zur falschen Zeit am falschen Ort.
Der Täter ist nicht zimperlich zu morden. Er scheint alles dafür zu tun das
sein Plan aufgeht. Ich werde nicht eher ruhen bevor wir ihn haben“. „Ich weis,
Matti hat mir erzählt das es keine bessere Ermittlerin gibt und ich glaube ihm.
Ich wünschte ich hätte das irgendwie verhindern können“. „Woher solltest du den
wissen das so was passiert. Matti weis übrigens noch nichts. Ich konnt´s ihm
heute morgen nicht erzählen. Es weis noch niemand außer der Polizei und den Menschen
in diesem Raum. Wir geben nachher eine Pressekonferenz“. Frau Hakola, hat ihr
Sohn vielleicht irgend etwas von einer neuen Freundin erzählt? Wir wissen
nämlich nicht in welcher Beziehung er mit Hanna stand. Oder weis sonst jemand
etwas?“. Alle Schüttelten den Kopf. „Wissen sie mein Sohn erzählt mir nicht
mehr alles aber ich hatte den Eindruck das er glücklich wirkte , als ich mit
ihm das letzte mal telefoniert habe. Könnte schon sein“. „Haben sie noch irgend
welche Fragen?“. „Ja, wann können wir sie beerdigen?“. „Sobald sie von der
Gerichtsmedizin freigegeben wurden. Das kann aber noch etwas dauern. Ein paar
tage ist normal, weil wir wirklich gründlich arbeiten müssen um nichts zu
übersehen. Wir werden sie benachrichtigen“. „Das dachte ich mir. Wir sind
vorerst im Cumulus“. Sie gingen bis auf Janne. „Ist Matti bei euch zuhause?“.
„Ich denke schon. So schnell wird der kein Bein vor die Tür setzten. Haben
gestern Frustsaufen gemacht. Ich kann´s ja verstehen. Jussi uns Axu sind
wahrscheinlich auch noch da. Willst du hin? Du weist die wissen von nichts“.
„Ich wird´s ihnen sagen“. „Bist du dir da sicher? Ich halte das für keine gute
Idee“. „Es kommt doch so oder so raus. Außerdem brauche ich jemand zum reden“.
„OK, du weist ja wo“. „Ja, bis später“. Janne ging. Sie mußte jetzt so langsam
mal die Pressekonferenz vorbereiten.
Es
klingelte an der Tür. Matti drehte sich um und drückte das Kissen auf´s Ohr. Er
hatte keine Lust zum Aufstehen. Es klingelte wieder. Matti rührte sich nicht.
Die Klingel ging wieder diesmal ziemlich penetrant. „Ist ja schon gut, ich
komme. Wehe es ist nichts wichtiges“. Er machte die Tür auf und sah den
Besucher erstaunt an. „Habe ich dich aus dem Bett geworfen? Tut mir leid.
Dürfte ich reinkommen?“. Matti ging zur Seite. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Was
machst du denn hier?“. „Nette Begrüßung aber ich bin aus einem traurigen Anlaß
hier. Steffi hat mir gesagt das ihr noch nichts wißt“. „Von was redest du?“.
„Das wüßten wir auch gerne“. Axu und Jussi standen plötzlich in der Türe.
„Erstmal Hallo ihr beiden. Man ihr müßt aber ordentlich gebechert haben so wie
ihr stinkt“. „Schon so nette Komplimente früh am morgen. Danke. Was führt dich
nun her?“. „Wie gesagt keine schöne Sache. Die Polizei hat Lauri und Hanna
gefunden?“. „Wie gefunden. Sie haben es geschafft? Das ist ja klasse!“. „Nein,
Jussi haben sie nicht“. „Wie was meinst du?“. „Sie haben ihn gefunden aber
...“. Die Stimme versagte ihm und er bekam Tränen in die Augen. „was, was
willst du damit sagen?“. „Nein, sag das daß nicht wahr ist!“. Das haben wir
gleich. Matti nahm sein Handy und rief Steffi an. „Stimmt das was Janne sagt?“.
„Ja, leider“. „Warum hast du heute morgen nichts gesagt?“. „Meinst du
vielleicht das läßt mich kalt? Mir geht das sehr nahe und ich hab´s einfach
nicht fertig gebracht es dir zu sagen, tut mir leid“. „Ist ... ist schon gut“.
„Können wir später darüber reden? Am Telefon bringt das eh nichts. Wenn ihr
wissen wollt was passiert ist. Um 11 gibt es eine Pressekonferenz“. „OK, hab
dich lieb“. „Ich dich auch“. „Es stimmt also?“, schrie Jussi. Matti konnte
nichts erwidern. Jussi rannte in der Wohnung herum und fluchte. Auf einmal
blieb er abrupt stehen, sank auf den Boden und heulte. Matti ging zu ihm und
nahm ihn in den Arm. Auch er konnte die Tränen kaum noch zurückhalten. Es dauerte einige Zeit bis sich alle wieder
beruhigt hatten. „Das ist alles so grausam. Ich kann das gar nicht fassen“.
Alle nickten zustimmend. „Was hat deine Schwester damit zu tun, das habe ich
noch nicht verstanden?“. Janne lies ein paar Sekunden verstreichen bevor er
antwortete. „Sie ist auch tot“. „Was???. Aber das verstehe ich nicht. Wie?
Wieso?“. „Ich verstehe das selber nicht so ganz“. Er war den Tränen nahe. „Die
Polizei vermutet, das sie seine Freundin war und wie Mari bei Ville in die Quere
gekommen ist. Der Witz an der ganzen Sache ist doch das sie unter Verdacht
stand sie könnte die Mörderin sein“. „Das wird ja alles immer schöner. Ich
weigere mich das einfach alles zu glauben. Ich kann nicht mehr einfach dasitzen
und zusehen wie ein Freund nach dem anderen abgemurkst wird. Tut mir natürlich
auch leid wegen deiner Schwester“. „Ist schon gut. Was schlägst du vor Juska?
Die Polizei weis sicher mehr als wir und die haben den Täter auch noch nicht
geschnappt“. „Keine Ahnung aber mir fällt schon noch was ein“. „Also Brüderchen
mir gefällt das ganze auch nicht aber das hat keinen Sinn“. „Du willst also
lieber hier sitzen und Däumchen drehen?“. „Natürlich nicht aber ich habe
Vertrauen in meine Verlobte und du bringst dich sonst nur in Schwierigkeiten“.
„Ich werde irgend was machen , keine Ahnung was aber mir fällt schon was ein“.
„Also, ich brauch erst mal eine Dusche und ihr auch. Janne du kannst dich am
Kühlschrank bedienen wenn du willst, ich bin gleich zurück“. Er ging ins Bad.
„Ich glaub er hat recht. Ich bringe dich nach hause. Bleibst du hier Janne?“.
„Ja, geht nur“. Jussi uns Axu gingen. Janne saß im Sessel und starrte vor sich
hin.
Wieso kamen ihr eigentlich immer irgendwelche Frauen in die Quere? Es ging ja nochmal gut aber sie mußte aufpassen. Sie würde erst wieder zuschlagen wenn absolut keine Gefahr bestand. Sie hätte gerne das Gesicht von Hauptkommissarin Jarvilehto gesehen als sie ihre Verdächtige Tot am Baum hängend vorfand. Aber leider war das Risiko zu groß gewesen sich dort aufzuhalten wegen den Spürhunden. Sie wußte schon wer als nächstes dran war. Sie hatte überlegt eine Person ihrer Liste hinzuzufügen, die mit der eigentlichen Sache gar nichts zu tun hatte. Es würde ihr große Freude bereiten. Mal sehen .....
Die
Pressekonferenz war eine Katastrophe gewesen. Nicht weil die Journalisten einen
zerrissen hätte. Hauptkommissarin Jarvilehto war Ohnmächtig geworden und vom
Stuhl gefallen. Hauptkommissar Ari Ylönen hatte übernommen aber die Aufregung
war groß gewesen. Hauptkommissarin Jarvilehto war bei den Presseleuten
angesehen und man wußte es gibt niemand der Zäher ist und mehr Kraft
hineinsteckt ein Verbrechen aufzuklären als sie. Dieser Schwächeanfall wurde
als Zeichen gesehen das es sehr anstrengende und zähe Ermittlungen waren. Ari
Ylönen hatte wirklich mühe die Presse unter Kontrolle zu halten. Am Ende hatte
er alles gesagt was sie an die Presse weitergeben konnten und darum gebeten das
alle die etwas wüßten das mit einer der 4 Personen zusammenhing der Polizei zu
melden. Dann Beendete er die Pressekonferenz.
„Steffi
alles klar?“. „Ja, man mir geht´s gut“. „Das sah vorhin aber anders aus?“.
„Hannu was ist?“. Er hatte angefangen zu grinsen. Er beugte sich vor und
flüsterte ihr etwas ins Ohr. „Ich glaube du hast sie nicht mehr alle. Das geht
dich gar nichts an“. Du bist in kürzester zeit zwei mal in Ohnmacht gefallen
und hast zwei mal gespuckt“. „Und?“. Ari und Mico gingen gerade ein Licht auf.
„Gratuliere“. „Was? Hier gibt´s nichts zu gratulieren“. „Wir wissen alle das
dich so schnell nichts umhaut“. „Ihr seid doch alle verrückt“. In dem Moment
kam Matti hereingestürmt. „Alles klar mit dir Schatz“. Er machte ein sehr
besorgtes Gesicht. „Ja, alles klar“. „Irgend was stimmt doch nicht. Du fliegst
doch sonst nicht so einfach um“. „Über leg doch mal Brüderchen“. „Hannu halt
endlich die Klappe. Würdet ihr so freundlich sein und alle aus meinem Büro
verschwinden?“. „Oh, werden wir aggressiv. Noch ein Anzeichen für....“.
„RAUS!“. Das ließen sie sich nicht zwei mal sagen. „Bist du schwanger?“.
„Nein“. „Wie sicher ist das nein?“. „Ich weis es einfach, OK?“. „Nein nicht OK.
Wann hattest du zuletzt deine Tage?". „Keine Ahnung“. „Du hast doch
bestimmt ein Terminkalender wo das drin steht“. Steffi holte widerwillig den
Kalender hervor und blätterte darin. „Oh“. „Was bedeutet dieses ‘oh‘ ?“. „Das
ich 2 Wochen drüber bin aber das kann doch nicht sein. Wieso habe ich das nicht
gemerkt?“. Aber sie bekam keine Antwort sondern einen leidenschaftlichen Kuß.
Sie war völlig überrumpelt. „Aber, ich versteh das immer noch nicht?“. „Freust
du dich denn nicht?“. „Doch natürlich, aber ich muß das erst mal verarbeiten.
Ist noch nicht im Kopf angekommen“. „Du weist das ich dich über alles Liebe.
Wir wollten doch Kinder auch wenn das ein bißchen Früher ist als geplant. Ich
weis du hast viel zu tun aber schaffst du´s trotzdem mal zum Arzt?“. „Irgendwie
bekomme ich das schon unter. Ich glaub das immer noch nicht... im positiven
Sinne“. „Ich werde mal dann gehen und dich nicht weiter bei der Arbeit stören“.
Aber bevor er ging gab er ihr noch mal einen Kuß.
Er hatte heute
Nacht einen Alptraum gehabt, aber er konnte sich nicht mehr richtig erinnern.
Irgend etwas schreckliches war passiert. Aber das hatte doch sicher nur mit den
jüngsten Ereignissen zu tun. Irgend etwas sagte ihm doch das da mehr war. Ville
und Lauri kamen auch in seinem Traum vor, daran hatte er sich erinnert. An den
Rest konnte er sich ich nicht gut erinnern. Nur das sie jünger gewesen waren.
War er auch im Traum aufgetaucht? Er wußte es nicht. Wenn das aber doch etwas
zu bedeuten hatte? Sollte er zur Polizei gehen? Aber das war doch nur ein
blöder Traum gewesen. Er beschloß das ganze zu vergessen.
„Wann
ist eigentlich die Beerdigung von Ville und Mari?“. „Morgen um 13 Uhr. Das wird
bestimmt echt schlimm. Eine menge Leute werden da sein“. „Steffi und die
anderen Polizisten auch?“. „Ich weis das sie gerne kommen würde, aber es ist
wichtiger diesen Verrückten zu schnappen“. „Kommen nicht oft die Täter zu den
Beerdigungen der Opfer?“. „Keine Ahnung. Ich glaube nicht, das man diese ganzen
Krimiserien mit der Realität vergleichen kann. Möglich ist es schon aber wie
willst du bei der Menge an Leuten den Täter herausfischen?“. „Man braucht ja
nur die zu finde, die unbekannt sind. Also keine Freund, Bekannte etc.“. „Woher
willst du wissen das es ein Fremder ist?“. „Wer denn sonst?“. „Also, ich glaube
das eher nicht. Irgend eine Verbindung gibt es da doch“. „Irgend eine Idee?“.
„Nein, natürlich nicht“. „Wie lang willst du eigentlich bleiben? Wo sind Tiia
und Mico eigentlich?“. „In Lahti. Ich wollte Mico da weit weg von haben. Wie
lang ich noch bleibe weis ich nicht. Spätestens wenn wir Hanna mitnehmen
können“. Janne machte ein sehr betrübtes Gesicht. „Aber zum Glück gibt´s ja
auch noch gute Nachrichten“. „Ja, ich kann das noch gar nicht glauben. Keine
Ahnung was da auf mich zukommt aber ich freue mich darauf“. „Glaub mir das ist
das beste was die je passieren wird“. Er klopfte Matti auf die Schulter. „OK,
ich muß mal an die frische Luft. Kommst du mit?“. „Ja, gute Idee“.
Es
kamen einige Hinweise ein aber bisher nichts das weiterhalf. „Das gibt´s doch
nicht“. „Der Täter macht eben keine Fehler“. „Aber jemand muß doch irgendwas
gesehen haben“. „Ich glaube der Täter hat die Opfer persönlich gekannt, das
macht es einfacher sie in eine Falle zu locken und für den Außenstehenden ist
das normal beide zusammen zu sehen“. „Ja, aber dann müßte doch jemand trotzdem
die beiden gesehen haben“. „Du vergißt, daß das menschliche Gehirn nur sehr
wenig bewußt war nimmt. Überleg mal wie viele unterschiedliche Zeugenaussagen
wir bekommen wenn einer älteren Frau die Handtasche geklaut wird?“. „Ja, da ist
was dran“. In dem Moment klingelte das Telefon. „Hauptkommissarin Jarvilehto?“.
„Ich habe da was zu den Morden zu sagen. Keine Ahnung ob ihnen das
weiterhilft“. „Alles hilft uns, also bitte“. „Nun ja, ich habe in der Nacht als
der erste Mord passiert ist, das Opfer gesehen“. „Wann?“. „Um 22 Uhr, ich bin
nach Hause gefahren. Ich habe ihn nur aus dem Augenwinkel gesehen und gar nicht
Richtig war genommen. Mir ist das gerade eben wieder eingefallen. Tut mir leid,
aber ich bin ein alter Mensch. Sie wissen, das Gedächtnis“. „Das ist schon OK.
Wo genau war das?“. „Er ist die Haapaniementie entlang gelaufen“. „Das ist eine
wichtige Information, danke. Können wir kurz bei ihnen vorbeikommen um die
Aussage aufzunehmen?“. „Gerne, ich bin zuhause“. Er gab ihr seine Adresse. „Ok,
wir fahren da mal hin. Endlich tut sich was“.
Sie
waren bei dem älteren Herrn gewesen um die Aussage aufzunehmen und fuhren dann
weiter in die Haapaniementie. Seine Schwester Mari hatte er leider nicht
gesehen. Sie fingen an Leute in der Nähe zu befragen aber dabei kam nichts
heraus. Die Gegend war ein Park und da standen keine Wohnhäuser. Sie wollten
schon gehen als Hauptkommissarin Jarvilehto aus dem Augenwinkel etwas bemerkte.
Sie ging darauf zu. Es war ein Penner der sich vor ihnen im Gebüsch versteckt
hatte. Er wich zurück. „Hallo, wir wollen ihnen nichts tun sondern nur eine
Auskunft“. „Ich weis von nix“. Sie griff in ihren Geldbeutel und holte 20 Euro
heraus. Hören sie. Wir suchen nach einem Mörder und wir wollen nur wissen ob
sie einen von diesen Personen gesehen haben“. Sie zeigte ihm die Fotos. „Ich
habe keine Ahnung von nix“. Sie gab ihm die 20 Euro. „Jetzt mehr Ahnung?“. „Ich
sagte doch...“ Sie gab ihm nochmal 5 Euro. „Also den da, den habe ich gesehen
und die da auch“. „Wo und wann?“. „Das muß vor ein paar tagen gewesen sein aber
ich weis nicht wann. Keine Ahnung was heute für ein Tag ist. Der Typ ist ziemlich
zielstrebig gelaufen und die andere ist ihm nachgeschlichen. Er ging da vorne
um die Ecke. Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß. Ich habe ihn aus den Augen
verloren“. „Die anderen beiden haben sie nicht gesehen?“. „Nein leider nicht
aber mir ist da gerade noch was eingefallen“. „Was?“. „Jetzt ist es mir wieder
entfallen“. „Sie gab ihm nochmal 5 Euro. „Also, ich habe gesehen wie sie in das
erste Haus da vorne ist“. „Danke sie haben uns sehr geholfen“. „Immer zu
Diensten“.
Sie
gingen zu dem besagten Haus. „Am besten wir klingeln einfach mal bei jemandem“.
„Super Einfall Hannu. Dann mach mal“. Er drückte auf die unterste Klingel. „Ja,
wer ist da?“. „Hallo. Wir sind von der Polizei. Wir möchten sie nur kurz was
fragen“. „Das kann ja jeder behaupten“. „Ich schmeiße meinen Ausweis in den
Briefkasten und sie können bei der Polizei anrufen ob es mich wirklich gibt“.
„Ist ja schon gut“. Die Tür öffnete sich. Sie gingen hinein. Die Wohnungstür
war gleich neben der Treppe. Es stand eine ältere Frau in der Türöffnung und
blickte sie aus einer Mischung von Neugier und Mißtrauen an. „Hallo, ich bin
Hauptkommissarin Stephanie Jarvilehto. Das sind meine Kollegen. Es geht um die
Morde von denen sie sicher schon gehört haben. Können sie mir sagen ob sie
einen von den Opfern hier gesehen haben?". „Nein, das hätte ich doch schon
längst gemeldet“. „Es ist so das jemand gesehen hat wie eines der Opfer hier
ins Haus ist in der Mordnacht. „Wann war das? Als dieser Junge und seine
Schwester ermordet wurden?“. „Ja, genau“. „Tut mir leid aber ich habe nichts
gehört“. „Ist ihnen irgend etwas komisch vorgekommen? Uns kann jedes Detail
helfen. Hat vielleicht jemand draußen geredet?“. „Nein, warten sie da war
etwas. Jemand hat geklingelt und zwar jede Klingel. Aber bevor ich reagieren
konnte war die Tür auch schon auf. Jemand wollte wohl gerade das Haus
verlassen. Ich habe nur ein ‘hoppla‘ gehört und jemand ging die Treppen
ziemlich schnell hinauf. Als ich durch den Spinnt geschaut habe war die Person
weg“. „Sie haben nicht zufällig gesehen wer da nach draußen ist?“. „Könnte der
Herr Huuskonen aus dem ersten Stock gewesen sein aber ich bin mir nicht
sicher“. Danke, sie haben uns sehr geholfen“. Sie gingen in den ersten Stock.
„Da Matti Huskonen“. Hannu klingelte. „Ja, wie kann ich helfen“. „Hallo ich bin
Wachtmeister Hannu Hautamäki. Wir haben von ihrer Nachbarin gehört, das sie vor
ein paar tagen mit einer jungen Frau zusammen gestoßen sind an der Haustür. Das
war eine der Opfer in diesem Mordfall. Können sie uns etwas dazu sagen?“. „Ja,
stimmt. Jetzt erinnere ich mich wieder. Sie hat mir die Tür fast ins Gesicht
geknallt, aber Richtig gesehen habe ich sie nicht. Sie war die Treppe
hochgerannt bevor ich überhaupt wußte was los war. Ich hatte keine Ahnung. Das
ist echt schlimm“. „Sie brauchen sich keine Vorwürfe machen. Haben sie in
letzter zeit vielleicht irgend etwas ungewöhnliches bemerkt?“. „Nein, leider
nicht. Obwohl ich habe am Tag später gesehen wie jemand 2 ziemlich große
aufgewickelte Teppiche herunter getragen hat“. „Wer hat die getragen?“. Ein
paar Männer von einem Umzugsunternehmen. Es wurden auch ein paar andere Sachen
heruntergetragen“. Haben sie jemand gesehen der nichts mit dieser Firma zu tun
hatte?“. „Nein, leider nicht“. „Ich habe einen der Männer gefragt wer den
auszieht. Er meinte Frau Häkkinen aus dem 3. Stock. Ich fand das ungewöhnlich,
den ich habe noch nie etwas von dieser Frau gehört. Ich habe auch nicht gewußt
das die Wohnung wieder vermietet worden war. Das ist die Wohnung rechts oben.
Ich kenne den Vermieter allerdings nicht. Das sind eigentlich
Eigentumswohnungen. Die Wohnung hat jemand gekauft und einfach vermietet“.
„Danke, sie haben uns sehr geholfen. Können sie uns noch den namen dieser Firma
sagen?“. „Das freut mich. Ich hoffe sie bekommen den Kerl. Die Firma hieß
Tikkurila Oy“. Er ging wieder in seine Wohnung. „Wenn ich das mal nicht einen
großen Fortschritt nenne“. „Dann laßt uns mal in der Wohnung nachsehen“. Sie
gingen nach oben in den 3.Stock. Da ist kein Namensschild“. „Ist mir unten auch
nicht aufgefallen. So ein Name springt einem ins Auge“. Sie klingelten aber
niemand öffnete. „Nun?“. Steffi holte ihr Handy heraus und rief in der Zentrale
an. Könnt ihr mal versuchen herauzufinden ob eine Frau Häkkinen in der
Hermanninaukio 3 gemeldet ist. Wenn nicht Versucht herauszufinden wo die
abgeblieben ist“. „Verstanden“. „Und was machen wir jetzt?“. „Uns einen
Dursuchungsbefehl besorgen und diese Umzugsfirma anrufen“.
Sie
hatten den Durchsuchungsbefehl bekommen. Von der Umzugsfirma haben sie erfahren
das die Frau wollte, das sie alles auf den Schrottplatz bringen bis auf die 2
Teppiche. Ein junger Mann habe sie abgeholt. Die Frau war nie erschienen. Sie
hatte alles Telefonisch abgewickelt. Der Beschreibung nach könnte es Lauri
gewesen sein. „Aber das machte doch keinen Sinn. Wieso sollte er das tun?“.
Steffi antwortet nicht. Sie war tief in ihre Gedanken versunken. „Doch, es gibt
eine Möglichkeit“. „Und die wäre?“. „Erpressung“. „Was denn für eine
Erpressung?“. „Vielleicht hatte der Mörder Hanna in seiner Gewalt und gedroht
wenn er nicht macht was ihm gesagt wird geht es ihr an den Kragen. Aber jetzt
laß uns erst mal diese Wohnung durchsuchen“. Sie standen wieder vor dem
Reihenhaus. Sie hatten auch den Vermieter angerufen und der hatte behauptet die
Wohnung nicht weitervermietet zu haben. Er wartete schon vor der Wohnung auf
sie. „Hallo. Danke, das sie so schnell kommen konnten“. „Keine Ursache“. Er
schloß die Wohnung auf. Sie war komplett leer geräumt. „Wie sah sie denn aus,
als sie die Wohnung zum letzten mal gesehen haben?“. „Viel stand nicht drin. Er
hat gemeint er bräuchte das Zeug nicht mehr und der Nachmieter kann die Möbel
behalten. Wenn nicht gewünscht läßt er sie auf seine Kosten entsorgen. Er hat
im Lotto gewonnen müssen sie wissen“. „Haben sie eine Anzeige aufgegeben?“.
„Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen. Aber woher wußte der Täter das die
Wohnung frei geworden war?“. „Das ist eine gute Frage. Die Spurensicherung wird
gleich kommen. Sie können gerne gehen aber dann brauchen wir einen Schlüssel“.
„Ich stehe ihnen sicher doch nur im Weg. Außerdem Klauen kann man ja eh nichts
mehr. Ich werde ihnen den Schlüssel überlassen“. Kaum war er gegangen traf die
Spurensicherung ein. „Hallo. Ich möchte das ihr jeden cm der Wohnung unter die
Lupe nehmt. Da muß doch was zu finden sein“. „Wir werden unser bestes tun“.
„Danke, Jarno, ich weis das zu schätzen. Wir stehen halt ein bißchen unter
Zeitdruck“. „Sobald ich was habe melde ich mich“. „Gut, bis dann“.
Hauptkommissarin Jarvilehto und die anderen Kommissare gingen zurück ins
Präsidium. Die Befragung der restlichen Nachbarn hatte nichts neues zu tage
gefördert.
„Hallo,
schatz bist du da?“. „Ich bin am Eßtisch“. „Na was machst du denn da?“. „Ein
bißchen im Internet surfen. Du kommst gerade richtig. Ich habe hier einen Artikel
auf Englisch den ich nicht so richtig verstehe und für jemand der Englisch
studiert dürfte das doch kein Problem sein“. Tiita schmunzelte. „Also, so
schwierig ist Englisch echt nicht wenn man sich mal richtig damit beschäftigt.
Laß mal sehen“. Sie laß sich den Artikel durch. „Was willst du denn damit?“.
„Irgend was muß ich ja tun. Ich kann nicht einfach nur so dasitzen“. „Ich glaub
nicht das es besonders Hilfreich ist wenn du anfängst Detektiv zu spielen. Das
ist der Job deiner Schwägerin, der übrigens nicht ganz ungefährlich ist falls
du das vergessen haben solltest Juska“. „Schau mich nicht so an, ich weis was
ich tue“. „Nein, das weißt du eben nicht!“. „Du wirst mich nicht davon
abbringen“. „Wetten doch“. Sie beugte sich zu ihm rüber und gab ihm einen
leidenschaftlichen Kuß. „Hmm....spatz nicht jetzt“. Er befreite sich aus ihrer
Umarmung. „Muß ich Steffi anrufen damit sie dir die Leviten ließt?“. „Mach was
immer du willst, ich muß jetzt gehen“. Er schnappte sich seinen Autoschlüssel,
gab Tiita im vorbeigehen einen Kuß und verließ die Wohnung.
Sie
waren gerade dabei alle Informationen die sie gesammelt hatten zusammen zu
tragen, als ein Handy klingelte. „Ich glaub das ist deins“. Steffi nahm das
Gespräch an. „Ja?“. „Hallo, ich bin´s Tiita. Ich wollt dir nur sagen, daß dein
Schwager völlig durchdreht. Er meint er müsse Detektiv spielen“. „Was genau hat
er vor?“. „Genau, weis ich es auch nicht. Er hat im Internet ein bißchen
recherchiert von wegen Tips für den Laien“. „Oh man, ich habe gewußt das so was
passiert aber eigentlich hat er ja auch gar nichts in der Hand wo er sich mit
in Gefahr bringen könnte. Ich rede mit ihm keine Sorge“. „Gut, auf mich hat er
nämlich nicht gehört und die Ablenkungsmethode hat auch nicht funktioniert“.
„Oh, dann nehme ich ihn mir besser gleich vor. Eine Ahnung wo er hin ist?“.
„Nein“. „Gut, ich kümmere mich drum aber jetzt muß ich auflegen“. „Ist gut, man
sieht sich“. Ihre Kollegen sahen sie verwundert an. „Hab ich das richtig
mitbekommen, mein Brüderchen versucht unseren Job zu machen?“. „Ja, aber damit
habe ich gerechnet. Er hat 2 von seinen besten Kumpels verloren“. „Und was hast
du nun vor dagegen zu tun?“. Sie antwortete nicht, sondern nahm ihr Handy.
„Hallo Masa, wo bist du gerade?“. „Wir waren etwas spazieren an der frischen
Luft und sind jetzt im Rosso. Was gibt´s?“. „Dir ist nicht zufällig dein Bruder
über den Weg gelaufen?“. „Ich nehme an du meinst Juska. Nein, wieso?“. „Weil es
besser wer er hätte einen Babysitter“. „Was hat er angestellt?“. „Noch nichts,
aber er versucht meinen Job zu machen“. „Ach herrje. Wir versuchen ihn mal
aufzustöbern. Wenn wir ihn gefunden haben binden wir ihn an einen Stuhl fest,
dann kann er nichts mehr machen“. „Das ist Freiheitsberaubung. Ich bin sicher
dir fällt da was besseres ein“. „Kannst du nicht mal ein Auge zudrücken“.
„Nein, also meld dich wenn ihr in habt OK?“. „Können wir ein paar Spürhunde
haben, dann geht´s schneller“. „Matti ich hab jetzt keine Zeit für solche
Witze. Ich muß auflegen. Hab dich lieb“. „Ich dich auch“. Sie probierte Jussi
anzurufen aber der ging nicht ran sondern die Mailbox. „Jussi, hier ist deine
Schwägerin. Es wäre besser wenn du uns den Job machen lassen würdest, wir
wissen was wir tun. Es bringt niemandem etwas wenn du dich auch noch in Gefahr
begibst. Denk mal an Tiita, die macht sich sorgen um dich. Meld dich bitte.
Tschuß“. Es klopfte an die Tür. „Ja?“. „Hallo Steffi. Entschuldige die Störung
aber da ist ein junges Mädchen das dich unbedingt sprechen will. Es hat aber
nichts mit dem Mord zu tun. Sie sagt sie bräuchte die beste Ermittlerin die es
gib´t sagt aber nichts genaueres“. „OK, ich komme wir sind hier eh fertig“. Sie
gingen nach vorne zur Rezeption. Da stand ein junges Mädchen und als sie sie
kommen sah fing sie an zu lächeln. „Hallo. Wie kann ich dir helfen?“. „Ich muß
jemanden finden und da ich mir keinen Privatdetektiv leisten kann dacht ich mir
ich geh zur Polizei dein Freund und Helfer“. „Das ist schön, das du das denkst.
Wenn vermißt du denn?“. „Ich vermisse niemanden. Ich kenn die Person nicht aber
ich muß sie finden“. „Wie wär´s wenn du mir jetzt mal genau sagst was los ist“.
„Ich suche meinen Papa, meinen richtigen“. „Oh, ich verstehe. Aber ich glaube
die im Jugendamt können dir da besser helfen“. „Nein, da war ich schon. Die
wissen nicht wer mein Papa ist“. „Deine Mutter kannst du nicht fragen?“. „Die
ist kurz nach meiner Geburt gestorben. Ich wohne in einem Heim“. „Das tut mir
leid. Weist du wir haben gerade mächtig viel zu tun. Du hast bestimmt davon
gehört“. „Ja ich weis. Sie schnappen ich bestimmt. Aber dann haben sie doch
zeit und können mir helfen. Ich habe hier diesen Brief. Das ist alles was ich
von meiner Mutter besitze“. Sie reichte ihr einen ziemlich zerfledderten Brief.
„Weist du was. Ich mach mir da mal eine Kopie davon aber wirklich damit
befassen kann ich mich erst später damit. Wie heißt du eigentlich?“. „Sari
Vikkula, und ich bin 10 Jahre alt“. „Gut, komm mit“. Sie machte eine Kopie des
Zettels und gab dem Mädchen eine Cola. „So, jetzt mußt du aber wirklich gehen.
Mach dir mal keine sorgen, wir bekommen das schon heraus“. „Da bin ich mir
sicher“. Sie umarmte die Hauptkommissarin und ging. „Da scheint dich ja jemand
ins herz geschlossen zu haben“. „Klappe, Hannu“. „Was wollte sie denn nun?“.
„Ist jetzt nicht wichtig, wir müssen einen Mörder fassen. Du gehst jetzt schön
noch mal alle Aussagen durch, vielleicht haben wir was übersehen“. Hannu zog
grummelnd von dannen. Sie ging in ihr Arbeitszimmer. Erst wollte sie die Kopie
des Briefes in die Schublade legen, aber dann überwältigte sie doch die
Neugier.
Hallo meine
liebe Tochter,
wenn du das
liest werde ich nicht mehr leben. Es tut mir leid dich so im Stich gelassen zu
haben, aber ich konnte einfach nicht mehr weiterleben. Ich bin mir sicher du
bist eine starke Person und schaffst es auch ohne mich zurecht zu kommen. Ich
weiß, das ist feige aber du hast es besser ohne mich. Falls du dich fragen
solltest wer dein Vater ist kann ich dir das leider nicht genau sagen und ich
will auch nicht, das du ihm je begegnest also such erst gar nicht nach ihm. Er
ist Abschaum genauso wie seine feinen Kumpels. Bitte Verzeih mir!
Deine
Mutter
Also
wenn sie den Text richtig interpretierte, dann wird’s sehr schwer den Vater zu
finden. Hörte sich nach einer Vergewaltigung an. Vielleicht gibt´s ja irgendwas
in den Archiven aber es mußte warten. Sie stand auf und ging um das weitere
Vorgehen mit den Kollegen zu besprechen.
Der
restliche Tag brachte leider keine weiteren Erkenntnisse. Die Spurensicherung
hatte kein Glück gehabt. Es war alles fein säuberlich geputzt worden. Es wurden
keine Fingerabdrücke noch DNA in irgend einer Form gefunden. Es war sehr
frustrierend. Hauptkommissarin Jarvilehto hatte allen gesagt nach hause zu
gehen und ein bißchen zu schlafen. Bevor sie ging rief sie bei Tiita an. „Ist
dein Hetzblatt inzwischen wieder aufgetaucht?“. „Nein, ich mache mir langsam
sorgen“. „Der kommt schon wieder. Mach dir keinen...“. Die Tür flog auf. „Schau
mal wenn ich hier mitgebracht habe“. Vor ihr stand Matti breit grinsend mit
einem etwas verärgerten Jussi. „Du kannst mich los lassen, ich renn schon nicht
weg“. Matti ließ ihn los. „Was soll ich damit?“. Steffi hatte ihm ihr Handy
entgegengehalten. „Das ist Tiita am anderen Ende“. Jussi zögerte. „Mach schon,
sie hat sich wirklich sorgen gemacht“. Er nahm das Handy. „Hallo Schatz,
ich...“. „BIST DU VON ALLEN GUTEN GEISTERN VERLASSEN!!!!“ ,brüllte sie.
„Entsch...“. „Ich habe mir solche sorgen gemacht, du Dummkopf. Wo hast du dich
bloß herumgetrieben“. „Ich glaub ist besser wenn wir das nachher klären. Tut
mir leid, aber du mußt mich verstehen“. „Nein, ich verstehe es nicht. Die
Polizei macht das sicher besser als du. Was hast du dir bloß gedacht???“. „Ich
hab´s ja kapiert. Ich mach das wieder gut versprochen“. „Gut, aber komm erst
mal nach hause“. „OK, bin schon auf dem Weg süße“. Er beendete das Gespräch und
gab Steffi das Handy zurück. „Ich geh dann mal besser“. „Ja, mach das aber wehe
ich höre du hast einen Umweg gemacht“. Sie sah ihn drohend an. Er erwiderte
nichts sondern ging einfach. „Da fällt mir was ein von wegen Wiedergutmachung“.
„Von was redest du?“. Matti schaute sie fragend an. „Wegen wem mußte ich letzte
Nacht auf dem Sofa schlafen?“ „Oh das, also gut überredet. Ich laß mir was
einfallen“. „Das will ich auch hoffen. Wo hast du ihn denn nun aufgegabelt?“.
„Bei Lauri in der Wohnung“. „Dann hat er sich einer Straftat schuldig gemacht
denn da war ein polizeiliches Siegel an der Tür. Aber ich glaube, ich kann ein
Auge zudrücken“. „Er war auch bei Ville gewesen. Hat er mir gesagt“. „Hat er
die auch gesagt, ob er irgend was gefunden hat, was wir übersehen haben?“.
„Nein, er saß ziemlich deprimiert am Boden“. „Gut, laß uns gehen es ist schon
spät. Ich brauche etwas schlaf“.
5.Kapitel
Sie
konnte nicht richtig schlafen. Aus irgend einem Grund ging ihr der blöde Brief
und das Mädchen nicht aus dem Kopf. Matti lag neben ihr und schlief. Sie stand
leise auf und ging in die Küche. Sie kramte im Medizinschränken und fand das
gesuchte. Ein paar Tropfen Baldrian sollten helfen. Sie ging wieder zurück ins
Bett und schlief auch ein. Allerdings hatte sie unruhige Träume und war am
nächsten Morgen alles andere als Erholt. „hast du nicht gut geschlafen,
schatz“. Sie erwiderte nichts sondern ging in die Küche. Matti trottete ihr
hinterher. „Ich glaub ich mach erst mal eine starken Kaffee für mich und du
bekommst einen Schwarztee“. „Danke, spatz“. Sie ging zum Kühlschrank. In dem
Moment klingelte es an der Tür. „Herrgott kann man nicht mal in Ruhe
frühstücken“. „Ich geh schon“. Matti ging zur Tür. Es stand ein ziemlich
verschüchterter Junge vor der Tür. „Hallo. Wie kann ich dir helfen?“. „Ähm, ich
soll das hier abgeben“. Er hielt Matti einen Umschlag hin. Er nahm ihn. „Von
wem ist....“. Aber der Junge hat schon kehrt gemacht und rannte davon. Matti
ging zurück in die Küchen. „Was war nun?“. „Hier, ich glaube der ist für dich“.
Sie nahm ihm den Umschlag aus der Hand und öffnete ihn. Ein Zettel kam zum
Vorschein.
Bereit für
eine neue Runde? Ich bin diesmal sogar so freundlich euch vorzuwarnen, aber das
wird euch nichts nützen....
„Hat
man jetzt nicht mal zu hause ruhe vor den Verrückten?!“. „Aber das bedeutet
doch...“. „Ja das wir uns sputen müssen sonst muß noch jemand dran glauben“.
„Das glaub ich einfach nicht. Der Typ muß ja völlig Verrückt sein. Ich frag mich
was Ville und Lauri so böses getan haben sollen“. „Das genau ist der Punkt. Die
dritte Person muß auch was damit zu tun haben“. „Moment mal. Könnte das nicht
auch Jussi sein?“. „Theoretisch gesehen schon“. „Oh Gott. Du mußt ihn in
Gewahrsam nehmen bis ihr den fall gelöst habt“. „Ich glaube da hat dein Bruder
was dagegen“. „Ich mach glaube ich mal einen Rundruf ob irgend jemand fehlt“.
„Das bringt nichts. Der Täter hat noch nicht wieder zugeschlagen“. „Ach stimmt
ja“. „Fang du jetzt nicht auch noch an Eigeninitiative zu zeigen. Es reicht
wenn ich Jussi unter Kontrolle halten muß“. „Nein, ganz bestimmt nicht.
Versprochen“. „Gut, ich muß jetzt gehen und diesen Verrückten einfangen“. „Aber
du hast doch kaum was gegessen“. „Ich habe keinen Hunger. Ich esse später was
in der Kantine“. Sie stand auf, gab Matti einen Kuß und ging.
„Schatz,
ich muß jetzt wirklich gehen. Ich muß ein Referat halten und will mir das
nochmal vorher anschauen“. „Na gut, wann kommst du wieder?“. „Kann ich noch
nicht sagen. Es werden einige Referate gehalten und sowas kann sich ziehen. Ich
ruf dich an“. Sie gab ihm einen Kuß und ging Richtung Tür als es klingelte.
„Wer ist denn das um diese Uhrzeit?“. Sie machte die Tür auf. „Was willst du
denn hier?“. „Danke, Tiita für die nette Begrüßung. Darf ich rein kommen?“. Sie
trat zur Seite. Jussi kam um die Ecke. „Hey man, alles klar?“. „Ja“. „Und was
verschafft mir die Ehre? Willst du Babysitter spielen? Das brauchst du nicht“.
„Genaugenommen will ich das“. „Sag mal spinnst du? Ich kann selber auf mich
aufpassen“. „Ich will nicht das dir was passiert“. „Das hatten wir doch gestern
schon. Ich hab´s kapiert“. „Da hat sich allerdings was geändert“. „Was zum
Henker meinst du damit?“. „Das du der nächste auf der Liste sein könntest“.
„Also jetzt red mal Klartext bitte“. „Es gibt Hinweise darauf das noch ein Mord
passieren könnte. Der Mörder scheint´s irgendwie auf deinen Freundeskreis
abgesehen zu haben“. „Jetzt red mal keinen Stuß. Außerdem ist das auch dein
Freundeskreis. Wer sagt das du nicht der nächste bist?“. „Dann wäre es ja am
besten ihr paßt gegenseitig auf euch auf, ich muß jetzt wirklich gehen“. Beide
hatten vergessen das Tiita noch da war und sahen sie Verdutzt an. „Mir behagt
das nicht gehen zu müssen nachdem was ich gerade gehört habe, aber mir bleibt
wohl keine Wahl“. Sie gab Jussi einen Kuß und ging. „Was soll das heißen? Ich
hab nichts angestellt, das jemanden veranlassen könnte mir nach dem leben zu
trachten“. „Meinst du ich vielleicht?“. „Wir wissen aber auch gar nicht was die
wirklichen Motive von dem Mörder sind“. „Also jetzt hör schon auf Matti“. „Ich
bleib auf alle Fälle in deiner Nähe, da kannst du machen was du willst“. „Also
ich geh jetzt duschen, du kannst machen was du willst“. Jussi drehte sich
nochmal herum. „Mir fällt gerade ein, war Steffi schon beim Arzt?“. „Arzt?“.
„Sie ist doch schwanger, oder? Da sollte man mal zum Arzt gehen“. „Nein. Bei
dem Streß den sie gerade hat auch kein Wunder“. „Wie wär´s wenn du gehst und
sie zum Arzt schleppst anstatt mich hier zu belästigen“. „Entschuldige das ich
mir sorgen mache. Stört dich das überhaupt nicht das jemand aus unserem
Freundeskreis bedroht ist“. „Doch natürlich. Ich habe mir darüber schon so
dermaßen den Kopf zerbrochen, aber ich verstehe es einfach nicht“. „Mir geht´s
ja genauso“. „OK, ich geh jetzt duschen und danach gehen wir mal an die frische
Luft. Ich halt´s hier nicht mehr aus“.
Er hatte heute
Nacht wieder schlecht geträumt. Aber irgendwie bekam er den Traum nicht zu
fassen. Und dann dieser komische Brief heute morgen. Sollte er sich mit ihr
treffen? Neugierig war er schon....
Die
Ermittlungen gingen schleppend voran. Sie kamen einfach nicht richtig weiter.
Es kamen zwar immer noch Hinweise herein aber nichts mit dem sie etwas anfangen
konnten. Es ging langsam auf 13 Uhr zu. „Sollen wir eigentlich auf die
Beerdigung?“. „Ich gehe hin das genügt.
Ihr kommt doch hier alleine zurecht. Ich muß vorher nur noch mal kurz
woanders vorbei“. „Wo denn?“. „Das ist eine Privatangelegenheit, die aber
erledigt werden muß. Wird nicht lange dauern“. „Gut, bis später“.
Wie
befürchtet waren sehr viele Menschen zur Beerdigung erschienen. Es war eine
sehr traurige Stimmung. Die ganze Zeremonie in der Kirche dauerte eine halbe
Stunde. Der Pfarrer hatte eine sehr bewegende Predigt gehalten. Die Särge
wurden hinaus getragen. Kaum einer wagte etwas zu sagen. Als die Särge
hinuntergelassen wurden brach Frau Kantee weinend zusammen. Ihr Man hatte kaum
die Kraft sie zu stützen und so eilten ihre Geschwister bei um zu helfen. Es
dauerte sehr lange bis jeder am Grab vorbeiging um Blumen hineinzuwerfen und
der Familie ihr Beileid zu bekunden. Auch Hauptkommissarin Jarvilehto war
gekommen und ging nun auf Frau Kantee zu. „Hallo Frau Kantee. Ich möchte ihnen
auch im Namen meiner Kollegen mein Beileid aussprechen“. „Danke. Schnappen sie
einfach nur diesen Verrückten, ja?“. „Wir arbeiten sehr hart und tun unser
bestes. Ich werde nicht eher ruhen bevor ich den Mörder habe“. „Das ist schön
zu hören. Ich würde sie ja zum Leichenschmauß einladen aber ich denke sie
müssen arbeiten“. „Danke für die Einladung aber wie gesagt wir müssen einen
Mörder schnappen“. „Schade das es hierzulande die Todesstrafe nicht mehr gibt“.
Die Hauptkommissarin ignorierte die Bemerkung und verabschiedete sich. Sie ging
zu Matti und den anderen. „Was ist denn daran dran das der Verrückte schon
wieder jemand im Visier hat?“. „Das hier ist nicht der geeignete Ort um darüber
zu diskutieren Jussi aber es könnte sein ja. Deshalb sollten alle in nächster
zeit einfach mal ein bißchen Vorsichtiger sein“. „Wie stellst du dir das vor?
Sollen wir uns zuhause einschließen“. „Nein Axu aber man kann einfach ein
bißchen mehr Umsicht walten lassen. Ich muß jetzt aber wieder gehen“. Bevor sie
ging nahm sie aber Matti bei Seite. „Ich war vorhin beim Arzt. Ist alles in
Ordnung so weit“. „Beim Frauenarzt?“. „Ja, wo denn sonst. Aber laß uns heut
abend darüber reden, OK. Ich wollt´s dir nur mal sagen“. „Das ist schön zu
hören. Gibt einem ein bißchen Hoffnung an einem Tag wie diesem“. „Ich muß jetzt
aber wirklich gehen“. Sie gab ihm einen Kuß und eilte davon.
Als
sie zurück ins Präsidium fuhr war sie in Gedanken. Sie hatte ihm nicht alles
gesagt aber die Beerdigung war auch kaum der richtige Ort gewesen um das zu
besprechen. Im Grunde war ja auch alles in Ordnung nur... naja sie werden das
schon irgendwie hin bekommen.
„Sagt
mal habt ihr nicht auch irgendwie ein mulmiges Gefühl. Ich mein da ist jemand
hinter irgend jemanden von uns hinterher“. „Jetzt sie mal nicht gleich so
schwarz. Steffi hat das im Griff. Ich bin sicher sie schnappt den Irren vorher.
Aber ich muß auch leider schon wieder gehen. Ich hab nur frei bekommen für die
Beerdigung. Wir sind mit den Referaten noch nicht durch“. „Wie lang dauert das
noch?“. „Keine Ahnung, ich melde mich“. Sie gab ihm einen Kuß und ging.
„Glaubst du wirklich deine zukünftige Angetraute schafft das?“. „Wenn jemand
dann sie. Und Tiita hat recht. Wen wir alle ein bißchen wachsamer sind in
nächster zeit wird schon nichts passieren“. „Also ich brauche das nicht weil
ich mir nichts zu schulden kommen habe lassen“. „Ich glaub das denkt hier jeder
von sich“. „Wißt ihr was, ich habe keine Lust mehr darüber zu diskutieren. Wie
wär´s mit einer Runde Bier um auf Ville und Mari anzustoßen?“. Alle nickten
zustimmend.
Er war tatsächlich gekommen. Damit hatte sie nicht gerechnet gehabt. Das war fast schon zu einfach gewesen aber wie gut das man sich auf die menschliche Neugier verlassen kann. „Nicht wahr mein lieber?“. „Was soll der Quatsch. Ich habe dir nichts getan!“. „Halt den Mund!“. Sie verpaßte ihm eine Ohrfeige. Danach klebte sie ihm den Mund zu und ging.
Hauptkommissarin
Jarvilehto war gerade dabei die weiteren Hinweise zu sichten die hereingekommen
waren als es klopte. „Herein“. Es war die Dame von der Rezeption. „Das ist gerade
reingekommen. Ich dacht ich bringe es ihnen sofort“. Sie hatte einen braunen
Umschlag in der Hand. „Danke Pia“. Sie nahm den Umschlag und öffnete ihn. Wie
vermutet kam ein Zettel zum Vorschein der nichts gutes verhieß.
Menschen sind
doch so leichtsinnig
Sie
ging damit zu den anderen. „Was hat das schon wieder zu bedeuten?“. „Das wir
uns sputen müssen“. „Ich kapiere das nicht“. „Hannu man muß auch zwischen den
Zeilen lesen können. Das bedeutet so viel wie das jemand in ihre Falle getappt
ist“. „Woher willst du das wissen?“. „Wir müssen einfach mal davon ausgehen“.
„Dann machen wir doch einfach mal einen Rundruf und sehen wer fehlt“. „Mir
behagt das nicht aber ich glaube fast das uns nichts anderes übrig bleibt. Am
besten ich rufe Jussi an und der klappert seine Freunde ab“. Sie wählte seine
Nummer. „Hallo Steffi. Hast du dich verwählt?“. „Nein. Eigentlich machen wir
sowas nicht, aber da es brennt und ihr ja sowieso wißt das was im Busch ist
hätte ich ne Bitte an dich“. Jussi schaltete sehr schnell. „Jemand
verschwunden?“. „Wir befürchten es ja und es wäre gut wenn du mal deinen
näheren Freundeskreis abklappern könntest“. „Das brauch ich nicht weil der
Komplett hier sitzt. Wir sind nach der Beerdigung einen trinken gegangen“. „OK,
ich hab die Vermutung das es vielleicht mit etwas zu tun hat das in der
Vergangenheit passiert ist. Könnte ja sein das die Person nicht mehr so eng mit
dir befreundet ist“. „Das kann schon sein aber ich wüßte echt nicht was die
beiden getan haben sollten, daß jemand veranlaßt sie umzubringen“. „Du glaubst
gar nicht was da für Motive zutage kommen. Tu mir den gefallen und sag den
anderen das es besser wäre das nicht herumzutratschen denn sonst haben wir
morgen eine nette Zeitungsschlagzeile“. „Das will keiner von uns. Wir wissen das
du deinen Job gut machst“. „Danke, den muß ich jetzt auch weiter machen“. Sie
legte auf. „Und jetzt?“. „Ich habe in den neuen Hinweisen nichts gefunden was
uns weiterhelfen könnte“. „Hat man inzwischen die Sachen auf dem Schrottplatz
gefunden die die Frau wegbringen hat lassen?“. „Ja ist bei der Spurensicherung
in der Analyse. Hoffentlich ergibt das was“. Alle machten ein
niedergeschlagenes Gesicht. „Jetzt hört mal, ich weis es ist alles sehr
verzwickt aber wir werden das schaffen also ein bißchen mehr Motivation wenn
ich bitten darf“. Das half wie immer. Mico machte sich auf den Weg um bei der
Spurensicherung vorbei zu schauen, Ari und Hannu nahmen sich den Aktenstapel
vor der sich inzwischen angesammelt hatte. Steffi ging in ihr Zimmer um erst
mal ihre Gedanken zu sammeln. Sie war in Gedanken versunken als plötzlich
jemand klopfte. Sie schrak hoch. „Ja“. „Entschuldigung. Ich soll von
Staatsanwalt Kari Hartikainen anfragen wie´s um die Ermittlungen steht“. „Wie
heißen sie?“. „Ähm .... Minna Pertinen“. „Wie lange sind sie schon hier?“.
„Heute ist mein erster Arbeitstag“. „Wirklich? Dann gebe ich ihnen mal einen
gut gemeinten Rat. Der Herr Staatsanwalt ist nicht befugt sie in der Gegend
herumzuscheuchen. Das darf der Kriminaldirektor oder ihr direkter Vorgesetzter.
Aber da ich nicht will das er sie zur Schnecke macht am ersten Tag teilen sie
ihm doch bitte mit wir tun unser bestes und er bekommt einen schriftlichen
Bericht. Und Willkommen hier“. „Danke, das ist schön aus ihrem Munde zu hören“.
Steffi runzelte die Stirn. „Ihr Ruf eilt ihnen voraus“. „Ich mach nur meine
Arbeit wie jeder andere auch“. „Aber keiner macht sie so gut wie sie“. „Da wir
uns wahrscheinlich noch öfters über den weg laufen dutzen wir uns doch. Ist mir
lieber“. „Ist noch was?“. Minna Petrinen hatte sich nicht vom Fleck bewegt.
„Ähm.... mir ist da vorhin einer entgegen gekommen. Blondes Haar, 1.80, grüne
Augen .... ähm“. „Das ist Hannu Hautamäki aber ich denke du wirst es schaffen
dir die Telefonnummer selber zu besorgen“. Minna Petrinen lief scharlachrot an
und ging hinaus mit einem gemurmelten ‘Tschüß‘. Steffi lehnte sich zurück.
Hübsch sah sie ja aus. Naja das müßte Hannu selber entscheiden falls sie sich
wirklich trauen sollte. Sie legte die Füße hoch auf den Schreibtisch weil ihr
der Kreislauf ein bißchen zu schaffen machte. Dabei fiel versehentlich ein
Zettel auf den Boden. Sie hob ihn auf. Es war der Brief den sie von dem Mädchen
hatte. Darum konnte sie sich jetzt
wirklich nicht kümmern und legte ihn weg. Aber irgendwas an dem Brief lies sie
nicht los. Sie verdrängte ihn mit aller Gewalt aus ihren Gedanken. Es klopfte
wieder an der Tür. Ja?“. Hannu kam herein. „Ist das ne neue Marotte von dir um
zu zeigen wer der Boss ist?“. „Nein, das ist wegen meinem Kreislauf“. „Was? Ist
alles in Ordnung? Du solltest heim gehen und dich ausruhen“. „Das kann ich mir
nicht leisten. Wir haben Arbeit“. Er wollte etwas erwidern aber ihr Blick ließ
ihn verstummen. „Weswegen bist du gekommen?“. „Wir haben bisher nichts gefunden
was uns weiterhelfen könnte. Wer war den die Frau die mir gerade entgegen kam.
War rot wie ne Tomate im Gesicht“. „Das ist eine neue Arbeitskollegin. Der Herr
Staatsanwalt hat sie zu mir geschickt um zu fragen wie´s denn so mit den
Ermittlungen steht und das an ihrem ersten Tag“. „Dieser Drecksack“. „Kannst
sie ja trösten gehen“. Hannu schaute sie verwirrt an. „Ich kann mir schon
selber ne Freundin suchen, danke“. „Das weis ich auch aber laß uns mal zurück
zu wichtigeren Dingen kommen ....“ Ihr Handy pipste und sie nahm es. „Eine SMS aber
ich kenne die Nummer nicht“. „Dann schau halt einfach mal nach. Hat sich einer
wohl nur vertippt“. Sie öffnete die SMS. „Nein ganz und gar nicht“. Sie zeigte
sie ihm.
Es scheint ja
nicht so gut für euch zu laufen ... da bin ich aber enttäuscht
„Da
will uns wohl einer veräppeln“. „Das ist mir egal. Mich beunruhigt was ganz
anderes“. „Was?“. Er schaute sie fragend an. „Benutz mal dein Hirn“. Aber er
schaute sie weiter fragend an. „Mensch Hannu. Steh ich im Telefonbuch?“.
„Nein“. Und da traf ihn die Erkenntnis wie ein schlag. „Aber woher....?“. „Ganz
genau. Woher hat er meine Nummer, die ist nämlich Geheim. Sonst wäre ich ja nur
noch am rumstreiten mit Journalisten“. „Wie bekommt man so eine Nummer trotzdem
raus?“. „Da gibt´s sicher Möglichkeiten sonst würden einem ja keine
Meinungsforscher anrufen. Habe erst letzte Woche einen zusammengeschissen. Am
besten ich rufe bei der Telefongesellschaft an“. Sie rief dort an. „Hallo, hier
ist Hauptkommissarin Jarvilehto. Ich muß eine Nummer überprüfen“. „OK, wir rufen
sie gleich zurück“. Das war die Standardprozedur um zu vermeiden das man
Informationen an unbefugte gibt“. Als ihr Telefon klingelte nahm sie ab.
„Hallo. Um welche Nummer geht es?“. Sie gab ihr die Nummer. „Tut mir leid aber
das ist ein prepaid Handy da haben wir keine Kundeninformation“. „Verdammt.
Aber sie können es lokalisieren wenn es an ist?“. „Ja, das können wir. Da muß
ich mit der Technikabteilung telefonieren. Ich rufe sie zurück aber das dauert
ein paar Minuten“. „Gut, ich hab noch eine Frage. Wie ist es möglich das man
eine Geheimnummer herausbekommt?“. „Die Nummern sind ja alle bei uns
gespeichert aber die sind gut gesichert. Da dürfte eigentlich keiner
rankommen“. „Und warum rufen dann Meinungsforscher bei mir an?“. „Wir geben die
Nummern auf jedenfalls nicht heraus. Ich rufe sie gleich wieder an, OK“. „Gut,
danke“. „Hannu hol du die anderen“. „Bin schon unterwegs“.
Sie
waren alle in Steffis Arbeitszimmer versammelt. Leider war das Handy
ausgeschaltet und konnte deshalb nicht Lokalisiert werden. „Ich bin ziemlich
sicher das die Person dich kennen muß. Als Privatperson bekommt man nicht so
leicht eine geheime Nummer heraus“. „Ich weis nicht. Die Person scheint nicht
dumm zu sein sonst hätten wir sie schon längst“. „Ja aber sie hat ja auch extra
ein Handy benutzt mit dem man sie nicht ausfindig machen kann“. Ihr Handy
pipste. Steffi sah nach. „Komisch die Nummer kenn ich auch nicht“. Sie öffnete
sie.
Wo hab ich
wohl deine Nummer her...Fragen über Fragen
„Der
meint er könnte uns auf der Nase herumtanzen“. Steffi antwortete nicht sonder
rief bei der Telefongesellschaft an. „Ich habe noch eine Nummer für euch“. Es
folgte die gleiche Prozedur wie vorhin. „Moment diese Nummer ist ein
Vertragshandy. Ich faxe ihnen die Daten“. „Gut, danke“. Sie legte auf und nahm
ihr Handy. Sie tippte eine SMS aber es kam nichts zurück. „Hannu gehst du mal
bitte und holst das Fax?“. Er ging aus dem Raum und kam 2 Minuten später. „Laß
mal sehen“. Er gab ihr das Fax. Sie gab die Daten in den Computer. „Das dachte
ich mir schon. Ist als gestohlen gemeldet. Wir fahren da mal hin“.
Sie
klingelten. „Ja, wer ist da?“. „Hallo Herr Manninen. Ich bin Hauprkommissarin
Jarvilehto. Ich bin wegen ihrem Handy hier“. Die Tür wurde geöffnet. „Hallo
Herr Manninen. Das hier ist mein Kollege Ari Ylönen. Können wir kurz
hereinkommen?“. „Haben sie mein Handy gefunden?“. „Glauben sie zwei
Hauptkommissare würden vor ihrer Tür stehen um ihr Handy zurück zu bringen. Wir
würden gerne drinnen mit ihnen weiter reden“. Er bat sie herein. Sie gingen ins
Wohnzimmer. „Kann ich ihnen einen Kaffe anbieten?“. „Nein, danke. Es wäre gut
wenn sie uns genau schildern könnten wie ihnen das Handy geklaut wurde“. „Aber
ich verstehe nicht was daran so wichtig ist wenn sie es nicht gefunden haben“.
„Ich kann ihnen die Gründe leider nicht näher erläutern“. „Aus
ermittlungstechnischen Gründen?“. „Genau“. „Gut. Aber viel kann ich nicht
sagen. Ich habe die Person nicht gesehen die es mir geklaut hat. Ich war im
Schwimmbad und habe gerade meine Haare geföhnt. Meine Tasche stand daneben an
der Wand. Mich hat ein Arbeitskollege angesprochen ob ich ihm Geld wechseln
kann für das Schließfach. Ich habe meinen Geldbeutel herausgeholt und mich zu
dem Mann gedreht. Ich war mit dem Rücken zu meiner Tasche und da muß es wohl
passiert sein. Glauben sie mir ich hab versucht mich an die Personen zu
erinnern die an mir vorbei sind, aber ich konnte es nicht“. „Und das war vor 3
Wochen gewesen?“. „Ja. Ich habe übrigens auch meinen Kollegen gefragt ob er
etwas gesehen hat aber er hat auch nichts gesehen“. „Gut, danke für ihre
Hilfe“. „Tut mir leid das ich ihnen nicht mehr helfen konnte“. „OK, wir möchten
sie dann auch nicht weiter stören“. Sie gingen und fuhren zurück ins Präsidium.
„Noch
eine Sackgasse das ist ja unglaublich“. „Fast. Wir haben zumindest die
Erkenntnis , das der Täter Handys klaut und sie nur einmal benutzt weil er weis
das man ihn zurückverfolgen könnte. Das weis kaum jemand. Wichtiger ist
allerdings die Tatsache das er meine Nummer kennt. Das Problem ist ich glaube
nicht das es jemand ist dem ich mal meine Nummer gegeben habe, denn die haben
nur wirklich gute Freunde oder Arbeitskollegen also ihr“. „Aber das wissen
hilft uns immoment trotzdem nicht weiter , oder?“. Nein, aber es ist trotzdem
schon etwas“. „Gut, sag uns was wir jetzt machen sollen“. Sie kam nicht dazu zu
antworten weil ihr plötzlich schlecht wurde. Sie rannte aufs Klo. Dort stieß
sie mit Minna Petrinen zusammen. Sie ignorierte sie und ging in eine Kabine.
Als sie herauskam stand die neue Kollegin noch da. „Alles OK mit Ihnen?“. „Ja,
wir waren doch schon bei du, oder?“. „Was falsches gegessen?“. „Ist nur der
Streß“. „Schon klar. Ziemlich komplizierter Fall aber du schaffst das schon“.
„Wie sieht´s denn mit der Telefonnummer aus?“. „Oh, für sowas bin ich zu schüchtern“.
„Der beißt nicht ,aber ich muß jetzt wieder gehen“. „Ja, ich sollte auch wieder
an die Arbeit. Du hattest übrigens recht mit dem Staatsanwalt. Ziemliches
Arschloch“. „Ja, laß dir von dem einfach nichts bieten. Er versteht sein Fach
aber menschlich ist er ne miese Nummer. Also, Tschüß“. „Tschüß“. Steffi ging
wieder zurück zu ihren Kollegen.
Der
restliche Tag verlief ohne Ergebnis. Als Steffi heim kam war es schon spät.
Matti lag auf dem Sofa und war eingeschlafen. Der Fernseher lief noch. Sie
machte ihn aus und weckte ihren Verlobten. „Hallo Schatz. Wie spät ist es?“.
„Sehr spät. Tut mir leid aber du weißt ja“. „Wißt ihr wer als nächstes dran
ist?“. „Nein leider nicht aber wir werden alles Mögliche daran setzten das wir
den Täter vorher fassen“. „Das weis ich. Wie geht es dir?“. „Gut, die üblichen
Schwangerschaftsbeschwerden halt“. Sie setze sich neben ihn. „Du solltest ins
Bett gehen. Siehst ziemlich müde aus“. „Ja aber vorher will ich dir noch etwas
zeigen“. „Sie griff in ihre Handtasche. „Das hier ist dein Nachwuchs“. Sie gab
ihm die Ultraschllbildaufnahemen“. „Ich kann das immer noch nicht glauben und
erkennen darauf kann ich schon gar nichts“. „Hase. Da gibt´s noch eine
Kleinigkeit die ich dir auf dem Friedhof nicht gesagt habe. „Nein alles in Ordnung
das ist es nicht“. Matti hatte ein sehr besorgtes Gesicht gemacht. „Es ist nur
.... naja ... könnte sein daß das mehr als nur eins ist“. „Was?“. „Ja aber wir
müssen die 10. Woche abwarten, weil sich da das Herz bildet“. „Zwillinge?“.
Matti sah ziemlich geschockt drein. „Nein, Drillinge“. Er sah Steffi ungläubig
an. „Aber der Arzt meinte wir müssen das abwarten. Es kann auch sein, das da am
Ende nur eins bei rauskommt. Mir wär aber lieb wenn wir das vorerst für uns
behalten könnten. Matti sah sie mit feuchten Augen an. „Weißt du eigentlich das
du das beste bist was mir je passiert ist?“. Jetzt bekam auch Steffi feuchte
Augen. „Das ist schön zu hören. Das gleiche kann ich von dir sagen. Wir
schaffen das schon". „Ja, ganz bestimmt“. Er beugte sich zu ihr und gab
ihr einen zärtlichen Kuß. „So, jetzt sollten wir aber wirklich ins Bett.
6.Kapitel
Steffi
wachte 5 Minuten bevor der Wecker klingelte auf. Ihr war speiübel und so ging
sie ins Bad. Aber Übergeben mußte sie sich nicht. Sie ging in die Küche und trank
etwas Wasser. Das half ein bißchen. Sie hoffte die ersten 3 Monate schnell
herumzubekommen. Das sollen ja die schlimmsten sein. Im Schlafzimmer begann der
Wecker zu klingeln. Ein paar Minuten später tauchte Matti in der Küche auf.
„Guten Morgen Schatz“. Er gab ihr einen Kuß. „Was machst du schon auf?“. „Ich
bin nur kurz bevor der Wecker los ging aufgewacht“. „Wie geht´s dir?“. „Paßt
schon. Spatz ich weis du meinst es nur gut, aber ich bin nur Schwanger und
nicht Todkrank. Ich komm schon damit klar“. „OK, ich versuch mich
zurückszuhalten aber das ist nicht einfach“. „Ich weis ja. Wenn was ist dann
sag ich das sofort. Versprochen“. „Gut, dann Frühstücken wir mal. Was willst
du?“. „Müsli“. Er stellte alles auf den Tisch. Sie schüttet das Müsli in die
Schüssel, dann die Mich darauf und nahm einen Löffel. „Da fehlt was“. Sie stand
auf, ging zum Schrank mit den Lebensmitteln. Sie nahm die Smarties, setzte sich
wieder und lehrte etwas davon in die Schüssel. Matti konnte sich gerade noch
einen Kommentar verkneifen aber seinem Gesicht war anzusehen was er dachte.
Leider sah das auch Steffi und binnen Sekunden landete die Schüssel samt Inhalt
auf seinem Kopf. Sie saß mit verschränkten armen da und funkelte Matti böse an.
Der nahm sich die Schüssel vom Kopf und beugte sich zu ihr rüber. „Findest du
das jetzt witzig?“. „Ja“. „Ich auch“, grinste sie an, gab ihr einen Kuß und
ging Richtung Bad. Sie saß völlig verdutzt auf dem Stuhl und hatte sich auch
nicht gerührt als er wieder zurück kam. Er gab ihr abermals einen Kuß. „Ist
doch nicht schlimm. Sind ja nur deine Hormone und nicht du. Ich bin dir nicht
böse“. Sie schaute etwas beschämt. „Ich glaub es ist besser wenn ich jetzt gehe
bevor du dich noch mal umziehen mußt“. „Jetzt sei nicht albern“. „Außerdem
haben wir einen kniffligen Fall zu lösen. Da fällt mir ein ich muß noch Janne
anrufen. Seine Schwester kann beerdigt werden und Lauri auch“. Es trat eine
bedrückte Stimmung ein. „Wenn du willst mach ich das. Ich wollt sowieso noch
mit ihm reden“. „Gut wenn du meinst. Wenn er irgendwas wissen will soll er mich
anrufen“. „OK, also wir sehen uns wohl nicht vor heute abend?“. „Wahrscheinlich
nicht. Wenn der Fall geklärt ist werde ich erst mal Urlaub einreichen“. „Das
ist gut. Also bis später“. Sie verabschiedeten sich mit einem Kuß.
Er
versuchte Janne anzurufen aber es ging niemand ran und auf die Mailbox wollte
er nicht sprechen. Er beschloß zu ihm ins Hotel zu fahren. Er hatte ihm
angeboten bei ihnen im Gästezimmer zu schlafen aber er wollte das nicht. Er
ging zur Rezeption des Hotels. „Entschuldigung, ich würde gerne zu Janne
Ahonen. Welche Zimmernummer ist das?“. Die Rezeptionsdame schaute nach. „Zimmer
101 im ersten Stock“. „Danke. Er ging die Treppe hoch und klopfte an die Tür“.
Es machte niemand auf. Er probierte es nochmal auf dem Handy aber nichts. Er
ging wieder an die Rezeption. „Entschuldigen sie nochmal. Es geht niemand an
die Tür. Können sie vielleicht mal anrufen?“. „Ja, klar kein Problem“. Aber
auch sie hatte kein Glück. „In welchen Zimmer ist seine Mutter?“. „Zimmer 102.
Ich rufe mal an“. Diesmal hatte sie Glück. „Sie erwartet sie“. „OK, danke“. Er
ging wieder nach oben und klopfte an der Tür. „Herein“. Er trat ein. „Hallo
Frau Ahonen. Entschuldigen sie das ich störe aber ich wollte dringend mit Janne
reden aber er ist nicht da“. Sie legte die Stirn in Falten. Er wollte gestern
nach der Beerdigung noch etwas erledigen. Ich war sehr müde und bin früh ins
Bett gegangen. Eigentlich müßte er in seinem Zimmer sein. Ich hab den
Zweitschlüssel, laß uns mal nachsehen“. „Sie gingen ein Zimmer weiter und sie
schloß auf, aber Janne war nicht da. „Das ist komisch. Normal hätte er mir
Bescheid gegeben“. „Vielleicht hat er ja einfach nur frische Luft gebraucht und
wollte sie nicht wecken“. „Ja, kann sein. Ach übrigens falls sie mir das wegen
Hanna sagen wollten ich hab schon mir ihrer Frau geredet“. „Sie ist noch nicht
meine Frau“. „Aber so gut wie. Ich geh dann mal wieder zurück in mein Zimmer.
Wenn er auftaucht sage ich ihm Bescheid“. Sie verabschiedeten sich.
Irgendwie
gefiel ihm das alles nicht. Er fragte sich ob er Steffi anrufen sollte aber was
konnte sie schon tun. Ihn zur Fahndung ausschreiben lassen? Das war absurd.
Aber trotzdem. Irgend etwas mußte er tun. Da fiel ihm etwas ein. Steffi hatte
mal gesagt das man jemand mit dem Handy ausfindig machen kann. Er beschloß doch
zu ihr zu fahren.
Der
Tag hatte so begonnen wie der gestrige. Sie hatten nicht wirklich etwas in der
Hand. Sie gingen Hinweisen aus der Bevölkerung nach aber ohne Erfolg. Steffi
saß an ihrem Schreibtisch über Zeugenaussagen gebeugt. Es klopfte an die Tür
aber sie nahm es nicht wahr. Es klopfte wieder und abermals keine Reaktion. Die
Tür wurde geöffnet und Matti trat herein. Er ging zu Steffi. „Hallo Schatz, so
schnell sieht man sich wieder“. Sie fuhr erschrocken hoch. „Man du kannst mich
doch nicht so erschrecken“. „Ich habe zwei mal geklopft aber du hast nicht
reagiert“. „Echt? Ich war ziemlich in Gedanken versunken gewesen. Was gibt´s“.
„Ich habe Janne nicht erreicht und im Hotel ist er auch nicht. Mich beunruhigt
das. Seine Mutter hat gesagt sie hätte ihn seit der Beerdigung nicht mehr
gesehen. Er hatte noch was erledigen wollen“. „Da gibt´s bestimmt eine
Erklärung dafür. Ich kann mir nicht Vorstellen das er was mit der Sache hier zu
tun hat“. „Du hast doch mal gesagt man könne jemand ausfindig machen mit dem
Handy“. „Ja, wenn es an ist funktioniert das wie ein Peilsender. Nicht so genau
wie bei GPS natürlich aber ausreichend. OK, ich weis schon was du sagen willst.
Wir werden versuchen ihn so zu finden aber mehr können wir nicht tun. Du kannst
ja mal mit Jussi und den anderen Reden ob die ihn gesehen haben“. „Gut, ich geh
dann mal wieder“. Er gab ihr einen Kuß und drehte sich um. Dabei stieß er mit
Hannu zusammen. „Wo kommst du denn auf einmal her?“. „Entschuldige aber ich
Arbeite hier“. „Im Büro von meiner Verlobten?. Hast du nicht ein eigenes
Zimmer?“. „Sehr witzig Brüderchen“. Matti wollte etwas erwidern aber Steffi
fuhr dazwischen. „Jungs laßt das wir haben wichtigeres zum tun“. Matti ging
ohne ein weiteres Wort. „Was wollte der denn?“. „Er war wegen Janne da“.
„Welchem Janne?“. „Ahonen“. „Was ist mit ihm?“. „Er ist verschwunden“. „Was
meinst du mit verschwunden?“. „Masa wollte mit ihm reden aber er ist nicht im
Hotel und seine Mutter hat ihn seit der Beerdigung gestern nicht mehr gesehen“.
„Aber dann ist er es womöglich der als nächstes dran ist“. „Wir sollten nicht
vorschnell Urteilen. Vermutlich hat er einfach nur ein bißchen Zeit für sich
gebraucht. Ich werde Versuchen ob man ihn über seine Handynummer lokalisieren
kann“. „Sollen wir ihn denn nicht zur Fahndung ausschreiben lassen?“. „Nein.
Wir können doch nicht gleich jeden zur Fahndung ausschreiben nur weil er nicht
zu erreichen ist. Falls er der nächste sein sollte würde das sowieso nichts
bringen“. „Warum?“. „Erst denken dann reden. Wenn er in den Fängen des Mörders
ist, wird er sicher nicht auf der Straße herumlaufen“. „Stimmt“. „Ich ruf mal
bei der Telefongesellschaft an“. Sie rief an und gab ihnen die Nummer. Gehen
wir mal zu den anderen.
Jussi
tat sich immer noch schwer damit zu glauben was passiert ist. Er stieg in die
Dusche um einen klaren Kopf zu bekommen. Wer um alles in der Welt sollte so
etwas tun wollen. Vor allem Ville und Lauri das kann doch nicht wahr sein. Mari
und Hanna natürlich nicht zu vergessen, die nur sterben mußten weil sie im Weg
gewesen waren. Wer ist bloß so grausam und kaltblütig?“. Er fuhr zusammen als
zwei Hände ihn plötzlich berührten. „Man Schatzi hast du mich erschreckt“. „Scheint als müßt da jemand abgelenkt
werden“. Er konnte nicht antworten, denn sie küßte ihn leidenschaftlich. „Oh
die Ablenkung gefällt mir“. Eine halbe Stunde später saßen sie im
Wohnzimmersessel. Tiita schmiegte sich an Jussi. „Was machst du überhaupt hier?
Ich dachte du hättest Uni?“. „Die ist ausgefallen“. „Gut so“. Er wollte sie
gerade Küssen als es an der Tür klingelte. „Wer stört den nun“. „Geh einfach
nicht hin“. „Es klingelte wieder“. Jussi stand auf, ging zur Tür und öffnete.
„Ach du bist´s. Ich hoffe es ist wichtig, weil du nämlich störst“. „Darf ich
reinkommen?. Er trat wiederwillig beiseite und sie gingen ins Wohnzimmer.
„Hallo Tiita“. „Hallo. Solltest du nicht lieber nach deiner Verlobten
schauen?“. „Ich seh schon ich bin hier nicht willkommen, aber da ihr eure
Klamotten noch anhabt stör ich ja nicht und es dauert nicht lange“. Er wante
sich an Jussi. „Sag mal wann hast du Janne zum letzten mal gesehen?“. „Welcher
Janne , ich kenne mehrere“. „Ahonen“. „Auf der Beerdigung wieso?“. „Weil er
verschwunden ist“. „Was?“. „Ja ist seit der Beerdigung nicht mehr gesehen
worden“. „Du glaubst doch nicht etwas das ... nein“. „Ich habe einfach nur ein
ungutes Gefühl“. „Weis Steffi davon?“. „Ja , ich war gerade bei ihr“. „Dann
sollten wir am besten mal Tiia anrufen. Ihr hat er bestimmt gesagt wo er steckt“.
„Und was wenn nicht? Dann haben wir sie auch beunruhigt“. „ich finde es ein
Versuch ist es wert“. „Wie du meinst“. Er rief Tiia an. „Hallo?“. „Hallo Tiia
hier ist Jussi. Wie geht´s dir?“. „So weit OK, aber du rufst doch bestimmt aus
einem Grund an“. „Ja, mal eine Frage. Wann hast du das letzte mal mit Janne
telefoniert?“. „Gestern, wieso?“. „Weil ich ihn nicht erreichen kann und naja
wir sind hier alle ein bißchen sensible nachdem was passiert ist aber ich denke
er will einfach nur für sich sein und mit niemandem Reden“. „Also ich hab
gestern nach der Beerdigung mit ihm geredet“. „Hat er gesagt was er vorhat?“.
„Nein, wir haben nur darüber gesprochen das ich nachkomme wenn Hanna beerdigt
wird“. „Ich dachte sie wird ihn Lahti beigesetzt?“. „Nein, das Familiengrab ist
in Kuopio. Jannes Großeltern kommen aus Kuopio“. „OK, Tiia. Wir melden uns
sobald wir was wissen“. Er legte auf. „Und jetzt?“. „Ich rühr mal die
Buschtrommel“.
Eine
halbe Stunde später waren sie alle im Café versammelt. „Was soll das heißen Janne
ist verschwunden?“. „Er ist seit gestern Nachmittag nicht mehr gesehen worden
und es ist ja wohl so das wieder einer gekidnappt worden ist“. „Das ist doch
alles nicht zu fassen! Was hat Janne bitte mit der ganzen Sache zu tun?“. „Das
verstehe ich auch nicht. Ich mein gut Ville und Lauri waren befreundet gewesen
aber Janne?“. „Redet ihr über mich?“. Alle blickten sich um. Da stand Janne der
sie verwundert anschaute. „Oh Mann du hast uns einen Schrecken eingejagt, aber
setzt dich erst mal. Wo hast du denn gesteckt?“. Janne der immer noch nicht so
genau wußte was los was setzte sich. „Was ist hier los?“. „Du bist seit gestern
Nachmittag nicht mehr gesehen worden und da wohl wieder jemand in den Klauen
diese verrückten ist haben wir uns halt Sorgen um dich gemacht“. „Ich hab nur
ein bißchen Zeit für mich gebraucht“. Matti holte das Handy heraus und wählte
Steffis Nummer. Er teilte ihr mit das die Sache sich erledigt hatte. „Ist ja
auch egal. Du bist ja wieder da“. „Ist es Sicher das jemand vermißt wird?“. „Ja,
aber Steffi hat uns gebeten das nicht herumzuerzählen“. „Schon klar. Ich geh
mal besser ins Hotel zu meiner Mutter. Ändern können wir daran leider auch
nichts“. Er ging. „Und was ist wenn wir da selber ein bißchen Recherchieren?“.
„Du willst doch nicht schon wieder Detektiv spielen?“. „Was ist da schon dabei?
Kann ja nichts passieren“. „Ach ja? Und was ist falls du wirklich durch einen
sehr dummen Zufall dem Täter zu nahe kommst? Du weißt das er nicht zimperlich
ist“. „Ich passe schon auf mich auf“. „Jussi das ist kein Kinderspiel, das ist
ernst. Laß das jemand machen , der was davon versteht“. „Ich werde aber
verrückt wenn ich nur Däumchen drehe“. „Wie wär´s wenn wir alle eine Runde
Volleyball spielen gehen, da kannst du dich austoben“. „Jussi er hat recht“. Er
gab ein grummelndes OK zurück. „Gut treffen wir uns vor der Halle in einer
halben Stunde“. Als Matti gegangen war beugte sich Jussi zu Axu. „Von dir hätte
ich am wenigsten erwartet das du den Schwanz einziehst“. „Hab ich auch gar
nicht vor. Ich fänd´s Aufregend ein bißchen Detektiv zu spielen, aber du
solltest deinen Bruder in dem Glauben lassen das du´s nicht tust. Was galubst
du was Steffi und Tiita mit dir machen wenn die das erfahren. „Dann bin ich so
gut wie Tod“. „Eben“. „Dann hast du gerade meinen Kopf gerettet“. „So sieht´s
aus. Wir sollten uns aber so langsam auf die Socken machen“.
Matti
hatte sie angerufen das Janne wieder aufgetaucht war. Das war gut für Janne
aber irgend jemand anderes war immer noch in Gefahr. Außerdem machte sie sich
Sorgen um Jussi aber sie konnte ja nicht den ganzen Tag Aufpasser spielen. Das
klingelnde Telefon riß sie aus ihren Gedanken. „Ja?“. „Jarno von der
Spurensicherung. Ich habe gute Nachrichten und dachte ich sag´s der Cheffin
persönlich“. „Was habt ihr gefunden?“. „Fingerabdrücke“, sagte er voller Stolz.
„Es war nicht einfach aber wir konnten einen Abruck machen“. „Ich bin schon auf
dem Weg“. „Sie legte auf. Auf dem Weg
zur Spurensicherung sammelte sie ihre Kollegen ein. „Hallo Jarno. Dann zeig uns
mal dein Fundstück“. „Er hielt ihr den Abdruck unter die Nase. „Sehr gut
gemacht. Wir jagen das gleich mal durch den Computer“. Doch leider war der
Abruck nicht im Register. Von den Opfern war er auch nicht den das hatten sie
auch überprüft. „Das hätte mich auch ehrlich gesagt gewundert“. „Wieso?“. „Weil
meiner Meinung nach unser Täter kein gewöhnlicher Krimineller ist sondern es
genau auf die Opfer abgesehen gehabt hat“. „Könnte es nicht auch ein Abdruck
von den Arbeitern sein, die die Möbel weggebracht haben?“. „Nein. Es wurde uns
gesagt das alle Handschuhe getragen haben um sich nicht zu verletzten. Außerdem
wären dann mehr als nur ein Abdruck drauf. „Da hast Frau Hauptkommissarin wohl
recht“. „Aber das ist trotzdem schon mal ein ordentlicher Fortschritt“. Sie gingen
zurück in das Besprechungszimmer.
Sie
hatten zwei Stunden Volleyball gespielt. Es gab einige blaue Flecken und auch
eine blutige Nase, denn manche hatten ihren Emotionen der vergangenen Tage
freien Lauf gelassen. Vellu der die blutige Nase hatte war früher gegangen aber
nicht ohne versucht zu haben Axu auch eine zu verpassen. Dieser hatte ihn
nämlich mit der Faust getroffen, als sie beide gleichzeitig nach dem Ball
hechteten. Die anderen hatten ihn gerade noch davon abhalten können. Nach dem
sie geduscht hatten gingen sie getrennte Wege. Axu und Jussi zogen gemeinsam
von dannen, was Matti überhaupt nicht gefiel. Er nahm es Jussi nicht ab das er
nicht Privatermittler spielen wollte, aber was sollte er machen. Er ist für
sich selber Verantwortlich. Er beschloß nach hause zu fahren.
Er
war gerade etwas eingenickt als das Handy klingelte. „Ja?“. „Matti du mußt mir
einen Gefallen tun“. „Hannu? Was ist los?“. „Steffi macht uns hier noch alle
verrückt. Alle fünf Minuten redet sie davon wie gerne sie jetzt eine
Schwarzwälder Kirschtorte haben möchte. Sie hat mich auch schon losschicken
wollen eine zu holen aber Ari meinte die Ermittlungen seien wichtiger. Kannst
dir Vorstelen wie die Stimmung hier gerade ist. Naja und da du ja für das
Problem verantwortlich bist kannst du es auch beheben“. „nd wenn ich keine Lust
dazu habe?“. „Matti, bitte du mußt“. „Gut, aber dann schuldest du mir was“.
„Geht klar, danke“. „Schon recht“. Er legte auf.
„Er
macht´s also?“. „Ja“. „Gut, lange halte ich das hier nicht mehr aus. Wenn Ari
nicht wäre, hätten wir das Problem schon längst gelöst“. „Er ist der einzige
der es wagt ihr zu widersprechen, aber das war schon Mutig von ihm gewesen“.
„Ich glaube eher das rührt von woanders her“. „Was meinst du?“. „Er mag sie“.
„Das blicke ich jetzt nicht“. „Mann Hannu. Sie ist ja nicht ganz unattraktiv“.
„Du meinst er mag sie auf eine andere weise?“. „Jetzt hast du´s auch
geschnallt. Und sie ist Schwanger von einem anderen der sie bald heiratet. Ich
glaube allerdings nicht das Steffi das bewußt ist“. „Da muß er sich halt mit
abfinden. Ist nicht die einzige schöne Frau die rumläuft“. „Apropos was macht
den deine schöne Frau?“. „Von was redest du den nun schon wieder?“. „Der wo du
vorhin hinterhergeschaut hast. Ich glaub sie mag dich, weil sie nämlich Rot
angelaufen ist“. „Laß das mal meine Sorge sein“. Ari betrat das Zimmer. „Wie
wär´s mit ein bißchen Arbeiten und weniger tratschen“. Er ging wieder hinaus.
„So ein Sackgesicht“.
Steffi
saß an ihrem Schreibtisch und war übel gelaunt. Es klopfte an der Tür.
„Herein“, brummte sie. Ari kam herein und setzte sich auf den Besucherstuhl. Er
wollte ein Wort sagen aber sie lies ihn nicht. „Ari, ich geh mal davon aus das
wir beide Erwachsene Menschen sind also laß den Quatsch in Zukunft. Glaub
nicht, das ich nicht gemerkt hätte, das du mehr für mich empfindest wie
Freundschaft. Aber ich kann das leider nicht erwidern. Wenn das aber hier auf
das Arbeitsklima schlägt ist das nicht gut und ich kann das nicht dulden. Hör
zu, mir ist deine Freundschaft wirklich wichtig aber mehr ist einfach nicht
drin und wir sollten wie Erwachsene damit umgehen“. „Du hast recht und es tut
mir leid. Wenn du willst hohl ich die deine Torte“. „Ich glaub das ist nicht
nötig. Ich hab bestimmt alle so verrückt gemacht das Hannu schon jemanden einen
Auftrag gegeben hat eine zu besorgen“. „Gut, ich geh dann mal wieder“. „Was
wolltest du eigentlich hier?“. „Nur stunck machen aber das hat sich ja
erledigt“. Er grinste sie an. Es klopfte an die Tür. „Ich glaub das ist deine
Lieferung“. Er ging zur Tür und öffnete sie. Matti kam herein mit einem großen
Stück Schwarzwäldertorte. „Gott sei dank bist du da. Gib ihr das Ding bloß
schnell“. Er ging hinaus. Matti ging zu Steffi und gab ihr einen Kuß.
„Bitteschön ihr Kuchen“. Er stellte die Torte auf den Tisch. „Und als
Nachspeise hätten wir das hier anzubieten“. Er stellte ein Glas Essiggurken auf
den Tisch. „Oh danke, das ist echt lieb von dir. Wie lange mußte Hannu flehen
bis du´s gemacht hast?“. „Och er steht jetzt in meiner Schuld. Mir fällt da schon
was ein“. Sie begann den Kuchen zu Essen. Es klopfte wieder an die Tür.
„Herein“. Hannu und Miko standen in der Tür. „Sehr gut, du hast deinen Kuchen“.
„Was wollt ihr?“. „Nur mal die Lage checken, ob du wieder ansprechbar bist“.
„Wie ihr seht ja also könnt ihr ruhig rein kommen“. „Das ist aber ein großes
Stück“. Sie antwortete nicht sondern schob sich einen weiteren bissen in den
Mund. Hannu wollte etwas sagen aber er hielt mitten im Satz inne. Steffi hatte
sich das Gurkenglas geschnappt und nahm sich eine heraus. „Mhh, die sind auch
lecker“. „Ich glaub wir gehen jetzt besser wieder“. Bevor Steffi was sagen
konnte waren sie schon aus dem Zimmer entschwunden. „Was hab ich denn
gemacht?“. „Das was ich befürchtet habe. Ich geh jetzt auch besser und stör dich
nicht weiter bei der Arbeit“. Er gab ihr einen Kuß und ging.
„Na
hat´s geschmeckt?“. „Ja war sehr gut“. „Dann können wir ja wieder normal
weitermachen oder hast du noch irgendwelche Wünsche?“. „Nein ich bin vollauf
zufrieden. Aber zum Thema zurück. Mich wundert das wir noch keinen Brief heute
bekommen haben“. „Stimmt. Vielleicht einen neue Taktik?“. Es klopfte an die
Tür. „Herein“. Minna Petrinen stand in der Tür. „Das soll ich euch geben. Kam
gerade rein“. Sie gab Steffi den Umschlag ohne Hannu anzusehen und verschwand
wieder. „Bißchen Schüchtern die kleine, meinst du nicht?“. „Halt dich da raus“.
„Oh, haben wir einen Wunden Punkt getroffen?“. „Mico, Hannu klappe! Wir haben
hier wichtigeres. Hätte ich bloß nichts gesagt. In der Schule kam auch immer
der Lehrer wenn man sich drüber ausgelassen hat, das er wohl nicht mehr kommt“.
Sie machte den Brief auf. Es viel ein Beutel und ein Zettel auf den Tisch. In
dem Beutel waren 2 Zähne. Mico nahm den Zettel und laß:
Gleiches Spiel
wie bei den Fingern
„Was
bedeutet das?“. „Das wir ab jetzt noch 3 tage Zeit haben. Geht zwar nicht ganz
auf egal“. Du kannst so schnell rechen?“. „Ja, der Mensch hat ohne
Weisheitszähne 28 also heute sind es zwei morgen vier macht sechs, übermorgen
acht macht vierzehn, und dann bleiben noch vierzehn aber das doppelte von acht
ist sechzehn. Vielleicht hat er ja zwei Weisheitszähne“. „So ganz folgen konnte
ich nicht aber ich glaube dir das mal. Das muß echt schmerzhaft gewesen sein“.
„Ja, ich bin normal nicht zimperlich. Ich schaffe das Bohren ohne Spritze aber
als mir mein Backenzahn gezogen wurde tat das mit noch weh. Also Leute ihr wißt
was zu tun ist“. „Wen wir nur wüßten wem die Zähne gehören. Kann man das beim
Zahnarzt nicht Nachprüfen lassen?“. „Dafür braucht man eine ganzes Gebiß“. „wAs
sind das denn da für Abdrücke auf den Zähnen?“. „Steffi nahm ihm den Beutel aus
der Hand. „Autsch. Das sieht mir nach einem Abruck einer Zange aus, aber nicht
von einem Zahnarzt sondern Mechaniker“. Alle verzogen das Gesicht. „Wir geben
das am besten in die Spurensicherung. Die können einen Abdruck machen“. Ihr
Handy piepste. Sie sah nach und runzelte die Stirn. „Was ist?“. Sie zeigte es
den anderen.
Na gefällt
euch der Inhalt? Er hat ziemlich laut geschrien ... hahaha
„Das
ist doch Abartig!“. „Ja und deshalb müssen wir dem so schnell wie Möglich
Einhalt gebieten“. Ihr Handy klingelte. „Ja?“. „Hallo Steffi. Ich versuch schon
seit einer weile Risse aufzustöbern, aber zuhause ist er nicht und ans Handy
geht er auch nicht. Ich mein nur weil ihr ja auch so nach mir gesucht hab weil
ich mal kurz untergetaucht bin“. „Gut, danke“. Sie legte auf. „Planänderung. Du
und Hannu findet heraus zu welchem Zahnarzt Risto Jussilainen geht und Besucht
ihn mitsamt der Zähne. Vielleicht kann man ja doch was herausfinden. Mico du
kommst mit mir zur Wohnung von Risto“.
„Jussi
was suchen wir hier? Hat dir Steffi nicht verboten hier hin zu gehen?“. „Schon
aber das ist mir Schnuppe“. „Wenns was zu finden gäbe hätte das die Polizei
auch gefunden“. „Axu was soll das ich dachte du wolltest mir helfen?“. „OK“.
„Außerdem kennt die Polizei Ville und Lauri nicht so gut und weis nicht wonach
sie suchen müssen“. „Ist ja schon gut“. Sie stellten die ganze Wohnung von
Ville auf den Kopf fanden aber nichts.
Sie
hatten den Zahnarzt ausfindig gemacht und fuhren zu ihm. Der Zahnarzt holte die
Akte von Risto hervor. „Oh ja er war erst vor einer Woche hier gewesen. Ich
mußte ihm eine Füllung verpassen. Die in dem einen Zahn ist recht neu und es
war auch ein Schneidezahn gewesen. Der andere Schneidezahn hat keine Füllung.
Also Theoretisch können die schon von ihm sein, aber nur mit zwei Zähnen kann
ich das nicht sagen. Wer macht den nur so was?“. „Ein Psychopath. Danke das sie
sich Zeit genommen haben“. Sie gingen wieder.
Er
rief Steffi an und Berichtete was sie herausgefunden hatten. „Wir sind vor der
Wohnung, aber es ist niemand da. Wir klappern mal die Nachbarn ab“. „OK, wir
kommen und helfen euch“. Die Befragung hatte ergeben das er zuletzt gestern
nachmittag gesehen wurde. Sie waren wieder im Präsidium. „Das ist nicht gut,
oder?“. „Wir müssen einen Durchsuchungsbefehl für seine Wohnung bekommen“. „Die
gibt uns der Richter nicht. Wir haben keinerlei Anhaltspunkte das er es
wirklich ist aber ich habe eine andere Idee. Da wollen ein paar Detektiv
spielen, sollen sie. Mir hat Risto mal erzählt das Jani Soininen sein bester
Kumpel ist. Ich hoffe er hat einen Schlüssel. Spricht ja nichts dagegen das er
sich mal ein bißchen umsieht“. Sie holte ihr Handy heraus und rief Matti an.
„Hallo Schatz. Hast du zufällig die Nummer von Jani Soininen?“. „Ja, wiso. Ich
denk zumindest das die noch Aktuell ist. Hab sie schon eine weile nicht mehr
benutzt“. „Gib sie mir mal bitte. Ich hab jetzt keine Zeit das lange zu
erklären“. „OK, und ich sag auch keinem was davon“. „Ich sehe wir verstehen
uns. Wir reden heute abend“. Er gab ihr die Nummer. Sie rief bei Jani an.
„Hallo?“. „Hallo. Hier ist Hauptkommissarin Jarvilehto“. „Die Freundin von
Matti richtig? Was verschafft mir die Ehre?“. „Ist am Telefon alles ein bißchen
schwer zu erklären“. „Geht´s um Risto?“. „Ja“. „Ich hab mit Janne telefoniert.
Also ich hab ihn auch seit der Beerdigung nicht mehr gesehen. So langsam mach
ich mir auch Sorgen“. „Hast du zufällig einen Schlüssel zu seiner Wohnung?“.
„Ja den habe ich“. „Wolltest du nicht schon immer Detektiv spielen?“.
„Verstehe. Sie können da nicht einfach reinlatschen“. „Genau. Bei der Sachlage
bekommen wir keinen Durchsuchungsbefehl“. „Gut, ich schau mich mal um. Falls
ich was finde melde ich mich“. „Gut, Danke“. Sie legte auf.
Es
war jetzt fast fünf Uhr abends als Jani anrief. „Hallo. Ich hab die Bude soweit
ich es verantworten konnte auf den Kopf gestellt, aber ich habe nichts gefunden
was helfen könnte. Sein Auto steht nicht vor der Tür. Schlüssel, Handy und
Geldbeutel sind auch nicht da. Das macht mir langsam Angst“. „Wir werden ihn
schon finden“. „Da fällt mir ein Janne hat auch gesagt die Beerdigung von Hanna
und Lauri wäre übermorgen falls du´s noch nicht weist“. „Nein, wußte ich nicht.
Danke für die Info“. „Wie lang glaubt ihr habt ihr zeit Risse zu finden“. „Es
ist noch nicht Hundertprozentig sicher das er´s ist“. „Das hat meine Frage
nicht beantwortet“. „Du weist das ich das dir nicht sagen kann egal ob ich´s
weis oder nicht“. „Also wisst ihr´s“. „Jani ich kann dich ja verstehen aber das
geht nicht“. „Ist mir schon klar“. „Gut, ich danke dir wirklich für die Hilfe,
aber ich muß weiterarbeiten“. „Kein Problem. Wir können ja heute abend
weiterreden“. „Moment, hab ich da was nicht mitbekommen?“. „Ja, dein Verlobter
hat mich und Janne auf einen Videoabend eingeladen, aber nur wenn´s dir nichts
ausmacht“. „Ach was überhaupt nicht. Im Gegenteil“. „Schön, bis heute abend“.
„Bis dann“. Sie legte auf. Aber noch bevor sie das Handy hingelegt hatte
klingelte es wieder. „Hallo?“. „Ich bin´s hast du Jussi gesehen?“. „Nein,
wieso?“. „Weil er nicht zuhause ist und auf meine Anrufe nicht reagiert“.
„Tiita beruhige dich erst mal. Er hat bestimmt nur die zeit vergessen und sein
Handy aus“. „Ich glaub der hat sich wieder in Schwierigkeiten gebracht weil er
es nicht lassen kann Detektiv zu spielen“. „Ich kann da leider auch nichts dran
ändern. Ich kann ihn ja nicht einsperren aber glaub mir er ist nicht in
Gefahr“. „Woher willst du das wissen?“. „Weil die Person die in Gefahr ist schon
kurz nach der Beerdigung verschwunden ist“. „Schon aber wenn er zufällig auf
was stoßt das ihn in Gefahr bringt“. „Das glaube ich nicht“. „Du hast gut
reden“. „Tiita, jetzt laß es mal gut sein. Ich kann dich ja gut verstehen aber
es bringt nichts wenn wir uns die Köpfe einschlagen“. „Du hast recht.
Entschuldigung“. „Hör mir zu. Er taucht bestimmt gleich wieder auf“. „Wenn du
.... wart mal da kommt grad jemand. Wenn das Jussi ist dreh ich ihm den Hals
rum“. „Und?“. „Er ist es, bis später“. Sie legte auf.
„DU
IDIOT WO HAST DU GESTECKT????“. „Ähm, ich war nur ein Bier trinken mit Axu“.
„Wer´s glaubt wird selig. Du hast doch bestimmt wieder Detektiv gespielt“.
„Nein, hab ich nicht“. „Lüg mich nicht an“. „Ach Schatz du mußt mich
verstehen“. „Muß ich das??? Du bringst dich freiwillig in Gefahr und ich muß
das verstehen?“. „Wer sagt hier was von Gefahr“. „ICH!“. „Jetzt beruhige dich
mal wieder. Ist ja nichts passiert“. „Du verstehst es einfach nicht, oder?. Ich
habe mir sorgen gemacht“. „Schatz, das wollte ich nicht“. „Dann laß den scheiß
in Zukunft“. Tiita bekam feuchte Augen. „Ach Schatz nicht doch“. Er wollte sie
in den Arm nehmen, aber sie schubste ihn weg. Jetzt begann sie richtig zu
weinen. Jussi wollte wieder auf sie zugehen, aber sie wich ihm aus schnappte
sich ihre Jacke und rannte aus der Wohnung. Jussi rannte ihr hinterher, aber er
hatte sie aus den Augen verloren. „Verdammt“. Er ging zurück in die Wohnung und
rief Steffi an. „Hallo. Ich glaube ich habe ziemlichen Mist gebaut“. „Das
glaube ich auch. Ich hatte mit Tiita telefoniert bevor du gekommen bist und sie
war ziemlich besorgt. Man was hast du dir dabei gedacht?“. „Gar nichts sonst
wär das nicht passiert. Sie ist davon gerannt“. „Sie wird wahrscheinlich bald
zurück kommen. Braucht nur ein bißchen Ruhe um sich zu beruhigen. Allerdings
kann ich sie wirklich verstehen. Du mußt dir einiges einfallen lassen um das
wieder gut zu machen. Und ich hoffe du gibs´t das Detektiv sein jetzt endgültig
auf sonst leihe ich Tiita meine Handschellen“. „Benutzt du die eigentlich auch
privat?“. „Jussi jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für Scherze“. „Schon
gut, ich hab´s ja kapiert“. „Das hast du das letzte mal auch gesagt“. „Aber
dieses mal hab ich´s wirklich kapiert. Ich liebe Tiita über alles und wenn ihr
das wirklich so nahe geht laß ich den Scheiß in Zukunft“. „Das ist eine sehr
gute Entscheidung“. „Gut, wie geht´s mit den Ermittlungen voran?“. „Das ist das
Stichwort. Ich muß arbeiten also wir sehen uns“. Sie legte auf.
Steffi
legte die Füße hoch und schaffte es gerade mal zwei Sekunden tief ein und aus
zu Atmen, als es an der Tür klopfte. Sie bekam einfach keine Ruhe. „Herein“.
Die Tür wurde Zaghaft geöffnet. Ein Mädchen steckte den Kopf herein. „Hallo. Du
bist es. Komm doch herein“. Sie ging ins Zimmer. „Setzt dich“. Das Mädchen tat
wie ihr geheißen. „Wie kann ich dir helfen?“. „Ich weis ja das sie sehr viel zu
tun haben. Mir ist schon klar das sie noch nicht nach meinem Papa suchen
konnten. Ich wollte nur Fragen ob ich ihnen bei der Arbeit zuschauen kann. Ich
will nämlich auch Polizistin werden“. „Oh, das ist schön zu hören. Aber weist
du immoment haben wir wirklich sehr viel zu tun. Das geht leider nicht“. „Das
dachte ich mir. Ist schon OK“. An irgendwen erinnerte sie dieses Mädchen, aber
sie kam nicht darauf. „Weißt du was? Ich spendiere dir ein Eis aus dem
Automaten“. „Das ist wirklich nicht nötig, danke“. „Ich bestehe aber darauf.
Ich will mir sowieso eins holen“. „Ach so, dann müssen sie sich nicht
rechtfertigen“. „Schlaues Mädchen“. Sie gingen zusammen zu dem Automaten. „Was
möchtest du denn?“. „Das Magnum da“. „OK“. Sie warf das Geld ein und gab ihr
das Eis. „Ich glaub ich nehme das gleiche“. „Haben wir wieder gelüste Frau
Hauptkommissarin?“. „Hannu halt die Klappe“. Er machte sich schnell aus dem
Staub. „Der sieht süß aus“. „Oh, ich glaub da bist du noch ein bißchen zu jung
für“. „Nein, ich bin schon Zehn“. „In dem alter sollte man sich noch von Jungs
fernhalten“. „Ich hab schon mal einen geküßt“. „Wie so richtig?“. „Ohne Zunge,
das ist doch eklig“. „Woher willst du das wissen wenn du´s noch nicht Probiert
hast?“. Mögen sie Kutteln?“. „Nein, die sind eklig“. §Schon mal probiert?“.
„Nein“. „Woher wissen sie das dann?“. „OK, du hast mich erwischt, aber jetzt
solltest du wieder gehen nicht das du im heim vermißt wirst“. „Ist galub ich
besser. Danke nochmal für das Eis“. „Kein Problem. Tschüß“. „Tschüß“. Sie sah
dem Mädchen nach als sie ging.
Um
sieben Uhr abends beschlossen sie das für heute genug gearbeitet wurde. Steffi
war ziemlich erschöpft als sie die Haustüre aufschloß. „Schatz ich bin wieder
da“. Matti kam ihr entgegen und gab ihr einen Kuß. „Na endlich. Du arbeitest
dich noch zu tote“. „Geht schon. Mein Kreuz ist nur irgendwie verspannt“. „Dann
legst du dich am besten mal hin und ich massiere dich ein bißchen“. „Wann
kommen denn Janne und Jani?“. „Um acht. Ich weis ich hätte dich fragen sollen.
Das war eine spontane Idee gewesen. Ich kann ihnen wieder Absagen das ist kein
Problem“. „Ach was, das geht schon in Ordnung. Kann nur sein das ich eingeschlafen
bin bevor der Film fertig ist“. Matti zog sie ins Schlafzimmer. So jetzt ziehst
du erst mal dein Shirt aus damit ich dich massieren kann. Sie legte sich hin
mit nacktem Oberkörper. Er begann sie zu massieren. „Oh man das tut sehr gut.
Du hast wirklich deinen Beruf verfehlt“. „Also das glaube ich nicht“. „Doch
ganz bestimmt“. Er sagte nichts sonder massierte sie weiter. Nach einer weile
war sie eingeschlafen. Matti stand auf und deckte sie zu. Er strich ihr eine
Haarsträhne aus dem Gesicht und gab ihr einen Kuß. Eine halbe Stunde später
wachte sie auf. Sie stand auf, zog sich etwas an und lief schlaftrunken in die
Küche. „Ah, du bist aufgewacht“. Matti gab ihr einen Kuß. „War wohl doch müder
als gedacht. Danke für die Massage die war echt gut. Ich hoffe du hast den
beiden nicht abgesagt“. „Nein, habe ich nicht. Sie müßten jede Minute da sein.
Hast du Hunger?“. „Ja, großen Hunger“. „Wenn du noch fünf Minuten warten kannst
gibt es selbstgemachte Pizza. „Oh lecker“. Es klingelte. „Ich geh aufmachen“.
Matti ging zur Tür und lies die beiden herein. Steffi war inzwischen ins
Wohnzimmer gegangen und hatte sich auf die Couch gesetzt. „Hallo Steffi. Ich
hoffe wir stören nicht“. „Ach was. Es kann nur sein das ich euch irgendwann was
vorschnarche“. „Ich glaube damit können wir leben. Nach was riecht es hier so
gut?“. „Pizza. Selbstgemacht von Matti. Ich hab nämlich geschlafen“. „Ist auch
kein wunder wenn man so lange Arbeitet“. „Ich möchte da heute Abend übrigens
nichts von hören nur damit ihr´s wißt“. „Wir haben auch nicht vor darüber zu
diskutieren. Da soll ein netter Abend werden. Wir haben übrigens was
mitgebracht“. Er reichte Steffi die Flasche Wein. „Oh, das ist ein gutes
Tröpfchen. Wo habt ihr den denn aufgetrieben. Das gibt´s sicher nicht im
Supermarkt“. „Nein, mein Opa ist ein Weinliebhaber. Vor allem deutschen Wein“.
„Nur zu blöd das ich nichts davon trinken kann“. „Ein Glas wird dir nichts
schaden“. „Nein damit fangen wir erst gar nicht an“. „Der Wein war auch eher
als Geschenk gedacht. Den könnt ihr zwei in 9 Monaten aufmachen und auf euer
wohl und das des Nachwuchses trinken“. „Irgendwie bin ich da noch gar nicht
drauf eingestellt“. „Das kommt schon noch, glaub mir. Die Geburt ist das
schönste was es auf der Welt gibt“. „Können wir von was anderem reden? Da möchte
ich lieber noch nicht dran denken“. Den restlichen Abend verbrachten sie mit
Filme anschauen wobei Steffi nicht mal den ersten ganz mitbekommen hatte. Matti
hatte sie ins Bett getragen, ausgezogen und zugedeckt.
„Da
bist du ja endlich, ich habe mir sorgen gemacht“. „Da weißt du ja mal wie das
ist!“. „Schatzi, ich weis ich hab einen großen Fehler gemacht. Ich war
egoistisch, ich mach das wieder gut. Ich liebe dich doch“. Tiita stand
unentschlossen im Wohnzimmer, aber seinem flehenden Blick konnte sie nicht
lange stand halten. „Wie wärs wenn du damit anfängst mich zu massieren. Aber
glaub ja nicht das es damit getan ist“. „Ich weis. Ich laß mir da schon was
einfallen“. Sie gingen ins Schlafzimmer. Allerdings schlief Tiita erst in dem
armen von Jussi ein.
7.Kapitel
„Morgen
Schatz, gut geschlafen?“. „Ja, ich nehm mal an das ich nicht lange Fernsehen
geschaut habe“. „Nein, aber das war ja auch kein Wunder“. „Wie geht´s dir heute
morgen?“. Steffi schaute ihn mit einem vielsagenden Blick an. „Entschuldigung,
ein Reflex“. „Schon gut. Mir ist gar nicht schlecht. Das ist mal was neues. Ich
hoffe das beliebt den ganzen Tag so“. „Das ist schön zu hören“. Nachdem sie
gefrühstückt hatten verabschiedete sich Steffi. Sie hoffte das der Tag heute
nicht so lang und stressig wurde.
Tiita
hatte es gerade noch zum Klo geschafft bevor sie sich übergeben mußte. Jussi
klopfte an die Tür. „Schatz alles klar?“. „Geht schon wieder“. Sie stand auf
und spülte sich den Mund aus. Jussi ging hinein. „Du siehst ein bißchen bleich
aus. Ist wohl besser wenn du heute da bleibst und dich ins Bett legst“. „Mir
geht´s schon wieder gut. Kein Problem, ich gehe an die Uni“. „Das halte ich für
keine gute Idee“. „Ich geh an die Uni, Diskussion beendet“. Er versuchte sie
während des Frühstücks zu überreden aber ohne Erfolg.
Die
morgendlichen Ermittlungen liefen schleppend. Da sich Risto bisher immer noch
nicht gemeldet hatte gingen sie davon aus das er wohl das nächste Opfer war.
Nur der Zusammenhang zu Ville und Lauri war schwierig. Gut sie waren schob
befreundet gewesen über das Skispringen, aber lang nicht so eng wie Ville und
Lauri. Es wurde langsam Mittag und alle waren etwas nervös angesichts der
bevorstehenden ‘Lieferung‘. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als jemand
klopfte. „Herein“. Hannu öffnete die Tür und setzte sich auf den Stuhl Steffi
gegenüber. „Mir wäre lieber ich wüßte nicht von wem die Zähne stammen“. „Ganz
sicher wissen tun wir das ja nicht“. „Ach komm. Da gibt´s doch keinen Zweifel“.
„Mal was anderes. Wer war den der weibliche Gast gestern abend?“. „Was? Wie
kommst du da drauf?“. „Also hab ich recht?“. „Na gut, ja du hast recht aber wir
waren nur was trinken“. „Laß mich raten, der Frischling?“. „Ja, genau der“.
„Und könnte da was draus werden?“. „Das weis ich jetzt noch nicht aber
vielleicht“. „Ich finde ihr paßt gut zusammen“. „Laß das mal meine Sorge sein.
Mir wäre recht du würdest das meinen Brüdern nicht gleich auf die Nase binden“.
„Nein, mach ich nicht“. „Dann ist gut. Ich geh mal wieder an die Arbeit“. Er
ging hinaus.
„Hallo da bin ich wieder“. Er schrak hoch. „Ich muß dir wieder ein bißchen weh tun mein süßer, aber das hast du alles der inkompetenten Polizei zu verdanken. Er versuchte von ihr wegzukrabbeln. „Nana mein guter“. Er versuchte sich zu wehren was aber kaum gelang da seine Hände und Füße festgebunden waren. Sie hatte es geschafft ihm 4 Zähne auszureißen. Er lag benommen da, weinend vor schmerzen. „Jammerlappen“. Sie stand auf und ließ ihn zurück.
Es
klingelte. Matti ging an die Tür. Als er durch den Spinnt schaute staunte er
nicht schlecht. Er öffnete. „Hey Roar altes Haus was machst du denn hier?“.
„Darf ich erst mal hereinkommen?“. „Klar“. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Was
machst du denn hier?“. „Ich dachte ich schaue mal vorbei. Ich hoffe ich störe nicht“.
„Ach was“. „ich mein wegen allem was hier grad los ist. Echt schrecklich. Deine
Verlobte hat ziemlich viel zu tun“. „Ja hat sie , leider. Das ist ein Beruf wo
du wirklich froh sein kannst wenn du nichts zu tun hast“. „Stimmt“. „Wie lang
willst du bleiben?“. „Keine Ahnung. Wie lang erträgt ihr mich?“. „Du kannst
bleiben solange du willst. Du hast doch hoffentlich kein Zimmer in einem Hotel
genommen?“. „Doch“. „Das kommt gar nicht in Frage du pennst hier“. „Und was
sagt Steffi dazu?“. „Die wird sich freuen. Wir haben ein Gästezimmer da ist das
gar kein Problem“. „Also ich weis nicht“. „Keine Widerrede“. „Gut wie du
meinst“. „Dann holen wir am besten mal dein Zeug aus dem Hotel. In welchem bist
du?“. „Dem Cumulus“. „Ist dir da zufällig Janne über den Weg gelaufen?“. „Ja ,
heute morgen. Hat gemeint ich wäre viel zu früh. Die neue Saison hätte noch
nicht angefangen“. „Ist gut das er seinen Humor nicht verloren hat aber jetzt
holen wir deine Sachen.
Auf
dem Gang stieß sie mit Minna zusammen. „Oh Entschuldigung“. „Macht nichts. Ich
war in Gedanken“. „Ist schon klar bei so einem Fall. Ich hoffe ich kann auch
mal in ihrer Abteilung arbeiten“. „Das ehrt mich, aber ich habe jetzt leider
nicht die zeit für einen Plausch“. „Ja, ich will dich nicht aufhalten“. Steffi
ging weiter. „Ach übrigens, danke“. Steffi drehte sich um. „Wofür?“. „Ich
glaube das wissen sie“. Minna ging davon. Ja, sie wußte was sie meinte. Mal
sehen wie lange das hält dacht sie sich.
Sie
hatte sich gerade auf ihren Stuhl gesetzt als es klopfte. „Herein“. Es war
Tommi Nikunen der Trainer der Skispringer. Er setzte sich ihr gegenüber. „Wie
kann ich dir helfen?“. „Das weist du genau. Schnapp diesen Verrückten. Ich will
im Winter noch ein Team haben mit dem ich antreten kann“. „Glaub ja nicht wir arbeiten
hier nicht auf hochtouren. Hast du eine Ahnung wie wenig Privatleben ich gerade
habe wegen dieser Geschichte?“. „Mir kam zu Ohren das Risto vermißt wird,
stimmt das?“. „Ja, aber wir sind dran“. „Also habt ihr einen verdächtigen?“.
„Tommi ich kann dir darüber nichts sagen“. „Jetzt komm schon“. „Nein“. „Ich
verstehe das alles nicht“. „Ich hab auch meine Schwierigkeiten damit , aber
leider keine Zeit mit dir darüber zu diskutieren. Das verstehst du doch. Wenn
du mir nichts sagen kann das mir hilft muß ich dich bitten zu gehen“.
„Aber....“. „Kein Aber“. Er stand auf und ging ohne ein weiteres Wort.
Tiita
war immer noch sauer auf Jussi. Sie hatte gerade Pause und saß mit Mia ihrer in
der Mensa. Sie hatten sich in den letzten Wochen angefreundet. Mia hatte von
einer anderen Uni hergewechselt und Tiita hatte ihr geholfen sich zu
orientieren. „Weist du ich glaube ihm ja das er mich über alles liebt, aber
manchmal vergißt er halt sein Hirn anzuschalten“. „Das bezweifele ich ja auch
gar nicht. Was hast du vor?“. „Diesmal gebe ich nicht so leicht nach. Er soll
spüren was er mir angetan hat, der Idiot“. „Ich glaube du hast ihm einen ganz
schönen Schrecken eingejagt so wie er dir. Er hat´s bestimmt kapiert das es so
nicht geht“. „Schon, aber trotzdem“. „Jetzt denk mal an was anderes. Du machst
dich ja bloß fertig damit“. „Es ist ja nicht nur das sondern was wenn´s der
Mörder auch auf ihn abgesehen hat? Er war immerhin eng mit Lauri und Ville
befreundet“. „Das glaube ich nun wirklich nicht“. „Woher willst du das wissen?“.
„Jetzt hör mal zu. Wir kennen den Grund nicht warum die beiden sterben mußten
aber ich bin mir sicher das hat nichts mit Jussi zu tun. Was soll der schon
angestellt haben?. Ich kenne ihn nicht so gut wie du, aber ich glaube er könnte
doch einer Fliege nichts zu leide tun“. „Das nicht, aber er schafft es noch
sich in Schwierigkeiten zu bringen“. „Jetzt denk mal an was anderes“. Tiita
seufzte. „Du ich muß jetzt leider gehen meine Vorlesung fängt gleich an“. „OK,
wir sehen uns. Danke für´s zuhören“. „Schon gut, ich ruf dich an“. Mia ging zu
ihrer Vorlesung. Tiita hatte erst in einer Stunde die nächste Vorlesung und so
entschloß sie sich ein bißchen in die Stadt zu gehen. Nach Hause wollte sie
nicht.
Matti
und Roar hatten sein Gepäck aus dem Hotel geholt. „Meinst du es ist auch
wirklich OK?“. „Ja, ist es“. „Ich hab mir lange überlegt ob ich kommen soll,
wegen allem was los ist“. „Ja, das ist echt schlimm und so richtig begreifen
tut das keiner aber laß und über was anderes reden. Was hältst du davon wenn wir
in die Stadt gehen und was trinken. Wir können auch kurz bei Steffi
vorbeischauen. Sie wird sich freuen dich zu sehen“. „Das ist eine gute Idee“.
Axu
war derweil bei Jussi zuhause. „Was soll das heißen?“. „Das ich nicht mehr
Detektiv spiele. Das kann ich Tiita nicht antun. Du hättest sie gestern sehen
sollen“. „So schlimm?“. „Ja“. „Gut, wenn du kneift, ich mache weiter“. „Und was
willst du machen? Du hast doch überhaupt keinen Anhaltspunkt“. „Laß das mal
meine Sorge sein“. Axu ging ohne sich von Jussi zu verabschieden.
Steffi
kam gerade ins Präsidium zurück, nachdem sie ein paar Dinge überprüft hatte die
im Sande verlaufen sind, als sie jemand von der Seite ansprach.
„Hauptkommissarin Jarvilehto?“. „Ja“. „Hallo. Peer Mordeck von der
Verkehrspolizei. Wir habe da was, was sie interessieren dürfte“. „Nur her
damit“. Er hielt ihr ein Foto unter die Nase. „Wo habt ihr das geschossen?“.
„Auf der Itkonniemenkatu Richtung Itkonniemi“. „Hilft das?“. „Ich hoffe. Vielen
Dank“. Sie ging und sammelte die anderen ein. „Was hast du denn nun?“. Sie
hielt den anderen das Foto hin. „Das ist doch Lauri? Er ist geblitzt worden?
Aber was hilft uns das?“. „Das war an dem Tag, als die Wohnung wo der erste
Mord passiert ist lehr geräumt wurde und er war auf dem Rückweg“. „Aber die
Leichen wurden doch in einer ganz anderen Ecke gefunden“. „Exakt, deshalb
vermute ich ist er erst mal zu unserem Täter zurück gefahren“. „Ja, aber das
kann immer noch überall sein“. „Ein bißchen eingegrenzt ist es schon aber
immoment hilft es auch nicht weiter“. Da sie sonst nichts mehr zu besprechen
hatten gingen alle in ihre Arbeitszimmer.
Steffi
hatte gerade die Tür hinter sich zugemacht als es klopfte. Sie öffnete sie
wieder. Vor ihr standen Roar und Matti. „Hey was machst du denn hier?“. „Ich
kann ja wieder gehen“. Sie umarmte ihn und gab ihm rechts und links ein Küßchen
auf die Backe. Matti bekam auch einen Kuß, aber auf den Mund. „Kommt rein“. Sie
lehnte sich an den Schreibtisch. „Jetzt erzähl mal, was treibt dich hierher?“.
„Ich mußte daheim einfach mal raus und da dachte ich , ich könnte euch
besuchen. Eigentlich hab ich mich ins Hotel eingemietet aber Matti meinte das
kommt nicht in Frage“. „Da hat er auch völlig recht. Wie lange bleibst du?“.
„Ich weis noch nicht genau. Ein paar Tage vielleicht“. „Du kannst so lange
bleiben wie du willst“. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Es war die Dame von
der Rezeption mit einem Umschlag in der Hand. „Der ist gerade gekommen“. Danke,
Pia“. „Was ist da drin?“. „Nichts wichtiges“. „Du meinst wohl eher nichts das
uns angeht“. „Oder so. Ich muß euch leider schon wieder rausschmeißen. Wir
sehen uns heute abend“. Sie gab Matti einen Kuß und die beiden gingen hinaus.
Ein paar Sekunden später kamen ihre Kollegen herein. „Pia hat uns Bescheid
gesagt“. Steffi öffnete den Umschlag. Wie befürchtet war ein Beutel drin mit 4
Zähnen und ein Zettel.
Ihr solltet
euren Privatdetektiven sagen sie sollen ihr Hobby aufgeben, bevor sie mir in
die Quere kommen .... das wäre äußerst ungesund
„Ich
hab gedacht du hättest deinem Schwager gesagt er solle damit aufhören?“. „Ja,
aber wichtiger ist, das sie auf etwas gestoßen sind ohne es gemerkt zu haben.
Oder zumindest irgendwas nahe gekommen zu sein. Ich rufe ihn mal an“. Sie nahm
ihr Handy und wählte seine Nummer. „Hallo Jussi, ich muß mit dir reden wo bist
du?“. „Zuhause, wieso?“. „Kannst du her kommen?“. „Eigentlich wollte ich ...“.
„Das war keine Frage“. „Wenn du mich so nett bittest. Ich komme“. Sie legte
auf. „Hannu und Ari ihr geht mal zu diesem Zahnarzt mit dem Beutel hier. Ich und
Mico nehmen uns Jussi vor“. „Warum darf ich da nicht mitmachen?“. „Das ist
keine gute Idee Hannu, du gehst mit Ari“. Er wollte was erwidern aber Ari hatte
ihn schon nach draußen gezogen.
„Kein
Zweifel?“. „Nein, das sind nicht die Zähne von Risto Jussilainen. Wenn ich mir
das letzte Röntgenbild anschaue sieht man das dieser Zahn hier unmöglich von
ihm sein kann“. „Wieso denn nun nicht?“. „Das hier ist ein künstlicher Zahn.
Bei Herrn Jussilainen sind aber noch alle echt“. „Das glaub ich jetzt nicht“. „So
sieht´s aber aus meine Herren“. „Gut, Danke trotzdem“. Sie gingen. „Hannu auf
den Schreck brauch ich jetzt erst mal einen Kaffee. Gehen wir uns hier einen
holen“.
„Weswegen
hast du mich jetzt herbestellt?“. Steffi schob ihm den Zettel hin. „Deswegen“. Er
starrte verwirrt darauf. „Was ist damit?“. „Der ist von unserem Täter und wen
er damit gemeint hat ist wohl doch klar“. „Das ist bestimmt nur ein Scherz“.
„Jussi sehe ich so aus, als würde ich scherzen. Das ist verdammter Ernst“. Sie
knallte die Faust auf den Tisch so das sogar Mico im Hintergrund
zusammenzuckte. „Aber wir haben doch nur ein bißchen in den Wohnungen von Lauri
und Ville herumgeschnüffelt“. „Sonst nichts?“. „Wir haben uns auch ein bißchen
da herumgetrieben wo Ville festgehalten worden war. Stand ja in der Zeitung“.
„Habt ihr irgendwas herausgefunden das ich wissen müßte?“. „Nein“. „Was habt
ihr an dem Tag sonst noch gemacht?“. „Ich war so niedergeschlagen das wir ein
bißchen im Wald spazieren gegangen sind, frische Luft schnappen“. „War da irgendwas
ungewöhnliches?“. „Nein, mich hätte nur ein Auto beinahe umgefahren, wenn Axu
mich nicht zur Seite gezogen hätte“. „Was für ein Auto?“. „Ein roter Jeap, ich
glaub Subaru. „Hast du den fahrer gesehen?“. „Nein, kam von hinten aber was
soll das?“. „Laß das mal meine sorge sein. Wo war das?“. „Auf einem der Wege
beim Puijo“. „Du hast dir nicht zufällig das Kennzeichen gemerkt?“. „Nein“. „Wo
ist Axu?“. „Keine Ahnung wo der Idiot sich rumtreibt. Ich hab ihm gesagt das
er´s lassen soll“. „Hat der das Detektivspielen etwas immer noch nicht
aufgegeben“. „Ich fürchte nicht“. „Gib mir seine Nummer, sofort“. Er gab sie
ihr aber, als sie in versuchte zu erreichen ging er nicht ran. „OK, ich denke
das reicht. Du kannst gehen, aber versuch nicht Axu auf eigene Faust zu finden
das bringt nichts. Tu mir nur den Gefallen und versuch ihn hin und wieder zu
erreichen und wenn du ihn hast dann melde dich bei mir“. „OK“. Jussi ging ohne
ein weiteres Wort.
Steffi
und Mico wollten gerade in die Kantine gehen als ihnen Hannu und Ari entgegen
kamen. „Na was habt ihr herausgefunden?“. „Das Risto nicht das nächste Opfer
ist“. „Was?“. „Das sind definitiv nicht seine Zähne, weil einer davon falsch
ist und er hat nur echte“. „Das glaub ich jetzt nicht. Geht schon mal vor ins Besprechungszimmer
wir holen uns nur was zum Trinken“.
„Aber
wer ist dann das nächste Opfer?“. Hannu hörte sich fast panisch an. „Und wo
steckt Risto?“. „Alles Fragen auf die wir noch keine Antworten haben, leider“.
„Was hatte den eigentlich mein Brüderchen zu sagen?“. Steffi berichtete von dem
Gespräch. „Ich habe mir mal eine Liste mit den zugelassenen Autos dieser
Beschreibung herausgelassen. Sowas kauft sich nicht jeder und deshalb sind es
auch nur drei. Die überprüfen wir“. „Was soll das denn bringen?“. „Ich gehe nur
meinem Gefühl nach und das sagt mir wir sollten mal nachsehen. Ari und Mico ihr
nehmt die ersten zwei und ich und Hannu den untersten. Die Dame kenne ich
nämlich“. „Woher?“. „Mia ist eine Freundin von Tiita. Sie hat sie mir mal
vorgestellt“. „Gut, dann gehen wir“.
Hannu
klingelte aber es machte niemand auf. „Wahrscheinlich noch an der Uni. Das Auto
ist auch nicht da“. Sie waren gerade in Ihr Auto gestiegen als sie einen Jeap
die Straße entlangfahren sahen. „Duck dich“. „Wozu?“. Sie packte ihn und Riß
ihn nach unten. Der Jeap fuhr an ihnen vorbei und parkte in der Auffahrt. Mia
stieg aus und ging ins Haus. „Was sollte das gerade eben?“. „Vertrau mir“. Sie
stieg aus. Hannu noch immer verdutz zögerte. „Komm schon“. Er ging ihr
hinterher. Sie gingen um das Haus herum und schauten in die Fenster. Mia saß in
der Küche und laß Zeitung. Sie gingen wieder an die Haustür und klingelten.
„Hallo Mia. Wir kennen uns ja. Können wir kurz hereinkommen? Dauert nicht
lange“. „Eigentlich paßt mir das gerade überhaupt nicht. Ich schreib gerade an
einem Bericht für die Uni“. „Es dauert wirklich nicht lange, Versprochen“.
„OK“. Sie ließ sie widerwillig hinein und führte sie in die Küche. „Worum geht
es?“. „Gestern wurde am Puijo oben ein Fußgänger angefahren mit einem Auto wie
deinem. Da verstehst du das wir alle Überprüfen müssen“. „Oh das ist ja
schlimm, aber ich war da gestern nicht“. „Gut, dürfen wir uns dein Auto
trotzdem mal ansehen?“. „Klar“. Als sie an der Kellertreppe vorbei kamen hörte
mal plötzlich ein Rumpeln“. „Was war das?“. „Meine Katze“. Sie und die
Hauptkommissarin schauten sich kurz tief in die Augen und Mia rannte in die
Küche. Hannu wollte hinterher aber Steffi hielt in zurück. „Bist du verrückt“.
„Sie tasteten sich langsam hervor. Als Steffi um die Ecke schaute ertönte ein
Schuß und traf sie am Arm. Sie zuckte zusammen. „Ach du scheiße!“. „Hannu ich
bin OK, nur ein Streifschuß“. Sie hörten wie ein Fenster geöffnet wurde. „Die
will abhauen!“. „Hannu nein!“. Aber sie konnte ihn nicht zurückhalten. Er
rannte an ihr Vorbei Richtung Küche. Steffi rappelte sich auf und ging Richtung
Wohnzimmer und zur Terrassentür hinaus“. Sie sah wie Mia über den Gartenzaun
sprang und Hannu ein paar Meter hinter ihr herrante. Sie zog im gleichen Moment
wie Mia ihre Waffe und beide Schossen. Steffi´s Kugel traf Mia und riß sie zu
Boden aber auch Mia´s Kugel verfehlte nicht ihr Ziel. Hannu sank zu Boden.
Steffi rannte immer noch mit gezogener Waffe zu Mia und nahm ihre waffe an
sich. Dann rannte sie zu Hannu. Er war in der Schulter getroffen worden und
Atmete schwer. Sie nahm ihr Handy und verständigte den Rettungswagen und ihre
Kollegen. Binnen weniger Minuten wimmelte es von Leuten. Hannu und Mia wurden
mit dem Krankenwaagen ins Krankenhaus gefahren. Steffi saß immer noch Benommen
am Boden und ließ ihren Arm verarzten. Es war nur eine Fleischwunde die genäht
werden mußte. Sie Berichtete ihren Kollegen was passiert war. „Aber ich
verstehe nicht wieso sie in die Küche gerannt ist um ihre Waffe zu holen?“.
„Weil sie einen Fehler gemacht hatte und wußte das ich es wußte“. „Was für
einen Fehler?“. „Sie hat gesagt sie hätte eine Katze aber sie hat eine
Katzenhaaralergie. Das hat sie mir selbst gesagt“. „Habt ihr schon geschaut was
da so interessantes im Keller ist?“. „Nein, wir wollten uns erst mal um euch
kümmern“. „Gut, dann laßt uns mal nachsehen“. „Spinnst du? Du bleibst schön
hier sitzen“. Aber sie hörte nicht auf ihn sondern erhob sich. Sie hätten nicht
mit dem gerechnet was sie im Keller fanden. Zum einen war da ein Chemielabor
mit dem Drogen hergestellt wurde. Es lagen nämlich einige Päckchen LSD herum
und zum anderen Risto der geknebelt an der Wand saß. Sie befreiten ihn. „Wie
zum Henker kommst du hier her?“. Aber er hatte kaum die Kraft zum reden. „Ist
schon gut, das klären wir später“. Er wurde nach oben getragen und ebenfalls
ins Krankenhaus gefahren. „Laßt und ins Krankenhaus fahren. Ich hoffe Hannu
geht es gut“. Als sie im Krankenhaus ankamen mußten sie warten, denn Hannu
wurde Operiert. Mia allerdings war wohl auf der Stelle Tod gewesen. Steffi
hatte ihr Herz getroffen. „Oh Gott, ich glaub das alles nicht“. Sie sank auf
dem Stuhl zusammen. „Was ist mit Matti und Jussi? Wir sollten sie informieren.
Es wird nicht lang dauern bis das in der Presse ist“. Steffi wollte nach ihrem
Handy greifen. „Nein, ich rufe sie an“.
Zehn
Minuten später rannten Matti und Jussi auf sie zu mit Tiita und Roar im
Schlepptau. Steffi wollte aufstehen aber sie schaffte es nicht. Matti kniete
sich zu ihr hinunter und umarmte sie fest. „Au, du tust mir weh“.
„Entschuldigung“. Er ließ sie wieder los. „Bist du OK?“. „Ja, aber aber....“
Sie konnte nicht weitersprechen denn sie hatte angefangen zu weinen. Matti nahm
sie wieder in den Arm aber diesmal Vorsichtiger. Jussi und die anderen standen
nur benommen daneben. Zwei Minuten lang sagte keiner etwas bis Steffi aufgehört
hatte zu weinen. „Wie zum Henker konnte das passieren?“. „Das ist alles nur
blöd gelaufen“, sagte Steffi mit erstickter Stimme. „Wir wollten uns eigentlich
nur kurz ihr Auto ansehen. Es ging alles so schnell. Ach übrigens Risto geht es
auch gut“. „Wie? Ihr habt ihn gefunden? Dann ist sie die Verrückte?“. „Nein,
Jussi ist sie nicht. Risto ist gar nicht das nächste Opfer unseres Verrückten“.
2Was jetzt versteh ich gar nichts mehr“. Steffi wollte etwas sagen aber Mico
hielt sie davon ab. Er berichtete was passiert war ab dem Zeitpunkt wo sie los
gingen die Autos zu überprüfen. Von den Zähnen und Zetteln sagte er nichts.
Tiita klappte die Kinlade herunter. „Aber ..... aber ich hätte doch gemerkt
wenn die mit Drogen gedielt hätte. Sie war ein ganz normales nettes Mädchen“.
„Da hast du dich wohl in ihr getäuscht“. „Ich frage mich wie lange die noch
Operieren wollen“. „Das ist alles meine Schuld“. „Nein, Schatz das ist es
nicht“. „Doch. Hätte ich ihn nur zurückgehalten“. „Das konntest du nicht mit
deinem Verletzten Arm“. In dem Moment kam ein Arzt um die Ecke. Alle starten
ihn an. „Er wird es überleben. Es sind keine wichtigen Organe verletzt aber er
hatte Glück. Da paßt gerade ein Blatt Papier zwischen das Herz und der Kugel“.
Alle Atmeten erleichtert auf. „Und was ist mit Risto?“. „Er ist etwas
dehydriert und hat ein paar gebrochene Knochen aber auch er wird es
überstehen“. „Können wir zu beiden?“. „Ja, aber nur sehr kurz sie brauchen
Ruhe. Herr Hautamäki schläft sowieso und wacht erst in ca. 2 Stunden auf.
Sie
gingen zuerst zu Hannu. Er lag friedlich schlafend im Bett. Jussi strich ihm
über die Stirn. Sie blieben nur kurz und gingen dann zu Risto. „Wie geht´s
dir?“. „Mir ging´s schon besser aber ich werd´s schaffen“. „Sag mal was ist
eigentlich passier?“. „Ich hab sie auf der Beerdigung angesprochen. Ich fand
sie ganz niedlich. Ich weiß ist eigentlich nicht der Richtige Ort für so was.
Wir sind zum Puijo hochgefahren und dort ein bißchen spazieren gegangen. Eine
ganze weile, wir haben viel geredet. Dann sind zurückgefahren. Sie wollte eine
Abkürzung durch den Wald nehmen. Ich hab mehr auf sie geachtet als auf die
Straße sah aber aus dem Augenwinkel das zwei gestalten zur Seite sprangen“.
„Die zwei gestalten waren ich und Axu“. „Was?“. „Ja ich und Axu. Hast du uns
nicht gesehen?“. „Ich sagte doch ich hab nicht auf die Straße geachtet. Seid
ihr OK?“. „Ja, wie du siehst“. „Risto erzähl wieder“. „Gut, wir sind zu ihr
gefahren. Ich mußte aufs Klo und bin an der Kellertreppe vorbei. Die war aber
nicht ganz geschlossen. Ich wollte sie erst zu machen aber dann hab ich sie
doch weiter aufgemacht. Plötzlich mehrte ich wie ich geschubst wurde. Ich muß
in Ohnmacht gefallen sein, denn als ich Aufwachte war ich geknebelt. Und Vorhin
habe ich Stimmen gehört und hab euch erkannt. Ich hab einen Topf
umgeschmissen“. „OK, das reicht“. „Aber wie seit ihr darauf gekommen das ich da
bin?“. „Das ist etwas kompliziert. Eigentlich dachten wir erst du wärst in den
Händen von diesem Verrückten“. „Ich wieso denn das?“. „Wir wußten das wieder
jemand gekidnappt wurde und da du seit der Beerdigung gefehlt hast“. „Ach so
ich verstehe“. „Ich glaub das reicht jetzt. Du solltest dich ausruhen“. „Das
gilt auch für dich Schatz“. „Mit mir ist alles in Ordnung“. „Steffi er hat
recht. Geh nach hause, für dich ist der Tag gelaufen. Ist eh schon fast um“.
„Aber wir müssen den Verrückten schnappen der noch draußen herumläuft“. „Laß
das mal Aris und meine Sorge sein“. Sie wollte etwas erwidern aber Matti zog
sie mit sich. Sie waren auf dem Flur. „Gut ich und Ari gehen jetzt wieder
zurück ins Präsidium, paß du gut auf das sie sich nicht wegschleicht“. „Keine
Sorge, das habe ich ein Auge drauf“. „Ich bleibe hier damit jemand da ist wenn
Hannu aufwacht“. „Ich bleibe bei dir“. Jussi und Tiita gingen wieder ins
Krankenzimmer, Ari und Mico ins Präsidium und Roar ging mit Matti und Steffi
nach hause. „Schatz du legst dich ein bißchen hin. Keine Widerrede“. Er zog sie
ins Schlafzimmer . „Du legst dich jetzt erst mal hin“. Sie zog sich aus und
legte sich ins Bett. Matti gab ihr einen Kuß auf die Stirn. „Weißt du
eigentlich was du mir für einen schrecken eingejagt hast?“. „Ja, das weis ich“.
Fünf Minuten später war sie eingeschlafen.
Die
Nachricht des heutigen Tages verbreitete sich sehr schnell. Man mußte Beamten
vor der Tür von Risto und Hannu postieren um Journalisten abzuhalten. Im
Präsidium liefen die Telefone heiß und selbst vor dem Haus von Steffi und Matti
lungerten Journalisten herum. Mico und Ari hatten eine Pressekonferenz gegeben
um die Journalistenmeute etwas zu zähmen, was auch Teilweise gelang. Als sie
nach hause gehen wollten wurden sie von einer großen Traube Journalisten
umringt. „Wir haben ihnen alles auf der Pressekonferenz gesagt also lassen sie
uns in Ruhe“. Es gelang ihnen zu ihren Autos zu kommen und nach hause zu
fahren. Beide hatten einen Festnetzanschluß, aber es dauerte nicht lange bis
sie den Stecker herauszogen.
8.Kapitel
„Guten
morgen Spatz, wie geht´s dir?“. „Der Arm tut ein bißchen weh aber es geht
schon“. Sie stand auf und ging in die Küche. Matti holte die Morgenzeitung und
ging dann auch in die Küche. „Die Zeitung ist voll von dem was gestern passiert
ist“. „Hätt mich auch gewundert wenn nicht, aber ich will das gar nicht lesen“.
Matti überflog was in der Zeitung stand. „Also es sind keine Negativen
Schlagzeilen von wegen die Polizei wäre unfähig. Eher im Gegenteil, ihr werdet
gelobt. „Für was? Das war ja nur Zufall gewesen und den Mörder haben wir immer
noch nicht". „Aber dein feines Näschen wird gelobt. Keiner der anderen
wäre darauf gekommen die Autos zu checken, weil die wohl nicht direkt mit dem
fall zu tun haben. Aber mich würde schon interessieren was genau es damit auf
sich hat“. „Das kannst du Jussi fragen, der ist daran Schuld und es war einfach
so ein Gefühl. Nur hatte ich mit was anderem gerechnet“. „Jussi?“. „Ja, aber
laß uns jetzt mal ins Krankenhaus fahren und nach deinem kleinen Bruder sehen,
danach geh ich dann arbeiten“. „Was du willst arbeiten?“. „Ja, was spricht
dagegen? Außerdem haben wir jetzt einen Mann weniger, da kann ich nicht zuhause
bleiben“. Matti wollte etwas sagen, aber Steffis Blick ließ in verstummen. Sie
fuhren schweigend zum Krankenhaus.
„Na
wie geht´s dir?“. „Ich wird´s überleben. Danke“. „Für was danke?“. „Dafür das
du mir das Leben gerettet hast“. „Hab ich doch gar nicht, sie hat dich ja
getroffen“. „Sie hätte aber nochmal schießen können. Ich war echt ein Idiot da
einfach hinterherzurennen“. „Es ist ja nochmal gut ausgegangen. Keiner macht
dir einen Vorwurf“. „Wie geht´s dir eigentlich?“. „Nur einen Streifschuß“. „Das
meinte ich nicht“. „Ich komm damit klar, es war Notwehr. Ich hab schon mal
einen Menschen erschießen müssen und wäre deshalb beinahe aus der Polizei
ausgestiegen, aber dann blieb ich doch. Sowas kann leider passieren. Glaub
nicht das ich da einfach so drüber hinweg sehe, aber es läßt sich nicht ändern.
Ich komm schon klar“. „Jussi hat mir gestern versucht das alles zu erklären mit
Risto und so aber so ganz hab ich das nicht kapiert“. „Ich erklär dir das
später nochmal aber jetzt muß ich gehen. Wir haben noch einen Mörder frei
herumlaufen“. Sie verabschiedete sich von Matti und Hannu.
Als
sie über den Klinikparkplatz ging wurde sie von Journalisten bedrängt. „Meine
Kollegen haben ihnen alles gesagt was es zu sagen gibt“. „Wie geht es ihnen?“. „Gut“. „Wie sind sie darauf
gekommen die Auto zu überprüfen?“. „Das kann ich ihnen aus
ermittlungstechnischen Gründen nicht sagen“. „Also hat es was mit diesem
Serienkiller zu tun?“. „Wie sich herausgestellt hat doch nicht. Ich muß jetzt
wirklich gehen“. Sie schloß die Autotüre auf und zwängte sich hinein, denn die
Reporter bedrängen sie immer noch. Sie fuhr los und ließ sie hinter sich. Als
sie am Präsidium ankam warteten aber schon die nächsten. Sie ging hinein ohne
auf ihre Fragen zu antworten.
„Haben
die dich da draußen auch belästigt?“. „Natürlich, aber ich habe auch nichts
anderes erwartet“. „Wie geht´s dir?“. „Gut“. „Wirklich?“. „Ja“. „Was machen wir
wegen der Beerdigung von Hanna und Lauri? Die ist ja heute, gehen wir hin?“.
„Oh, da habe ich gar nicht mehr dran gedacht“. „Sollten wir eigentlich alleine
schon der Reporter wegen um sie davon abzuhalten dort aufzutauchen. Das ist
keine öffentliche Beerdigung sondern nur für die Familie und Freunde. Wir gehen
hin wenn es uns die Zeit erlaubt“.
Sie
hatte sich gerade in ihren Stuhl gesetzt als die Tür aufgerissen wurde. Eine
junge Frau stürmte herein. „Sie müssen ihn finden!“. „Was? Jetzt beruhige dich
erst mal“. „Aber er ist gestern nicht nach hause gekommen und heute morgen war
er immer noch nicht da“. „Von wem redest du?“. „Axu, mein Freund!“. Jetzt wußte
sie auch wieder woher sie sie kannte. Sie hatten sie ja auch mal unter Verdacht
gehabt. „Hat er gesagt wo er hin wollte?“. „Er hat gesagt er wolle mit Jussi
ein Bier trinken gehen“. Steffis Handy piepste. Sie schaute nach und legte das
Handy wieder weg. „Er hat wieder Detektiv gespielt, stimmt´s?“. „ich kann ihm
das leider nicht verbieten. Ich glaube aber das er sicher wieder auftaucht. Hat
bestimmt bei einem Freund gepennt. Am besten du rufst die mal an und fragst“.
Sari war nicht so richtig überzeugt. „Mach das bitte und wenn du ihn immer noch
nicht gefunden hast meldest du dich nochmal, OK?“. „Gut, wie sie meinen“. Sie ging.
Steffi allerdings wußte das sie keinen Erfolg haben würde, wenn die SMS ernst
gemeint war.
Sie
rief die anderen zusammen. Wir haben noch ein Problem mehr. Sie zeigte ihnen
die SMS.
Warum müssen
die Leute immer die Nase in Sachen stecken die sie nichts angehen
„Axus
Freudin war gerade bei mir gewesen als die SMS kam, aber ich habe ihr nichts
gesagt. Sie wird allerdings bald wieder auftauchen, wenn sie ihn nicht bei
seinen Kumpels findet“. „Aber ich verstehe das nicht. Was soll er wissen was
wir nicht wissen?“. „Wahrscheinlich war´s nur dummer Zufall. Wir setzten ihn
auf die Fahndungsliste“. „Das ganze nimmt Ausmaße die mir nicht gefallen“. „Mir
auch nicht“. Es klopfte an die Tür. „Ja“. „Hallo Steffi. Man hat mich hierher
beordert um euch zu helfen solange Hannu außer Gefecht ist“. „Das ist aber mal
eine Angenehme Überraschung. Ich dachte du wärst im Urlaub?“. „Jetzt nicht
mehr“. „Also gut, willkommen im Team“. „Ich mache einfach was ihr mir sagt
damit wir keine Zeit verlieren“. „Gut, dann gehst du mit Ari mal zu Axus
Freundin und fragt die mal näher aus“. „Wird gemacht“. Sie gingen. „Danke“.
„Kein Problem Mico, aber es wird sich nicht vermeiden lassen das du mit Mara
zusammen arbeiten mußt“. „Siehst du sie eigentlich immer noch als Schwägerin?“.
„Ja, Mika hat mich ja nicht verlassen, er ist einfach nur gestorben“. Es
klopfte wieder an die Tür. „Herein“. Es war Minna Petrinen. „Ich komme gerade
von Hannu und wollte mich bedanken das du ihm das Leben gerettet hast“. „Sie
umarmte Steffi“. „Aua, Vorsicht“. „Oh, Entschuldigung“. „Ich habe ihm nicht das
Leben gerettet“. „Doch, er wäre sonst Tod“. „Nein, er hatte nur mächtig Glück
gehabt“. „Du bist immer so bescheiden. Ich wüßte echt nicht was ich ohne ihn
machen soll also noch mal danke“. Sie ging wieder hinaus. „Was war das denn
gerade?“. „Frag ich mich auch. Hätte nicht gedacht das die beiden schon so weit
sind“.
„Heute
kommen bestimmt viele Leute zur Beerdigung“. „Ja, irgendwie bin ich froh wenn
die Beerdigung vorbei ist“. Es klingelte an der Tür. Matti ging und machte auf.
„Hallo, hast du das mit Axu schon gehört?“. „Was denn?“. „Laß mich erst mal
rein“. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Hallo Roar. Also angeblich ist er
verschwunden“. „Wie das?“. „Seine Freundin telefoniert rum ob er bei einem von
uns ist. Hat ihn seit gestern nicht mehr gesehen. Ich hab ihm gesagt er soll´s
lassen und jetzt haben wir den Salat“. „Du meinst doch nicht etwa das...?“.
„Doch genau das. So ein Idiot“. „So ein Idiot warst du vor kurzem auch noch
gewesen“. „Ich weis. Was nun?“. „Gar nichts. Wir können da nichts machen“. „Ich
fürchte da hast du recht“. „Kein Widerspruch? Es geschehen noch Zeiten und
Wunder“. Jussi verdrehte die Augen.
Es
ging auf 10 Uhr zu. Steffi saß an ihrem Schreibtisch und grübelte als es
klopfte. „Herein“. Als sie aufsah traf sie der Schlag. „Wo kommst du denn auf
einmal her?“. Axu kam grinsend aus sie zu und setzte sich ihr gegenüber.
„Wieso?“. „Wieso? Weil deine Freundin alle Verrückt macht da sie dich nicht
finden. Also wo warst du?“. „Och ich hab mich für eine Nacht mal ins Hotel
eingemietet“. Sie griff nach ihrem Handy und zeigte ihm die SMS. „Das war ich“.
„Was? Soll das etwa witzig sein?????“. „Jetzt mach mal nicht so einen Aufstand,
war doch nur Spaß“. „SPAß?????????????? Ich verstehe dabei keinen Spaß mehr.
Wie kommst du überhaupt auf die blöde Idee????“. „Jussi hat mir von der
Nachricht erzählt die du ihm gezeigt hast". Steffi war nahe am
explodieren. „Das du ein Scherzkeks bist ist mir bekannt aber jetzt hast du´s
mehr als übertrieben und damit du dir das auch merkst kommst du jetzt mit“. Axu
wurde etwas kleinlauter. „Wohin?“. „Wirst du schon sehen“. Sie packte Axu am
Arm und zog ihn hinaus. Draußen trafen sie auf Mico. „Wo hast du denn den
aufgetrieben“. „Gleich“. Sie ging mit Axu im Schlepptau in den Keller. Dort
steckte sie ihn in eine Zelle. „So hier kannst du mal drüber nachdenken was du
gemacht hast“. „Hey, das kannst du nicht machen!“. „Doch kann ich. Vorteuschung
einer Straftat“. Sie ging und ignorierte sein herummeckern.
„Was
war den nun mit ihm?“. Er ist ein kleiner Witzbold, aber diesmal ist er zu weit
gegangen“. „Was meinst du?“. „Er hat uns absichtlich in dem glauben gelassen er
wäre verschwunden“. „Was?“. „Ich hab ihn in eine Zelle gesteckt da kann er mal
drüber nachdenken. Jetzt ruf ich erst mal seine Freundin an“. Sie nahm ihr
Handy und telefonierte mit ihr. „Sie kommt her“. „Der wird in Stücke
zerrissen“. „Ich hoffe doch“.
Es
dauerte keine 10 Minuten bis Sari da war. „Wo ist er? Ich bring ihn um!!!“.
„Komm mit. Ich hab ihn in eine Zelle gesteckt damit er sich mal Gedanken machen
kann“. Sie gingen nach unten. „Hey Schatz“. „Vergiß das Schatz gleich wieder.
Was zum Henker hast du dir dabei nur gedacht??? Ich bin fast umgekommen vor
Sorge. Du hast ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank!!!!! Weist du was? Du
kannst hier drin verrotten“. Sie rannte davon. „Da siehst du was du angerichtet
hast. Wenn nachher nicht die Beerdigung wäre, würde ich dich den ganzen Tag da
drin sitzen lassen. Ich laß dich raus wenn du nach der Beerdigung wieder herkommst.
Wenn du das nicht tust laß ich dich festnehmen und das ist kein Scherz“. Sie
schloß auf. „Jetzt verschwinde“. Axu ließ sich nicht lange bitten.
Die
Beerdigung rückte näher. Sie hatten Beschlossen das sie hingehen würden. Mit
dem Ermittlungen kamen sie sowieso nicht weiter. Als sie ankamen waren schon
viele Leute da. Steffi ging zu Hannas und Lauris Mutter um ihr Beileid zu
bekunden. Dann entdeckte sie Matti und die anderen und ging zu ihnen. „Du
kommst doch?“. „Ja, das sind wir ihnen schuldig“. Sie gingen in die Kirche
damit die Zeremonie beginnen konnte. Es war der gleiche Pfarrer wie bei Ville
und Mari. Als er mit der Predigt fertig war stand Jussi auf und alle schauten
ihn an. Er ging nach vorne. Also ich habe ein Gedicht geschrieben das meine Gefühle
die ich immoment habe ausdrückt und würde es gerne Vortragen Ville, Mari, Lauri
und Hanna´s wegen.
So dunkel in
diesen Tagen
Der Schmerz
unendlich tief
Die Nächte
kaum zu ertragen
Das Herz weint
bitterlich
Ich kann es
nicht begreifen
Wieso mußtet
ihr gehen
So jung und
voller Taten
Das will mir
nicht in den Sinn
So plötzlich
ohne Grund
Aus unserer
Mitte gerissen
Ihr Freunde
lebt wohl
Wir werden
euch vermissen
© Mattika
Keiner
klatschte angesichts des Grundes warum sie versammelt waren, aber man sah an
ihren Gesichtern das sie sehr gerührt waren. Es ging nun nach draußen auf den
Friedhof. Eine halbe Stunde später waren Hanna und Lauri beerdigt. Die Reporter
hatten sich glücklicherweise zurückgehalten und den Friedhof nicht betreten
aber es waren trotzdem welche da. Als sie Kurs auf Janne und seine Familie
nahmen verscheuchten Mico und Ari sie wieder. Ein paar wollten einen Kommentar
von der Hauptkommissarin, aber die ignorierte sie. Als sie das Micro aber dann
Matti unter die Nase hielten fauchte sie sie an das es besser wäre jetzt zu
verschwinden.
Zurück
im Präsidium versammelten sie sich im Besprechungszimmer. Mara war nicht bei
der Beerdigung dabei gewesen um da zu sein falls etwas passierte. „Ich hoffe
das waren die letzten gewesen die wir Beerdigen mußten“. Es herrschte eine
etwas bedrückte Stimmung. Sie gingen in die Kantine um etwas zu essen und einen
klaren Kopf zu bekommen. Als sie wieder zurückkamen stand Minna da mit einem
Briefumschlag in der Hand. „Sag nicht, daß das ist was ich denke“. „Ich vermute
es mal“. Sie gab Steffi den Umschlag. „Laßt uns wieder ins Besprechungszimmer
gehen. Sie öffnete den Brief. Es fiel ein Beutel mit 8 Zähnen auf den Tisch.
Sie griff nach dem Zettel.
Ja wo rennt
denn die Zeit hin?
„Das
ist sowas von ... von ...“. „Ja, wissen wir Mico“. „Was glaubst du wieviel Zeit
wir noch haben?“. „Keine 24 Stunden mehr“. „Verdammte Scheiße“. „Irgendwann
macht jeder mal einen Fehler“. „Aber es wäre besser früher als später“. „Ich
weis“. Aber so sehr sie sich anstrengten etwas zu finden das ihnen weiterhelfen
würde der Tag ging zur Neige ohne einen Erfolg.
Als
Steffi nach Hause kam war sie sehr erschöpft. Jussi und Tiita waren auch da.
„War ein echt schönes Gedicht. Hätte ich dir gar nicht zugetraut“. Sie umarmte
ihn. „Ich weis ja wie du das meinst“. „Ja, so bin ich halt“. „Schatz du siehst
müde aus“. „Bin ich auch aber jetzt nehm ich erst mal ein schönes
Entspannungsbad“. Sie ging ins Bad. „Sollen wir gehen?“. „Nein, ist schon OK“.
„Irgendwie hab ich das Gefühl das bald wieder was schlimmes passiert. Steffi
hat nicht zufällig was genaueres gesagt?“. „Nein, das würde sie auch nie tun“.
„Ja, ist mir schon klar“. Als Steffi eine Stunde später aus dem Bad kam waren
Tiita und Jussi gegangen und Matti lag schnarchend im Sessel. „Da ist wohl
selber einer müde“. „Der schläft schon seit einer halben Stunde. Da ich auch
recht müde bin gehe ich mal ins Bett. Gute Nacht Steffi“. „Nacht Roar“. Sie
rüttelte Matti wach. „Bin ich eingeschlafen?“. „Ja, offensichtlich. Ist glaub
ich besser wenn wir beide ins Bett gehen“. Eine viertel Stunde später lag Matti
schlummernd neben ihr im Bett. Steffi brauchte etwas länger bis sie einschlief.
9.Kapitel
Der
Tag hatte so begonnen wie der letzte Aufgehört hatte. Sie hatten nicht die
geringste Ahnung wer der Täter ist geschweige denn wo er das Opfer versteckt
hält. „Solltest du nicht langsam mal in den Keller gehen?“. „Oh, das hätte ich
ja fast vergessen“. „Ja, klar“. Steffi machte sich auf dem Weg nach unten. „Na
hast du nun genug? Ich hoffe das ist dir eine lehre Axu. Wenn ich dich wegen
Vortäuschung einer Straftat anzeigen würde wärst du da ein paar tage mehr
drin“. Sie hatte ihn nach der Beerdigung wieder in die Zelle verfrachtet. „Ist
schon gut, ich hab´s ja verdient. War eine blöde Idee gewesen“. „Das will ich
auch hoffen und jetzt hau ab“. Axu ließ sich das nicht zweimal sagen.
Die
Uhr tickte unaufhaltsam. Sekunde um Sekunde und sie konnten einfach nichts
dagegen tun. Um die Mittagszeit beschlossen sie kurz bei Hannu vorbeizuschauen.
Jussi, Matti, Roar, Tiita und Minna waren auch da. „Man so viel Besuch auf
einmal“. „Wie lang mußt du hier noch rumliegen?“. „Ich braucht mich stimmt´s?“.
„Schon aber du nützt uns in dem Zustand nichts“. „Der Arzt meinte übermorgen
kann ich gehen, aber ich habe Bettruhe verordnet bekommen“. „Und du Risto?“.
„Eine Woche oder so“. „Na dann werdet beide mal schnell wieder gesund wir
müssen gehen“. „Wir auch“. Sie verließen alle gemeinsam das Krankenhaus.
„Wißt
ihr was ich glaube?“. „Ich ahne was du sagen willst“. „Das unser Opfer schon
tot ist. Ich hab das so im Gefühl“. „Dein Gefühl hat dich noch nie im Stich
gelassen“. „Irgendwann ist immer das erste mal“. Mico erwiderte nichts. Sie
waren gerade von einer Zeugenbefragung zurück gekommen die wieder nichts
gebracht hatte. Inzwischen war es schon 16 Uhr. Es klopfte an die Tür.
„Herein“. Es war Minna mit einem Umschlag in der Hand. Sie gab ihn Steffi
wortlos. „Das ist gar nicht gut“. Sie öffnete ihn. Heraus fielen ein Beutel mit
16 Zähnen und ein Zettel.
Game Over ....
sucht schön (falls ihr´s nicht bis morgen schafft gibt´s einen Tip)
Es gib´t heute
noch eine Überraschung * freu *
Mico
schlug vor Wut gegen den Stuhl, wo er gerade noch drauf gesessen hatte. „So
eine verdammte Scheiße“. Er hob den Stuhl wieder auf und setzte sich. Es
klopfte. „Kommt rein“. Es waren Mara und Ari. „Minna hat´s uns gesagt“. Sie
begutachteten den Inhalt des Briefes. „Wir haben keinen Plan wo wir suchen
sollen“. „Ja genau so sieht´s aus“. „Von was für einer Überraschung redet die
Person. Das gefällt mir überhaupt nicht“. „Ich hoffe keine böse Überraschung“.
Eine
halbe Stunde später rief das Krankenhaus an. „Was ist passiert?“. Die Person am
anderen Ende wiederholte es. „Das glaube ich jetzt einfach nicht. Wir kommen“.
Steffi informierte ihre Kollegen und sie fuhren ins Krankenhaus. „Der gleiche
Arzt wie letztes mal nahm sie in Empfang. „Es tut uns wirklich leid aber es war
nichts zu machen“. „Wie ist er gestorben?“. „Wir tippen auf eine Vergiftung,
aber die Obduktion muß abgewartet werden“. „Sie lassen im Zimmer alles so wie
es ist. Die Spurensicherung ist auf dem Weg“. „Selbstverständlich“. Das war
also die Überraschung gewesen. Sie war sich dessen ziemlich sicher. Sie
befragten das Personal ob ihnen jemand aufgefallen war aber ohne Erfolg. „Hast
du mit ihm geredet?“. „Ja, er sagt er hat die meiste Zeit geschlafen und kann
deshalb nichts sagen. Er hat nichts ungewöhnliches bemerkt“. Sie fuhren zurück
ins Präsidium.
Sie
hatte sich gerade gesetzt als ihr Handy klingelte. Es war Matti. „Ich hoffe ich
störe nicht. Ich wollte nur fragen ob es recht ist wenn wir heute abend mal
wieder Fondue essen. Ich hab da total Hunger drauf“. „Ich glaub nicht das ich
allzu hungrig bin das sich das Lohnen würde“. „Was ist los? Sag nicht das es
wieder einen erwischt hat“. Sie antwortete nicht. „Verdammt“. Er fügte
zögerlich ‘wer?‘ hinzu. „Risto“. „Was? Das kann nicht sein der liegt doch im
Krankenhaus". „Ist aber leider so. Wir wissen noch nicht genau woran er
gestorben ist aber es sieht nach Mord aus“. „Aber wieso? Er hat doch mit der
ganzen Sache nichts zu tun“. „Offensichtlich doch“. „Und wenn es nicht der
gleiche Mörder ist?“. „Doch das ist er, vertrau mir. Aber tue mir einen
Gefallen und rühr nicht sofort die Buschtrommel“. „Ist in Ordnung“. Man hörte
das er feuchte Augen bekam. „Kann ich Hannu besuchen. Der muß doch ziemlich
fertig sein“. „Man hat Hannu in ein anderes Zimmer verlegt. Zimmer Nummer 128.
Wenn er schläft dann läßt du ihn“. „Ja, schon klar“. „Ich weis nicht wann ich
heute nach hause komme. Wird wohl etwas später werden“. „Was ist mit Jani? Der
ist .... war sein bester Kumpel“. „Das erledigen wir. Ich muß jetzt leider
wieder auflegen, wir haben viel zu tun“. „Ja, das glaub ich dir. Hab dich
lieb“. „Ich dich auch“. Sie legte auf. Gerade als sie ihr Handy hingelegt hatte
piepste es.
Na, hat euch
die Überraschung gefallen? Er war eigentlich erst nach ****** dran aber so
schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe
Sie
stand auf schnappte sich den Besucherstuhl und schmiß ihn vor Wut gegen die
Wand. „Was ist das denn für ein Krach“. Mico hatte den Kopf hereingestreckt.
„Oh, das war dann wohl mal ein Stuhl gewesen“. Er trat zu ihr. „Ich weis ist
zum Verzweifeln. Und du kanntest die Jungs ja auch noch persönlich“. Sie zeigte
ihm die SMS. „Also doch“. „Gehen wir mal bei der Spurensicherung vorbei“.
„Könnt
ihr uns schon was sagen?“. „Würde mich wundern wenn der Gerichtsmediziner etwas
anderes als Vergiftung feststellen würde. Wir haben Gift in seinem Glas und der
Flasche gefunden“. „Und was?“. „Laut chemischer Analyse Nikotin. Die
Konzentration war hoch genug das er
dran gestorben ist, aber nicht hoch genug das es sofort passiert ist. Da fragt
ihr aber besser noch mal den Mediziner“. „Kann man das so kaufen?“. „Ja, als
Insektenschutzmittel aber man braucht eine Genehmigung dafür“. „Woher weißt du
das?“. „Meine Großeltern in Deutschland hatten Landwirtschaft. Zumindest da war
es Gesetz. Ich nehme an hier ist es nicht anders“. „Habt ihr sonst noch was?“.
„Nein“. „Gut, danke“. Sie gingen zur Gerichtsmedizin. „Aber dann müßte man doch
prüfen können wer das Zeug in letzter Zeit gekauft hat“. „In der Dosis ist es
normal sofort tödlich. Wenn es wirklich nicht sofort gewirkt hat kann man dafür
auch stinknormale Zigaretten verwenden“. „Verdammt“. „Genau“. Sie standen vor
der Tür zum Obduktionssaal und gingen hinein. „Hallo Paavo. Laß mich raten er
ist mit Nikotin vergiftet worden“. „Das hat euch bestimmt die Spurensicherung
gesteckt“. „Ja, genau. Wie schnell hat es gewirkt?. „Die Konzentration war
relativ gering. Genau kann ich dir das leider nicht sagen aber ein paar
Stunden“. „Was sind bei dir ein paar Stunden?“. „Sieh mal das Problem ist er
hat es mit seinem trinken aufgenommen. Immer mal wieder etwas und nicht alles
auf einmal. Ein genauer Zeitpunkt ist da einfach nicht festzulegen da wir nicht
wissen wie oft und wieviel er getrunken hat. Im Prinzip kann man ihm das Gift
auch schon heute morgen untergejubelt haben“. „Hätte man aus ein paar
Zigaretten so eine Konzentration mixen können?“. „Ja, ich geh da mal von aus
weil es mehr Arbeit gekostet hätte reines Nikotin so weit zu verdünnen“. „OK,
danke“. Sie gingen wieder zurück.
Matti
konnte es einfach nicht glauben. Er saß am Bett von Hannu der schlief und
grübelte. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen als es an der Tür klopfte. Die
Tür wurde geöffnet und Jani kam herein gefolgt von Janne. „Hallo. Steffis
Kollege hat gesagt wir würden dich hier finden. Zuhause ist mir einfach die
Decke auf den Kopf gefallen“. Matti stand wortlos auf und nahm Jani in den Arm
der angefangen hatte zu schluchzen. Nach ein paar Minuten beruhigte er sich
wieder. „Ich versteh das einfach nicht“. „Das tut keiner von uns“. „Hat deine
Frau schon was herausgefunden?“. „Sie hat mir nichts gesagt, ist aber auch
schon etwas her seit ich mit ihr Telefoniert habe“. „Schläft dein Bruder seit
du hier bist?“. „Ja, hat wohl irgendein Mittel zur Beruhigung bekommen. Hat
sich mächtig Vorwürfe gemacht da er es als Polizist nicht hatte verhindern
können obwohl er direkt neben ihm lag“. „Da kann er doch wohl überhaupt nichts
für“. „Klar, aber es kratz halt an seiner Ehre“.
Auf
dem Flur trafen sie Mara und Ari. „Habt ihr mit seinen Eltern gesprochen?“.
„Ja. War nicht einfach wie immer. Sie haben natürlich keine Ahnung was er mit
der ganzen Sache zu tun haben könnte“. „Ich glaub ich fahre jetzt doch noch mal
zu Jani, aber vorher geh ich im Krankenhaus vorbei. Mal sehen ob sich Hannu
beruhigt hat“. „Soll jemand mit?“. „Nein, ich mach das alleine“.
Steffi
klopfte an. Matti öffnete ihr die Tür und nahm sie in den Arm. „Hallo Schatz“.
„Hallo. Schläft dein Bruder?“. „Ist vor einer Minute aufgewacht“. Sie gingen
hinein. „Hallo Jani. Das tut mir wirklich leid aber damit hatte keiner
gerechnet“. „Euch macht auch keiner einen Vorwurf. Wißt ihr schon wie ... ich
meine...“. „Ja, er wurde Vergiftet“. „Vergiftet?“. „Ja, leider“. „Aber wie?“.
„Nikotin“. „Das ist ein Gift?“. „Konzentriert bist du da sofort tot aber bei
Risto war´s verdünnt gewesen“. „Hat er leiden müssen?“. „Ich weis es nicht. Ich
hab euch sowiso schon mehr gesagt als ich eigentlich dürfte“. „Hat das wirklich
mit den anderen Morden zu tun?“. „Ja, das wissen wir sicher“. „Das glaube ich
nicht“. „Das ist eines der Dinge die wir sicher wissen. Aber jetzt ist genug
gefragt“. Sie wandte sich an Hannu. „Wie geht´s dir?“. „Wie solls mir schon
gehen wenn direkt vor meiner Nase ein Mord begangen wurde“. „Du hast
geschlafen, du kannst nichts dafür“. „Ich hätte es verhindern können“.
„Nein hättest du nicht“. „Was ist
eigentlich mit der anderen Sache?“. „Könnt ich euch mal kurz vor die Tür
bitten. Das ist jetzt nicht für eure Ohren bestimmt“. „Geht´s um die Person die
verschwunden ist? Dann bleiben wir hier“. „Nein Matti das tut ihr nicht. Geht
bitte vor die Tür“. Sie maulten zwar noch herum gingen aber. „So was ist
jetzt?“. „Lebt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr“. „Verdammt. Wie sicher
ist das?“. „Wir haben den letzten Umschlag bekommen aber ich hatte das Gefühl
auch schon vorher". „Wer es ist wißt ihr nicht?“. „Nein, wenn wir die
Leiche bis morgen nicht gefunden haben bekommen wir einen Tip“. Hannu schaute
sehr niedergeschlagen drein. „Du versuchst am besten noch ein bißchen zu
schlafen. Wir machen das schon“. „Das ist echt nicht witzig so ans Bett
gefesselt zu sein. Ich weis ich bin selbst dran Schuld“. „Ich geh dann mal
wieder“. Sie gab ihm einen Kuß auf die Stirn.
„Ihr
geht jetzt besser nach hause Hannu braucht Ruhe. Schlagt euch das aus dem Kopf
in auszufragen“. „Du hast ja recht. Ich bin auch irgendwie erschöpft“. „Wir
finden den Schuldigen“. „Da bin ich von überzeugt“. „Jani könnt ich nochmal
kurz mit dir reden?“. „Ja klar aber ich weis nichts“. „War er irgendwie komisch
drauf bevor er verschwand?“. „Nein, er war wie immer“. „Gab´s in der
Vergangenheit irgend etwas was jemand ihm übel nehmen könnte? Und ich meine
nicht nur die letzten Wochen“. „Risto ist doch ein Herz und eine Seele. Das
kann ich mir nicht vorstellen“. „Das glaub ich dir ja auch aber denk trotzdem
nochmal drüber nach. Alles kann wichtig sein“. „Ich werde sowieso nichts
anderes machen“. „Gut das war´s erst mal“. Sie ging zurück ins Präsidium und
die anderen nach hause.
Die
Presse hatte inzwischen von der Sache Wind bekommen und als sie am Präsidium
ankam wurde sie mit Fragen bestürmt. „Stimmt es das es wieder einen Toten
gegeben hat?“. Sie dreht sich auf dem Absatz um. „Wenn sie jetzt alle mal kurz
still sind lege ich ihnen die Fakten dar. Sobald ich unterbrochen werde gehe
ich ins Präsidium und sie können sehen wo sie bleiben. Ich denke wir haben uns
Verstanden. Also es ist so das Risto Jussilainen gegen 16:30 verstorben ist. Er
wurde vergiftet und zwar mit Nikotin. Er hat das Gift mit dem Trinken
aufgenommen das bedeutet alle die heute bei ihm waren kommen als Täter in
Frage. Der Serienmörder mit dem wir uns seit einigen Tagen herumschlagen hat
sich dazu bekannt. Bisher haben wir aber keine Konkreten Hinweise wer das sein
könnte“. „Was ist mit dem Motiv?“. „Kennen wir nicht. Das ist alles“. Sie
drehte sich herum und verschwand im Präsidium.
„Was
soll das heißen Risto ist tot?“. „Das was ich dir gesagt habe“. „Das glaube ich
nicht!“. „Dann hör dir die Nachrichten an“. Es war gerade das Programm
unterbrochen worden für eine Sondersendung. Jussi starrte wie gelähmt darauf.
„Das bedeutet aber das es bald noch einen Treffen wird. Er war doch nicht
derjenige wo verschwunden ist“. „Ich fürchte auch“. „Hast du Steffi gefragt?“.
„Nein, aber sie und Hannu taten geheimnisvoll. Da ist was im Busch“. „Ich
verkrafte aber nicht viel mehr“. „Meinst du mich läßt das kalt“. „Tut mir leid
das ist alles so zum Verzweifeln“. „Ich weis. Ich wünschte wir wären schon 9
Monate weiter dann hätte ich genug Ablenkung“. „Du wirst noch früh genug
Vater“. Matti zögerte kurz aber dann sagte er es Jussi doch. Er konnte es
einfach nicht für sich behalten. „Das gibt mehr als eins“. „Was gibt mehr als
eins?“. „Babys?“. „Was? Oh, Steffi kriegt Zwillinge???“. „Drillinge“, sagte
Matti stolz. Jussi wäre beinahe sein Glas aus der Hand gefallen. „Sag das
nochmal“. „Wir bekommen Drillinge“. „Oh Mann gratuliere“. Er umarmte Matti und
tätschelte ihm den Rücken. „Aber wage es ja nicht mich zu fragen ob ich
Babysitte“. „Ganz bestimmt nicht, das kann ich den kleinen nicht antun“. „Was
soll den das heißen?“. „Du würdest denen doch nur Blödsinn beibringen“.
„Stimmt“. Sie grinsten sich an. „Gut, das es auch noch schöne Neuigkeiten
gibt“. „Wie sieht´s denn mit dir und Tiita aus?“. „Kindertechnisch?“. „Ja,
genau. Sie kam mir ein bißchen schwanger in letzter Zeit vor“. „Spinnst du? Das
wär mir doch aufgefallen“. „Naja, du warst in letzter zeit ziemlich neben der
Kappe gewesen wegen dem was passiert ist“. „Und was ist dir so an ihr
aufgefallen?“. „Erst mal hat sie gestern abend Steffis Gurkenglas gelehrt und
danach eine Milchschnitte gegessen. Und sie ist ein bißchen bleich um die Nase
in letzter Zeit“. „Hat sie echt? Ist mir gar nicht aufgefallen“. „War ihr
schlecht in letzter zeit?“. „Ja“. „Also, ist doch alles klar“. „Das ist
bestimmt nur Zufall“. „Ne , das glaub ich nicht“. „Wo ist denn eigentlich
Roar?“. „Jetzt lenk nicht ab“. „Jetzt echt, wo ist er?“. „Er wollte frische
Luft schnappen“. Jussi Handy klingelte. „Ja?“. „Hallo Spatz, wo bist du?“. „Bei
Matti“. „Ich hab das von Risto gerade im Fernsehen gesehen. Das ist ja
schrecklich“. „Ja, ist es“. „Ich komm zu euch“. „Ja, ist gut. Hab dich lieb“.
„Ich dich auch“. Er legte auf. „Sie kommt her“.
„Ich fasse es immer noch nicht daß das alles passiert ist“. „Keiner von uns tut das. Aber sollten wir nicht mal von was anderem reden“. „Ja, ist glaube ich besser so“. „Wie wär´s mit einer DVD?“. „Gute Idee“. „Was lustiges würde ich sagen“. Matti stand auf und suchte nach einem Film. „Schatz, kann es sein das du Schwanger bist?“. „Was? Wie kommst du denn auf den Schwachsinn?“. „Du verhältst dich halt ein bißchen so“. Matti versuchte angestrengt nicht hinzuhören. „Was soll das heißen?“. „Naja zum Beispiel gestern. Da hast du erst Essiggurken und dann eine Milchschnitte gegessen. Das ist doch nicht normal“. „Dann war mir eben danach. Heißt noch lange nicht das ich schwanger bin“. „Hast du ihm das eingeredet?“. „Ich hab damit nichts zu tun“. „Jetzt tu doch nicht so. Jussi hätte gestern schon etwas gesagt wäre ihm das aufgefallen“. „Gut, dann hab ich ihn eben darauf aufmerksam gemacht, aber das ändert nichts an den Tatsachen“. „Welchen Tatsachen?“. „Eben das was Jussi gerade gesagt hat“. Die Haustür wurde geöffnet. Matti stand auf und begrüßte seine Verlobte. „Jussi und Tiita sind da aber da würde ich jetzt nicht stören“. „Wieso?“. „Die streiten sich gerade darüber ob sie Schwanger ist oder nicht“. „Das Problem haben wir gleich gelöst“. Sie ging ins Bad holte etwas und dann ins Wohnzimmer. „Ich hab gehört ihr habt ein Problem?“. „Nein haben wir nicht“. „Also wenn man Gurken und Milchschnitte ißt ist man doch schwanger? Du müßtet das ja beurteilen können“. Sie warf Tiita den Gegenstand zu den sie geholt hatte. „Was ist das?“. „Ein Schwangerschaftstest und den machst du jetzt“. „Das eh ich überhaupt nicht ein“. „Komm schon. Wenn du sagst du bist nicht schwanger dann ist er halt negativ“. Tiita stand auf. „Aber nur um zu Beweisen das ich recht habe“. Sie ging ins Bad. „Wo hast du den denn so schnell hergezaubert?“. „Ich hab ihn doch nicht mehr gebraucht weil ich beim Arzt war“. Tiita kam wieder und knallte den Test auf den Tisch. „Wie lang muß man da warten?“. „Mindestens 3 Minuten“. Keiner sagte etwas in der Zeit. „So ich glaub die sind um“. Jussi griff nach dem Test. „Hab ich´s doch gewußt“. Tiita riß in ihm aus der Hand. „Dann ist der nicht richtig. Ich bin bestimmt nicht schwanger“. „OK, ich sag euch was. Wie wär´s wenn du morgen zum Arzt gehst und wir das Thema erledigen? Ich hatte heut echt genug Streß“. Keiner von beiden sagte etwas. „Gut“. „Wir wollten einen Film anschauen bevor du gekommen bist. Wie wär´s mit Ice Age?“. „Toll, den hab ich schon eine weile nicht mehr gesehen“. Aber so richtig herzhaft lachen konnte keiner nachdem was alles passiert war. Tiita und Jussi gingen nach dem Film. „Wo ist eigentlich Roar?“. „Fällt dir aber früh auf. Er wollte ein bißchen spazieren gehen“. Die Haustüre wurde aufgeschlossen. „Ich nehme an das ist er“. „Hallo ihr zwei. Ich bin müde, geh dann gleich ins Bett“. „Gute Nacht“. „Nacht“. „Glaubst du er weis es?“. „Ich glaube nicht aber muß ja auch nicht“. „Ich würd jetzt aber auch gerne ins Bett gehen“. „Ich auch“. Und wieder war es Matti der schneller eingeschlafen war.
10.Kapitel
Es
war an diesem morgen schwerer den je ins Präsidium zu gelangen, denn es war
alles da was die Presse zu bieten hatte. Nach allem was geschehen war ja auch
kein Wunder. Sie hatten 5 Tote Opfer und keine Ahnung wer der Mörder war. Man
Versuchte von seiten der Journalisten eine Verbindung zwischen den Mordfällen
und dem Fall mit der Drogendealierin herzustellen, aber das war nur Zufall
gewesen. Sie war so froh gewesen das Risto in Sicherheit war und dann das. Es
mußte schnell Vorangehen den keiner außer der Polizei wußte, das es noch ein
weites Opfer gab. Wenn das herauskäme dann wäre wirklich die Hölle los. Sie
hatten beschlossen um 11 Uhr eine Pressekonferenz zu geben um das alles etwas
unter Kontrolle zu halten und um vielleicht doch noch einen Hinweis aus der
Bevölkerung zu bekommen. Jetzt war es aber erst 9 Uhr. Die Polizisten hatten
sich im Besprechungszimmer versammelt. „Ich werde die Pressekonferenz geben.
Nehmt es mir nicht übel, aber euch zerreißen sie“. „Dich vielleicht nicht?“.
„Das will ich ihnen nicht raten“. „Damit konnte doch echt keiner rechnen“. „Wie
denn auch. Mir fehlt einfach immer noch das Motiv. Damit wäre die ganze Sache
einfacher“. „Allerdings. Hast du keine Ahnung was das sein könnte? Ich meine du
kanntest die Jungs“. „Risto war einer der liebenswürdigsten Menschen die mir je
begegnet sind und von den anderen beiden kann ich auch nichts schlechtes
sagen“. „Aber vielleicht ....“ .
„Spekulationen helfen uns auch nicht weiter“. „Wo bleibt eigentlich unser Tip?“.
„Der kommt schon noch“. „Ich muß mal kurz für kleine Mädchen“. „Mara, kannst du
Kaffee mitbringen wenn du zurück kommst? Bitte“. „Ja, klar“. Sie kam nicht nur
mit einem Kaffee zurück sondern einem Umschlag. „Ich glaub das ist unser Tip“.
Sie gab Steffi den Umschlag. Es war eine Karte und ein Zettel darin.
Ich würde mal
auf D4 suchen
Mico
suchte die Stelle auf der Karte. „Warum sagt er nicht gleich hinter dem Puijo?“
„Weil es so mehr Spaß macht“. „Toller Spaß. Was machen wir mit der
Pressekonferenz?“. „Die findet vorerst noch statt. Schicken wir mal den
Suchtrupp los“.
Es
hatte eine Stunde gedauert bis sie ihn gefunden hatten. Er lag mit dem Gesicht
auf dem Boden. Die Spurensicherung war fertig und so konnte sie ihn umdrehen.
„Wer ist es?“. „Das verstehe ich nicht?“. „Was verstehst du nicht?“. „Warum hat
Jussi nichts gesagt?“. „Was gesagt?“. „Das ist auch einer seiner engeren
Kumpels. Hätte ihm doch auffallen müssen das er fehlt“. „Dann solltest du mal
mit ihm reden“. „Das werde ich, aber ich frag mich wie ich ihm das beibringen
soll“. „Ich kann das auch machen“. „Nein, ich mach das schon. Ruf du in unserer
Pressestelle an, die sollen herausgeben das die Pressekonferenz um 2 Stunden
verschoben wird“. Sie wandte sich an den Gerichtsmediziner. „Was hast du für
uns?“. „Das ihm alle Zähne fehlen wißt ihr ja schon. Gestorben ist er
vermutlich an einer Vergiftung“. „Also wenn das mal nicht Nikotin war würd´s
mich wundern“. „Das kann ich der leiche leider nicht ansehen“. 2Wie land ist er
schon tot?“. „Schon etwas länger. Er ist nicht diese nacht gestorben sondern
die Nacht davor also wohl über 24 Stunden. Genaueres nach der Obduktion“. „Hast
du das gehört Mico?“. „Das ist aber kein Fairplay“. „Hat mich mein gefühl also
doch nicht getrogen“. „Erwähnen wir das bei der Pressekonferenz?“. „Ja, aber
jetzt fahre ich erst mal zu Jussi. „Könnt ihr seine Eltern übernehmen?“. „Ja,
klar“.
„Hallo
Jussi“. „Mir gefällt es nicht das du um diese Uhrzeit bei mir auf der Matte
stehst“. „Darf ich rein kommen?“. Er trat beiseite. „Wo ist Tiita?“. „Uni.
Weswegen bist du hier?“. „Ich glaube wir sollten uns erst mal setzten“. „Ihr
habt die vermißte Person gefunden, aber nicht lebend, stimmt´s?“. Sie ging ohne
Antwort zu geben ins Wohnzimmer. „Setzt dich“. „Ich denke gar nicht dran. Wen
hat´s erwischt?“. „Samppa“. „WAS? Das kann nicht sein der ist mit seiner
Freundin in seinem Ferienhaus“. „Er ist es aber, tut mir leid“. „Nein, das kann
nicht sein! Ich glaub das nicht!!!“. „Jussi, es gibt keinen Zweifel“. „Aber,
aber.....“ . „Sie nahm ihn in den Arm denn Jussi hatte feucht Augen bekommen.
Jetzt heulte er los. Es dauerte ein paar Minuten bis er sich beruhigt hatte.
„Er ... er hat mir aber gesagt das ...
das er ... in sein Ferienhaus wollte“. „Das hat er dir gesagt?“. „Nein, er
hat´s mir geschrieben. Eine SMS. Moment .... kam die gar nicht von ihm?“. „Ich
glaube die hat jemand anderes für ihn geschrieben“. „Oh Gott ich hab ihn auf
dem Gewissen! Wie konnte ich nur darauf hereinfallen“. Er brach zusammen.
Steffi bugsierte ihn auf das Sofa. „Du kannst nichts dafür. Woher hättest du
das wissen sollen“. Jussi erwiderte nichts. „Du hast was von seiner Freundin
gesagt. Die hätte dabei sein sollen?“. „Ja.... das ist auch nicht gut, oder?“.
„Vielleicht ist sie ja für ein paar tage weg und der Täter hat das ausgenutzt“.
„Das wüßte ich“. „Wir werden sie schon finden“. „Vermutlich auch tot“. Jussi
brach wieder in Tränen aus. „Ich glaub ich ruf jetzt besser mal Matti an“. Sie
nahm ihr Handy und telefonierte mit ihm ohne aber zu sagen was los ist“. Er stand
10 Minuten später in der Tür. „Was ist los?“. „Du solltest dich um deinen
Bruder kümmern. Ich muß gleich wieder los“. „Was ist denn passiert?“. „Samppa“.
„Was ist mit ihm?“ Aber im selben Moment wußte er es. „Nein, das ist nicht
wahr. Sag daß das nicht wahr ist“. „Leider, doch“. Matti ging ohne ein weiteres
Wort zu Jussi.
Der
Raum in dem die Pressekonferenz stattfinden sollte war brechend voll. Steffi
blickte sich um. Es waren nicht nur Lokalreporter da sondern auch
internationale Presse. Sie war aber Profi genug das sie sich davon nicht
beeindrucken ließ. Die Pressekonferenz dauerte über eine Stunde. Die Reporter
waren sichtlich geschockt gewesen als bekannt wurde das es noch ein Opfer gab.
Aber sie hatten sich schnell wieder gefangen und ließen natürlich kein gutes
Haar an der Polizei. Sie war froh gewesen, als sie endlich aus diesem stickigen
Raum herauskam.
„Das
wird wieder Schlagzeilen geben“. „Ist mir aber egal“. „Was kannst du uns
eigentlich zu Samppa Lajunen sagen?“. „Ich hab ihn nicht so gut gekannt. Er war
übrigens bei den NoKo´s gewesen“. „NoKo´s?“. „Nordisch Kombinierer. Langlauf
und Skispringen. Er kannte Jussi über die Musik“. „Matti hat übrigens
angerufen. Jussi hat sich etwas beruhigt, aber er redet ständig was davon das
er bestimmt der nächste wäre“. „Ist ja auch irgendwie verständlich“. „Schon
aber Risto paßt da nicht richtig ins Bild. Ich meine mit ihm war er nicht so
eng befreundet wie mit den anderen“. „Das ist wahr aber trotzdem haben sie hin
und wieder was zusammen unternommen. Vielleicht war er einfach nur zur falschen
zeit am falschen Ort“. Es klopfte. „Herein“. Pia gab ihr wortlos einen
Umschlag. „Was ist den nun wieder?“. Sie öffnete ihn.
Hab ich ja
glatt vergessen. Ihr solltet auch auf D2 suchen
„Ich
hab´s befürchtet“. „Was hast du befürchtet?“. „ich bin mir sicher wen wir da
finden“. „Du meinst Samppas Freundin?“. „Ja mein ...“. „Dein Gefühl ich weis.
Wir lassen damm mal wieder den Suchtrupp los. Die werden sich freuen das sie
schon wieder in der Pampa herumstapfen dürfen bei dem Wetter“.
Diesmal
hatte es keine halbe Stunde gedauert. Sie war es leider gewesen. Unter der
Leiche hatte man natürlich einen Zettel gefunden.
Sie hat leider
dran glauben müssen um den Plan zu verwirklichen .... ach wie schade, so ein
hübsches Ding
Aber
man hatte auch etwas viel wichtigeres gefunden, ihr Handy. „Wie hatte der Täter
das übersehen können?“. „Keine Ahnung aber ich bin froh drum“. Steffi hatte es gerade in der Hand und
checkte es. „Sie hat auch so eine SMS abgeschickt. Beziehungsweise der Täter“.
Sie schaute sich gerade die Fotos an. „OH, das glaub ich jetzt nicht!“. Sie
zeigte das Foto Mico“. „Das ist sie da bin ich mir sicher such wenn man sie nur
unscharf von hinten sieht!“. „Ich glaub da hast du recht, aber das kann doch
nicht sein. Das ist ein Irrtum“. „Mir egal wir schnappen sie uns jetzt und dann
sehen wir weiter“. Auf dem Flur trafen sie Ari. „Hast du Mara gesehen?“. „Sie
wollte in die Gerichtsmedizin, wieso?“. Sie antwortete nicht sondern rannte
los.
„Gunnar
wo ist Mara?“. „Sie hat einen Anruf bekommen und ist dann gegangen. Vor in paar
Minuten“. „Verdammt, irgend jemand hat sie gewarnt. Wir geben eine Fahndung
raus, sofort“. Sie rief in der Zentrale an und leitete dies in die Wege. Sie
gingen schnellen Schrittes wieder zurück ins Präsidium. Ari kam auf sie zu.
„Was ist denn los?“. Sie zeigte ihm das Foto. „Das ist doch....“. „Ja, Mara
meine Schwägerin und unsere Kollegin. Ich hab keinen blassen Schimmer was sie
mit der Sache zu tun hat“. „Habt ihr sie erwischt?“. „Nein, jemand hat sie
gewarnt und dieser jemand muß davon gewußt haben das wir das Foto haben“. „Was
schaust du mich da so an?“. „Mir fällt gerade niemand anderes ein der davon
gewußt hat“. „Jetzt hört´s aber auf!. Da waren noch mehr Leute auf dem Flur und
die haben alle mitbekommen was los ist“. Ihr Gefühl sagte ihr das sie Ari
Vertrauen konnte. „Ok, wir gehen in mein Zimmer und reden da weiter“.
Tiita
war inzwischen von der Uni heim gekommen und kümmerte sich um Jussi. „Das alles
ist echt unglaublich“. „Ich bin bestimmt der nächste“. „Schatz hör auf mit dem
Scheiß. Du bist ganz sicher nicht der nächste“. „ich verlaß das Haus nicht
mehr“. „Bruderherz jetzt ist aber genug“. „Das sind alles meine Kumpels, da ist
das doch wohl logisch“. „Und Risto?“. „Der war auch mein Kumpel“. „Schon, aber
nicht so wie die anderen“. „Trotzdem“. „Ich will nichts mehr davon hören“.
„Aber...“. „Nein“. Jussi schmollte.
Die
Suche nach Mara Jarvilehto verlief erfolglos. Sie hatten den Fingerabdruck mit
denen aus ihrem Arbeitszimmer verglichen und er paßte. Steffi, Ari und Mico
sahen sich fragend an. „Was soll das ganze?“. „Wenn ich das nur wüßte. Außerdem
wäre mir neu das sie medizinische Fachkenntnisse hätte“. „Am besten wir stellen
ihre Bude mal auf den Kopf“.
Anscheinend
hatte sie doch Medizinische Fachkenntnisse gehabt. Sie hatten herausgefunden,
das sie bevor sie zur Polizei ging 4 Semester Medizin studiert hatte. „Das hat
sie dir nie erzählt?“. „Nein“. „Mika auch nicht?“. „Nein und das wundert mich
doch schon sehr. Irgendwie begreife ich das alles nicht. Es gibt da überhaupt
keinen Zusammenhang zu den Opfern“. „Wie wär´s wenn wir mal Jussi fragen?“.
„Gehen wir“.
„Was
ist los? Noch ein Opfer?“. „Schatz, wir müssen mit Jussi reden“. „Der hat sich
aber gerade ein wenig gefangen“. „Ich weis was ich tu“. Sie ging an ihm Vorbei
ins Wohnzimmer mit Mico im schlepptau. „Sag nicht das noch jemand abgekrazt
ist“. Sie antwortete nicht sonder hielt im ein Foto von Mara unter die Nase.
„Kennst du sie?“. „Das ist doch eine Kollegin von dir und deine ex-Schwägerin“.
„Genau, aber kennst du sie vielleicht von früher?“. „Was meinst du?“. „Bevor du
mich kanntest“. „Nein. Wieso?“. „Weil sie was mit der ganzen Sache zu tun hat
und ich wüßte nur gerne was“. „Das verstehe ich nicht“. „Wir ja auch nicht. Wir
vermuten aber der Grund liegt in der Vergangenheit deshalb die Frage“. „Ich
kann euch da leider nicht weiterhelfen“. „Gut, da hilft nur eins. Wir geben das
an die Presse raus. Vielleicht hat ja jemand eine Ahnung oder sie gesehen. Wir
müssen dann mal wieder gehen“. Sie verabschiedeten sich und gingen.
Es
wurde 20 Uhr aber weder hatte jemand gesehen wo Mara hin ist noch irgendeine
Vermutung was sie mit dem fall zu tun hat. Steffis Handy piepste. „Das glaub
ich jetzt nicht“
Der Rest muß
auch noch dran glauben und ihr könnt mich nicht aufhalten
Steffi
zeigte es den anderen. „Sie hat nicht einmal ihre Nummer unterdrückt“. Ari
wollte schon zum Telefon greifen. „Sie hat es sicher schon wieder aus gemacht“.
Es war Mitternacht als sie nach hause kam. Sie hatten immer noch keine Ahnung
was Mara mit der ganzen Sache zu tun hatte. Aber jetzt war sie ausgebrannt und
brauchte Schlaf wie alle anderen auch.
Kapitel 11
Bevor
Steffi zum Präsidium fuhr ging sie auf den Friedhof. Sie kniete sich vor das
Grab ihres verstorbenen Mannes. „Sag du mir was mit deiner Schwester los ist?“.
Aber sie bekam natürlich keine Antwort. Nach fünf Minuten ging sie wieder.
„Ich
verstehe das nicht, sie kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben!“. „Ich
fürchte sie spielt nicht allein und jemand hat ihr geholfen unterzutauchen“.
„Gibt´s noch mehr Geschwister?“. „Nein“. „Das ist einfach zum Verzweifeln.
Jetzt haben wir einen Täter und kommen trotzdem nicht vorwärts“.
Leider
tat sich auch die nächsten 3 Tage nichts.
„Wo
hat sich das Miststück nur versteckt???“. „Wir finden sie schon noch“. „Wenn
ich das alles nur endlich verstehen würde“. „Nicht nur du. Damit das sie es ist
hätt ich nicht gerechnet. Jetzt weiß ich wenigstens was sie in Urlaub gemacht
hat und das erklärt auch warum der Täter so lange keine Fehler gemacht hat und
gut vorbereitet war. Sie kennst sich schließlich gut aus was Kriminalistik
angeht“. „Aber wieso ist ihr dann der Fehler mit dem Handy passiert?“. „Samppas
Freundin wurde erstochen. Ich hab die Theorie das sie nicht sofort tot war. Sie
könnte sich das Handy geschnappt haben und machte ein Foto als Mara sich
umgedreht hatte. Mara hat das nicht gemerkt“. „So ähnlich muß es wohl gewesen
sein“.
Gestern
war die Beerdigung von Risto, Samppa und dessen Freundin gewesen. Alle hofften
das jetzt alles vorbei war. „Aber sie haben diese verrückte doch immer noch
nicht geschnappt!“. „Ja, schon Schatz aber ich glaube nicht das sie sich noch
mal traut jemanden zu kidnappen jetzt wo bekannt ist wer sie ist“. „Was sagst
du dazu Matti“. „Ich hoffe das du recht hast. Aber sollten wir nicht lieber
über was anderes reden? Wir haben doch schließlich was zu feiern“. Er grinste
Tiita an. „Schon recht. Zum Glück muß ich nicht mit 3 rumlaufen so wie dein
Schatzi“. „Ist auch besser so sonst wird dein Schatzi noch überfordert“. „Hey,
ich würde auch mit drei klarkommen“. „Ja klar. Ich glaub eins reicht erstmal“.
„Können wir das jetzt lassen? Ich hab Hunger“. „OK, Roar kommst du mit?“.
„Immer doch“
Ihre Schwägerin hatte keine Ahnung worum es ging, das wußte sie. Aber bald würde sie es verstehen. Nur mußte sie immoment sehr aufpassen. Die nächsten Schritte müssen wohl geplant sein. Aber sie würde alle kriegen die etwas damit zu tun hatten, da war sie sich sicher. Einer davon lag neben ihr auf dem Bett und wimmerte leise....
Hannu
war inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen aber noch nicht arbeitsfähig. Das
hielt in trotzdem nicht davon ab ins Präsidium zu kommen. „Sag mal spinnst du?
Du sollts dich erholen“. „Mir geht´s gut und da Mara nicht mehr da ist braucht
ihr mich ja wieder“. „So hilfst du uns aber nicht. Kannst du überhaupt aufrecht
laufen ohne Schmerzen?“. „Das geht schon“. „Hannu ich kann dich ja verstehen
aber so geht das nicht“. „Ich will aber“. „Falls du´s vergessen hast. Ich leite
diese Abteilung und bin deshalb dein Vorgesetzter und als dieser sage ich du
gehst jetzt nach hause“. Er verschränkte Demonstrativ die Arme zumindest
versuchte er es. Auf halbem Wege ließ er es sein. „Siehst du genau das mein
ich“. „Dann mach ich halt nur Papierkram und so ein Zeug“. „Wer´s glaubt wird
selig. Da hast du nach einem halben Tag die Schnauze voll. Ich kann das einfach
nicht verantworten“. „Na schön wie du meinst“. Er erhob sich und ging.
„Das
Rosso ist einfach genial. Die Pizza ist super lecker“. „Tiita wenn du so weiter
ißt siehst du auch bald so aus als würdest du Drillinge bekommen“. „Sehr
witzig“. „Ich mein die Pizza ist echt riesig“. „Ich esse ja auch für zwei und
wehe du sagst noch was sonst mach ich einen auf Steffi beim Frühstück“. „Das
verstehe ich nicht“. „Ach hat´s dir Matti nicht erzählt? Vor ein paar Tagen ist
die Müslischüßel auf seinem Kopf gelandet“. „Ach echt? Was hast du denn böses
gemacht?“. „Gar nichts“. „Das glaub ich dir sogar Mann, ist mir auch passiert
als meine Frau schwanger war, aber das sind halt die Hormone. Da wirst du auch
nicht von verschont bleiben“. „Ach meine Verlobte hat sich voll im Griff,
stimmt´s Schatz?“. „Kommt ganz auf dein Verhalten an. Ich glaub ich bestell mir
noch einen Nachtisch nachher“. „Bist du sicher?“. Eine Sekunde später landete
das Wasser aus Tiitas Glas in Jussis Gesicht. „Ja“. Sie stand auf und ging auf
die Toilette. „Siehst du, da hast du´s schon“. „Das war grad echt lustig
gewesen“. „Hannu wo kommst du denn auf einmal her?“. „Ich darf nicht arbeiten und
da ich Hunger hab dachte ich ich esse hier was“. Er setzte sich zu ihnen. „Du
wolltest schon wieder arbeiten?“. „Ja, aber meine Cheffin hat mich vor die Tür
gesetzt. Der sind die Hormone zu Kopf gestiegen“. „Also wenn ich meine Verlobte
wär würd ich dich auch nicht arbeiten lassen. Was wenn du deine Waffe schnell
ziehen muß. Ich glaub da würdest du kläglich versagen. Das kann sie einfach
nicht verantworten“. „War ja klar das du zu ihr hältst“. „Ich finde er hat
recht“. „Ich glaub da muß ich ein rotes Kreuz in den Kalender machen. Ein Tag
an dem ihr euch mal einig wart". Tiita kam zurück. „Hey, Hannu was machst
du denn hier?“. „Ich will was essen“. „Da bist du hier genau richtig“. Sie
setzte sich wieder.
„Was
hast du da?“. Ari reichte es ihr. „Nein, ich dachte wir hätten das hinter uns“.
„Offensichtlich nicht“. Steffi öffnete den Umschlag.
Wenn ihr
geglaubt hast ich gebe auf dann muß ich euch enttäuschen. Ich habe mir wieder
einen gekrallt und zwar letzte Nacht. Da ihr nun wißt wer ich bin Brauch ich ja
nicht mehr darauf achten keine Spuren zu hinterlassen. Ihr habt mich allerdings
ziemlich verärgert deshalb habt ihr nur bis morgen abend Zeit. Nachher kommt
ein Paket das dürfte euch gefallen.
„Das
darf doch nicht wahr sein“. „OK, wir gegen die ganze Liste durch und rufen alle
Springer und Freunde an. Wir nehmen den Festnetzanschluß und sagen einfach wir
hätten uns verwählt dann kommt keine Panik auf. Am Schluß hatten sie fast alle
erreicht. Zwei davon hatten sie zuhause erreicht, zwei aber hatten sie immer noch
nicht aufgespürt. „Kennst du die beiden?“. „Nicht so gut aber ich hab natürlich
schon mit ihnen zu tun gehabt“. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Es war Minna.
„Kann ich dich mal ganz kurz sprechen?“. Steffi ging zu ihr vor die Tür. „Was
ist?“. „Ich wollte dir nur danke sagen“. „Weswegen denn?“. „Das du Hannu
verscheucht hast. Auf mich hat er nämlich nicht gehört. Ich glaub er nimmt die
ganze Sache persönlich nachdem was im Krankenhaus passiert ist“. „Das Gefühl
habe ich auch. Ich paß schon auf das er keine Dummheiten macht. Arbeiten kann
er auf alle Fälle noch nicht. Du mußt halt ‘privat‘ ein bißchen auf ihn
aufpassen wenn du verstehst“. „Ich laß ihn keine Sekunde aus den Augen“. „Gut,
ich muß wieder rein“. „Was wollte sie den?“. „Das mußt du nicht wissen“.
„Ging´s um Hannu?“. „Wir haben dringendere Probleme immoment. Wir Paavo und ein
paar andere Streifenpolizisten nochmal zu den beiden hin. Die sollen die
Nachbarn fragen wann sie zuletzt gesehen worden sind. Sie wären als Zeugen
gesucht bei einem Autounfall. Wenn wir da nämlich auftauchen kocht sofort die
Gerüchteküche“. „Das ist eine gute Idee. Ich wär da einfach hinspaziert“.
„Irgedwo muß ja der Unterschied zwischen einem ‘Haupt‘ vor dem Kommissar und
keinem sein“. „Wenn ich dich nicht kennen würde würd ich dir das jetzt übel
nehmen“.
Die
Befragung der Nachbarn hatte ergeben das sie einen Ausschließen konnten also
hatten sie das nächste Opfer. Sie hatten sogar ein Durchsuchungsbefehl für
dessen Wohnung bekommen obwohl der Richter nicht ganz überzeugt war. Allerdings
vertraute er Hauptkommissarin Jarvilehto und so gingen sie zu der Wohnung. Es
sah alles unberührt aus. „Das Bett ist ziemlich durchwühlt“. Sie hob die Decke.
„Da ist etwas“. Mico hob ein Tuch auf und roch daran. „Damit ist er betäubt worden“.
Sie stellten die ganze Wohnung auf den Kopf fanden aber nichts. Sie wollten
schon aufgeben als ein Foto aus einem Buch fiel das Ari aufgeschlagen hatte.
Steffi hob es auf. „Das Foto ist schon älter, aber interessant. Da sind Lauri,
Ville, Risto und Samppa drauf mit einem Mädchen. Sie drehte es um. „Das Bild
ist 11 Jahre alt und ich rufe mal Jussi an. Bin gespannt ob er weis wer sie
ist“. Sie telefonierte kurz mit ihm und bestellte ihn auf das Präsidium.
„Ich
hoffe das ist wichtig“. „Ja ist es“. Sie reicht ihm das Foto. „Kannst du uns
sagen wer das Mädchen ist?“. „Ja klar, das ist Jaana Viikula“. „Was kannst du
mir über sie sagen?“. „Wieso willst du das wissen?“. „Weil ich wie schon öfters
gesagt vermute, daß der Grund für die Morde in der Vergangenheit liegt und die
Männer auf dem Foto sind tot“. „Sie war ein sehr nettes Mädchen gewesen“.
„Warum sprichst du in der Vergangenheit von ihr?“. „Weil sie von einem auf den
anderen Tag verschwunden ist und ich irgendwie das Gefühl hatte das sie nicht
mehr lebt“. „OK, erzähl mir mehr“. „Sie war Teil unserer Clique. Plötzlich
hatte sie angefangen sich zu verändern. Hat sich zuhause verkrochen und wollte
nichts mehr mit uns zu tun haben“. „Warum?“. „Ich weis es nicht. Ist alles auch
schon so lange her“. „Versuch dich zu erinnern“. „Nach einer Party die wir
gefeiert haben. Ich kann mich nur nicht mehr erinnern was da passiert ist. Ich
hab zu tief ins Glas geschaut und einen sogenannten Blackout gehabt“. „Wer war
alles auf der Party?“. „Das waren einige Leute gewesen. Ich kann mich wirklich
nicht mehr erinnern wer genau“. „Kann es sein das einer der Jungs ihr zu nahe
gekommen ist?“. „Was willst du damit sagen?“. „Ich frag mich nur was ihre
Verwandlung verursacht hat“. „Nein, ganz sicher nicht. Zumindest keiner meiner Kumpels“.
„Wird wieder einer vermißt?“. „Ja“. „Das ist jetzt nicht war“. „Pekka
Salminen“. „Pekka?“. „War er damals bei der Party auch dabei gewesen?“. „Ich
bin mir nicht sicher, aber ich denke schon“. „Gut, wäre nett wenn du das unter
uns bleiben könnte“. „Schon klar“. Er stand auf und ging.
Steffi
legte gerade ihre Füße hoch um ihren Kreislauf zu beruhigen als es an der Tür
klopfte. „Ja“. Minna trat herein. „Das ist gerade gekommen“. Minna gab ihr das
Päckchen. Steffi öffnete es und schloß es im selben Moment wieder. „Das ist ja
pervers“. „Was ist es denn?“. „Ich sag mal so, der Besitzer dieses Körperteils
kann jetzt keine Kinder mehr Zeugen“. Minna rannte hinaus in Richtung Toilette.
Sie nahm das Päckchen und ging zu Mico und Ari. „Hier die versprochene Lieferung.
Ich guck da nicht noch mal rein“. Mico und Ari riskierten einen Blick. „Das ist
ja ekelhaft. Ich glaub das nicht so was perverses“. „Ich hab aber auch noch
gute Nachrichten“. Sie berichtete von ihrem Gespräch mit Jussi. „Dann geben wir
mal den Namen in den Computer ein und sehen was er ausspuckt“. „Also sie wurde
nur 16, ist vor 10 Jahren und 3 Monaten gestorben. „An was?“. „Hier steht
Selbstmord“. Steffi schaute sich das Foto nochmal an und da traf sie der
Schlag. Das Mädchen auf diesem Foto hat verdammte Ähnlichkeit mit diesem
anderen Mädchen das hier war und nach ihrem Vater gesucht hat. Erinnert ihr
euch?“. „Das ist bestimmt nur Zufall. Das kann nicht sein“. „Doch, die haben
beide den gleichen Nachnahmen. Dann hätten wir auch ein Motiv“. „Von was redest
du?“. „Irgendwas ist auf dieser Party passiert. Wenn sie nun nicht freiwillig
Schwanger geworden ist?". „Aber sie ist tot, sie kann sich nicht mehr
rächen“. „Sie nicht aber jemand dem sie sich anvertraut hat. Eine Schwester zum
Beispiel“. „Aber du glaubst doch nicht ernsthaft das sie von all unseren Opfern
vergewaltigt wurde?“. „Nein das glaube ich nicht. Vielleicht hat sie nicht
gewußt wer es war und hat einfach ein paar Mögliche Kandidaten genannt. Wie dem
auch sei, ich bin mir sicher das sie der Grund für all die Morde ist“. „Wenn
deine Theorie stimmt dann müßte der Vater des Mädchens eines der Opfer sein“.
Sie rief sich das Aussehen des Mädchens nochmal ins Gedächtnis. Jetzt fiel ihr
ein was ihr so bekannt vor kam. „Die Augen verdammt!“. „Was?“. „Ihre Augen! Sie
hat die gleichen Augen wie ..... aber das glaub ich nicht“. „Wie wer?“.
„Jussi“. „Was?“. „Das ist ja wohl ein Scherz“. „Das läßt sich ganz leicht
überprüfen“. Sie rief Jussi an. „Tut mir leid aber ich muß dich schon wieder
herbeten. Es ist sehr wichtig“. Er murrte zwar aber erklärte sich bereit. „Ich
geh das Mädchen aus dem Heim holen“.
„Schön
wieder hier zu sein“. „Das freut mich. Weißt du wir haben vielleicht deinen
Vater gefunden. Um das zu prüfen Brauch ich etwas von dir. Kannst du mal kurz
Ahhhh für mich sagen?". Sie öffnete den Mund und Steffi nahm mit dem
Wattestäbchen eine Probe. „Das hast du toll gemacht. Das gleiche machen wir bei
deinem Papa .... wenn er es denn ist auch. Wir vergleichen die Proben und
können sehen ob er dein Papa ist“. „Wenn nicht ist auch nicht schlimm. Wäre
zwar schön aber nicht schlimm“. „OK, wartest du hier kurz auf mich? Sie mal das
ist Pia unsere Rezeptionsdame, sie wird solange auf dich aufpassen. Ist das
OK?“. „Ja ist gut“.
„Was
ist nun schon wieder?“. „Ich glaube ich habe das Rätsel gelöst aber dazu
brauche ich eine Speichelprobe von dir“. „Wozu den das? Ich hab nichts damit zu
tun“. „Komm, tu mir den Gefallen“. „Ich weis nicht“. „Vertraust du mir?“. „Ja“.
„Also?“. Er öffnete den Mund und sie nahm eine Probe. „Verrätst du mir für was
genau das gut sein soll?“. „Ich sag´s dir wenn ich weis was das Ergebnis des
Testes ist“. „Was für ein Test?“. „Später“. „Ich habe ein recht das zu
wissen!“. „Ari, bringst du das ins Labor?“. Er nahm ihr das Stäbchen aus der
Hand. „Danke“. „Steffi, was wird hier gespielt?“. „Wenn das stimmt was ich
vermute dann bist du schon Vater“. „Was redest du da?“. „Ist ein bißchen schwer
zu erklären. Vor über einer Woche als das mit den Morden angefangen hat ist ein
Mädchen zu mir gekommen. Sie wollte das ich ihr helfe ihren Vater zu finden.
Dieses Mädchen hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Mädchen auf dem Foto bis auf
eine Ausnahme. Sie hat deine Augen. Ich hatte sofort das gefühl mir kommt was
bekannt vor, aber erst heute ist mir klargeworden was“. „Das ist doch völliger
Schwachsinn. Ich könnte mich sicher erinnern wenn ich mit Jaana was gehabt
habe. Wir waren nur Freunde“. „Das werden wir ja bald sehen. Wenn es allerdings
stimmen sollte dann bist du hochgradig gefährdet. Jaana ist tot, sie hat nicht
mehr lange nach der Geburt gelebt, aber ich denke eine nahestehende Person will
Rache nehmen“. „Selbst wenn da was gewesen wäre, wieso Rache nehmen?“. „Jaana
hat Selbstmord begangen und das war sicher aufgrund etwas was sie nicht
verkraftet hat und das muß auf der Party gewesen sein“. „Willst du damit sagen
ich hätte sie Vergewaltigt?“. „Ich könnte mir das sehr schwer vorstellen, aber
Tatsache ist das wir es nicht wissen was auf der Party gewesen war. „Ich
schlage vor du bleibst da bis wir das Ergebnis haben“. „Wie lange dauert das?“.
„Das ist eine etwas kompliziertere Analyse. Ungefähr eine Stunde“. „Ist sie
auch da? Ich mein das Mädchen?“. „Ja, aber ich möchte nicht das ihr euch
begegnet bevor nicht klar ist was Sache ist“. Es klopfte. „Herein“. Matti
steckte den Kopf herein. „Stör ich?“. „Nein du kommst wie gerufen. Ich brauch
einen Aufpasser“. „Was hat Jussi diesmal wieder angestellt?“. „Gar nichts aber
ich möchte nicht das er mir in der nächsten Stunde davon läuft. Er kann´s dir
ja erklären. Am besten ist ihr geht ins Besprechungszimmer“. „Ich hab zwar
keinen Plan was los ist, aber OK“. Er und Jussi verließen das Zimmer.
„Schau
dir mal das an“. Mico reichte ihr ein Blatt Papier. „Deine Schwägerin ist die
Schwester von Jaana und damit hätten wir auch den Zusammenhang. Sie hat ihren
Namen geändert, ursprünglich hieß sie Mara Viikula. Das gleiche gilt übrigens
auch für deinen Mann. Er hieß Mika Viikula. „Was? Das kapier ich jetzt nicht.
Wieso hat er nie was davon gesagt?“. „Ich glaub da gibt´s wohl so einige Dinge
die du nicht gewußt hast“. Steffi war regelrecht geschockt. „Das beste kommt
aber noch“. „Noch mehr?“. „Es gibt noch eine Schwester. Minna Viikula uns
bekannt als Minna Petrinen. Sie ist verschwunden“. „Hat wohl gemerkt das es brenzlig
wird, als wir das mit dem Mädchen herausgefunden haben. Ich habe Hannu schon
angerufen. Er kommt her. Und eine Fahndung nach ihr ist auch raus. Jetzt wissen
wir auch wer Mara gewarnt hatte“. „Gute Arbeit Mico“. „Jetzt müssen wir die
beiden nur noch finden“. „Hat Minna nicht mal was von einer Hütte am Kolmisoppi
gesagt?“. „Dann laß uns gehen“.
Sie
hatten keine halbe Stunde gebraucht um die Hütte zu finden. Am Boden lag ein
Körper. Steffi beugte sich nach unten um den Puls zu fühlen. „Wir sind zu spät.
Er ist tot“. „Verdammt“. „Aber hier sind wohl die meisten Morde passiert. Das
ist ja ein Sammelsurium an Beweismitteln. Die Spurensicherung soll sich mal
umsehen“. „Was glaubst du wo sie hin sind?“. „Keine Ahnung“.
Sie
gingen in die Gerichtsmedizin. „Hallo Gunnar?“. „Du willst sicher das Ergebnis
des Testes haben?“. „Ist er fertig?“. „Ja“. Er drückte ihr den Umschlag in die
Hand. „Euer Toter ist vermutlich vergiftet worden so auf den ersten Blick.
„Nikotin?“. „Das weis ich noch nicht, aber das Gift wurde diesmal gespritzt“.
„Gut danke“.
„Jussi
und Matti warten schon in deinem Zimmer. Weist du was drin steht?“. „Ich hab
noch nicht geschaut“. Sie ging hinein und setzte sich ihnen gegenüber. Jussi
sah etwas bleich aus. „Willst du es selber aufmachen?“. „Nein“. „Sicher?“.
„Ja“. Steffi öffnete den Umschlag. Sie hielt das Ergebnis Jussi unter die Nase.
„Glückwunsch Papa“. „Das kann nicht stimmen“. „Doch tut es“. „Wenn du unserer
Gerichtsmedizin nicht glaubst kannst du natürlich selber ein Gutachten
stellen“. „Ich kann einfach nicht auf einmal Papa sein. Das geht nicht“. „Das
verlangt auch keiner von dir. Sie hat übrigens einiges von deinem Charakter
geerbt. Ist überhaupt nicht auf den Mund gefallen und genauso engstirnig“. „Ich
kenn sie doch überhaupt nicht“. „Sie hat ein Recht darauf zu erfahren wer ihr
Vater ist, wenn du sie wärst würdest du das auch wollen“. „Ja, aber das kommt
alles so plötzlich“. „Ich sag dir was. Ich gehe mal und rede mit ihr und dann
sehen wir weiter“. „OK“.
„Hallo
Sari da bin ich wieder. Alles klar bei dir?“. „Ja, wir haben Vier gewinnt
gespielt und ich hab gewonnen“. „Das ist ja toll. Hör mir zu, ich habe deinen
Papa gefunden. Aber weist du er hat bis heute nicht gewußt das es dich
überhaupt gibt und es fällt ihm schwer das zu begreifen. Es ist nicht das er
nichts mit dir zu tun haben will er braucht nur etwas zeit“. „Das ist schon ok,
das kann ich verstehen. Ich würde nur gerne hallo sagen“. „Ich frag ihn mal,
bin gleich wieder da“. Ein paar Minuten später kam sie zurück mit Jussi und Matti.
Sari ging Zielstrebig auf Jussi zu. „Hallo Papa, darf ich dich umarmen?“. Jussi
beugte sich nach unten und nahm das Mädchen in den Arm. Er bekam feuchte Augen.
Er ließ sie wieder los. „Ich kann verstehen das es ein Schock für dich sein
muß. Aber weißt du ich habe niemanden und es wäre schön wenn wir uns anfreunden
könnten“. „Ich glaube das läßt sich machen“. „Spielst du mit mir?“. „Ja,
sicher“.
Steffi
hatte die beiden alleine gelassen und ging mit Matti in ihr Zimmer. „Ich kann
das irgendwie noch gar nicht begreifen“. „Ich auch nicht“. Es klopfte an die
Tür. „Herein“. Hannu und Tiita kamen herein. „Was zum Henker ist los?“. „Steffi
erklärte es den beiden. „Was das glaub ich alles nicht? Jussi soll Vater sein?“
„Ja, das ist eindeutig“. „Allerdings sind wir nicht sicher wie genau es dazu
gekommen ist, weil er sich nicht daran erinnert“. „Was willst du damit
andeuten?“. „Gar nichts“. Hannu stand kreidebleich da und sagte kein Wort.
„Hannu alles OK? Ist schon klar das es für dich ein Schock sein muß. Hätte
keiner gedacht das Minna da mit drin steckt. Und ich weiß auch nicht was mein
Mann da genau mit zu tun hatte, da er ja auch zu der Familie gehörte. Es gibt
durchaus noch ein paar ungeklärte Fragen“. „Aber das glaub ich einfach nicht.
Sie war doch so liebenswürdig“. „Sie ist eben eine gute Schauspielerin
gewesen“. Das Telefon klingelte. „Hallo hier ist Gunnar. Das Gift was kein Gift
sondern ein Opiat namens Heroin, in einer tödlichen Dosis verabreicht“.
„Danke“. Sie legte auf. „Ich will das bis wir die zwei Verrückten geschnappt
haben ihr euch nicht einzeln durch die Gegend bewegt und auf euch Gegenseitig
aufpaßt“. „Ist das echt nötig?“. „Ich korrigiere mich, ihr paßt auf Jussi auf.
Wenn das Motiv stimmt ist er in Gefahr“.
12.Kapitel
Die
folgenden 2 Wochen hatte sich nichts getan. Man hatte die beiden nicht finden
können. Dafür fand Jussi immer mehr gefallen an seiner Vaterrolle. Die beiden
verstanden sich wirklich gut. Er hatte die Vaterschaft anerkannt und so zog
Sari bei Jussi und Tiita ein. „Na freust du dich schon auf dein
Geschwisterchen?“. „Und wie! Wird es ein Junge oder Mädchen?“. „Das wissen wir
noch nicht. Was hältst du davon wenn wir uns Überraschen lassen?“. „Wie lang
dauert das noch?“. „Ich bin in der sechsten Woche das bedeutet noch
siebeneinhalb Monate“. „So lange?“. „Ja“. „Dauert das bei dir auch so lange
Tante Steffi?“. „Ich bin schon in der achten Woche, das bedeutet noch genau
sieben Monate“. „Das ist ja fast genauso lange“. „Glaub mir die Zeit geht
schnell rum aber ich glaube du mußt jetzt ins Bett“. Sie schaute ihren Papa an.
„Deine Tante hat recht. Geh ins Bad und mach dich Bettfertig“. Ein paar Minuten
später kam sie wieder. Jussi stand auf und brachte sie ins Bett. Als er zurück
kam schauten sie sich einen Film auf DVD an. „Ist schon reichlich spät, ich
glaube wir sollten gehen“. „Ach was ihr könnt hier schlafen auf dem Sofa. Wobei
wenn ich an deinen Zustand denke, dann schläfst du mit Tiita im Bett. Ich und
Matti schlafen auf dem Sofa. „Das ist echt nicht nötig“. „Doch ich bestehe
darauf“. „Na gut“.
Steffi
konnte die Nacht nicht richtig schlafen. Sie wachte auf mit einem unguten
Gefühl. Sie meinte ein Geräusch gehört zu haben und stand auf. Es war drei Uhr
in der Nacht. Sie nahm ihre Waffe unter dem Bettkissen hervor und schlich aus
dem Schlafzimmer den gang entlang zum Wohnzimmer. Dort brannte Licht. Sie ging
wieder zurück und rief ihre Kollegen an. Dann schlich sie wieder hinaus. Sie
hielt ihr Ohr an die Tür und hörte Stimmen. Eine davon war die von Mara die
sagte ‘jetzt bist du dran‘. Steffi stieß die Tür auf und richtete die waffe auf
Mara. Die wirbelte herum und richtete ihre Waffe auf sie. Matti und Jussi waren
beide mit Handschellen an den Heizkörper gekettet und der Mund war zugeklebt.
„Schön dich wieder zu sehen“. „Hast aber lange gebraucht“. „Wie wär´s wenn du
deine Waffe herunternimmst sonst könnte ich auf die Idee kommen deinen Mann
abzuknallen“. Sie richtete die Waffe auf Matti. „Wie wär´s wenn du mir erklärst
was der ganze Scheiß soll“. „Das weißt du noch nicht?. Dein zukünftiger
Schwager hat meine Schwester vergewaltigt und die anderen auch“. Matti
versuchte etwas zu sagen. „Würdest du meinem Mann das Klebeband abreisen. Ich
glaub er hat was dazu zu sagen. Bist du nicht neugierig?“. Sie riß ihm das Klebeband
runter. „Er hat sie nicht vergewaltigt, ich hab´s gesehen“. „Was redest du da
für einen Stuß?“. „Ich hab keine Ahnung wie mir das entfallen konnte aber ich
war damals im Wald gewesen. Ich hatte eine Abkürzung genommen. Ich dachte
damals er hätte sie Vergewaltigt hab das aber ganz falsch verstanden. Sie waren
beide extrem angetrunken gewesen“. „Was ist mit den anderen?“. „Es gab keine
anderen“. „Du lügst!“. „Nein, ich lüge nicht“. „Das sagst du doch nur um deinem
Bruder aus der Patsche zu helfen“. „Das glaub ich auch“. Steffi nimm deine
Waffe herunter. Jetzt steht es zwei zu eins“. Minna war hinter ihr aufgetaucht.
„Was ist mit Mika?“. „Der Trottel wollte dir alles sagen und das konnten wir
nicht zulassen“. „Was soll das heißen?“. „Du hast schon den richtigen ins
Gefängnis gebracht, aber wir haben ihn beauftragt“. „Ihr seit echt Skrupellos“.
„Ja, und jetzt Waffe runter“. Es ertönte Plötzlich das Klirren von zerbrochenen
Fensterscheiben und ein Schuß. Steffi feuerte nur Zentelsekunden später auch
einen Schuß ab genauso wie Mara. Hannu kam durch das Kaputte Fenster gehechtet
nahm die Waffe von Mara an sich und die von Minna. Beide lagen am Boden genauso
wie Steffi. Matti und Jussi waren starr vor Schreck. Hannu ging zu Steffi und
fühlte den Puls. „Matti keine bange sie lebt. Der Schuß hat sie wieder mal nur
gestreift“. Er ging zu den beiden und befreite sie von den Handschellen. Matti
sprang auf und rannte zu Steffi. Er nahm sie in den Arm und begann zu weinen.
Jussi sprang ebenfalls auf und rannte ins Schlafzimmer. Dort saß Tiita mit Sari
im Arm. Er ging zu ihnen umarmte beide gleichzeitig und fing auch an zu weinen.
Aus der Ferne konnte man Sirenen näher kommen hören.
Mara
und Minna waren beide tödlich getroffen und sind noch im Krankenwaagen
verstorben. Aber keinen störte das so richtig nachdem was die beiden alles
getan hatten. Man konnte des öfteren in Zeitungen die Andeutung lesen das die
Todesstrafe in manchen Fällen wieder eingeführt werden sollte. Steffi hatte
sich wirklich nur ein Streifschuß geholt.
„Ich
frage mich warum ich mich all die Jahre nicht daran erinnert habe“. „Das nennt
sich Verdrängung. Hab ich mal auf einem Seminar gelernt. Wenn du schockartige
Erlebnisse hast kann es sein das dieses Ereignis in das Unterbewußtsein
verbannt wird als Schutzfunktion. Und eine neuerliche Streßsituation wo du
damit konfrontiert wirdst kann das wieder zu tage fördern“. „Ja, das würde
einiges erklären“. „Sag mal kann es sein das du nicht ganz die Wahrheit gesagt
hast“. „Ich weiß nicht was du meinst“. „Das verjährt nach 10 Jahren“. „Ich weiß
immer noch nicht wovon du redest“. „Es war wirklich nur Jussi?“. „Ja, das
schwöre ich bei allem was mir heilig ist und er war ziemlich besoffen gewesen.
Unser Vater hat mich damals im Wald gefunden. Er hat angefangen mich zu suchen,
als ich nicht nach hause gekommen bin“. „OK, lassen wir´s gut sein“.
Es
waren 2 Wochen vergangen. Steffi saß im Büro und laß die Zeitung als es
klopfte. „Herein“. „Das ist gerade für dich gekommen“. Mico reichte ihr den
Brief. „Danke“. Enthalten waren 2 Blätter.
Ich habe dies
gerade beim entrümpeln des Dachbodens gefunden und es dürfte sie interessieren.
Es tut mir leid das ich es nicht früher gefunden habe, weil ich damit ein paar
Morde verhindern hätte können.
Sie
sah sich das zweite Blatt an.
Ich schäme
mich sehr über das was passiert ist. Ich war betrunken gewesen. Nicht so das
ich nicht mehr gewußt hätte was ich tat, ich kann mich auch noch sehr gut daran
erinnern. Er hatte mich sehr bedrängt, anfangs wollte ich das nicht und hab
auch geschrien er soll es lassen, aber dann ließ ich es doch zu. Ich habe ihn
doch geliebt, aber es war einfach nicht richtig gewesen so. Ich habe mich an
seine Kumpels rangemacht um mich daran zu rächen was er mir angetahn hatte,
aber ihm war das Scheißegal. Ich war so wütend wegen dem was passiert war das
ich gelogen hatte. Ich wollte nicht wie eine Schlampe dastehen. Ich habe meinen
Schwesten gesagt es seinen mehrere gewesen die mich Vergewaltigt hätten und ich
habe ihnen die Namen gegeben. Ich halte das einfach nicht mehr aus und werde
deshalb meinem Leben ein Ende setzten.
Jaana Viikula
Steffi
dachte darüber nach. Naja, man könnte das schon irgendwie als Vergewaltigung
auslegen aber irgendwie auch nicht. Sie beschloß es den anderen gegenüber nicht
zu erwähnen.
Epilog
Es
war noch eine Wochen bis zur Geburt. Steffi kam alleine kaum noch aus dem Bett
hoch. Tiita sah wenn sie neben ihr stand aus wie eine Bohnenstange. Sie machten
ein Picknick im Park und Steffi und Tiita lagen auf dem Rücken und sonnten
sich. Matti und Jussi spielten mit Sari Frisbee. „Man bin ich froh wenn das
Kind endlich draußen ist“. „Was soll ich da erst sagen“. „Du hast ja recht.
Habt ihr euch schon Namen überlegt?“. „Nein, wir wollen erst abwarten was wir
kriegen. Ich bin ja so gespannt. Weist du ich habe mehr Angst vor der Geburt,
als das was danach kommt“. „Geht mir genauso. Bist du sicher das du keinen
Kaiserschnitt willst?“. „Ic will die normal auf die Welt bringen, das geht
schon“. „Also, ich finde das ziemlich gefährlich“. „Laß das mal meine Sorge
sein“. „Ohh“. „Was soll das heißen?“. „Ahhhhh“. „Oh verdammt, die wehen?“.
„Ja“. „Jussi?! Deine Frau hat die Wehen“. Er rannte sofort zu Tiita. „Alles
klar Schatz“. „Bring mich ins Krankenhaus!“. Er half ihr aufzustehen. „Matti?
Wärst du so freundlich?“. Auch er half seiner Frau hoch. „Ahhhhhhhhh“. „Was ist
los?“. Steffi hielt ihren Bauch. „Ich glaub ich sollte auch ins Krankenhaus“.
Hannu
wartete mit Sari im Wartesaal. „Was glaubst du wer ist schneller?“. „Tiita weil
sie nur eins kriegt“. „Ich sage Tante Steffi. Wetten wir? Um 5 Euro?“. „Ich
glaub nicht das deinem Paps das gefallen würde“. „Was er nicht weis macht in
nicht heis“. „Na gut, abgemacht“. „Und ich sage das alles Mädels sind“. „Gut,
ich sage es sind Jungs“. „5 Euro pro Mädchen oder Junge“. „Man du haust ja
mächtig rein. Hast du überhaupt soviel im Sparschwein?“. „Ich gewinne sowieso“.
Steffi
hatte die drillinge auf normalem Weg zur Welt gebracht. Zu dem Zeitpunkt lag
Tiita noch in den Wehen. Es waren alles eineige Mädchen. Matti weinte vor
Glück. „Weißt du wie sehr ich dich Liebe?“. „Ich liebe dich auch sehr“. „Ich
frag mich ob ich die je auseinander halten werden könne“. „Das kriegen wir
schon hin“. Eine vietelstunde später hatte Tiita ebenfalls ein Mädchen zur Welt
gebracht. Jussi gab ihr einen Kuß. „Ich bin sehr Stolz auf dich und auf mich
das ich nicht in Ohnmacht gefallen bin“. Tiita hatte nur Augen für die kleine.
„Ich frage mich wie´s bei den anderen beiden gelaufen ist“. „Bestimmt gut“. Als
sie ins Krankenzimmer geschoben wurde war Steffi schon da. Matti und Jussi
fielen sich in die Arme. „Alles gut gelaufen?“. „Ja“. „Und was habt ihr?“.
„Schau doch selbst“. Jussi ging zu Steffi und den Babys. „Also die kannst du
nicht leugnen, sehen ja aus wie du Brüderchen. Was ist es jetzt?. Nein laß mich
raten, alles Mädels“. „Genau und bei dir auch, oder?“. „Ja“. Beide sprühten
förmlich vor Stolz.
Es
klopfte an die Tür. „Ihr könnt rein kommen“. Sari ging zu ihrem Vater und
umarmte ihn und dann zu Matti, Tiita und Steffi. Hannu tat es ihr nach. „Was
ist es denn jetzt?“. „Alles Mädels“. „Und wer war schneller?“. „Steffi mit
allen drei“. „Also Onkelchen, wenn ich richtig gerechnet habe macht das 35
Euro“. „Ne das hast du dich verrechnet“. „Hab ich nicht, 4 Mädels macht 20 Euro
und ich hab gesagt Tante Steffi ist schneller und da sie mit allen schneller
war gibt das nochmal 15 Euro drauf“. Jussi starrte die beiden entgeistert an.
„Ihr habt gewettet?“. „Ja“. Hannu holte seine Brieftasche heraus und gab ihr
das Geld. Sari strahlte über das ganze Gesicht.