My World


Die Schuld

I have written an Criminal Thriller Ski Jumping FF which so many people liked so I think I can put it online . I came up with the Idea because I love Scandinavian Criminal Thrillers and I have always thought of writting a FF so I combined both. The Story is in German though. Maybe someday I find the time to translate. Another thing is that I´m not so good concerning Grammar and co so you have to cope with that . Feedback can be written in the Guestbook!

Die Schuld

Prolog

Ein Junge saß am Boden und zitterte am ganzen Leib. Was war geschehen?. Er konnte es einfach nicht fassen. Eigentlich sollte er ja längst zu hause sein. Hätte er doch nicht diese blöde Abkürzung genommen. Aber was hätte er den tun können? Nichts! Er wagte immer noch nicht sich zu bewegen, obwohl die Gefahr wohl schon längst vorbei war. Plötzlich hörte er ein Geräusch und schreckte zusammen. Da kam ein Auto. Er versteckte sich, aber als es näher kam erkannte er es und rannte darauf zu.

1.Kapitel

„Guten morgen, meine süße“. „Mhh.....ich will noch schlafen“. Es ist schon 11 , zeit zum aufstehen“. „Aber nicht für mich“. „Ok, wenn du nicht zum Frühstück willst, dann kommt es eben zu dir“, und er ging hinaus in die Küche. Vielleicht wird’s wirklich zeit zum aufstehen, dachte sich Steffi. Es war schon verrückt. Warum interessierte sich so ein Jungspunt von 24 ausgerechnet für sie wo 11 Jahre älter war? Es gab doch nun wirklich genug hübsches junges Gemüse das rumlief. Aber er hatte einfach nicht locker gelassen. Und wenn er sie nicht lieben würde warum dann so einen aufwand? Für sein alter war er wirklich weit entwickelt, sonst hätte sie sich nicht darauf eingelassen. Und inzwischen waren es auch schon fast ein Jahr. Plötzlich sprang der Kater hoch und sie fuhr erschreckt hoch aus ihren Gedanken gerissen. „Man Grizzly hast du mich erschreckt“, und streichelte dem Tier übers Fell. „Ja, das haben wir ja gerne. Das ist mein Platz neben Frauchen“. Er stellte das Tablett ab und schob den Kater beiseite. „So, Madam ihr Frühstück, daß sie bestellt haben“. „Danke, mein Schatz, das duftet ja herrlich“. „Worüber hast du gerade nachgedacht“. „Über gar nix“. „Ach komm, ich hab´s dir doch angesehen“. „Über uns, aber bevor du was sagst, nur im positivsten Sinne“. Denn Matti hatte schon den Mund aufgemacht um ihr zu sagen, was er denn noch alles tun soll um sie zu überzeugen. „Weist du noch, als wir uns kennenlernten?“. „Wie könnt ich das vergessen. Ich hab immer noch einen gut bei dir“. „Ich glaub nicht das du je in die Situation kommen solltest mir das Leben retten zu müssen“. „Also jetzt übertreibe mal nicht, das hätte höchstens eine große Beule gegeben“. „Ach, und deshalb scheißt du die Verkäufer im Supermark so zusammen?“. „Wer kommt auch auf die blöde Idee so was schweres wie ein Nutellaglas ganz oben hin zu stellen“. „Ein Glück auch, daß du hinter mir standst und so gute Reflexe hast. Sonst hätte ich wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung gehabt“. „Ich bin froh das ich dich gerettet habe wäre doch schade um dein schönes Köpfchen gewesen“, und küßte sie auf denselbigen. In dem Moment klingelte das Handy. Steffi wollte schon nach ihm greifen als Matti ihr die Hand festhielt. „Geh, nicht ran“ „Wieso, was soll das?“ „Wenn es deine Arbeit ist? Ich möchte dich heute gerne mal für mich haben auch wenn es egoistisch ist.“ Steffi befreite ihre Hand und griff nach dem Handy. „Stephanie Jarvilehto, Hallo?. Deswegen rufst du mich an? Sag mal seit ihr nicht in der Lage irgendwas ohne mich zu machen? Nimm Timo mit, ihr macht das schon. Ich habe heute meinen freien Tag und solange es keinen Notfall gibt rufst du hier nicht noch mal an. Verstanden?!“, und legte auf. Sie drehte sich zu Matti. „Hör zu das ist nicht egoistisch von dir. Ich kann es sehr gut verstehen und es ist ja nicht so , daß ich nicht den ganzen Tag mit dir verbringen möchte. Aber , ich habe dir von Anfang an erklärt , das ich nicht gerade einen Job habe, der sich immer an geregelte Arbeitszeiten hält. „Ich weis, und ich komm damit auch klar. Das Land braucht schließlich Leute wie dich, die für Recht und Ordnung sorgen. „Genau, im Moment scheint es aber eher ruhig zu sein. Diese Autoschieberbande bekommen wir auch noch geschnappt und sonst nur ein paar Kleindelikte. Aber lassen wir das gerede von der Arbeit. Ich freue mich schon sehr auf heut abend. Endlich mal wieder Schick ausgehen“. „Ja, ich bin echt gespannt wie so´n Hummer schmeckt“. „Wahrscheinlich nach einem zu groß geratenen Shrimps“. „Wie wärs wenn wir erst mal aufstehen würden?“ „Wie wärs wenn du mal das Tablett zur Seite stellst? Ich weis was besseres. Wir müssen doch noch ein paar Kalorien verbrennen wegen heute abend“. Aber sie kamen nicht dazu, denn das Handy fing wieder an zu klingeln. „Hab ich nicht deutlich gesagt, ich möchte nicht gestört werden?!. „Ja, ähm aber ...“. „Nix aber!“. „Es ist ein Notfall, ich würde es doch nicht wagen dir und meinem Bruder den Spaß zu verderben wenn es nicht wirklich sein muß“. „Was ist nun?“. „Eine Leiche, ich glaube das Essen heut abend müßt ihr streichen.“ „Was? Das glaub ich ja nicht. Nehmen diese Kriminellen gar keine Rücksicht mehr auf einen.“. „Ok, ich komm und hohl dich ab. Dein Auto ist doch immer noch in der Werkstatt?. „Ja, aber...“. „In unserem Beruf wirst du früher oder später damit konfrontiert einen Toten Menschen zu sehen, also ich komme“, und legte auf. „Habe ich das gerade richtig gehört?“. „Ja, leider. Ich hat das im Blut, das irgendwas passieren würde. Tut mir echt leid...“. „Shht, ist schon ok. Es gibt keinen besseren Verbrächerjäger als dich also schnapp dir den Kerl“. Vielleicht war´s ja auch eine Frau“. Matti verdrehte die Augen. „Jetzt geh schon, mein Bruderherz wartet auf seine erste Leiche“, sagte er grinsend.. „Das ist nicht zum lachen!“. „Ich weis, das war nicht so gemeint“. „Schon gut, aber wäre auch ein wunder gewesen wenn wir es dieses Jahr ohne Mord über die Runden geschafft hätten. Also ich geh dann mal. Hab dich lieb“. „Ich dich auch. Ich sag unser essen heut abend ab, aber das holen wir nach“. „Selbstverständlich. Ich werde den Mörder so schnell fassen wie´s geht allein schon deswegen“. Mit diesen Worten beugte sie sich zu ihm, gab ihm einen Kuß und ging zur Türe hinaus.

Im nachhinein dachte sie, wäre es wohl besser gewesen ihn nicht mit zu nehmen. Mit 22 verträgt man das noch nicht so gut und dann auch noch jemand den man kennt. Aber woher hätte sie das wissen können? Der Tote lag auf dem Bauch und man hatte sein Gesicht nicht sehen können. Aber sie hatte sofort das dumpfe Gefühl ihn zu kennen. Der Fundort war im Wald direkt hinter dem Puijo. Ein Jogger war darüber gestolpert, als er pinkeln wollte und hat die Polizei alarmiert. Dieser stand immer noch ziemlich geschockt bei einem Kollegen. Sie ging zu ihm hin. „Hallo, ich bin Hauptkommissarin Stephanie Jarvilehto. Nicht schön so etwas erleben zu müssen“. Dabei legte sie ihm mitfühlend die Hand auf die Schulter. „Ich werds schon irgendwie verkraften. Ich hoffe sie schnappen den Wahnsinnigen. Wie kann man so was nur tun?“. „In meinen Job sind mir leider schon zu viele geistesgestörte über den Weg gelaufen. Darüber denk ich gar nicht mehr nach , aber natürlich werden wir den Kerl bekommen. Das ist unser Job!“. „Ich wünschte ich könnte mehr dazu beitragen, aber ich habe nichts gesehen“. Schon ok, ich glaube er ist schon ein paar stunden tot und sie haben uns sehr geholfen. Je länger er da gelegen hätte, desto schwieriger wäre es gewesen. Am besten sie gehen nach Hause und legen sich hin. Ein Kollege wird sie nach Hause fahren“. „Danke“. „Paavo?. Fahr doch bitte den Mann nach Hause“. Ein 2 Meter großer Hüne kam herbeigelaufen. Er hatte irgend etwas einschüchterndes an sich, was nicht nur an der Größe lag. „Zu Befehl Frau Kommissarin“. „Hauptkommissarin!“. „ Wie sind wir den heut morgen aufgelegt. Verstehen keinen Spaß?“. „ Ne bei einer Leiche nie und schon gar nicht wenn ich die kenne“. „Ist, ja schon gut. Ich fahr den Herrn dann mal“. Damit drehte er sich um und stapfte davon. Paavo Rantanen war einer der Streifenpolizisten die zuerst vor Ort gewesen waren. Einer , der die Truppe immer versucht mit Witzen bei Laune zu halten und fröhlich lächelte selbst wenn die Welt untergehen würde. Aber im Moment war ihr absolut nicht zumute danach. Sie blickte sich um und sah Hannu einige Meter entfernt am Baum stehen und ging hin. „Nah, geht´s besser?“ „Ein wenig, aber ich glaube nicht das ich in nächster zeit schlafen werden kann“. „Da magst du sogar recht haben aber nicht wegen Alpträumen. Wir werden sehr viel zu tun haben“. „ Ich werde keine Minute ruhen bevor ich das Schwein habe!“. „Das ist gut aber wir müssen mit Köpfchen bei der Sache bleiben. Überstürzen bringt nichts , da übersieht man leicht was und der Teufel steckt oft im Detail“. „Wir müssen abwarten was die Kollegen von der Spurensicherung und Gerichtsmedizin sagen. Glaub mir am Anfang ging´s mir auch nicht besser aber mit der zeit gewöhnt man sich dran“. Sie ging zurück zum Tatort wo die Leute von der Spurensicherung noch zu gange waren. „Was könnt ihr bis jetzt sagen?“. Nicht viel, weil die meisten spuren wohl durch den Regen weggeschwemmt wurden heute nacht, aber wir versuchen unser bestes“. Der Gerichtsmediziner war gerade aufgestanden. „ Ich hoffe du kannst mir mehr sagen?“. „Man muß natürlich die Obduktion abwarten aber ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, das er nicht hier ermordet wurde“. „Was macht dich da so sicher?“. „ Erstens hat er ziemlich viel Blut verloren, aber davon ist hier nichts zu sehen. Der Regen kann nicht alles weggewischt haben. Die Pfütze dort müßte eigentlich Rot sein. Zweitens hätte er die ganze Zeit hier draußen gelegen, müßte sein Körper ausgekühlter sein. Wir haben gerade mal 15° und heute Nacht war es sicher noch kälter“. „ Woran ist er genau gestorben?“. „Ich vermute innerhalb von Minuten verblutet. Das sind mindestens 15 Stichwunden. Wir haben übrigens das hier gefunden, als wir ihn umgedreht haben“. Gunnar Fredriksson der Gerichtsmediziner reichte ihr einen Blutverschmierten Zettel.

Auge um Auge , Zahn um Zahn der erste Streich ist getan

„Was soll das denn bitte bedeuten?“, sagte Hauptkommissar Ari Ylönen der hinter sie getreten war. „ Ich hoffe nicht das was ich denke“. „Und was denkst du?“. „ Das wenn wir nicht sehr flink sind einen Serienmörder suchen müssen“. „Also, ich glaube du interpretierst da zu viel rein“. „Ah, ja und wie würdest du das deuten?“. „Nun, .... wir werden sehen. Aber wir schnappen den bestimmt bevor er noch auf blöde Gedanken kommt“. „ Warum glaubt hier eigentlich jeder, das es sich um einen Mann handelt?“. „Also, eine Frau wäre dazu nicht imstande gewesen“. „ Also, so einfach können wir uns das nicht machen. Im Moment ist für mich jeder noch verdächtig. Wir dürfen uns nicht zu schnell festlegen“. „Du hast ja recht. Wie geht´s jetzt weiter?“. „Wir treffen uns in einer Stunde auf der Wache. Ich fahre zu mir nach Hause um mit Matti zu Jussi zu fahren. Ist wohl, das beste wenn ich ihm das sage, und dann kann ich ihn auch gleich danach fragen, wann er unseren Toten zum letzten mal gesehen hat“. „ Warum läßt du das nicht Hannu machen?. „ Du spinnst wohl. Der bekommt das nicht gebacken. Schau ihn dir doch an und ausserdem ist es besser wenn er erst mal zur ruhe kommt. Wir brauchen ihn nachher“. „Ok, ich trommle die Leute zusammen. Wir sehen uns nachher“. „Bis dann“.

Während der fahrt im Auto überlegte sie sich wie sie es Jussi am schonendsten beibringen konnte. Wieso müßte das passieren. Es ist nie gut wenn es jemanden im Freundes – oder Verwandtenkreis trifft. Das macht die Arbeit noch schwerer als sie eh schon ist. Bisher hatte sie das nur einmal miterleben müssen. Sie war damals gerade nach Finnland gezogen, weil ihr Mann eine Stelle in Kuopio bekommen hatte. Sie hatte sich versetzen lassen was kein Problem war. Mit ihren Kollegen in Stuttgart war sie sowieso nicht so zurecht gekommen. Anfangs war alles super gewesen, bis morgens ein Kollege von ihr an der Tür klingelte und ihr die Nachricht brachte, das Mika tot sei. Sie hatte seinen Mörder erwischt, aber seitdem gemieden sich wieder auf eine Beziehung einzulassen. Das war 6 Jahre her. Sie zwang sich wieder an das aktuelle geschehen zu denken. Die Nachricht auf dem Zettel machte ihr sehr zu schaffen. Sie war überzeugt, daß das nicht der einzige Mord bleiben würde, wenn sie den Mörder nicht schnell fassen würden. Aber was verdammt noch mal war das Motiv? Hoffentlich konnte Jussi weiterhelfen. Es reichen ja schon die banalsten Dinge für einen Mord, dafür war sie lange genug Polizist um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. So in Gedanken versunken fuhr sie am Haus vorbei. „Verdammt!“. Sie drehte um und parkte. Als sie die Tür aufschloß kam ihr ein köstlicher Duft aus der Küche entgegen. Sie ging hinein. „Was gibt das wenn es fertig ist?“. Matti fuhr zusammen. „Man hast du mich erschreckt! Was machst du überhaupt schon wieder hier? Falscher Alarm?“. „Ne, leider nicht“. Ihre Stimme war etwas zittrig, was auch Matti bemerkte. „Was ist los?“. „Mir wäre es lieb wenn du mitkommen würdest zu Jussi“. „Hä, wiso? Von was redest du?“. „Komm einfach mit, du wirst dann schon sehen“. „Wieso mußt du zu Jussi?, fragte er zögerlich. Hat er was mit dem Toten zu tun? Steffi was um Himmels willen ist los?“. „Ich habe keine Lust das zweimal erklären zu müssen, also komm einfach mit, ja?. Sie drehte sich um und ging zur Tür. Matti völlig verdutzt rührte sich nicht. „Wo bleibst du? MATTI?“. Auf der Fahrt zu Jussi redete keiner von beiden. Matti warf ihr nur hin und wieder verstohlenen Blicke zu und seine Unruhe wuchs. Er wollte sich gar nicht ausmahlen wer der Tote sein könnte. Er hoffte nur inständig, bloß nicht Tiita. „Ihr geht´s gut“. „Was?“. „Man hat dir angesehen an was du gedacht hast“. „Aber wer dann?“. „Nicht jetzt“. „Aber ....“. „Nein!“. Und damit war die Diskussion beendet.

„Hmmm, spatz sollten wir nicht langsam aufstehen?“. „Nö, wir bleiben den ganzen Tag im Bett liegen,  der ist eh schon fast um“, erwiderte Jussi und gab ihr einen Kuß. Der gestrige Tag war der beste in seinem leben bisher gewesen. Er hätte nicht damit gerechnet, daß sie ja sagt. Wobei eigentlich schon, aber in so einer Situation hat man immer Zweifel. Wie dem auch sei. Sie würden bald heiraten und daß machte ihn zum glücklichsten Menschen auf der Erde. Die Verlobung wurde natürlich richtig gefeiert und deshalb kamen sie auch erst so spät ins Bett. Es war glaubte er wohl so 6 Uhr gewesen. „Ich kanns gar nicht erwarten diese tolle Nachricht allen zu erzählen“. Aber bevor er weiter an seiner Verlobten rumfummeln konnte klingelte es an der Tür. „Wer in aller Welt ist das?“. „Wir brauchen ja nicht aufmachen“, hauchte Tiita ihm ins Ohr. Es klingelte wieder, diesmal penetranter. „Der geht schon wieder“. „Hmm...“. Brrrrrrrrrrrrrrrrrrr...jetzt wurde Sturm geklingelt. „Also, was soll das denn jetzt! Dem werde ich mal ordentlich was erzählen“. Stand auf und ging zur Tür. Brrrrrrrrrrrrrrr..... Er riß die Tür auf. „Sag mal habt ihr noch alle Tassen im Schrank hier so Sturm zu klingeln?“. „Ich muß dringend mit dir reden. Dürfen wir rein kommen“. „Nein, dürft ihr nicht. Ich will meine Ruhe haben“. „Jussi es ist wichtig, ich bin dienstlich hier“. „Hä, was meinst du damit?“. „Laß uns doch bitte erst mal rein“. Er trat wieder willig beiseite. Im Wohnzimmer trafen sie auf Tiita, die inzwischen auch aufgestanden war. „Kann mir mal einer erklären was hier los ist?“. „ Das wollte ich gerade auch fragen. Was ist nun?“. „Vielleicht solltest du dich vorher erst setzten“. „ Ich will mich nicht setzten, nun?“. „Wie gesagt ich bin dienstlich hier...“. „Komm zum Punkt“. „Das ist nicht so einfach. Wann hast du Ville das letzte mal gesehen?“. „Was soll die Frage jetzt?“. „ Es ist so das wir heute mittag eine Leiche gefunden haben und .... und das war Ville“, brachte sie mit erstickter Stimme hervor. „Was redest du da für einen Schwachsinn? Das kann nicht sein, ich hab ihn vor 2 tagen erst gesehen, als wir geübt haben. Du mußt dich irren“. „Nein, leider nicht“. „Das glaub ich nicht , wer sollte den Ville was tun wollen? Dafür braucht man doch feinde?“ „Jussi, es tut mir wirklich leid“. „NEIN, NEIN und nochmal NEIN“, schrie Jussi. Tiita und Matti standen beide da wie angewurzelt und starrten sie ungläubig an. Steffi ging auf Jussi zu und drückte ihn sanft in den Sessel. „ Ich weis, das ist schwer zu glauben aber wir werden den erwischen der das getan hat“. Plötzlich brach Jussi in Tränen aus. Tiita erwachte aus ihrer Starre und versuchte ihn zu trösten. „Jussi, ich muß wissen wann genau du ihn zum letzten mal gesehen hast?“ „Vor ..Vor ..Vorgestern. Wir haben ...haben bis abends um 18 Uhr geprobt. Er meinte er müßte noch ... noch was erledigen“. „Gut, und hat er mit irgend jemand Streit gehabt, oder kam dir sonst was komisch vor?“ „Äh ... nein, ich wüßte nicht wer so was machen sollte“. „Manchmal sind es ganz banale Sachen. Ich verspreche dir, das wir die Person dran kriegen. Aber du mußt mir auch versprechen mich meine Arbeit machen zu lasen. Ich weis was ich tue. Falls dir noch was einfällt egal was melde dich. Ich habe Matti mitgebracht weil ich dacht Tiita wäre nicht da“. „Ich.... ich habe mir heute freigenommen, weil wir eigentlich was zu feiern hatten, aber das hat sich natürlich erledigt. Wir ... wir wollen heiraten“. Sie brach in Tränen aus. „Was, wie?“ Das war das erste mal das sich Matti zu Wort meldete. Als Antwort hielt Tiita ihm die Hand unter die Nase „Oh, äh Glückwunsch“. „Der Tag hatte sooooooo gut begonnen“, schluchzte Jussi. „Das sind zur Abwechslung mal wirklich großartige Nachrichten. Tut, mir leid das ich euch den Tag vermiesen mußte, aber ich bin an der Situation ja nicht schuld. Ich muß jetzt auch gehen, meine Kollegen warten“. „Steffi? Wie genau ... ich meine was...“ . „Er wurde erstochen“. Jussi wurde kreidebleich. „So, ich muß jetzt wirklich“. Sie umarmte Jussi und Tiita. „Bleibst du da?“. „Ja, klar“. Sie gab Matti eine Kuß und ging.

Im Präsidium warteten wie vermutet schon ihre Kollegen auf sie. Sie hatten sich alle im Besprechungszimmer versammelt. Insgesamt waren sie zu 7. Glücklicherweise hatte niemand Urlaub, das hätte gerade noch gefehlt. Sogar der Staatsanwalt war hier wie sie gerade erst bemerkt hatte. Er lehnte an der Wand.  „Entschuldigt die Verspätung. Also laßt uns anfangen. Dieser fall hat höchste Priorität. Die Autoschieberbande dürfen wir zwar auch nicht aus dem Auge lassen aber vorerst konzentrieren wir uns auf den Mord“. Das war wie ein Stichwort mit dem leben in die Truppe kam. Sie war eine sehr hoch angesehene Polizistin und übernahm meistens die Leitung bei Besprechungen und auch zwangsläufig im Fall. Sie war am besten in der Lage die Fakten kurz und knapp aber trotzdem außreichen zusammen zu fassen. Außerdem bewunderte man sie für ihre Fähigkeit zwischen den Zeilen lesen zu können. Aber am allerwichtigsten, sie lies nicht locker auch wenn der Kampf schon verloren schien und  hielt damit ihre Truppe auf trapp. „Was haben wir bis jetzt?“ , meldete sich der Staatsanwalt zu wort. „Einen Toten“. Ari und ein paar andere Kollegen schmunzelten. Hauptkommissarin Jarvilehto war für ihren trockenen Humor bekannt womit der Staatsanwalt aber so seine Probleme hatte. „Also, lassen sie ihre Späße wir haben was zu tun“. „Da bin ich ganz ihrer Meinung. Wir machen unsere und sie ihre. Ich werde ihnen einen Bericht von der Besprechung zukommen lassen. Er erhob sich und ging grummelnd nach draußen. Keiner mochte Staatsanwalt Kari Hartikainen. Er war ein egositisches Arschloch aber keiner vermochte ihm so die Stirn zu bieten wie die Leiterin für Gewaltdelikte. „Also, wo waren wir?“ „Bei der Leiche“. Sie sah Mico Mäki mit einem strengen Blick an. „Ok, ich glaube jetzt ist genug mit Witzen laßt uns anfangen“. Kommissar Mico Mäki kannte seine Kollegin gut genug um nicht eingeschnappt zu sein. Viel war bei der Besprechung nicht herausgekommen. Sie mußten den Bericht der Spurensicherung und Gerichtsmedizin abwarten. Was sie bis dahin tun konnten war freunde, bekannte und verwandte befragen um herauszufinden was er in den letzten Tagen gemacht hat. Sie selbst würde den schwierigen Teil übernehmen mit den Eltern von Ville Kantee zu reden.

„Gib zu das du mich mitgenommen hast um mich zu bestrafen“. „Wofür den?“. „Wegen meiner Bemerkung vorhin“. „Dann müßte ich mich ja auch selbst Bestrafen“. „Tust du doch auch, oder?“. „Nein, ich wollte nur die leidige Diskussion ersparen wer das machen muß“. „Dann hättest du einfach jemand anderen einteilen können“. „Lassen wir das jetzt, Miko“. Er sagte nichts mehr denn sie hatte den ‘ende der Diskussion Blick‘ aufgelegt. „Ok, wir sind da“. „Kann ich im Auto sitzen bleiben?“. Er stieg aber rasch aus denn jetzt hatte sie den ‘treib es nicht zu weit‘ Blick aufgelegt. Sie gingen schweigend zur Tür und klingelten. Die Tür ging auf. „Ja bitte?“. „Hallo Frau Kantee. Ich bin Hautkommissarin Jarvilehto und das ist mein Kollege Mäki. Wir müßten uns mit ihnen unterhalten“. „Ja, aber wegen was denn? Hat Mari irgend was angestellt?“. „Nein wieso sollte sie ,aber können wir nicht erst einmal herein kommen, bitte?“. „Ok“. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Kann ich ihnen etwas zu trinken anbieten?“. „Nein, danke das ist nicht nötig. Also wir sind wegen Ville da“. „Was? Wiso denn? Hat er was angestellt?“. „Nein, es tut mir leid ihnen das sagen zu müssen, aber ihr Sohn ist tot“. „Nein, nein da irren sie sich bestimmt. Wenn sie mir gesagt hätten Mari das würde ich sofort glauben aber doch nicht Ville“. „was ist denn mit ihrer Tochter das sie das von ihr glauben?“, meldete sich Mico Mäki zu Wort. „Was geht sie das an, ich dachte es geht um Ville? Aber ich glaube das immer noch nicht!“. „Frau Kantee, es ist so das er von einem Verwandten identifiziert werden muß. Ich kannte ihn zwar auch aber das geht rechtlich nicht“. „Was? Woher kenne sie den meinen Sohn?“. „Mein Verlobter ist Skispringer“. „Ach so, ok ich komm mit ihnen und dann werden sie schon sehen das sie unrecht haben. Ich muß nur kurz auf die Toilette“. „Wir warten draußen“. Als sie vor der Tür standen zog Mico die Augenbrauen hoch. „Was soll das heißen Verlobter?“. „Ist mir gerade so rausgerutscht. Wäre dir verbunden wenn du das nicht herumerzählen würdest. Ist noch nicht offiziell“. „Du hast mein Ehrenwort. Seit wann denn?“. „Einer Woche“. „So lang, und wieso haltet ihr das geheim?“. „Keine Ahnung. Ist im Moment eh egal“. Frau Kantee kam aus dem Haus. „Können wir? Ich habe heute auch noch andere Sachen zu erledigen“.

Jussi konnte das ganze immer noch nicht glauben. Er konnte sich einfach nicht beruhigen. Sein Handy hatte er ausgeschaltet, weil es ständig klingelte. Die Nachricht hatte sich wohl schnell verbreitet. Wieso bringt jemand Ville um? Das ist völlig absurd. Mord bei einem Einbruch oder so könnte man sich ja noch vorstellen, aber das war persönlich auf ihn abgezielt. Aber warum nur? Er hatte sich in den letzten Tagen ganz normal benommen, wobei ein bißchen komisch war er doch gewesen wenn er so drüber nachdachte. Irgendwie hektisch und neben der kappe. Aber das hat doch nichts zu bedeuten, oder? „Juska?“. Er schrak aus seinen Gedanken gerissen hoch. „Was?“. „Du mußt was essen. Und du auch Masa“. Tiita stellte ein Tablett mit belegten Broten ab.  „Ich habe keinen Hunger, danke“. „Keine Widerrede!“ Er nahm sich ein Brot und kaute daran herum ohne großen Appetit. „Matti?“. „Ich habe doch gesagt ich will nichts. Was glaubst du würde Steffi davon halten?“ Er überlegte einen Moment und nahm sich dann auch ein Brot. „Ich glaub ich ruf mal Steffi an, ich will wissen wies voran geht“. „Hast du sie nicht gehört? Sie weis was sie tut und sie kommt später bestimmt noch mal vorbei“. „Nein, ich will mit ihr reden“. Aber sein Handy anzuschalten traute er sich nicht um sie anzurufen. „Matti kann ich dein Handy mal kurz haben?“. „Ich hab meins aus  dem gleichen Grund ausgemacht“. „Mir ist was eingefallen, das ich deiner besseren Hälfte sagen sollte auch wenns wahrscheinlich nichts bringt“. „Hey, sie findet das Schwein“. „Ja ich weis, aber das macht ihn auch nicht wieder lebendig. „Wart mal Schatz ich hab eine Idee. Ich tue in mein Handy meine alte SIM Karte, die Telefonnummer benutzt keiner mehr“. Tiita ging und kam kurz darauf wieder. „Hier“. „Danke liebes, was würde ich nur ohne dich machen“. „Hilflos überfordert sein“. Jussi mußte schmunzeln, aber als er merkte was er da tat wurde er sofort wieder ernst. Er wähle Steffis Nummer. „Hallo?“ . „Hallo. Na wie geht’s mit den Ermittlungen voran?“. „Wir kommen klar. Mach dir keine Gedanken, den der das getan hat wandert dafür in den Knast“. „Hmm ...mir ist da noch was eingefallen, aber ich glaube nicht das daß weiterhilft. „Schieß los, alles kann helfen“. „Also er war in den letzten Tagen irgendwie hektisch und neben der Kappe“. „Und du weist nicht warum das so war?“. „Ne, ich habe keine Ahnung“. „Ok, macht nichts. Ich komm nachher mal vorbei“. „Ich kann mir einfach nicht erklären was da passiert ist? Warum? Ich mein ... naja, keine Ahnung was ich meine“. „Ich kann dich verstehen. Mir geht es auch nicht anders, aber laß uns das später diskutieren. Du solltest mal an die frische Luft. Mach einen Spaziergang das hilft. Ich nehme mal an das mein verlobter noch da ist? Ja, ist er .... hä, wart mal was hast du da gesagt?“ „Tschüß, bis später“. Jussi drehte sich verwirrt zu Matti um. „Verlobter?“. „Was?“. Deine Freundin hat gerade gefragt ob ihr Verlobter noch da ist“. „Oh, ja“. Matti grinste. „Seit wann und warum weis ich nichts davon?“ „Du mußt ja nicht immer alles wissen. Außerdem auch erst seit einer Woche“. „Gratuliere, man. Noch eine gute Nachricht“. Aber die Freude hielt nicht lange. Das was passiert war, war einfach zu grausam.

„War das dein Schwager gewesen?“. Steffi rollte mit den Augen. Sie waren gerade bei der Gerichtsmedizin gewesen. Die Mutter von Ville war zusammen gebrochen bei dem Anblick von ihrem Sohn. Sie ist von Paavo Rantanen wieder nach hause gefahren worden. In dem Zustand konnte sie eh nicht viel helfen. Sie sagte er habe sich ganz normal verhalten. Auf die neuerliche Frage nach der Schwester reagierte sie trotzig. „Keine Ahnung wo die sich wieder rumtreibt. Wenn sie sie finden können sie ihr ja sagen was passier ist. Sie haut ständig ab. Keine Ahnung was ich noch machen soll. Normal hört sie auf Ville aber ...“ * schnief * . „Schon gut. Wann haben sie ihre Tochter zum letzten mal gesehen?“. „Vor 2 Tagen“. „Können wir die Telefonnummer haben? Es wäre wichtig mit ihr reden zu können“. Sie hatte ihnen die Nummer gegeben aber Mari ging nicht rann. Sie hatte das Handy leider aus, sonst hätte man ihren Standort bestimmen können. „Was hatte er nun gewollt?“. „Ville hat sich wohl doch etwas komisch benommen in den letzten tagen. Wir fahren am besten zu seiner Wohnung. Vielleicht haben Ari und Hannu was gefunden“. „Hannu hält sich wacker, er kannte ihn ja auch“. „Ich denke das ist der Ehrgeiz, der ihn davon abhält“. „Von was“. „Ist nicht leicht zu verkraften. Mein erster Tote hat mich auch ziemlich mitgenommen. Ich werde ein Auge auf ihn halten, das er es nicht übertreibt mit dem Ehrgeiz“.

„Na, habt ihr was gefunden?“. „Ari und Hannu hatten die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt. „Nein noch nichts was uns weiterhelfen könnte. Und bei euch?“. Jussi hat gemeint er hätte sich ein bißchen komisch benommen, aber wenn das bis jetzt unser einziger Anhaltspunkt ist... sehr Mager. Wenn wir nur wüßten was er noch so dringendes erledigen wollte vorgestern abend“. „AUTSCH, verdammt“. Hannu hatte sich gerade den Kopf am Schreibtisch angeschlagen. „Was machst du denn da unten?“. „Nach der Stecknadel im Heuhaufen suchen. Du hast mit Jussi gesprochen? Wie geht´s ihm?“. „Den Umständen entsprechend. Ist ein ziemlicher Schock. Ich habe ihm gesagt, ich komm nachher noch mal bei ihm vorbei. Willst du mitkommen?“. „Ja. Masa bei ihm?“ „Ja, und Tiita. Hatte sich heute frei genommen. Ich glaube es ist besser wenn wir uns jetzt alle im Präsidium treffen und zusammen tragen was wir haben.

Auf dem Weg zum Besprechungszimmer trafen sie auf den Gerichtsmediziner. „Hast du schon was für uns Gunnar?. „Ja, der Todeszeitpunkt war zwischen Mitternacht und 4 Uhr vorige Nacht. Das bedeutet er ist seit mindestens...“ Er schaute auf die Uhr (es war 18:00) „...38 Stunden Tot. Die Todesursache ist Verbluten. Muß eine weile gedauert haben da der Täter alle wichtigen Organe wie Herz und Lunge verfehlt hat und auch die Arterien. Wenn ihr mich fragt war das Absicht. Ich habe 20 Einstichwunden gezählt, zugeführt mit einem scharfen Messer. Wenn man wild drauf los sticht trifft man zwangsläufig eines der genannten Körperteile. „Oh verdammt. Wie lange hat er leiden müssen?“. „Einige Stunden. Drei bis Vier. Wäre eine Arterie getroffen worden hätte das nur Minuten gedauert. Noch was, er war an den Armen gefesselt mit einem Seil. Der genaue Bericht folgt bald“. „Danke. Hannu, du sagst deinen Brüdern nichts davon und auch sonst wem nicht. „ich bin doch nicht blöd“. „Dann laßt uns mal zu den anderen gehen, die warten schon“. Als sie den Besprechungsraum betraten waren nicht nur ihre Kollegen da , sondern auch der Staatsanwalt. „Ah, sie einer an. Wo bleibt den der versprochene Bericht?“. „Sie wissen schon, das man erst Informationen sammeln muß bevor man einen Bericht schreiben kann?“. „Ich hoffe mal sie haben was für mich?“. „Wenn sie still sind können sie hier bleiben, dann brauche ich keinen Bericht schreiben und das spart Zeit“. „Also ich verbiete mir den Ton!“. „Sie haben mir gar nichts zu verbieten. Sie sind nicht mein Vorgesetzter“. „Ich werde mich beim Kriminaldirektor beschweren!“. „Tun sie das aber lassen sie uns jetzt unsere Arbeit machen. Sie Berichtete was sie bis jetzt herausgefunden hatte. Die anderen die vor allem mit seinen Freunden gesprochen hatten, hatten auch nichts bahnbrechendes zu Berichten. Das er in den letzten Tagen etwas komisch und geistig abwesend war haben die meisten bemerkt. Aber einen Grund dafür konnte keiner nennen. „Ich glaube das hat was zu bedeuten. Wir müssen rausfinden warum er so drauf war. Seine Schwester konnte bisher auch nicht ausfindig gemacht werden. Ich halte es am besten wenn wir eine Pressekonferenz geben. Irgend jemand muß doch was gesehen haben“. Der Bericht der Spurensicherung war auch nicht hilfreich. Es gab schlichtweg keine verwertbaren Spuren. Der Regen hatte alles weggewischt. „Also haben wir rein gar nichts was wir über den Täter wissen“, sagte Mico niedergeschmettert. „Das stimmt nicht. Er muß medizinische Fachkenntnisse haben. Außerdem war das eine persönliche tat, das heißt der Täter stand in irgend einer Verbindung zum Opfer“. „ Also für mich sieht das irgendwie nach einer Rachetat aus“, warf Hannu ein. „Ja da bin ich deiner Meinung. Die Nachricht auf dem Zettel deutet darauf hin. Allerdings beunruhigt sie mich auch. „Wenn wir nicht schnell sind, könnte es noch einen Mord geben“. „Ich glaub nicht das meine Familienmitglieder gefährdet sind“, meinte Hannu. Man hatte wohl ihrem Gesicht angesehen was sie gedacht hatte. „Ok, ich glaube hier kommen wir jetzt nicht weiter. Sie verteilte die Aufgaben an ihre Kollegin und fuhr mit Hannu zu Jussi.

„Na etwas besser?“. „Es geht so. Sag du mir lieber das ihr den Kerl habt, der das getan hat“. „Nein, leider noch nicht. Du bist übrigens nicht der einzige dem aufgefallen ist, daß mit Ville was nicht stimmte. Aber keiner konnte sagen warum. Das wäre wichtig zu wissen, weil ich glaube das es uns zu dem Täter führt. Übrigens es kann auch eine Frau gewesen sein.“. „Das glaub ich nicht“. „Warum nicht?“ . „Eine Frau ist doch zu so was nicht fähig!“. „Solange ich keine stichhaltigen beweise dafür habe das es Mann war, muß ich mir alle Optionen offen lassen. Es sind Ermittlungen schon im Sand verlauf weil man sich zu schnell auf etwas oder jemand eingeschossen hatte. Er ist übrigens nicht heute Nacht sondern vorige nacht gestorben“. „Was? Warum hat man ihn erst heute gefunden?“. „Er lag im Wald mit Laub bedeckt. Wir können froh sein, das wir ihn so früh gefunden haben. Aber mal was anderes. Wie gut kennst du seine Schwester?“. „Wieso? Hat sie was damit zu tun?“. „Sie weis vielleicht etwas aber wir können sie nicht finden“. „Ist sie mal wieder abgehauen?“. „Ja, sie ist zur gleichen Zeit verschwunden als Ville das letzte mal lebend gesehen wurde. Keine Ahnung ob das Zufall ist aber wir müssen es herausbekommen. Sie ist also eine Notorische Ausreißerin?“. „Ist eigentlich besser geworden. Sie hat seit Wochen nichts mehr angestellt. Sie ist eigentlich nicht schlimm, nur sehr rebellisch. Macht halt was ihr in den Sinn kommt. Die taucht bestimmt wieder auf. Jemand wird ihr schon erzählen was passiert ist“. „Ich muß zurück ins Präsidium eine Pressekonferenz vorbereiten die wir heute abend um 20 Uhr geben. Irgend jemand muß was gesehen haben. „Das kann ich doch machen. Ich habe keine Freundin die ich vernachlässigen könnte“. Steffi sah Hannu erstaunt an. „Ich glaub jetzt ist dir der Ehrgeiz zu Kopf gestiegen. Danke, für das Angebot aber ich muß das selber machen“. „Hannu schon gut ich werds verkraften. Keiner macht den Job so gut und wir wollen alle das der Mörder schnell gefasst ist“. „Wenn du meinst Bruderherz. Also gehen wir?“. „Gleich, ihr solltet heute abend echt mal an die frische Luft gehen. Ewig könnt ihr den anderen nicht ausweichen. Tiita versprich mir das du den beiden Beine machst und wenn du sie an den Ohren raus ziehen mußt“. „Hey! Und was gibt’s da so zu grinsen Hannu? Ihr steht ganz schön unter den Pantoffeln wißt ihr das?“. „Es ist glaub besser wenn du dich verziehst und deine Arbeit machst anstatt blöde Sprüche zu klopfen“. „Ok, wir müssen jetzt wirklich“. Sie dreht sich zu Matti und gab ihm einen Kuß. „Ich liebe dich“. „Ich dich auch. Du schnappst den schon“. In dem Moment klingelte ein Handy. „Das ist meins. Hallo? Hallo, ich bin´s Ari. Wir haben ein Problem“. „Geht´s ein bißchen Konkreter?“. „Wir haben gerade einen Anruf reinbekommen. Es wurde wieder eine Leiche gefunden. Weiblich, mehr weis ich nicht. Denkst du dasselbe wie ich?“. „Ja aber ich hoffe es nicht. Wir kommen“. Alle im Raum starrten sie an. „Sag mir, das der anruf nicht das bedeutet was ich vermute“, sagte Matti. „Leider doch aber ich kann nichts näheres sagen. Die Pressekonferenz muß ausfallen. Wir müssen gehen. Hannu kommst du?. Also, mir wär trotzdem lieb wenn ihr ein bißchen an die frische Luft gehen würdet“. Sie gab Matti noch mal einen Kuß und ging mit Hannu.

„Sie hat recht, ein bißchen frische Luft täte ganz gut. Zumindest mir“. „Ja, ich glaub mir auch. Ich dreh hier sonst noch durch“. „Wohin gehen wir? Ins K18?. „Ja gute Idee. Oder willst du lieber einen Spaziergang machen spatz?“. „Ne, ins K18 ist gut. Da werden zwar auch alle sein die du gemieden hast in den letzten stunden ,aber sich abzukapseln ist nicht gut. Wie erwartet war die ganze Mannschaft dort und auch der Rest der Clique. „Wo wart ihr denn wir haben den ganzen Tag versucht euch zu erreichen?“. „Ich wollte meine Ruhe haben das ist doch verständlich“. „Ich kann immer noch nicht glauben das er nicht mehr unter uns weilt. Matti du hast doch gute Connections zu der Polizei. Haben die schon eine Spur?“. „Die werden den Täter schon schnappen. Genaueres weis ich nicht. Steffi hat besseres zu tun als mir Bericht zu erstatten“. „Aber...“. „Axu, laß gut sein ja“ funkelte ihn Lauri an. „Weis echt keiner von euch was er noch so dringendes vorgehabt hat?“. Betretenes schweigen. „Das ist echt beschissen wenn man da sitzt und nichts tun kann“ seufzte Havu. „Was willst du schon machen? Das ist der Job der Polizei. Die machen das schon“. „Genug jetzt. Ich hohl mir erst mal ein Bier. Masa du auch? „Klaro“. „Und du spatz willst bestimmt einen O-Saft wie immer?“. „Natürlich“. „Kommt sofort“ und gab ihr einen Kuß.

„Hallo Paavo. Hätte nicht gedacht dich heute noch mal zu sehen“. „Mir wärs auch lieber. Da vorne ist es“. Noch bevor sie ihr Gesicht richtig gesehen hatte wußte sie das es Mari war. „Verdammt!“ Die Leute von der Spurensicherung kam gerade und auch der Gerichtsmediziner. „Wen haben wir da?“ „Die Schwester vom letzten Opfer“. „Oh. Also auf den ersten Blick würde ich sagen sie wurde auch erstochen. Könnte sogar die gleiche Tatwaffe sein ,aber das weis ich erst nach der Obduktion. Es gibt allerdings einen Unterschied“. „Der Wäre?“ „Man hat offensichtlich nicht so viel ‘Sorgfalt‘ wallten lassen. Die Lunge wurde definitiv verletzt“. Er dreht sie um. Ah, da haben wir wohl den beweis das die beiden taten zusammen hängen“. Er zog einen Zettel heraus.

Neugier kann tödlich sein ....

„Was soll das denn wieder bedeuten?“ Steffi nahm ihm den Zettel aus der Hand. „Das sie wohl etwas auf der Spur wahr und der Täter hat sie vor uns gefunden. Ich glaube nicht das dieser Mord geplannt war. Vielleicht haben wir diesmal mehr Glück mit den Spuren. Wie sieht´s aus?“. Jarno Mikkeli dreht den Kopf zu ihr. „Leider, nein. Der Regen hat hier den gleichen Effekt gehabt“. „Verdammt! Verdammt!“. „Ich glaube wir können hier nichts weiter tun. Wir müssen Frau Kantee noch mal einen Besuch abstatten. Die arme Frau“.

„Ja?. Ach sie sinds. Haben sie Neuigkeiten?“. „Dürfen wir rein kommen?“. „Ja, natürlich“. „Wir bringen leider keine guten Nachrichten“. „Was ist denn“. „Frau Kantee. Wir haben ihre Tochter gefunden aber ....“. „NEIN!“. „Ahm, sie ist tot“. Die Frau brach zusammen. Mico konnte sie gerade noch rechtzeitig auffangen. „Leg sie auf das Sofa“. Er versuchte sie wach zu rütteln. Sie kam wieder zu sich. „Sagen sie mir bitte das ich das alles Träume“, sagte sie mit gebrochener Stimme. „So leid es mir tut, sie ist es aber...“. „Ich weis, ich muß sie identifizieren“. „Ja, aber das hat noch ein bißchen Zeit. Wir würden uns gerne ihr Zimmer anschauen. Sie hat doch noch hier gewohnt?“ „Ja, das erste Zimmer oben rechts“. „Ok, sie bleiben erst mal hier liegen bis wir wieder kommen“. Sie gingen die Treppe zum Zimmer hinauf. Sie durchsuchten das ganze Zimmer. Sie wollten schon aufgeben als Mico ein Kästchen aus Holz fallen lies. Das zerbrach auf dem Boden. „Oh, das wollte ich nicht“. „Gut gemacht“. „Hä???“. Steffi griff nach unten und zog ein Buch aus dem Schutthaufen. „Wenn das mal kein Tagebuch ist“. Es hatten ein Schloß aber für ein Polizisten war das kein Hindernis. Sie griff in ihre Tasche und holte einen Dietrich heraus. „So, das hätten wir“. Sie blätterte zur letzten Eintragung. Die war vom Tag bevor Ville starb und vermutlich auch seine Schwester.

Was hat er bloß angestellt? Mir ist das ein Rätsel. Ville ist das Herz von einer Seele. Das was die Person schreibt kann nicht sein. Sie muß sich irren. Das ist einfach eine Verwechslung. Genau, das muß es sein. Sie hatte geschrieben ich werde dich kriegen und dann wirst du für das Büßen was du getan hast! Aber was in der Welt hatte er denn so böses getan? Das stand nicht dabei. Ich werde ihm einfach Nachspionieren dann werde ich schon heraus finden was los ist.

Damit endete die Eintragung. „Das ist alles“. „Und davor?“ „Das ist die einzige Eintragung dieser Art die ich sehen kann. Wir nehmen das Buch mit, dann weis ich schon was meine Nachtlektüre ist“.

Matti, Jussi und Tiita sind inzwischen wieder nach hause gegangen. Alle waren sehr müde, aber keiner fand Ruhe....

Endlich hatte sie ihre Rache. Sie hatte lange Nachforschen müssen, um heraus zu bekommen wer da alles mitgemischt hatte. Herauszufinden wo diese Personen wohnten, war nicht so schwierig gewesen. Sie war sehr glücklich, daß sie einen von ihnen erwischt und zur Strecke gebracht hatte. Allerdings wäre das fast schief gelaufen. Warum mußte diese Göre auch ihre Nase in Dinge stecken die sie nichts angehen. Aber es ging ja noch mal gut. Sie mußte jetzt Vorsichtiger sein. Vor allem weil die Polizei gewarnt war. Mit Hauptkommissarin Jarvilehto war nicht zu spaßen, daß hatte sie schnell gemerkt. Echt schade das sie auf der falschen Seite stand, sie wären ein gutes Team. Vielleicht wäre es besser sie auch zu beseitigen? Nein das wäre zu gefährlich. Ob er die anderen vorher noch gewarnt hatte? Nein, sie hatte sie heute beobachtet und sie waren kein bißchen nervös. Wer war als nächstes dran? Lassen wir das Los entscheiden....

„Hallo Sonnenschein, wann bist du denn ins Bett gekrochen?“. „So gegen eins glaub ich. Wie spät ist es?. „Halb drei. Ich kann einfach nicht richtig einschlafen“. „Mir geht’s genauso. Schwirren einfach zu viele Gedanken im Kopf herum“. „Hat der Tote irgendwas mit Ville zu tun, fragte Matti ängstlich. „Ja, leider. Es ist seine Schwester“. „WAS?“. „Ja, scheint als hätte sie ihre Nase zu sehr in Sachen gesteckt, die sie nichts angehen. Aber laß das mal unsere Sorge sein. Wir finden den verrückten schon“. „Aber ...“. Er verstummte, weil sie wider ihren ‘Diskussion beendet Blick‘ aufgelegt hatte. „Wir sollten versuchen etwas schlaf zu bekommen“, und kuschelte sich an ihn heran.

2.Kapitel

„Also, was haben wir?“. „Nicht mehr als gestern“, meinte Ari grimmig. Vor ihnen lag der Bericht der Gerichtsmedizin zu Ville Kantee. Neues stand nicht drin. Nur das was sie wußten etwas detaillierter. Die Todeszeit konnte nicht genauer bestimmt werden, weil nicht ganz genau gesagt werden konnte wie schnell er verblutet war. Dem Bericht war ein Zettel beigefügt Villes Schwester betreffend. Todeszeitpunkt zwischen 23 und 1 Uhr derselben nacht als ihr Bruder starb. Sie ist nicht verblutet, da sie vorher einen Herzinfarkt hatte. Das Hertz wurde getroffen und sie war innerhalb von Sekunden tot. Sie hat auch zwei Einstichwunden in der Lunge. Sie weist Kratzer und blaue Flecken auf. Ausführlicher Bericht später. „Was fangen wir nun damit an? Das könnte ja bedeuten, das sie vor ihrem Bruder gestorben ist!“. „Ja, das kann viel bedeuten. Es kann bedeuten das sie vor ihm gestorben ist aber nicht zwangsläufig vor ihm angegriffen wurde. Ich geh immer noch davon aus, das dieser Mord nicht geplant war. Sie war nur am falschen Ort zur falschen Zeit. Ich habe mir gestern abend ihr Tagebuch durchgesehen. Außer der letzten Eintragung ist nichts ungewöhnliches Vermerkt das uns weiterhelfen könnte. Irgendwie habe ich das Gefühl das wir eine Frau suchen, fragt mich nicht warum“. „Ich dachte, wir sollen uns nicht zu früh festlegen?, sagte Mico spitz. „Ich sagte auch nur ich habe das Gefühl. Eine Festlegung ist das noch lange nicht“. „Ja, aber wir wissen, daß man sich auf dein Gefühl in der Regel verlassen kann“. „Oh man hätte ich bloß nichts gesagt. So lange wir keinen Beweis haben, suchen wir nach Mann und Frau, ok?“. „Alles klar, Chef. Das ist dein Handy“. Steffi´s Handy hatte angefangen zu klingeln. „Hallo?“. „Spreche ich mit Hauptkommissarin Jarvilehto?“. „Ja“. „Gut, ich wollte ihnen nur sagen, das sie mich nie erwischen werden. Ich werde meine Rache bekommen“. „Das glaube ich nicht“. Aber es kam keine Antwort den die andere Person hatte aufgelegt. Ihre Kollegen schaute sie fragend an. „Das war unser Mörder gewesen“. „WAS?“, brüllte Ari. „Ja, nur leider war die Stimme verzerrt. Die kann ich nicht wieder erkennen, und eine Nummer wird nicht angezeigt. Ich frage mich nur woher die Person diese Nummer hat. Ich stehe nicht im Telefonbuch“. „Dich rufen doch auch Journalisten an. Wenn man will bekommt man die trotzdem raus“. Es klopfte an die Tür. „Ja?“. Paavo Rantanen trat ein. „Verzeihung für die Störung. Draußen stehen ein paar Journalisten die gerne ein Statement zu den Morden haben wollen“. „Ist gut, sag ihnen um 10 gibt es eine Pressekonferenz“. „Na, hoffentlich kommt da nicht wieder ein Toter dazwischen“. „Das glaube ich nicht“. „Und wieso glaubt das Frau Hauptkommissarin nicht?“. „Der Mörder will uns zeigen wie überlegen er ist und seinen Triumph auskosten. Außerdem scheint er das ganze gut geplant zu haben. Das wir 2 Morde auf einmal hatten war nicht geplant“. Aller verstummten urplötzlich, denn das Handy von Hauptkommissarin Jarvilehto klingelte wieder. „Hallo Gunnar, was gibt´s?“. „Ich wollte nur sagen, das ich auf den Zettel vergessen habe zu schreiben das die Tatwaffe vermutlich die gleiche ist. Zu 99%. Die Schnittiefe ist gleich und auch die Form“. „Ok, danke“. Sie wiederholte für ihre Kollegen was der Gerichtsmediziner gesagt hatte. „Das hätte wir uns ja denken können“. „OK, ich bereite die Pressekonferenz vor und werde sie auch halten. Ihr anderen macht das was ich euch gesagt habe. Wir müssen endlich auf einen grünen Zweig kommen. „Steffi?, sollten wir für dein Handy nicht eine Fangschaltung einrichten?“. „Ja, sag Tero bescheid, der soll das machen“. Damit war die Besprechung zu ende.

Die Pressekonferenz war ganz gut gelaufen. Die Journalisten hatten sie nicht in der Luft zerrissen sondern brav ihre Fragen gestellt. Hoffentlich half das weiter. Irgend jemand muß doch was gesehen haben!

Als sie in ihr Zimmer kam blieb sie erstaunt stehen. Da saß schon jemand in ihrem Stuhl. „Na, willst du meinen Job übernehmen? Ich hoffe du bist nicht hier weil etwas passiert ist?“. „Darf dich dein Schnuckel nicht mal bei der Arbeit besuchen? Ich hab es daheim einfach nicht mehr ausgehalten“. „Und warum machst du dann nicht einfach einen Spaziergang an der frischen Luft?“. „Ich wollte ja auch nur kurz vorbeischauen“. Es klopfte an der Tür. „Herein“. Hannu stand in der Tür. „Das hier ist gerade .... eh was machst du denn hier? Doch entschlossen einen gescheiten Beruf zu lernen?“. „Nein, ich wollte einfach mal kurz vorbeischauen. Was hast du da in der Hand?“. „Das geht dich nichts an“, und reichte den Umschlag seiner Vorgesetzten. „Was ist das?“. „Ein Umschlag mit Inhalt, sieht man doch“. „Du fliegst hier gleich raus, mein Schatz“. „Wieso ist doch die Wahrheit. Aber an deiner Stelle würde ich den nicht aufmachen“. „Wieso?“. „So wie ich das sehen steht kein Absender drauf“. „Und was will mir der Hobbykommissar damit sagen?“. „Da ist Platz genug für eine Bombe“. „Also ....“. Hannu riß ihr den Brief aus der Hand. „Er könnte recht haben“. „Habt ihr jetzt beide eine Meise? Gib das Ding wieder her“. Aber Hannu hatte schon kehrt gemacht und ist mit dem Brief verschwunden. „Wie schön das kleine Brüder noch auf einen hören“. Jaja, du solltest jetzt aber wirklich gehen“. „Ich nehem mal an , ich werde dich so bald heute nicht  mehr sehen?“. „Nein vermutlich nicht“. Matti stand auf, gab ihr einen Kuß und ging. „AUTSCH, kannst du nicht aufpassen???“. Jussi lag auf dem Boden alle viere von sich gestreckt und zappelte wie ein Käfer. „Lach nicht so sondern hilf mir hoch!“. Matti tat wie ihm geheißen. „Was machst du denn hier?“. „Wollte nur mal meine Verlobte besuchen, ist das verboten? Und was führt dich her?“. „Ich habe es daheim nicht mehr ausgehalten und wollte einfach mal hören wies so voran geht“. „Das darf ich dir aus ermittlungstechnischen Gründen leider nicht sagen“. „Wieso, nicht?“. „Wie wärs wenn wir erst mal zurück in mein Büro gehen?“. Ari und Mico hatten nämlich ihre Köpfe aus ihren Bürotüren gestreckt um zu sehen wo der Lärm herkam. „Also was ist jetzt?“ „Mari wurde also vom der gleichen Person ermordet?“. „Hast du die Pressekonferenz gesehen?“ „Ja, du hast wie immer eine gute Figur gemacht. Keine Miene verzogen“. „Was fragst du dann. Ich darf dir leider aber auch nicht mehr sagen.“. „Das heißt doch ihr wißt mehr?“. „Jussi, jetzt ist genug“. „Ich habe gerade Hannu an mir vorbei rennen sehen. Was hat der den mit dem Päckchen vor das er so weit wie möglich von sich weg gehalten hat?“. „Er macht nur seinen Job“. „Hat das was mit dem fall zu tun?“. „Nein, dein Bruder hat ihn nur auf die dumme Idee gebracht da könnte eine Bombe drin sein, weil kein Absender drauf steht“. „Könnte doch echt sein?“. „Ich kann doch nicht jeden Brief vorher auf Sprengstoff untersuchen lassen. Man kann ja auch einfach ene falsche Adresse drauf schreiben“. „Stimmt auch wieder“. „Aber so hat er jetzt wenigstens was zu tun“. „Das hatte er vorher auch schon“. „Wie macht er sich den so“. „Also ich kann mich nicht beklagen. Er macht was ich sage, ohne zu vergessen selber zu denken“. „Aber Jungs, ich muß euch jetzt leider bitten zu gehen“. Es klopfte. „Ja?“. Temu kam herein. „Ich hab die Fangschaltung frei geschaltet. „Was für eine Fangschaltung?“. „Das geht euch nichts an. Ihr solltet nun wirklich gehen. Und wehe ihr erzählt das irgend jemanden“. „Also habt ihr eine Spur?“. „Jussi? Muß ich mich wiederholen?“ Da sie ihren ‘übertreibe es nicht Blick‘ aufgesetzt hatte zog er es vor zu gehen. Matti schlurfte hinter ihm her. „Du weist schon das man Füße heben kann?“. Er drehte herum, gab ihr einen Kuß und verschwand durch die Tür. „Sag mal mußte das sein?“. „ich habe nicht gewußt das du Besuch hattest“. „Ist jetzt eh egal. Danke für die Info. Könntest du bitte bei Ari und Mico anklopfen und sie her schicken?“. „Ja, klar“.

Es war ein Risiko gewesen die Kommissarin anzurufen, aber sie hatte es sich einfach nicht verkneifen können. Ob sie es noch einmal Riskieren sollte? Später vielleicht. Sie war zufrieden mit dem verlauf der Dinge. Sie hatte früher wieder zugeschlagen als ursprünglich geplant. Ihr Opfer war aber noch am leben und das war gut so. Sie wollte es diesmal so. Sie wollte diese Macht genießen. Die Polizei hatte noch eine Chance das Opfer zu retten, wenn sie schnell genug waren. Aber das würden sie nicht sein. Davon war sie überzeugt. „Oder was denkst du, mein Lieber?“. Sie strich ihm mit dem Messer über die Brust was  rote Kratzer hinterließ. Er konnte nichts erwidern, weil sein Mund zugeklebt war. „Wie lange sollen wir der Polizei geben? Was meinst du? Du weist es ist unhöflich nichts zu erwidern. Naja, lassen wir dir das nochmal durchgehen.

„Tiita, bist du da?“. Er bekam keine Antwort. Sie ist wohl noch nicht fertig an der Uni. Er hatte sie versucht zu überreden da zu bleiben, aber das war egoistisch. Sie müßte für ein Referat recherchieren. Er rief sie an aber sie meldete sich nicht. Ist wahrscheinlich in der Bibliothek, dachte er sich. Sein Handy piepste. Eine SMS von Tiita. „Bin in der Bib. Dauert noch etwas. Hab dich lieb spatz. Bis später. Kuß, Tiita“. Er schrieb zurück. „Werde noch etwas spazieren gehen, nur falls du wieder früher wie ich da bist. Hab dich auch lieb. Arbeite nicht so viel. Kuß, Juska. Er schnappte sich einen Apfel und ging zur Tür hinaus.

„Du wolltest uns sprechen?“. „Ja, mir ist gerade was eingefallen. Hat eigentlich einer von euch Mari´s Handy am Tatort gesehen. Das könnte möglicherweise weiterhelfen. „Nein, so viel ich weis ist es nicht aufgetaucht. Genauso wenig wie das von Ville“. Die Tür ging auf un Hannu kam herein. „Bitte schön, das Ding ist sauber“. „Schon mal was von anklopfen gehört?“. „Oh, Verzeihung“. „Was ist denn das?“. „Ein Briefpäckchen. Sieht man das nicht? Solltest mal zum Augenarzt gehen Mico“. Dieser wollte schon was erwidern aber Steffi kam zu vor. „Hannu, laß die Scherze. Wir haben hier Arbeit zu erledigen“. „Ist ja schon gut“. „Was hat es jetzt damit auf sich?“. „Hannu war der Meinung, da kein Absender drauf steht könnte eine Bombe drin sein“. Mico und Ari sahen beide sehr erstaunt dreien. „Wie kommst du nur auf so eine Idee?“. „Schluß jetzt“. Sie nahm Hannu das Päckchen aus der Hand. Alle sahen sehr verblüfft auf den Inhalt.

Das Spiel ist eröffnet

„Was soll das denn nun schon wieder bedeuten?“. Im Päckchen war ein weiterer Umschlag auf dem ein Zettel mit diesen Worten klebte. Sie machten ihn auf. Was sie sahen ließ ihren Atem stocken. Heraus vielen 2 Beutel und ein Briefumschlag. In einem Beutel war eine Haarlocke. In dem anderen Beutel .... „Das ist ja nicht zu fassen!“. „Ich hoffe die Person dem dieser Finger gehört hat wurde vorher betäubt“. Steffi nahm den Beutel in die Hand. „Sieht mir nach einem professionellen Schnitt aus. Das sollte sich Gunnar mal ansehen. Außerdem sollten wir die Buschtrommel rühren. Irgend jemand muß vermißt werden der etwas mit Ville zu tun hat. Ich ruf Matti an, der soll sich mal umhören“. „Meinst du das ist so eine gute Idee?“. „Wir müssen schnell handeln“. „Was ist in dem Brief?“ Steffi nahm und macht ihn auf.

Wenn ihr nicht wollt, das auch der Rest bei euch auf dem Tisch landet solltet ihr schnell handeln. Ich fürchte nur euch läuft die Zeit davon....   

„Das ist ja nicht zu fassen!“, entfuhr es Ari. „OK, wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen. Hannu, ruf du alle Leute aus Villes Freundeskreis an die wir in den letzten Tagen vernommen haben. Ich will die alle hier haben. Wir müssen versuchen herauzufinden wer das nächste Opfer ist. Kamen eigentlich schon hinweise aus der Bevölkerung rein?“. „Keine Brauchbaren. Ville wurde nach der Probe nicht mehr gesehen. Mari wurde zuletzt in der Nähe des Probenraumes gesehen 2 Straßen entfernt“. „Ich denke sie ist ihrem Bruder gefolgt ohne das der was gemerkt hat. Wenn man ihn nicht mehr gesehen hat dann auch kaum sie“. „Das kann doch nicht wahr sein. Irgendwas muß es doch geben. OK, das bringt nichts. Wir müssen was machen aus dem was wir haben. Also Hannu hier ist die Telefonliste. Mico du bringst das zum Gerichtsmediziner“. Er schaute den Finger angeekelt an. „Und wir zwei gehen noch mal alles durch was wir haben“.

Es waren tatsächlich fast alle gekommen. Bis auf Janne Happonen, Lauri Hakola  und Kalle Keituri. Die waren einfach nicht zu erreichen gewesen. Sie hatten so dezent wie möglich gefragt ob jemand wisse wo sie wahren. Keiner hatte eine Antwort auch nicht Jussi und Matti. „Wieso willst du wissen wo die stecken?“. „Weil ich sie gerne noch mal verhört hätte“. „Ach komm da steckt was anderes dahinter“, meinte Jussi aufmüpfig. Tiita legte die Hand um seine Schulter. „Komm, laß gut sein. Das ist eben polizeiliche Neugier“. „Genau, ihr solltet jetzt wieder gehen“. Sie drehte sich zu Matti. „Wir sehen uns später“, und gab ihm einen Kuß. Jussi ging nicht ohne kräftig seinen Unmut zu bekunden.  „OK, das hätten wir. Dann werden wir den dreien mal einen Besuch Zuhause abstatten und hoffentlich alle antrefen. Am besten wir teilen uns auf. Ari du gehst zu Janne. Mico du übernimmst Kalle. Ich und Hannu schauen nach Lauri.

Als sie sich wieder trafen konnten sie Janne von der liste streichen. Er war zuhause gewesen. Die anderen beiden hatten sie nicht angetroffen. „Wir müssen uns einen Durchsuchungsbefehl holen für die beiden Wohnungen. Dann können wir an DNS Material herankommen und vergleichen mit dem was wir haben“. „Wir brauchen keinen Durchsuchungsbefehl“. „Wir können da nicht einfach reinmarschieren“. Steffi seufzte. „Schon mal was von Gefahr in Verzug gehört?“. „Wir gehen nochmal hin und holen uns die proben“. Es klopfte an der Tür. „Ja, herein“. Es war Jarno von der Spurensicherung. „Wir haben leider keine Fingerabdrücke oder sonstiges auf den Umschlägen und Tüten gefunden. „Verdammt, danke“. Als Temo sich umdrehte stieß er fast mit dem Gerichtsmediziner zusammen. „Ich hoffe du hast bessere Nachrichten?“. „Was den Finger angeht. Der ist fachmännisch abgetrennt worden. Ich kann aber nicht sagen ob mit oder ohne Narkose. Eine Analyse läuft. Was die Haarlocke betrifft, zeigt die uns nicht die Naturfarbe“. Ari und Mico runzelten die Stirn. „Was soll das genau bedeuten?“. Steffi schüttelte den Kopf. „In Chemie wohl nicht aufgepaßt? Schon mal was von Wasserstoffperoxid gehört?“. „Richtig, aber das interessante kommt noch“. „Machs nicht so spannend“. „Also die Haare sind erst vor kurzem damit in Berührung gekommen. Wir haben noch ziemlich viel von der Chemikalie nachweisen können. Wenn ihr mich fragt kann das Haar nicht gewaschen worden sein nach dem Entfärben. Es war übrigens reines Wasserstoffperoxid. Das bekommt man nicht so im Laden“. „Danke, das ist ja interessant“. „Und wieso?“. Hannu schalt mal deinen Kopf ein. „Ach, du meinst der Täter war das, aber wozu?“. Steffi verdrehte die Augen. „Um die Identifizierung zu erschweren. Aber er hat und damit eigentlich mehr einen gefallen getan. Das Zeug bekommt man nämlich nicht so einfach. Das kann man nicht irgendwo im Laden kaufen. Das muß man direkt beim Hersteller bestellen. Die liefern das nicht an Privatpersonen ohne Sondergenmigung“. „Aber wozu der Aufwand, wenn man im Laden Bleichmittel kaufen kann?“. „Weil man vielleicht ohne was zu bezahlen einfacher daran kommt. Ich habe 2 Semester Chemie studiert bevor ich zur Polizei ging. Da kannst du so was ohne Probleme mitgehen lassen“. „Endlich haben wir was konkretes!“. „Also worauf warten wir noch. Mico, du rufst bei der Produktionsfirma an die das Zeug herstellst. Ari du schaust ob in dem Verwandten und Freundeskreis von Ville jemand ist der was studiert wo man damit zu tun hat. Hannu du gehst in die Wohnungen von Kalle und Lauri um DNS Material zu besorgen. Ich gehe alte Freunde von mir an der Uni besuchen“. Alle taten wie geheißen.

Matti, Jussi, Tiita und noch ein paar andere saßen zusammen im Rosso und diskutierten heftig. „Das ist alles so unglaublich. Ich verstehe es immer noch nicht. Matti hat deine Freundin nicht irgendwas gesagt? Die müssen doch was rausgefunden haben“. Axu´s Gesicht sprach Bände. Keiner Verstand was da los war. „Glaubst du ich habe sie nicht gefragt? Nebenbei das ist meine Verlobte. Sie hat gesagt sie darf mir nichts sagen aus ermittlungstechnischen Gründen“. „Wie was meinst du mit Verlobt?“ . „Das was er gesagt hat. Ich bin es übrigens auch“, sagte Jussi mit breitem Lächeln im Gesicht“. „Hä, wieso wissen wir nichts davon?“. „Weil das noch nicht lange so ist“. „Oh, man Glückwunsch Jungs. Wenigstens mal gute Nachrichten“. „Das macht mir alles Angst“. „Was? Wir haben gerade von Verlobung gesprochen. Was soll der Schwachsinn?“. „Die Polizei war heute bei mir nur weil ich nicht zu der Vernehmung gekommen bin. Irgendwie ist das was Faul dran. Mich läßt das einfach nicht los“. „Könntest du das Präzisieren?“. „Was wenn es nicht bei diesen beiden Morden bleibt? Die waren irgendwie erleichtert mich vorzufinden“. „Das bildest du dir nur ein. Der Mord war persönlich auf Ville gerichtet. Seine Schwester hatte einfach Pech gehabt, weil sie ihre Nase wo reingesteckt hat wo sie nicht hingehörte. Die werden das schon aufklären glaub mir. Und jetzt hör auf dir so blöde Gedanken zu machen“. „Guckt mal wer da kommt. Kalle altes Haus wo hast du denn gesteckt?“. „Wieso?“. „Weil die Polizei nochmal alle Verhört hat und da warst du auch gefragt. Ich frag mal nach ob du noch gebraucht wirst“. Matti nahm sein Handy und rief Steffi an. „Hallo schatz, braucht ihr Kalle noch?“. „Ist er wieder aufgetaucht?“. „Sonst würde ich ja nicht fragen“. „Nein, außer er ist der Meinung er hätte noch was wichtiges zu sagen“. „Ich glaub nicht. Wie läuft es bei euch?“. „Es geht voran aber du weißt ich darf nichts konkretes sagen“. „Nicht mal ein kleines bißchen was?“. „Nein, der Mörder könnte bei euch am Tisch sitzen, schon mal darüber nachgedacht?“. „Also das glaube ich nicht“. „Sag niemals nie. Ich muß jetzt auflegen. Hab dich lieb“. „Ich dich auch“. „Und?“. „Sie hat nur gesagt das es voran geht und sie Kalle nicht mehr brauchen, außer er hätte was wichtiges zu sagen“. „Also Kalle  du siehst die haben alles im Griff“. „Ich frag mich allerdings was Ville getan haben konnte das einen Menschen veranlaßt hat ihn umzubringen. Kam er euch auch ein bißchen Eigenartig vor die letzten Tage?“. Alle nickten zustimmend. „Aber warum war er so drauf gewesen? Zu dumm das seine Schwester auch dran glauben mußte. Wie lang dauerts eigentlich bis man verblutet ist?“. „Du stellst Fragen Axu, keine Ahnung man aber ich denke das kommt drauf an was getroffen wird“, sagte Tiita schulterzuckend. „Wenn das Herz getroffen wird bestimmt nur Sekunden“. „Axu du Scherzkeks das nennt man dann Herzinfarkt“. „Seht mal wer da kommt“. Hannu war gerade hereingekommen und sah sich um. „Hier sind wir“. Hannu setzte sich auf den letzten freien Stuhl. „Bist du Dienstlich oder Privat hier?“ „Dienstlich. Wir haben viel zu tun. Keine Ahnung wie man Feierabend buchstabiert“. „Also was willst du hier?“ „Eigentlich nichts nur mal 5 Minuten durchschnaufen ich drehe sonst noch durch. Ich dacht ich schau mal ob ich euch hier treffe“. „Steffi meinte ihr würdet voran kommen“. „Ja, aber versuch erst gar nicht was aus mir heraus zu bekommen. Schön das du wieder Aufgetaucht bist Kalle das hat uns Arbeit erspart. Ich muß aber auch schon wieder die Fliege machen. Also macht´s gut“. „Was war denn das? Wieso hat Kalle ihnen Arbeit erparrt? Kalle hast du uns was zu sagen?“. Ich habe keine Ahnung was hier abgeht. Aber irgendwie bekomme ich Angst“. „Hab ich´s nicht gesagt? Irgend was ist faul“. „Bringt jetzt nichts uns den Kopf darüber zu zerbrechen. Ich frag Steffi heut abend mal danach“. „Glaubst du die bekommst du zu Gesicht bei der vielen Arbeit?“. „Schlafen tut sie immer noch zu hause. Wie wär´s wenn wir so langsam mal von was anderem reden?“

„Na, was verschafft mir die Ehre dich nach so langer zeit wieder zu sehen? Du wars meine Lieblingsstudentin und bist dann einfach gegangen“. „Wir haben oft genug darüber diskutiert. Nur weil ich gute Noten hatte heißt das nicht , das es auch mein Traumberuf war. Ich hab mich eben anders entschieden. Ich bin aber nicht hier um mit dir über alte Zeiten zu reden. Wenn bei euch eine Chemikalien weg kommt würdet ihr das merken?“. „Wieso fragst du? Hat das was mit diesen schrecklichen Morden zu tun? Wenn du mir sagst um welche Chemikalie es sich handelt kann ich konkreter Antworten“. „Du mußt mir Versprechen mit niemandem darüber zu reden“. „Geht klar“. „Es geht um Wasserstoffperoxid. Das bekommt man in reiner Form ja nur direkt beim Händler?“. Ja, eine hochexplosive und gefährliche Chemikalie. Da fällt mir gerade was ein. Vor 2 Wochen kam ein Assistent zu mir und meinte eine Flasche davon wäre verschwunden aus einem Labor. Er wußte es deshalb weil er sie gerade erst aufgefüllt hatte und am nächsten Tag war sie weg. Wir haben aber nicht heraus gefunden wer das war“. „Wer kommt da ran?“. „Im Grunde jeder der was mit Chemie zu tun hat aber auch auswärtige. Die Flasche stand in einem Labor das für Studenten gedacht war. Da sind immer an die 30 Studenten und da kann auch mal einfach einer reinmarschieren mit einem weißen Kittel an und niemand denkt sich was dabei. Wir haben da wirklich nachgeforscht und niemand ist was aufgefallen“. „Sind das nur Chemie Studenten oder auch welche anderer Fachrichtungen?“. „Alle die halt ein Chemiepraktikum brauchen. Biologen, Physiker, Mediziner. Wenn man eine Naturwissenschaft studiert hat man meist mit allen was zu tun“. „Ich weis, du sagtest zu uns ‘sie studieren nicht Chemie sondern Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Chemie‘. Das hat mir schon sehr weitergeholfen. Danke“. „Du meinst der Mörder hat bei uns diese Flasche entwendet?“. „Möglicherweise. Ich brauche dich wohl nicht darauf hinzuweisen wie wichtig es ist das davon nichts an die Öffentlichkeit dringt. Aber es wäre trotzdem gut wenn du die Ohren offenhalten könntest. Wäre es vielleicht auch Möglich eine Liste zu bekommen mit Personen die Zugang zu dem labor hatten. Ich meine die, die es für gewöhnlich benutzten?. „Ja kein Problem ich setzt mich gleich dran“. „Danke Pauli“. „Nichts zu danken. Ich hoffe ihr schnappt den Kerl“. „Ganz bestimmt“. „Ich schick dir die Liste so schnell wie möglich. Tschüß“. „Machs gut“.

Sie wollte gerade in die Kantine gehen um sich eine Kleinigkeit zu holen als ihr auf die Schulter getippt wurde. „Kalle? Was führt dich hier her? Ich Habe Matti doch gesagt das wir dich nicht mehr brauchen“. „Wieso habe ich euch Arbeit erspart?“. „Von was redest du?“. „Hannu hat gemeint ich hätte euch Arbeit erspart“. „Ach das hatte nichts zu bedeuten. Ich hatte ihm nur aufgetragen noch mal bei dir vorbei zu schauen weil das auf dem Weg lag. Ich habe ihn angerufen kurz bevor er euch getroffen hat. Ich glaube da hatte er schon einen Fuß im Restaurant und hätte es ein paar Sekunden später selber gesehen. Wir müssen halt versuchen alle Möglichkeiten auszuschöpfen“. „Ach so. Aber ich habe auch nichts mehr zu sagen so leid es mir tut“. „Ich will ja nicht unhöflich sein aber ich habe heute noch kaum was gegessen und wir haben viel zu tun“. „Ich bin schon weg. Tschüß“. „Tschüß“.

„HANNU?!“. „Was...“. Aber er verstummte sofort als er ihr wütendes Gesicht sah. „Bist du von allen guten Geistern verlassen???“. „Was hab ich denn angestellt?“ „Was? Kalle war gerade bei mir und wollte wissen warum er dir den Arbeit erspart hat. Das hätte ins Auge gehen können“. „Oh, das ist mir einfach so rausgerutscht, tut mir leid“. „Versuch das daß nie wieder passiert, verstanden?“. „Ja“, sagte er kleinlaut. „Kann ich mal kurz stören?“. „Was hast du da Ari?“. Aber er brauchte gar nicht Antworten. Es war derselbe Umschlag wie letztes mal. „Gehen wir in mein Zimmer“. Auf dem Weg sammelten sie Mico ein. „Ich möchte eigentlich gar nicht wissen was da drin ist“. Steffi machte ihn auf. Alle verzogen das Gesicht. Diesmal waren es 2 Finger und ein ganzes Büschel Haare. Sie fiel in Ohnmacht. Keiner konnte schnell genug reagieren um sie aufzufangen. „Steffi, Steffi. Aufwachen“. Mico versuchte sie wachzurütteln. Sie kam langsam zu sich. Was war das denn gewesen?“. „Mir geht´s gut“, und rappelte sich auf. „Das kann einen schon mitnehmen“. „Nein, ich habe einfach keinen Schlaf bekommen in den letzten 2 Nächten. Geht schon wieder“. Sie griff nach dem kleiner Briefumschlag der auch dabei gewesen war.

Ihr habt noch 7 Finger Zeit ihn zu finden.....

„Man das ist doch krank!“. „Ich hab so was noch nie erlebt. Hannu bringe das schnell in die Gerichtsmedizin. Wir treffen uns in 5 Minuten bei mir im Büro“. Als sie sich alle dort versammelt hatten erzählte Steffi was sie herausgefunden hatte. „Das ist ja ein Ding. Die haben wirklich keine Ahnung wer das war?“. „Leider nein, sonst hätten wir vermutlich unseren Mörder. „Glaubst du wir schaffen es Lauri noch zu retten?“. „An so was muß man immer glauben Hannu sonst können wir unseren Job gleich hinschmeißen“. „ Soll die Nachricht bedeuten, das wenn alle Finger weg sind dann...“, Hannu mußte schwer schlucken. „Ja, leider. Wenn es jedesmal ein Finger mehr wird haben wir nicht mehr lange Zeit. Morgen früh drei und abends vier“. „das schaffen wir nie bis morgen abend!“. „Hannu was habe ich dir gerade gesagt? Wir werden alles tun um das zu verhindern“. Es klopfte an der Tür. „Herein“. Es war Gunnar Fredriksson. „Die DNS der Probe die mir Hannu gegeben hat stimmt mit der von dem Finger überein. Es ist Lauri Hakola“. „Gut danke“. „Noch was, die Finger die ihr mir gerade gebracht habt wahren noch nicht lange abgetrennt“. „Danke“. „Viel Glück. Ich kann euch leider nicht mehr helfen“. Er dreht sich um und ging. „Mico was hast du herausgefunden bei den Herstellern?“. „Nicht mehr als das was wir eh schon vermutet haben. An Privatpersonen wird das Zeug in der Regel nicht ausgegeben“. „Ari?“. „Es gibt da eine Person die Medizin studiert“. „Wer?“. „Die Freundin von Akseli  Kokkonen“. „Name?!“. „ Sari Halonen“. Sie ging die Liste durch, die sie inzwischen von ihrem alten Professor bekommen hatte. „Bingo!“ Sie hat dieses Jahr ein Praktikum dort“. „Also worauf warten wir noch. Statten wir ihr mal einen Besuch ab“. „Nicht so schnell, es ist sinnvoller sie zu beschatten“. „Wir haben nicht wirklich was gegen sie in der Hand. Das beste wäre wenn sie uns direkt zu Lauri führt. Die erste Schicht übernimmst du mit Mico. Ich und Hannu lösen euch um 3 Uhr ab. Es ist nämlich schon fast 21 Uhr“. „Und was machen wir solange bis wir übernehmen?. „Nach hause gehen und eine Runde schlafen. Im Moment können wir sowieso nicht mehr tun“.

 „Na Lauri wie geht´s so? Das hast du dir selber eingebrockt das weist du“. Lauri konnte nur wimmern da sein Mund immer noch zugeklebt war. „Hast du Durst? Ist eigentlich eine ziemliche Verschwendung da du in 24 Stunden sowieso nicht mehr unter uns weilst aber ich bin mal nicht so“. Sie machte ihm das Klebeband weg und gab ihm was zu trinken. „So das reicht. Bis morgen mein lieber“.

„Da bist du ja endlich es ist schon 21 Uhr“. „Entschuldige aber ein Referat schreibt sich halt auch nicht von alleine“. „Ich habe mir sorgen gemacht“. „Ach Juska das wollte ich nicht. Wenn man so in die Arbeit vertieft ist vergißt man die Zeit“. „Masa hat mich gerade angerufen. Seine Verlobte scheint ziemlich gute Laune zu haben ,was nur bedeuten kann sie müssen eine ziemlich gute Spur haben“. „Das wäre wirklich toll“. „Und was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Abend?“. „Mhh...mir fällt da schon was ein“.

3.Kapitel

Steffi klopfte an die Scheibe. Das Fenster wurde heruntergekurbelt und Mico streckte den Kopf heraus. „Also, sie hat nichts verdächtiges gemacht. Waren im K18 und sind seit Mitternacht in ihrer Wohnung. Das Licht ging vor einer Stunde aus“. „Danke ihr könnt euch jetzt auch schlafen legen. Ich und Hannu machen bis Mittag und dann werden wir abgelößt, falls das dann noch nötig ist“. „Ok, bist dann. Wenn sie´s ist dann dann muß sie ja bald wieder zu ihrem Opfer, sonst kann sie uns ja kein Päckchen schicken“. Mico und Ari fuhren davon. Steffi und hannu gingen zurück in ihr Auto um die Wohnung zu beobachten. „Was hast du den da?“. ! Liter Kaffe. Den werde ich brauchen weil ich heut noch kein Auge zugemacht habe“. „Du kannst gerne eine runde schlafen, ich weck dich wenn was passiert“. „Ne, und wenn du auch einschläfst? Ich hab mir vorgenommen wach zu bleiben und das schaffe ich auch“, sagte Hannu aus Überzeugung. „Ich schlaf nicht ein , aber gut wie du willst“. Bis um 8 Uhr passierte nichts. Dann ging das Licht an und die Vorhänge wurden auseinander gezogen. „Was machen denn die da?“. „Steffi holte das Fernglas hervor“. „Das was Freund und Freundin eben so machen. Sie küssen sich“. Das Handy fing an zu klingeln. „Hallo Mico“. „Na tut sich was?“. „Sie sind aufgestanden aber noch in der Wohnung“. „Ok, ich versuche mal ein bißchen was über unsere Verdächtige zu recherchieren“. Bis um 9 hatte sich immer noch nichts getan. Hannu war eingenickt und schreckte hoch als Steffis Handy klingelte. „Was gibt´s“. „Nichts gutes“. „Was meinst du?“. „Ist sari immer noch in der Wohnung?“. „Ja“. „Dann kann sie nicht der Täter sein“. „Sag nicht das ein Päckchen gekommen ist“. „Ganz genau. Gunnar meint das die Finger heute morgen abgetrennt wurden. Ihr kommt besser her“. „Verdammt!“ Sie fuhren zurück zum Präsidium.

„Wir waren uns doch so sicher das sie es ist!“. „Aufgrund der Tatsache das sie Medizin studiert und auf der Liste steht. Aber eine Garantie ist das nicht. Gib mir die Liste noch mal“. Sie schaute sich die Liste noch mal ganz genau an aber es gab keine andere Person die man irgendwie mit diesem Fall in Verbindung bringen konnte. „Wir werden ihn nie rechtzeitig finden“. „Hannu, seit wann bist du Polizist?“. „Ja, ich weiß ich bin das Küken und habe keine Ahnung“. „Nein, du hast keine Erfahrung. Das ist nicht das gleiche. Aber dafür haben wir jetzt keine Zeit. Wir müssen irgend etwas übersehen haben“.

Matti und Jussi saßen im Café um etwas zu trinken da klingelte Mattis Handy. „Hallo Axu, was geht?“. „Das würde ich gerne von dir wissen was geht“. „Was ist den dir für eine Laus über die Leber gelaufen?“. „Erkläre mir mal warum ich von deiner Verlobten beschattet werde?“. „Was soll das. Da hast du dich bestimmt verguckt“. „Ne, mit meinen Augen ist alles noch in Ordnung. Ich hab es auch nur Zufällig bemerkt. Sie müßte nämlich mal aus dem Auto weil sie sich übergeben müßte. Ich wollt schon runter aber da waren sie weg“. „Übergeben? Ich geh mal besser bei ihr vorbei“. „Dann frag sie auch gleich danach was der Schwachsinn sollte“. „Ich weis nur eins und das ist das sie nichts ohne Grund macht. Allerdings wüßte ich auch gerne was das wäre“. „Weist du was. Ich komme mit“. „Laß mich das klären“. „Nein, wo bist du?“. „Mit Jussi im Café neben dem Rosso“. „Ok, wir treffen uns vor dem Polizeigebäude“. „OK, bis gleich“. „Ich komme auch mit“. „Ich werde dich eh nicht davon abhalten können oder?“. „Nein, also laß uns gehen. Ich möchte vor Axu dort sein“.

Axu war zum Glück noch nicht da als sie ankamen. Es dauerte aber keine Minute bis er um die Ecke bog. „Hallo“. „Hi. Bin echt mal gespannt was deine herzallerliebste dazu zu sagen hat“. Sie gingen zur Rezeption. „Ich nehme an ihr wollt zu Hauptkommissarin Jarvilehto?“. „Sie haben es erfaßt“. „Das geht jetzt aber nicht. Wenn es nicht wirklich wichtig ist. Sie hat sehr viel zu tun und Anordnung gegeben nicht gestört werden zu wollen“. „Es ist wichtig. Ich will wissen warum sie mich beschattet hat?“. Die Dame an der Rezeption zog die linke Augenbaue hoch. „Einen Moment, ich Telefoniere mal kurz“. Sie redete sich kurz mit der Person am anderen Ende. „OK, ihr könnt kurz zu ihr aber wenn ich kurz sage meine ich das“. „Dankeschön“. Sie gingen zu ihrem Büro. Matti wollte anklopfen aber Axu ging an ihm vorbei und öffnete die Tür. „Was sollte das?“ Er schaute Steffi wütend an. „Wie wärs mit anklopfen. Ich hätte euch auch einfach wieder wegschicken können. Wir haben nämlich eine Krisensitzung hier und keine Zeit für solche Späße“. !“Aber ich will verdammt noch mal wissen was ihr vor meinem Haus gesucht habt!“. „Hör zu. Wir sind ziemlich unter Zeitdruck. Wir tun nie etwas ohne Grund. Wir suchen nach jemandem der Medizinische Fachkenntnisse hat. Es gab noch etwas anderes das wir mit deiner Freundin in Verbindung bringen konnten und da haben wir eben beschlossen sie zu beobachten. Ich mach nur meinen Job aber wir haben uns geirrt“. „Ihr habt ernsthaft geglaubt meine Freundin hätte Ville auf dem Gewissen, tickt ihr noch richtig? Und was ist das was ihr noch mit ihr in Verbindung gebracht habt?“. „Das darf ich dir nicht sagen. Außerdem wäre es mir lieb wenn ihr von dem ganzen nichts herumerzählt“. „So einfach laß ich mich nicht abspeisen“. „Axu, ich kann deinen Ärger verstehen aber jetzt ist ein schlechter Zeitpunkt“. „Wieso, der Mörder läuft euch doch nicht davon?“. „Laß das mal unsere sorge sein. Geht jetzt bitte wieder“. Axu wollte was erwidern aber Jussi zog ihn am Arm. „Laß gut sein sie macht nur ihren Job und wir wollen alle das der Mörder gefaßt wird. Deine Freundin ist ja aus dem schneider so wie´s aussieht“. Jussi zog Axu vollends aus dem Büro. „Masa Schatz du mußt auch gehen“. „Mach ich auch gleich. Kann ich dich nur mal kurz sprechen? Dauert nur eine Minute“. „Wir gehen dann mal das erledigen was wir besprochen haben“. Mico, Ari und Hannu verließen auch das Büro. „Was ist los?“. „Axu hat da noch was erwähnt. Geht´s dir gut?“. „ Ja, wieso?“. „Er hat gemeint du hättest dich übergeben?“. „Ach, das war nur der ganze Streß und der wenige Schlaf. Es ist alles in Ordnung“. „Gut zu hören. Dann will ich dich aber auch nicht weiter stören“. Er gab ihr einen Kuß und ging.

„Jussi laß mich los ich kann selber gehen“. „Ist ja schon gut. Sieht aus als hätten sie eine ziemlich gute Spur oder?“. „Wie kommst du darauf?. Matti hatte sie eingeholt. „Wieso sind wir so schnell abgefertigt worden? Da ist irgend was im Busch“. „Wieso haben sie sich dann damit abgegeben meine Freundin zu observieren wo doch die Spur im Sand verlaufen ist? Das nenn ich nicht eine gute Spur“. „Da hast du auch wieder recht“. Matti lief plötzlich langsamer. „Was ist?“. „Mir ist gerade nur was eingefallen. Hat einer von euch Lauri gesehen?“. „Wieso?“. „Naja, ich habe ihn vor 2 tagen zum letzten mal gesehen. Das ist doch komisch“. „Stimmt, aber was willst du damit sagen?“. „Vielleicht waren die nicht so hektisch weil sie eine Spur haben sondern weil ihnen die Zeit davon läuft“. „Und was hat das mit Lauri zu tun?“. „Überlege doch mal? Was wenn da Lauri auch mit drin hängt?“ Axu der bisher nur zugehört hatte verdrehte die Augen. „Laß mal die Spinnereien. Der wird sich eine süße Maus geangelt haben und sich deshalb nicht blicken lassen“. „Ich versuch ihn mal anzurufen“. „Hallo?“. „Könnte ich mit Lauri sprechen?“. „Wer ist da am anderen Ende?“. „Matti Hautamäki. Kann ich nun mit ihm sprechen?“. „Nein, aber du kannst deiner Verlobten sagen das die Zeit fast abgelaufen ist“. „Was? Wer sind sie?“. Aber die andere Person hat schon aufgelegt. Ohne lang zu überlegen rannte er zurück zum Polizeigebäude und ließ die anderen beiden verdutzt stehen.

Steffi wollte gerade zur Tür hinaus gehen als Matti sie fast umrannte. „Hallo. Solche Sehnsucht gehabt?“. „Nein, doch ....aber“. „Was nun? Du siehst ziemlich aufgewühlt aus“. Matti mußte erst kräftig durchschnaufen bevor er antworten konnte. „Ich habe gerade versucht Lauri anzurufen. Da ist eine Frau rangegangen, zumindest denke ich das. Die Stimme war verzehrt“. „Was? Was hat sie gesagt?“. „Das ich meiner Verlobten sagen kann, die Zeit wäre fast abgelaufen. Was hat das zu bedeuten“. „Das Lauri nicht überleben wird wenn mir nicht schnell ein Geistesblitz kommt“. „Von was redest du da? Du machst mir Angst“. „Schatz, hör zu ich kann dir das jetzt nicht alles erklären“. In dem Moment wurde die Tür aufgerissen. „Was ist Mico?“. „Ich habe noch jemand der Medizin studiert an der Uni und der auch in gewisser weise was mit Skispringen zu tun hat. Sie steht auch auf der Liste. Warum ist mir das nicht vorher aufgefallen“. Erst jetzt bemerkte er Matti. „Das geht schon in Ordnung. Er hat gerade mit dem Mörder Telefoniert“. „Wie was?“. „Er hat Lauri versucht zu erreichen und der Mörder ging rann“. „Hast du die Stimme erkannt?“. „Nein, die war verzerrt“. „Ich schlage vor Masa du gehst nach Hause und läßt uns das machen. Wir werden ihn schon finden und kein Wort zu irgend jemanden!“. Sie gab ihm einen Kuß im vorbeigehen und ließ ihn im Büro alleine verdutzt stehen.

„Autsch! Könnt ihr nicht aufpassen!“. Jussi lag mal wieder am Boden vor Steffi´s Bürotür. „Entschuldige aber ich konnte ja nicht wissen das du auf der anderen Seite stehst. Wir haben keine Zeit also bis später“. „AXU? Hilf mir hoch!“. Dieser tat wie ihm geheißen. „Ich frag mich gerade wo Masa abgeblieben ist“. „Hier“. Er kam gerade aus dem Büro heraus. „Kannst du uns bitte erklären was das alles zu bedeuten hat?“. „Nein, ich habe Steffi versprochen mit niemandem zu reden“. „He , das kannst du doch nicht machen? Sag schon!“. „Nein“. Er lief Richtung ausgang, Jussi und Axu rannten hinterher. „Bleib stehen“. „Ich sage euch nichts. Ende der Diskussion!“. „Aber mit wem hast du gerade Telefoniert? Da war doch jemand dran gewesen?“. „Ja“. „Wer?“. „Keine Ahnung, aber nicht Lauri“. „Der Mörder? Dann ist er auch tot?“. Jussi war einer Ohnmacht nahe. „Nein ist er nicht. Steffi hatt´s mir gesagt“. „Aber wieso? Was hat Lauri mit dem ganzen zu tun?“. „Ich weis es doch auch nicht. Ich weis nicht mehr als ich gesagt habe“. „Du lügst doch!“. „Nein tue ich nicht“. „Halt uns nicht für blöd. Irgend was ist da im Busch“. „Also ich geh jetzt nach hause was essen. Ändern an der Situation können wir eh nichts“. „Ich glaub das einfach nicht. Nicht auch noch Lauri“. „Hoppla“. Jussi fiel direkt in die Arme von Axu. „Ich glaub das ganze nimmt ins ziemlich arg mit“. „Mich auch so ist es nicht“. „Uns alle. Ich hoffe das hat bald ein Ende“. Wir sollten uns mal um Jussi kümmern der wird langsam schwer“. Matti gab ihm eine Ohrfeige. „Rütteln hätts auch getan“. „Wieso, hat doch gewirkt“. Jussi kam zu sich. „Ist wohl besser wenn wir ihn zu Tiita bringen. Die kann sich um ihn kümmern“. „Die ist noch in der Uni“. „OK, dann kümmern wir uns um dich“. „ich kann mich selbst um mich kümmern“. „Wer´s glaubt“. Sie gingen alle zu Jussi Wohnung. Tiita war wie erwartet nicht da. „Ich glaub das einfach immer noch nicht!“. „Wir auch nicht ,aber es wäre gut wenn du dich mal hinlegst. Wir können nichts tun“. „Dich, nach ihm suchen“. „Und wo? Wir haben keinerlei Anhaltspunkte“. „Aber ich kann hier auch nicht einfach herumsitzten“. „Was schlägst du vor?“. „Ruf nochmal auf Lauris Handy an“. „Das Handy ist aus“. „Verdammt. Und nun?“. „Ruf Steffi an?“. „Was soll das bringen? Außerdem sollten wir sie nicht davon abhalten ihre Arbeit zu tun“. „Probiers einfach“. Er wählte ihre Nummer. „Schatz, was ist?“. „Wir können nicht einfach hier sitzen und nichts tun“. „Das müßt ihr aber. Wir tun alles was in unserer macht steht das mußt du mir glauben. Beruhigt euch wir machen das schon. Ich muß jetzt auflegen Macht mir keine Dummheiten. Hab dich lieb“. Bevor er etwas erwidern konnte hatte sie aufgelegt. „Sonst noch Vorschläge?“ Keiner Antwortet.

„War das Masa gewesen?“. „Ja, ich hoffe die bringen sich nicht in Schwierigkeiten. Aber sie wissen zu wenig um was Dummes zu tun“. „Glaubst du wirklich wir haben diesmal die Richtige?“ . „Ich hoffe es, aber sicher ist es nicht. Wir haben ja keine wirklichen Beweise. Sie ist einfach nur jemand der Medizin studiert und Zugang zu dem Labor hatte. Die Verbindung zum Skispringen ist das sie die Schwester von Janne Ahonen ist“. „Du kennst sie nicht?“. „Nein, sonst wäre mir das vorher aufgefallen. Ich hab sie schon mal gesehen aber sie hat ihre eigene Clique“. „Aber was hat sie mit Lauri und Ville zu tun?“. „Keine Ahnung. Kannst du mal kurz anhalten?. „Was?“ „Anhalten , sofort!“. Er fuhr an die Seite. Sie stieg aus und mußte sich übergeben. Nach einer Minute ging´s wieder und sie ging zurück zum Auto. „Kein Kommentar!“. Sie fuhren weiter.

„Ich weigere mich hier einfach herumzusitzten. Matti weist du wirklich nichts das uns helfen könnte?“. „Sie haben noch jemanden gefunden der Medizin studiert und irgendwas mit dem Skispringen zu tun hat. Ich weis aber nicht wer. Mal abgesehen davon sind sie bestimmt schon auf dem Weg dahin. Wir würden nur stören“. „Er hat recht“. „Das kommt ausgerechnet aus deinem Mund Axu?“. „Was soll den das heißen?“. „Du weist schon wie ich das meine“. „Ja, aber ich sterbe ungern im Kugelhaagel“. Jussi Handy klingelte. „Hallo Spatz. Wo bist du?“. An der Uni und da werdich auch noch etwas bleiben müßen. Ich wollte nur hören wie´s dir so geht“. „Das ist aufmerksam danke, mir geht´s gut“. „Ja klar“. „Ist da jemand bei dir?“ „Ja, Matti war das gerade gewesen mit dem ‘ja klar‘. Aber mach dir keine Sorgen“. „Gib ihn mir mal“. „Aber wieso?“. „Keine Widerrede!“. „Ist ja schon gut“. „Hier sie will mit dir reden“. „Was gibt´s?“. „Versprich mir das du ihn davon abhältst irgendwelche Dummheiten zu machen“. „Ich bin nicht sein Aufpasser“. „MATTI!“. „OK, ist gut ich tue mein bestes aber du weist ja wenn er sich mal was in den Kopf gesetzt hat“. „Ich nehme dich beim Wort. Ich muß jetzt wieder in die Vorlesung. Sag ihm es wird spät. Tschüß“. „Tschüß“. „Also, du hast gehört. Mach keinen Unsinn“. „Ist ja gut. Ich wüßte sowieso nicht was“. „Also, ich habe immer noch Hunger. Wie sieht´s bei euch aus?“. „Ok, bestellen wir uns was vom Pizza Service.

Sie waren so dumm. Obwohl das sie das mit der verschwunden Flasche Wasserstoffperoxid herausfinden würden war nicht schlecht. Aber trotzdem, sie würden sie nicht kriegen. Sie war einfach zu gut. Sie würde ihre Rache bekommen. Alle die Schuld waren sollten bezahlen. Sie hatte alles sehr gut geplant. Darauf geachtet, das es nichts gibt das in ihre Richtung deuten könnte. Sie dreht sich zu Lauri um. „Es sieht so aus als ob Hauptkommissarin Jarvilehto doch nicht so genial ist. Wobei das stimmt nicht. Ich habe ihr einfach nichts geliefert womit sie etwas anfangen könnte. Echt schade um dich, aber das hättest du dir früher überlegen müssen. Ihr habt sie auf dem Gewissen und dafür werdet ihr alle büßen!“. Lauri konnte nur wimmern.

Als sie bei ihrer Wohnung ankamen war alles ruhig. „Ich glaube sie ist nicht da“. „Das wäre verdammt blöd“. „Was machen wir?“. „Es ist Gefahr im Verzug. Das Leben eines Menschen ist gefährdet. Wir steigen ein aber diskret“. „Alles klar Boss“. Sie kamen zur Wohnungstür ohne gesehen zu werden. Die Tür wurde mit einem Dietrich geöffnet. „Dann werden wir mal sehen“. Aber sie fanden keinerlei Anzeichen dafür das sie irgendwas mit dem Fall zu tun hat. „ich ruf mal Matti an. Der soll mir die Nummer von Janne geben“. „Hallo Schatz, was ist? Habt ihr den Täter?“. „Kannst du mir die Nummer von Janne Ahonen geben?“ „Wieso?“ „Keine Fragen gib sie mir einfach“. Er gab sie ihr. „Tut mir leid wenn ich dich so abwürgen muß aber wir müssen weitermachen“. „Schon gut, Hauptsache ihr schnappt den Kerl“. Sie beendete das Gespräch und rief Janne an. „Hallo?“. „Janne Ahonen?“. „Ja, wer will das wissen?“. „Hauptkommissarin Jarvilehto. Ich hab die Nummer von Matti. Kannst ihn ja Fragen“. „Was will denn die Polizei von mir? Ihr ermittelt doch in diesem schrecklichen Mord an Ville?“. „Ja“. „Dann bin ich zuversichtlich das ihr den Idioten schnappt. Matti hat mir erzählt es gäbe keinen besseren Ermittler als dich“. „Danke für die Blumen aber dafür haben wir keine Zeit. Weist du wo deine Schwester steckt?. „Wieso willst du das wissen?“. „Deine Schwester studiert Medizin und hatte zu dem Labor Zugang aus dem etwas entwendet wurde das wichtig ist für die Ermittlungen“. „Wir wollen sie nur ausschließen können“. „Ach so. Ich weiß leider nicht wo sie ist. Ich habe das letzte mal mit ihr vor 2 tagen Telefoniert“. „Hat sie irgendwelche Andeutungen gemacht ob sie was in nächster zeit vor hatte?“. „Nein tut mir leid ich kann da nicht weiterhelfen. Wobei da war doch was. Sie hat sich ziemlich glücklich angehört. Ein paar Andeutungen gemacht. Ich glaube sie ist verliebt. Wahrscheinlich wird sie bei ihrem Angebeteten sein, nur weis ich nicht wer das ist. Mit den Morden hat sie ganz bestimmt nichts zu tun“. „Danke, für die Infos. Könnte ich noch ihre Nummer haben?“. Janne gab sie ihr und sie beendeten das Gespräch. „Ich weis nicht. Für mich hört sich das nicht an als wie wenn sie die Täterin wäre. Außerdem sagt mir das auch mein Gefühl“. „Dann hoffen wir mal das dich dein Gefühl ausnahmsweise mal im Stich läßt“. „Also, wir geben sie zur Fahndung raus. Ich bin mal so frei mir das Portraitbild vom Schreibtisch zu klauen. Außerdem postieren wir einen Wagen vor ihrem Haus. Es bringt nichts wenn wir alle hier auf sie warten. Aber bevor wir das alles tun versuche ich sie mal anzurufen“. Sie wählte die Nummer aber es war ausgeschaltet. „OK, gehen wir“. Als sie gerade die Tür aufmachen wollte klingelte es. „Wir warten bis die Person gegangen ist“. Es klingelte noch ein mal. Dann war kurz ruhe. Plötzlich kam ein Zettel durch den Türschlitz geflogen. Steffi hob ihn auf. Sie sind doch von der Polizei. Ich muß ihnen was mitteilen. Sie machte die Tür auf. „Und das wäre?“. „Ich bin der Nachbar von gegenüber. Sie sind doch an diesem grausigen Mord dran?“. „Ja. Ich habe vor 1 Woche gesehen wie dieser Ville und ein anderer Kerl sich vor ihrer Wohnungstür gestritten haben. Sie hat dann aufgemacht und gemeint sie sollen aufhören. Ich hätte das vorher schon gesagt aber ich komme gerade erst von einer Geschäftsreise zurück“. Sie holte ein Foto von Lauri hervor. „Ist das der andere Mann?“. „Ja, genau das ist der. Hat er was damit zu tun?“. „Danke, sie haben wirklich geholfen. Haben sie zufällig gehört worum es bei dem Streit ging?“. „Nur das Ende. Ging um Geld. Dieser Ville hat wohl dem anderen noch was geschuldet“. „Haben sie vielen Dank“. Dann geh ich mal wieder in meine Wohnung wenn´s recht ist“. „Gehen sie nur“. „Dann muß sie es sein. Sieht wohl so aus aber irgendwas sagt mir das da was nicht paßt“. „Ich finde das paßt sehr wohl“. „OK, kleine Planänderung. Wir fragen die anderen Nachbarn wann sie sie zuletzt gesehen haben und ob einer von den Jungs dabei war“. Nach der Befragung wußten sie das Hanna Ahonen vor 2 tagen zum letzten mal gesehen wurde. Ville war nach diesem Streit den auch andere Nachbarn mitbekommen hatten nicht mehr gesehen worden. Aber Lauri war an dem abend gesehen worden als er verschwand. „Das kann doch alles kein Zufall sein“. „Ist nur die Frage wie wir an sie rankommen sollen. Sie kann überall sein. Wir schreiben sie nach wie vor zur Fahndung aus aber bis dahin kann es zu spät sein für Lauri. Wir haben schon 16 Uhr“. „Maximal noch 7 Stunden“. „Eher weniger. In 5 Stunden haben wie eine Leiche und das dauert doch auch ihn irgendwohin zu transportieren“.  Wir machen es so wie vorhin besprochen. Uns bleibt nichts anderes übrig“.

Matti, Jussi und Axu saßen immer noch bei Jussi. Inzwischen sind sie von Pizza und Cola auf Alkoholhaltige Getränke umgestiegen und das nicht zu knapp. Alle waren schon etwas angeheitert. „Ich würd echt zu gerne wissen was Ranes Schwester damit zu tun hat“. „Studiert sie Medizin?“. „Keine Ahnung aber muß wohl sonst hätten sie sie nicht in Verdacht“. Die Tür wurde geöffnet. „Wer ist da?“. „Ich bin´s natürlich du Idiot. Der einzige der noch einen Schlüssel hat siztz neben dir“. „Stimmt“, sagte Jussi grinsend. „Was ist hier überhaupt los?“. „Wir besaufen uns weil uns nichts besseres eingefallen ist. Dann kann ich das Gefühl betäuben das ich nichts tun kann um Lauri zu helfen“. „Ich glaube aber es reicht jetzt“. „Ach Spielverderberin“. Er nahm ihren Arm und zog sie zu sich heran. Axu ich glaube wir sind hier unerwünscht“. „Ich glaub auch“. Tiita befreite sich wieder aus Jussis armen. „Ihr könnt hier bleiben. Ich bin nur gekommen um was zu holen. Ich muß nachmal zur Uni“. „Was wieso denn das?“. „Weil ich noch eine Besprechung mit einer Professorin habe. Keine Ahnung wie lange das dauert. Tut mir echt leid aber ich habe nicht viel Zeit“. Sie gab Jussi einen Kuß. „Sauft nicht mehr so viel“. „Jaja“. Sie ging wieder. „He man ihr leidet beide im Moment ziemlich unter Abwesenheit von euren Freundinnen, was?“ . „Verlobte“, kam es gleichzeitig von Jussi und Matti. „Ist ja schon gut und was machen wir jetzt?“. „Was wohl? weitersaufen!“

Ihnen lief die Zeit davon. Sie hatten Hanna Ahonen zur Fahndung ausgeschrieben. Aber bisher war weder ein Hinweis eingegangen noch hatte sie sich in ihrer Wohnung blicken lassen. Es war schon 20 Uhr. „Ich glaube nicht das wir in noch Retten können“. „Da hast du wohl recht“. Ari war die Türe herein gekommen mit einem Päckchen in der Hand. „Nein, das will ich einfach nicht glauben“, schrie Hannu fast. Steffi nahm das Päckchen und öffnete es. Das was sie vermuteten fanden sie auch darin. Ein Zettel war auch wieder dabei.

Game Over

„Das darf doch alles nicht wahr sein. Wir wahren so nahe dran“. „Ja, Mico aber wir müssen den Tatsachen in die Augen sehen“. „Wartet mal da ist noch ein zweiter Zettel“.

Damit der arme Kerl nicht so stark verwesen muß, gebe ich euch einen Tip. Ihr findet in auf Savisaari im Wald mit einer kleinen Überraschung

„Was denn für eine Überraschung?“. „Werden wir ja dann sehen. Ale verfügbaren Kräfte werden mobil gemacht. Wir suchen mit Spürhunden“. Es hatte 4 Stunden gedauert bis sie die Stelle gefunden hatten. „Ist er das?“. „Ja, leider“. „Wie ist er den gestorben? Er hat keine Einstichwunden“. „Da müssen wir auf den Gerichtsmediziner warten“. „Und wo ist jetzt die Überraschung?“. „Ich hab bis jetzt noch nichts entdeckt. Ah, da kommt ja Gunnar“. „Hallo, ist das der Vermißte?“. „Ja, kannst du uns sagen woran er gestorben ist?“. „Er wurde offensichtlich nicht erstochen“. „Das sehen wir auch“. „Offensichtliche Verletzungen zeigt er keine aber wartet mal“. „Und?“. „Jetzt hetzt doch nicht so“. „Mein Verdacht lautet Vergiftet“. „Vergiftet? Wie kommst du darauf?“. Das Zahnfleisch hat die charakteristische Farbe für eine Vergiftung. Aber näheres erst nach der Obduktion. Wurde er schon umgedreht?“. „Nein, wir müßten auf dich warten“. „Das ist aber nett. Ich meine nur das da vielleicht eine Botschaft liegen könnte. Und Tatsächlich. Als sie ihn umdrehten kam ein Zettel zum Vorschein.

Dreht mal eure hübschen Köpfchen nach oben

„Was zum Henker?“. „Oh verdammt, das glaub ich nicht!“. Da oben am Baum hing Hanna Ahonen. „Weso haben wir das nicht vorher gemerkt?“ „Weil es stockfinster ist“. „Dann können wir sie lang suchen. Hat wahrscheinlich Selbstmord begangen. Erst Lauri umgebracht und sich dann erhängt“. „Wir sollten sie erst mal da runter holen“. Das unsicher Gefühl, welches sie die ganze Zeit gehabt hat was die Schuld von der Toten betraf kamen wieder hoch. „Was denkst du Steffi?“. „Das mich mein Gefühl wohl wieder nicht im Stich gelassen hat“. „Wieso sie hat doch Selbstmord begangen“. „Das siehst du von hier unten? Mal ganz langsam mit den Pferden. Holt sie da runter.

Im Präsidium herrschte eine getrübte Stimmung. Sie hatten es nicht geschafft und deshalb sind gleich 2 Menschen gestorben. Alle saßen im Besprechungszimmer aber keiner Redete. Die Tür wurde geöffnet. „Gunnar? Was hast du für uns?“. „Auf alle Fälle nicht den Mörder“. „Was? Das kann nicht sein“. „Dürfte ich ausreden. Hanna Ahonen ist schon seit 2 Tagen Tot. In der Nacht als sie und Lauri verschwunden ist. Er hingegen ist heute zwischen 17 und 19 Uhr gestorben. An einer Vergiftung wie ich vermutet hatte und jetzt ratet mal mit was?“. „Wasserstoffperoxid?“. „Genau“. Hatte eine ganze Menge im Magen“. Das Mädchen wurde erschlagen. Ist an einem Schädelbasisbruch gestorben. Der Rest später“. Er ging wieder. „Das bedeutet wir können wieder so gut wie bei null anfangen. Nicht zu fassen“. Alle sahen sehr bedröppelt dreien. Jarno Mikkeli betrat das Besprechungszimmer. „Diesmal haben wir was. Reifenspuren, wenn ich was dazu sagen kann gebe ich bescheid“.  “. „Das ist doch was, danke!“. Der Mann von der Spurensicherung ging wieder. „OK, Anordnung von mir, ihr geht alle nach hause und schlaft ein paar Stunden. Wir brauchen einen klaren Kopf. Morgen um 8 Treffen wir uns wieder hier und dann finden wir dieses Schwein“.  

Als sie die Tür öffnete war es dunkel. Matti schien wohl zu schlafen. Sie ging Richtung Schlafzimmer aber kaum hatte sie die Tür geöffnet machte sie sie auch wieder zu. Ihr war eine ziemliche Alkoholfahne entgegengeschlagen. Außerdem schnarchte er das die Wände wackelten. Da würde sie keine Ruhe finden. Sie ging ins Gästezimmer aber da war es auch nicht besser. Die gleiche Alkoholfahne und sogar 2 die Schnarchten. Na hoffentlich haben die keine Dummheiten angestellt in diesem Zustand, in dem sie gestern abend wohl gewesen waren. Sie ging ins Wohnzimmer und legte sich auf das Sofa. Einschlafen konnte sie aber nicht richtig, weil ihr zu viel durch den Kopf ging.

4.Kapitel

Der Wecker klingelte, aber den hätte es eh nicht gebraucht. Sie hatte viel darüber nachgedacht wer dieser verdammte Mörder sein konnte. Und wieso hatte Jannes Schwester dran glauben müssen? Irgendwie hatte sie das Gefühl, daß das auch nicht geplant gewesen war. Vielleicht war sie auch zu neugierig gewesen? Aber was genau verband sie mit Lauri und Ville?. Logisch wäre das sie mit einem von beiden gegangen war. Aber wenn dann noch nicht so lang. Das hätte Jussi früher oder später mitbekommen. Außerdem wäre sie dann irgendwann in der Clique aufgetaucht, war sie aber nicht. Sie kannten sie wohl erst sehr kurz. Das war wohl wahrscheinlich. Plötzlich kam ein lauter Knall aus der Küche der sie aus den Gedanken riß. Sie ging um nachzusehen was die Ursache für den Lärm war. „Was soll den das geben wenn´s fertig ist?“. „Mir ist die Tasse aus den Fingern geflogen. Morgen übrigens“. Er wollte ihr einen Kuß geben aber sie wich zurück. „He was soll das?“. „Hast du ne Ahnung wie sehr du nach Alkohol stinkst?“. „Oh, wir haben´s gestern wohl ein bißchen übertrieben. Kommst du gerade von der Arbeit oder gehst du?“. „Ich gehe. Was machen den die zwei Schnarchnasen hier?“. „Hä?“. „Juska und Axu? Wart ihr gestern nicht bei Jussi?“. „Ja, aber wir sind nochmal fort und hierher war am nächsten. Die beiden wollten nicht mehr nach hause“. „Und an mich habt ihr natürlich nicht gedacht?“ . „Irgendwie kann ich dir heute morgen noch nicht so gut folgen“. „Ich habe auf dem Sofa geschlafen“. „Wieso den das?“. „Weil du die Wände zum wackeln gebracht hast und wie gesagt deine Alkoholfahne. Ist aber nicht so schlimm, weil ich kein Auge zubekommen habe“. „Ihr habt den Mörder gestern doch hoffentlich geschnappt? War´s Ranes Schwester? Muß wohl“. „Nein, sie war´s nicht obwohl ziemlich viel dahin gedeutet hat. Wir waren uns ziemlich sicher gewesen haben uns aber wieder mal geirrt“. „Verdammt. Was bedeutet das?“. „Das wir weiter suchen müssen. Deshalb muß ich jetzt auch los“. Sie ging und lies ihn in der Küche stehen. Sie hatte es einfach nicht übers herz gebracht ihm die Wahrheit zu sagen. Er würde es noch früh genug erfahren.

„Wir müssen eine Pressekonferenz geben“. „Ich weis aber diese wird um einiges unangenehmer werden als die letzte. Sagen wir 11 Uhr?“. „Ist gut. Wer macht das?“. „ich natürlich. Mich wagen die nicht so auseinander zu reißen“. „Also wir können das auch!“. „Das weis ich aber ich bin auch der leitende Ermittler in dem Fall“. „OK, was machen wir jetzt?. Die Eltern der beiden sind doch schon verständigt?“. Ja, ich habe vorhin mit den Kollegen                     aus Lahti und Helsinki gesprochen. Sie haben die Eltern informiert und sind auf dem Weg hier her. Man braucht 4 – 5 Stunden mit dem Auto, das bedeutet sie müßten jede Minute hier sein“. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Pavoo Rantanen stand in der Tür. „Die Eltern sind hier“. „OK, schick sie hier her“. Er ging wieder. Fünf Minuten später klopfte es wieder. „Ja“. Pavoo kam herein mit den Eltern von Hanna und Lauri. Janne war auch mitgekommen. „Wir glauben das nicht, wir wollen sie sehen“. „Erst mal möchte ich ihnen mein herzliches beileid aussprechen. Wir haben wirklich alles getan was wir konnten um das zu verhindern“. „Schnappen sie diesen Verrückten einfach, jetzt möchten wir aber unsere Kinder sehen“. „OK, ich bringe sie hin. Paavo du kannst gehen“. Alle schwiegen auf dem Weg zur Gerichtsmedizin. „Soll ich“, fragte der Gerichtsmediziner. Steffi nickte. Er zog das Tuch von den Gesichtern von Lauri und Hanna“. Frau Ahonen entfuhr ein Schrei. Ihr Mann mußte sie stützen. Frau Hakola brach in Tränen aus. „Wieso? Wieso mein Junge. Was hat er den getahn?“. „Frau Hakola. Ich weis wie schwer das ist für sie. Ich habe auch schon einen geliebten Menschen auf grausame weise verloren. Glauben sie mir ich tue nichts ungelassen um diesen Verrückten zu schnappen. Wir haben bisher auch noch kein Motiv gefunden was jemanden veranlaßt hat das zu tun. Aber wir reden besser in meinem Büro weiter. Kommen sie“.

Sie waren zurück im Büro von Hauptkommissarin Jarvilehto. „Aber sie müssen doch irgend einen Anhaltspunkt haben warum das passiert ist?“. „Das einzige was wir wissen ist das der Täter rächen will. Allerdings wissen wir nicht für was“. „Das ist doch absurd“. Janne hatte sich zum ersten mal zu Wort gemeldet. „Wer sollte sich an Ville, Mari, Lauri und Hanna rächen wollen. Kann mir nicht vorstellen das die irgend etwas angestellt haben was jemand dazu bringen würde“. „Wir müssen da auch Mari und Hanna ausklammern. „Die Rache galt wohl nur Ville und Lauri. Mari und Hanna waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Der Täter ist nicht zimperlich zu morden. Er scheint alles dafür zu tun das sein Plan aufgeht. Ich werde nicht eher ruhen bevor wir ihn haben“. „Ich weis, Matti hat mir erzählt das es keine bessere Ermittlerin gibt und ich glaube ihm. Ich wünschte ich hätte das irgendwie verhindern können“. „Woher solltest du den wissen das so was passiert. Matti weis übrigens noch nichts. Ich konnt´s ihm heute morgen nicht erzählen. Es weis noch niemand außer der Polizei und den Menschen in diesem Raum. Wir geben nachher eine Pressekonferenz“. Frau Hakola, hat ihr Sohn vielleicht irgend etwas von einer neuen Freundin erzählt? Wir wissen nämlich nicht in welcher Beziehung er mit Hanna stand. Oder weis sonst jemand etwas?“. Alle Schüttelten den Kopf. „Wissen sie mein Sohn erzählt mir nicht mehr alles aber ich hatte den Eindruck das er glücklich wirkte , als ich mit ihm das letzte mal telefoniert habe. Könnte schon sein“. „Haben sie noch irgend welche Fragen?“. „Ja, wann können wir sie beerdigen?“. „Sobald sie von der Gerichtsmedizin freigegeben wurden. Das kann aber noch etwas dauern. Ein paar tage ist normal, weil wir wirklich gründlich arbeiten müssen um nichts zu übersehen. Wir werden sie benachrichtigen“. „Das dachte ich mir. Wir sind vorerst im Cumulus“. Sie gingen bis auf Janne. „Ist Matti bei euch zuhause?“. „Ich denke schon. So schnell wird der kein Bein vor die Tür setzten. Haben gestern Frustsaufen gemacht. Ich kann´s ja verstehen. Jussi uns Axu sind wahrscheinlich auch noch da. Willst du hin? Du weist die wissen von nichts“. „Ich wird´s ihnen sagen“. „Bist du dir da sicher? Ich halte das für keine gute Idee“. „Es kommt doch so oder so raus. Außerdem brauche ich jemand zum reden“. „OK, du weist ja wo“. „Ja, bis später“. Janne ging. Sie mußte jetzt so langsam mal die Pressekonferenz vorbereiten.

Es klingelte an der Tür. Matti drehte sich um und drückte das Kissen auf´s Ohr. Er hatte keine Lust zum Aufstehen. Es klingelte wieder. Matti rührte sich nicht. Die Klingel ging wieder diesmal ziemlich penetrant. „Ist ja schon gut, ich komme. Wehe es ist nichts wichtiges“. Er machte die Tür auf und sah den Besucher erstaunt an. „Habe ich dich aus dem Bett geworfen? Tut mir leid. Dürfte ich reinkommen?“. Matti ging zur Seite. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Was machst du denn hier?“. „Nette Begrüßung aber ich bin aus einem traurigen Anlaß hier. Steffi hat mir gesagt das ihr noch nichts wißt“. „Von was redest du?“. „Das wüßten wir auch gerne“. Axu und Jussi standen plötzlich in der Türe. „Erstmal Hallo ihr beiden. Man ihr müßt aber ordentlich gebechert haben so wie ihr stinkt“. „Schon so nette Komplimente früh am morgen. Danke. Was führt dich nun her?“. „Wie gesagt keine schöne Sache. Die Polizei hat Lauri und Hanna gefunden?“. „Wie gefunden. Sie haben es geschafft? Das ist ja klasse!“. „Nein, Jussi haben sie nicht“. „Wie was meinst du?“. „Sie haben ihn gefunden aber ...“. Die Stimme versagte ihm und er bekam Tränen in die Augen. „was, was willst du damit sagen?“. „Nein, sag das daß nicht wahr ist!“. Das haben wir gleich. Matti nahm sein Handy und rief Steffi an. „Stimmt das was Janne sagt?“. „Ja, leider“. „Warum hast du heute morgen nichts gesagt?“. „Meinst du vielleicht das läßt mich kalt? Mir geht das sehr nahe und ich hab´s einfach nicht fertig gebracht es dir zu sagen, tut mir leid“. „Ist ... ist schon gut“. „Können wir später darüber reden? Am Telefon bringt das eh nichts. Wenn ihr wissen wollt was passiert ist. Um 11 gibt es eine Pressekonferenz“. „OK, hab dich lieb“. „Ich dich auch“. „Es stimmt also?“, schrie Jussi. Matti konnte nichts erwidern. Jussi rannte in der Wohnung herum und fluchte. Auf einmal blieb er abrupt stehen, sank auf den Boden und heulte. Matti ging zu ihm und nahm ihn in den Arm. Auch er konnte die Tränen kaum noch zurückhalten.  Es dauerte einige Zeit bis sich alle wieder beruhigt hatten. „Das ist alles so grausam. Ich kann das gar nicht fassen“. Alle nickten zustimmend. „Was hat deine Schwester damit zu tun, das habe ich noch nicht verstanden?“. Janne lies ein paar Sekunden verstreichen bevor er antwortete. „Sie ist auch tot“. „Was???. Aber das verstehe ich nicht. Wie? Wieso?“. „Ich verstehe das selber nicht so ganz“. Er war den Tränen nahe. „Die Polizei vermutet, das sie seine Freundin war und wie Mari bei Ville in die Quere gekommen ist. Der Witz an der ganzen Sache ist doch das sie unter Verdacht stand sie könnte die Mörderin sein“. „Das wird ja alles immer schöner. Ich weigere mich das einfach alles zu glauben. Ich kann nicht mehr einfach dasitzen und zusehen wie ein Freund nach dem anderen abgemurkst wird. Tut mir natürlich auch leid wegen deiner Schwester“. „Ist schon gut. Was schlägst du vor Juska? Die Polizei weis sicher mehr als wir und die haben den Täter auch noch nicht geschnappt“. „Keine Ahnung aber mir fällt schon noch was ein“. „Also Brüderchen mir gefällt das ganze auch nicht aber das hat keinen Sinn“. „Du willst also lieber hier sitzen und Däumchen drehen?“. „Natürlich nicht aber ich habe Vertrauen in meine Verlobte und du bringst dich sonst nur in Schwierigkeiten“. „Ich werde irgend was machen , keine Ahnung was aber mir fällt schon was ein“. „Also, ich brauch erst mal eine Dusche und ihr auch. Janne du kannst dich am Kühlschrank bedienen wenn du willst, ich bin gleich zurück“. Er ging ins Bad. „Ich glaub er hat recht. Ich bringe dich nach hause. Bleibst du hier Janne?“. „Ja, geht nur“. Jussi uns Axu gingen. Janne saß im Sessel und starrte vor sich hin.               

Wieso kamen ihr eigentlich immer irgendwelche Frauen in die Quere? Es ging ja nochmal gut aber sie mußte aufpassen. Sie würde erst wieder zuschlagen wenn absolut keine Gefahr bestand. Sie hätte gerne das Gesicht von Hauptkommissarin Jarvilehto gesehen als sie ihre Verdächtige Tot am Baum hängend vorfand. Aber leider war das Risiko zu groß gewesen sich dort aufzuhalten wegen den Spürhunden. Sie wußte schon wer als nächstes dran war. Sie hatte überlegt eine Person ihrer Liste hinzuzufügen, die mit der eigentlichen Sache gar nichts zu tun hatte. Es würde ihr große Freude bereiten. Mal sehen .....

Die Pressekonferenz war eine Katastrophe gewesen. Nicht weil die Journalisten einen zerrissen hätte. Hauptkommissarin Jarvilehto war Ohnmächtig geworden und vom Stuhl gefallen. Hauptkommissar Ari Ylönen hatte übernommen aber die Aufregung war groß gewesen. Hauptkommissarin Jarvilehto war bei den Presseleuten angesehen und man wußte es gibt niemand der Zäher ist und mehr Kraft hineinsteckt ein Verbrechen aufzuklären als sie. Dieser Schwächeanfall wurde als Zeichen gesehen das es sehr anstrengende und zähe Ermittlungen waren. Ari Ylönen hatte wirklich mühe die Presse unter Kontrolle zu halten. Am Ende hatte er alles gesagt was sie an die Presse weitergeben konnten und darum gebeten das alle die etwas wüßten das mit einer der 4 Personen zusammenhing der Polizei zu melden. Dann Beendete er die Pressekonferenz.

„Steffi alles klar?“. „Ja, man mir geht´s gut“. „Das sah vorhin aber anders aus?“. „Hannu was ist?“. Er hatte angefangen zu grinsen. Er beugte sich vor und flüsterte ihr etwas ins Ohr. „Ich glaube du hast sie nicht mehr alle. Das geht dich gar nichts an“. Du bist in kürzester zeit zwei mal in Ohnmacht gefallen und hast zwei mal gespuckt“. „Und?“. Ari und Mico gingen gerade ein Licht auf. „Gratuliere“. „Was? Hier gibt´s nichts zu gratulieren“. „Wir wissen alle das dich so schnell nichts umhaut“. „Ihr seid doch alle verrückt“. In dem Moment kam Matti hereingestürmt. „Alles klar mit dir Schatz“. Er machte ein sehr besorgtes Gesicht. „Ja, alles klar“. „Irgend was stimmt doch nicht. Du fliegst doch sonst nicht so einfach um“. „Über leg doch mal Brüderchen“. „Hannu halt endlich die Klappe. Würdet ihr so freundlich sein und alle aus meinem Büro verschwinden?“. „Oh, werden wir aggressiv. Noch ein Anzeichen für....“. „RAUS!“. Das ließen sie sich nicht zwei mal sagen. „Bist du schwanger?“. „Nein“. „Wie sicher ist das nein?“. „Ich weis es einfach, OK?“. „Nein nicht OK. Wann hattest du zuletzt deine Tage?". „Keine Ahnung“. „Du hast doch bestimmt ein Terminkalender wo das drin steht“. Steffi holte widerwillig den Kalender hervor und blätterte darin. „Oh“. „Was bedeutet dieses ‘oh‘ ?“. „Das ich 2 Wochen drüber bin aber das kann doch nicht sein. Wieso habe ich das nicht gemerkt?“. Aber sie bekam keine Antwort sondern einen leidenschaftlichen Kuß. Sie war völlig überrumpelt. „Aber, ich versteh das immer noch nicht?“. „Freust du dich denn nicht?“. „Doch natürlich, aber ich muß das erst mal verarbeiten. Ist noch nicht im Kopf angekommen“. „Du weist das ich dich über alles Liebe. Wir wollten doch Kinder auch wenn das ein bißchen Früher ist als geplant. Ich weis du hast viel zu tun aber schaffst du´s trotzdem mal zum Arzt?“. „Irgendwie bekomme ich das schon unter. Ich glaub das immer noch nicht... im positiven Sinne“. „Ich werde mal dann gehen und dich nicht weiter bei der Arbeit stören“. Aber bevor er ging gab er ihr noch mal einen Kuß.

Er hatte heute Nacht einen Alptraum gehabt, aber er konnte sich nicht mehr richtig erinnern. Irgend etwas schreckliches war passiert. Aber das hatte doch sicher nur mit den jüngsten Ereignissen zu tun. Irgend etwas sagte ihm doch das da mehr war. Ville und Lauri kamen auch in seinem Traum vor, daran hatte er sich erinnert. An den Rest konnte er sich ich nicht gut erinnern. Nur das sie jünger gewesen waren. War er auch im Traum aufgetaucht? Er wußte es nicht. Wenn das aber doch etwas zu bedeuten hatte? Sollte er zur Polizei gehen? Aber das war doch nur ein blöder Traum gewesen. Er beschloß das ganze zu vergessen.

„Wann ist eigentlich die Beerdigung von Ville und Mari?“. „Morgen um 13 Uhr. Das wird bestimmt echt schlimm. Eine menge Leute werden da sein“. „Steffi und die anderen Polizisten auch?“. „Ich weis das sie gerne kommen würde, aber es ist wichtiger diesen Verrückten zu schnappen“. „Kommen nicht oft die Täter zu den Beerdigungen der Opfer?“. „Keine Ahnung. Ich glaube nicht, das man diese ganzen Krimiserien mit der Realität vergleichen kann. Möglich ist es schon aber wie willst du bei der Menge an Leuten den Täter herausfischen?“. „Man braucht ja nur die zu finde, die unbekannt sind. Also keine Freund, Bekannte etc.“. „Woher willst du wissen das es ein Fremder ist?“. „Wer denn sonst?“. „Also, ich glaube das eher nicht. Irgend eine Verbindung gibt es da doch“. „Irgend eine Idee?“. „Nein, natürlich nicht“. „Wie lang willst du eigentlich bleiben? Wo sind Tiia und Mico eigentlich?“. „In Lahti. Ich wollte Mico da weit weg von haben. Wie lang ich noch bleibe weis ich nicht. Spätestens wenn wir Hanna mitnehmen können“. Janne machte ein sehr betrübtes Gesicht. „Aber zum Glück gibt´s ja auch noch gute Nachrichten“. „Ja, ich kann das noch gar nicht glauben. Keine Ahnung was da auf mich zukommt aber ich freue mich darauf“. „Glaub mir das ist das beste was die je passieren wird“. Er klopfte Matti auf die Schulter. „OK, ich muß mal an die frische Luft. Kommst du mit?“. „Ja, gute Idee“.

Es kamen einige Hinweise ein aber bisher nichts das weiterhalf. „Das gibt´s doch nicht“. „Der Täter macht eben keine Fehler“. „Aber jemand muß doch irgendwas gesehen haben“. „Ich glaube der Täter hat die Opfer persönlich gekannt, das macht es einfacher sie in eine Falle zu locken und für den Außenstehenden ist das normal beide zusammen zu sehen“. „Ja, aber dann müßte doch jemand trotzdem die beiden gesehen haben“. „Du vergißt, daß das menschliche Gehirn nur sehr wenig bewußt war nimmt. Überleg mal wie viele unterschiedliche Zeugenaussagen wir bekommen wenn einer älteren Frau die Handtasche geklaut wird?“. „Ja, da ist was dran“. In dem Moment klingelte das Telefon. „Hauptkommissarin Jarvilehto?“. „Ich habe da was zu den Morden zu sagen. Keine Ahnung ob ihnen das weiterhilft“. „Alles hilft uns, also bitte“. „Nun ja, ich habe in der Nacht als der erste Mord passiert ist, das Opfer gesehen“. „Wann?“. „Um 22 Uhr, ich bin nach Hause gefahren. Ich habe ihn nur aus dem Augenwinkel gesehen und gar nicht Richtig war genommen. Mir ist das gerade eben wieder eingefallen. Tut mir leid, aber ich bin ein alter Mensch. Sie wissen, das Gedächtnis“. „Das ist schon OK. Wo genau war das?“. „Er ist die Haapaniementie entlang gelaufen“. „Das ist eine wichtige Information, danke. Können wir kurz bei ihnen vorbeikommen um die Aussage aufzunehmen?“. „Gerne, ich bin zuhause“. Er gab ihr seine Adresse. „Ok, wir fahren da mal hin. Endlich tut sich was“.

Sie waren bei dem älteren Herrn gewesen um die Aussage aufzunehmen und fuhren dann weiter in die Haapaniementie. Seine Schwester Mari hatte er leider nicht gesehen. Sie fingen an Leute in der Nähe zu befragen aber dabei kam nichts heraus. Die Gegend war ein Park und da standen keine Wohnhäuser. Sie wollten schon gehen als Hauptkommissarin Jarvilehto aus dem Augenwinkel etwas bemerkte. Sie ging darauf zu. Es war ein Penner der sich vor ihnen im Gebüsch versteckt hatte. Er wich zurück. „Hallo, wir wollen ihnen nichts tun sondern nur eine Auskunft“. „Ich weis von nix“. Sie griff in ihren Geldbeutel und holte 20 Euro heraus. Hören sie. Wir suchen nach einem Mörder und wir wollen nur wissen ob sie einen von diesen Personen gesehen haben“. Sie zeigte ihm die Fotos. „Ich habe keine Ahnung von nix“. Sie gab ihm die 20 Euro. „Jetzt mehr Ahnung?“. „Ich sagte doch...“ Sie gab ihm nochmal 5 Euro. „Also den da, den habe ich gesehen und die da auch“. „Wo und wann?“. „Das muß vor ein paar tagen gewesen sein aber ich weis nicht wann. Keine Ahnung was heute für ein Tag ist. Der Typ ist ziemlich zielstrebig gelaufen und die andere ist ihm nachgeschlichen. Er ging da vorne um die Ecke. Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß. Ich habe ihn aus den Augen verloren“. „Die anderen beiden haben sie nicht gesehen?“. „Nein leider nicht aber mir ist da gerade noch was eingefallen“. „Was?“. „Jetzt ist es mir wieder entfallen“. „Sie gab ihm nochmal 5 Euro. „Also, ich habe gesehen wie sie in das erste Haus da vorne ist“. „Danke sie haben uns sehr geholfen“. „Immer zu Diensten“.

Sie gingen zu dem besagten Haus. „Am besten wir klingeln einfach mal bei jemandem“. „Super Einfall Hannu. Dann mach mal“. Er drückte auf die unterste Klingel. „Ja, wer ist da?“. „Hallo. Wir sind von der Polizei. Wir möchten sie nur kurz was fragen“. „Das kann ja jeder behaupten“. „Ich schmeiße meinen Ausweis in den Briefkasten und sie können bei der Polizei anrufen ob es mich wirklich gibt“. „Ist ja schon gut“. Die Tür öffnete sich. Sie gingen hinein. Die Wohnungstür war gleich neben der Treppe. Es stand eine ältere Frau in der Türöffnung und blickte sie aus einer Mischung von Neugier und Mißtrauen an. „Hallo, ich bin Hauptkommissarin Stephanie Jarvilehto. Das sind meine Kollegen. Es geht um die Morde von denen sie sicher schon gehört haben. Können sie mir sagen ob sie einen von den Opfern hier gesehen haben?". „Nein, das hätte ich doch schon längst gemeldet“. „Es ist so das jemand gesehen hat wie eines der Opfer hier ins Haus ist in der Mordnacht. „Wann war das? Als dieser Junge und seine Schwester ermordet wurden?“. „Ja, genau“. „Tut mir leid aber ich habe nichts gehört“. „Ist ihnen irgend etwas komisch vorgekommen? Uns kann jedes Detail helfen. Hat vielleicht jemand draußen geredet?“. „Nein, warten sie da war etwas. Jemand hat geklingelt und zwar jede Klingel. Aber bevor ich reagieren konnte war die Tür auch schon auf. Jemand wollte wohl gerade das Haus verlassen. Ich habe nur ein ‘hoppla‘ gehört und jemand ging die Treppen ziemlich schnell hinauf. Als ich durch den Spinnt geschaut habe war die Person weg“. „Sie haben nicht zufällig gesehen wer da nach draußen ist?“. „Könnte der Herr Huuskonen aus dem ersten Stock gewesen sein aber ich bin mir nicht sicher“. Danke, sie haben uns sehr geholfen“. Sie gingen in den ersten Stock. „Da Matti Huskonen“. Hannu klingelte. „Ja, wie kann ich helfen“. „Hallo ich bin Wachtmeister Hannu Hautamäki. Wir haben von ihrer Nachbarin gehört, das sie vor ein paar tagen mit einer jungen Frau zusammen gestoßen sind an der Haustür. Das war eine der Opfer in diesem Mordfall. Können sie uns etwas dazu sagen?“. „Ja, stimmt. Jetzt erinnere ich mich wieder. Sie hat mir die Tür fast ins Gesicht geknallt, aber Richtig gesehen habe ich sie nicht. Sie war die Treppe hochgerannt bevor ich überhaupt wußte was los war. Ich hatte keine Ahnung. Das ist echt schlimm“. „Sie brauchen sich keine Vorwürfe machen. Haben sie in letzter zeit vielleicht irgend etwas ungewöhnliches bemerkt?“. „Nein, leider nicht. Obwohl ich habe am Tag später gesehen wie jemand 2 ziemlich große aufgewickelte Teppiche herunter getragen hat“. „Wer hat die getragen?“. Ein paar Männer von einem Umzugsunternehmen. Es wurden auch ein paar andere Sachen heruntergetragen“. Haben sie jemand gesehen der nichts mit dieser Firma zu tun hatte?“. „Nein, leider nicht“. „Ich habe einen der Männer gefragt wer den auszieht. Er meinte Frau Häkkinen aus dem 3. Stock. Ich fand das ungewöhnlich, den ich habe noch nie etwas von dieser Frau gehört. Ich habe auch nicht gewußt das die Wohnung wieder vermietet worden war. Das ist die Wohnung rechts oben. Ich kenne den Vermieter allerdings nicht. Das sind eigentlich Eigentumswohnungen. Die Wohnung hat jemand gekauft und einfach vermietet“. „Danke, sie haben uns sehr geholfen. Können sie uns noch den namen dieser Firma sagen?“. „Das freut mich. Ich hoffe sie bekommen den Kerl. Die Firma hieß Tikkurila Oy“. Er ging wieder in seine Wohnung. „Wenn ich das mal nicht einen großen Fortschritt nenne“. „Dann laßt uns mal in der Wohnung nachsehen“. Sie gingen nach oben in den 3.Stock. Da ist kein Namensschild“. „Ist mir unten auch nicht aufgefallen. So ein Name springt einem ins Auge“. Sie klingelten aber niemand öffnete. „Nun?“. Steffi holte ihr Handy heraus und rief in der Zentrale an. Könnt ihr mal versuchen herauzufinden ob eine Frau Häkkinen in der Hermanninaukio 3 gemeldet ist. Wenn nicht Versucht herauszufinden wo die abgeblieben ist“. „Verstanden“. „Und was machen wir jetzt?“. „Uns einen Dursuchungsbefehl besorgen und diese Umzugsfirma anrufen“.

Sie hatten den Durchsuchungsbefehl bekommen. Von der Umzugsfirma haben sie erfahren das die Frau wollte, das sie alles auf den Schrottplatz bringen bis auf die 2 Teppiche. Ein junger Mann habe sie abgeholt. Die Frau war nie erschienen. Sie hatte alles Telefonisch abgewickelt. Der Beschreibung nach könnte es Lauri gewesen sein. „Aber das machte doch keinen Sinn. Wieso sollte er das tun?“. Steffi antwortet nicht. Sie war tief in ihre Gedanken versunken. „Doch, es gibt eine Möglichkeit“. „Und die wäre?“. „Erpressung“. „Was denn für eine Erpressung?“. „Vielleicht hatte der Mörder Hanna in seiner Gewalt und gedroht wenn er nicht macht was ihm gesagt wird geht es ihr an den Kragen. Aber jetzt laß uns erst mal diese Wohnung durchsuchen“. Sie standen wieder vor dem Reihenhaus. Sie hatten auch den Vermieter angerufen und der hatte behauptet die Wohnung nicht weitervermietet zu haben. Er wartete schon vor der Wohnung auf sie. „Hallo. Danke, das sie so schnell kommen konnten“. „Keine Ursache“. Er schloß die Wohnung auf. Sie war komplett leer geräumt. „Wie sah sie denn aus, als sie die Wohnung zum letzten mal gesehen haben?“. „Viel stand nicht drin. Er hat gemeint er bräuchte das Zeug nicht mehr und der Nachmieter kann die Möbel behalten. Wenn nicht gewünscht läßt er sie auf seine Kosten entsorgen. Er hat im Lotto gewonnen müssen sie wissen“. „Haben sie eine Anzeige aufgegeben?“. „Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen. Aber woher wußte der Täter das die Wohnung frei geworden war?“. „Das ist eine gute Frage. Die Spurensicherung wird gleich kommen. Sie können gerne gehen aber dann brauchen wir einen Schlüssel“. „Ich stehe ihnen sicher doch nur im Weg. Außerdem Klauen kann man ja eh nichts mehr. Ich werde ihnen den Schlüssel überlassen“. Kaum war er gegangen traf die Spurensicherung ein. „Hallo. Ich möchte das ihr jeden cm der Wohnung unter die Lupe nehmt. Da muß doch was zu finden sein“. „Wir werden unser bestes tun“. „Danke, Jarno, ich weis das zu schätzen. Wir stehen halt ein bißchen unter Zeitdruck“. „Sobald ich was habe melde ich mich“. „Gut, bis dann“. Hauptkommissarin Jarvilehto und die anderen Kommissare gingen zurück ins Präsidium. Die Befragung der restlichen Nachbarn hatte nichts neues zu tage gefördert.

„Hallo, schatz bist du da?“. „Ich bin am Eßtisch“. „Na was machst du denn da?“. „Ein bißchen im Internet surfen. Du kommst gerade richtig. Ich habe hier einen Artikel auf Englisch den ich nicht so richtig verstehe und für jemand der Englisch studiert dürfte das doch kein Problem sein“. Tiita schmunzelte. „Also, so schwierig ist Englisch echt nicht wenn man sich mal richtig damit beschäftigt. Laß mal sehen“. Sie laß sich den Artikel durch. „Was willst du denn damit?“. „Irgend was muß ich ja tun. Ich kann nicht einfach nur so dasitzen“. „Ich glaub nicht das es besonders Hilfreich ist wenn du anfängst Detektiv zu spielen. Das ist der Job deiner Schwägerin, der übrigens nicht ganz ungefährlich ist falls du das vergessen haben solltest Juska“. „Schau mich nicht so an, ich weis was ich tue“. „Nein, das weißt du eben nicht!“. „Du wirst mich nicht davon abbringen“. „Wetten doch“. Sie beugte sich zu ihm rüber und gab ihm einen leidenschaftlichen Kuß. „Hmm....spatz nicht jetzt“. Er befreite sich aus ihrer Umarmung. „Muß ich Steffi anrufen damit sie dir die Leviten ließt?“. „Mach was immer du willst, ich muß jetzt gehen“. Er schnappte sich seinen Autoschlüssel, gab Tiita im vorbeigehen einen Kuß und verließ die Wohnung.

Sie waren gerade dabei alle Informationen die sie gesammelt hatten zusammen zu tragen, als ein Handy klingelte. „Ich glaub das ist deins“. Steffi nahm das Gespräch an. „Ja?“. „Hallo, ich bin´s Tiita. Ich wollt dir nur sagen, daß dein Schwager völlig durchdreht. Er meint er müsse Detektiv spielen“. „Was genau hat er vor?“. „Genau, weis ich es auch nicht. Er hat im Internet ein bißchen recherchiert von wegen Tips für den Laien“. „Oh man, ich habe gewußt das so was passiert aber eigentlich hat er ja auch gar nichts in der Hand wo er sich mit in Gefahr bringen könnte. Ich rede mit ihm keine Sorge“. „Gut, auf mich hat er nämlich nicht gehört und die Ablenkungsmethode hat auch nicht funktioniert“. „Oh, dann nehme ich ihn mir besser gleich vor. Eine Ahnung wo er hin ist?“. „Nein“. „Gut, ich kümmere mich drum aber jetzt muß ich auflegen“. „Ist gut, man sieht sich“. Ihre Kollegen sahen sie verwundert an. „Hab ich das richtig mitbekommen, mein Brüderchen versucht unseren Job zu machen?“. „Ja, aber damit habe ich gerechnet. Er hat 2 von seinen besten Kumpels verloren“. „Und was hast du nun vor dagegen zu tun?“. Sie antwortete nicht, sondern nahm ihr Handy. „Hallo Masa, wo bist du gerade?“. „Wir waren etwas spazieren an der frischen Luft und sind jetzt im Rosso. Was gibt´s?“. „Dir ist nicht zufällig dein Bruder über den Weg gelaufen?“. „Ich nehme an du meinst Juska. Nein, wieso?“. „Weil es besser wer er hätte einen Babysitter“. „Was hat er angestellt?“. „Noch nichts, aber er versucht meinen Job zu machen“. „Ach herrje. Wir versuchen ihn mal aufzustöbern. Wenn wir ihn gefunden haben binden wir ihn an einen Stuhl fest, dann kann er nichts mehr machen“. „Das ist Freiheitsberaubung. Ich bin sicher dir fällt da was besseres ein“. „Kannst du nicht mal ein Auge zudrücken“. „Nein, also meld dich wenn ihr in habt OK?“. „Können wir ein paar Spürhunde haben, dann geht´s schneller“. „Matti ich hab jetzt keine Zeit für solche Witze. Ich muß auflegen. Hab dich lieb“. „Ich dich auch“. Sie probierte Jussi anzurufen aber der ging nicht ran sondern die Mailbox. „Jussi, hier ist deine Schwägerin. Es wäre besser wenn du uns den Job machen lassen würdest, wir wissen was wir tun. Es bringt niemandem etwas wenn du dich auch noch in Gefahr begibst. Denk mal an Tiita, die macht sich sorgen um dich. Meld dich bitte. Tschuß“. Es klopfte an die Tür. „Ja?“. „Hallo Steffi. Entschuldige die Störung aber da ist ein junges Mädchen das dich unbedingt sprechen will. Es hat aber nichts mit dem Mord zu tun. Sie sagt sie bräuchte die beste Ermittlerin die es gib´t sagt aber nichts genaueres“. „OK, ich komme wir sind hier eh fertig“. Sie gingen nach vorne zur Rezeption. Da stand ein junges Mädchen und als sie sie kommen sah fing sie an zu lächeln. „Hallo. Wie kann ich dir helfen?“. „Ich muß jemanden finden und da ich mir keinen Privatdetektiv leisten kann dacht ich mir ich geh zur Polizei dein Freund und Helfer“. „Das ist schön, das du das denkst. Wenn vermißt du denn?“. „Ich vermisse niemanden. Ich kenn die Person nicht aber ich muß sie finden“. „Wie wär´s wenn du mir jetzt mal genau sagst was los ist“. „Ich suche meinen Papa, meinen richtigen“. „Oh, ich verstehe. Aber ich glaube die im Jugendamt können dir da besser helfen“. „Nein, da war ich schon. Die wissen nicht wer mein Papa ist“. „Deine Mutter kannst du nicht fragen?“. „Die ist kurz nach meiner Geburt gestorben. Ich wohne in einem Heim“. „Das tut mir leid. Weist du wir haben gerade mächtig viel zu tun. Du hast bestimmt davon gehört“. „Ja ich weis. Sie schnappen ich bestimmt. Aber dann haben sie doch zeit und können mir helfen. Ich habe hier diesen Brief. Das ist alles was ich von meiner Mutter besitze“. Sie reichte ihr einen ziemlich zerfledderten Brief. „Weist du was. Ich mach mir da mal eine Kopie davon aber wirklich damit befassen kann ich mich erst später damit. Wie heißt du eigentlich?“. „Sari Vikkula, und ich bin 10 Jahre alt“. „Gut, komm mit“. Sie machte eine Kopie des Zettels und gab dem Mädchen eine Cola. „So, jetzt mußt du aber wirklich gehen. Mach dir mal keine sorgen, wir bekommen das schon heraus“. „Da bin ich mir sicher“. Sie umarmte die Hauptkommissarin und ging. „Da scheint dich ja jemand ins herz geschlossen zu haben“. „Klappe, Hannu“. „Was wollte sie denn nun?“. „Ist jetzt nicht wichtig, wir müssen einen Mörder fassen. Du gehst jetzt schön noch mal alle Aussagen durch, vielleicht haben wir was übersehen“. Hannu zog grummelnd von dannen. Sie ging in ihr Arbeitszimmer. Erst wollte sie die Kopie des Briefes in die Schublade legen, aber dann überwältigte sie doch die Neugier.

Hallo meine liebe Tochter,

wenn du das liest werde ich nicht mehr leben. Es tut mir leid dich so im Stich gelassen zu haben, aber ich konnte einfach nicht mehr weiterleben. Ich bin mir sicher du bist eine starke Person und schaffst es auch ohne mich zurecht zu kommen. Ich weiß, das ist feige aber du hast es besser ohne mich. Falls du dich fragen solltest wer dein Vater ist kann ich dir das leider nicht genau sagen und ich will auch nicht, das du ihm je begegnest also such erst gar nicht nach ihm. Er ist Abschaum genauso wie seine feinen Kumpels. Bitte Verzeih mir!

Deine Mutter              

Also wenn sie den Text richtig interpretierte, dann wird’s sehr schwer den Vater zu finden. Hörte sich nach einer Vergewaltigung an. Vielleicht gibt´s ja irgendwas in den Archiven aber es mußte warten. Sie stand auf und ging um das weitere Vorgehen mit den Kollegen zu besprechen.

Der restliche Tag brachte leider keine weiteren Erkenntnisse. Die Spurensicherung hatte kein Glück gehabt. Es war alles fein säuberlich geputzt worden. Es wurden keine Fingerabdrücke noch DNA in irgend einer Form gefunden. Es war sehr frustrierend. Hauptkommissarin Jarvilehto hatte allen gesagt nach hause zu gehen und ein bißchen zu schlafen. Bevor sie ging rief sie bei Tiita an. „Ist dein Hetzblatt inzwischen wieder aufgetaucht?“. „Nein, ich mache mir langsam sorgen“. „Der kommt schon wieder. Mach dir keinen...“. Die Tür flog auf. „Schau mal wenn ich hier mitgebracht habe“. Vor ihr stand Matti breit grinsend mit einem etwas verärgerten Jussi. „Du kannst mich los lassen, ich renn schon nicht weg“. Matti ließ ihn los. „Was soll ich damit?“. Steffi hatte ihm ihr Handy entgegengehalten. „Das ist Tiita am anderen Ende“. Jussi zögerte. „Mach schon, sie hat sich wirklich sorgen gemacht“. Er nahm das Handy. „Hallo Schatz, ich...“. „BIST DU VON ALLEN GUTEN GEISTERN VERLASSEN!!!!“ ,brüllte sie. „Entsch...“. „Ich habe mir solche sorgen gemacht, du Dummkopf. Wo hast du dich bloß herumgetrieben“. „Ich glaub ist besser wenn wir das nachher klären. Tut mir leid, aber du mußt mich verstehen“. „Nein, ich verstehe es nicht. Die Polizei macht das sicher besser als du. Was hast du dir bloß gedacht???“. „Ich hab´s ja kapiert. Ich mach das wieder gut versprochen“. „Gut, aber komm erst mal nach hause“. „OK, bin schon auf dem Weg süße“. Er beendete das Gespräch und gab Steffi das Handy zurück. „Ich geh dann mal besser“. „Ja, mach das aber wehe ich höre du hast einen Umweg gemacht“. Sie sah ihn drohend an. Er erwiderte nichts sondern ging einfach. „Da fällt mir was ein von wegen Wiedergutmachung“. „Von was redest du?“. Matti schaute sie fragend an. „Wegen wem mußte ich letzte Nacht auf dem Sofa schlafen?“ „Oh das, also gut überredet. Ich laß mir was einfallen“. „Das will ich auch hoffen. Wo hast du ihn denn nun aufgegabelt?“. „Bei Lauri in der Wohnung“. „Dann hat er sich einer Straftat schuldig gemacht denn da war ein polizeiliches Siegel an der Tür. Aber ich glaube, ich kann ein Auge zudrücken“. „Er war auch bei Ville gewesen. Hat er mir gesagt“. „Hat er die auch gesagt, ob er irgend was gefunden hat, was wir übersehen haben?“. „Nein, er saß ziemlich deprimiert am Boden“. „Gut, laß uns gehen es ist schon spät. Ich brauche etwas schlaf“.

5.Kapitel

Sie konnte nicht richtig schlafen. Aus irgend einem Grund ging ihr der blöde Brief und das Mädchen nicht aus dem Kopf. Matti lag neben ihr und schlief. Sie stand leise auf und ging in die Küche. Sie kramte im Medizinschränken und fand das gesuchte. Ein paar Tropfen Baldrian sollten helfen. Sie ging wieder zurück ins Bett und schlief auch ein. Allerdings hatte sie unruhige Träume und war am nächsten Morgen alles andere als Erholt. „hast du nicht gut geschlafen, schatz“. Sie erwiderte nichts sondern ging in die Küche. Matti trottete ihr hinterher. „Ich glaub ich mach erst mal eine starken Kaffee für mich und du bekommst einen Schwarztee“. „Danke, spatz“. Sie ging zum Kühlschrank. In dem Moment klingelte es an der Tür. „Herrgott kann man nicht mal in Ruhe frühstücken“. „Ich geh schon“. Matti ging zur Tür. Es stand ein ziemlich verschüchterter Junge vor der Tür. „Hallo. Wie kann ich dir helfen?“. „Ähm, ich soll das hier abgeben“. Er hielt Matti einen Umschlag hin. Er nahm ihn. „Von wem ist....“. Aber der Junge hat schon kehrt gemacht und rannte davon. Matti ging zurück in die Küchen. „Was war nun?“. „Hier, ich glaube der ist für dich“. Sie nahm ihm den Umschlag aus der Hand und öffnete ihn. Ein Zettel kam zum Vorschein.

Bereit für eine neue Runde? Ich bin diesmal sogar so freundlich euch vorzuwarnen, aber das wird euch nichts nützen....

„Hat man jetzt nicht mal zu hause ruhe vor den Verrückten?!“. „Aber das bedeutet doch...“. „Ja das wir uns sputen müssen sonst muß noch jemand dran glauben“. „Das glaub ich einfach nicht. Der Typ muß ja völlig Verrückt sein. Ich frag mich was Ville und Lauri so böses getan haben sollen“. „Das genau ist der Punkt. Die dritte Person muß auch was damit zu tun haben“. „Moment mal. Könnte das nicht auch Jussi sein?“. „Theoretisch gesehen schon“. „Oh Gott. Du mußt ihn in Gewahrsam nehmen bis ihr den fall gelöst habt“. „Ich glaube da hat dein Bruder was dagegen“. „Ich mach glaube ich mal einen Rundruf ob irgend jemand fehlt“. „Das bringt nichts. Der Täter hat noch nicht wieder zugeschlagen“. „Ach stimmt ja“. „Fang du jetzt nicht auch noch an Eigeninitiative zu zeigen. Es reicht wenn ich Jussi unter Kontrolle halten muß“. „Nein, ganz bestimmt nicht. Versprochen“. „Gut, ich muß jetzt gehen und diesen Verrückten einfangen“. „Aber du hast doch kaum was gegessen“. „Ich habe keinen Hunger. Ich esse später was in der Kantine“. Sie stand auf, gab Matti einen Kuß und ging.

„Schatz, ich muß jetzt wirklich gehen. Ich muß ein Referat halten und will mir das nochmal vorher anschauen“. „Na gut, wann kommst du wieder?“. „Kann ich noch nicht sagen. Es werden einige Referate gehalten und sowas kann sich ziehen. Ich ruf dich an“. Sie gab ihm einen Kuß und ging Richtung Tür als es klingelte. „Wer ist denn das um diese Uhrzeit?“. Sie machte die Tür auf. „Was willst du denn hier?“. „Danke, Tiita für die nette Begrüßung. Darf ich rein kommen?“. Sie trat zur Seite. Jussi kam um die Ecke. „Hey man, alles klar?“. „Ja“. „Und was verschafft mir die Ehre? Willst du Babysitter spielen? Das brauchst du nicht“. „Genaugenommen will ich das“. „Sag mal spinnst du? Ich kann selber auf mich aufpassen“. „Ich will nicht das dir was passiert“. „Das hatten wir doch gestern schon. Ich hab´s kapiert“. „Da hat sich allerdings was geändert“. „Was zum Henker meinst du damit?“. „Das du der nächste auf der Liste sein könntest“. „Also jetzt red mal Klartext bitte“. „Es gibt Hinweise darauf das noch ein Mord passieren könnte. Der Mörder scheint´s irgendwie auf deinen Freundeskreis abgesehen zu haben“. „Jetzt red mal keinen Stuß. Außerdem ist das auch dein Freundeskreis. Wer sagt das du nicht der nächste bist?“. „Dann wäre es ja am besten ihr paßt gegenseitig auf euch auf, ich muß jetzt wirklich gehen“. Beide hatten vergessen das Tiita noch da war und sahen sie Verdutzt an. „Mir behagt das nicht gehen zu müssen nachdem was ich gerade gehört habe, aber mir bleibt wohl keine Wahl“. Sie gab Jussi einen Kuß und ging. „Was soll das heißen? Ich hab nichts angestellt, das jemanden veranlassen könnte mir nach dem leben zu trachten“. „Meinst du ich vielleicht?“. „Wir wissen aber auch gar nicht was die wirklichen Motive von dem Mörder sind“. „Also jetzt hör schon auf Matti“. „Ich bleib auf alle Fälle in deiner Nähe, da kannst du machen was du willst“. „Also ich geh jetzt duschen, du kannst machen was du willst“. Jussi drehte sich nochmal herum. „Mir fällt gerade ein, war Steffi schon beim Arzt?“. „Arzt?“. „Sie ist doch schwanger, oder? Da sollte man mal zum Arzt gehen“. „Nein. Bei dem Streß den sie gerade hat auch kein Wunder“. „Wie wär´s wenn du gehst und sie zum Arzt schleppst anstatt mich hier zu belästigen“. „Entschuldige das ich mir sorgen mache. Stört dich das überhaupt nicht das jemand aus unserem Freundeskreis bedroht ist“. „Doch natürlich. Ich habe mir darüber schon so dermaßen den Kopf zerbrochen, aber ich verstehe es einfach nicht“. „Mir geht´s ja genauso“. „OK, ich geh jetzt duschen und danach gehen wir mal an die frische Luft. Ich halt´s hier nicht mehr aus“.    

Er hatte heute Nacht wieder schlecht geträumt. Aber irgendwie bekam er den Traum nicht zu fassen. Und dann dieser komische Brief heute morgen. Sollte er sich mit ihr treffen? Neugierig war er schon....

Die Ermittlungen gingen schleppend voran. Sie kamen einfach nicht richtig weiter. Es kamen zwar immer noch Hinweise herein aber nichts mit dem sie etwas anfangen konnten. Es ging langsam auf 13 Uhr zu. „Sollen wir eigentlich auf die Beerdigung?“. „Ich gehe hin das genügt.  Ihr kommt doch hier alleine zurecht. Ich muß vorher nur noch mal kurz woanders vorbei“. „Wo denn?“. „Das ist eine Privatangelegenheit, die aber erledigt werden muß. Wird nicht lange dauern“. „Gut, bis später“.

Wie befürchtet waren sehr viele Menschen zur Beerdigung erschienen. Es war eine sehr traurige Stimmung. Die ganze Zeremonie in der Kirche dauerte eine halbe Stunde. Der Pfarrer hatte eine sehr bewegende Predigt gehalten. Die Särge wurden hinaus getragen. Kaum einer wagte etwas zu sagen. Als die Särge hinuntergelassen wurden brach Frau Kantee weinend zusammen. Ihr Man hatte kaum die Kraft sie zu stützen und so eilten ihre Geschwister bei um zu helfen. Es dauerte sehr lange bis jeder am Grab vorbeiging um Blumen hineinzuwerfen und der Familie ihr Beileid zu bekunden. Auch Hauptkommissarin Jarvilehto war gekommen und ging nun auf Frau Kantee zu. „Hallo Frau Kantee. Ich möchte ihnen auch im Namen meiner Kollegen mein Beileid aussprechen“. „Danke. Schnappen sie einfach nur diesen Verrückten, ja?“. „Wir arbeiten sehr hart und tun unser bestes. Ich werde nicht eher ruhen bevor ich den Mörder habe“. „Das ist schön zu hören. Ich würde sie ja zum Leichenschmauß einladen aber ich denke sie müssen arbeiten“. „Danke für die Einladung aber wie gesagt wir müssen einen Mörder schnappen“. „Schade das es hierzulande die Todesstrafe nicht mehr gibt“. Die Hauptkommissarin ignorierte die Bemerkung und verabschiedete sich. Sie ging zu Matti und den anderen. „Was ist denn daran dran das der Verrückte schon wieder jemand im Visier hat?“. „Das hier ist nicht der geeignete Ort um darüber zu diskutieren Jussi aber es könnte sein ja. Deshalb sollten alle in nächster zeit einfach mal ein bißchen Vorsichtiger sein“. „Wie stellst du dir das vor? Sollen wir uns zuhause einschließen“. „Nein Axu aber man kann einfach ein bißchen mehr Umsicht walten lassen. Ich muß jetzt aber wieder gehen“. Bevor sie ging nahm sie aber Matti bei Seite. „Ich war vorhin beim Arzt. Ist alles in Ordnung so weit“. „Beim Frauenarzt?“. „Ja, wo denn sonst. Aber laß uns heut abend darüber reden, OK. Ich wollt´s dir nur mal sagen“. „Das ist schön zu hören. Gibt einem ein bißchen Hoffnung an einem Tag wie diesem“. „Ich muß jetzt aber wirklich gehen“. Sie gab ihm einen Kuß und eilte davon.

Als sie zurück ins Präsidium fuhr war sie in Gedanken. Sie hatte ihm nicht alles gesagt aber die Beerdigung war auch kaum der richtige Ort gewesen um das zu besprechen. Im Grunde war ja auch alles in Ordnung nur... naja sie werden das schon irgendwie hin bekommen.

„Sagt mal habt ihr nicht auch irgendwie ein mulmiges Gefühl. Ich mein da ist jemand hinter irgend jemanden von uns hinterher“. „Jetzt sie mal nicht gleich so schwarz. Steffi hat das im Griff. Ich bin sicher sie schnappt den Irren vorher. Aber ich muß auch leider schon wieder gehen. Ich hab nur frei bekommen für die Beerdigung. Wir sind mit den Referaten noch nicht durch“. „Wie lang dauert das noch?“. „Keine Ahnung, ich melde mich“. Sie gab ihm einen Kuß und ging. „Glaubst du wirklich deine zukünftige Angetraute schafft das?“. „Wenn jemand dann sie. Und Tiita hat recht. Wen wir alle ein bißchen wachsamer sind in nächster zeit wird schon nichts passieren“. „Also ich brauche das nicht weil ich mir nichts zu schulden kommen habe lassen“. „Ich glaub das denkt hier jeder von sich“. „Wißt ihr was, ich habe keine Lust mehr darüber zu diskutieren. Wie wär´s mit einer Runde Bier um auf Ville und Mari anzustoßen?“. Alle nickten zustimmend.

Er war tatsächlich gekommen. Damit hatte sie nicht gerechnet gehabt. Das war fast schon zu einfach gewesen aber wie gut das man sich auf die menschliche Neugier verlassen kann. „Nicht wahr mein lieber?“. „Was soll der Quatsch. Ich habe dir nichts getan!“. „Halt den Mund!“. Sie verpaßte ihm eine Ohrfeige. Danach klebte sie ihm den Mund zu und ging.

Hauptkommissarin Jarvilehto war gerade dabei die weiteren Hinweise zu sichten die hereingekommen waren als es klopte. „Herein“. Es war die Dame von der Rezeption. „Das ist gerade reingekommen. Ich dacht ich bringe es ihnen sofort“. Sie hatte einen braunen Umschlag in der Hand. „Danke Pia“. Sie nahm den Umschlag und öffnete ihn. Wie vermutet kam ein Zettel zum Vorschein der nichts gutes verhieß.

Menschen sind doch so leichtsinnig

Sie ging damit zu den anderen. „Was hat das schon wieder zu bedeuten?“. „Das wir uns sputen müssen“. „Ich kapiere das nicht“. „Hannu man muß auch zwischen den Zeilen lesen können. Das bedeutet so viel wie das jemand in ihre Falle getappt ist“. „Woher willst du das wissen?“. „Wir müssen einfach mal davon ausgehen“. „Dann machen wir doch einfach mal einen Rundruf und sehen wer fehlt“. „Mir behagt das nicht aber ich glaube fast das uns nichts anderes übrig bleibt. Am besten ich rufe Jussi an und der klappert seine Freunde ab“. Sie wählte seine Nummer. „Hallo Steffi. Hast du dich verwählt?“. „Nein. Eigentlich machen wir sowas nicht, aber da es brennt und ihr ja sowieso wißt das was im Busch ist hätte ich ne Bitte an dich“. Jussi schaltete sehr schnell. „Jemand verschwunden?“. „Wir befürchten es ja und es wäre gut wenn du mal deinen näheren Freundeskreis abklappern könntest“. „Das brauch ich nicht weil der Komplett hier sitzt. Wir sind nach der Beerdigung einen trinken gegangen“. „OK, ich hab die Vermutung das es vielleicht mit etwas zu tun hat das in der Vergangenheit passiert ist. Könnte ja sein das die Person nicht mehr so eng mit dir befreundet ist“. „Das kann schon sein aber ich wüßte echt nicht was die beiden getan haben sollten, daß jemand veranlaßt sie umzubringen“. „Du glaubst gar nicht was da für Motive zutage kommen. Tu mir den gefallen und sag den anderen das es besser wäre das nicht herumzutratschen denn sonst haben wir morgen eine nette Zeitungsschlagzeile“. „Das will keiner von uns. Wir wissen das du deinen Job gut machst“. „Danke, den muß ich jetzt auch weiter machen“. Sie legte auf. „Und jetzt?“. „Ich habe in den neuen Hinweisen nichts gefunden was uns weiterhelfen könnte“. „Hat man inzwischen die Sachen auf dem Schrottplatz gefunden die die Frau wegbringen hat lassen?“. „Ja ist bei der Spurensicherung in der Analyse. Hoffentlich ergibt das was“. Alle machten ein niedergeschlagenes Gesicht. „Jetzt hört mal, ich weis es ist alles sehr verzwickt aber wir werden das schaffen also ein bißchen mehr Motivation wenn ich bitten darf“. Das half wie immer. Mico machte sich auf den Weg um bei der Spurensicherung vorbei zu schauen, Ari und Hannu nahmen sich den Aktenstapel vor der sich inzwischen angesammelt hatte. Steffi ging in ihr Zimmer um erst mal ihre Gedanken zu sammeln. Sie war in Gedanken versunken als plötzlich jemand klopfte. Sie schrak hoch. „Ja“. „Entschuldigung. Ich soll von Staatsanwalt Kari Hartikainen anfragen wie´s um die Ermittlungen steht“. „Wie heißen sie?“. „Ähm .... Minna Pertinen“. „Wie lange sind sie schon hier?“. „Heute ist mein erster Arbeitstag“. „Wirklich? Dann gebe ich ihnen mal einen gut gemeinten Rat. Der Herr Staatsanwalt ist nicht befugt sie in der Gegend herumzuscheuchen. Das darf der Kriminaldirektor oder ihr direkter Vorgesetzter. Aber da ich nicht will das er sie zur Schnecke macht am ersten Tag teilen sie ihm doch bitte mit wir tun unser bestes und er bekommt einen schriftlichen Bericht. Und Willkommen hier“. „Danke, das ist schön aus ihrem Munde zu hören“. Steffi runzelte die Stirn. „Ihr Ruf eilt ihnen voraus“. „Ich mach nur meine Arbeit wie jeder andere auch“. „Aber keiner macht sie so gut wie sie“. „Da wir uns wahrscheinlich noch öfters über den weg laufen dutzen wir uns doch. Ist mir lieber“. „Ist noch was?“. Minna Petrinen hatte sich nicht vom Fleck bewegt. „Ähm.... mir ist da vorhin einer entgegen gekommen. Blondes Haar, 1.80, grüne Augen .... ähm“. „Das ist Hannu Hautamäki aber ich denke du wirst es schaffen dir die Telefonnummer selber zu besorgen“. Minna Petrinen lief scharlachrot an und ging hinaus mit einem gemurmelten ‘Tschüß‘. Steffi lehnte sich zurück. Hübsch sah sie ja aus. Naja das müßte Hannu selber entscheiden falls sie sich wirklich trauen sollte. Sie legte die Füße hoch auf den Schreibtisch weil ihr der Kreislauf ein bißchen zu schaffen machte. Dabei fiel versehentlich ein Zettel auf den Boden. Sie hob ihn auf. Es war der Brief den sie von dem Mädchen hatte. Darum konnte  sie sich jetzt wirklich nicht kümmern und legte ihn weg. Aber irgendwas an dem Brief lies sie nicht los. Sie verdrängte ihn mit aller Gewalt aus ihren Gedanken. Es klopfte wieder an der Tür. Ja?“. Hannu kam herein. „Ist das ne neue Marotte von dir um zu zeigen wer der Boss ist?“. „Nein, das ist wegen meinem Kreislauf“. „Was? Ist alles in Ordnung? Du solltest heim gehen und dich ausruhen“. „Das kann ich mir nicht leisten. Wir haben Arbeit“. Er wollte etwas erwidern aber ihr Blick ließ ihn verstummen. „Weswegen bist du gekommen?“. „Wir haben bisher nichts gefunden was uns weiterhelfen könnte. Wer war den die Frau die mir gerade entgegen kam. War rot wie ne Tomate im Gesicht“. „Das ist eine neue Arbeitskollegin. Der Herr Staatsanwalt hat sie zu mir geschickt um zu fragen wie´s denn so mit den Ermittlungen steht und das an ihrem ersten Tag“. „Dieser Drecksack“. „Kannst sie ja trösten gehen“. Hannu schaute sie verwirrt an. „Ich kann mir schon selber ne Freundin suchen, danke“. „Das weis ich auch aber laß uns mal zurück zu wichtigeren Dingen kommen ....“ Ihr Handy pipste und sie nahm es. „Eine SMS aber ich kenne die Nummer nicht“. „Dann schau halt einfach mal nach. Hat sich einer wohl nur vertippt“. Sie öffnete die SMS. „Nein ganz und gar nicht“. Sie zeigte sie ihm.

Es scheint ja nicht so gut für euch zu laufen ... da bin ich aber enttäuscht

„Da will uns wohl einer veräppeln“. „Das ist mir egal. Mich beunruhigt was ganz anderes“. „Was?“. Er schaute sie fragend an. „Benutz mal dein Hirn“. Aber er schaute sie weiter fragend an. „Mensch Hannu. Steh ich im Telefonbuch?“. „Nein“. Und da traf ihn die Erkenntnis wie ein schlag. „Aber woher....?“. „Ganz genau. Woher hat er meine Nummer, die ist nämlich Geheim. Sonst wäre ich ja nur noch am rumstreiten mit Journalisten“. „Wie bekommt man so eine Nummer trotzdem raus?“. „Da gibt´s sicher Möglichkeiten sonst würden einem ja keine Meinungsforscher anrufen. Habe erst letzte Woche einen zusammengeschissen. Am besten ich rufe bei der Telefongesellschaft an“. Sie rief dort an. „Hallo, hier ist Hauptkommissarin Jarvilehto. Ich muß eine Nummer überprüfen“. „OK, wir rufen sie gleich zurück“. Das war die Standardprozedur um zu vermeiden das man Informationen an unbefugte gibt“. Als ihr Telefon klingelte nahm sie ab. „Hallo. Um welche Nummer geht es?“. Sie gab ihr die Nummer. „Tut mir leid aber das ist ein prepaid Handy da haben wir keine Kundeninformation“. „Verdammt. Aber sie können es lokalisieren wenn es an ist?“. „Ja, das können wir. Da muß ich mit der Technikabteilung telefonieren. Ich rufe sie zurück aber das dauert ein paar Minuten“. „Gut, ich hab noch eine Frage. Wie ist es möglich das man eine Geheimnummer herausbekommt?“. „Die Nummern sind ja alle bei uns gespeichert aber die sind gut gesichert. Da dürfte eigentlich keiner rankommen“. „Und warum rufen dann Meinungsforscher bei mir an?“. „Wir geben die Nummern auf jedenfalls nicht heraus. Ich rufe sie gleich wieder an, OK“. „Gut, danke“. „Hannu hol du die anderen“. „Bin schon unterwegs“.

Sie waren alle in Steffis Arbeitszimmer versammelt. Leider war das Handy ausgeschaltet und konnte deshalb nicht Lokalisiert werden. „Ich bin ziemlich sicher das die Person dich kennen muß. Als Privatperson bekommt man nicht so leicht eine geheime Nummer heraus“. „Ich weis nicht. Die Person scheint nicht dumm zu sein sonst hätten wir sie schon längst“. „Ja aber sie hat ja auch extra ein Handy benutzt mit dem man sie nicht ausfindig machen kann“. Ihr Handy pipste. Steffi sah nach. „Komisch die Nummer kenn ich auch nicht“. Sie öffnete sie.

Wo hab ich wohl deine Nummer her...Fragen über Fragen

„Der meint er könnte uns auf der Nase herumtanzen“. Steffi antwortete nicht sonder rief bei der Telefongesellschaft an. „Ich habe noch eine Nummer für euch“. Es folgte die gleiche Prozedur wie vorhin. „Moment diese Nummer ist ein Vertragshandy. Ich faxe ihnen die Daten“. „Gut, danke“. Sie legte auf und nahm ihr Handy. Sie tippte eine SMS aber es kam nichts zurück. „Hannu gehst du mal bitte und holst das Fax?“. Er ging aus dem Raum und kam 2 Minuten später. „Laß mal sehen“. Er gab ihr das Fax. Sie gab die Daten in den Computer. „Das dachte ich mir schon. Ist als gestohlen gemeldet. Wir fahren da mal hin“.

Sie klingelten. „Ja, wer ist da?“. „Hallo Herr Manninen. Ich bin Hauprkommissarin Jarvilehto. Ich bin wegen ihrem Handy hier“. Die Tür wurde geöffnet. „Hallo Herr Manninen. Das hier ist mein Kollege Ari Ylönen. Können wir kurz hereinkommen?“. „Haben sie mein Handy gefunden?“. „Glauben sie zwei Hauptkommissare würden vor ihrer Tür stehen um ihr Handy zurück zu bringen. Wir würden gerne drinnen mit ihnen weiter reden“. Er bat sie herein. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Kann ich ihnen einen Kaffe anbieten?“. „Nein, danke. Es wäre gut wenn sie uns genau schildern könnten wie ihnen das Handy geklaut wurde“. „Aber ich verstehe nicht was daran so wichtig ist wenn sie es nicht gefunden haben“. „Ich kann ihnen die Gründe leider nicht näher erläutern“. „Aus ermittlungstechnischen Gründen?“. „Genau“. „Gut. Aber viel kann ich nicht sagen. Ich habe die Person nicht gesehen die es mir geklaut hat. Ich war im Schwimmbad und habe gerade meine Haare geföhnt. Meine Tasche stand daneben an der Wand. Mich hat ein Arbeitskollege angesprochen ob ich ihm Geld wechseln kann für das Schließfach. Ich habe meinen Geldbeutel herausgeholt und mich zu dem Mann gedreht. Ich war mit dem Rücken zu meiner Tasche und da muß es wohl passiert sein. Glauben sie mir ich hab versucht mich an die Personen zu erinnern die an mir vorbei sind, aber ich konnte es nicht“. „Und das war vor 3 Wochen gewesen?“. „Ja. Ich habe übrigens auch meinen Kollegen gefragt ob er etwas gesehen hat aber er hat auch nichts gesehen“. „Gut, danke für ihre Hilfe“. „Tut mir leid das ich ihnen nicht mehr helfen konnte“. „OK, wir möchten sie dann auch nicht weiter stören“. Sie gingen und fuhren zurück ins Präsidium.

„Noch eine Sackgasse das ist ja unglaublich“. „Fast. Wir haben zumindest die Erkenntnis , das der Täter Handys klaut und sie nur einmal benutzt weil er weis das man ihn zurückverfolgen könnte. Das weis kaum jemand. Wichtiger ist allerdings die Tatsache das er meine Nummer kennt. Das Problem ist ich glaube nicht das es jemand ist dem ich mal meine Nummer gegeben habe, denn die haben nur wirklich gute Freunde oder Arbeitskollegen also ihr“. „Aber das wissen hilft uns immoment trotzdem nicht weiter , oder?“. Nein, aber es ist trotzdem schon etwas“. „Gut, sag uns was wir jetzt machen sollen“. Sie kam nicht dazu zu antworten weil ihr plötzlich schlecht wurde. Sie rannte aufs Klo. Dort stieß sie mit Minna Petrinen zusammen. Sie ignorierte sie und ging in eine Kabine. Als sie herauskam stand die neue Kollegin noch da. „Alles OK mit Ihnen?“. „Ja, wir waren doch schon bei du, oder?“. „Was falsches gegessen?“. „Ist nur der Streß“. „Schon klar. Ziemlich komplizierter Fall aber du schaffst das schon“. „Wie sieht´s denn mit der Telefonnummer aus?“. „Oh, für sowas bin ich zu schüchtern“. „Der beißt nicht ,aber ich muß jetzt wieder gehen“. „Ja, ich sollte auch wieder an die Arbeit. Du hattest übrigens recht mit dem Staatsanwalt. Ziemliches Arschloch“. „Ja, laß dir von dem einfach nichts bieten. Er versteht sein Fach aber menschlich ist er ne miese Nummer. Also, Tschüß“. „Tschüß“. Steffi ging wieder zurück zu ihren Kollegen.

Der restliche Tag verlief ohne Ergebnis. Als Steffi heim kam war es schon spät. Matti lag auf dem Sofa und war eingeschlafen. Der Fernseher lief noch. Sie machte ihn aus und weckte ihren Verlobten. „Hallo Schatz. Wie spät ist es?“. „Sehr spät. Tut mir leid aber du weißt ja“. „Wißt ihr wer als nächstes dran ist?“. „Nein leider nicht aber wir werden alles Mögliche daran setzten das wir den Täter vorher fassen“. „Das weis ich. Wie geht es dir?“. „Gut, die üblichen Schwangerschaftsbeschwerden halt“. Sie setze sich neben ihn. „Du solltest ins Bett gehen. Siehst ziemlich müde aus“. „Ja aber vorher will ich dir noch etwas zeigen“. „Sie griff in ihre Handtasche. „Das hier ist dein Nachwuchs“. Sie gab ihm die Ultraschllbildaufnahemen“. „Ich kann das immer noch nicht glauben und erkennen darauf kann ich schon gar nichts“. „Hase. Da gibt´s noch eine Kleinigkeit die ich dir auf dem Friedhof nicht gesagt habe. „Nein alles in Ordnung das ist es nicht“. Matti hatte ein sehr besorgtes Gesicht gemacht. „Es ist nur .... naja ... könnte sein daß das mehr als nur eins ist“. „Was?“. „Ja aber wir müssen die 10. Woche abwarten, weil sich da das Herz bildet“. „Zwillinge?“. Matti sah ziemlich geschockt drein. „Nein, Drillinge“. Er sah Steffi ungläubig an. „Aber der Arzt meinte wir müssen das abwarten. Es kann auch sein, das da am Ende nur eins bei rauskommt. Mir wär aber lieb wenn wir das vorerst für uns behalten könnten. Matti sah sie mit feuchten Augen an. „Weißt du eigentlich das du das beste bist was mir je passiert ist?“. Jetzt bekam auch Steffi feuchte Augen. „Das ist schön zu hören. Das gleiche kann ich von dir sagen. Wir schaffen das schon". „Ja, ganz bestimmt“. Er beugte sich zu ihr und gab ihr einen zärtlichen Kuß. „So, jetzt sollten wir aber wirklich ins Bett.

6.Kapitel

Steffi wachte 5 Minuten bevor der Wecker klingelte auf. Ihr war speiübel und so ging sie ins Bad. Aber Übergeben mußte sie sich nicht. Sie ging in die Küche und trank etwas Wasser. Das half ein bißchen. Sie hoffte die ersten 3 Monate schnell herumzubekommen. Das sollen ja die schlimmsten sein. Im Schlafzimmer begann der Wecker zu klingeln. Ein paar Minuten später tauchte Matti in der Küche auf. „Guten Morgen Schatz“. Er gab ihr einen Kuß. „Was machst du schon auf?“. „Ich bin nur kurz bevor der Wecker los ging aufgewacht“. „Wie geht´s dir?“. „Paßt schon. Spatz ich weis du meinst es nur gut, aber ich bin nur Schwanger und nicht Todkrank. Ich komm schon damit klar“. „OK, ich versuch mich zurückszuhalten aber das ist nicht einfach“. „Ich weis ja. Wenn was ist dann sag ich das sofort. Versprochen“. „Gut, dann Frühstücken wir mal. Was willst du?“. „Müsli“. Er stellte alles auf den Tisch. Sie schüttet das Müsli in die Schüssel, dann die Mich darauf und nahm einen Löffel. „Da fehlt was“. Sie stand auf, ging zum Schrank mit den Lebensmitteln. Sie nahm die Smarties, setzte sich wieder und lehrte etwas davon in die Schüssel. Matti konnte sich gerade noch einen Kommentar verkneifen aber seinem Gesicht war anzusehen was er dachte. Leider sah das auch Steffi und binnen Sekunden landete die Schüssel samt Inhalt auf seinem Kopf. Sie saß mit verschränkten armen da und funkelte Matti böse an. Der nahm sich die Schüssel vom Kopf und beugte sich zu ihr rüber. „Findest du das jetzt witzig?“. „Ja“. „Ich auch“, grinste sie an, gab ihr einen Kuß und ging Richtung Bad. Sie saß völlig verdutzt auf dem Stuhl und hatte sich auch nicht gerührt als er wieder zurück kam. Er gab ihr abermals einen Kuß. „Ist doch nicht schlimm. Sind ja nur deine Hormone und nicht du. Ich bin dir nicht böse“. Sie schaute etwas beschämt. „Ich glaub es ist besser wenn ich jetzt gehe bevor du dich noch mal umziehen mußt“. „Jetzt sei nicht albern“. „Außerdem haben wir einen kniffligen Fall zu lösen. Da fällt mir ein ich muß noch Janne anrufen. Seine Schwester kann beerdigt werden und Lauri auch“. Es trat eine bedrückte Stimmung ein. „Wenn du willst mach ich das. Ich wollt sowieso noch mit ihm reden“. „Gut wenn du meinst. Wenn er irgendwas wissen will soll er mich anrufen“. „OK, also wir sehen uns wohl nicht vor heute abend?“. „Wahrscheinlich nicht. Wenn der Fall geklärt ist werde ich erst mal Urlaub einreichen“. „Das ist gut. Also bis später“. Sie verabschiedeten sich mit einem Kuß.

Er versuchte Janne anzurufen aber es ging niemand ran und auf die Mailbox wollte er nicht sprechen. Er beschloß zu ihm ins Hotel zu fahren. Er hatte ihm angeboten bei ihnen im Gästezimmer zu schlafen aber er wollte das nicht. Er ging zur Rezeption des Hotels. „Entschuldigung, ich würde gerne zu Janne Ahonen. Welche Zimmernummer ist das?“. Die Rezeptionsdame schaute nach. „Zimmer 101 im ersten Stock“. „Danke. Er ging die Treppe hoch und klopfte an die Tür“. Es machte niemand auf. Er probierte es nochmal auf dem Handy aber nichts. Er ging wieder an die Rezeption. „Entschuldigen sie nochmal. Es geht niemand an die Tür. Können sie vielleicht mal anrufen?“. „Ja, klar kein Problem“. Aber auch sie hatte kein Glück. „In welchen Zimmer ist seine Mutter?“. „Zimmer 102. Ich rufe mal an“. Diesmal hatte sie Glück. „Sie erwartet sie“. „OK, danke“. Er ging wieder nach oben und klopfte an der Tür. „Herein“. Er trat ein. „Hallo Frau Ahonen. Entschuldigen sie das ich störe aber ich wollte dringend mit Janne reden aber er ist nicht da“. Sie legte die Stirn in Falten. Er wollte gestern nach der Beerdigung noch etwas erledigen. Ich war sehr müde und bin früh ins Bett gegangen. Eigentlich müßte er in seinem Zimmer sein. Ich hab den Zweitschlüssel, laß uns mal nachsehen“. „Sie gingen ein Zimmer weiter und sie schloß auf, aber Janne war nicht da. „Das ist komisch. Normal hätte er mir Bescheid gegeben“. „Vielleicht hat er ja einfach nur frische Luft gebraucht und wollte sie nicht wecken“. „Ja, kann sein. Ach übrigens falls sie mir das wegen Hanna sagen wollten ich hab schon mir ihrer Frau geredet“. „Sie ist noch nicht meine Frau“. „Aber so gut wie. Ich geh dann mal wieder zurück in mein Zimmer. Wenn er auftaucht sage ich ihm Bescheid“. Sie verabschiedeten sich.

Irgendwie gefiel ihm das alles nicht. Er fragte sich ob er Steffi anrufen sollte aber was konnte sie schon tun. Ihn zur Fahndung ausschreiben lassen? Das war absurd. Aber trotzdem. Irgend etwas mußte er tun. Da fiel ihm etwas ein. Steffi hatte mal gesagt das man jemand mit dem Handy ausfindig machen kann. Er beschloß doch zu ihr zu fahren.

Der Tag hatte so begonnen wie der gestrige. Sie hatten nicht wirklich etwas in der Hand. Sie gingen Hinweisen aus der Bevölkerung nach aber ohne Erfolg. Steffi saß an ihrem Schreibtisch über Zeugenaussagen gebeugt. Es klopfte an die Tür aber sie nahm es nicht wahr. Es klopfte wieder und abermals keine Reaktion. Die Tür wurde geöffnet und Matti trat herein. Er ging zu Steffi. „Hallo Schatz, so schnell sieht man sich wieder“. Sie fuhr erschrocken hoch. „Man du kannst mich doch nicht so erschrecken“. „Ich habe zwei mal geklopft aber du hast nicht reagiert“. „Echt? Ich war ziemlich in Gedanken versunken gewesen. Was gibt´s“. „Ich habe Janne nicht erreicht und im Hotel ist er auch nicht. Mich beunruhigt das. Seine Mutter hat gesagt sie hätte ihn seit der Beerdigung nicht mehr gesehen. Er hatte noch was erledigen wollen“. „Da gibt´s bestimmt eine Erklärung dafür. Ich kann mir nicht Vorstellen das er was mit der Sache hier zu tun hat“. „Du hast doch mal gesagt man könne jemand ausfindig machen mit dem Handy“. „Ja, wenn es an ist funktioniert das wie ein Peilsender. Nicht so genau wie bei GPS natürlich aber ausreichend. OK, ich weis schon was du sagen willst. Wir werden versuchen ihn so zu finden aber mehr können wir nicht tun. Du kannst ja mal mit Jussi und den anderen Reden ob die ihn gesehen haben“. „Gut, ich geh dann mal wieder“. Er gab ihr einen Kuß und drehte sich um. Dabei stieß er mit Hannu zusammen. „Wo kommst du denn auf einmal her?“. „Entschuldige aber ich Arbeite hier“. „Im Büro von meiner Verlobten?. Hast du nicht ein eigenes Zimmer?“. „Sehr witzig Brüderchen“. Matti wollte etwas erwidern aber Steffi fuhr dazwischen. „Jungs laßt das wir haben wichtigeres zum tun“. Matti ging ohne ein weiteres Wort. „Was wollte der denn?“. „Er war wegen Janne da“. „Welchem Janne?“. „Ahonen“. „Was ist mit ihm?“. „Er ist verschwunden“. „Was meinst du mit verschwunden?“. „Masa wollte mit ihm reden aber er ist nicht im Hotel und seine Mutter hat ihn seit der Beerdigung gestern nicht mehr gesehen“. „Aber dann ist er es womöglich der als nächstes dran ist“. „Wir sollten nicht vorschnell Urteilen. Vermutlich hat er einfach nur ein bißchen Zeit für sich gebraucht. Ich werde Versuchen ob man ihn über seine Handynummer lokalisieren kann“. „Sollen wir ihn denn nicht zur Fahndung ausschreiben lassen?“. „Nein. Wir können doch nicht gleich jeden zur Fahndung ausschreiben nur weil er nicht zu erreichen ist. Falls er der nächste sein sollte würde das sowieso nichts bringen“. „Warum?“. „Erst denken dann reden. Wenn er in den Fängen des Mörders ist, wird er sicher nicht auf der Straße herumlaufen“. „Stimmt“. „Ich ruf mal bei der Telefongesellschaft an“. Sie rief an und gab ihnen die Nummer. Gehen wir mal zu den anderen.

Jussi tat sich immer noch schwer damit zu glauben was passiert ist. Er stieg in die Dusche um einen klaren Kopf zu bekommen. Wer um alles in der Welt sollte so etwas tun wollen. Vor allem Ville und Lauri das kann doch nicht wahr sein. Mari und Hanna natürlich nicht zu vergessen, die nur sterben mußten weil sie im Weg gewesen waren. Wer ist bloß so grausam und kaltblütig?“. Er fuhr zusammen als zwei Hände ihn plötzlich berührten. „Man Schatzi  hast du mich erschreckt“. „Scheint als müßt da jemand abgelenkt werden“. Er konnte nicht antworten, denn sie küßte ihn leidenschaftlich. „Oh die Ablenkung gefällt mir“. Eine halbe Stunde später saßen sie im Wohnzimmersessel. Tiita schmiegte sich an Jussi. „Was machst du überhaupt hier? Ich dachte du hättest Uni?“. „Die ist ausgefallen“. „Gut so“. Er wollte sie gerade Küssen als es an der Tür klingelte. „Wer stört den nun“. „Geh einfach nicht hin“. „Es klingelte wieder“. Jussi stand auf, ging zur Tür und öffnete. „Ach du bist´s. Ich hoffe es ist wichtig, weil du nämlich störst“. „Darf ich reinkommen?. Er trat wiederwillig beiseite und sie gingen ins Wohnzimmer. „Hallo Tiita“. „Hallo. Solltest du nicht lieber nach deiner Verlobten schauen?“. „Ich seh schon ich bin hier nicht willkommen, aber da ihr eure Klamotten noch anhabt stör ich ja nicht und es dauert nicht lange“. Er wante sich an Jussi. „Sag mal wann hast du Janne zum letzten mal gesehen?“. „Welcher Janne , ich kenne mehrere“. „Ahonen“. „Auf der Beerdigung wieso?“. „Weil er verschwunden ist“. „Was?“. „Ja ist seit der Beerdigung nicht mehr gesehen worden“. „Du glaubst doch nicht etwas das ... nein“. „Ich habe einfach nur ein ungutes Gefühl“. „Weis Steffi davon?“. „Ja , ich war gerade bei ihr“. „Dann sollten wir am besten mal Tiia anrufen. Ihr hat er bestimmt gesagt wo er steckt“. „Und was wenn nicht? Dann haben wir sie auch beunruhigt“. „ich finde es ein Versuch ist es wert“. „Wie du meinst“. Er rief Tiia an. „Hallo?“. „Hallo Tiia hier ist Jussi. Wie geht´s dir?“. „So weit OK, aber du rufst doch bestimmt aus einem Grund an“. „Ja, mal eine Frage. Wann hast du das letzte mal mit Janne telefoniert?“. „Gestern, wieso?“. „Weil ich ihn nicht erreichen kann und naja wir sind hier alle ein bißchen sensible nachdem was passiert ist aber ich denke er will einfach nur für sich sein und mit niemandem Reden“. „Also ich hab gestern nach der Beerdigung mit ihm geredet“. „Hat er gesagt was er vorhat?“. „Nein, wir haben nur darüber gesprochen das ich nachkomme wenn Hanna beerdigt wird“. „Ich dachte sie wird ihn Lahti beigesetzt?“. „Nein, das Familiengrab ist in Kuopio. Jannes Großeltern kommen aus Kuopio“. „OK, Tiia. Wir melden uns sobald wir was wissen“. Er legte auf. „Und jetzt?“. „Ich rühr mal die Buschtrommel“.

Eine halbe Stunde später waren sie alle im Café versammelt. „Was soll das heißen Janne ist verschwunden?“. „Er ist seit gestern Nachmittag nicht mehr gesehen worden und es ist ja wohl so das wieder einer gekidnappt worden ist“. „Das ist doch alles nicht zu fassen! Was hat Janne bitte mit der ganzen Sache zu tun?“. „Das verstehe ich auch nicht. Ich mein gut Ville und Lauri waren befreundet gewesen aber Janne?“. „Redet ihr über mich?“. Alle blickten sich um. Da stand Janne der sie verwundert anschaute. „Oh Mann du hast uns einen Schrecken eingejagt, aber setzt dich erst mal. Wo hast du denn gesteckt?“. Janne der immer noch nicht so genau wußte was los was setzte sich. „Was ist hier los?“. „Du bist seit gestern Nachmittag nicht mehr gesehen worden und da wohl wieder jemand in den Klauen diese verrückten ist haben wir uns halt Sorgen um dich gemacht“. „Ich hab nur ein bißchen Zeit für mich gebraucht“. Matti holte das Handy heraus und wählte Steffis Nummer. Er teilte ihr mit das die Sache sich erledigt hatte. „Ist ja auch egal. Du bist ja wieder da“. „Ist es Sicher das jemand vermißt wird?“. „Ja, aber Steffi hat uns gebeten das nicht herumzuerzählen“. „Schon klar. Ich geh mal besser ins Hotel zu meiner Mutter. Ändern können wir daran leider auch nichts“. Er ging. „Und was ist wenn wir da selber ein bißchen Recherchieren?“. „Du willst doch nicht schon wieder Detektiv spielen?“. „Was ist da schon dabei? Kann ja nichts passieren“. „Ach ja? Und was ist falls du wirklich durch einen sehr dummen Zufall dem Täter zu nahe kommst? Du weißt das er nicht zimperlich ist“. „Ich passe schon auf mich auf“. „Jussi das ist kein Kinderspiel, das ist ernst. Laß das jemand machen , der was davon versteht“. „Ich werde aber verrückt wenn ich nur Däumchen drehe“. „Wie wär´s wenn wir alle eine Runde Volleyball spielen gehen, da kannst du dich austoben“. „Jussi er hat recht“. Er gab ein grummelndes OK zurück. „Gut treffen wir uns vor der Halle in einer halben Stunde“. Als Matti gegangen war beugte sich Jussi zu Axu. „Von dir hätte ich am wenigsten erwartet das du den Schwanz einziehst“. „Hab ich auch gar nicht vor. Ich fänd´s Aufregend ein bißchen Detektiv zu spielen, aber du solltest deinen Bruder in dem Glauben lassen das du´s nicht tust. Was galubst du was Steffi und Tiita mit dir machen wenn die das erfahren. „Dann bin ich so gut wie Tod“. „Eben“. „Dann hast du gerade meinen Kopf gerettet“. „So sieht´s aus. Wir sollten uns aber so langsam auf die Socken machen“.

Matti hatte sie angerufen das Janne wieder aufgetaucht war. Das war gut für Janne aber irgend jemand anderes war immer noch in Gefahr. Außerdem machte sie sich Sorgen um Jussi aber sie konnte ja nicht den ganzen Tag Aufpasser spielen. Das klingelnde Telefon riß sie aus ihren Gedanken. „Ja?“. „Jarno von der Spurensicherung. Ich habe gute Nachrichten und dachte ich sag´s der Cheffin persönlich“. „Was habt ihr gefunden?“. „Fingerabdrücke“, sagte er voller Stolz. „Es war nicht einfach aber wir konnten einen Abruck machen“. „Ich bin schon auf dem Weg“. „Sie legte  auf. Auf dem Weg zur Spurensicherung sammelte sie ihre Kollegen ein. „Hallo Jarno. Dann zeig uns mal dein Fundstück“. „Er hielt ihr den Abdruck unter die Nase. „Sehr gut gemacht. Wir jagen das gleich mal durch den Computer“. Doch leider war der Abruck nicht im Register. Von den Opfern war er auch nicht den das hatten sie auch überprüft. „Das hätte mich auch ehrlich gesagt gewundert“. „Wieso?“. „Weil meiner Meinung nach unser Täter kein gewöhnlicher Krimineller ist sondern es genau auf die Opfer abgesehen gehabt hat“. „Könnte es nicht auch ein Abdruck von den Arbeitern sein, die die Möbel weggebracht haben?“. „Nein. Es wurde uns gesagt das alle Handschuhe getragen haben um sich nicht zu verletzten. Außerdem wären dann mehr als nur ein Abdruck drauf. „Da hast Frau Hauptkommissarin wohl recht“. „Aber das ist trotzdem schon mal ein ordentlicher Fortschritt“. Sie gingen zurück in das Besprechungszimmer.

Sie hatten zwei Stunden Volleyball gespielt. Es gab einige blaue Flecken und auch eine blutige Nase, denn manche hatten ihren Emotionen der vergangenen Tage freien Lauf gelassen. Vellu der die blutige Nase hatte war früher gegangen aber nicht ohne versucht zu haben Axu auch eine zu verpassen. Dieser hatte ihn nämlich mit der Faust getroffen, als sie beide gleichzeitig nach dem Ball hechteten. Die anderen hatten ihn gerade noch davon abhalten können. Nach dem sie geduscht hatten gingen sie getrennte Wege. Axu und Jussi zogen gemeinsam von dannen, was Matti überhaupt nicht gefiel. Er nahm es Jussi nicht ab das er nicht Privatermittler spielen wollte, aber was sollte er machen. Er ist für sich selber Verantwortlich. Er beschloß nach hause zu fahren.

Er war gerade etwas eingenickt als das Handy klingelte. „Ja?“. „Matti du mußt mir einen Gefallen tun“. „Hannu? Was ist los?“. „Steffi macht uns hier noch alle verrückt. Alle fünf Minuten redet sie davon wie gerne sie jetzt eine Schwarzwälder Kirschtorte haben möchte. Sie hat mich auch schon losschicken wollen eine zu holen aber Ari meinte die Ermittlungen seien wichtiger. Kannst dir Vorstelen wie die Stimmung hier gerade ist. Naja und da du ja für das Problem verantwortlich bist kannst du es auch beheben“. „nd wenn ich keine Lust dazu habe?“. „Matti, bitte du mußt“. „Gut, aber dann schuldest du mir was“. „Geht klar, danke“. „Schon recht“. Er legte auf.

„Er macht´s also?“. „Ja“. „Gut, lange halte ich das hier nicht mehr aus. Wenn Ari nicht wäre, hätten wir das Problem schon längst gelöst“. „Er ist der einzige der es wagt ihr zu widersprechen, aber das war schon Mutig von ihm gewesen“. „Ich glaube eher das rührt von woanders her“. „Was meinst du?“. „Er mag sie“. „Das blicke ich jetzt nicht“. „Mann Hannu. Sie ist ja nicht ganz unattraktiv“. „Du meinst er mag sie auf eine andere weise?“. „Jetzt hast du´s auch geschnallt. Und sie ist Schwanger von einem anderen der sie bald heiratet. Ich glaube allerdings nicht das Steffi das bewußt ist“. „Da muß er sich halt mit abfinden. Ist nicht die einzige schöne Frau die rumläuft“. „Apropos was macht den deine schöne Frau?“. „Von was redest du den nun schon wieder?“. „Der wo du vorhin hinterhergeschaut hast. Ich glaub sie mag dich, weil sie nämlich Rot angelaufen ist“. „Laß das mal meine Sorge sein“. Ari betrat das Zimmer. „Wie wär´s mit ein bißchen Arbeiten und weniger tratschen“. Er ging wieder hinaus. „So ein Sackgesicht“.

Steffi saß an ihrem Schreibtisch und war übel gelaunt. Es klopfte an der Tür. „Herein“, brummte sie. Ari kam herein und setzte sich auf den Besucherstuhl. Er wollte ein Wort sagen aber sie lies ihn nicht. „Ari, ich geh mal davon aus das wir beide Erwachsene Menschen sind also laß den Quatsch in Zukunft. Glaub nicht, das ich nicht gemerkt hätte, das du mehr für mich empfindest wie Freundschaft. Aber ich kann das leider nicht erwidern. Wenn das aber hier auf das Arbeitsklima schlägt ist das nicht gut und ich kann das nicht dulden. Hör zu, mir ist deine Freundschaft wirklich wichtig aber mehr ist einfach nicht drin und wir sollten wie Erwachsene damit umgehen“. „Du hast recht und es tut mir leid. Wenn du willst hohl ich die deine Torte“. „Ich glaub das ist nicht nötig. Ich hab bestimmt alle so verrückt gemacht das Hannu schon jemanden einen Auftrag gegeben hat eine zu besorgen“. „Gut, ich geh dann mal wieder“. „Was wolltest du eigentlich hier?“. „Nur stunck machen aber das hat sich ja erledigt“. Er grinste sie an. Es klopfte an die Tür. „Ich glaub das ist deine Lieferung“. Er ging zur Tür und öffnete sie. Matti kam herein mit einem großen Stück Schwarzwäldertorte. „Gott sei dank bist du da. Gib ihr das Ding bloß schnell“. Er ging hinaus. Matti ging zu Steffi und gab ihr einen Kuß. „Bitteschön ihr Kuchen“. Er stellte die Torte auf den Tisch. „Und als Nachspeise hätten wir das hier anzubieten“. Er stellte ein Glas Essiggurken auf den Tisch. „Oh danke, das ist echt lieb von dir. Wie lange mußte Hannu flehen bis du´s gemacht hast?“. „Och er steht jetzt in meiner Schuld. Mir fällt da schon was ein“. Sie begann den Kuchen zu Essen. Es klopfte wieder an die Tür. „Herein“. Hannu und Miko standen in der Tür. „Sehr gut, du hast deinen Kuchen“. „Was wollt ihr?“. „Nur mal die Lage checken, ob du wieder ansprechbar bist“. „Wie ihr seht ja also könnt ihr ruhig rein kommen“. „Das ist aber ein großes Stück“. Sie antwortete nicht sondern schob sich einen weiteren bissen in den Mund. Hannu wollte etwas sagen aber er hielt mitten im Satz inne. Steffi hatte sich das Gurkenglas geschnappt und nahm sich eine heraus. „Mhh, die sind auch lecker“. „Ich glaub wir gehen jetzt besser wieder“. Bevor Steffi was sagen konnte waren sie schon aus dem Zimmer entschwunden. „Was hab ich denn gemacht?“. „Das was ich befürchtet habe. Ich geh jetzt auch besser und stör dich nicht weiter bei der Arbeit“. Er gab ihr einen Kuß und ging.

„Na hat´s geschmeckt?“. „Ja war sehr gut“. „Dann können wir ja wieder normal weitermachen oder hast du noch irgendwelche Wünsche?“. „Nein ich bin vollauf zufrieden. Aber zum Thema zurück. Mich wundert das wir noch keinen Brief heute bekommen haben“. „Stimmt. Vielleicht einen neue Taktik?“. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Minna Petrinen stand in der Tür. „Das soll ich euch geben. Kam gerade rein“. Sie gab Steffi den Umschlag ohne Hannu anzusehen und verschwand wieder. „Bißchen Schüchtern die kleine, meinst du nicht?“. „Halt dich da raus“. „Oh, haben wir einen Wunden Punkt getroffen?“. „Mico, Hannu klappe! Wir haben hier wichtigeres. Hätte ich bloß nichts gesagt. In der Schule kam auch immer der Lehrer wenn man sich drüber ausgelassen hat, das er wohl nicht mehr kommt“. Sie machte den Brief auf. Es viel ein Beutel und ein Zettel auf den Tisch. In dem Beutel waren 2 Zähne. Mico nahm den Zettel und laß:

Gleiches Spiel wie bei den Fingern

„Was bedeutet das?“. „Das wir ab jetzt noch 3 tage Zeit haben. Geht zwar nicht ganz auf egal“. Du kannst so schnell rechen?“. „Ja, der Mensch hat ohne Weisheitszähne 28 also heute sind es zwei morgen vier macht sechs, übermorgen acht macht vierzehn, und dann bleiben noch vierzehn aber das doppelte von acht ist sechzehn. Vielleicht hat er ja zwei Weisheitszähne“. „So ganz folgen konnte ich nicht aber ich glaube dir das mal. Das muß echt schmerzhaft gewesen sein“. „Ja, ich bin normal nicht zimperlich. Ich schaffe das Bohren ohne Spritze aber als mir mein Backenzahn gezogen wurde tat das mit noch weh. Also Leute ihr wißt was zu tun ist“. „Wen wir nur wüßten wem die Zähne gehören. Kann man das beim Zahnarzt nicht Nachprüfen lassen?“. „Dafür braucht man eine ganzes Gebiß“. „wAs sind das denn da für Abdrücke auf den Zähnen?“. „Steffi nahm ihm den Beutel aus der Hand. „Autsch. Das sieht mir nach einem Abruck einer Zange aus, aber nicht von einem Zahnarzt sondern Mechaniker“. Alle verzogen das Gesicht. „Wir geben das am besten in die Spurensicherung. Die können einen Abdruck machen“. Ihr Handy piepste. Sie sah nach und runzelte die Stirn. „Was ist?“. Sie zeigte es den anderen.

Na gefällt euch der Inhalt? Er hat ziemlich laut geschrien ... hahaha

„Das ist doch Abartig!“. „Ja und deshalb müssen wir dem so schnell wie Möglich Einhalt gebieten“. Ihr Handy klingelte. „Ja?“. „Hallo Steffi. Ich versuch schon seit einer weile Risse aufzustöbern, aber zuhause ist er nicht und ans Handy geht er auch nicht. Ich mein nur weil ihr ja auch so nach mir gesucht hab weil ich mal kurz untergetaucht bin“. „Gut, danke“. Sie legte auf. „Planänderung. Du und Hannu findet heraus zu welchem Zahnarzt Risto Jussilainen geht und Besucht ihn mitsamt der Zähne. Vielleicht kann man ja doch was herausfinden. Mico du kommst mit mir zur Wohnung von Risto“.

„Jussi was suchen wir hier? Hat dir Steffi nicht verboten hier hin zu gehen?“. „Schon aber das ist mir Schnuppe“. „Wenns was zu finden gäbe hätte das die Polizei auch gefunden“. „Axu was soll das ich dachte du wolltest mir helfen?“. „OK“. „Außerdem kennt die Polizei Ville und Lauri nicht so gut und weis nicht wonach sie suchen müssen“. „Ist ja schon gut“. Sie stellten die ganze Wohnung von Ville auf den Kopf fanden aber nichts.

Sie hatten den Zahnarzt ausfindig gemacht und fuhren zu ihm. Der Zahnarzt holte die Akte von Risto hervor. „Oh ja er war erst vor einer Woche hier gewesen. Ich mußte ihm eine Füllung verpassen. Die in dem einen Zahn ist recht neu und es war auch ein Schneidezahn gewesen. Der andere Schneidezahn hat keine Füllung. Also Theoretisch können die schon von ihm sein, aber nur mit zwei Zähnen kann ich das nicht sagen. Wer macht den nur so was?“. „Ein Psychopath. Danke das sie sich Zeit genommen haben“. Sie gingen wieder.

Er rief Steffi an und Berichtete was sie herausgefunden hatten. „Wir sind vor der Wohnung, aber es ist niemand da. Wir klappern mal die Nachbarn ab“. „OK, wir kommen und helfen euch“. Die Befragung hatte ergeben das er zuletzt gestern nachmittag gesehen wurde. Sie waren wieder im Präsidium. „Das ist nicht gut, oder?“. „Wir müssen einen Durchsuchungsbefehl für seine Wohnung bekommen“. „Die gibt uns der Richter nicht. Wir haben keinerlei Anhaltspunkte das er es wirklich ist aber ich habe eine andere Idee. Da wollen ein paar Detektiv spielen, sollen sie. Mir hat Risto mal erzählt das Jani Soininen sein bester Kumpel ist. Ich hoffe er hat einen Schlüssel. Spricht ja nichts dagegen das er sich mal ein bißchen umsieht“. Sie holte ihr Handy heraus und rief Matti an. „Hallo Schatz. Hast du zufällig die Nummer von Jani Soininen?“. „Ja, wiso. Ich denk zumindest das die noch Aktuell ist. Hab sie schon eine weile nicht mehr benutzt“. „Gib sie mir mal bitte. Ich hab jetzt keine Zeit das lange zu erklären“. „OK, und ich sag auch keinem was davon“. „Ich sehe wir verstehen uns. Wir reden heute abend“. Er gab ihr die Nummer. Sie rief bei Jani an. „Hallo?“. „Hallo. Hier ist Hauptkommissarin Jarvilehto“. „Die Freundin von Matti richtig? Was verschafft mir die Ehre?“. „Ist am Telefon alles ein bißchen schwer zu erklären“. „Geht´s um Risto?“. „Ja“. „Ich hab mit Janne telefoniert. Also ich hab ihn auch seit der Beerdigung nicht mehr gesehen. So langsam mach ich mir auch Sorgen“. „Hast du zufällig einen Schlüssel zu seiner Wohnung?“. „Ja den habe ich“. „Wolltest du nicht schon immer Detektiv spielen?“. „Verstehe. Sie können da nicht einfach reinlatschen“. „Genau. Bei der Sachlage bekommen wir keinen Durchsuchungsbefehl“. „Gut, ich schau mich mal um. Falls ich was finde melde ich mich“. „Gut, Danke“. Sie legte auf.

Es war jetzt fast fünf Uhr abends als Jani anrief. „Hallo. Ich hab die Bude soweit ich es verantworten konnte auf den Kopf gestellt, aber ich habe nichts gefunden was helfen könnte. Sein Auto steht nicht vor der Tür. Schlüssel, Handy und Geldbeutel sind auch nicht da. Das macht mir langsam Angst“. „Wir werden ihn schon finden“. „Da fällt mir ein Janne hat auch gesagt die Beerdigung von Hanna und Lauri wäre übermorgen falls du´s noch nicht weist“. „Nein, wußte ich nicht. Danke für die Info“. „Wie lang glaubt ihr habt ihr zeit Risse zu finden“. „Es ist noch nicht Hundertprozentig sicher das er´s ist“. „Das hat meine Frage nicht beantwortet“. „Du weist das ich das dir nicht sagen kann egal ob ich´s weis oder nicht“. „Also wisst ihr´s“. „Jani ich kann dich ja verstehen aber das geht nicht“. „Ist mir schon klar“. „Gut, ich danke dir wirklich für die Hilfe, aber ich muß weiterarbeiten“. „Kein Problem. Wir können ja heute abend weiterreden“. „Moment, hab ich da was nicht mitbekommen?“. „Ja, dein Verlobter hat mich und Janne auf einen Videoabend eingeladen, aber nur wenn´s dir nichts ausmacht“. „Ach was überhaupt nicht. Im Gegenteil“. „Schön, bis heute abend“. „Bis dann“. Sie legte auf. Aber noch bevor sie das Handy hingelegt hatte klingelte es wieder. „Hallo?“. „Ich bin´s hast du Jussi gesehen?“. „Nein, wieso?“. „Weil er nicht zuhause ist und auf meine Anrufe nicht reagiert“. „Tiita beruhige dich erst mal. Er hat bestimmt nur die zeit vergessen und sein Handy aus“. „Ich glaub der hat sich wieder in Schwierigkeiten gebracht weil er es nicht lassen kann Detektiv zu spielen“. „Ich kann da leider auch nichts dran ändern. Ich kann ihn ja nicht einsperren aber glaub mir er ist nicht in Gefahr“. „Woher willst du das wissen?“. „Weil die Person die in Gefahr ist schon kurz nach der Beerdigung verschwunden ist“. „Schon aber wenn er zufällig auf was stoßt das ihn in Gefahr bringt“. „Das glaube ich nicht“. „Du hast gut reden“. „Tiita, jetzt laß es mal gut sein. Ich kann dich ja gut verstehen aber es bringt nichts wenn wir uns die Köpfe einschlagen“. „Du hast recht. Entschuldigung“. „Hör mir zu. Er taucht bestimmt gleich wieder auf“. „Wenn du .... wart mal da kommt grad jemand. Wenn das Jussi ist dreh ich ihm den Hals rum“. „Und?“. „Er ist es, bis später“. Sie legte auf.

„DU IDIOT WO HAST DU GESTECKT????“. „Ähm, ich war nur ein Bier trinken mit Axu“. „Wer´s glaubt wird selig. Du hast doch bestimmt wieder Detektiv gespielt“. „Nein, hab ich nicht“. „Lüg mich nicht an“. „Ach Schatz du mußt mich verstehen“. „Muß ich das??? Du bringst dich freiwillig in Gefahr und ich muß das verstehen?“. „Wer sagt hier was von Gefahr“. „ICH!“. „Jetzt beruhige dich mal wieder. Ist ja nichts passiert“. „Du verstehst es einfach nicht, oder?. Ich habe mir sorgen gemacht“. „Schatz, das wollte ich nicht“. „Dann laß den scheiß in Zukunft“. Tiita bekam feuchte Augen. „Ach Schatz nicht doch“. Er wollte sie in den Arm nehmen, aber sie schubste ihn weg. Jetzt begann sie richtig zu weinen. Jussi wollte wieder auf sie zugehen, aber sie wich ihm aus schnappte sich ihre Jacke und rannte aus der Wohnung. Jussi rannte ihr hinterher, aber er hatte sie aus den Augen verloren. „Verdammt“. Er ging zurück in die Wohnung und rief Steffi an. „Hallo. Ich glaube ich habe ziemlichen Mist gebaut“. „Das glaube ich auch. Ich hatte mit Tiita telefoniert bevor du gekommen bist und sie war ziemlich besorgt. Man was hast du dir dabei gedacht?“. „Gar nichts sonst wär das nicht passiert. Sie ist davon gerannt“. „Sie wird wahrscheinlich bald zurück kommen. Braucht nur ein bißchen Ruhe um sich zu beruhigen. Allerdings kann ich sie wirklich verstehen. Du mußt dir einiges einfallen lassen um das wieder gut zu machen. Und ich hoffe du gibs´t das Detektiv sein jetzt endgültig auf sonst leihe ich Tiita meine Handschellen“. „Benutzt du die eigentlich auch privat?“. „Jussi jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für Scherze“. „Schon gut, ich hab´s ja kapiert“. „Das hast du das letzte mal auch gesagt“. „Aber dieses mal hab ich´s wirklich kapiert. Ich liebe Tiita über alles und wenn ihr das wirklich so nahe geht laß ich den Scheiß in Zukunft“. „Das ist eine sehr gute Entscheidung“. „Gut, wie geht´s mit den Ermittlungen voran?“. „Das ist das Stichwort. Ich muß arbeiten also wir sehen uns“. Sie legte auf.

Steffi legte die Füße hoch und schaffte es gerade mal zwei Sekunden tief ein und aus zu Atmen, als es an der Tür klopfte. Sie bekam einfach keine Ruhe. „Herein“. Die Tür wurde Zaghaft geöffnet. Ein Mädchen steckte den Kopf herein. „Hallo. Du bist es. Komm doch herein“. Sie ging ins Zimmer. „Setzt dich“. Das Mädchen tat wie ihr geheißen. „Wie kann ich dir helfen?“. „Ich weis ja das sie sehr viel zu tun haben. Mir ist schon klar das sie noch nicht nach meinem Papa suchen konnten. Ich wollte nur Fragen ob ich ihnen bei der Arbeit zuschauen kann. Ich will nämlich auch Polizistin werden“. „Oh, das ist schön zu hören. Aber weist du immoment haben wir wirklich sehr viel zu tun. Das geht leider nicht“. „Das dachte ich mir. Ist schon OK“. An irgendwen erinnerte sie dieses Mädchen, aber sie kam nicht darauf. „Weißt du was? Ich spendiere dir ein Eis aus dem Automaten“. „Das ist wirklich nicht nötig, danke“. „Ich bestehe aber darauf. Ich will mir sowieso eins holen“. „Ach so, dann müssen sie sich nicht rechtfertigen“. „Schlaues Mädchen“. Sie gingen zusammen zu dem Automaten. „Was möchtest du denn?“. „Das Magnum da“. „OK“. Sie warf das Geld ein und gab ihr das Eis. „Ich glaub ich nehme das gleiche“. „Haben wir wieder gelüste Frau Hauptkommissarin?“. „Hannu halt die Klappe“. Er machte sich schnell aus dem Staub. „Der sieht süß aus“. „Oh, ich glaub da bist du noch ein bißchen zu jung für“. „Nein, ich bin schon Zehn“. „In dem alter sollte man sich noch von Jungs fernhalten“. „Ich hab schon mal einen geküßt“. „Wie so richtig?“. „Ohne Zunge, das ist doch eklig“. „Woher willst du das wissen wenn du´s noch nicht Probiert hast?“. Mögen sie Kutteln?“. „Nein, die sind eklig“. §Schon mal probiert?“. „Nein“. „Woher wissen sie das dann?“. „OK, du hast mich erwischt, aber jetzt solltest du wieder gehen nicht das du im heim vermißt wirst“. „Ist galub ich besser. Danke nochmal für das Eis“. „Kein Problem. Tschüß“. „Tschüß“. Sie sah dem Mädchen nach als sie ging.

Um sieben Uhr abends beschlossen sie das für heute genug gearbeitet wurde. Steffi war ziemlich erschöpft als sie die Haustüre aufschloß. „Schatz ich bin wieder da“. Matti kam ihr entgegen und gab ihr einen Kuß. „Na endlich. Du arbeitest dich noch zu tote“. „Geht schon. Mein Kreuz ist nur irgendwie verspannt“. „Dann legst du dich am besten mal hin und ich massiere dich ein bißchen“. „Wann kommen denn Janne und Jani?“. „Um acht. Ich weis ich hätte dich fragen sollen. Das war eine spontane Idee gewesen. Ich kann ihnen wieder Absagen das ist kein Problem“. „Ach was, das geht schon in Ordnung. Kann nur sein das ich eingeschlafen bin bevor der Film fertig ist“. Matti zog sie ins Schlafzimmer. So jetzt ziehst du erst mal dein Shirt aus damit ich dich massieren kann. Sie legte sich hin mit nacktem Oberkörper. Er begann sie zu massieren. „Oh man das tut sehr gut. Du hast wirklich deinen Beruf verfehlt“. „Also das glaube ich nicht“. „Doch ganz bestimmt“. Er sagte nichts sonder massierte sie weiter. Nach einer weile war sie eingeschlafen. Matti stand auf und deckte sie zu. Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und gab ihr einen Kuß. Eine halbe Stunde später wachte sie auf. Sie stand auf, zog sich etwas an und lief schlaftrunken in die Küche. „Ah, du bist aufgewacht“. Matti gab ihr einen Kuß. „War wohl doch müder als gedacht. Danke für die Massage die war echt gut. Ich hoffe du hast den beiden nicht abgesagt“. „Nein, habe ich nicht. Sie müßten jede Minute da sein. Hast du Hunger?“. „Ja, großen Hunger“. „Wenn du noch fünf Minuten warten kannst gibt es selbstgemachte Pizza. „Oh lecker“. Es klingelte. „Ich geh aufmachen“. Matti ging zur Tür und lies die beiden herein. Steffi war inzwischen ins Wohnzimmer gegangen und hatte sich auf die Couch gesetzt. „Hallo Steffi. Ich hoffe wir stören nicht“. „Ach was. Es kann nur sein das ich euch irgendwann was vorschnarche“. „Ich glaube damit können wir leben. Nach was riecht es hier so gut?“. „Pizza. Selbstgemacht von Matti. Ich hab nämlich geschlafen“. „Ist auch kein wunder wenn man so lange Arbeitet“. „Ich möchte da heute Abend übrigens nichts von hören nur damit ihr´s wißt“. „Wir haben auch nicht vor darüber zu diskutieren. Da soll ein netter Abend werden. Wir haben übrigens was mitgebracht“. Er reichte Steffi die Flasche Wein. „Oh, das ist ein gutes Tröpfchen. Wo habt ihr den denn aufgetrieben. Das gibt´s sicher nicht im Supermarkt“. „Nein, mein Opa ist ein Weinliebhaber. Vor allem deutschen Wein“. „Nur zu blöd das ich nichts davon trinken kann“. „Ein Glas wird dir nichts schaden“. „Nein damit fangen wir erst gar nicht an“. „Der Wein war auch eher als Geschenk gedacht. Den könnt ihr zwei in 9 Monaten aufmachen und auf euer wohl und das des Nachwuchses trinken“. „Irgendwie bin ich da noch gar nicht drauf eingestellt“. „Das kommt schon noch, glaub mir. Die Geburt ist das schönste was es auf der Welt gibt“. „Können wir von was anderem reden? Da möchte ich lieber noch nicht dran denken“. Den restlichen Abend verbrachten sie mit Filme anschauen wobei Steffi nicht mal den ersten ganz mitbekommen hatte. Matti hatte sie ins Bett getragen, ausgezogen und zugedeckt.

„Da bist du ja endlich, ich habe mir sorgen gemacht“. „Da weißt du ja mal wie das ist!“. „Schatzi, ich weis ich hab einen großen Fehler gemacht. Ich war egoistisch, ich mach das wieder gut. Ich liebe dich doch“. Tiita stand unentschlossen im Wohnzimmer, aber seinem flehenden Blick konnte sie nicht lange stand halten. „Wie wärs wenn du damit anfängst mich zu massieren. Aber glaub ja nicht das es damit getan ist“. „Ich weis. Ich laß mir da schon was einfallen“. Sie gingen ins Schlafzimmer. Allerdings schlief Tiita erst in dem armen von Jussi ein.

7.Kapitel

„Morgen Schatz, gut geschlafen?“. „Ja, ich nehm mal an das ich nicht lange Fernsehen geschaut habe“. „Nein, aber das war ja auch kein Wunder“. „Wie geht´s dir heute morgen?“. Steffi schaute ihn mit einem vielsagenden Blick an. „Entschuldigung, ein Reflex“. „Schon gut. Mir ist gar nicht schlecht. Das ist mal was neues. Ich hoffe das beliebt den ganzen Tag so“. „Das ist schön zu hören“. Nachdem sie gefrühstückt hatten verabschiedete sich Steffi. Sie hoffte das der Tag heute nicht so lang und stressig wurde.

Tiita hatte es gerade noch zum Klo geschafft bevor sie sich übergeben mußte. Jussi klopfte an die Tür. „Schatz alles klar?“. „Geht schon wieder“. Sie stand auf und spülte sich den Mund aus. Jussi ging hinein. „Du siehst ein bißchen bleich aus. Ist wohl besser wenn du heute da bleibst und dich ins Bett legst“. „Mir geht´s schon wieder gut. Kein Problem, ich gehe an die Uni“. „Das halte ich für keine gute Idee“. „Ich geh an die Uni, Diskussion beendet“. Er versuchte sie während des Frühstücks zu überreden aber ohne Erfolg.

Die morgendlichen Ermittlungen liefen schleppend. Da sich Risto bisher immer noch nicht gemeldet hatte gingen sie davon aus das er wohl das nächste Opfer war. Nur der Zusammenhang zu Ville und Lauri war schwierig. Gut sie waren schob befreundet gewesen über das Skispringen, aber lang nicht so eng wie Ville und Lauri. Es wurde langsam Mittag und alle waren etwas nervös angesichts der bevorstehenden ‘Lieferung‘. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als jemand klopfte. „Herein“. Hannu öffnete die Tür und setzte sich auf den Stuhl Steffi gegenüber. „Mir wäre lieber ich wüßte nicht von wem die Zähne stammen“. „Ganz sicher wissen tun wir das ja nicht“. „Ach komm. Da gibt´s doch keinen Zweifel“. „Mal was anderes. Wer war den der weibliche Gast gestern abend?“. „Was? Wie kommst du da drauf?“. „Also hab ich recht?“. „Na gut, ja du hast recht aber wir waren nur was trinken“. „Laß mich raten, der Frischling?“. „Ja, genau der“. „Und könnte da was draus werden?“. „Das weis ich jetzt noch nicht aber vielleicht“. „Ich finde ihr paßt gut zusammen“. „Laß das mal meine Sorge sein. Mir wäre recht du würdest das meinen Brüdern nicht gleich auf die Nase binden“. „Nein, mach ich nicht“. „Dann ist gut. Ich geh mal wieder an die Arbeit“. Er ging hinaus.

„Hallo da bin ich wieder“. Er schrak hoch. „Ich muß dir wieder ein bißchen weh tun mein süßer, aber das hast du alles der inkompetenten Polizei zu verdanken. Er versuchte von ihr wegzukrabbeln. „Nana mein guter“. Er versuchte sich zu wehren was aber kaum gelang da seine Hände und Füße festgebunden waren. Sie hatte es geschafft ihm 4 Zähne auszureißen. Er lag benommen da, weinend vor schmerzen. „Jammerlappen“. Sie stand auf und ließ ihn zurück.

Es klingelte. Matti ging an die Tür. Als er durch den Spinnt schaute staunte er nicht schlecht. Er öffnete. „Hey Roar altes Haus was machst du denn hier?“. „Darf ich erst mal hereinkommen?“. „Klar“. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Was machst du denn hier?“. „Ich dachte ich schaue mal vorbei. Ich hoffe ich störe nicht“. „Ach was“. „ich mein wegen allem was hier grad los ist. Echt schrecklich. Deine Verlobte hat ziemlich viel zu tun“. „Ja hat sie , leider. Das ist ein Beruf wo du wirklich froh sein kannst wenn du nichts zu tun hast“. „Stimmt“. „Wie lang willst du bleiben?“. „Keine Ahnung. Wie lang erträgt ihr mich?“. „Du kannst bleiben solange du willst. Du hast doch hoffentlich kein Zimmer in einem Hotel genommen?“. „Doch“. „Das kommt gar nicht in Frage du pennst hier“. „Und was sagt Steffi dazu?“. „Die wird sich freuen. Wir haben ein Gästezimmer da ist das gar kein Problem“. „Also ich weis nicht“. „Keine Widerrede“. „Gut wie du meinst“. „Dann holen wir am besten mal dein Zeug aus dem Hotel. In welchem bist du?“. „Dem Cumulus“. „Ist dir da zufällig Janne über den Weg gelaufen?“. „Ja , heute morgen. Hat gemeint ich wäre viel zu früh. Die neue Saison hätte noch nicht angefangen“. „Ist gut das er seinen Humor nicht verloren hat aber jetzt holen wir deine Sachen.

Auf dem Gang stieß sie mit Minna zusammen. „Oh Entschuldigung“. „Macht nichts. Ich war in Gedanken“. „Ist schon klar bei so einem Fall. Ich hoffe ich kann auch mal in ihrer Abteilung arbeiten“. „Das ehrt mich, aber ich habe jetzt leider nicht die zeit für einen Plausch“. „Ja, ich will dich nicht aufhalten“. Steffi ging weiter. „Ach übrigens, danke“. Steffi drehte sich um. „Wofür?“. „Ich glaube das wissen sie“. Minna ging davon. Ja, sie wußte was sie meinte. Mal sehen wie lange das hält dacht sie sich.

Sie hatte sich gerade auf ihren Stuhl gesetzt als es klopfte. „Herein“. Es war Tommi Nikunen der Trainer der Skispringer. Er setzte sich ihr gegenüber. „Wie kann ich dir helfen?“. „Das weist du genau. Schnapp diesen Verrückten. Ich will im Winter noch ein Team haben mit dem ich antreten kann“. „Glaub ja nicht wir arbeiten hier nicht auf hochtouren. Hast du eine Ahnung wie wenig Privatleben ich gerade habe wegen dieser Geschichte?“. „Mir kam zu Ohren das Risto vermißt wird, stimmt das?“. „Ja, aber wir sind dran“. „Also habt ihr einen verdächtigen?“. „Tommi ich kann dir darüber nichts sagen“. „Jetzt komm schon“. „Nein“. „Ich verstehe das alles nicht“. „Ich hab auch meine Schwierigkeiten damit , aber leider keine Zeit mit dir darüber zu diskutieren. Das verstehst du doch. Wenn du mir nichts sagen kann das mir hilft muß ich dich bitten zu gehen“. „Aber....“. „Kein Aber“. Er stand auf und ging ohne ein weiteres Wort.

Tiita war immer noch sauer auf Jussi. Sie hatte gerade Pause und saß mit Mia ihrer in der Mensa. Sie hatten sich in den letzten Wochen angefreundet. Mia hatte von einer anderen Uni hergewechselt und Tiita hatte ihr geholfen sich zu orientieren. „Weist du ich glaube ihm ja das er mich über alles liebt, aber manchmal vergißt er halt sein Hirn anzuschalten“. „Das bezweifele ich ja auch gar nicht. Was hast du vor?“. „Diesmal gebe ich nicht so leicht nach. Er soll spüren was er mir angetan hat, der Idiot“. „Ich glaube du hast ihm einen ganz schönen Schrecken eingejagt so wie er dir. Er hat´s bestimmt kapiert das es so nicht geht“. „Schon, aber trotzdem“. „Jetzt denk mal an was anderes. Du machst dich ja bloß fertig damit“. „Es ist ja nicht nur das sondern was wenn´s der Mörder auch auf ihn abgesehen hat? Er war immerhin eng mit Lauri und Ville befreundet“. „Das glaube ich nun wirklich nicht“. „Woher willst du das wissen?“. „Jetzt hör mal zu. Wir kennen den Grund nicht warum die beiden sterben mußten aber ich bin mir sicher das hat nichts mit Jussi zu tun. Was soll der schon angestellt haben?. Ich kenne ihn nicht so gut wie du, aber ich glaube er könnte doch einer Fliege nichts zu leide tun“. „Das nicht, aber er schafft es noch sich in Schwierigkeiten zu bringen“. „Jetzt denk mal an was anderes“. Tiita seufzte. „Du ich muß jetzt leider gehen meine Vorlesung fängt gleich an“. „OK, wir sehen uns. Danke für´s zuhören“. „Schon gut, ich ruf dich an“. Mia ging zu ihrer Vorlesung. Tiita hatte erst in einer Stunde die nächste Vorlesung und so entschloß sie sich ein bißchen in die Stadt zu gehen. Nach Hause wollte sie nicht.

Matti und Roar hatten sein Gepäck aus dem Hotel geholt. „Meinst du es ist auch wirklich OK?“. „Ja, ist es“. „Ich hab mir lange überlegt ob ich kommen soll, wegen allem was los ist“. „Ja, das ist echt schlimm und so richtig begreifen tut das keiner aber laß und über was anderes reden. Was hältst du davon wenn wir in die Stadt gehen und was trinken. Wir können auch kurz bei Steffi vorbeischauen. Sie wird sich freuen dich zu sehen“. „Das ist eine gute Idee“.

Axu war derweil bei Jussi zuhause. „Was soll das heißen?“. „Das ich nicht mehr Detektiv spiele. Das kann ich Tiita nicht antun. Du hättest sie gestern sehen sollen“. „So schlimm?“. „Ja“. „Gut, wenn du kneift, ich mache weiter“. „Und was willst du machen? Du hast doch überhaupt keinen Anhaltspunkt“. „Laß das mal meine Sorge sein“. Axu ging ohne sich von Jussi zu verabschieden.

Steffi kam gerade ins Präsidium zurück, nachdem sie ein paar Dinge überprüft hatte die im Sande verlaufen sind, als sie jemand von der Seite ansprach. „Hauptkommissarin Jarvilehto?“. „Ja“. „Hallo. Peer Mordeck von der Verkehrspolizei. Wir habe da was, was sie interessieren dürfte“. „Nur her damit“. Er hielt ihr ein Foto unter die Nase. „Wo habt ihr das geschossen?“. „Auf der Itkonniemenkatu Richtung Itkonniemi“. „Hilft das?“. „Ich hoffe. Vielen Dank“. Sie ging und sammelte die anderen ein. „Was hast du denn nun?“. Sie hielt den anderen das Foto hin. „Das ist doch Lauri? Er ist geblitzt worden? Aber was hilft uns das?“. „Das war an dem Tag, als die Wohnung wo der erste Mord passiert ist lehr geräumt wurde und er war auf dem Rückweg“. „Aber die Leichen wurden doch in einer ganz anderen Ecke gefunden“. „Exakt, deshalb vermute ich ist er erst mal zu unserem Täter zurück gefahren“. „Ja, aber das kann immer noch überall sein“. „Ein bißchen eingegrenzt ist es schon aber immoment hilft es auch nicht weiter“. Da sie sonst nichts mehr zu besprechen hatten gingen alle in ihre Arbeitszimmer.

Steffi hatte gerade die Tür hinter sich zugemacht als es klopfte. Sie öffnete sie wieder. Vor ihr standen Roar und Matti. „Hey was machst du denn hier?“. „Ich kann ja wieder gehen“. Sie umarmte ihn und gab ihm rechts und links ein Küßchen auf die Backe. Matti bekam auch einen Kuß, aber auf den Mund. „Kommt rein“. Sie lehnte sich an den Schreibtisch. „Jetzt erzähl mal, was treibt dich hierher?“. „Ich mußte daheim einfach mal raus und da dachte ich , ich könnte euch besuchen. Eigentlich hab ich mich ins Hotel eingemietet aber Matti meinte das kommt nicht in Frage“. „Da hat er auch völlig recht. Wie lange bleibst du?“. „Ich weis noch nicht genau. Ein paar Tage vielleicht“. „Du kannst so lange bleiben wie du willst“. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Es war die Dame von der Rezeption mit einem Umschlag in der Hand. „Der ist gerade gekommen“. Danke, Pia“. „Was ist da drin?“. „Nichts wichtiges“. „Du meinst wohl eher nichts das uns angeht“. „Oder so. Ich muß euch leider schon wieder rausschmeißen. Wir sehen uns heute abend“. Sie gab Matti einen Kuß und die beiden gingen hinaus. Ein paar Sekunden später kamen ihre Kollegen herein. „Pia hat uns Bescheid gesagt“. Steffi öffnete den Umschlag. Wie befürchtet war ein Beutel drin mit 4 Zähnen und ein Zettel.

Ihr solltet euren Privatdetektiven sagen sie sollen ihr Hobby aufgeben, bevor sie mir in die Quere kommen .... das wäre äußerst ungesund

„Ich hab gedacht du hättest deinem Schwager gesagt er solle damit aufhören?“. „Ja, aber wichtiger ist, das sie auf etwas gestoßen sind ohne es gemerkt zu haben. Oder zumindest irgendwas nahe gekommen zu sein. Ich rufe ihn mal an“. Sie nahm ihr Handy und wählte seine Nummer. „Hallo Jussi, ich muß mit dir reden wo bist du?“. „Zuhause, wieso?“. „Kannst du her kommen?“. „Eigentlich wollte ich ...“. „Das war keine Frage“. „Wenn du mich so nett bittest. Ich komme“. Sie legte auf. „Hannu und Ari ihr geht mal zu diesem Zahnarzt mit dem Beutel hier. Ich und Mico nehmen uns Jussi vor“. „Warum darf ich da nicht mitmachen?“. „Das ist keine gute Idee Hannu, du gehst mit Ari“. Er wollte was erwidern aber Ari hatte ihn schon nach draußen gezogen.

„Kein Zweifel?“. „Nein, das sind nicht die Zähne von Risto Jussilainen. Wenn ich mir das letzte Röntgenbild anschaue sieht man das dieser Zahn hier unmöglich von ihm sein kann“. „Wieso denn nun nicht?“. „Das hier ist ein künstlicher Zahn. Bei Herrn Jussilainen sind aber noch alle echt“. „Das glaub ich jetzt nicht“. „So sieht´s aber aus meine Herren“. „Gut, Danke trotzdem“. Sie gingen. „Hannu auf den Schreck brauch ich jetzt erst mal einen Kaffee. Gehen wir uns hier einen holen“.

„Weswegen hast du mich jetzt herbestellt?“. Steffi schob ihm den Zettel hin. „Deswegen“. Er starrte verwirrt darauf. „Was ist damit?“. „Der ist von unserem Täter und wen er damit gemeint hat ist wohl doch klar“. „Das ist bestimmt nur ein Scherz“. „Jussi sehe ich so aus, als würde ich scherzen. Das ist verdammter Ernst“. Sie knallte die Faust auf den Tisch so das sogar Mico im Hintergrund zusammenzuckte. „Aber wir haben doch nur ein bißchen in den Wohnungen von Lauri und Ville herumgeschnüffelt“. „Sonst nichts?“. „Wir haben uns auch ein bißchen da herumgetrieben wo Ville festgehalten worden war. Stand ja in der Zeitung“. „Habt ihr irgendwas herausgefunden das ich wissen müßte?“. „Nein“. „Was habt ihr an dem Tag sonst noch gemacht?“. „Ich war so niedergeschlagen das wir ein bißchen im Wald spazieren gegangen sind, frische Luft schnappen“. „War da irgendwas ungewöhnliches?“. „Nein, mich hätte nur ein Auto beinahe umgefahren, wenn Axu mich nicht zur Seite gezogen hätte“. „Was für ein Auto?“. „Ein roter Jeap, ich glaub Subaru. „Hast du den fahrer gesehen?“. „Nein, kam von hinten aber was soll das?“. „Laß das mal meine sorge sein. Wo war das?“. „Auf einem der Wege beim Puijo“. „Du hast dir nicht zufällig das Kennzeichen gemerkt?“. „Nein“. „Wo ist Axu?“. „Keine Ahnung wo der Idiot sich rumtreibt. Ich hab ihm gesagt das er´s lassen soll“. „Hat der das Detektivspielen etwas immer noch nicht aufgegeben“. „Ich fürchte nicht“. „Gib mir seine Nummer, sofort“. Er gab sie ihr aber, als sie in versuchte zu erreichen ging er nicht ran. „OK, ich denke das reicht. Du kannst gehen, aber versuch nicht Axu auf eigene Faust zu finden das bringt nichts. Tu mir nur den Gefallen und versuch ihn hin und wieder zu erreichen und wenn du ihn hast dann melde dich bei mir“. „OK“. Jussi ging ohne ein weiteres Wort.

Steffi und Mico wollten gerade in die Kantine gehen als ihnen Hannu und Ari entgegen kamen. „Na was habt ihr herausgefunden?“. „Das Risto nicht das nächste Opfer ist“. „Was?“. „Das sind definitiv nicht seine Zähne, weil einer davon falsch ist und er hat nur echte“. „Das glaub ich jetzt nicht. Geht schon mal vor ins Besprechungszimmer wir holen uns nur was zum Trinken“.

„Aber wer ist dann das nächste Opfer?“. Hannu hörte sich fast panisch an. „Und wo steckt Risto?“. „Alles Fragen auf die wir noch keine Antworten haben, leider“. „Was hatte den eigentlich mein Brüderchen zu sagen?“. Steffi berichtete von dem Gespräch. „Ich habe mir mal eine Liste mit den zugelassenen Autos dieser Beschreibung herausgelassen. Sowas kauft sich nicht jeder und deshalb sind es auch nur drei. Die überprüfen wir“. „Was soll das denn bringen?“. „Ich gehe nur meinem Gefühl nach und das sagt mir wir sollten mal nachsehen. Ari und Mico ihr nehmt die ersten zwei und ich und Hannu den untersten. Die Dame kenne ich nämlich“. „Woher?“. „Mia ist eine Freundin von Tiita. Sie hat sie mir mal vorgestellt“. „Gut, dann gehen wir“.

Hannu klingelte aber es machte niemand auf. „Wahrscheinlich noch an der Uni. Das Auto ist auch nicht da“. Sie waren gerade in Ihr Auto gestiegen als sie einen Jeap die Straße entlangfahren sahen. „Duck dich“. „Wozu?“. Sie packte ihn und Riß ihn nach unten. Der Jeap fuhr an ihnen vorbei und parkte in der Auffahrt. Mia stieg aus und ging ins Haus. „Was sollte das gerade eben?“. „Vertrau mir“. Sie stieg aus. Hannu noch immer verdutz zögerte. „Komm schon“. Er ging ihr hinterher. Sie gingen um das Haus herum und schauten in die Fenster. Mia saß in der Küche und laß Zeitung. Sie gingen wieder an die Haustür und klingelten. „Hallo Mia. Wir kennen uns ja. Können wir kurz hereinkommen? Dauert nicht lange“. „Eigentlich paßt mir das gerade überhaupt nicht. Ich schreib gerade an einem Bericht für die Uni“. „Es dauert wirklich nicht lange, Versprochen“. „OK“. Sie ließ sie widerwillig hinein und führte sie in die Küche. „Worum geht es?“. „Gestern wurde am Puijo oben ein Fußgänger angefahren mit einem Auto wie deinem. Da verstehst du das wir alle Überprüfen müssen“. „Oh das ist ja schlimm, aber ich war da gestern nicht“. „Gut, dürfen wir uns dein Auto trotzdem mal ansehen?“. „Klar“. Als sie an der Kellertreppe vorbei kamen hörte mal plötzlich ein Rumpeln“. „Was war das?“. „Meine Katze“. Sie und die Hauptkommissarin schauten sich kurz tief in die Augen und Mia rannte in die Küche. Hannu wollte hinterher aber Steffi hielt in zurück. „Bist du verrückt“. „Sie tasteten sich langsam hervor. Als Steffi um die Ecke schaute ertönte ein Schuß und traf sie am Arm. Sie zuckte zusammen. „Ach du scheiße!“. „Hannu ich bin OK, nur ein Streifschuß“. Sie hörten wie ein Fenster geöffnet wurde. „Die will abhauen!“. „Hannu nein!“. Aber sie konnte ihn nicht zurückhalten. Er rannte an ihr Vorbei Richtung Küche. Steffi rappelte sich auf und ging Richtung Wohnzimmer und zur Terrassentür hinaus“. Sie sah wie Mia über den Gartenzaun sprang und Hannu ein paar Meter hinter ihr herrante. Sie zog im gleichen Moment wie Mia ihre Waffe und beide Schossen. Steffi´s Kugel traf Mia und riß sie zu Boden aber auch Mia´s Kugel verfehlte nicht ihr Ziel. Hannu sank zu Boden. Steffi rannte immer noch mit gezogener Waffe zu Mia und nahm ihre waffe an sich. Dann rannte sie zu Hannu. Er war in der Schulter getroffen worden und Atmete schwer. Sie nahm ihr Handy und verständigte den Rettungswagen und ihre Kollegen. Binnen weniger Minuten wimmelte es von Leuten. Hannu und Mia wurden mit dem Krankenwaagen ins Krankenhaus gefahren. Steffi saß immer noch Benommen am Boden und ließ ihren Arm verarzten. Es war nur eine Fleischwunde die genäht werden mußte. Sie Berichtete ihren Kollegen was passiert war. „Aber ich verstehe nicht wieso sie in die Küche gerannt ist um ihre Waffe zu holen?“. „Weil sie einen Fehler gemacht hatte und wußte das ich es wußte“. „Was für einen Fehler?“. „Sie hat gesagt sie hätte eine Katze aber sie hat eine Katzenhaaralergie. Das hat sie mir selbst gesagt“. „Habt ihr schon geschaut was da so interessantes im Keller ist?“. „Nein, wir wollten uns erst mal um euch kümmern“. „Gut, dann laßt uns mal nachsehen“. „Spinnst du? Du bleibst schön hier sitzen“. Aber sie hörte nicht auf ihn sondern erhob sich. Sie hätten nicht mit dem gerechnet was sie im Keller fanden. Zum einen war da ein Chemielabor mit dem Drogen hergestellt wurde. Es lagen nämlich einige Päckchen LSD herum und zum anderen Risto der geknebelt an der Wand saß. Sie befreiten ihn. „Wie zum Henker kommst du hier her?“. Aber er hatte kaum die Kraft zum reden. „Ist schon gut, das klären wir später“. Er wurde nach oben getragen und ebenfalls ins Krankenhaus gefahren. „Laßt und ins Krankenhaus fahren. Ich hoffe Hannu geht es gut“. Als sie im Krankenhaus ankamen mußten sie warten, denn Hannu wurde Operiert. Mia allerdings war wohl auf der Stelle Tod gewesen. Steffi hatte ihr Herz getroffen. „Oh Gott, ich glaub das alles nicht“. Sie sank auf dem Stuhl zusammen. „Was ist mit Matti und Jussi? Wir sollten sie informieren. Es wird nicht lang dauern bis das in der Presse ist“. Steffi wollte nach ihrem Handy greifen. „Nein, ich rufe sie an“.

Zehn Minuten später rannten Matti und Jussi auf sie zu mit Tiita und Roar im Schlepptau. Steffi wollte aufstehen aber sie schaffte es nicht. Matti kniete sich zu ihr hinunter und umarmte sie fest. „Au, du tust mir weh“. „Entschuldigung“. Er ließ sie wieder los. „Bist du OK?“. „Ja, aber aber....“ Sie konnte nicht weitersprechen denn sie hatte angefangen zu weinen. Matti nahm sie wieder in den Arm aber diesmal Vorsichtiger. Jussi und die anderen standen nur benommen daneben. Zwei Minuten lang sagte keiner etwas bis Steffi aufgehört hatte zu weinen. „Wie zum Henker konnte das passieren?“. „Das ist alles nur blöd gelaufen“, sagte Steffi mit erstickter Stimme. „Wir wollten uns eigentlich nur kurz ihr Auto ansehen. Es ging alles so schnell. Ach übrigens Risto geht es auch gut“. „Wie? Ihr habt ihn gefunden? Dann ist sie die Verrückte?“. „Nein, Jussi ist sie nicht. Risto ist gar nicht das nächste Opfer unseres Verrückten“. 2Was jetzt versteh ich gar nichts mehr“. Steffi wollte etwas sagen aber Mico hielt sie davon ab. Er berichtete was passiert war ab dem Zeitpunkt wo sie los gingen die Autos zu überprüfen. Von den Zähnen und Zetteln sagte er nichts. Tiita klappte die Kinlade herunter. „Aber ..... aber ich hätte doch gemerkt wenn die mit Drogen gedielt hätte. Sie war ein ganz normales nettes Mädchen“. „Da hast du dich wohl in ihr getäuscht“. „Ich frage mich wie lange die noch Operieren wollen“. „Das ist alles meine Schuld“. „Nein, Schatz das ist es nicht“. „Doch. Hätte ich ihn nur zurückgehalten“. „Das konntest du nicht mit deinem Verletzten Arm“. In dem Moment kam ein Arzt um die Ecke. Alle starten ihn an. „Er wird es überleben. Es sind keine wichtigen Organe verletzt aber er hatte Glück. Da paßt gerade ein Blatt Papier zwischen das Herz und der Kugel“. Alle Atmeten erleichtert auf. „Und was ist mit Risto?“. „Er ist etwas dehydriert und hat ein paar gebrochene Knochen aber auch er wird es überstehen“. „Können wir zu beiden?“. „Ja, aber nur sehr kurz sie brauchen Ruhe. Herr Hautamäki schläft sowieso und wacht erst in ca. 2 Stunden auf.

Sie gingen zuerst zu Hannu. Er lag friedlich schlafend im Bett. Jussi strich ihm über die Stirn. Sie blieben nur kurz und gingen dann zu Risto. „Wie geht´s dir?“. „Mir ging´s schon besser aber ich werd´s schaffen“. „Sag mal was ist eigentlich passier?“. „Ich hab sie auf der Beerdigung angesprochen. Ich fand sie ganz niedlich. Ich weiß ist eigentlich nicht der Richtige Ort für so was. Wir sind zum Puijo hochgefahren und dort ein bißchen spazieren gegangen. Eine ganze weile, wir haben viel geredet. Dann sind zurückgefahren. Sie wollte eine Abkürzung durch den Wald nehmen. Ich hab mehr auf sie geachtet als auf die Straße sah aber aus dem Augenwinkel das zwei gestalten zur Seite sprangen“. „Die zwei gestalten waren ich und Axu“. „Was?“. „Ja ich und Axu. Hast du uns nicht gesehen?“. „Ich sagte doch ich hab nicht auf die Straße geachtet. Seid ihr OK?“. „Ja, wie du siehst“. „Risto erzähl wieder“. „Gut, wir sind zu ihr gefahren. Ich mußte aufs Klo und bin an der Kellertreppe vorbei. Die war aber nicht ganz geschlossen. Ich wollte sie erst zu machen aber dann hab ich sie doch weiter aufgemacht. Plötzlich mehrte ich wie ich geschubst wurde. Ich muß in Ohnmacht gefallen sein, denn als ich Aufwachte war ich geknebelt. Und Vorhin habe ich Stimmen gehört und hab euch erkannt. Ich hab einen Topf umgeschmissen“. „OK, das reicht“. „Aber wie seit ihr darauf gekommen das ich da bin?“. „Das ist etwas kompliziert. Eigentlich dachten wir erst du wärst in den Händen von diesem Verrückten“. „Ich wieso denn das?“. „Wir wußten das wieder jemand gekidnappt wurde und da du seit der Beerdigung gefehlt hast“. „Ach so ich verstehe“. „Ich glaub das reicht jetzt. Du solltest dich ausruhen“. „Das gilt auch für dich Schatz“. „Mit mir ist alles in Ordnung“. „Steffi er hat recht. Geh nach hause, für dich ist der Tag gelaufen. Ist eh schon fast um“. „Aber wir müssen den Verrückten schnappen der noch draußen herumläuft“. „Laß das mal Aris und meine Sorge sein“. Sie wollte etwas erwidern aber Matti zog sie mit sich. Sie waren auf dem Flur. „Gut ich und Ari gehen jetzt wieder zurück ins Präsidium, paß du gut auf das sie sich nicht wegschleicht“. „Keine Sorge, das habe ich ein Auge drauf“. „Ich bleibe hier damit jemand da ist wenn Hannu aufwacht“. „Ich bleibe bei dir“. Jussi und Tiita gingen wieder ins Krankenzimmer, Ari und Mico ins Präsidium und Roar ging mit Matti und Steffi nach hause. „Schatz du legst dich ein bißchen hin. Keine Widerrede“. Er zog sie ins Schlafzimmer . „Du legst dich jetzt erst mal hin“. Sie zog sich aus und legte sich ins Bett. Matti gab ihr einen Kuß auf die Stirn. „Weißt du eigentlich was du mir für einen schrecken eingejagt hast?“. „Ja, das weis ich“. Fünf Minuten später war sie eingeschlafen.

Die Nachricht des heutigen Tages verbreitete sich sehr schnell. Man mußte Beamten vor der Tür von Risto und Hannu postieren um Journalisten abzuhalten. Im Präsidium liefen die Telefone heiß und selbst vor dem Haus von Steffi und Matti lungerten Journalisten herum. Mico und Ari hatten eine Pressekonferenz gegeben um die Journalistenmeute etwas zu zähmen, was auch Teilweise gelang. Als sie nach hause gehen wollten wurden sie von einer großen Traube Journalisten umringt. „Wir haben ihnen alles auf der Pressekonferenz gesagt also lassen sie uns in Ruhe“. Es gelang ihnen zu ihren Autos zu kommen und nach hause zu fahren. Beide hatten einen Festnetzanschluß, aber es dauerte nicht lange bis sie den Stecker herauszogen.

8.Kapitel

„Guten morgen Spatz, wie geht´s dir?“. „Der Arm tut ein bißchen weh aber es geht schon“. Sie stand auf und ging in die Küche. Matti holte die Morgenzeitung und ging dann auch in die Küche. „Die Zeitung ist voll von dem was gestern passiert ist“. „Hätt mich auch gewundert wenn nicht, aber ich will das gar nicht lesen“. Matti überflog was in der Zeitung stand. „Also es sind keine Negativen Schlagzeilen von wegen die Polizei wäre unfähig. Eher im Gegenteil, ihr werdet gelobt. „Für was? Das war ja nur Zufall gewesen und den Mörder haben wir immer noch nicht". „Aber dein feines Näschen wird gelobt. Keiner der anderen wäre darauf gekommen die Autos zu checken, weil die wohl nicht direkt mit dem fall zu tun haben. Aber mich würde schon interessieren was genau es damit auf sich hat“. „Das kannst du Jussi fragen, der ist daran Schuld und es war einfach so ein Gefühl. Nur hatte ich mit was anderem gerechnet“. „Jussi?“. „Ja, aber laß uns jetzt mal ins Krankenhaus fahren und nach deinem kleinen Bruder sehen, danach geh ich dann arbeiten“. „Was du willst arbeiten?“. „Ja, was spricht dagegen? Außerdem haben wir jetzt einen Mann weniger, da kann ich nicht zuhause bleiben“. Matti wollte etwas sagen, aber Steffis Blick ließ in verstummen. Sie fuhren schweigend zum Krankenhaus.

„Na wie geht´s dir?“. „Ich wird´s überleben. Danke“. „Für was danke?“. „Dafür das du mir das Leben gerettet hast“. „Hab ich doch gar nicht, sie hat dich ja getroffen“. „Sie hätte aber nochmal schießen können. Ich war echt ein Idiot da einfach hinterherzurennen“. „Es ist ja nochmal gut ausgegangen. Keiner macht dir einen Vorwurf“. „Wie geht´s dir eigentlich?“. „Nur einen Streifschuß“. „Das meinte ich nicht“. „Ich komm damit klar, es war Notwehr. Ich hab schon mal einen Menschen erschießen müssen und wäre deshalb beinahe aus der Polizei ausgestiegen, aber dann blieb ich doch. Sowas kann leider passieren. Glaub nicht das ich da einfach so drüber hinweg sehe, aber es läßt sich nicht ändern. Ich komm schon klar“. „Jussi hat mir gestern versucht das alles zu erklären mit Risto und so aber so ganz hab ich das nicht kapiert“. „Ich erklär dir das später nochmal aber jetzt muß ich gehen. Wir haben noch einen Mörder frei herumlaufen“. Sie verabschiedete sich von Matti und Hannu.

Als sie über den Klinikparkplatz ging wurde sie von Journalisten bedrängt. „Meine Kollegen haben ihnen alles gesagt was es zu sagen gibt“. „Wie geht  es ihnen?“. „Gut“. „Wie sind sie darauf gekommen die Auto zu überprüfen?“. „Das kann ich ihnen aus ermittlungstechnischen Gründen nicht sagen“. „Also hat es was mit diesem Serienkiller zu tun?“. „Wie sich herausgestellt hat doch nicht. Ich muß jetzt wirklich gehen“. Sie schloß die Autotüre auf und zwängte sich hinein, denn die Reporter bedrängen sie immer noch. Sie fuhr los und ließ sie hinter sich. Als sie am Präsidium ankam warteten aber schon die nächsten. Sie ging hinein ohne auf ihre Fragen zu antworten.

„Haben die dich da draußen auch belästigt?“. „Natürlich, aber ich habe auch nichts anderes erwartet“. „Wie geht´s dir?“. „Gut“. „Wirklich?“. „Ja“. „Was machen wir wegen der Beerdigung von Hanna und Lauri? Die ist ja heute, gehen wir hin?“. „Oh, da habe ich gar nicht mehr dran gedacht“. „Sollten wir eigentlich alleine schon der Reporter wegen um sie davon abzuhalten dort aufzutauchen. Das ist keine öffentliche Beerdigung sondern nur für die Familie und Freunde. Wir gehen hin wenn es uns die Zeit erlaubt“.

Sie hatte sich gerade in ihren Stuhl gesetzt als die Tür aufgerissen wurde. Eine junge Frau stürmte herein. „Sie müssen ihn finden!“. „Was? Jetzt beruhige dich erst mal“. „Aber er ist gestern nicht nach hause gekommen und heute morgen war er immer noch nicht da“. „Von wem redest du?“. „Axu, mein Freund!“. Jetzt wußte sie auch wieder woher sie sie kannte. Sie hatten sie ja auch mal unter Verdacht gehabt. „Hat er gesagt wo er hin wollte?“. „Er hat gesagt er wolle mit Jussi ein Bier trinken gehen“. Steffis Handy piepste. Sie schaute nach und legte das Handy wieder weg. „Er hat wieder Detektiv gespielt, stimmt´s?“. „ich kann ihm das leider nicht verbieten. Ich glaube aber das er sicher wieder auftaucht. Hat bestimmt bei einem Freund gepennt. Am besten du rufst die mal an und fragst“. Sari war nicht so richtig überzeugt. „Mach das bitte und wenn du ihn immer noch nicht gefunden hast meldest du dich nochmal, OK?“. „Gut, wie sie meinen“. Sie ging. Steffi allerdings wußte das sie keinen Erfolg haben würde, wenn die SMS ernst gemeint war.

Sie rief die anderen zusammen. Wir haben noch ein Problem mehr. Sie zeigte ihnen die SMS.

Warum müssen die Leute immer die Nase in Sachen stecken die sie nichts angehen

„Axus Freudin war gerade bei mir gewesen als die SMS kam, aber ich habe ihr nichts gesagt. Sie wird allerdings bald wieder auftauchen, wenn sie ihn nicht bei seinen Kumpels findet“. „Aber ich verstehe das nicht. Was soll er wissen was wir nicht wissen?“. „Wahrscheinlich war´s nur dummer Zufall. Wir setzten ihn auf die Fahndungsliste“. „Das ganze nimmt Ausmaße die mir nicht gefallen“. „Mir auch nicht“. Es klopfte an die Tür. „Ja“. „Hallo Steffi. Man hat mich hierher beordert um euch zu helfen solange Hannu außer Gefecht ist“. „Das ist aber mal eine Angenehme Überraschung. Ich dachte du wärst im Urlaub?“. „Jetzt nicht mehr“. „Also gut, willkommen im Team“. „Ich mache einfach was ihr mir sagt damit wir keine Zeit verlieren“. „Gut, dann gehst du mit Ari mal zu Axus Freundin und fragt die mal näher aus“. „Wird gemacht“. Sie gingen. „Danke“. „Kein Problem Mico, aber es wird sich nicht vermeiden lassen das du mit Mara zusammen arbeiten mußt“. „Siehst du sie eigentlich immer noch als Schwägerin?“. „Ja, Mika hat mich ja nicht verlassen, er ist einfach nur gestorben“. Es klopfte wieder an die Tür. „Herein“. Es war Minna Petrinen. „Ich komme gerade von Hannu und wollte mich bedanken das du ihm das Leben gerettet hast“. „Sie umarmte Steffi“. „Aua, Vorsicht“. „Oh, Entschuldigung“. „Ich habe ihm nicht das Leben gerettet“. „Doch, er wäre sonst Tod“. „Nein, er hatte nur mächtig Glück gehabt“. „Du bist immer so bescheiden. Ich wüßte echt nicht was ich ohne ihn machen soll also noch mal danke“. Sie ging wieder hinaus. „Was war das denn gerade?“. „Frag ich mich auch. Hätte nicht gedacht das die beiden schon so weit sind“.

„Heute kommen bestimmt viele Leute zur Beerdigung“. „Ja, irgendwie bin ich froh wenn die Beerdigung vorbei ist“. Es klingelte an der Tür. Matti ging und machte auf. „Hallo, hast du das mit Axu schon gehört?“. „Was denn?“. „Laß mich erst mal rein“. Sie gingen ins Wohnzimmer. „Hallo Roar. Also angeblich ist er verschwunden“. „Wie das?“. „Seine Freundin telefoniert rum ob er bei einem von uns ist. Hat ihn seit gestern nicht mehr gesehen. Ich hab ihm gesagt er soll´s lassen und jetzt haben wir den Salat“. „Du meinst doch nicht etwa das...?“. „Doch genau das. So ein Idiot“. „So ein Idiot warst du vor kurzem auch noch gewesen“. „Ich weis. Was nun?“. „Gar nichts. Wir können da nichts machen“. „Ich fürchte da hast du recht“. „Kein Widerspruch? Es geschehen noch Zeiten und Wunder“. Jussi verdrehte die Augen.

Es ging auf 10 Uhr zu. Steffi saß an ihrem Schreibtisch und grübelte als es klopfte. „Herein“. Als sie aufsah traf sie der Schlag. „Wo kommst du denn auf einmal her?“. Axu kam grinsend aus sie zu und setzte sich ihr gegenüber. „Wieso?“. „Wieso? Weil deine Freundin alle Verrückt macht da sie dich nicht finden. Also wo warst du?“. „Och ich hab mich für eine Nacht mal ins Hotel eingemietet“. Sie griff nach ihrem Handy und zeigte ihm die SMS. „Das war ich“. „Was? Soll das etwa witzig sein?????“. „Jetzt mach mal nicht so einen Aufstand, war doch nur Spaß“. „SPAß?????????????? Ich verstehe dabei keinen Spaß mehr. Wie kommst du überhaupt auf die blöde Idee????“. „Jussi hat mir von der Nachricht erzählt die du ihm gezeigt hast". Steffi war nahe am explodieren. „Das du ein Scherzkeks bist ist mir bekannt aber jetzt hast du´s mehr als übertrieben und damit du dir das auch merkst kommst du jetzt mit“. Axu wurde etwas kleinlauter. „Wohin?“. „Wirst du schon sehen“. Sie packte Axu am Arm und zog ihn hinaus. Draußen trafen sie auf Mico. „Wo hast du denn den aufgetrieben“. „Gleich“. Sie ging mit Axu im Schlepptau in den Keller. Dort steckte sie ihn in eine Zelle. „So hier kannst du mal drüber nachdenken was du gemacht hast“. „Hey, das kannst du nicht machen!“. „Doch kann ich. Vorteuschung einer Straftat“. Sie ging und ignorierte sein herummeckern.

„Was war den nun mit ihm?“. Er ist ein kleiner Witzbold, aber diesmal ist er zu weit gegangen“. „Was meinst du?“. „Er hat uns absichtlich in dem glauben gelassen er wäre verschwunden“. „Was?“. „Ich hab ihn in eine Zelle gesteckt da kann er mal drüber nachdenken. Jetzt ruf ich erst mal seine Freundin an“. Sie nahm ihr Handy und telefonierte mit ihr. „Sie kommt her“. „Der wird in Stücke zerrissen“. „Ich hoffe doch“.

Es dauerte keine 10 Minuten bis Sari da war. „Wo ist er? Ich bring ihn um!!!“. „Komm mit. Ich hab ihn in eine Zelle gesteckt damit er sich mal Gedanken machen kann“. Sie gingen nach unten. „Hey Schatz“. „Vergiß das Schatz gleich wieder. Was zum Henker hast du dir dabei nur gedacht??? Ich bin fast umgekommen vor Sorge. Du hast ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank!!!!! Weist du was? Du kannst hier drin verrotten“. Sie rannte davon. „Da siehst du was du angerichtet hast. Wenn nachher nicht die Beerdigung wäre, würde ich dich den ganzen Tag da drin sitzen lassen. Ich laß dich raus wenn du nach der Beerdigung wieder herkommst. Wenn du das nicht tust laß ich dich festnehmen und das ist kein Scherz“. Sie schloß auf. „Jetzt verschwinde“. Axu ließ sich nicht lange bitten.

Die Beerdigung rückte näher. Sie hatten Beschlossen das sie hingehen würden. Mit dem Ermittlungen kamen sie sowieso nicht weiter. Als sie ankamen waren schon viele Leute da. Steffi ging zu Hannas und Lauris Mutter um ihr Beileid zu bekunden. Dann entdeckte sie Matti und die anderen und ging zu ihnen. „Du kommst doch?“. „Ja, das sind wir ihnen schuldig“. Sie gingen in die Kirche damit die Zeremonie beginnen konnte. Es war der gleiche Pfarrer wie bei Ville und Mari. Als er mit der Predigt fertig war stand Jussi auf und alle schauten ihn an. Er ging nach vorne. Also ich habe ein Gedicht geschrieben das meine Gefühle die ich immoment habe ausdrückt und würde es gerne Vortragen Ville, Mari, Lauri und Hanna´s wegen.

 

So dunkel in diesen Tagen

Der Schmerz unendlich tief

Die Nächte kaum zu ertragen

Das Herz weint bitterlich

 

Ich kann es nicht begreifen

Wieso mußtet ihr gehen

So jung und voller Taten

Das will mir nicht in den Sinn

 

So plötzlich ohne Grund

Aus unserer Mitte gerissen

Ihr Freunde lebt wohl

Wir werden euch vermissen

© Mattika

Keiner klatschte angesichts des Grundes warum sie versammelt waren, aber man sah an ihren Gesichtern das sie sehr gerührt waren. Es ging nun nach draußen auf den Friedhof. Eine halbe Stunde später waren Hanna und Lauri beerdigt. Die Reporter hatten sich glücklicherweise zurückgehalten und den Friedhof nicht betreten aber es waren trotzdem welche da. Als sie Kurs auf Janne und seine Familie nahmen verscheuchten Mico und Ari sie wieder. Ein paar wollten einen Kommentar von der Hauptkommissarin, aber die ignorierte sie. Als sie das Micro aber dann Matti unter die Nase hielten fauchte sie sie an das es besser wäre jetzt zu verschwinden.

Zurück im Präsidium versammelten sie sich im Besprechungszimmer. Mara war nicht bei der Beerdigung dabei gewesen um da zu sein falls etwas passierte. „Ich hoffe das waren die letzten gewesen die wir Beerdigen mußten“. Es herrschte eine etwas bedrückte Stimmung. Sie gingen in die Kantine um etwas zu essen und einen klaren Kopf zu bekommen. Als sie wieder zurückkamen stand Minna da mit einem Briefumschlag in der Hand. „Sag nicht, daß das ist was ich denke“. „Ich vermute es mal“. Sie gab Steffi den Umschlag. „Laßt uns wieder ins Besprechungszimmer gehen. Sie öffnete den Brief. Es fiel ein Beutel mit 8 Zähnen auf den Tisch. Sie griff nach dem Zettel.

Ja wo rennt denn die Zeit hin?

„Das ist sowas von ... von ...“. „Ja, wissen wir Mico“. „Was glaubst du wieviel Zeit wir noch haben?“. „Keine 24 Stunden mehr“. „Verdammte Scheiße“. „Irgendwann macht jeder mal einen Fehler“. „Aber es wäre besser früher als später“. „Ich weis“. Aber so sehr sie sich anstrengten etwas zu finden das ihnen weiterhelfen würde der Tag ging zur Neige ohne einen Erfolg.

Als Steffi nach Hause kam war sie sehr erschöpft. Jussi und Tiita waren auch da. „War ein echt schönes Gedicht. Hätte ich dir gar nicht zugetraut“. Sie umarmte ihn. „Ich weis ja wie du das meinst“. „Ja, so bin ich halt“. „Schatz du siehst müde aus“. „Bin ich auch aber jetzt nehm ich erst mal ein schönes Entspannungsbad“. Sie ging ins Bad. „Sollen wir gehen?“. „Nein, ist schon OK“. „Irgendwie hab ich das Gefühl das bald wieder was schlimmes passiert. Steffi hat nicht zufällig was genaueres gesagt?“. „Nein, das würde sie auch nie tun“. „Ja, ist mir schon klar“. Als Steffi eine Stunde später aus dem Bad kam waren Tiita und Jussi gegangen und Matti lag schnarchend im Sessel. „Da ist wohl selber einer müde“. „Der schläft schon seit einer halben Stunde. Da ich auch recht müde bin gehe ich mal ins Bett. Gute Nacht Steffi“. „Nacht Roar“. Sie rüttelte Matti wach. „Bin ich eingeschlafen?“. „Ja, offensichtlich. Ist glaub ich besser wenn wir beide ins Bett gehen“. Eine viertel Stunde später lag Matti schlummernd neben ihr im Bett. Steffi brauchte etwas länger bis sie einschlief.

9.Kapitel

Der Tag hatte so begonnen wie der letzte Aufgehört hatte. Sie hatten nicht die geringste Ahnung wer der Täter ist geschweige denn wo er das Opfer versteckt hält. „Solltest du nicht langsam mal in den Keller gehen?“. „Oh, das hätte ich ja fast vergessen“. „Ja, klar“. Steffi machte sich auf dem Weg nach unten. „Na hast du nun genug? Ich hoffe das ist dir eine lehre Axu. Wenn ich dich wegen Vortäuschung einer Straftat anzeigen würde wärst du da ein paar tage mehr drin“. Sie hatte ihn nach der Beerdigung wieder in die Zelle verfrachtet. „Ist schon gut, ich hab´s ja verdient. War eine blöde Idee gewesen“. „Das will ich auch hoffen und jetzt hau ab“. Axu ließ sich das nicht zweimal sagen.

Die Uhr tickte unaufhaltsam. Sekunde um Sekunde und sie konnten einfach nichts dagegen tun. Um die Mittagszeit beschlossen sie kurz bei Hannu vorbeizuschauen. Jussi, Matti, Roar, Tiita und Minna waren auch da. „Man so viel Besuch auf einmal“. „Wie lang mußt du hier noch rumliegen?“. „Ich braucht mich stimmt´s?“. „Schon aber du nützt uns in dem Zustand nichts“. „Der Arzt meinte übermorgen kann ich gehen, aber ich habe Bettruhe verordnet bekommen“. „Und du Risto?“. „Eine Woche oder so“. „Na dann werdet beide mal schnell wieder gesund wir müssen gehen“. „Wir auch“. Sie verließen alle gemeinsam das Krankenhaus.

„Wißt ihr was ich glaube?“. „Ich ahne was du sagen willst“. „Das unser Opfer schon tot ist. Ich hab das so im Gefühl“. „Dein Gefühl hat dich noch nie im Stich gelassen“. „Irgendwann ist immer das erste mal“. Mico erwiderte nichts. Sie waren gerade von einer Zeugenbefragung zurück gekommen die wieder nichts gebracht hatte. Inzwischen war es schon 16 Uhr. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Es war Minna mit einem Umschlag in der Hand. Sie gab ihn Steffi wortlos. „Das ist gar nicht gut“. Sie öffnete ihn. Heraus fielen ein Beutel mit 16 Zähnen und ein Zettel.

Game Over .... sucht schön (falls ihr´s nicht bis morgen schafft gibt´s einen Tip)

Es gib´t heute noch eine Überraschung * freu *

Mico schlug vor Wut gegen den Stuhl, wo er gerade noch drauf gesessen hatte. „So eine verdammte Scheiße“. Er hob den Stuhl wieder auf und setzte sich. Es klopfte. „Kommt rein“. Es waren Mara und Ari. „Minna hat´s uns gesagt“. Sie begutachteten den Inhalt des Briefes. „Wir haben keinen Plan wo wir suchen sollen“. „Ja genau so sieht´s aus“. „Von was für einer Überraschung redet die Person. Das gefällt mir überhaupt nicht“. „Ich hoffe keine böse Überraschung“.

Eine halbe Stunde später rief das Krankenhaus an. „Was ist passiert?“. Die Person am anderen Ende wiederholte es. „Das glaube ich jetzt einfach nicht. Wir kommen“. Steffi informierte ihre Kollegen und sie fuhren ins Krankenhaus. „Der gleiche Arzt wie letztes mal nahm sie in Empfang. „Es tut uns wirklich leid aber es war nichts zu machen“. „Wie ist er gestorben?“. „Wir tippen auf eine Vergiftung, aber die Obduktion muß abgewartet werden“. „Sie lassen im Zimmer alles so wie es ist. Die Spurensicherung ist auf dem Weg“. „Selbstverständlich“. Das war also die Überraschung gewesen. Sie war sich dessen ziemlich sicher. Sie befragten das Personal ob ihnen jemand aufgefallen war aber ohne Erfolg. „Hast du mit ihm geredet?“. „Ja, er sagt er hat die meiste Zeit geschlafen und kann deshalb nichts sagen. Er hat nichts ungewöhnliches bemerkt“. Sie fuhren zurück ins Präsidium.

Sie hatte sich gerade gesetzt als ihr Handy klingelte. Es war Matti. „Ich hoffe ich störe nicht. Ich wollte nur fragen ob es recht ist wenn wir heute abend mal wieder Fondue essen. Ich hab da total Hunger drauf“. „Ich glaub nicht das ich allzu hungrig bin das sich das Lohnen würde“. „Was ist los? Sag nicht das es wieder einen erwischt hat“. Sie antwortete nicht. „Verdammt“. Er fügte zögerlich ‘wer?‘ hinzu. „Risto“. „Was? Das kann nicht sein der liegt doch im Krankenhaus". „Ist aber leider so. Wir wissen noch nicht genau woran er gestorben ist aber es sieht nach Mord aus“. „Aber wieso? Er hat doch mit der ganzen Sache nichts zu tun“. „Offensichtlich doch“. „Und wenn es nicht der gleiche Mörder ist?“. „Doch das ist er, vertrau mir. Aber tue mir einen Gefallen und rühr nicht sofort die Buschtrommel“. „Ist in Ordnung“. Man hörte das er feuchte Augen bekam. „Kann ich Hannu besuchen. Der muß doch ziemlich fertig sein“. „Man hat Hannu in ein anderes Zimmer verlegt. Zimmer Nummer 128. Wenn er schläft dann läßt du ihn“. „Ja, schon klar“. „Ich weis nicht wann ich heute nach hause komme. Wird wohl etwas später werden“. „Was ist mit Jani? Der ist .... war sein bester Kumpel“. „Das erledigen wir. Ich muß jetzt leider wieder auflegen, wir haben viel zu tun“. „Ja, das glaub ich dir. Hab dich lieb“. „Ich dich auch“. Sie legte auf. Gerade als sie ihr Handy hingelegt hatte piepste es.

Na, hat euch die Überraschung gefallen? Er war eigentlich erst nach ****** dran aber so schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe

Sie stand auf schnappte sich den Besucherstuhl und schmiß ihn vor Wut gegen die Wand. „Was ist das denn für ein Krach“. Mico hatte den Kopf hereingestreckt. „Oh, das war dann wohl mal ein Stuhl gewesen“. Er trat zu ihr. „Ich weis ist zum Verzweifeln. Und du kanntest die Jungs ja auch noch persönlich“. Sie zeigte ihm die SMS. „Also doch“. „Gehen wir mal bei der Spurensicherung vorbei“.

„Könnt ihr uns schon was sagen?“. „Würde mich wundern wenn der Gerichtsmediziner etwas anderes als Vergiftung feststellen würde. Wir haben Gift in seinem Glas und der Flasche gefunden“. „Und was?“. „Laut chemischer Analyse Nikotin. Die Konzentration war hoch  genug das er dran gestorben ist, aber nicht hoch genug das es sofort passiert ist. Da fragt ihr aber besser noch mal den Mediziner“. „Kann man das so kaufen?“. „Ja, als Insektenschutzmittel aber man braucht eine Genehmigung dafür“. „Woher weißt du das?“. „Meine Großeltern in Deutschland hatten Landwirtschaft. Zumindest da war es Gesetz. Ich nehme an hier ist es nicht anders“. „Habt ihr sonst noch was?“. „Nein“. „Gut, danke“. Sie gingen zur Gerichtsmedizin. „Aber dann müßte man doch prüfen können wer das Zeug in letzter Zeit gekauft hat“. „In der Dosis ist es normal sofort tödlich. Wenn es wirklich nicht sofort gewirkt hat kann man dafür auch stinknormale Zigaretten verwenden“. „Verdammt“. „Genau“. Sie standen vor der Tür zum Obduktionssaal und gingen hinein. „Hallo Paavo. Laß mich raten er ist mit Nikotin vergiftet worden“. „Das hat euch bestimmt die Spurensicherung gesteckt“. „Ja, genau. Wie schnell hat es gewirkt?. „Die Konzentration war relativ gering. Genau kann ich dir das leider nicht sagen aber ein paar Stunden“. „Was sind bei dir ein paar Stunden?“. „Sieh mal das Problem ist er hat es mit seinem trinken aufgenommen. Immer mal wieder etwas und nicht alles auf einmal. Ein genauer Zeitpunkt ist da einfach nicht festzulegen da wir nicht wissen wie oft und wieviel er getrunken hat. Im Prinzip kann man ihm das Gift auch schon heute morgen untergejubelt haben“. „Hätte man aus ein paar Zigaretten so eine Konzentration mixen können?“. „Ja, ich geh da mal von aus weil es mehr Arbeit gekostet hätte reines Nikotin so weit zu verdünnen“. „OK, danke“. Sie gingen wieder zurück.

Matti konnte es einfach nicht glauben. Er saß am Bett von Hannu der schlief und grübelte. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen als es an der Tür klopfte. Die Tür wurde geöffnet und Jani kam herein gefolgt von Janne. „Hallo. Steffis Kollege hat gesagt wir würden dich hier finden. Zuhause ist mir einfach die Decke auf den Kopf gefallen“. Matti stand wortlos auf und nahm Jani in den Arm der angefangen hatte zu schluchzen. Nach ein paar Minuten beruhigte er sich wieder. „Ich versteh das einfach nicht“. „Das tut keiner von uns“. „Hat deine Frau schon was herausgefunden?“. „Sie hat mir nichts gesagt, ist aber auch schon etwas her seit ich mit ihr Telefoniert habe“. „Schläft dein Bruder seit du hier bist?“. „Ja, hat wohl irgendein Mittel zur Beruhigung bekommen. Hat sich mächtig Vorwürfe gemacht da er es als Polizist nicht hatte verhindern können obwohl er direkt neben ihm lag“. „Da kann er doch wohl überhaupt nichts für“. „Klar, aber es kratz halt an seiner Ehre“.   

Auf dem Flur trafen sie Mara und Ari. „Habt ihr mit seinen Eltern gesprochen?“. „Ja. War nicht einfach wie immer. Sie haben natürlich keine Ahnung was er mit der ganzen Sache zu tun haben könnte“. „Ich glaub ich fahre jetzt doch noch mal zu Jani, aber vorher geh ich im Krankenhaus vorbei. Mal sehen ob sich Hannu beruhigt hat“. „Soll jemand mit?“. „Nein, ich mach das alleine“.

Steffi klopfte an. Matti öffnete ihr die Tür und nahm sie in den Arm. „Hallo Schatz“. „Hallo. Schläft dein Bruder?“. „Ist vor einer Minute aufgewacht“. Sie gingen hinein. „Hallo Jani. Das tut mir wirklich leid aber damit hatte keiner gerechnet“. „Euch macht auch keiner einen Vorwurf. Wißt ihr schon wie ... ich meine...“. „Ja, er wurde Vergiftet“. „Vergiftet?“. „Ja, leider“. „Aber wie?“. „Nikotin“. „Das ist ein Gift?“. „Konzentriert bist du da sofort tot aber bei Risto war´s verdünnt gewesen“. „Hat er leiden müssen?“. „Ich weis es nicht. Ich hab euch sowiso schon mehr gesagt als ich eigentlich dürfte“. „Hat das wirklich mit den anderen Morden zu tun?“. „Ja, das wissen wir sicher“. „Das glaube ich nicht“. „Das ist eines der Dinge die wir sicher wissen. Aber jetzt ist genug gefragt“. Sie wandte sich an Hannu. „Wie geht´s dir?“. „Wie solls mir schon gehen wenn direkt vor meiner Nase ein Mord begangen wurde“. „Du hast geschlafen, du kannst nichts dafür“. „Ich hätte es verhindern können“. „Nein  hättest du nicht“. „Was ist eigentlich mit der anderen Sache?“. „Könnt ich euch mal kurz vor die Tür bitten. Das ist jetzt nicht für eure Ohren bestimmt“. „Geht´s um die Person die verschwunden ist? Dann bleiben wir hier“. „Nein Matti das tut ihr nicht. Geht bitte vor die Tür“. Sie maulten zwar noch herum gingen aber. „So was ist jetzt?“. „Lebt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr“. „Verdammt. Wie sicher ist das?“. „Wir haben den letzten Umschlag bekommen aber ich hatte das Gefühl auch schon vorher". „Wer es ist wißt ihr nicht?“. „Nein, wenn wir die Leiche bis morgen nicht gefunden haben bekommen wir einen Tip“. Hannu schaute sehr niedergeschlagen drein. „Du versuchst am besten noch ein bißchen zu schlafen. Wir machen das schon“. „Das ist echt nicht witzig so ans Bett gefesselt zu sein. Ich weis ich bin selbst dran Schuld“. „Ich geh dann mal wieder“. Sie gab ihm einen Kuß auf die Stirn.

„Ihr geht jetzt besser nach hause Hannu braucht Ruhe. Schlagt euch das aus dem Kopf in auszufragen“. „Du hast ja recht. Ich bin auch irgendwie erschöpft“. „Wir finden den Schuldigen“. „Da bin ich von überzeugt“. „Jani könnt ich nochmal kurz mit dir reden?“. „Ja klar aber ich weis nichts“. „War er irgendwie komisch drauf bevor er verschwand?“. „Nein, er war wie immer“. „Gab´s in der Vergangenheit irgend etwas was jemand ihm übel nehmen könnte? Und ich meine nicht nur die letzten Wochen“. „Risto ist doch ein Herz und eine Seele. Das kann ich mir nicht vorstellen“. „Das glaub ich dir ja auch aber denk trotzdem nochmal drüber nach. Alles kann wichtig sein“. „Ich werde sowieso nichts anderes machen“. „Gut das war´s erst mal“. Sie ging zurück ins Präsidium und die anderen nach hause.

Die Presse hatte inzwischen von der Sache Wind bekommen und als sie am Präsidium ankam wurde sie mit Fragen bestürmt. „Stimmt es das es wieder einen Toten gegeben hat?“. Sie dreht sich auf dem Absatz um. „Wenn sie jetzt alle mal kurz still sind lege ich ihnen die Fakten dar. Sobald ich unterbrochen werde gehe ich ins Präsidium und sie können sehen wo sie bleiben. Ich denke wir haben uns Verstanden. Also es ist so das Risto Jussilainen gegen 16:30 verstorben ist. Er wurde vergiftet und zwar mit Nikotin. Er hat das Gift mit dem Trinken aufgenommen das bedeutet alle die heute bei ihm waren kommen als Täter in Frage. Der Serienmörder mit dem wir uns seit einigen Tagen herumschlagen hat sich dazu bekannt. Bisher haben wir aber keine Konkreten Hinweise wer das sein könnte“. „Was ist mit dem Motiv?“. „Kennen wir nicht. Das ist alles“. Sie drehte sich herum und verschwand im Präsidium.

„Was soll das heißen Risto ist tot?“. „Das was ich dir gesagt habe“. „Das glaube ich nicht!“. „Dann hör dir die Nachrichten an“. Es war gerade das Programm unterbrochen worden für eine Sondersendung. Jussi starrte wie gelähmt darauf. „Das bedeutet aber das es bald noch einen Treffen wird. Er war doch nicht derjenige wo verschwunden ist“. „Ich fürchte auch“. „Hast du Steffi gefragt?“. „Nein, aber sie und Hannu taten geheimnisvoll. Da ist was im Busch“. „Ich verkrafte aber nicht viel mehr“. „Meinst du mich läßt das kalt“. „Tut mir leid das ist alles so zum Verzweifeln“. „Ich weis. Ich wünschte wir wären schon 9 Monate weiter dann hätte ich genug Ablenkung“. „Du wirst noch früh genug Vater“. Matti zögerte kurz aber dann sagte er es Jussi doch. Er konnte es einfach nicht für sich behalten. „Das gibt mehr als eins“. „Was gibt mehr als eins?“. „Babys?“. „Was? Oh, Steffi kriegt Zwillinge???“. „Drillinge“, sagte Matti stolz. Jussi wäre beinahe sein Glas aus der Hand gefallen. „Sag das nochmal“. „Wir bekommen Drillinge“. „Oh Mann gratuliere“. Er umarmte Matti und tätschelte ihm den Rücken. „Aber wage es ja nicht mich zu fragen ob ich Babysitte“. „Ganz bestimmt nicht, das kann ich den kleinen nicht antun“. „Was soll den das heißen?“. „Du würdest denen doch nur Blödsinn beibringen“. „Stimmt“. Sie grinsten sich an. „Gut, das es auch noch schöne Neuigkeiten gibt“. „Wie sieht´s denn mit dir und Tiita aus?“. „Kindertechnisch?“. „Ja, genau. Sie kam mir ein bißchen schwanger in letzter Zeit vor“. „Spinnst du? Das wär mir doch aufgefallen“. „Naja, du warst in letzter zeit ziemlich neben der Kappe gewesen wegen dem was passiert ist“. „Und was ist dir so an ihr aufgefallen?“. „Erst mal hat sie gestern abend Steffis Gurkenglas gelehrt und danach eine Milchschnitte gegessen. Und sie ist ein bißchen bleich um die Nase in letzter Zeit“. „Hat sie echt? Ist mir gar nicht aufgefallen“. „War ihr schlecht in letzter zeit?“. „Ja“. „Also, ist doch alles klar“. „Das ist bestimmt nur Zufall“. „Ne , das glaub ich nicht“. „Wo ist denn eigentlich Roar?“. „Jetzt lenk nicht ab“. „Jetzt echt, wo ist er?“. „Er wollte frische Luft schnappen“. Jussi Handy klingelte. „Ja?“. „Hallo Spatz, wo bist du?“. „Bei Matti“. „Ich hab das von Risto gerade im Fernsehen gesehen. Das ist ja schrecklich“. „Ja, ist es“. „Ich komm zu euch“. „Ja, ist gut. Hab dich lieb“. „Ich dich auch“. Er legte auf. „Sie kommt her“.

„Ich fasse es immer noch nicht daß das alles passiert ist“. „Keiner von uns tut das. Aber sollten wir nicht mal von was anderem reden“. „Ja, ist glaube ich besser so“. „Wie wär´s mit einer DVD?“. „Gute Idee“. „Was lustiges würde ich sagen“. Matti stand auf und suchte nach einem Film. „Schatz, kann es sein das du Schwanger bist?“. „Was? Wie kommst du denn auf den Schwachsinn?“. „Du verhältst dich halt ein bißchen so“. Matti versuchte angestrengt nicht hinzuhören. „Was soll das heißen?“. „Naja zum Beispiel gestern. Da hast du erst Essiggurken und dann eine Milchschnitte gegessen. Das ist doch nicht normal“. „Dann war mir eben danach. Heißt noch lange nicht das ich schwanger bin“. „Hast du ihm das eingeredet?“. „Ich hab damit nichts zu tun“. „Jetzt tu doch nicht so. Jussi hätte gestern schon etwas gesagt wäre ihm das aufgefallen“. „Gut, dann hab ich ihn eben darauf aufmerksam gemacht, aber das ändert nichts an den Tatsachen“. „Welchen Tatsachen?“. „Eben das was Jussi gerade gesagt hat“. Die Haustür wurde geöffnet. Matti stand auf und begrüßte seine Verlobte. „Jussi und Tiita sind da aber da würde ich jetzt nicht stören“. „Wieso?“. „Die streiten sich gerade darüber ob sie Schwanger ist oder nicht“. „Das Problem haben wir gleich gelöst“. Sie ging ins Bad holte etwas und dann ins Wohnzimmer. „Ich hab gehört ihr habt ein Problem?“. „Nein haben wir nicht“. „Also wenn man Gurken und Milchschnitte ißt ist man doch schwanger? Du müßtet das ja beurteilen können“. Sie warf Tiita den Gegenstand zu den sie geholt hatte. „Was ist das?“. „Ein Schwangerschaftstest und den machst du jetzt“. „Das eh ich überhaupt nicht ein“. „Komm schon. Wenn du sagst du bist nicht schwanger dann ist er halt negativ“. Tiita stand auf. „Aber nur um zu Beweisen das ich recht habe“. Sie ging ins Bad. „Wo hast du den denn so schnell hergezaubert?“. „Ich hab ihn doch nicht mehr gebraucht weil ich beim Arzt war“. Tiita kam wieder und knallte den Test auf den Tisch. „Wie lang muß man da warten?“. „Mindestens 3 Minuten“. Keiner sagte etwas in der Zeit. „So ich glaub die sind um“. Jussi griff nach dem Test. „Hab ich´s doch gewußt“. Tiita riß in ihm aus der Hand. „Dann ist der nicht richtig. Ich bin bestimmt nicht schwanger“. „OK, ich sag euch was. Wie wär´s wenn du morgen zum Arzt gehst und wir das Thema erledigen? Ich hatte heut echt genug Streß“. Keiner von beiden sagte etwas. „Gut“. „Wir wollten einen Film anschauen bevor du gekommen bist. Wie wär´s mit Ice Age?“. „Toll, den hab ich schon eine weile nicht mehr gesehen“. Aber so richtig herzhaft lachen konnte keiner nachdem was alles passiert war. Tiita und Jussi gingen nach dem Film. „Wo ist eigentlich Roar?“. „Fällt dir aber früh auf. Er wollte ein bißchen spazieren gehen“. Die Haustüre wurde aufgeschlossen. „Ich nehme an das ist er“. „Hallo ihr zwei. Ich bin müde, geh dann gleich ins Bett“. „Gute Nacht“. „Nacht“. „Glaubst du er weis es?“. „Ich glaube nicht aber muß ja auch nicht“. „Ich würd jetzt aber auch gerne ins Bett gehen“. „Ich auch“. Und wieder war es Matti der schneller eingeschlafen war.

10.Kapitel

Es war an diesem morgen schwerer den je ins Präsidium zu gelangen, denn es war alles da was die Presse zu bieten hatte. Nach allem was geschehen war ja auch kein Wunder. Sie hatten 5 Tote Opfer und keine Ahnung wer der Mörder war. Man Versuchte von seiten der Journalisten eine Verbindung zwischen den Mordfällen und dem Fall mit der Drogendealierin herzustellen, aber das war nur Zufall gewesen. Sie war so froh gewesen das Risto in Sicherheit war und dann das. Es mußte schnell Vorangehen den keiner außer der Polizei wußte, das es noch ein weites Opfer gab. Wenn das herauskäme dann wäre wirklich die Hölle los. Sie hatten beschlossen um 11 Uhr eine Pressekonferenz zu geben um das alles etwas unter Kontrolle zu halten und um vielleicht doch noch einen Hinweis aus der Bevölkerung zu bekommen. Jetzt war es aber erst 9 Uhr. Die Polizisten hatten sich im Besprechungszimmer versammelt. „Ich werde die Pressekonferenz geben. Nehmt es mir nicht übel, aber euch zerreißen sie“. „Dich vielleicht nicht?“. „Das will ich ihnen nicht raten“. „Damit konnte doch echt keiner rechnen“. „Wie denn auch. Mir fehlt einfach immer noch das Motiv. Damit wäre die ganze Sache einfacher“. „Allerdings. Hast du keine Ahnung was das sein könnte? Ich meine du kanntest die Jungs“. „Risto war einer der liebenswürdigsten Menschen die mir je begegnet sind und von den anderen beiden kann ich auch nichts schlechtes sagen“.  „Aber vielleicht ....“ . „Spekulationen helfen uns auch nicht weiter“. „Wo bleibt eigentlich unser Tip?“. „Der kommt schon noch“. „Ich muß mal kurz für kleine Mädchen“. „Mara, kannst du Kaffee mitbringen wenn du zurück kommst? Bitte“. „Ja, klar“. Sie kam nicht nur mit einem Kaffee zurück sondern einem Umschlag. „Ich glaub das ist unser Tip“. Sie gab Steffi den Umschlag. Es war eine Karte und ein Zettel darin.

Ich würde mal auf D4 suchen

Mico suchte die Stelle auf der Karte. „Warum sagt er nicht gleich hinter dem Puijo?“ „Weil es so mehr Spaß macht“. „Toller Spaß. Was machen wir mit der Pressekonferenz?“. „Die findet vorerst noch statt. Schicken wir mal den Suchtrupp los“.

Es hatte eine Stunde gedauert bis sie ihn gefunden hatten. Er lag mit dem Gesicht auf dem Boden. Die Spurensicherung war fertig und so konnte sie ihn umdrehen. „Wer ist es?“. „Das verstehe ich nicht?“. „Was verstehst du nicht?“. „Warum hat Jussi nichts gesagt?“. „Was gesagt?“. „Das ist auch einer seiner engeren Kumpels. Hätte ihm doch auffallen müssen das er fehlt“. „Dann solltest du mal mit ihm reden“. „Das werde ich, aber ich frag mich wie ich ihm das beibringen soll“. „Ich kann das auch machen“. „Nein, ich mach das schon. Ruf du in unserer Pressestelle an, die sollen herausgeben das die Pressekonferenz um 2 Stunden verschoben wird“. Sie wandte sich an den Gerichtsmediziner. „Was hast du für uns?“. „Das ihm alle Zähne fehlen wißt ihr ja schon. Gestorben ist er vermutlich an einer Vergiftung“. „Also wenn das mal nicht Nikotin war würd´s mich wundern“. „Das kann ich der leiche leider nicht ansehen“. 2Wie land ist er schon tot?“. „Schon etwas länger. Er ist nicht diese nacht gestorben sondern die Nacht davor also wohl über 24 Stunden. Genaueres nach der Obduktion“. „Hast du das gehört Mico?“. „Das ist aber kein Fairplay“. „Hat mich mein gefühl also doch nicht getrogen“. „Erwähnen wir das bei der Pressekonferenz?“. „Ja, aber jetzt fahre ich erst mal zu Jussi. „Könnt ihr seine Eltern übernehmen?“. „Ja, klar“.

„Hallo Jussi“. „Mir gefällt es nicht das du um diese Uhrzeit bei mir auf der Matte stehst“. „Darf ich rein kommen?“. Er trat beiseite. „Wo ist Tiita?“. „Uni. Weswegen bist du hier?“. „Ich glaube wir sollten uns erst mal setzten“. „Ihr habt die vermißte Person gefunden, aber nicht lebend, stimmt´s?“. Sie ging ohne Antwort zu geben ins Wohnzimmer. „Setzt dich“. „Ich denke gar nicht dran. Wen hat´s erwischt?“. „Samppa“. „WAS? Das kann nicht sein der ist mit seiner Freundin in seinem Ferienhaus“. „Er ist es aber, tut mir leid“. „Nein, das kann nicht sein! Ich glaub das nicht!!!“. „Jussi, es gibt keinen Zweifel“. „Aber, aber.....“ . „Sie nahm ihn in den Arm denn Jussi hatte feucht Augen bekommen. Jetzt heulte er los. Es dauerte ein paar Minuten bis er sich beruhigt hatte. „Er  ... er hat mir aber gesagt das ... das er ... in sein Ferienhaus wollte“. „Das hat er dir gesagt?“. „Nein, er hat´s mir geschrieben. Eine SMS. Moment .... kam die gar nicht von ihm?“. „Ich glaube die hat jemand anderes für ihn geschrieben“. „Oh Gott ich hab ihn auf dem Gewissen! Wie konnte ich nur darauf hereinfallen“. Er brach zusammen. Steffi bugsierte ihn auf das Sofa. „Du kannst nichts dafür. Woher hättest du das wissen sollen“. Jussi erwiderte nichts. „Du hast was von seiner Freundin gesagt. Die hätte dabei sein sollen?“. „Ja.... das ist auch nicht gut, oder?“. „Vielleicht ist sie ja für ein paar tage weg und der Täter hat das ausgenutzt“. „Das wüßte ich“. „Wir werden sie schon finden“. „Vermutlich auch tot“. Jussi brach wieder in Tränen aus. „Ich glaub ich ruf jetzt besser mal Matti an“. Sie nahm ihr Handy und telefonierte mit ihm ohne aber zu sagen was los ist“. Er stand 10 Minuten später in der Tür. „Was ist los?“. „Du solltest dich um deinen Bruder kümmern. Ich muß gleich wieder los“. „Was ist denn passiert?“. „Samppa“. „Was ist mit ihm?“ Aber im selben Moment wußte er es. „Nein, das ist nicht wahr. Sag daß das nicht wahr ist“. „Leider, doch“. Matti ging ohne ein weiteres Wort zu Jussi.

Der Raum in dem die Pressekonferenz stattfinden sollte war brechend voll. Steffi blickte sich um. Es waren nicht nur Lokalreporter da sondern auch internationale Presse. Sie war aber Profi genug das sie sich davon nicht beeindrucken ließ. Die Pressekonferenz dauerte über eine Stunde. Die Reporter waren sichtlich geschockt gewesen als bekannt wurde das es noch ein Opfer gab. Aber sie hatten sich schnell wieder gefangen und ließen natürlich kein gutes Haar an der Polizei. Sie war froh gewesen, als sie endlich aus diesem stickigen Raum herauskam.

„Das wird wieder Schlagzeilen geben“. „Ist mir aber egal“. „Was kannst du uns eigentlich zu Samppa Lajunen sagen?“. „Ich hab ihn nicht so gut gekannt. Er war übrigens bei den NoKo´s gewesen“. „NoKo´s?“. „Nordisch Kombinierer. Langlauf und Skispringen. Er kannte Jussi über die Musik“. „Matti hat übrigens angerufen. Jussi hat sich etwas beruhigt, aber er redet ständig was davon das er bestimmt der nächste wäre“. „Ist ja auch irgendwie verständlich“. „Schon aber Risto paßt da nicht richtig ins Bild. Ich meine mit ihm war er nicht so eng befreundet wie mit den anderen“. „Das ist wahr aber trotzdem haben sie hin und wieder was zusammen unternommen. Vielleicht war er einfach nur zur falschen zeit am falschen Ort“. Es klopfte. „Herein“. Pia gab ihr wortlos einen Umschlag. „Was ist den nun wieder?“. Sie öffnete ihn.

Hab ich ja glatt vergessen. Ihr solltet auch auf D2 suchen

„Ich hab´s befürchtet“. „Was hast du befürchtet?“. „ich bin mir sicher wen wir da finden“. „Du meinst Samppas Freundin?“. „Ja mein ...“. „Dein Gefühl ich weis. Wir lassen damm mal wieder den Suchtrupp los. Die werden sich freuen das sie schon wieder in der Pampa herumstapfen dürfen bei dem Wetter“.

Diesmal hatte es keine halbe Stunde gedauert. Sie war es leider gewesen. Unter der Leiche hatte man natürlich einen Zettel gefunden.

Sie hat leider dran glauben müssen um den Plan zu verwirklichen .... ach wie schade, so ein hübsches Ding

Aber man hatte auch etwas viel wichtigeres gefunden, ihr Handy. „Wie hatte der Täter das übersehen können?“. „Keine Ahnung aber ich bin froh drum“.  Steffi hatte es gerade in der Hand und checkte es. „Sie hat auch so eine SMS abgeschickt. Beziehungsweise der Täter“. Sie schaute sich gerade die Fotos an. „OH, das glaub ich jetzt nicht!“. Sie zeigte das Foto Mico“. „Das ist sie da bin ich mir sicher such wenn man sie nur unscharf von hinten sieht!“. „Ich glaub da hast du recht, aber das kann doch nicht sein. Das ist ein Irrtum“. „Mir egal wir schnappen sie uns jetzt und dann sehen wir weiter“. Auf dem Flur trafen sie Ari. „Hast du Mara gesehen?“. „Sie wollte in die Gerichtsmedizin, wieso?“. Sie antwortete nicht sondern rannte los.

„Gunnar wo ist Mara?“. „Sie hat einen Anruf bekommen und ist dann gegangen. Vor in paar Minuten“. „Verdammt, irgend jemand hat sie gewarnt. Wir geben eine Fahndung raus, sofort“. Sie rief in der Zentrale an und leitete dies in die Wege. Sie gingen schnellen Schrittes wieder zurück ins Präsidium. Ari kam auf sie zu. „Was ist denn los?“. Sie zeigte ihm das Foto. „Das ist doch....“. „Ja, Mara meine Schwägerin und unsere Kollegin. Ich hab keinen blassen Schimmer was sie mit der Sache zu tun hat“. „Habt ihr sie erwischt?“. „Nein, jemand hat sie gewarnt und dieser jemand muß davon gewußt haben das wir das Foto haben“. „Was schaust du mich da so an?“. „Mir fällt gerade niemand anderes ein der davon gewußt hat“. „Jetzt hört´s aber auf!. Da waren noch mehr Leute auf dem Flur und die haben alle mitbekommen was los ist“. Ihr Gefühl sagte ihr das sie Ari Vertrauen konnte. „Ok, wir gehen in mein Zimmer und reden da weiter“.

Tiita war inzwischen von der Uni heim gekommen und kümmerte sich um Jussi. „Das alles ist echt unglaublich“. „Ich bin bestimmt der nächste“. „Schatz hör auf mit dem Scheiß. Du bist ganz sicher nicht der nächste“. „ich verlaß das Haus nicht mehr“. „Bruderherz jetzt ist aber genug“. „Das sind alles meine Kumpels, da ist das doch wohl logisch“. „Und Risto?“. „Der war auch mein Kumpel“. „Schon, aber nicht so wie die anderen“. „Trotzdem“. „Ich will nichts mehr davon hören“. „Aber...“. „Nein“. Jussi schmollte.

Die Suche nach Mara Jarvilehto verlief erfolglos. Sie hatten den Fingerabdruck mit denen aus ihrem Arbeitszimmer verglichen und er paßte. Steffi, Ari und Mico sahen sich fragend an. „Was soll das ganze?“. „Wenn ich das nur wüßte. Außerdem wäre mir neu das sie medizinische Fachkenntnisse hätte“. „Am besten wir stellen ihre Bude mal auf den Kopf“.

Anscheinend hatte sie doch Medizinische Fachkenntnisse gehabt. Sie hatten herausgefunden, das sie bevor sie zur Polizei ging 4 Semester Medizin studiert hatte. „Das hat sie dir nie erzählt?“. „Nein“. „Mika auch nicht?“. „Nein und das wundert mich doch schon sehr. Irgendwie begreife ich das alles nicht. Es gibt da überhaupt keinen Zusammenhang zu den Opfern“. „Wie wär´s wenn wir mal Jussi fragen?“. „Gehen wir“.

„Was ist los? Noch ein Opfer?“. „Schatz, wir müssen mit Jussi reden“. „Der hat sich aber gerade ein wenig gefangen“. „Ich weis was ich tu“. Sie ging an ihm Vorbei ins Wohnzimmer mit Mico im schlepptau. „Sag nicht das noch jemand abgekrazt ist“. Sie antwortete nicht sonder hielt im ein Foto von Mara unter die Nase. „Kennst du sie?“. „Das ist doch eine Kollegin von dir und deine ex-Schwägerin“. „Genau, aber kennst du sie vielleicht von früher?“. „Was meinst du?“. „Bevor du mich kanntest“. „Nein. Wieso?“. „Weil sie was mit der ganzen Sache zu tun hat und ich wüßte nur gerne was“. „Das verstehe ich nicht“. „Wir ja auch nicht. Wir vermuten aber der Grund liegt in der Vergangenheit deshalb die Frage“. „Ich kann euch da leider nicht weiterhelfen“. „Gut, da hilft nur eins. Wir geben das an die Presse raus. Vielleicht hat ja jemand eine Ahnung oder sie gesehen. Wir müssen dann mal wieder gehen“. Sie verabschiedeten sich und gingen.

Es wurde 20 Uhr aber weder hatte jemand gesehen wo Mara hin ist noch irgendeine Vermutung was sie mit dem fall zu tun hat. Steffis Handy piepste. „Das glaub ich jetzt nicht“

Der Rest muß auch noch dran glauben und ihr könnt mich nicht aufhalten

Steffi zeigte es den anderen. „Sie hat nicht einmal ihre Nummer unterdrückt“. Ari wollte schon zum Telefon greifen. „Sie hat es sicher schon wieder aus gemacht“. Es war Mitternacht als sie nach hause kam. Sie hatten immer noch keine Ahnung was Mara mit der ganzen Sache zu tun hatte. Aber jetzt war sie ausgebrannt und brauchte Schlaf wie alle anderen auch.

Kapitel 11

Bevor Steffi zum Präsidium fuhr ging sie auf den Friedhof. Sie kniete sich vor das Grab ihres verstorbenen Mannes. „Sag du mir was mit deiner Schwester los ist?“. Aber sie bekam natürlich keine Antwort. Nach fünf Minuten ging sie wieder.

„Ich verstehe das nicht, sie kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben!“. „Ich fürchte sie spielt nicht allein und jemand hat ihr geholfen unterzutauchen“. „Gibt´s noch mehr Geschwister?“. „Nein“. „Das ist einfach zum Verzweifeln. Jetzt haben wir einen Täter und kommen trotzdem nicht vorwärts“.

Leider tat sich auch die nächsten 3 Tage nichts.

„Wo hat sich das Miststück nur versteckt???“. „Wir finden sie schon noch“. „Wenn ich das alles nur endlich verstehen würde“. „Nicht nur du. Damit das sie es ist hätt ich nicht gerechnet. Jetzt weiß ich wenigstens was sie in Urlaub gemacht hat und das erklärt auch warum der Täter so lange keine Fehler gemacht hat und gut vorbereitet war. Sie kennst sich schließlich gut aus was Kriminalistik angeht“. „Aber wieso ist ihr dann der Fehler mit dem Handy passiert?“. „Samppas Freundin wurde erstochen. Ich hab die Theorie das sie nicht sofort tot war. Sie könnte sich das Handy geschnappt haben und machte ein Foto als Mara sich umgedreht hatte. Mara hat das nicht gemerkt“. „So ähnlich muß es wohl gewesen sein“.

Gestern war die Beerdigung von Risto, Samppa und dessen Freundin gewesen. Alle hofften das jetzt alles vorbei war. „Aber sie haben diese verrückte doch immer noch nicht geschnappt!“. „Ja, schon Schatz aber ich glaube nicht das sie sich noch mal traut jemanden zu kidnappen jetzt wo bekannt ist wer sie ist“. „Was sagst du dazu Matti“. „Ich hoffe das du recht hast. Aber sollten wir nicht lieber über was anderes reden? Wir haben doch schließlich was zu feiern“. Er grinste Tiita an. „Schon recht. Zum Glück muß ich nicht mit 3 rumlaufen so wie dein Schatzi“. „Ist auch besser so sonst wird dein Schatzi noch überfordert“. „Hey, ich würde auch mit drei klarkommen“. „Ja klar. Ich glaub eins reicht erstmal“. „Können wir das jetzt lassen? Ich hab Hunger“. „OK, Roar kommst du mit?“. „Immer doch“

Ihre Schwägerin hatte keine Ahnung worum es ging, das wußte sie. Aber bald würde sie es verstehen. Nur mußte sie immoment sehr aufpassen. Die nächsten Schritte müssen wohl geplant sein. Aber sie würde alle kriegen die etwas damit zu tun hatten, da war sie sich sicher. Einer davon lag neben ihr auf dem Bett und wimmerte leise....

Hannu war inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen aber noch nicht arbeitsfähig. Das hielt in trotzdem nicht davon ab ins Präsidium zu kommen. „Sag mal spinnst du? Du sollts dich erholen“. „Mir geht´s gut und da Mara nicht mehr da ist braucht ihr mich ja wieder“. „So hilfst du uns aber nicht. Kannst du überhaupt aufrecht laufen ohne Schmerzen?“. „Das geht schon“. „Hannu ich kann dich ja verstehen aber so geht das nicht“. „Ich will aber“. „Falls du´s vergessen hast. Ich leite diese Abteilung und bin deshalb dein Vorgesetzter und als dieser sage ich du gehst jetzt nach hause“. Er verschränkte Demonstrativ die Arme zumindest versuchte er es. Auf halbem Wege ließ er es sein. „Siehst du genau das mein ich“. „Dann mach ich halt nur Papierkram und so ein Zeug“. „Wer´s glaubt wird selig. Da hast du nach einem halben Tag die Schnauze voll. Ich kann das einfach nicht verantworten“. „Na schön wie du meinst“. Er erhob sich und ging.

„Das Rosso ist einfach genial. Die Pizza ist super lecker“. „Tiita wenn du so weiter ißt siehst du auch bald so aus als würdest du Drillinge bekommen“. „Sehr witzig“. „Ich mein die Pizza ist echt riesig“. „Ich esse ja auch für zwei und wehe du sagst noch was sonst mach ich einen auf Steffi beim Frühstück“. „Das verstehe ich nicht“. „Ach hat´s dir Matti nicht erzählt? Vor ein paar Tagen ist die Müslischüßel auf seinem Kopf gelandet“. „Ach echt? Was hast du denn böses gemacht?“. „Gar nichts“. „Das glaub ich dir sogar Mann, ist mir auch passiert als meine Frau schwanger war, aber das sind halt die Hormone. Da wirst du auch nicht von verschont bleiben“. „Ach meine Verlobte hat sich voll im Griff, stimmt´s Schatz?“. „Kommt ganz auf dein Verhalten an. Ich glaub ich bestell mir noch einen Nachtisch nachher“. „Bist du sicher?“. Eine Sekunde später landete das Wasser aus Tiitas Glas in Jussis Gesicht. „Ja“. Sie stand auf und ging auf die Toilette. „Siehst du, da hast du´s schon“. „Das war grad echt lustig gewesen“. „Hannu wo kommst du denn auf einmal her?“. „Ich darf nicht arbeiten und da ich Hunger hab dachte ich ich esse hier was“. Er setzte sich zu ihnen. „Du wolltest schon wieder arbeiten?“. „Ja, aber meine Cheffin hat mich vor die Tür gesetzt. Der sind die Hormone zu Kopf gestiegen“. „Also wenn ich meine Verlobte wär würd ich dich auch nicht arbeiten lassen. Was wenn du deine Waffe schnell ziehen muß. Ich glaub da würdest du kläglich versagen. Das kann sie einfach nicht verantworten“. „War ja klar das du zu ihr hältst“. „Ich finde er hat recht“. „Ich glaub da muß ich ein rotes Kreuz in den Kalender machen. Ein Tag an dem ihr euch mal einig wart". Tiita kam zurück. „Hey, Hannu was machst du denn hier?“. „Ich will was essen“. „Da bist du hier genau richtig“. Sie setzte sich wieder.

„Was hast du da?“. Ari reichte es ihr. „Nein, ich dachte wir hätten das hinter uns“. „Offensichtlich nicht“. Steffi öffnete den Umschlag.

Wenn ihr geglaubt hast ich gebe auf dann muß ich euch enttäuschen. Ich habe mir wieder einen gekrallt und zwar letzte Nacht. Da ihr nun wißt wer ich bin Brauch ich ja nicht mehr darauf achten keine Spuren zu hinterlassen. Ihr habt mich allerdings ziemlich verärgert deshalb habt ihr nur bis morgen abend Zeit. Nachher kommt ein Paket das dürfte euch gefallen.

„Das darf doch nicht wahr sein“. „OK, wir gegen die ganze Liste durch und rufen alle Springer und Freunde an. Wir nehmen den Festnetzanschluß und sagen einfach wir hätten uns verwählt dann kommt keine Panik auf. Am Schluß hatten sie fast alle erreicht. Zwei davon hatten sie zuhause erreicht, zwei aber hatten sie immer noch nicht aufgespürt. „Kennst du die beiden?“. „Nicht so gut aber ich hab natürlich schon mit ihnen zu tun gehabt“. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Es war Minna. „Kann ich dich mal ganz kurz sprechen?“. Steffi ging zu ihr vor die Tür. „Was ist?“. „Ich wollte dir nur danke sagen“. „Weswegen denn?“. „Das du Hannu verscheucht hast. Auf mich hat er nämlich nicht gehört. Ich glaub er nimmt die ganze Sache persönlich nachdem was im Krankenhaus passiert ist“. „Das Gefühl habe ich auch. Ich paß schon auf das er keine Dummheiten macht. Arbeiten kann er auf alle Fälle noch nicht. Du mußt halt ‘privat‘ ein bißchen auf ihn aufpassen wenn du verstehst“. „Ich laß ihn keine Sekunde aus den Augen“. „Gut, ich muß wieder rein“. „Was wollte sie den?“. „Das mußt du nicht wissen“. „Ging´s um Hannu?“. „Wir haben dringendere Probleme immoment. Wir Paavo und ein paar andere Streifenpolizisten nochmal zu den beiden hin. Die sollen die Nachbarn fragen wann sie zuletzt gesehen worden sind. Sie wären als Zeugen gesucht bei einem Autounfall. Wenn wir da nämlich auftauchen kocht sofort die Gerüchteküche“. „Das ist eine gute Idee. Ich wär da einfach hinspaziert“. „Irgedwo muß ja der Unterschied zwischen einem ‘Haupt‘ vor dem Kommissar und keinem sein“. „Wenn ich dich nicht kennen würde würd ich dir das jetzt übel nehmen“.

Die Befragung der Nachbarn hatte ergeben das sie einen Ausschließen konnten also hatten sie das nächste Opfer. Sie hatten sogar ein Durchsuchungsbefehl für dessen Wohnung bekommen obwohl der Richter nicht ganz überzeugt war. Allerdings vertraute er Hauptkommissarin Jarvilehto und so gingen sie zu der Wohnung. Es sah alles unberührt aus. „Das Bett ist ziemlich durchwühlt“. Sie hob die Decke. „Da ist etwas“. Mico hob ein Tuch auf und roch daran. „Damit ist er betäubt worden“. Sie stellten die ganze Wohnung auf den Kopf fanden aber nichts. Sie wollten schon aufgeben als ein Foto aus einem Buch fiel das Ari aufgeschlagen hatte. Steffi hob es auf. „Das Foto ist schon älter, aber interessant. Da sind Lauri, Ville, Risto und Samppa drauf mit einem Mädchen. Sie drehte es um. „Das Bild ist 11 Jahre alt und ich rufe mal Jussi an. Bin gespannt ob er weis wer sie ist“. Sie telefonierte kurz mit ihm und bestellte ihn auf das Präsidium.

„Ich hoffe das ist wichtig“. „Ja ist es“. Sie reicht ihm das Foto. „Kannst du uns sagen wer das Mädchen ist?“. „Ja klar, das ist Jaana Viikula“. „Was kannst du mir über sie sagen?“. „Wieso willst du das wissen?“. „Weil ich wie schon öfters gesagt vermute, daß der Grund für die Morde in der Vergangenheit liegt und die Männer auf dem Foto sind tot“. „Sie war ein sehr nettes Mädchen gewesen“. „Warum sprichst du in der Vergangenheit von ihr?“. „Weil sie von einem auf den anderen Tag verschwunden ist und ich irgendwie das Gefühl hatte das sie nicht mehr lebt“. „OK, erzähl mir mehr“. „Sie war Teil unserer Clique. Plötzlich hatte sie angefangen sich zu verändern. Hat sich zuhause verkrochen und wollte nichts mehr mit uns zu tun haben“. „Warum?“. „Ich weis es nicht. Ist alles auch schon so lange her“. „Versuch dich zu erinnern“. „Nach einer Party die wir gefeiert haben. Ich kann mich nur nicht mehr erinnern was da passiert ist. Ich hab zu tief ins Glas geschaut und einen sogenannten Blackout gehabt“. „Wer war alles auf der Party?“. „Das waren einige Leute gewesen. Ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern wer genau“. „Kann es sein das einer der Jungs ihr zu nahe gekommen ist?“. „Was willst du damit sagen?“. „Ich frag mich nur was ihre Verwandlung verursacht hat“. „Nein, ganz sicher nicht. Zumindest keiner meiner Kumpels“. „Wird wieder einer vermißt?“. „Ja“. „Das ist jetzt nicht war“. „Pekka Salminen“. „Pekka?“. „War er damals bei der Party auch dabei gewesen?“. „Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke schon“. „Gut, wäre nett wenn du das unter uns bleiben könnte“. „Schon klar“. Er stand auf und ging.

Steffi legte gerade ihre Füße hoch um ihren Kreislauf zu beruhigen als es an der Tür klopfte. „Ja“. Minna trat herein. „Das ist gerade gekommen“. Minna gab ihr das Päckchen. Steffi öffnete es und schloß es im selben Moment wieder. „Das ist ja pervers“. „Was ist es denn?“. „Ich sag mal so, der Besitzer dieses Körperteils kann jetzt keine Kinder mehr Zeugen“. Minna rannte hinaus in Richtung Toilette. Sie nahm das Päckchen und ging zu Mico und Ari. „Hier die versprochene Lieferung. Ich guck da nicht noch mal rein“. Mico und Ari riskierten einen Blick. „Das ist ja ekelhaft. Ich glaub das nicht so was perverses“. „Ich hab aber auch noch gute Nachrichten“. Sie berichtete von ihrem Gespräch mit Jussi. „Dann geben wir mal den Namen in den Computer ein und sehen was er ausspuckt“. „Also sie wurde nur 16, ist vor 10 Jahren und 3 Monaten gestorben. „An was?“. „Hier steht Selbstmord“. Steffi schaute sich das Foto nochmal an und da traf sie der Schlag. Das Mädchen auf diesem Foto hat verdammte Ähnlichkeit mit diesem anderen Mädchen das hier war und nach ihrem Vater gesucht hat. Erinnert ihr euch?“. „Das ist bestimmt nur Zufall. Das kann nicht sein“. „Doch, die haben beide den gleichen Nachnahmen. Dann hätten wir auch ein Motiv“. „Von was redest du?“. „Irgendwas ist auf dieser Party passiert. Wenn sie nun nicht freiwillig Schwanger geworden ist?". „Aber sie ist tot, sie kann sich nicht mehr rächen“. „Sie nicht aber jemand dem sie sich anvertraut hat. Eine Schwester zum Beispiel“. „Aber du glaubst doch nicht ernsthaft das sie von all unseren Opfern vergewaltigt wurde?“. „Nein das glaube ich nicht. Vielleicht hat sie nicht gewußt wer es war und hat einfach ein paar Mögliche Kandidaten genannt. Wie dem auch sei, ich bin mir sicher das sie der Grund für all die Morde ist“. „Wenn deine Theorie stimmt dann müßte der Vater des Mädchens eines der Opfer sein“. Sie rief sich das Aussehen des Mädchens nochmal ins Gedächtnis. Jetzt fiel ihr ein was ihr so bekannt vor kam. „Die Augen verdammt!“. „Was?“. „Ihre Augen! Sie hat die gleichen Augen wie ..... aber das glaub ich nicht“. „Wie wer?“. „Jussi“. „Was?“. „Das ist ja wohl ein Scherz“. „Das läßt sich ganz leicht überprüfen“. Sie rief Jussi an. „Tut mir leid aber ich muß dich schon wieder herbeten. Es ist sehr wichtig“. Er murrte zwar aber erklärte sich bereit. „Ich geh das Mädchen aus dem Heim holen“.

„Schön wieder hier zu sein“. „Das freut mich. Weißt du wir haben vielleicht deinen Vater gefunden. Um das zu prüfen Brauch ich etwas von dir. Kannst du mal kurz Ahhhh für mich sagen?". Sie öffnete den Mund und Steffi nahm mit dem Wattestäbchen eine Probe. „Das hast du toll gemacht. Das gleiche machen wir bei deinem Papa .... wenn er es denn ist auch. Wir vergleichen die Proben und können sehen ob er dein Papa ist“. „Wenn nicht ist auch nicht schlimm. Wäre zwar schön aber nicht schlimm“. „OK, wartest du hier kurz auf mich? Sie mal das ist Pia unsere Rezeptionsdame, sie wird solange auf dich aufpassen. Ist das OK?“. „Ja ist gut“.

„Was ist nun schon wieder?“. „Ich glaube ich habe das Rätsel gelöst aber dazu brauche ich eine Speichelprobe von dir“. „Wozu den das? Ich hab nichts damit zu tun“. „Komm, tu mir den Gefallen“. „Ich weis nicht“. „Vertraust du mir?“. „Ja“. „Also?“. Er öffnete den Mund und sie nahm eine Probe. „Verrätst du mir für was genau das gut sein soll?“. „Ich sag´s dir wenn ich weis was das Ergebnis des Testes ist“. „Was für ein Test?“. „Später“. „Ich habe ein recht das zu wissen!“. „Ari, bringst du das ins Labor?“. Er nahm ihr das Stäbchen aus der Hand. „Danke“. „Steffi, was wird hier gespielt?“. „Wenn das stimmt was ich vermute dann bist du schon Vater“. „Was redest du da?“. „Ist ein bißchen schwer zu erklären. Vor über einer Woche als das mit den Morden angefangen hat ist ein Mädchen zu mir gekommen. Sie wollte das ich ihr helfe ihren Vater zu finden. Dieses Mädchen hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Mädchen auf dem Foto bis auf eine Ausnahme. Sie hat deine Augen. Ich hatte sofort das gefühl mir kommt was bekannt vor, aber erst heute ist mir klargeworden was“. „Das ist doch völliger Schwachsinn. Ich könnte mich sicher erinnern wenn ich mit Jaana was gehabt habe. Wir waren nur Freunde“. „Das werden wir ja bald sehen. Wenn es allerdings stimmen sollte dann bist du hochgradig gefährdet. Jaana ist tot, sie hat nicht mehr lange nach der Geburt gelebt, aber ich denke eine nahestehende Person will Rache nehmen“. „Selbst wenn da was gewesen wäre, wieso Rache nehmen?“. „Jaana hat Selbstmord begangen und das war sicher aufgrund etwas was sie nicht verkraftet hat und das muß auf der Party gewesen sein“. „Willst du damit sagen ich hätte sie Vergewaltigt?“. „Ich könnte mir das sehr schwer vorstellen, aber Tatsache ist das wir es nicht wissen was auf der Party gewesen war. „Ich schlage vor du bleibst da bis wir das Ergebnis haben“. „Wie lange dauert das?“. „Das ist eine etwas kompliziertere Analyse. Ungefähr eine Stunde“. „Ist sie auch da? Ich mein das Mädchen?“. „Ja, aber ich möchte nicht das ihr euch begegnet bevor nicht klar ist was Sache ist“. Es klopfte. „Herein“. Matti steckte den Kopf herein. „Stör ich?“. „Nein du kommst wie gerufen. Ich brauch einen Aufpasser“. „Was hat Jussi diesmal wieder angestellt?“. „Gar nichts aber ich möchte nicht das er mir in der nächsten Stunde davon läuft. Er kann´s dir ja erklären. Am besten ist ihr geht ins Besprechungszimmer“. „Ich hab zwar keinen Plan was los ist, aber OK“. Er und Jussi verließen das Zimmer.

„Schau dir mal das an“. Mico reichte ihr ein Blatt Papier. „Deine Schwägerin ist die Schwester von Jaana und damit hätten wir auch den Zusammenhang. Sie hat ihren Namen geändert, ursprünglich hieß sie Mara Viikula. Das gleiche gilt übrigens auch für deinen Mann. Er hieß Mika Viikula. „Was? Das kapier ich jetzt nicht. Wieso hat er nie was davon gesagt?“. „Ich glaub da gibt´s wohl so einige Dinge die du nicht gewußt hast“. Steffi war regelrecht geschockt. „Das beste kommt aber noch“. „Noch mehr?“. „Es gibt noch eine Schwester. Minna Viikula uns bekannt als Minna Petrinen. Sie ist verschwunden“. „Hat wohl gemerkt das es brenzlig wird, als wir das mit dem Mädchen herausgefunden haben. Ich habe Hannu schon angerufen. Er kommt her. Und eine Fahndung nach ihr ist auch raus. Jetzt wissen wir auch wer Mara gewarnt hatte“. „Gute Arbeit Mico“. „Jetzt müssen wir die beiden nur noch finden“. „Hat Minna nicht mal was von einer Hütte am Kolmisoppi gesagt?“. „Dann laß uns gehen“.

Sie hatten keine halbe Stunde gebraucht um die Hütte zu finden. Am Boden lag ein Körper. Steffi beugte sich nach unten um den Puls zu fühlen. „Wir sind zu spät. Er ist tot“. „Verdammt“. „Aber hier sind wohl die meisten Morde passiert. Das ist ja ein Sammelsurium an Beweismitteln. Die Spurensicherung soll sich mal umsehen“. „Was glaubst du wo sie hin sind?“. „Keine Ahnung“.

Sie gingen in die Gerichtsmedizin. „Hallo Gunnar?“. „Du willst sicher das Ergebnis des Testes haben?“. „Ist er fertig?“. „Ja“. Er drückte ihr den Umschlag in die Hand. „Euer Toter ist vermutlich vergiftet worden so auf den ersten Blick. „Nikotin?“. „Das weis ich noch nicht, aber das Gift wurde diesmal gespritzt“. „Gut danke“.

„Jussi und Matti warten schon in deinem Zimmer. Weist du was drin steht?“. „Ich hab noch nicht geschaut“. Sie ging hinein und setzte sich ihnen gegenüber. Jussi sah etwas bleich aus. „Willst du es selber aufmachen?“. „Nein“. „Sicher?“. „Ja“. Steffi öffnete den Umschlag. Sie hielt das Ergebnis Jussi unter die Nase. „Glückwunsch Papa“. „Das kann nicht stimmen“. „Doch tut es“. „Wenn du unserer Gerichtsmedizin nicht glaubst kannst du natürlich selber ein Gutachten stellen“. „Ich kann einfach nicht auf einmal Papa sein. Das geht nicht“. „Das verlangt auch keiner von dir. Sie hat übrigens einiges von deinem Charakter geerbt. Ist überhaupt nicht auf den Mund gefallen und genauso engstirnig“. „Ich kenn sie doch überhaupt nicht“. „Sie hat ein Recht darauf zu erfahren wer ihr Vater ist, wenn du sie wärst würdest du das auch wollen“. „Ja, aber das kommt alles so plötzlich“. „Ich sag dir was. Ich gehe mal und rede mit ihr und dann sehen wir weiter“. „OK“.

„Hallo Sari da bin ich wieder. Alles klar bei dir?“. „Ja, wir haben Vier gewinnt gespielt und ich hab gewonnen“. „Das ist ja toll. Hör mir zu, ich habe deinen Papa gefunden. Aber weist du er hat bis heute nicht gewußt das es dich überhaupt gibt und es fällt ihm schwer das zu begreifen. Es ist nicht das er nichts mit dir zu tun haben will er braucht nur etwas zeit“. „Das ist schon ok, das kann ich verstehen. Ich würde nur gerne hallo sagen“. „Ich frag ihn mal, bin gleich wieder da“. Ein paar Minuten später kam sie zurück mit Jussi und Matti. Sari ging Zielstrebig auf Jussi zu. „Hallo Papa, darf ich dich umarmen?“. Jussi beugte sich nach unten und nahm das Mädchen in den Arm. Er bekam feuchte Augen. Er ließ sie wieder los. „Ich kann verstehen das es ein Schock für dich sein muß. Aber weißt du ich habe niemanden und es wäre schön wenn wir uns anfreunden könnten“. „Ich glaube das läßt sich machen“. „Spielst du mit mir?“. „Ja, sicher“.

Steffi hatte die beiden alleine gelassen und ging mit Matti in ihr Zimmer. „Ich kann das irgendwie noch gar nicht begreifen“. „Ich auch nicht“. Es klopfte an die Tür. „Herein“. Hannu und Tiita kamen herein. „Was zum Henker ist los?“. „Steffi erklärte es den beiden. „Was das glaub ich alles nicht? Jussi soll Vater sein?“ „Ja, das ist eindeutig“. „Allerdings sind wir nicht sicher wie genau es dazu gekommen ist, weil er sich nicht daran erinnert“. „Was willst du damit andeuten?“. „Gar nichts“. Hannu stand kreidebleich da und sagte kein Wort. „Hannu alles OK? Ist schon klar das es für dich ein Schock sein muß. Hätte keiner gedacht das Minna da mit drin steckt. Und ich weiß auch nicht was mein Mann da genau mit zu tun hatte, da er ja auch zu der Familie gehörte. Es gibt durchaus noch ein paar ungeklärte Fragen“. „Aber das glaub ich einfach nicht. Sie war doch so liebenswürdig“. „Sie ist eben eine gute Schauspielerin gewesen“. Das Telefon klingelte. „Hallo hier ist Gunnar. Das Gift was kein Gift sondern ein Opiat namens Heroin, in einer tödlichen Dosis verabreicht“. „Danke“. Sie legte auf. „Ich will das bis wir die zwei Verrückten geschnappt haben ihr euch nicht einzeln durch die Gegend bewegt und auf euch Gegenseitig aufpaßt“. „Ist das echt nötig?“. „Ich korrigiere mich, ihr paßt auf Jussi auf. Wenn das Motiv stimmt ist er in Gefahr“.  

12.Kapitel

Die folgenden 2 Wochen hatte sich nichts getan. Man hatte die beiden nicht finden können. Dafür fand Jussi immer mehr gefallen an seiner Vaterrolle. Die beiden verstanden sich wirklich gut. Er hatte die Vaterschaft anerkannt und so zog Sari bei Jussi und Tiita ein. „Na freust du dich schon auf dein Geschwisterchen?“. „Und wie! Wird es ein Junge oder Mädchen?“. „Das wissen wir noch nicht. Was hältst du davon wenn wir uns Überraschen lassen?“. „Wie lang dauert das noch?“. „Ich bin in der sechsten Woche das bedeutet noch siebeneinhalb Monate“. „So lange?“. „Ja“. „Dauert das bei dir auch so lange Tante Steffi?“. „Ich bin schon in der achten Woche, das bedeutet noch genau sieben Monate“. „Das ist ja fast genauso lange“. „Glaub mir die Zeit geht schnell rum aber ich glaube du mußt jetzt ins Bett“. Sie schaute ihren Papa an. „Deine Tante hat recht. Geh ins Bad und mach dich Bettfertig“. Ein paar Minuten später kam sie wieder. Jussi stand auf und brachte sie ins Bett. Als er zurück kam schauten sie sich einen Film auf DVD an. „Ist schon reichlich spät, ich glaube wir sollten gehen“. „Ach was ihr könnt hier schlafen auf dem Sofa. Wobei wenn ich an deinen Zustand denke, dann schläfst du mit Tiita im Bett. Ich und Matti schlafen auf dem Sofa. „Das ist echt nicht nötig“. „Doch ich bestehe darauf“. „Na gut“.

Steffi konnte die Nacht nicht richtig schlafen. Sie wachte auf mit einem unguten Gefühl. Sie meinte ein Geräusch gehört zu haben und stand auf. Es war drei Uhr in der Nacht. Sie nahm ihre Waffe unter dem Bettkissen hervor und schlich aus dem Schlafzimmer den gang entlang zum Wohnzimmer. Dort brannte Licht. Sie ging wieder zurück und rief ihre Kollegen an. Dann schlich sie wieder hinaus. Sie hielt ihr Ohr an die Tür und hörte Stimmen. Eine davon war die von Mara die sagte ‘jetzt bist du dran‘. Steffi stieß die Tür auf und richtete die waffe auf Mara. Die wirbelte herum und richtete ihre Waffe auf sie. Matti und Jussi waren beide mit Handschellen an den Heizkörper gekettet und der Mund war zugeklebt. „Schön dich wieder zu sehen“. „Hast aber lange gebraucht“. „Wie wär´s wenn du deine Waffe herunternimmst sonst könnte ich auf die Idee kommen deinen Mann abzuknallen“. Sie richtete die Waffe auf Matti. „Wie wär´s wenn du mir erklärst was der ganze Scheiß soll“. „Das weißt du noch nicht?. Dein zukünftiger Schwager hat meine Schwester vergewaltigt und die anderen auch“. Matti versuchte etwas zu sagen. „Würdest du meinem Mann das Klebeband abreisen. Ich glaub er hat was dazu zu sagen. Bist du nicht neugierig?“. Sie riß ihm das Klebeband runter. „Er hat sie nicht vergewaltigt, ich hab´s gesehen“. „Was redest du da für einen Stuß?“. „Ich hab keine Ahnung wie mir das entfallen konnte aber ich war damals im Wald gewesen. Ich hatte eine Abkürzung genommen. Ich dachte damals er hätte sie Vergewaltigt hab das aber ganz falsch verstanden. Sie waren beide extrem angetrunken gewesen“. „Was ist mit den anderen?“. „Es gab keine anderen“. „Du lügst!“. „Nein, ich lüge nicht“. „Das sagst du doch nur um deinem Bruder aus der Patsche zu helfen“. „Das glaub ich auch“. Steffi nimm deine Waffe herunter. Jetzt steht es zwei zu eins“. Minna war hinter ihr aufgetaucht. „Was ist mit Mika?“. „Der Trottel wollte dir alles sagen und das konnten wir nicht zulassen“. „Was soll das heißen?“. „Du hast schon den richtigen ins Gefängnis gebracht, aber wir haben ihn beauftragt“. „Ihr seit echt Skrupellos“. „Ja, und jetzt Waffe runter“. Es ertönte Plötzlich das Klirren von zerbrochenen Fensterscheiben und ein Schuß. Steffi feuerte nur Zentelsekunden später auch einen Schuß ab genauso wie Mara. Hannu kam durch das Kaputte Fenster gehechtet nahm die Waffe von Mara an sich und die von Minna. Beide lagen am Boden genauso wie Steffi. Matti und Jussi waren starr vor Schreck. Hannu ging zu Steffi und fühlte den Puls. „Matti keine bange sie lebt. Der Schuß hat sie wieder mal nur gestreift“. Er ging zu den beiden und befreite sie von den Handschellen. Matti sprang auf und rannte zu Steffi. Er nahm sie in den Arm und begann zu weinen. Jussi sprang ebenfalls auf und rannte ins Schlafzimmer. Dort saß Tiita mit Sari im Arm. Er ging zu ihnen umarmte beide gleichzeitig und fing auch an zu weinen. Aus der Ferne konnte man Sirenen näher kommen hören.

Mara und Minna waren beide tödlich getroffen und sind noch im Krankenwaagen verstorben. Aber keinen störte das so richtig nachdem was die beiden alles getan hatten. Man konnte des öfteren in Zeitungen die Andeutung lesen das die Todesstrafe in manchen Fällen wieder eingeführt werden sollte. Steffi hatte sich wirklich nur ein Streifschuß geholt.

„Ich frage mich warum ich mich all die Jahre nicht daran erinnert habe“. „Das nennt sich Verdrängung. Hab ich mal auf einem Seminar gelernt. Wenn du schockartige Erlebnisse hast kann es sein das dieses Ereignis in das Unterbewußtsein verbannt wird als Schutzfunktion. Und eine neuerliche Streßsituation wo du damit konfrontiert wirdst kann das wieder zu tage fördern“. „Ja, das würde einiges erklären“. „Sag mal kann es sein das du nicht ganz die Wahrheit gesagt hast“. „Ich weiß nicht was du meinst“. „Das verjährt nach 10 Jahren“. „Ich weiß immer noch nicht wovon du redest“. „Es war wirklich nur Jussi?“. „Ja, das schwöre ich bei allem was mir heilig ist und er war ziemlich besoffen gewesen. Unser Vater hat mich damals im Wald gefunden. Er hat angefangen mich zu suchen, als ich nicht nach hause gekommen bin“. „OK, lassen wir´s gut sein“.

Es waren 2 Wochen vergangen. Steffi saß im Büro und laß die Zeitung als es klopfte. „Herein“. „Das ist gerade für dich gekommen“. Mico reichte ihr den Brief. „Danke“. Enthalten waren 2 Blätter.

Ich habe dies gerade beim entrümpeln des Dachbodens gefunden und es dürfte sie interessieren. Es tut mir leid das ich es nicht früher gefunden habe, weil ich damit ein paar Morde verhindern hätte können.

Sie sah sich das zweite Blatt an.

Ich schäme mich sehr über das was passiert ist. Ich war betrunken gewesen. Nicht so das ich nicht mehr gewußt hätte was ich tat, ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern. Er hatte mich sehr bedrängt, anfangs wollte ich das nicht und hab auch geschrien er soll es lassen, aber dann ließ ich es doch zu. Ich habe ihn doch geliebt, aber es war einfach nicht richtig gewesen so. Ich habe mich an seine Kumpels rangemacht um mich daran zu rächen was er mir angetahn hatte, aber ihm war das Scheißegal. Ich war so wütend wegen dem was passiert war das ich gelogen hatte. Ich wollte nicht wie eine Schlampe dastehen. Ich habe meinen Schwesten gesagt es seinen mehrere gewesen die mich Vergewaltigt hätten und ich habe ihnen die Namen gegeben. Ich halte das einfach nicht mehr aus und werde deshalb meinem Leben ein Ende setzten.

Jaana Viikula

Steffi dachte darüber nach. Naja, man könnte das schon irgendwie als Vergewaltigung auslegen aber irgendwie auch nicht. Sie beschloß es den anderen gegenüber nicht zu erwähnen.

Epilog

Es war noch eine Wochen bis zur Geburt. Steffi kam alleine kaum noch aus dem Bett hoch. Tiita sah wenn sie neben ihr stand aus wie eine Bohnenstange. Sie machten ein Picknick im Park und Steffi und Tiita lagen auf dem Rücken und sonnten sich. Matti und Jussi spielten mit Sari Frisbee. „Man bin ich froh wenn das Kind endlich draußen ist“. „Was soll ich da erst sagen“. „Du hast ja recht. Habt ihr euch schon Namen überlegt?“. „Nein, wir wollen erst abwarten was wir kriegen. Ich bin ja so gespannt. Weist du ich habe mehr Angst vor der Geburt, als das was danach kommt“. „Geht mir genauso. Bist du sicher das du keinen Kaiserschnitt willst?“. „Ic will die normal auf die Welt bringen, das geht schon“. „Also, ich finde das ziemlich gefährlich“. „Laß das mal meine Sorge sein“. „Ohh“. „Was soll das heißen?“. „Ahhhhh“. „Oh verdammt, die wehen?“. „Ja“. „Jussi?! Deine Frau hat die Wehen“. Er rannte sofort zu Tiita. „Alles klar Schatz“. „Bring mich ins Krankenhaus!“. Er half ihr aufzustehen. „Matti? Wärst du so freundlich?“. Auch er half seiner Frau hoch. „Ahhhhhhhhh“. „Was ist los?“. Steffi hielt ihren Bauch. „Ich glaub ich sollte auch ins Krankenhaus“.

Hannu wartete mit Sari im Wartesaal. „Was glaubst du wer ist schneller?“. „Tiita weil sie nur eins kriegt“. „Ich sage Tante Steffi. Wetten wir? Um 5 Euro?“. „Ich glaub nicht das deinem Paps das gefallen würde“. „Was er nicht weis macht in nicht heis“. „Na gut, abgemacht“. „Und ich sage das alles Mädels sind“. „Gut, ich sage es sind Jungs“. „5 Euro pro Mädchen oder Junge“. „Man du haust ja mächtig rein. Hast du überhaupt soviel im Sparschwein?“. „Ich gewinne sowieso“.

Steffi hatte die drillinge auf normalem Weg zur Welt gebracht. Zu dem Zeitpunkt lag Tiita noch in den Wehen. Es waren alles eineige Mädchen. Matti weinte vor Glück. „Weißt du wie sehr ich dich Liebe?“. „Ich liebe dich auch sehr“. „Ich frag mich ob ich die je auseinander halten werden könne“. „Das kriegen wir schon hin“. Eine vietelstunde später hatte Tiita ebenfalls ein Mädchen zur Welt gebracht. Jussi gab ihr einen Kuß. „Ich bin sehr Stolz auf dich und auf mich das ich nicht in Ohnmacht gefallen bin“. Tiita hatte nur Augen für die kleine. „Ich frage mich wie´s bei den anderen beiden gelaufen ist“. „Bestimmt gut“. Als sie ins Krankenzimmer geschoben wurde war Steffi schon da. Matti und Jussi fielen sich in die Arme. „Alles gut gelaufen?“. „Ja“. „Und was habt ihr?“. „Schau doch selbst“. Jussi ging zu Steffi und den Babys. „Also die kannst du nicht leugnen, sehen ja aus wie du Brüderchen. Was ist es jetzt?. Nein laß mich raten, alles Mädels“. „Genau und bei dir auch, oder?“. „Ja“. Beide sprühten förmlich vor Stolz. 

Es klopfte an die Tür. „Ihr könnt rein kommen“. Sari ging zu ihrem Vater und umarmte ihn und dann zu Matti, Tiita und Steffi. Hannu tat es ihr nach. „Was ist es denn jetzt?“. „Alles Mädels“. „Und wer war schneller?“. „Steffi mit allen drei“. „Also Onkelchen, wenn ich richtig gerechnet habe macht das 35 Euro“. „Ne das hast du dich verrechnet“. „Hab ich nicht, 4 Mädels macht 20 Euro und ich hab gesagt Tante Steffi ist schneller und da sie mit allen schneller war gibt das nochmal 15 Euro drauf“. Jussi starrte die beiden entgeistert an. „Ihr habt gewettet?“. „Ja“. Hannu holte seine Brieftasche heraus und gab ihr das Geld. Sari strahlte über das ganze Gesicht.     

 






Create a free website at Webs.com