Die Geschichte und Entwicklung der Free Betriebssystem Software
Linux
1983 gründete Richard Stallman das GNU-Projekt mit dem Ziel, ein UNIX-ähnliches, POSIX-kompatibles
Betriebssystem zu schaffen. Zwei Jahre später gründete er die Free Software Foundation (FSF) und entwickelte die GNU General Public License (GPL), um Software frei zu verbreiten.
Auf diesem Wege verbreitete sich die
GNU-Software sehr schnell und wurde von vielen Leuten weiterentwickelt. Es entstanden in kurzer Zeit eine Vielzahl von Programmen, so dass bereits Anfang 1990 genug GNU-Software bereit stand, um ein eigenes
Betriebssystem daraus zu erstellen. Allerdings fehlte noch immer ein
Kernel. Dieser sollte eigentlich im Projekt GNU Hurd entwickelt werden. Doch der als Mikrokernel ausgelegte Kern entwickelte sich nur sehr schleppend, weil das Finden und Beheben von Fehlern (
Debuggen) aufgrund technischer Besonderheiten sehr schwierig und aufwändig war.
Ein anderes Projekt rund um ein Betriebssystem aus
freier Software war in den 80er Jahren auch die Berkeley Software Distribution, kurz BSD. Diese hatte sich aus Eigenentwicklungen der Universität Berkeley aus den Unix-Versionen der 4er Edition und folgender von AT&T entwickelt. Da aber in den BSD-Versionen noch immer Code von AT&Ts Unix enthalten war, kam es Anfang der 90er Jahre zu einem Rechtsstreit zwischen AT&T und der Universität Berkeley, der die Entwicklung von BSD stark einschränkte und einige Jahre stark verlangsamte.
Anfang der Neunziger gab es also kein vollständiges,
freies System. Die Zukunft von BSD war wegen des Rechtsstreits ungewiss, die Weiterentwicklung gelähmt, das GNU-Projekt wurde zwar konstant weiterentwickelt und ausgebaut, verfügte aber über keinen UNIX-artigen Kernel.
Entstehung von
Linux
Linus Torvalds 20041991 begann Linus Torvalds in Helsinki/Finnland mit der Entwicklung von
Linux. Anfänglich war es eine Terminal-Emulation, die Torvalds zum Zugriff auf die großen UNIX-Server der Universität benutzte. Er schrieb das Programm hardwarenah und unabhängig von einem Betriebssystem, weil er die Funktionen seines neuen PCs mit einem Prozessor des Typs 80386, dessen Nachfolger-Serie x86 auch heute noch zum Standard zählen, optimal nutzen wollte. Als Grundlage dienten dabei das Minix-System und der GNU-C Compiler.
Irgendwann, so Torvalds in seinem Buch Just for Fun (zusammen mit David Diamond, 2001), merkte er, dass es eigentlich ein Betriebssystem geworden war, was er geschrieben hatte. Am 25. August 1991 kündigte er in einem Usenet-Posting an die Gruppe comp.os.minix dieses System an. Dieses Usenet-Posting wird an vielen Stellen immer wieder zitiert und dürfte zu den bekanntesten Postings im Usenet zählen:
“Hello everybody out there using minix -
I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and professional like gnu) for 386(486) AT clones. This has been brewing since april, and is starting to get ready. I'd like any feedback on things people like/dislike in minix, as my OS resembles it somewhat (same physical layout of the file-system (due to practical reasons) among other things).
I've currently ported bash(1.08) and gcc(1.40), and things seem to work. This implies that I'll get something practical within a few months, and I'd like to know what features most people would want. Any suggestions are welcome, but I won't promise I'll implement them :-)
Linus (torvalds@kruuna.helsinki.fi)
PS. Yes – it's free of any minix code, and it has a multi-threaded fs. It is NOT protable (uses 386 task switching etc), and it probably never will support anything other than AT-harddisks, as that's all I have :-(."
Übersetzung:
„Hallo alle da draußen, die minix einsetzen -
Ich arbeite an einem (freien) Betriebssystem (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell sein wie gnu) für 386(486)AT-kompatible Rechner. Das Projekt entwickelt sich seit April und beginnt fertig zu werden. Ich hätte gern Rückmeldungen über Eigenschaften, die die Leute an minix mögen/nicht mögen, da mein BS diesem in einigen Merkmalen ähnelt (gleiches physikalisches Layout des Dateisystems (aus Praktikabilitätsgründen) und einige andere Dinge).
Ich habe im Moment bereits die bash(1.08) und gcc(1.40) übertragen, und es scheint zu funktionieren. Das bedeutet, dass ich in einigen Monaten etwas haben werde, womit man arbeiten kann, und mich interessiert, welche Features die meisten Leute gerne sehen würden. Alle Vorschläge sind willkommen, aber ich kann nicht versprechen, dass ich sie auch einbaue :-)
Linus (torvalds@kruuna.helsinki.fi)
PS. Ja, es enthält keinerlei minix-Code und das Dateisystem ist multi-threaded. Es ist NICHT portierbar (es wird das spezielle taskswitching eines 386ers verwendet etc.) und wird vermutlich nie etwas anderes unterstützen als AT-Festplatten, ich besitze nur solche :-("
Am 17. September 1991 wurde
Linux in der Version 0.01 das erste Mal öffentlich auf einem FTP-Server zur Verfügung gestellt.
Der Name
Linux
Eigentlich sollte
Linux nach dem Willen von Linus Torvalds Freax heißen, eine Wortschöpfung aus Freak (Verrückter, aber auch jemand, der sich für etwas begeistert), Free für Freie Software und dem oftmals üblichen x in Anspielung auf die Ähnlichkeit zu Unix. Aus diesem Grund hatte Torvalds, am Anfang der Programmierung des Systems, etwa ein halbes Jahr lang die Dateien unter Freax abgelegt. Auch den Namen
Linux hatte sich Torvalds bereits überlegt, er erschien ihm aber zu egoistisch. Um anderen Leuten die Möglichkeit zu geben, am System mitzuarbeiten oder Verbesserungsvorschläge zu machen, sollten die Dateien im September 1991 auf dem FTP-Server (ftp.funet.fi) der Helsinki University of Technology (HUT) abgelegt werden. Der damalige Verantwortliche für den Server, Ari Lemmke (Mitarbeiter am HUT), war mit dem Namen Freax nicht einverstanden, er bevorzugte den Arbeitsnamen
Linux. Ohne mit Torvalds darüber zu diskutieren, nannte er den Bereich am Server einfach
Linux, was Torvalds schließlich akzeptierte, um große Diskussionen zu vermeiden und auch, wie Torvalds zugibt, weil
Linux einfach der bessere Name war. Im Sourcecode der Version 0.01 von
Linux kam noch der Name Freax vor („Makefile for the FREAX-kernel“), später wurde nur noch der Name
Linux verwendet. So setzte sich der eigentlich gar nicht geplante Name
Linux weltweit durch.
GNU/
Linux
Der Begriff
Linux wurde von Torvalds anfänglich nur für den Kernel, den Betriebssystemkern des Systems, genutzt. Im Laufe der Zeit setzte sich der Name aber auch für die meisten
Linux-Distributionen durch, die neben dem
Linux-Kernel auch eine Menge anderer Programme enthalten. Viele dieser Programme stammen vom GNU-Projekt. Aus diesem Grund versucht die Free Software Foundation von Richard Stallman seit Jahren, für das Betriebssystem, das
Linux als Kernel beinhaltet, „GNU/Linux“ als Namen durchzusetzen [3].
Es soll so darauf hingewiesen werden, dass das System nur durch die Anstrengungen des GNU-Projektes, ein vollständig freies Betriebssystem zu entwickeln, möglich wurde, während
Linux eigentlich nur ein zwar unverzichtbarer, aber kleiner Bestandteil des Gesamtsystems ist. Da aber eine typische Linux-Distribution auch viele Programme enthält, die nicht vom GNU-Projekt stammen, ist diese Meinung umstritten.
Der Streit um eine Kombination aus den Namen GNU und Linux begann schon recht früh. Im Juni 1994 wurde im GNU's Bulletin mit „freier UNIX-Klon“ auf Linux verwiesen, in diesem Jahr übernahm auch die Linux-Distribution Debian den Namen GNU/Linux für ihre Distribution. In der Januar-Ausgabe 1995 des GNU's Bulletin änderten sich die Verweise auf Linux zu GNU/Linux. Im Mai 1996 gab Richard Stallman den Editor Emacs 19.31 heraus, in dem der Systemtyp von Linux nach Lignux umbenannt wurde. Er meinte, es wäre angemessen, die Begriffe Linux-based GNU system, GNU/Linux system oder Lignux zu benutzen, um auf die Kombination von Linux-Kernel und GNU-Software hinzuweisen. Er gab jedoch bald den Ausdruck Lignux auf und benutzte nur noch GNU/Linux.
Die anhaltenden Aufforderungen, das System GNU/Linux zu bezeichnen, stießen auf unterschiedliche Reaktionen. Nur wenige Distributionen folgten dem Beispiel von Debian, von den großen kommerziellen Linux-Distributoren folgte keine. Von den Anwendern und Entwicklern der freien Software sowie der Open-Source-Bewegung folgten einige dem Anliegen, die meisten ignorierten es jedoch oder widersetzten sich ihm sogar unter Protest. Ein Grund für das Ausbleiben des Begriffs GNU/Linux ist sicherlich, dass Linux einfach ein deutlich einfacherer, griffigerer Begriff ist. Ein weiterer ist wohl, dass Linus Torvalds das kombinierte System seit der Veröffentlichung 1991 schon immer Linux genannt hatte. Stallman hingegen meldete seine Forderung nach Namensänderung erst an, nachdem das System bereits populär geworden war.
Der Streit um eine Kombination aus den Namen GNU und Linux begann schon recht früh. Im Juni 1994 wurde im GNU's Bulletin mit „freier UNIX-Klon“ auf Linux verwiesen, in diesem Jahr übernahm auch die Linux-Distribution Debian den Namen GNU/Linux für ihre Distribution. In der Januar-Ausgabe 1995 des GNU's Bulletin änderten sich die Verweise auf Linux zu GNU/Linux. Im Mai 1996 gab Richard Stallman den Editor Emacs 19.31 heraus, in dem der Systemtyp von Linux nach Lignux umbenannt wurde. Er meinte, es wäre angemessen, die Begriffe Linux-based GNU system, GNU/Linux system oder Lignux zu benutzen, um auf die Kombination von Linux-Kernel und GNU-Software hinzuweisen. Er gab jedoch bald den Ausdruck Lignux auf und benutzte nur noch GNU/Linux.
Die anhaltenden Aufforderungen, das System GNU/Linux zu bezeichnen, stießen auf unterschiedliche Reaktionen. Nur wenige Distributionen folgten dem Beispiel von Debian, von den großen kommerziellen Linux-Distributoren folgte keine. Von den Anwendern und Entwicklern der freien Software sowie der Open-Source-Bewegung folgten einige dem Anliegen, die meisten ignorierten es jedoch oder widersetzten sich ihm sogar unter Protest. Ein Grund für das Ausbleiben des Begriffs GNU/Linux ist sicherlich, dass Linux einfach ein deutlich einfacherer, griffigerer Begriff ist. Ein weiterer ist wohl, dass Linus Torvalds das kombinierte System seit der Veröffentlichung 1991 schon immer Linux genannt hatte. Stallman hingegen meldete seine Forderung nach Namensänderung erst an, nachdem das System bereits populär geworden war.
Hersteller gründen Entwickler-Plattform für mobiles Linux
Eine Gruppe von Mobilfunkanbietern und -herstellern hat eine Stiftung gegründet, die eine offene Linux-Software-Plattform für mobile Geräte entwickeln soll. Zu den beteiligten Unternehmen gehören Motorola, die Vodafone-Gruppe, NTT DoCoMo, Samsung, NEC und Panasonic Mobile Communications.
Der Schwerpunkt soll nach Angaben der Unternehmen auf der Entwicklung und der Vermarktung eines Application Programming Interfaces (API), der Spezifikation und der Architektur liegen. Geplant sei eine Referenz-Implementierung des Mobil-Betriebssystems, die später Mobilfunk- und Chipherstellern sowie Software-Entwicklern offen stehen soll. Die Stiftung will darüber hinaus eine Testumgebung anbieten, die es Entwicklern erlaubt, ihre Produkte an die Spezifikation anzupassen und zu testen.
Auch andere Initiativen befassen sich mit ähnlichen Zielen, so das Linux Phone Standards (LiPS) Forum und die Mobile Linux Initiative (MLI).
Libranet endgültig eingestellt
Die Debian-basierte benutzerfreundliche Distribution Libranet, die seit einem halben Jahr nicht mehr aktiv entwickelt wurde, wird nun wohl endgültig eingestellt.
Nach einem halben Jahr Funkstille hat sich der derzeitige Projektleiter Tal Danzig im Libranet-Forum nochmals zu Wort gemeldet. Darin verkündet er, dass Libranet nun endgültig am Ende ist. Er persönlich sehe keine Möglichkeit mehr, das Projekt fortzuführen, unter anderem wegen einer Änderung seiner persönlichen Verhältnisse. Seinem Blog kann man entnehmen, dass er offenbar eine neue Beziehung eingegangen und an einen anderen Ort gezogen ist.
Bereits von einem halben Jahr wurde die Entwicklung von Libranet gestoppt, nachdem der Projektgründer Jon Danzig am 1. Juni 2005 an Krebs verstorben war. Sein Sohn und Partner Tal führte die Distribution zunächst fort, doch sah bald keine Grundlage mehr für eine Weiterarbeit. In seiner Rolle als Geschäftsmann fühlte er sich nicht wohl und wollte lieber wieder als Programmierer arbeiten.
Libranet war eine auf Debian beruhende Linux-Distribution, die sich seit 1999 vor allem aufgrund von drei prominenten Features einiger Beliebtheit unter Linux-Nutzern erfreute. Dazu gehörten das Konfigurationstool Adminmenu, eine ansehnliche Liste unterstützter Pakete und ein benutzerfreundlicher Installer. Diese Vorteile wurden aber allmählich von anderen eingeholt und sind mittlerweile auch für andere Distributionen wie Linspire, Mepis, Ubuntu, und Xandros zum Standard geworden.
Selbst in ihrer Glanzzeit war Libranet nie mehr als ein Drei-Mann-Unternehmen. Der einzige weitere Mitarbeiter war Daniel de Kok, der als Programmierer an Libranet arbeitete und eine Zeitlang weiter das Forum betreute, aber vor kurzem wegen mangelnder Kommunikation mit Tal Danzig diese Arbeit einstellte.
Programmiersprache Java bald Open Source
Sun-Chef Jonathan Schwartz setzt Segel: “Die Frage ist nicht mehr, ob wir Java zu Open Source machen, sondern wie”
Auf der diesjährigen JavaOne-Konferenz in San Francisco hat Sun-CEO Jonathan Schwartz offiziell bestätigt, dass das Unternehmen den Source-Code für die Programmiersprache Java freigeben möchte. “Die Frage ist nicht mehr, ob wir Java zu Open Source machen, sondern wie”, wird Schwartz in US-amerikanischen Medien zitiert. Das Unternehmen hatte jahrelang dem Druck von Branchengrößen wie IBM sowie der Open-Source-Entwicklergemeinde Stand gehalten, die Sun wiederholt zur Freigabe des Codes aufgefordert hatten.
“Produkte zu Open Source zu machen bedeutet nicht, dass damit weniger Gewinn lukriert werden kann”
Mit der gefallenen Entscheidung lenkt Sun nun ein und übernimmt außerdem das von den Kritikern vorgetragene Argument, dass man sich von der Veröffentlichung des Source Codes eine vergrößerte Java-Anwenderschaft sowie eine Anstieg von Entwicklerlösungen erwarte. “Produkte zu Open Source zu machen bedeutet nicht, dass damit weniger Gewinn lukriert werden kann”, erwartet sich Schwartz von dem prophezeiten Ansteigen an Java-Anwendern wirtschaftliche Vorteile für das Unternehmen.
“Kunden und Unternehmen, die für das Produkt bezahlen wollen, werden dies auch in Zukunft beibehalten, da sie Zugang zu Support und Service-Leistungen wollen”, meint Schwartz.
Bereit
Während die geplante Umwandlung des Java-Source-Codes zu Open Source noch einige Fragen zur Umsetzung offenlässt, setzt Sun seinen vor einiger Zeit eingeschlagenen Open-Source-Weg indes mit einer Reihe von Veröffentlichungen weiter fort. So gab das Unternehmen bekannt, unter anderem den Sun Java Studio Creator, Sun Java System Portal Server sowie Web Services Interoperability Technology für die Open-Source-Gemeinde bereitzustellen.
Neue Lizenz
Vorerst gibt eine neue Version der Java Distribution Lizenz, die die Verbreitung mit Linux-Betriebssystemen und Opensolaris-Versionen erleichtern soll. In der Vergangenheit ist Java aus lizenzrechtlichen Gründen aus den Default-Installationen einiger Linux-Varianten geflogen.
Enterprise Edition 5
Zusätzlich stelle Sun die neue Java Platform Enterprise Edition 5 (Java EE 5) vor. Das kostenlose Entwicklerkit besteht aus einer Referenz-Implementierung (RI), dem Technology Compatibility Kit (TCK) und dem Software Development Kit (SDK) einschließlich der Java System Application Server Platform Edition 9,0.
Den Sound-Dämon in Linux konfigurieren
An sich funktioniert der Sound auf Ihrem Linux-System, was Sie etwa an hörbaren Systemklängen feststellen. Manche Anwendungen bleiben trotzdem stumm. KDE- und Gnome-Anwendungen geben ihre Klänge nicht direkt auf die Soundkarte aus, sondern leiten sie jeweils weiter an einen Sound-Server (Sound-Dämon), der dann seinerseits mit der Soundkarte spricht.
Problem:
An sich funktioniert der Sound auf Ihrem Linux-System, was Sie etwa an hörbaren Systemklängen feststellen. Manche Anwendungen bleiben trotzdem stumm.
Lösung:
KDE- und Gnome-Anwendungen geben ihre Klänge nicht direkt auf die Soundkarte aus, sondern leiten sie jeweils weiter an einen Sound-Server (Sound-Dämon), der dann seinerseits mit der Soundkarte spricht. Da dieser Dämon die Soundkarte für die Dauer der Sitzung belegt, hat kein Programm eine Chance, das direkt Klänge an die Karte senden will. Umgekehrt bleiben Gnome- und KDE-Anwendungen stumm, wenn Sie keinen dieser Desktops verwenden, Sie also etwa unter Xfce arbeiten. Sie müssen deshalb die Soundkonfiguration eines betroffenen Programms an die von Ihnen verwendete Desktop-Umgebung anpassen.
Finden Sie dafür keinen eigenen Menüpunkt, dann schauen Sie, ob das Programm eine Konfigurationsmöglichkeit für Plug-ins anbietet. Oft gibt es eine eigene Kategorie “Ausgabe” für die Sound-Plug-ins. Unter KDE wählen Sie für die Soundausgabe “arts” oder “artsd”, unter Gnome “esd” oder “esound”. Wenn Sie weder KDE noch Gnome verwenden, sind “alsa” oder “oss” für die direkte Ausgabe die richtigen Optionen - probieren Sie aus, was besser funktioniert.
Manche Anwendungen sind allerdings nicht darauf vorbereitet, unter KDE oder Gnome zu laufen: Sie wollen den Sound immer direkt ausgeben und bieten keine Möglichkeit an, das zu ändern.
In einem Terminal-Fenster können Sie auch solche Anwendungen oft zur Zusammenarbeit mit dem Sound-Dämon überreden: Vor dem Start des betroffenen Programms geben Sie unter KDE den Befehl “artsdsp”, unter Gnome “esddsp” ein. Das Kommando simuliert dem aufgerufenen Programm eine virtuelle Soundkarte und leitet den Klang an den Sound-Dämon weiter.
Manchmal hilft aber auch das nichts. Dann bleibt als letzte Möglichkeit, den Sound-Dämon so lange stillzulegen, wie die renitente Anwendung läuft. KDE tut das automatisch, wenn der Sound-Dämon eine Minute lang keine Klänge zu verarbeiten hat. Das heißt, dass Sie entweder die Minute abwarten oder eine kürzere Zeit festlegen, etwa 10 Sekunden mit “artsshell autosuspend 10?. Mit “artsshell suspend” stellen Sie ihn sofort ruhig. Unter Gnome gibt es keine Automatik: Hier schicken Sie den Dämon mit
esdctl standby
schlafen. Per “esdctl resume” müssen Sie ihn manuell wieder aufwecken, wenn Sie die Anwendung beendet haben.
Skype setzt auf fremde Entwicklerhilfe
Developers Program feiert 400 zertifizierte Produkte nach einem Jahr
Das vor genau einem Jahr ins Leben gerufene Skype Developer Program hat sich dem VoIP-Anbieter zufolge prächtig entwickelt. Rund 3500 Entwickler haben sich bisher an dem Programm beteiligt. Basierend auf dem Application Protocol Interface (API) sind daraus mittlerweile mehr als 300 zertifizierte Software- und 100 Hardwareprodukte hervorgegangen. Diese Entwicklung will Skype noch intensivieren. Im kommenden Jahr will man dem Programm zu weiterem Wachstum verhelfen sowie die Entwicklergemeinde besonders in Nordamerika noch stärker unterstützen.
Das Skype API ist auf Windows, Mac OS X sowie Linux verfügbar und kann somit von jedem Entwickler kostenlos für nicht-kommerzielle, aber auch kommerzielle Anwendungen genutzt werden. Mit dem freien Zugang will Skype die Entwicklung von innovativen Integrationslösungen fördern, da ein attraktives Software- und Produktangebot, das auf den Skype-Diensten basiert, naturgemäß auch dem VoIP-Dienstleister zugute kommt. Entwickler lockt Skype mit dem Hinweis auf die 100-Millionen-Mitgliedergemeinde, die markttechnisch naturgemäß eine attraktive Einnahmequelle darstellt.
Wie das Unternehmen mitteilte, zeigt man sich besonders an der Entwicklung zertifizierbarer Anwendungen für die Gebiete SMS, Sprachzugang, Rufweiterleitung, Plug-in, COM4Web sowie Skypecasts interessiert. Um Entwickler bestmöglich zu unterstützen, bietet Skype Mitgliedern des Programms neben dem eigenen API eine eigens eingerichtete Webseite mit Zugang zu Tools, Mustercodes und technischer Unterstützung an. Darüber hinaus hat Skype ein Zertifizierungsprogramm ins Leben gerufen, das die Qualität des Produktes gewährleisten sowie den Zugang zum Massenmarkt erleichtern soll.
Skype verwies in diesem Zusammenhang auf eine kürzlich vorgestellte Lösung des VoIP-Infrastrukturanbieters Vapps. Dieser hatte in der Vorwoche eine Skype-zertifizierte Software vorgestellt, die kostenlose Konferenzgespräche mit bis zu 500 Teilnehmern ermöglicht.
eBanking-Software der Hypovereinsbank nun auch für Linux
Die Hypovereinsbank bietet ihr Online-Banking-Programm HVB globalTRXnet jetzt auch in einer Version für das freie Betriebssystem Linux an.
Mit der Software können Geschäftskunden ihren kompletten Inland- und Auslandszahlungsverkehr bei der HypoVereinsbank abwickeln.
Mit der Portierung auf Linux will das Finanzinstitut der wachsenden Bedeutung des Open-Source-Betriebssystems Rechnung tragen. Die Linux-Version solle gezielt für die Gewinnung von Neukunden eingesetzt werden, erklärte Leiter eConsulting Alfred Engelhard.
Genausowenig wie das proprietäre Windows-Pendant ist GlobalTRXnet für Linux indes quelloffen. Dass die Bank den Sourcecode des Produkts unter Verschluss hält, begründet sie lapidar mit der Aussage, man wolle “einen Mißbrauch im Zahlungsverkehr vermeiden”. Damit zeigt sie leider, dass zumindest die Mythe der vermeintlichen Unsicherheit von freier Software mancherorts noch springlebendig ist.
Niedersächsische Finanzbehörden setzen auf Linux am Desktop
12.000 Arbeitsplätze werden auf das Open Source-Betriebssystem umgestellt - KDE auf SUSE als Umgebung ausgewählt
Sorgten in der Vergangenheit Linux-Umstiege von Behörden noch für viel Aufsehen und heftige Diskussionen, so ist das Open Source-Betriebssystem in diesem Umfeld auch am Desktop zunehmend zu einer “normalen” Wahlmöglichkeit geworden. So steigen nun auch die Finanzbehörden des deutschen Bundeslandes Niedersachsen auf das OS mit dem Pinguin um, dies berichtet ZDNet UK.
Migration
Insgesamt 12.000 Arbeitsplätze werden dabei derzeit auf Linux umgestellt, zum Einsatz kommt ein KDE-Desktop basierend auf der Distribution von SUSE. Die Migration war seit gut zwei Jahren in Planung, bisher hatte man sie aber nicht öffentlich gemacht. Seit April wird nun der Umstieg durchgeführt, bis September soll er abgeschlossen sein.
Vorteile
Ersetzt werden dabei übrigens keine Windows-Rechner: Die Behörde setzt bereits seit 1993 auf Solaris. Von der Migration erhofft man sich nicht nur niedrigere Kosten sondern auch eine größere Flexibilität und bessere Usability.
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