Abweichende Meinungen über die Kosten der Freiheit

Kritik, die sich auf Argumente stützt, ist schon seit langem ziemlich aus der Mode gekommen. Kritik im demokratischen Kapitalismus ist nur anerkannt und zugelassen, wenn sie sich als eine unverbindliche Meinung unter vielen konstruktiv im Namen des Allgemeinwohls in die Diskussion einbringt. Gefordert ist dabei, daß man sich parteiisch auf den Standpunkt des Kritisierten stellt und sich Alternativen zu seiner Verbesserung ausdenkt.

Das ist unsere Sache nicht: Wir sehen gar nicht ein, lauter gut gemeinte Vorschläge zum Gelingen der Dinge einzubringen, die wir kritisieren. Soweit sind wir uns nämlich sicher, daß die Kriege und das Elend dieser Welt ihren Grund nicht im Versagen der Politik haben, daß Arbeitslosigkeit, Ausbeutung in den Betrieben, die Verseuchung der Lebensmittel - von der Luft bis zum BSE-Fleisch -, keine Mißstände sind und der Fremdenhaß mancher Untertanen keine eklatante Abweichung vom allseits geschätzten Patriotismus demokratischer Staaten ist:
   All das sind notwendige Folgen der Interessen von Staaten und der von ihnen aufrechterhaltenen Marktwirtschaft, bei denen es um so was Triviales wie die Versorgung der Leute gar nicht geht, sondern einzig und ausschließlich um deren Funktionalisierung als Arbeitende und Arbeitslose fürs kapitalistische Wachstum.

Weil man diese Ordnung nicht besser machen kann - im Gegenteil, sie funktioniert uns schon viel zu gut! - haben wir auch keine Verbesserungsvorschläge und keine Ideen für eine alternative Politik zu bieten.
Wir behaupten stattdessen : Es liegt am System!

Wer darüber mit uns streiten will ist eingeladen zu unseren Diskussionsterminen.