Texte Zeugs

Jeder lebt in seiner eigenen kleinen Realität!


Jojo Sidious

Lord Sidious, die Rache des Sith

 

Benötigtes Basiswissen

Ein Sith ist ein dunkler (aber wie ich finde guter :D) Jediritter (STARWARS [wer das nicht kennt muss echt mal über das Wort Bildung nachdenken])

Lord Sidious ist oft der Titel von den mächtigsten Sith

Dale(eng) = Tal

 

Der Weg der Rache

Planetensystem: HUNDEWOLKE

Planet: TAIGA III

 

Der Angriff

 

Ich, Johannes Dalewalker, ein fast ganz normaler 14 jähriger Junge, saß wie schon so oft in meinem kleinen Tal mit einem schönen See.

 

Dieses Tal hatte ich, zusammen mit einer goldenen Taschenuhr, von meinem kürzlich verstorbenen Großvater geerbt und sie stellten meine einzigen Verbindungen zu meinem früheren Leben da.

Meine Eltern waren kurz nach meiner Geburt bei einem terroristischen Anschlag auf ein Restaurant ums Leben gekommen. Nur das kleine Baby hatte als einziger und „wie durch ein Wunder“ [ich weiß so was hört man immer in solchen Geschichten, aber wenn’s doch wahr ist:D] das grausame Massaker überlebt.

Die folgenden Jahre verbrachte ich bei meinen naturverbundenen Großeltern, bis schließlich beide nur noch als zwei Steinhaufen auszumachen waren!

 

Entspannt wie ich war wollte ich mich gerade zum schlafen in das kühle Gras legen als plötzlich der Himmel zusammen bricht. Eine rote Feuerbrunst breitete sich schlagartig vom Himmel gen Boden aus und verbrennt alles womit sie in Verbindung kam. Ich höre das entfernte Heulen eines Alarms, aber ich denke nur noch an eines, das nackte Überleben!

In Panik spring ich auf und renne ich in Richtung See, der meine einzige Hoffnung darstellt.

Die Bäume in der Umgebung explodieren teilweise aufgrund der plötzlichen Hitze und brennende Äste regen auf mich hernieder.

In meinem Rücken wird es immer heißer und meine Kleidung fangt schon das kokeln an.

Als ich schon denke jetzt ist es aus, stolpere ich über einen Stein und falle mit einem lauten und schmerzhaften Bauchplatscher in den See. Gerade noch rechtzeitig tauche in Richtung der geheimen Höhle als auch schon das Wasser anfängt zu verdampfen. Ich verkrieche mich in einem Eck und falle erschöpft in einen tiefen Schlaf.

 

Als ich aufwachte, hörte ich immer noch lautes Dampfen und als ich zum Zugang zum See gehen wollte, bemerkte ich, dass dort, wo einst mein Lieblingssee war nur noch Wasserdämpfe vorhanden waren. Mein Bauch schmerzte noch von der unsanften Wasserlandung und auch mein restlicher Körper war voller Blessuren

Vorsichtig kletterte ich hinaus und blickte mich im vorher schönen Tal um.

Alles war schwarz verbrannt. Es gab keine Bäume mehr, nur noch kahle Felsen und jede Menge Asche, welche auch die ganze Luft erfüllte. Bei diesem trostlosen Anblick blieb mir fast das Herz stehen…

Wie konnte das sein?

Es war wohl dieser Augenblick der mich veränderte. Alles was ich vorher noch als mein Leben bezeichnet hatte war zerstört… Ich wollte nur noch eins: RACHE!

 

Die Jedi

Mühselig schleppte ich mich durch die zerstörte Landschaft in Richtung des immer noch lärmenden Alarms. Doch auch der Blick auf die Stadt war nicht besser.

So weit mein Auge reichte war Rosenheim nur noch ein Trümmerfeld, einzig der Alarm plärrte weiterhin fröhlich durch die Straßen, anscheinend direkt aus dem Boden. Überall konnte ich zerfetzte Körper entdecken und von jeder Seite dröhnten Wehklagen auf mich ein, doch ich verbarg mich in meinem Hass.

„Es waren die Nazgul, “ wurde geflüstert, „sie haben unseren Planeten angegriffen und keiner konnte sie stoppen!“

Ich ging in Richtung der Militärbunker, doch ich erhoffte mir nicht viel, der Angriff war zu schnell, zu unerwartet gekommen. Wie erwartet war auch der ach so gepriesene Militärbereich das reinste Chaos aus zerplatzten  Steinen. Ein paar Verzweifelte versuchten vergeblich mit altmodischen Löschern den Feuersbrünsten beizukommen. In einer Ecke entdecke ich aufeinander gestapelte, verkohlte, nicht mehr menschlich wirkende Überreste…

Eine Frau in Offiziersuniform gab mit den Händen fuchtelnd Befehle an einen mickrig aussehenden Haufen angesengter Soldaten. Mit weit ausgreifenden Schritten bewegte ich mich auf sie zu.

„Kann man schon näheres über den Angriff sagen?“

„Bis auf dass es die Nazgul waren? Ach ja und natürlich das alles kaputt ist, haste wohl noch gar ned bemerkt oder? Hilf lieber anstatt zu nerven Kleiner!“

Ich las ihr Namensschildchen…

„Sehr wohl Sergeant Klok“, spuckte ich verächtlich heraus… und wendete mich rasch von ihr ab, noch während ich das charakteristische Geräusch von nahenden Räumgleitern vernahm. Die Kavallerie war da…

Ich holte meine Taschenuhr hervor und wunderte mich dass sie immer noch intakt war und ich sie nicht verloren hatte, als ich in Richtung der landenden Hilfstruppen davon marschierte.

Wenigstens ein Teil meiner Vergangenheit war mir erhalten geblieben.

 

Als ich den großen Platz erreichte, bemerkte ich sofort die Jedi in ihren Roben. Sie hatten mir alle den Rücken zugekehrt und unterhielten sich mit einem kleinen General.

Bisher hatte ich nur Gerüchte über diese Jedi gehört, aber nun sah ich diese geheimnisvollen Wesen in Person. In ihren Roben strahlten sie eine unheimliche und doch machtvolle Aura aus und zu dieser fühlte ich mich hingezogen, auch wen ich den Grund nicht wusste.

Plötzlich  drehte sich einer von ihnen den Kopf und sah mir direkt in die Augen. Er hatte einen sehr strengen, forschenden Blick, aber seinen Gesichtsaudruck wusste ich nicht zu deuten, war es Überraschung was sich auf seinen Zügen wieder spiegelte?

Der unbekannte Jedi drehte sich zu einem anderen Jedi zu und sprach energisch auf ihn ein. Dieser drehte nun auch den Kopf zu mir und musterte mich.

Erst jetzt bemerkte ich, dass ich stehen geblieben war und ging nun entschlossenen Schrittes weiter…

Es drehten sich jetzt immer mehr Jedi in meine Richtung, so als ob sich eine stumme Nachricht über mich verbreitet hätte.

„Er ist stark in der Macht“, hörte ich sie tuscheln.

„Er ist zu alt“

„Er könnte ein mächtiger Jedi werden“

„Ich spüre großen Hass in ihm“

Mal ganz ehrlich, ich verstand nur Sternschnuppe, redeten die über mich? Aber das konnte doch gar nicht sein.

Als ich mich gerade abwenden wollte, ging einer der Jedi auf mich zu. Ich konnte ein hageres Gesicht mit ein paar Falten unter seiner Robe ausmachen.

„Hallo mein Sohn, sag mir doch deinen Namen“

Es war so viel Nachdruck in seiner Stimme, dass ich fast gar nicht anders konnte.

„Ich heiße Johannes Dalewalker, edler Meister“

Warum nannte ich ihn so?? Ich konnte es mir nicht erklären.

„Du siehst ziemlich erschöpft aus, willst du dich nicht ausruhen? Und danach müssen wir etwas mit dir bereden.“

Meinte er mit wir die Jedi? Das war ja einfach nur noch verrückt.

„Ja klar bin ich müde, bei der Hitze die hier war. Konnte mich gerade noch Retten!“

„Ich spüre großen Zorn in dir, Zorn auf die Nazgul. Doch du darfst dich diesem Zorn nicht hingeben, sonst wärst du nicht besser als sie.“

Was war jetzt das für ein komisches Gefasel? Reden Alle Jedi so?

„Komm mit, ich zeige dir einen Platz zum ausruhen“

Er machte mit der Hand eine auffordernde Bewegung und ging in Richtung eines der Landungsschiffe los. Da ich wirklich immer noch sehr müde war folgte ich ihm. Noch bevor ich hinter ihm das Schiff betreten hatte hörte ich hinter mir Stimmen:

„Das wird nicht gut gehen, er ist zu alt“

„Und er ist seehr zornig“

Der seltsame Jedi führte mich zu den Mannschaftsquartieren und deutete auf eine Koje.

„Hier kannst du dich ausruhen, mein Sohn“

Wieso nennt mich der immer Sohn?

„Weil ich vom Alter her dein Vater sein könnte“

Huch? Er kann Gedanken lesen? Ich versuchte meine Gedanken abzuschirmen so gut es eben ging.

„Du brauchst deinen Geist nicht vor mir verstecken. Ich werde dir nichts tun.“

Also klappt es? Na wenigstens etwas.

Mit diesen Gedanken fiel ich in einen unruhigen Schlummer. Zwischendurch wachte ich auf, und bemerkte, dass ich immer noch meine nassen Stiefel an hatte, aber ich hatte keine Kraft mich ihrer zu entledigen.

Ich bemerkte leise Stimmen in der Nähe und öffnete vorsichtig meine Augen. Verstohlen blickte ich mich um und sah den Jedi der mich in das Schiff gebracht hatte mit einem sehr alt wirkenden kleinen Jedi, einer mir unbekannten Rasse, reden.

Ich bekam ein paar Wortfetzen mit:

„… stark… Macht… werde ihn ausbilden…“

„… gute Entscheidung… deine Wahl… denke… Fehler…“

Irgendwie hatte ich das komische Gefühl, dass ich dies alles gar nicht hörte, ich fühlte es viel mehr.

Ich hatte ein ungutes Gefühl im Bauch, fast so wie das letzte und einzige Mal, als ich mit einem Raumschiff geflogen war. Hinzu kamen die Geräusche von mächtigen Maschinen.

Sind wir nicht mehr Auf TAIGA III?

„Ah wie ich sehe ist er wach, ich werde ihn jetzt über die Neuigkeiten informieren.“

Der größere Jedi kam auf mich zu, während sich der andere mit einem seltsamen Blick entfernte.

„Wie du sicher schon gemerkt hast, sind wir unterwegs, weg von deinem Planeten.“

Da er seine Kapuze zurück geschlagen hatte, konnte ich sehen, dass er genau wie ich ein Humanoide war.

„Bitte entschuldige dieses überhastete Abreisen ohne dich in Kenntnis zu setzten, aber du hast so tief und fest geschlafen und wir haben gespürt wie wichtig dieser Schlaf für dich war.“

„Wohin fliegen wir?“

„Wir fliegen deiner Zukunft entgegen.“

„Meiner Zukunft?“

„Ja, wir spüren eine starke Macht in dir und ich habe beschlossen dich auszubilden, natürlich nur wenn du damit einverstanden bist. Doch bedenke, es ist ein harter und anstrengender Weg ein Jedi zu werden, und auch als Jedi wirst du kein einfaches Leben haben. Daher lass dir Zeit mit deiner Entscheidung!“

„Ich hörte, man muss als Kind entdeckt werden um ausgebildet zu werden.“

„Normalerweise schon. Aber bei dir spüre ich eine besonders starke Machtempfänglichkeit, ich habe so was noch nie zuvor gefühlt.“

„Also kann ich ein Jedi werden?“

„Nur wenn du dem Pfad der hellen Seite wahrst, denn die dunkle Macht ist stark und überall. Du musst dich vor ihr hüten, denn sie bringt nichts Gutes, nur Tod und Zerstörung.“

„Wann kann ich anfangen?“

„Nicht so hastig, mein Sohn. Alles mit seiner Zeit. Ich denke erstmals solltest du duschen und etwas Neues anziehen.“

 

Ausbildung

Das duschen tat mir wirklich gut, ich fühlte mich sogleich besser. Ich zog die schlichte braune Robe an, die man mir vor die Dusche gelegt hatte und kaum war ich fertig kam schon wieder der Jedi rein, hat der gelauscht oder was?

„Ah ich fühlte, dass du nun bereit bist, na ja noch nicht ganz. Also ich bin Jedimeister Quodemus und ich werde von nun an dein Lehrer sein Padawan Johannes.“

„Nennt mich Jojo, Johannes ist so lang“

„Wie du willst, Padawan Jojo. Doch zuerst musst du deinen Geist befreien, komm mit.“

Quodemus führte mich durch einen hell erleuchteten Flur zu einer großen Tür. Diese glitt ohne das kleinste Geräusch zur Seite und dahinter wurde ein perfekt symmetrischer, runder Raum sichtbar. Wir traten ein und als ich mich umdrehte war die Tür schon wieder lautlos zu geglitten. Das Seltsame war, dass ich nicht mal den Hauch einer Türritze erkennen konnte, solch einer perfekten Technik war ich noch nie begegnet.

Mein Meister, nun ja das war er jetzt wohl, setzte sich mit einem Jogasitz auf eine imaginäre Kreislinie und forderte mich mit einer Handbewegung auf, es ihm gleich zu tun. Also ließ ich mich ihm gegenüber in eine ähnliche Sitzhaltung nieder.

Ich hörte seine Stimme in meinem Geiste:

„Befreie dich von dir selbst, du musst mit deinen inneren Gedanken in Einklang kommen. Vergiss alles um dich herum bis hin zu dir selbst…

Konzentriere dich ganz auf deine Gefühl… fühle die Macht, sie ist überall… ich weiß, dass du dies vermagst… öffne dich der Macht.“

Ich konnte sie fühlen, nicht greifen aber… irgendwo war da etwas… ich hatte es schon früher öfters gespürt… war das die Macht? Kann ich sie wirklich fühlen?

„Ich spüre etwas… etwas, das alles verbindet…“

„Ja das ist die Macht, du hast sie schon früher gespürt nicht war? Du brauchst nicht zu antworten. Jetzt befreie dich von allem, von Gefühlen, Liebe, Wut, Hass, befreie deinen Geist.“

Ich versuchte es, aber mein Hass auf das erst kurz zurückliegende war zu groß. Ich schlug die Augen auf und ich fiel, zwar nicht tief, aber meinen kaputten Knochen tat es trotzdem sehr weh. War ich geschwebt? Und wenn wie? Durch die Macht? Eine Menge Fragen schwirrten in meinem Kopf herum. Ich blickte zu meinem Meister, der langsam zum Boden sank.

Er schüttelte traurig den Kopf und ich wusste, dass ich ihn enttäuscht hatte.

„Du musst noch viel lernen“, bemerkte er mit melancholischer Stimmung.

„Ja Meister“, doch tief in mir drinnen ärgerte ich mich über seine Ignoranz, wie sollte ich bei solch schrecklichen Taten keinen Hass, ja nicht mal Wut empfinden?

„Für heute hast du genug gelernt, morgen erreichen wir unser Ziel.“

Wir erreichten einen trostlos wirkenden Planeten mit vielen Ruinen in denen die Jedi zu leben schienen.

Meister Quodemus führte mich zu meinem neuen Quartier, eine kleine kahle Kammer mit einer kleinen Konsole. Also doch nicht ganz so trostlos hier.

Ich hatte mittlerweile noch andere Meister kennen gelernt, welche mir aber mit kaum unverhohlener Abneigung gegenübertraten und mich wenn möglich mieden, aber hier traf ich zum ersten Mal andere Schüler.

Zu einem fühlte ich sofort eine gewisse Verbundenheit, wir spürten gleich, dass wir gut miteinander auskommen würden. Er hieß KelYjo SiGya, und war ein Twilek. Er war eigentlich immer gut gelaunt und wir hatten viel Spaß zusammen. Auch wenn unsere Streiche uns oft Ärger einbrachten. Auch er hatte seine ganze Familie verloren. Auch er war ein Überlebender eines Nazgul Angriffes… Auch er hatte tief in sich eine große Wut, wie er mir eines Tages anvertraute. Wir wurden zu so was wie Seelenverwandte und gemeinsam vollbrachten wir zwei Jahre der Ausbildung. Sie war hart und oft ungerecht, aber ich behielt meine Gedanken und Gefühle darüber für mich und nur KelYjo wusste wie es mir erging.

Umso grausamer war es, als er eines Tages nicht mehr da war. Er war einfach so verschwunden und keiner wusste sicher warum oder wohin.

Aber ich brachte in Erfahrung, dass er bei seiner letzten Prüfung gescheitert war.

Es muss eine fast unmenschliche Prüfung gewesen sein, denn er war fast so gut wie ich, und ich war der Beste. Keiner der Schüler konnte sich zu diesem Zeitpunkt mehr mit mir messen. Ich war besser mit dem Lichtschwert, schneller und ausdauernder.

Natürlich wusste ich über die Abneigung meines Meisters gegenüber KelYjo bescheid, er meinte er würde mich zur dunklen Seite hin verleiten, aber ich hätte nicht gedacht, dass er die Schuld für seinen Tod hatte.

Ja, per Zufall erfuhr ich was sich abgetragen hatte. Tief in Gedanken versunken stolperte ich über einen der vielen rum liegenden Steine und viel in eine verborgene Spalte. Ich konnte die Stimmen mehrer Meister hören, die sich hitzig unterhielten. Auf Quodemus war unter ihnen.

„Meister Quodemus, ich denke es war keine gute Idee von euch dem Schüler KelYjo solch einer schweren Prüfung zu unterziehen. Sein Tod hätte vermieden werden können.“

„Er war unaufmerksam und sein Geist war nicht frei von Gefühlen. Es war sein Fehler, nicht meiner.“

„Trotzdem wart Ihr es, der diese Aufgabe gestellt hat, obwohl viele von uns davon abrieten!“

Das war genug. Mehr konnte ich nicht ertragen. Die ganze zurückgedrängte Wut, der ganze geheime Hass kamen wieder hervor, stärker als jemals zuvor. Eine lodernde Wut füllte meine ganzen Gedanken aus, Zorn auf die Nazgul, auf die Jedi und vor allem auf Meister Quodemus.

Es war seine pure Absicht, er wollte das KelYjo stirbt, schoss es mir durch denk Kopf.

Ich spürte wie sich die anderen Meister entfernten und nur noch dieser Narr von Quodemus zurückblieb.

Ohne lange nachzudenken zog ich mein blaues, selbstgebautes Lichtschwert und schlug zischend eine Schneise in das Gestein unter mir bis ich durch die Decke in den Raum darunter springen konnte. Mein Gesicht war Hass verzehrt.

Langsam drehte sich mein ehemaliger Meister um und schaute mir ins Gesicht. Bedauern breitete sich auf seinem eigenen aus.

„Jetzt wirst du dafür bezahlen“, schrie ich und aktivierte zischend mein zweites, ein lila Lichtschwert, während ich auf ihn zustürmte.

Er zog sein eigenes Doppellichtschwert, ein grünes und stellte sich mir.

Er blockte meine Schläge als hätte er nie was anders getan.

„Du musst deiner Wut Einhalt gebieten! Lass dich nicht von ihr in Besitz nehmen. Wehr dich gegen die dunkle Seite der Macht“

„Du hast meinen besten Freund in den Tod geschickt und predigst immer noch mit solch plumpen Worten? Ich habe genug von dir und deinen sinnlosen Lehren, jetzt wirst du sterben!“

Meine zwei Lichtschwerter sausten nur so durch die Luft und drängten ihn immer weiter zurück. Ich kämpfte in einer Art düsteren Trance und schlug wie ein Besessener auf diesen alten Greis ein. Er bemühte sich meinen Schlägen zu entkommen und ging sogar selber zum Angriff über.

Ein Block links, ein schneller Ausfall rechts. Wir kämpften verbissen weiter.

„Es ist noch nicht zu spät. Noch kannst du dich von der dunklen Seite abwenden!“

„Für dich ist es wohl nie zu spät was? Alter Narr?“

„So sei es denn, sieh deinem Schicksal ins Auge.“

Er kämpfte nun mit einer richtigen Wut und ich hatte Mühe mich gegen ihn zu Wehr zu setzten. Aber ich kämpfte mit Jahre lang angestautem Hass, der nun endlich in die Oberfläche kam. Wütend drängte ich ihn wieder zurück, wich seinen Schlägen aus, oder stieß sie mit einem meiner Lichtschwerter zurück.

Ich hielt sein Lichtschwert auf Abstand und stieß ihm mit dem Ellbogen gegen die Brust. Er strauchelte und während er dies tat, hieb ich seinen Griff entzwei. Er hatte nunmehr nur noch eine Klinge.

Aber er wehrte sich weiter verbissen. Er versuchte mich mit der Macht zurück zu werfen, doch ich zerriss seine Versuche in der Luft und drängte selber mit der Macht auf ihn ein.

Ich verletzte ihn am linken Arm und er sprang zurück. Mit einem Salto setzte ich ihm nach und hieb ihm dabei die Rechte Hand ab.

Er fiel rücklings gegen die Wand.

Keuchend starrte ich auf ihn nieder. Er schützte seinen verletzten Arm über seinem Bauch mit dem anderen ab.

„Töte mich, aber dadurch gewinnst du nichts, nur ich werde dadurch gewinnen. Du kannst mich nicht töten.“

„Ihr seit schwach und habt einen veralteten, falschen Glauben voller Lügen. Aber ihr habt recht, ich werde euch töten für das was ihr getan habt.“

Mit diesen Worten ließ ich meine Lichtschwerter kreisen.

 

Der Weg zum Geld

Ich floh noch in derselben Nacht, nachdem ich meine Sachen geholt hatte. Viel außer der Uhr war es nicht. Die Hangarcodes waren zum Glück frei zugänglich und es gab keine weiteren Sicherheitsvorkehrungen auf diesem jämmerlichen Planeten.

Ich nahm nicht das nächst beste Raumschiff, denn ich wusste genau welches ich wollte, einen schnitten aufgemotzten Titanjäger.

Da ich nicht wusste wo ich hin sollte und nicht viel von der Galaxie gesehen hatte beschloss ich das nächstgelegene bewohnte System anzufliegen.

Ich startete das Schiff und hob vom dem Planeten ab, in der Nacht sah er noch karger aus als sonst.

Kaum im Weltraum da gab ich auch schon die Koordinaten ein und machte mich auf die Suche nach etwas Proviant.

Ich fand auch bald einen Notreservevorrat unter der winzigen Koje. Entspannt ließ ich mich wieder in den Pilotensitz sinken und machte mich über meine mickrige Beute her. Irgendwoher musste ich Geld bekommen. Ich meinte schon mal etwas von Lichtschwertduellen gehört zu haben. Da kann ich doch sicher etwas dazuverdienen, dachte ich, na ja jetzt erstmal schlafen. Ich war erschöpfter als ich dachte, denn ich fiel sofort in einen tiefen Schlaf. Die Albträume die mich sonst oft quälten kamen zum Glück nicht hervor.

Aufgrund eines seltsamen Geräusches war ich schlagartig wieder wach, ein Lichtschwertgriff in der Hand, aber es war nur der Hinweis, dass ich im System Xados angekommen war.

Seufzend setzte ich mich wieder in den Pilotensitz und funkte den Raumhafen auf Xados II an.

Nach einer mir endlos erscheinenden Zeit meldete sich eine mir bekannt vorkommende weibliche Stimme, mit gelangweiltem Tonfall: „Hauptmann Klok, Raumhafenbehörde, nennen Sie bitte den Zweck Ihres Planetenaufenhalts.“

Das war doch dieser hochnäsige Sergeant, der mich auf TAGIA III so herablassend behandelt hat… Hat sie es doch tatsächlich zu dem Rang eines Hauptmanns geschafft, was für eine Verschwendung von hohen Stellen. Das sprach ich jedoch nicht laut aus.

„Ich bin Johannes Dalewalker, ich bin zum Vergnügen hier. Wollte bei den hiesigen Duellen mitwetten.“

„OK, Wetten ist hier ja nicht verboten. Landeerlaubnis erteilt, Hangar 57 A. Viel Spaß bei Ihrem Aufenthalt.“

Die Zweideutigkeit meiner Aussage schien ihr entgangen zu sein.

Als ich dann endlich gelandet war, hatte ich zwei Ziele, Geld zu verdienen und es dem so genannten Hautmann heimzuzahlen.

Doch Geld ging vor, da ich Hunger hatte und die Reserve schon aufgebraucht war. Neugierig stieg ich also aus meinem Jäger. Da fiel mir ein, ich muss ja noch seine Kennung ändern lassen, da ich ihn ja gestohlen hatte. Aber auch dazu brauchte ich Geld.

Um mich herum waren lauter ganz normale Leute, viel zu normal für meinen Geschmack.

Ich folgte den Wegweisern Richtung Unterhaltungsebene der kleinen Stadt, Ringwolke hieß sie, wohl aufgrund ihrer runden Form. Unterwegs bemerkte ich außer einer kleinen Gruppe in weißen Mänteln nichts Außergewöhnliches und auch die schienen harmlos zu sein. Predigten nur von einer höheren Existenz und dass wir alle für immer verdammt seien.

Auf der Unterhaltungsebene ging es schon lustiger zu, lauter Angetrunkene verschiedenster Rassen torkelten umher und fast alle sahen fröhlich aus.

Schon von weitem konnte ich den Lärm der Arena hören. Es wurde geschrieen, gejubelt und auch ausgebuht. Der Lärmpegel stieg je näher ich dem Ursprung kam.

Endlich war ich da. Die so genannte Arena war sehr klein, aber es war trotzdem viel los.

Grob schlängelte ich mich durch die Menge und teilte oftmals Ellenbogenstöße aus, was meistens mit einem unfreundlichen grunzen quittiert wurde. Nach zehn Minuten hartem Kampfes war ich endlich am Schalter. Eine mürrische Frau Anfang der 50er schaute mir entgegen.

„Wo kann ich mich hier für ein Duell anmelden??“, wollte ich wissen.

„Du willst dich anmelden?? Na ja hier treibt sich ja vielerlei Gesindel herum.“

Red nur weiter, dachte ich, dir wird das Lache schon noch vergehen.“

„Da hinten die dritte Tür mit dem bulligen Typen davor. Sag ihm Moira hätte dich geschickt.“

Ich tat wie mir geheißen und ging auf ihn zu. Seine Rasse sah zwar vertraut aus, aber ich konnte sie nicht richtig einordnen.

„Moira schickt mich, ich will bei den Duellen mitmachen.“

„Du Meno willst mitmachen?? Na ja wenn du dir unbedingt sämtliche Knochen brechen willst. Geh rein und red mit Marken, er teilt hier alles ein. Ach ja kleiner Tipp am Rande, mach dir hier nicht zu viele Feinde unter den Duellanten. Sie sind am Anfang immer sehr herablassend zu Neuen, aber wenn du gut bist…“

„Ich bin gut, glaub mir und jetzt lass mich rein!“

„OK, OK könntest ruhig ein bisschen netter sein Meno.“

Und du solltest nicht so herblassend sein, Muskelmacho, dachte ich aber nur und sprach es nicht aus. Ich wollte ja schließlich ohne Probleme erstmal ein Duell bestreiten.

Er trat zur Seite und öffnete mir die Tür. Neugierig trat ich hindurch und blickte mich erstmal um. Ich befand mich nun in einem mittelgroßen, recheckigen Raum mit vielen Bänken, Sofas und einem Schreibtisch auf der anderen Seite. Hinter diesem saß ein Mensch der wohl schon über 60 war mit seinen grauen Haaren und vielen Falten im Gesicht. Es waren noch ein paar andere Gestallten verschiedenster Rassen im Raum. Die meisten von ihnen lagen auf den Sofas rum und beobachteten ein großes Display an einer Wand, worauf ein Lichtschwertduell zu sehen war. Zwei Kämpfer, beides Rodianer, gingen aufeinander mit ihren Lichtschwertern los, doch für meinen Geschmack bewegten sie sich viel zu langsam.

Ich ging also gemächlich zu dem Schreibtisch hinüber, wo der Mann, der wohl Marken war, gerade irgendwas auf seiner Konsole notierte. Mehrere neugierige Blicke wurden in meine Richtung geworfen, doch ich schenkte ihnen keinerlei Beachtung.

Als ich vor Marken stand räusperte ich mich kurz und er schreckte aus seine Konzentration hoch.

„Ja? Was willst du hier? Doch nicht etwa ein Duell bestreiten oder?“

„Doch genau das hatte ich eigentlich vor, seit ihr Marken?“

„Klar, soso du willst dich also hier messen, nun gut warum nicht. Wir geben jedem ne Chance, auch Menos  wie dir.“

Schon wieder dieses Wort… Heißt so etwas wie Knirps wenn ich mich recht entsinne. Na ja die werden sich alle noch wundern was in mir steckt!

„Wann kann ich anfangen? Und vor allem wie viel kohle bekomm ich wenn ich gewinne?“

„Soso ein Heißsporn auch noch, nun gut, du darfst in drei Stunden gegen Drminos antreten, er hat schon lange kein Duell mehr gewonnen, ich denke ein Sieg über dich wird ihn aufbauen. Nimm ’s mir nicht übel aber ich denke nicht dass du eine Chance hast.“

„Ja, ja des sagen hier alle, aber was bekomm ich wenn ich gewinne?“

„Nun ja, 150 Credits ist üblich für Einsteiger. Ja 150 Credits für einen Sieg.“

„So wenig? Warum nicht wenigstens 200 da ich ja eh keine Chance hab.“

„Na gut du bekommst 200, aber NUR wenn du gewinnst. Und noch was, Lichtschwerter kannst du dir für 10 Cred pro Einzelnes, und 20 für ein Doppeltes ausleihen. Wie willst du eigentlich kämpfen?“

„Danke, aber ich habe meine eigenen Lichtschwerter und ich kämpfe mit zwei Einzelnen!“

„OK, aber denk dran, die Regeln sind simpel, niemand wird getötet oder verstümmelt, dafür sorgt der Sicherheitsschild mit dem jeder ausgestattet wird, nur Lichtschwerter und waffenlos keine Schusswaffen oder Messer. Schmerzen kann man aber trotzdem spüren. Du kannst wenn du willst solange hier warten. Dort hinten“, er deutete auf eine Tür auf der Seite, „kannst du dich dann fertig machen. Sei aber pünktlich, hier gibt es keine Verzögerungen, die Fans wollen was sehen und wir probieren ein Rund um die Uhr Programm aufrecht zu erhalten.“

Ich verzog mich auf ein Sofa und überging die Blicke der Anderen. Die Zeit vertrieb ich mir damit, mir aus einem kostenlosen Automaten im Raum was zu trinken zu hohlen und die mehr oder minder langweiligen Duelle zu beobachten.

„Hey Menos du bist gleich dran und du musst mir noch deinen Namen sagen, das hab ich vorher glatt vergessen“, plärrte Marken nach vier Stunden zu mir herüber.

„Jojo, trag mich als Jojo Sidious ein.“ Eine spontane Idee, die sich in mir ausgebreitet hatte, man sollte ja immerhin einen spektakulären Namen hier vorweisen.

„Nun gut wenn du so genannt werden willst, bitte. Mach dich jetzt endlich fertig ja?“

Gemächlich erhob ich mich von dem Sofa und ging gen Seitentür. Der Beiname Sidious hatte den anderen ein fröhliches Gelächter entlockt.

Der Raum den ich hinter der Tür fand war beinahe schon winzig. Drminos ein Kumaltaner, war auch schon da und zog sich gerade frische Sachen an. Da ich selber ja im Moment keine anderen Sachen als die an meinem Leib hatte, machte ich nur ein paar Dehnübungen. Als ich wieder aufblickte, bemerkte ich, dass Drminos mich mustere.

„Du willstst alssso Duellant werden, hmm? Stellssst dir dasss wohl einfachch vor, hmm?“, zischelte er, wobei ich seine gespaltene Zunge bewundern konnte, „Doch davor musssst du erssstmal an mir vorbei. Du denksst dochch nichcht diessess Ssidiouss beeindruckt michchch, hmmm?“

„Bleib mal ganz ruhig, ja? Ichch brauchch nur ein bisssschen Kohle, hmmm.“, imitierte ich ihn.

„Machch dichch lieber nichsst über michch lusstigss, hmmm, oder du wirsst essss nochch bereuen, hmmm.“

„So los ihr beiden Taugenichtse, ihr seid dran“, ertönte es plötzlich von einem versteckten Lautsprecher.

Schweigend griffen wir beide nach den Schilden und legten sie an. Stolz ging ich vor Drminos durch die Tür mit der Aufschrift Arena. Dahinter war ein langer Gang mit einer Gabelung, an welcher uns eine kleine, junge Frau erwartete. Hier wurden wir von ihr getrennt und gingen den jeweils anderen Weg entlang.

Der Gang machte am Ende noch mal einen Knick und dann trat ich ins freie. Sobald ich durch das Tor trat aktivierte sich automatisch mein Schild.

Ich war nun auf der einen Seite der kleinen Arena, die wie das Kolosseum angerichtet war und Drminos, mit einem einfachen gelben Lichtschwert, stand schon auf der anderen. Auch um ihn hm glühte leicht ein Schild.

Von den Zuschauerrängen, die fast alle besetzt waren, wahrscheinlich weil nach uns ein anderes Duell kam, kam mäßiger Applaus zu uns herunter.

Eine Stimme hallte durch die Arena:

„Mein Damen und Herren, heute präsentieren wir Ihnen einen neuen Herausforderer, Jojo Sidious.“

Bei dem Namen ging ein raunen durch die Menge.

„Er wird heute gegen Drminos Parklenos antreten, einer unserer Veteranen. Möge der Kampf beginnen!“

Es ging los.

Drminos aktivierte sein Schwert und kam gemächlich näher, während ich noch wartete. Ich hatte keine Lust auf einen langen Kampf, also stieß ich plötzlich vor und noch bevor er merkte was geschah, hatte ich mein blaues Lichtschwert schon aktiviert und ihm damit seines Lichtschwert Hand geschlagen. Sofort setzte ich nach und schlug hieb ihm meinen Ellbogen gegen die Brust. Er überschlug sich halb und blieb auf dem Boden liegen, meine Waffe über seinem Hals.

„Das Duell ist aus, Jojo Sidious hat sich mit nur einem Angriff des Sieges bemächtigt, habt ihr gesehen wie schnell er war?“, hallte es wieder.

Applaus kam von den Zuschauern, diesmal schon mit etwas mehr Begeisterung.

Von Drminos konnte ich gemurmelte Verwünschungen in einer mir unbekannten Sprache hören. Bedacht deaktivierte ich mein Lichtschwert und ging zurück zu dem Tor, durch das ich gekommen war. Auch mein Widersacher rappelte sich auf und ging von dannen, er humpelte leicht, wohl wegen dem Sturz. Als ich wieder im Gang war konnte ich noch hören wieder der Ansager ein neues Duell ankündigte:

„Uuuuuuund jeeeeeetzt, kommt der Meister aller Meister, unser Champ Womach Sturmreiter, sein Herausfor…“

Mehr bekam ich nicht mit.

Ich hatte mir soeben 200 Credits verdient, nicht viel für den Anfang aber da war sicher noch mehr drinnen!

 

Kleine Rache

Mit erhobenem Haupt trat ich in den Gemeinschaftsraum. Auch jetzt warf man mir Blicke zu, aber sie waren nicht so herablassend.

Ich ging zu Marken seinem Schreibtisch um mein Geld abzuholen.

„Na ja die 200 hier hast du dir ja wohl verdient, auch wenn der Kampf viel zu kurz war. Wenn du was werden willst musst du dir Zeit lassen… Ärger den Gegner aber mach ihn nicht einfach mit einem Zug fertig. Hier is deine Kohle.“

Ich nahm die paar Credits entgegen. Barzahlung, kein Scheck, keine Überweisung.

„Ich will weiter kämpfen, wer ist der nächste??“ ,  fragte ich voller Entusiasmus

 

Diese kleine Geschichte ist noch lange nciht fertig. Weiter Kapitel in Arbeit (rechtschreibfehler sind unbeabsichtigt und zu verzeihen)

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