
1. We admitted that we were powerless over our homosexuality and that our emotional lives were unmanageable. (Wir haben uns eingestanden, dass wir unserer Homosexualität machtlos gegenüber stehen und dass wir unser Gefühlsleben nicht mehr im Griff haben).
4. We came to believe that God had already broken the power of homosexuality and that He could therefore restore our true personhood. (Wir haben begonnen, daran zu glauben, dass Gott die Macht der Homosexualität schon gebrochen hat und deshalb unsere wahre Persönlichkeit wiederherstellen konnte).
5. We came to perceive that we had accepted a lie about ourselves, an illusion that had trapped us in a false identity. (Uns ist klar geworden, dass wir an eine Lüge über uns selbst geglaubt haben, eine Illusion, die uns in eine falsche Identität gelockt hat).
6. We learned to claim our true reality that as humankind, we are part of God's heterosexual creation and that God calls us to rediscover that identity in Him through Jesus Christ, as our faith perceives Him. (Wir haben gelernt, unsere wahre Realität zu beanspruchen. Als Menschen sind wir nämlich Teil von Gottes heterosexueller Schöpfung und Gott will, dass wir diese Identität in Ihm durch Jesus Christus wieder entdecken - so wie Ihn unser Glaube wahrnimmt).
7. We resolved to entrust our lives to our loving God and to live by faith, praising Him for our new unseen identity, confident that it would become visible to us in God's good time. (Wir haben uns entschlossen, unsere Leben unseren liebenden Gott anzuvertrauen und im Glauben zu leben, indem wir ihn für unsere neue unsichtbare Identität preisen und darauf vertrauen, dass diese Identität für uns sichtbar wird, sobald Gott dies will).
8. As forgiven people free from condemnation, we made a searching and fearless moral inventory of ourselves, determined to root out fear, hidden hostility, and contempt for the world. (Als Menschen, denen vergeben wurde und die frei von Verurteilung sind, haben wir eine furchtlose moralische Bestandsaufnahme von uns selbst gemacht und sind entschlossen, Furcht, versteckte Feindseligkeit und Verachtung für die Welt auszumerzen).
9. We admitted to God, to ourselves, and to another human being the exact nature of our wrongs and humbly asked God to remove our defects of character. (Wir haben vor Gott, vor uns selbst und vor einem anderen Menschen all unsere Fehler schonungslos eingestanden und Gott demütig gebeten, die negativen Aspekte unseres Charakters zu entfernen).
10. We willingly made direct amends wherever wise and possible to all people we had harmed. (Wir haben versucht, soweit als möglich jeglichen Schaden, den wir anderen zugefügt haben, wieder gut zu machen).
11. We determined to live no longer in fear of the world, believing that God's victorious control turns all that is against us into our favor, bringing advantage out of sorrow and order from disaster. (Wir haben uns entschlossen, nicht mehr länger in Furcht vor der Welt zu leben, da wir glauben, dass Gottes siegreiche Kontrolle alles, was gegen uns steht, zu unseren Gunsten wendet und etwas Gutes aus den Sorgen hervorbringt sowie Ordnung aus dem Chaos).
12. We determined to mature in our relationships with men and women, learning the meaning of a partnership of equals, seeking neither dominance over people nor servile dependency on them. (Wir sind entschlossen, in unseren Beziehungen zu Männern und Frauen zu reifen und die Bedeutung einer Partnerschaft von gleichberechtigten Partnern zu lernen, wobei wir weder Dominanz über Menschen noch Abhängigkeit von ihnen suchen),
Ja, wir sehen uns als "ehemalige" Homosexuelle!
Heißt das, wir hätten die Menschen, die zu uns kommen, umgepolt?
Nein! Einige von uns haben durchaus noch gleichgeschlechtliche Empfindungen. Es heißt vielmehr, dass wir als "Homosexuelle" zu JASON gekommen sind (wir haben uns selbst als "schwul" oder "gay" bzw. "lesbisch" bezeichnet) - und als Heterosexuelle gehen.
Es macht für uns einen ungeheuren Unterschied aus, ob wir uns als "Homosexuelle" sehen (eine im übrigen noch relativ neue Wortschöpfung!) oder ob wir uns als Heterosexuelle sehen - die eben (aus welchen Gründen auch immer - und seien sie "genetisch mitverursacht"!) auch gleichgeschlechtliche Neigungen haben! Wir definieren uns aber nicht darüber, sondern finden unsere Identität im Blick auf den, in dessen Abbild wir erschaffen wurden: Gott!
Wir sehen uns auch als "änderungswillig". Bedeutet das nun, wir legen uns auf die Couch eines Psychiaters und lassen uns "umpolen"?
Nein! Wir sind eine christliche Selbsthilfegruppe - und als solche ist "Änderung" eine Frage des Glaubens und des Lebens in der Nachfolge Jesu Christi sowie der Art und Weise, wie wir uns selbst sehen und definieren (siehe oben).
Was das Wort "Christen" angeht, so bemühen wir uns allerdings, dies zu sein, wenngleich das nicht Voraussetzung ist, um bei uns teilzunehmen.
"Homosexuell" würden wir uns nicht nennen. Ja, wir haben gleichgeschlechtliche Empfindungen, sehen uns aber nicht als "Homosexuelle" oder gar als "Gays", sondern als ganz normale Heterosexuelle, die - aus welchen Gründen auch immer - eben diese Empfindungen haben.
Was den Gehorsam angeht: die unter uns, die Christen sind, sind allerdings der Meinung, dass man als Christ - unabhängig von sexuellen Empfindungen - auch gehorsam gegenüber den Geboten und dem Willen Gottes sein muss.
Aber "leidend"?
Mit welchem Recht und mit welcher Arroganz und Überheblichkeit meint man eigentlich, behaupten zu wollen, dass jeder, der diese Empfindungen nicht gleich auslebt, "leiden" muss? Es gibt viele andere Männer und Frauen, die nicht gleichgeschlechtlich empfinden und trotzdem nicht "leiden", wenn sie mal keinen Sex haben!
Was die Menschen bei JASON lernen, ist ein erfülltes Leben zu führen - ohne dabei ihre gleichgeschlechtlichen Empfindungen auszuleben. Manche heiraten und gründen Familien, andere bleiben Singles, haben aber einen Sinn und eine Orientierung in ihrem Leben gefunden.
Wir behaupten nun keineswegs, dass praktizierende "Gays" dies nicht finden könnten. Nur - unser Sinn und unsere Orientierung ist ganz einfach anders als deren Sinn und Orientierung.
Viele von uns haben aber sehr wohl die Erfahrung gemacht, dass man auch - und gerade! - dann leiden kann, wenn man seine gleichgeschlechtlichen Empfindungen auslebt. Das ging in vielen Fällen lange "gut" und hat "Spaß" gemacht. Langsam stellte sich aber eine Ernüchterung und schließlich eine Verbitterung und noch ganz andere Konsequenzen ein...
Nein, die Menschen, die zu uns kommen, kommen nicht deshalb, weil es ihnen nicht gelungen ist, "erfüllte" homosexuelle Beziehungen zu führen. Ganz so einfach sollte man es sich dann doch nicht machen. Sie kommen aus freiem Entschluß und können ein homosexuelles Leben nicht mit ihrem christlichen oder sonstigen Moral-, Wert- und Glaubensvorstellungen vereinbaren.
Und das sei ihnen doch wohl gestattet. Es wäre schön, wenn man das ganz einfach so annehmen könnte, ohne sich darüber lustig machen zu wollen. Einfach nur anderen Menschen denselben Respekt zollen, den man jahrzehntelang für sich selbst eingefordert hat!
Es wird ja Organisationen wie der unseren oft vorgeworfen, wir würden versuchen, Menschen umpolen zu wollen. Da das natürlich nicht geht, würden wir sie nur noch tiefer in den Selbsthass und die Verzweiflung treiben. Und wenn sie sich dann nicht "ändern", würden wir ihnen einfach sagen, sie würden eben nicht fest genug glauben, oder hätten gar einen Dämon oder was auch immer.
Es ist schon interessant, dass niemand der Menschen, die uns dies vorwerfen, je selbst mit uns gesprochen hat. Wäre es nicht fair, sich erst einmal selbst davon zu überzeugen, ob wir tatsächlich derartiges tun oder verbreiten?
Also: wir polen niemanden um. Glauben wir an Veränderung? Selbstverständlich. Es soll an dieser Stelle nicht auf wissenschaftliche Argumente eingegangen werden (siehe kürzlich veröffentlichte Langzeitstudie über religiös motivierte Veränderung). Sie zu leugnen, würde aber heißen, die tausenden von Menschen weltweit zu leugnen, die Veränderung erfahren haben.
Heißt das, dass wir keinerlei gleichgeschlechtliche Empfindungen mehr haben? Nein, nicht unbedingt. Aber wir lassen uns von ihnen nicht mehr unser Leben bestimmen. Wir sehen uns auch nicht als "homosexuell", sondern als Heterosexuelle, die - aus welchen Gründen auch immer (und seien sie "genetisch"!) - gleichgeschlechtliche Empfindungen haben.
Und als Christen sind wir fest von der Kraft des Glaubens und des Gebets überzeugt. Nur liegt wohl bei den meisten eine falsche Auffassung vor, was Beten angeht. Wir bitten Gott nicht, gleichgeschlechtliche Neigungen von uns zu nehmen - und wenn es dann nicht klappt, klagen wir Ihn - oder unseren schwachen Glauben! - an. Wir vertrauen Ihm und lassen uns von Ihm leiten - wohl wissend, dass wir nie falsch liegen können, wenn wir Seinen Geboten folgen. Ja, wir können ein Ausleben von gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht mit unserem christlichen Glauben vereinbaren. Wir bekommen aber deshalb keine Depressionen oder Angstzustände, wir hassen uns deshalb nicht - und ebensowenig hassen wir die, die aktiv und offen ihre gleichgeschlechtlichen Neigungen ausleben. Aus unserer eigenen Erfahrung können wir aber sehr wohl sagen, dass bei vielen von uns ein Ausleben dieser Neigungen mit erheblichen psychischen Problemen verbunden war.
Wir denken auch nicht, dass diese Neigungen dämonischen Ursprungs sind. Wir glauben aber auch nicht, dass es uns zum Schaden gereicht, wenn wir Gott nachfolgen.
Es ist für uns nicht vorrangig, ob wir nun rein heterosexuell empfinden oder nicht. Was uns allerdings schon wichtig ist, ist ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu führen. Und diese Freiheit sollte man uns doch lassen, ohne uns dabei ständig mit Vorwürfen zu überschütten.
Allerdings ist uns auch bewusst, was Jesus uns hinterlassen hat. Er meinte, die Menschen hätten Ihn gehasst (und letztlich ja auch ans Kreuz geschlagen!) - warum sollte es uns da besser gehen, wenn wir Ihm nachfolgen? Wir müssten uns eher Sorgen machen, wenn die ganze Welt nur gut von uns spricht!