AIDS
Ken Horne war ein junger Mann, der von Oregon nach San Francisco zog – auf der Suche nach Liebe. Er suchte den Mann, den er „heiraten“ konnte. „Als er keinen Gatten fand, nahm er das Nächstbeste – Sex – und bald wurde Sex zu so etwas wie seiner Karriere. Es war nicht Liebe, aber wenigstens fühlte es sich gut an. (...) Als der Fokus beim Sex von Leidenschaft zur Technik wechselte, lernte Ken all die Dinge, die man tun konnte, um seinem Körper Vergnügen abzuringen. Die sexuellen Praktiken wurden immer esoterischer; das war der einzige Weg, um der Langeweile zu entkommen..“ Dennoch dachte er immer noch, „das Leben ist eine Enttäuschung.“ Ken Horn war der erste berichtete AIDS-Fall in San Francisco. Am 30. November 1981 holte George Kennetz Horne jr. einen letzten gequälten Atemzug und verschwand in die totale Dunkelheit.“ (Randy Shilts, And The Band Played On)
Alan Bell vom Kinsey Institute schreibt: „Ein typisches Bild des männlichen weißen Homosexuellen basierend auf unseren Forschungsergebnissen wäre das eines Menschen, der von mindestens 1.000 Sexpartnern während seines Lebens berichtet, von denen er die meisten vor dem sexuellen Kontakt nicht kannte und mit denen er nur einmal Sex hatte. Nur für wenige dieser Personen empfand er so etwas wie Zuneigung oder hat er überhaupt im gesellschaftlichen Rahmen wieder gesehen.“ „In frühen Studien – durchgeführt vom CDC (Centers for Disease Control) berichteten homosexuelle Männer mit AIDS von durchschnittlich 1.160 Sexpartnern während ihres Lebens.“ (Harry W. Haverkos, M.D. and Robert Edelman, M.D., The Journal of the American Medical Association)
Sieht das für dich nicht eher wie Verachtung als wie Liebe aus?
Aktuelle Zahlen des Robert Koch Instituts für das Jahr 2007: 2.752 Neuinfektionen bei HIV. Wichtigste Betroffenengruppe auch weiterhin mit 65 % Männer, die Sex mit Männern haben (hier eine überdurchschnittliche Steigerung der Neuinfektionen im Jahr 2007 zum Jahr 2006 um 12 %!)!
Nun muss unsere Liebe und Zuneigung in Wort und Tat und in christlicher Nächstenliebe selbstverständlich den Betroffenen gelten - und hier ist jeder gerufen, seinen Teil beizutragen.
Aber es darf und muss an dieser Stelle nachgefragt werden. Wie kann es angehen, dass ein so geringer Anteil an der Gesamtbevölkerung eine dermasen hohe Zahl an Infektionskrankheiten (HIV und weitere) aufweist? Und das im Zeitalter von "Safer Sex"?
Diese Fragestellung mag manchen wie der Bruch eines Tabus erscheinen. Sie ist aber gleichwohl unumgänglich.
Es kann auch nicht angehen, dass bei Veranstaltungen zum Thema AIDS gleichzeitig Homosexualität gefeiert wird - und anscheinend gefeirt werden muss. Etwas anderes wäre ja undenkbar!
Nur mal angedacht: kann es sein, dass eine dermaßen hohe Zahl an Infektionskrankheiten sehr wohl oft (wenn auch nicht immer!) im eigenen Verantwortungsbereich der Betroffenen liegt? In einem zügel- und verantwortungslosen Sex- und Liebesleben? In einem völligen Verlust tradtitioneller Familienwerte?
Ich höre schon viele Leser aufstöhnen. Aber seien wir doch einmal ganz ehrlich: ist es nicht so?
Ich rede hier auch aus eigener Erfahrung - ich war ja selbst lange in der "Szene". Und eines kann ich euch durchaus sagen: homosexueller Sex ist im Durchschnitt weitaus extremer als heterosexueller Sex (auch wenn die "Gegenseite" hier leider aufzuholen scheint). Auch die Zahl der Sexpartner ist in der Regel bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Neigungen höher. Kampagnen wie "Safer Sex" mögen zwar auf den ersten Blick gut klingen, gehen aber völlig am Problem vorbei (wobei hier anzumerken ist, dass auch nicht jede ansteckende Krankheit durch ein Kondom vermieden werden kann. Hierzu bitte den Facharzt fragen!). "A stiff dick doesn't have a conscience" sagen die Amerikaner. Wer "geil" ist, denkt nicht immer daran, ein Kondom überzuziehen, umso weniger, wenn zugleich Alkohol im Spiel ist. Oder man Sex mit einem Partner hat, der fremdgegangen ist und davon nichts erzöählt oder ähnliches.
Wie auch immer - bei "Safer Sex" fängt man am Ende der Fahnenstange an. Wenn man bereits so weit ist, dass man ein Kondom überziehen muss, ist man an einem Punkt, an den man vielleicht nie hätte kommen sollen. Die oft verspotteten "Enthaltsamkeitsprogramme", die eine wertorientierte Form der Sexualität sowie der Familie allgemein lehren und meist christlich orientiert sind (wenn auch nicht immer!), leisten hier weitaus bessere Arbeit, da sie Werte vermitteln, die uns vielleicht erst gar nicht in solche Situationen bringen!
Sex ist nicht "gut". Für Christen ist er heilig - etwas, das Gott für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen hat. Nicht etwas, dass zu unserer eigenen Befriedigung dient, sondern immer auf ein "Gegenüber", einen andersgeschlechtlichen Partner im Rahmen einer lebenslangen monogamen Ehe gerichtet ist. Dies ist und war die Konstellation, die sich als die beste sowohl für die Eltern wie für daraus entstehende Kinder erwiesen hat.
Nein, gleichgeschlechtlich empfindende Menschen sind nicht unbedingt "schlechte" Eltern, wenn sie in einer homosexuellen Beziehung ein Kind aufziehen möchten. Warum aber eine Form wählen, die nie dafür vorgesehen war (zumindest nicht, wenn man christliche Werte akzeptiert, aber selbst aus säkularer Sicht würde ich die Konstellation Vater/Mutter/Kunder im Rahmen einer heterosexuellen und monogamen lebenslangen Ehe als die beste für alle Beteiligten sehen)? Nicht alles, was in irgendeiner Form "gute" Ergebnisse bringt, ist damit auch (zumindest im christlichen Sinne) "gut".
Denkt darüber nach...
Deutsche Bischofskonferenz
Pastoral-Kommission
Die Immunschwäche AIDS - Eine pastorale Aufgabe der Kirche
23. September 1997
/ herausgegeben vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Kaiserstr. 163, 53113 Bonn
/erschienen in der Reihe: Die deutschen Bischöfe : Kommissionen Nr. 18
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Geleitwort
Immer häufiger wird in der letzten Zeit im Zusammenhang mit der
Immunschwäche AIDS über erfolgversprechende Forschungs- und
Behandlungsergebnisse berichtet. Da erscheint es auf den ersten Blick
überraschend, daß die Pastoralkommission der Deutschen
Bischofskonferenz gerade jetzt die Bitte äußert, sich mit der Krankheit
intensiver zu beschäftigen, besonders aber sich den HIV-Infizierten und
AIDS-Kranken zuzuwenden.
Aus mehreren Gründen ist es nach Auffassung der Pastoralkommission
erforderlich, sich auch zukünftig mit dieser Krankheit und ihren Folgen
auseinanderzusetzen: Der Wissenszuwachs über die Entstehung und
Ausbreitung von HIV und AIDS hat zwar enorme Fortschritte gemacht,
damit verbunden aber ist die Gefahr eines nachlassenden
Präventionsbewußtseins. Zudem tritt die Krankheit nicht mehr allein in
sog. Risikogruppen auf, sondern immer weitere Bevölkerungsschichten
sind von ihr betroffen. Die erfreulichen Ergebnisse bei der Behandlung
von AIDS-Kranken können nicht darüber hinwegtäuschen, daß wohl noch
über einen langen Zeitraum hinaus Menschen sich mit dem HI-Virus
infizieren und an AIDS erkranken. Verändert haben sich auch die Orte,
an denen HIV-Infizierte und AIDS-Kranke leben. Es sind nicht mehr
vorrangig die städtischen Ballungsgebiete, sondern in allen Teilen
Deutschlands leben Menschen mit dieser Krankheit.
Von Anfang an hat die katholische Kirche auf die Herausforderungen
durch die Immunschwäche AIDS mit vielfältigen caritativen und
pastoralen Aktivitäten reagiert, z.B. durch den Aufbau von Beratungs-
und Hilfeeinrichtungen oder durch die Bereitstellung von eigenen
Seelsorgern. Daß die Kirche aus ihrer Verantwortung heraus für den
umfassenden Schutz des menschlichen Lebens auch die Frage nach einem
ethisch gebotenen Verhalten des Einzelnen gestellt hat, ist auf manche
Kritik gestoßen, hat aber auch zu mehr Nachdenklichkeit geführt. In der
derzeitigen Situation gewinnt aus den oben genannten Gründen sowohl die
Information und Prävention in allen Teilen der Bevölkerung an Bedeutung
als auch die Frage der Integration der von HIV und AIDS Betroffenen und
deren Angehörigen. Die vorliegende Erklärung will dazu ermutigen,
unbegründete Ängste abzubauen und die von der Immunschwäche AIDS
Betroffenen sowie deren Angehörige in unsere Gemeinden und
Einrichtungen aufzunehmen.
Freiburg, im September 1997
Erzbischof Dr. Oskar Saier
Vorsitzender der Pastoralkommission
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Inhalt
1 Warum meldet sich die Kirche zu Wort?
2 AIDS - Medizinische und psychologische Aspekte
2.1 Medizinische Aspekte
- Was ist AIDS?
- Krankheitsverlauf
- Übertragungswege für das HI-Virus
- Behandlungsmöglichkeiten
- Zahlenmäßige Entwicklung von AIDS in Deutschland
2.2 Psychologische Aspekte
- AIDS - eine besondere Krankheit
- Die Angst vor der Immunschwäche AIDS
- Psychische Bewältigung von AIDS
3 AIDS als Aufgabe der Kirche
- Integration statt Isolation
- Integration durch Vertrauen
- Integration durch Information
- AIDS als Thema in Liturgie und Verkündigung
- Die Nähe Gottes spürbar machen
4 Kirchliche Beratungsstellen und Einrichtungen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
4.1 Kirchliche Beratungsstellen
4.2 Stationäre Einrichtungen
5 Glossar
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1 Warum meldet sich die Kirche zu Wort?
Keine andere Krankheit hat in diesem Jahrhundert zu so viel
Aufmerksamkeit und Angst, aber auch zu so intensiver medizinischer
Forschung geführt, wie die Immunschwäche AIDS. Waren die Begriffe HIV
und AIDS vor 15 Jahren noch weitgehend unbekannt, so wissen die meisten
Menschen heute, daß diese Worte für eine bislang nicht heilbare
Krankheit stehen.
Im Rückblick zeigt sich, daß sich die gesellschaftlichen und
individuellen Wahrnehmungen, von HIV und AIDS bedroht zu sein,
unterschiedlich entwickelt haben. Die ersten Jahre der AIDS-Epidemie
waren von einer
hohen Unsicherheit hinsichtlich der epidemiologischen Entwicklung und
der Infektionswege geprägt. Dies führte zu vielen unbegründeten
Ängsten. Die gesellschaftliche Betroffenheit wurde noch dadurch
verstärkt, daß das HI-Virus hauptsächlich durch Blut bzw.
Sexualkontakte übertragen wird. Damit wurden ethische Fragen nach dem
persönlichen Verhalten des Einzelnen laut, die die Wahrnehmung und die
Auseinandersetzung mit der Krankheit schwierig gestalteten. Innerhalb
der katholischen Kirche wurde differenziert auf die Konsequenzen, die
sich aus HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen ergaben, reagiert. Neben
Appellen an das sittlich-verantwortliche Handeln des Einzelnen gab es
viele caritative und pastorale Aktivitäten: Diözesen veröffentlichten
eigene Orientierungsrahmen für die Seelsorge (z.B. Trier 1987); in
Großstädten, wo die Krankheit verstärkt auftrat, wurden eigene
Beratungs- und Hilfeeinrichtungen aufgebaut und Seelsorger für die
Betroffenen und ihre Angehörigen freigestellt.
Seit Beginn der 90er Jahre hat sich die Wahrnehmung für HIV und AIDS
deutlich gewandelt. Die anfängliche Sorge, daß bald große Teile der
Bevölkerung infiziert sein werden, hat sich in den Industrienationen
nicht bestätigt. Auch die Infektionswege sind inzwischen bekannt. Dies
hat zwar einerseits zu einem Rückgang der Ängste, gleichzeitig aber
auch zu einem nachlassenden Präventionsbewußtsein geführt. Die
Krankheit tritt nicht nur in sogenannten Risikogruppen auf, sondern
Menschen aller Bevölkerungsgruppen können sich infizieren. Da die
Krankheit trotz beachtlicher Behandlungserfolge immer noch nicht
heilbar ist, muß davon ausgegangen werden, daß auch in Zukunft
Menschen, denen wir in unseren Gemeinden und in unserem Alltag
begegnen, an AIDS erkranken und sterben werden.
Als Christen sind wir dem Beispiel Jesu verpflichtet, uns jedem Kranken
zuzuwenden und ihm zu helfen. Jeder Mensch ist uns Schwester oder
Bruder. Diskriminierung oder Ausgrenzung entspricht nicht dem Verhalten
Jesu. Aus unserer Verantwortung für jeden Menschen in Not sowie aus dem
Wissen heraus, daß die Immunschwäche AIDS uns auch in Zukunft noch
herausfordern wird, soll die folgende Aussage dazu ermutigen,
unbegründete Ängste vor HIV-Infizierten und AIDS-Erkrankten abzubauen.
Sie will einen Beitrag zur Prävention wie auch zur Integration von
Betroffenen sowie deren Angehörigen in unseren Gemeinden, Diensten und
Einrichtungen leisten.
2 AIDS - Medizinische und psychologische Aspekte
2.1 Medizinische Aspekte
Was ist AIDS?
AIDS ist die Abkürzung von Acquired Immune Deficiency Syndrome
(= Erworbenes Immunmangelsyndrom). Die gebräuchliche deutsche Bezeichnung ist "Erworbene Abwehrschwäche".
Das Krankheitsbild wurde erstmals 1981 von amerikanischen Medizinern
beobachtet. Nach intensiven Untersuchungen in Amerika und Europa gelang
es 1994 Luc Montagnier vom "Institut Pasteur" in Paris und Robert Gallo
von den "National Institutes of Health" in Bethesda im US-Staat
Maryland, den Human Immunodeficiency Virus (HIV; dt: Menschliches
Immundefektvirus) als Krankheitsursache zu isolieren. Das Virus1 wird
nur durch Körperflüssigkeiten von Person zu Person übertragen.
Viren können sich nicht ohne fremde Hilfe vermehren und sind deshalb
auf geeignete Wirtszellen angewiesen. Das AIDS Virus befällt und
zerstört hauptsächlich die T4-Helferzellen des Immunsystems und nimmt
dem Körper damit ganz allmählich die Fähigkeit, andere Erreger und
Krankheiten zu bekämpfen. In der Folge entwickeln sich
lebensbedrohliche Erkrankungen wie beispielsweise Lungenentzündung,
Hirnhautentzündung und Krebs, die schließlich zum Tode führen.
Krankheitsverlauf
Unmittelbar nach der Ansteckung mit dem HI-Virus kommt es bei den
Betroffenen zu einem vorübergehenden Abfall der T4-Helferzellen und zu
einem starken Anstieg der Virusmenge im Blut. Diese Phase wird von
Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Unwohlsein und masernartigen
Hautausschlägen begleitet, und sie ist mit einem hohen
Übertragungsrisiko verbunden. Dann folgt eine unterschiedlich lange,
symptomfreie Zeit, in der der Infizierte durch keinerlei
Krankheitsanzeichen oder Beschwerden gewarnt ist. Während dieser Zeit
nimmt die Zahl der T 4-Helferzellen im Blut kontinuierlich ab. Wenn die
Zahl dann sehr gering ist, kommt es zum Zusammenbruch des Immunsystems
und zum Ausbruch der Immunschwäche AIDS. Auch während der symptomfreien
Zeit, die in der Regel sechs bis acht Jahre beträgt, kann der
HIV-Infizierte das Virus auf andere Personen übertragen.
Es war lange Zeit nichts über den Verbleib des HI-Virus während der
beschwerdefreien Zeit bekannt. Heute weiß man, daß ein erbitterter
Kampf zwischen dem Virus und dem Immunsystems geführt wird. Tag für Tag
werden rund eine Milliarde Viren neu gebildet und zerstört. Dabei
verliert der Körper ungefähr zwei Milliarden Immunzellen, die er aber
wieder ersetzen kann. Der Infizierte merkt von diesen Vorgängen in
seinem Körper nichts. Auf lange Sicht gewinnt das HI-Virus den
Abwehrkampf, denn jedesmal, wenn es sein Erbmaterial vervielfältigt,
nimmt es kleine Veränderungen vor und läßt neue Varianten entstehen.
Irgendwann kann das Immunsystem keine Gegenwehr mehr leisten und bricht
zusammen.
Übertragungswege für das HI-Virus
Hauptträger des HI-Virus im Körper sind Blut, Sperma und Vaginalsekret.
Das Virus dringt über die Schleimhäute oder die Blutbahn in den Körper
ein. Die häufigste Infektionsursache ist homo- und heterosexueller
Geschlechtsverkehr. Weitere Infektionsursachen sind gemeinsam benutzte
Spritzen bei Drogenabhängigen, die Übertragung von der Mutter auf das
Kind während der Schwangerschaft und die Übertragung durch Blut und
Blutprodukte. Das HI-Virus wird nicht durch alltagsübliche,
zwischenmenschliche Kontakte wie zum Beispiel Händeschütteln, Umarmen
oder Küssen übertragen. Es wird ebenfalls nicht durch Weinen, Husten
oder Niesen oder im Schwimmbad, in der Sauna oder in der Badewanne
weitergegeben. Auch von gemeinsam benutzten Bettlaken, Handtüchern,
Gläsern, Toiletten, Türgriffen und Haushaltsgegenständen geht keine
Gefahr aus.
Die Gefahr einer Ansteckung über Blut und Blutprodukte ist in der
Bundesrepublik weitgehend gebannt, da seit dem 1. Oktober 1985 sowohl
Blutspender als auch Blutkonserven auf HI-Viren untersucht werden.
Behandlungsmöglichkeiten
Die meisten Arzneimittel greifen das HI-Virus dort an, wo es sich nicht
wesentlich verändern darf, bei den chemischen Werkzeugen, die es für
seine Vervielfältigung braucht. Zu dieser Gruppe gehört auch das
bekannte Präparat AZT (Azidothymidin) und die verschiedenen Hemmstoffe
der Virus-Protease, die erst seit einiger Zeit auf dem Markt sind.
Allerdings haben die vergangenen Jahre gezeigt, daß ein Wirkstoff
alleine nicht genügt, um die Virusmenge zu unterdrücken. Deshalb
versucht man mit einer Kombination aus zwei oder drei Medikamenten das
AIDS-Virus in Schach zu halten, was offensichtlich auch sehr gut
gelingt. Bei den Patienten, die mit einer solchen Kombinationstherapie
behandelt werden, ist das Virus nach einigen Wochen kaum noch
nachweisbar. Auch bei der symptomatischen Behandlung der
Begleiterkrankungen, wie beispielsweise der Lungenentzündung, sind sehr
gute Fortschritte erzielt worden. Diese Ergebnisse lassen eine mögliche
Heilung zum ersten Mal wahrscheinlich werden, und die nächsten Jahre
müssen zeigen, ob es tatsächlich gelingen wird, alle Viren, die sich in
den entlegenen Teilen des Körpers versteckt halten, mit der
Kombinationstherapie zu beseitigen. Die Aussichten sind jedenfalls gut.
Ganz ausgerottet sein wird die Immunschwäche AIDS allerdings erst dann,
wenn es eine Schutzimpfung gibt und die Kombinationstherapie auch in
den Entwicklungsländern bezahlbar ist.
Zahlenmäßige Entwicklung von AIDS in Deutschland
Über die Zahl der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, die mit
dem HI-Virus infiziert, aber noch nicht an AIDS erkrankt sind, gibt es
nur Schätzwerte. Man weiß aufgrund von positiven Testergebnissen, daß
sich seit dem Beginn der Epidemie 78.085 Menschen in Deutschland mit
dem HI-Virus angesteckt haben. Die genaue Zahl der Infizierten ist
nicht bekannt. Pro Jahr werden 2.000 bis 3.000 Neuinfektionen
angegeben, wobei die Ansteckung über heterosexuelle Kontakte in der
Zukunft wahrscheinlich weiter zunehmen wird.
Neben den HIV-Infektionen sind insgesamt 16.138 AIDS-Fälle gemeldet.
Davon sind 10.419 Personen bereits verstorben. Nach dem Geschlecht
verteilt sind 89% der Betroffenen Männer und 11% Frauen. Insgesamt sind
110 Kinder unter 13 Jahren an AIDS erkrankt. Die Zahl der
Neuerkrankungen wird mit rund 1.800 pro Jahr angegeben. Von den
Patienten, die 1996 an AIDS erkrankt sind, haben sich 52% der
Betroffenen durch homosexuelle Kontakte unter Männern infiziert, 15%
durch intravenösen Drogenkonsum, 11% bei heterosexuellen Kontakten und
3% durch Blut und Blutprodukte. 6% der Patienten kommen aus Afrika oder
Asien und haben sich dort angesteckt, und 13% der Patienten wollten
keine Angabe machen, wie sie sich angesteckt haben.
54% aller Erkrankten leben in den Großstädten Frankfurt/Main, München,
(West-)Berlin, Köln, Düsseldorf und Hamburg. 44% der Erkrankten leben
außerhalb der genannten Großstädte in den alten Bundesländern. Aus den
neuen Bundesländern sind bisher nur 271 AIDS-Erkrankungen gemeldet. Das
entspricht etwa 2%. Viele AIDS-Patienten leben nicht mehr dort, wo sie
sich angesteckt haben, sondern ziehen sich in die vertraute Umgebung
des Heimatortes zurück. Damit werden sie eine Anfrage an das Verhalten
unserer Gemeinden.
Durch die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten nimmt gegenwärtig die
Zahl derjenigen, die an AIDS sterben, ab. Gleichzeitig verlängern sie
auch den Zeitraum von der Ansteckung mit dem HI-Virus bis zum Ausbruch
der AIDS-Erkrankung. Dadurch wird es in Zukunft immer mehr Menschen
geben, die mit dieser Krankheit leben.
2.2 Psychologische Aspekte
AIDS - Eine besondere Krankheit
AIDS ist eine schwere, körperliche Erkrankung, bei der bislang davon
ausgegangen werden muß, daß sie tödlich endet. Darin unterscheidet sich
die Immunschwäche noch nicht von anderen Erkrankungen, wie z.B. von
bestimmten Formen von Krebs. Dennoch nimmt AIDS im Bewußtsein vieler
Menschen eine Sonderstellung ein. Die Krankheit ruft angstvolle Bilder
und Phantasien hervor, und man hat anfänglich die Immunschwäche mit den
großen Seuchen früherer Jahrhunderte verglichen. Auch heute noch
reagieren viele Menschen mit Angst, Panik, Diskriminierung, Flucht und
Schuldzuweisung, wenn sie von einer HIV-Infektion hören oder Kontakt
mit einem AIDS-Kranken haben. Wie kaum eine andere Krankheit beeinflußt
AIDS das soziale Verhalten und das Bewußtsein.
Viele HIV-Infizierte und deren Angehörige fürchten das Bekanntwerden
der Infektion. Deshalb wird die Krankheit von den meisten nur im
Vorborgenen gelebt und durchlitten. Nur wenige gehen mit ihrer
Krankheit offen um. Damit wird eine Isolation der HIV-Infizierten und
AIDS-Kranken gefördert.
Die Angst vor der Immunschwäche AIDS
Obwohl in zahlreichen Kampagnen offen und umfassend über die
Übertragungswege des HI-Virus aufgeklärt worden ist, ist in weiten
Teilen der Bevölkerung die Angst, sich durch den bloßen Kontakt mit
einem HIV-Infizierten oder AIDS-Kranken anzustecken, ungebrochen groß.
Wie die täglichen Anrufe in den kirchlichen Beratungsstellen zeigen,
gibt es viele unbegründete Ängste vor der vermeintlichen Infektion bis
hin zu sogenannten "AIDS-Phobien". Das bedeutet, daß entweder doch noch
zu wenig Wissen über die Infektionswege vorhanden ist oder daß wider
besseres Wissen Panikreaktionen auftreten, wenn es zu einer Begegnung
mit einem HIV-Infizierten oder AIDS-Kranken kommt. Diese Reaktionen
lassen die Vermutung zu, daß sich in dem Wort AIDS die jedem Menschen
innewohnende Urangst vor dem Tod in besonderer Weise manifestiert.
Psychische Bewältigung von AIDS
Da Menschen an AIDS leiden und sich viele Menschen von der
Immunschwäche bedroht fühlen, ist ein weit gefächertes Angebot
psychologischer Hilfen notwendig:
• Menschen, die aus begründetem Verdacht einen HIV-Antikörpertest
vornehmen lassen, sollten unbedingt vor dem Test psychologisch fundiert
beraten werden, sowohl zur Vorbereitung auf ein möglicherweise
positives Ergebnis als auch bei negativem Resultat zur Vermeidung
künftiger Risiken.
• Auch wenn inzwischen die Therapiechancen deutlich gestiegen sind, muß
weiterhin damit gerechnet werden, daß Menschen an der Immunschwäche
erkranken und sterben. Hier kann eine psychologische Begleitung helfen,
die Mitteilung der Diagnose zu verarbeiten und Krisen zu bewältigen.
• Während der langen Zeitspanne zwischen Infektion und Ausbruch der
Krankheit kann eine Beratung dem Infizierten und seinem sozialen Umfeld
helfen, Wege zu finden, mit der Infektion zu leben.
• Und schließlich können die kirchlichen Beratungsdienste mit ihrem
breitgefächerten Angebot in den unterschiedlichsten Lebenskrisen, in
der Krankheits- und Sterbephase begleitende Zuversicht geben.
3 AIDS als Aufgabe der Kirche
Integration statt Isolation
Die Krankheit AIDS erinnert - wie alle lebensbedrohenden Krankheiten -
daran, daß das Leben des Menschen begrenzt ist, daß Krankheit und
Sterben zum Leben gehören. In einer Zeit, in der Sterben und Tod
verdrängt werden, ist AIDS eine Anfrage an jeden einzelnen Christen,
welche Einstellung er zum Leben und zur Welt hat, wie er sein eigenes
Sterben, aber auch das Sterben anderer sieht.
Als Christen glauben wir, daß der Tod nicht das Ende ist, sondern daß
in Jesus Christus, in seinem Leben, Sterben und Auferstehen, Gottes
neue Welt angebrochen ist, die jedem Menschen eine Zukunft über den Tod
hinaus gibt. Aus dieser Hoffnung heraus gewinnen wir die Kraft, jeden
Menschen, besonders den Kranken und Leidenden, mitzutragen und zu
trösten.
Es ist Ausdruck unseres Glaubens, wenn wir uns gemäß dem Beispiel Jesu
Christi besonders den Menschen am Rand, den Außenseitern, den
Leidenden, den Menschen ohne Hoffnung zuwenden. Jeder ist "unser
Nächster", wie dies eindrucksvoll im Gleichnis vom barmherzigen
Samariter dargestellt ist (vgl. Lk 10,25-37). Jesus Christus hat sich
mit den Kranken und Schwachen identifiziert: "Ich war krank und
obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt
mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht" (vgl.
Mt 25,31f.).
Christen setzen Zeichen der Hoffnung und der Erlösung, wenn sie den
Kranken und den Angehörigen durch praktische Hilfen beistehen.
HIV-Infizierte und AIDS-Kranke brauchen Menschen, die ihnen zur Seite
stehen und sie in ihrer Not begleiten und unterstützen. So kann die
Isolation der Betroffenen durch solidarisches Verhalten in der Kirche
überwunden werden. Dies beinhaltet auch die Integration in das Leben
der Gemeinde. Dies schließt weiter ein, daß kirchliche Sozialstationen
AIDS-Kranke pflegen und daß in den kirchlichen Einrichtungen, wie
Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen, Jugend- und Erholungsheimen,
HIV-Infizierte und AIDS-Kranke Aufnahme finden. Das Anliegen der
Hospizbewegung, ein Sterben in Würde zu ermöglichen, kann Orientierung
bei der Begleitung der Kranken in der letzten Lebensphase geben.
Integration durch Vertrauen
Die von der Immunschwäche AIDS Betroffenen erwarten ein Klima des
Vertrauens, der Offenheit und der Akzeptanz, auch hinsichtlich ihrer
individuellen Lebensgestaltung. Der Sonderstatus ihrer Krankheit macht
die Betroffenen besonders sensibel für Kränkungen und Zurückweisungen.
Gerade in der Beurteilung ihrer Lebenssituation ist deshalb
Zurückhaltung zu üben, denn nur so können sie unbedingtes
Angenommensein spüren und erfahren. HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
befinden sich stärker als andere Menschen in einem psychischen und
gesellschaftlichen Sonderstatus. In einer solchen Situation steht es
mit der christlichen Botschaft im Einklang, ethische Beurteilungen
nicht in den Vordergrund zu stellen. Zwar wird bei einer HIV-Infektion
bzw. einer AIDS-Erkrankung sehr oft die Frage nach der Schuld der
Betroffenen gestellt, doch darf diese Frage nicht Bedingung für die
Nächstenliebe in der Nachfolge Christi sein. Im übrigen ist es nicht
gerechtfertigt, der Schuldfrage hier einen anderen Stellenwert
einzuräumen als sonst. Es kommt vielmehr darauf an, den AIDS-Kranken zu
helfen, ihr Leben verantwortlich zu gestalten und in Gemeinschaft mit
der Kirche Wege der Versöhnung zu finden.
HIV-Infizierte, AIDS-Kranke und deren Angehörige sind über lange Zeit
ständig mit dem Tod konfrontiert. Dabei erleben sie nicht selten den
sozialen Tod vor dem physischen Tod. Im Licht des Evangeliums ist es
deshalb geboten, sich im Umgang mit ihnen am Leitbild einer
barmherzigen, solidarischen und dienenden Kirche zu orientieren. Ein
vom Glauben getragener, würdevoller Umgang mit HIV-Infizierten und
AIDS-Kranken entspricht dem Reden und Handeln Jesu Christi. Wenn
Menschen diesen im Evangelium wurzelnden Liebesdienst erleben, ist
Glaubenserfahrung möglich.
Integration durch Information
Angesichts der bestehenden Ängste vor einer Ansteckung mit dem
HI-Virus, ist eine umfassende und präzise Information notwendig, um
Betroffene zu integrieren und die weitere Ausbreitung der Krankheit zu
verhindern. Durch eine enge Zusammenarbeit von Ärzten,
Selbsthilfegruppen und den kirchlichen Beratungsdiensten und
Einrichtungen können emotionale Überreaktionen und negative
Pauschalurteile im Rahmen der Jugend- und Erwachsenenarbeit überwunden
werden.
Die Immunschwäche wird vor allem auf sexuellem Wege übertragen, deshalb
kann die Frage nach der verantwortlichen Gestaltung der Sexualität
nicht ausgeklammert werden. Es muß vermittelt werden, daß der
Geschlechtsverkehr seinen legitimen Ort in dem durch Treue und
Vertrauen geschützten Raum einer festen Partnerbindung hat. Nach
katholischem Verständnis ist dies die Ehe. Diese Überzeugung darf aber
nicht zur Verurteilung von Menschen führen. Jesus Christus hat jeden
Menschen in seiner persönlichen Lebensgeschichte angenommen, ihn jedoch
immer auch zur Umkehr aufgerufen. Angesichts der tatsächlichen
Lebensbedrohung, die von der Immunschwäche AIDS ausgeht, ist alles zu
tun, um eine Infektion zu vermeiden. Prävention hat deutlich Vorrang
und muß verantwortungsvoll gestaltet werden. Dabei sind die Grundsätze
katholischer Ethik mitzubedenken. Nur wenn die medizinischen,
psychologischen, sozialen und ethischen Aspekte der AIDS-Prävention
angesprochen werden, kann das Problembewußtsein für die
Übertragungswege und Infektionsrisiken wachsen. Generell gilt, daß die
Aufklärung zwar umfassend und wahrheitsgetreu, aber auch maßvoll
gestaltet sein soll. Sie darf nicht als verdeckte Werbung für sexuelle
Freizügigkeit benutzt werden.
AIDS als Thema in Liturgie und Verkündigung
Die Immunschwäche AIDS betrifft nicht nur das caritative Handeln der
Gemeinde, sondern sollte auch in Liturgie und Verkündigung thematisiert
werden, z.B. am Welt-AIDS-Tag. Wenn die Thematisierung der
Immunschwäche AIDS beim Begräbnis eines verstorbenen AIDS-Kranken
erforderlich scheint oder gewünscht wird, sollte dies aus Rücksicht auf
die Familienangehörigen mit großer Sensibilität und Verantwortlichkeit
erfolgen. In der Predigt und in den Fürbitten ist darauf zu achten, daß
im Geist des Evangeliums würde- und liebevoll die Barmherzigkeit
Gottes, der Freund jeden Lebens in seiner ganzen Vielfalt ist,
erfahrbar wird.
Die Nähe Gottes spürbar machen
Viele Menschen verbinden mit dem Wort AIDS Hoffnungslosigkeit. Als
Christen aber wissen wir, daß Jesus und sein Evangelium, seine Worte
und Taten Hoffnung bedeuten. Er selbst hat sich berühren lassen und hat
selber berührt. Er nahm jeden Menschen an, den Aussätzigen, den
Blinden, den Kranken. HIV-Infizierte und AIDS-Kranke sowie deren
Angehörige können durch unsere Zuwendung spüren, daß Gott ihnen nahe
ist und sie nicht alleine läßt. Wir alle leben unter der Verheißung
Gottes.
4 Kirchliche Beratungsstellen und Einrichtungen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke4
4.1 Kirchliche Beratungsstellen
AIDS-Beratungsstelle des Caritasverbandes für das Bistum Essen
Bahnhofstr. 37
58762 Altena
Tel. 02352-1737
Hospiz-Dienst Tauwerk e. V.
Wollankstr. 19
13187 Berlin
Tel. 030/4883069
Beratungs- und Betreuungsstelle für AIDS-Infizierte
Bismarckstr. 6
52351 Düren
Tel. 02421-10001
AIDS-Beratungsstelle des Caritasverbandes für das Bistum Essen
Alfredstr. 297
45133 Essen
Tel. 0201-42924
Drogen- und AIDS-Beratung
Kalkstr. 41
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202/54071
AIDS-Prävention des Caritasverbandes Bonn
Fritz-Tillmann-Str. 8-12
53113 Bonn
Tel. 0228-108245
Psychosoziale HIV- und AIDS-Beratung
Caritasverband für die Stadt Düsseldorf
Klosterstr. 88
40211 Düsseldorf
Tel. 0211-1602-302
Cafe Nachtfalter
Segerothstr.
47127 Essen
Psychosoziale Betreuung zu Hause für HIV-positive und an AIDS erkrankte Frauen, Familien und Alleinstehende
Mainkai 40
60311 Frankfurt
Tel. 069-2982-162
Sozialdienst Kath. Frauen e. V.
Psychosoziale Beratungsstelle für HIV-infizierte Frauen und Kinder
Kaiser-Joseph-Str. 244
79098 Freiburg
Tel. 0761-280031
Diözesan-Caritasverband
Referat Gefährdetenhilfe
Georgstr. 7
50676 Köln
Tel. 0221-2010-0
Sozialdienst katholischer Frauen
AIDS-Beratung
Hansaring 20
50670 Köln
Tel. 0221/120421
Region Mönchengladbach des Bistums Aachen
AIDS-Prävention
Bettrather Str. 22
41061 Mönchengladbach
Tel. 02161-9806-0
Caritas
Psychosoziale AIDS-Beratungsstelle
Schrenkstr. 3
80339 München
Tel. 089-5021101
Caritasverband Koblenz
Psychosoziale AIDS-Beratung
Rizzastr. 14
56068 Koblenz
Tel. 0261-14991
Sozialdienst Kath. Männer e. V.
Beratungs- und Betreuungsstelle für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
Gleueler Str. 179
50931 Köln
Tel. 0221-4060581
Caritasverband f. d. Stadt Magdeburg u. d. Dekanate Magdeburg und Burg e.V.
AIDS-Beratung
Max-Josef-Metzger-Str. 3
39104 Magdeburg
Tel. 0391-5961-208
AIDS-Informations- und Beratungsstelle
Bahnhof 16 b
94032 Passau
Tel. 0851-71065
AIDS-Beratung beim Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e. V.
Kantstr. 14
66111 Saarbrücken
Tel. 0681-309060
Caritasverband für die Diözese Würzburg
Psychosoziale Beratungsstelle für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
Friedrich-Spee-Haus
Röntgenring 3
97070 Würzburg
Tel. 0931-32226-0
4.2 Stationäre Einrichtungen
Eschenbachhaus
Betreute Wohngemeinschaft für HIV-infizierte Drogenabhängige
Eschenbachstr. 29
60596 Frankfurt
Tel. 069/6313020
Franziskushaus
Beratungs- und Betreuungsstelle für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke
Sandweg 57
60316 Frankfurt
Tel. 069-944368-0
Haus Maria Frieden
Auf der Hub 1
77784 Oberharmersbach
Tel. 07837-92960
Haus Horizont
Betreute Wohneinrichtung für HIV-infizierte und AIDS-kranke Menschen
Rheinhöhenweg 3
56112 Lahnstein
Tel. 02621-40504
Caritasverband für die Diözese Würzburg
Wohngemeinschaft für HIV-Positive/AIDS-Kranke
c/o Friedrich-Spee-Haus
Röntgenring 3
97070 Würzburg
Tel. 0931-32226-0
5 Glossar
Chemische Werkzeuge
Eiweiße, die für die Virusvermehrung notwendig sind, und die durch die geringste Abwandlung funktionsuntüchtig werden.
Immunzellen
Alle Zellen, die an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt sind. Es
gibt Zellen, die Eindringlinge und Fremdstoffe erkennen, und Zellen,
die sie dann vernichten.
Infektion
Befall des Körpers mit Krankheitserregern. Es kann sich bei den Erregern um Viren oder Bakterien handeln.
T4-Helferzellen
Untergruppe der Immunzellen, die eine wichtige Rolle bei der Erkennung der körperfremden Stoffe übernehmen.
Viren
Erreger von Infektionskrankheiten bei Menschen, Pflanzen und Tieren.
Virus-Protease
Eiweiß, das vom Virus gebildet wird und die anderen Virusbausteine so verändert, daß sie funktionstüchtig werden.
Wirtszelle
Zelle, die mit ihren Lebensfunktionen die Vermehrung eines Virus unterstützt.
Zelle
kleinste Einheit des lebenden Organismus, die alle Eigenschaften des Lebens besitzt.
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In der Bundesrepublik gibt das Robert-Koch-Institut Auskunft über die
AIDS-Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten sowie über neueste
epidemiologische Daten.
Robert-Koch-Institut
AIDS-Zentrum
Reichpietschufer 74-76
10783 Berlin
Tel.: 030/4547-3425
Fax.: 030/4547-3566
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1 Erläuterung der Fachbegriffe im Glossar, S. 22
2 Stand: Juli 1997
3 Die Angaben beruhen auf dem Quartalbericht I/97 des AIDS-Zentrum im Robert-Koch-Institut in Berlin
4 In den hier nicht genannten Städten können sich Ratsuchende an die
allgemeinen kirchlichen psychosozialen Beratungsstellen etc. wenden.
Die Adressen sind in den verschiedenen Diözesan- oder
Ortscaritasverbänden zu erfragen (bzw. über das Referat "Besondere
Lebenslagen", Karlstr. 40, 79104 Freiburg, Tel.: 0761/200368). Dort
bzw. in den Seelsorgeämtern in den Diözesen sind auch die Adressen der
in manchen Bistümern beauftragten AIDS-Seelsorger zu erfahren.
5 Die hier genannten Einrichtungen kümmern sich schwerpunktmäßig um
HIV-Infizierte und AIDS-Kranke. Eine Begleitung und Betreuung erfolgt
aber auch in vielen anderen Hospizen und kirchlichen Einrichtungen, wie
z.B. Krankenhäusern und Sozialstationen.
(Quelle: www.dbk.de)