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PlayStation
Die PlayStation (jap. Katakana: プレイステーション Romaji: Pureisuteeshon) ist eine Spielkonsole
des Unternehmens Sony, welche 1994 erstmals verkauft und deren
Herstellung 2006 nach elf Jahren Verkaufszeitraum endgültig eingestellt
wurde. Mit Ken Kutaragi als Vorsitzendem der eigens dafür gegründeten
Tochtergesellschaft Sony Computer Entertainment avancierte die PlayStation
zur zweit-erfolgreichsten Konsole der neunziger Jahre (102 Millionen
verkaufte Exemplare weltweit, nur übertroffen von Nintendos Game Boy),
und stürzte im Bereich Heimkonsolen den einstigen Platzhirsch Nintendo
vom Thron.
Verkaufsbeginn der PlayStation 3
war in Japan am 11. November 2006, in Nordamerika am 17. November 2006
und am 23. März 2007 in Europa. Als Konsole der sogenannten 7.
Generation konkurriert sie mit der Wii von Nintendo und der Xbox 360
von Microsoft.
Die Konsole
Die PlayStation 3 sollte in Europa ursprünglich in zwei Versionen
erscheinen; allerdings wurde hier bisher nur die Version mit
60-GB-Festplatte und einem Listenpreis von 599 bzw. 899 CHF
angeboten. In Japan kam das 20-GB-Modell nicht, wie angekündigt, für
59.800 Yen (rund 375 bzw. 610 CHF) auf den Markt, sondern für nur
49.980 Yen (rund 315 bzw. 510 CHF). Inzwischen ist dort die
60-GB-Variante für rund 60.000 Yen erhältlich. Am 9. Juli 2007 kündigte
Sony an, ab sofort den Preis in den USA von 599 auf 499 US-$ zu
reduzieren und eine neue Version mit 80-GB-Festplatte anzubieten, die
zusammen mit dem Spiel MotorStorm für 599 US-$ verkauft werden soll. Entstehung und Werdegang
Ursprünglich
sollte Sony ein CD-Add-on für Nintendos 16-Bit-Konsole SNES (Super
Nintendo Entertainment System) entwickeln, dessen Codename bereits Play Station
war. Im Gegenzug würde es Sony erlaubt sein, eine eigene Konsole mit
CD-ROM-Laufwerk zu entwickeln, die die damals wertvolle
SNES-Technologie nutzen könnte, Projektname "Play Station".
Als aber bekannt wurde, dass Nintendo mit dem niederländischen
Unternehmen Philips hinter dem Rücken von Sony einen Vertrag für das
Projekt "SNES-CD" abgeschlossen hatte, der wenig später wieder
gekündigt wurde, wurde aus dem Joint-Projekt eine komplett
eigenständige Spielkonsole, dessen interner Projekttitel "PlayStation
Experimental" gelautet haben soll. Andere Quellen besagen hingegen, das
X stünde für "Extreme", wieder andere beziehen es auf "Expansion", da
Nintendo dieses Kürzel auch für sein SNES-Satelliten-Addon
SatellaView-X (BSX) benutzte. Darum trug sie bis zum Erscheinen der
PSone, bzw. der PlayStation 2, das inoffizielle Kürzel PSX. Mit
Erscheinen des Nachfolgers "Playstation
2" im Jahre 2000, wurde das Gerät in PSone umgetauft, was auch eine
optische Frischzellenkur des Geräts mit sich brachte, doch hielt sich
das Kürzel PSX noch lange über die Lebenszeit der Konsole. Erst als
Sony einen Multimedia-Hybriden aus PS2 und Festplattenrecorder mit Namen PSX in Japan veröffentlichte, war das Kürzel PSX für die Playstation 1 gestorben.
Zum Erfolg der PlayStation
hat sicherlich auch beigetragen, dass die Spiele auf CD-ROMs und nicht
auf Modulen ausgeliefert wurden, so wie es beim SNES der Fall war.
Nicht nur waren die Herstellungskosten geringer, der wesentlich größere
Speicherplatz ermöglichte auch den Einbau umfangreicher
FMV-Zwischensequenzen in das Spielgeschehen.
Durch den Einbau
eines sogenannten MOD-Chip ist es möglich, Import-Spiele aus Japan und
den USA zu spielen. Nebeneffekt der meisten dieser Chips ist es, dass
die PlayStation auch
die meisten kopierten Spiele von selbstgebrannten CDs abspielt. Die
Möglichkeit, unlizenzierte Kopien anfertigen zu können, machte die PlayStation gerade bei der nicht so finanzstarken jungen Zielgruppe sehr beliebt.
Im Gegensatz zum SNES, dem damaligen Konkurrenzprodukt Nintendos, konnte die PlayStation
bereits mit echter 3D-Grafik aufwarten. Es dauerte einige Zeit, bis
Nintendo 1996 mit dem Nintendo 64 und der 64-Bit-Technik konterte.
Eine Besonderheit stellt die Playstation
SCPH 1002 dar. Diese verfügt über Cinchausgänge und soll deshalb ein
vollwertiger CD-Player sein, den man per Fernbedienung aus dem Zubehör
steuern kann. Dabei fehlt für einen echten CD-Player ein Display mit
Track-Anzeige.
Peripherie für die PlaystationDie PlayStation bietet zwei Anschlüsse für diverse Controller, mit denen die Spielfiguren eines Spiels gesteuert werden. Das ursprüngliche Playstation-Joypad
bietet 4 Haupttasten (X, Kreis, Dreieck, Quadrat) für den Daumen der
rechten Hand, welche in den meisten Spielen Aktionen auslösen, zwei
Auswahltasten (Select und Start), die in der Mitte angebracht sind,
sowie 4 Schulterknöpfe (L1, L2 sowie R1 und R2) die mit den
Zeigefingern bedient werden und oft sekundäre Aufgaben der Steuerung
übernehmen. Richtungsangaben werden mit dem Daumen der linken Hand auf
einem 4-Wege Steuerkreuz getätigt, dabei werden Diagonalen durch das
gleichzeitige Drücken zweier Richtungen erreicht (zum Beispiel oben und
rechts = diagonal nach rechts oben). 1997 wurde zudem ein
Analogcontroller eingeführt, der Nintendos Idee der Analogsticks
übernahm, jedoch gleich zwei dieser Sticks bot. Diese kleinen
Steuerknüppel erlaubten eine stufenlose Richtungsangabe bei
unterschiedlicher Einschlagstärke, was im Vergleich zu einem
Steuerkreuz eine feinfühligere Steuerung erlaubt. Das Design des Playstation-Joypads
blieb dabei weitgehend unberührt, denn die beiden Analogsticks wurden
lediglich bei der Entwicklung am unteren Teil des Joypads angefügt.
Allerdings wurden die hinteren Schultertasten (L2, R2) ein ganzes Stück
vergrößert, um den Komfort zu erhöhen, und das Joypad bekam zwei
weitere Tasten spendiert. L3 und R3 liegen unter den Analogsticks und
werden aktiviert, wenn man einen der Analogsticks nach unten eindrückt.
Der
"DualShock" Controller, der Anfang 1998 mit dem Spiel "Gran Turismo"
eingeführt wurde, löste den Analogcontroller jedoch schnell ab. Er war
im Aufbau gleich, bot jedoch eine optionale "Rumble" Funktion. Diese
Technik benutzte halbkreisförmige Metallbausteine, die im Joypad
eingebaut zum rotieren gebracht wurden. Die dadurch entstehende Unwucht
brachte das Joypad bei bestimmten Spielszenen zum Vibrieren. Durch das
Vibrieren des Joypads in den Händen des Spielers sollte der Eindruck
actionreicher Spielszenen nochmals erhöht werden, was sowohl bei
Softwareherstellern als auch bei Spielern großen Anklang fand und in
nahezu jedem Spiel der ausklingenden Playstation 1 Ära verwendet wurde.
Bereits nach kurzer Zeit wurde der Dual Shock-Controller zum
Standard-Joypad der Playstation
erklärt, so dass Neugeräte nur noch mit diesem Joypad ausgeliefert
wurden. Das Design und die Technik finden sich zudem auch im Playstation
2 Controller wieder, dem "Dual Shock 2"; allerdings sind bei dieser
Version auch die einstigen Digitaltasten stufenlos analog geschaltet.
Weitere Peripherie für die Sony Playstation sind:
* Das Multi Tap. Hiermit lässt sich z.B. die Anzahl der Controller auf
fünf und die Anzahl der Speicherkarten auf vier erweitern. Mit zwei
Multi Taps können sogar bis zu acht Spieler mit acht Speicherkarten
miteinander konkurrieren. Dies wird aber nur von einigen wenigen
Spielen unterstützt (z.B. Fußball Live). * Lichtpistolen (z.B. Just! a Gun, Namco G-con 45) * Tanzmatten * Playstation-Maus * wireless Joypads * Arcarde Joypads * Dual Analog Joystick
* sonstige sogenannte Freakware wie z.B. kleine Pseudo-E-Gitarren, die
für das Spielen bestimmter Softwaretitel benötigt werden.
Liste einiger bekannter Spiele für die Playstation * Ampire Fantasy part six * Ace Combat 1-3 (1995-99) * Agile Warrior - F111X (1996) * Actua Golf 1-3 (1995-98) * Alien Trilogy (1995) * Alundra 1 (1997) & 2 (2000) * Baphomets Fluch 1 (1996) & 2 (1997) * Batman & Robin (1997) * Battle Arena Toshinden 1-4 (1994-2000) * Bubble Bobble (1994) * Bust-A-Move 2-4 (1996-98) * Castlevania - Symphony of the Night (1997) * Civilization 2 * Chrono Cross (2000) * Colin McRae Rally 1 (1998) & 2 (2000) * Colony Wars 1-3 (1997-2000) * Command & Conquer Teil 1&2 * Cool Boarders * Crash Bandicoot 1-3 (1996-1998) * Die Hard Trilogy 1 (1996) & 2 (2000) * Dino Crisis 1 (1999) & 2 (2000) * Discworld (1, 2, Noir) * Driver 1 (1999) & 2 (2000) * Duke Nukem Series (1997-2000) * Fear Effect 1 (2000) & 2 (2001) * FIFA Fußball 94-2005 (1995-2004) * Final Fantasy VII(1997) * Final Fantasy VIII (1999) * Final Fantasy IX (2000) * Formel 1 (1996-2000) * G-Police 1 (1997) & 2 (1999) * Galerians (2000) * Gran Turismo 1 (1998) & 2 (1999) * Grand Theft Auto 1 (1997) 2 (1999) * Guitar Freaks (1997) * Harvest Moon (1996) * International Superstar Soccer (1997) * James Bond 007 - Der MORGEN stirbt nie (1999) * Medal of Honor 1 (1999) & 2 (2000) * Metal Gear Solid (1998) * NBA Street Ball (2000) * NBA Live Basketball (1995-99) * Need for Speed 1-4 (1996-2000) * Novastorm (1995)
Technische Daten der Playstation Technische Daten der PlayStation. Diese gelten für die PlayStation (PS) und die etwas kleinere PlayStation One (PSone).[1]
* CPU: 32-Bit MIPS RISC (R3000 custom), Taktfrequenz: 33,8688 MHz * Arbeitsspeicher: 2MB (1,5 MB RAM + 512 KB ROM) * ROM: 512KB * Grafik: PlayStation GPU, 1MB Grafik RAM o Farbtiefe: 4-Bit bis 24-Bit (16,7 Mio. Farben) o Auflösung: 320x240 bis 640x480 (NTSC, interlaced) bzw. 512x384 (PAL) Pixel o Texture-Mapping und Flat- bzw. Gouraud Shading o MDEC-Chip zum Hardware-Dekodieren von Filmen (z.B. FMV) * Sound: SPU ADPCM, 24 Kanäle, 512KB Sound RAM, MIDI-Unterstützung * Laufwerk: 2-fach CD-ROM Laufwerk, 32KB Buffer, 660MB Speicherplatz * Schnittstellen: o 2× Controller Anschluss o 2× Memory Card Steckplatz o AV MULTI OUT Anschluss über spezielle Buchse o AV-Cinchausgänge (nur bei der SCPH-1002) o Serielle I/O für Multiplayer (nicht bei der PSone)
o Parallel I/O für externe Module (z. B. sog. Mogelmodule z. B.
Xploder, ist bei der letzten Version SCPH-9002 weg gefallen) * Abmessungen (Höhe x Breite x Tiefe): 60 x 270 x 188 mm / PSone: 38 x 194 x 146 mm (ca. 35% des Volumens der original PS)
Versionshistorie der Konsole
Die Platine der PlayStation
wurde durch den technischen Fortschritt erheblich verkleinert und
mehrere Chips in einem Gehäuse vereint. Außerdem wurden vielerlei
Anschlüsse wegrationalisiert, die Cinch-Anschlüsse ab der 5002er Reihe,
der ParallelPort ab der 9002er Baureihe und die Link-Option (serielle
Verbindung) ab der Baureihe SCPH 102 (PSone).
* PlayStation (Markteinführung in Japan am 3. Dezember 1994, USA und Europa 1995) * PSone (Markteinführung: 2000, neues Design, entspricht technisch der ursprünglichen PlayStation) * Die Bezeichnung "Playstation" wurde von Sony auch für alle späteren eigenen Konsolen benutzt, also die PlayStation 2 (PS2), die PlayStation Portable (PSP) und die im März 2007 erschienene PlayStation 3 (PS3) (USA+Japan: November 2006)
Insgesamt gab es vier Varianten der PlayStation:
* die normale graue PlayStation (Modellnummern SCPH-xxxx)
Die
erste in Europa erschienene Version war SCPH-1002, welche sich von den
Nachfolgern dadurch unterscheidet, dass diese noch Cinch-Anschlüsse
besitzt, welche bei den folgenden Versionen aus Kostengründen
wegrationalisiert wurden. Die nächste Sparmaßnahme traf die SCPH-9002,
welche keinen Parallelport (Expansionport) mehr hatte, was die
Verwendung von Schummelmodulen unmöglich machte. Dafür bekam die
SCPH-9002 eine neue Oberfläche für den Memory Card Manager und dem
CD-Player. Dafür fielen beim CD-Player die Effekte wie "Live" etc. weg.
Es gibt Vermutungen, dass der Parallelport auch deswegen entfernt
wurde, weil diverse Schummelmodule den sogenannten "Swap-Trick"
(Wechseltrick) erleichtern, der das Starten von kopierten CD-R-Spielen
ohne Modchip erlaubt. Eine Eigenheit der SCPH-1002 war ein
Produktionsfehler an der Lasereinheit, welcher mit zunehmendem Alter
der Konsole zu Lesefehlern führte. Umgehen lässt sich der Fehler, indem
man die Konsole kopfüber oder seitlich aufstellt.
* die kleine PSone (Modellnummern SCPH-1xx)
Diese letzte PlayStation
wurde kurz vor dem Erscheinen der PS2 herausgebracht und unterscheidet
sich von den restlichen Modellen durch ihre wesentlich kleineren Maße,
ihre runde Form und das externe Netzteil. Leider wurde der serielle
Port, der für das Verbinden zweier Konsolen notwendig ist, hier
ebenfalls zur Kostenersparnis entfernt, so dass Besitzer einer PSone
nicht miteinander auf zwei per Link-Kabel verbundenen Konsolen spielen
können.
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