Zweimal schon war ich mit dem Rad in Neuseeland. Dort gab es zu dem
Zeitpunkt die Helmpflicht. Wegen der Sonne mußte ich sowieso
irgendwas auf den Kopf ziehen. Der Helm war nicht unbequem und solange er
auf dem Kopf war störte er auch nicht. Außerdem schien es
irgend wie logisch, daß der Helm zumindest nicht schadet. Ob er bei
einem wie auch immer gearteten Aufprall auf was Hartes nach einem Sturz
vom Fahrrad was nutzt habe ich nie ernsthaft hinterfragt.
Inzwischen fahre ich ohne Helm.
Dafür gibt es einige Gründe die sich gegenseitig in meiner
subjektiven Bewertung positiv beeinflussen.
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Nach den Neuseeland-Touren bin ich umgezogen und fahre jeden Tag mit
dem Rad zur Arbeit. Helm auf, Helm ab, Helm rumschleppen, das ist
schlicht nervig.
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Die dubiosen Statistiken aus Australien schürten mein
Mißtrauen.
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Nach Diskussionen in de.rec.fahrrad bin ich nicht so sicher, ob der
Helm überhaupt eine sinnvolle Dämpfungswirkung hat. Als
Gedankenexperiment stelle ich mir vor, ich ziehe den Helm an und haue
mit dem Kopf/Helm gegen die Wand. Mir scheint das würdenur
marginal weniger weh tun als ohne.
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Ich habe noch keine schlüssige Statistik gefunden in der die
Wahrscheinlichkeiten von Kopfverletzungen bezogen auf die
Expositionszeit für Fahrradfahren und andere Tätigkeiten
gegenübergestellt werden. Meine subjektive Schätzung geht
dahin, daß ich auch als Autofahrer, beim Skifahren oder evtl.
gar beim Volleyball konsequenterweise einen Helm tragen
müßte, wenn ich es auf dem Fahrrad tue. Dazu habe ich aber
gar keine Lust.
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W. Strobl's Spruch
"Helme sind die Bachblüten des Straßenverkehrs."
hab' ich nie verstanden, weil ich gar nicht wußte was
Bachblüten waren. Inzwischen weiß ich es und im Lichte von
(2) bis (4) gibt der Spruch einem schon zu denken.
Harald Kirsch,
Informatiker, ledig, keine Kids
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