Einige Texte und Pressestimmen
Schon 1972 schrieb der bedeutende österreichische Kunstkritiker Johann Muschik im "Kurier" über "die ungewöhnliche Begabung und Aussagekraft von Eva Pisas Menschenbildern".
Prof. Franz Kaindl anlässlich der Ausstellungseröffnung im NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst:
"der Betrachter kann auf zwei Ebenen Zugang zu den satirischen Bildern Eva Pisas finden: einerseits durch den intellektuellen Themenkreis ihres Schaffens, andrerseits durch die emotionale Umsetzung dieser Themen mit ihrer unverwechselbaren künstlerischen Handschrift…"
Prof. Gerhart Bruckmann: "... aber es ist nicht der bösartig-frustrierte Mensch eines Herzmanovsky-Orlando, es ist nicht der kafkaeske Mensch; es ist der liebenswerte, von irdischen Zwängen und von seiner Geschichte eingefangene Mensch, den Eva Pisa mit verschmitztem Lächeln darstellt…."
"Sorgfältig und arbeitsaufwändig bereitet die Künstlerin ihre Papiere vor, erst dann werden mit Feder oder Pinsel die Gedanken und Beobachtungen aufs Blatt gebracht. Tusche und Acryl sind ihre zeichnerischen Mittel, und sie setzt sie gegenständlich ein.
Die Abstraktion liegt im Gedanklichen und in der Art wie sie Zusammenhänge herstellt und damit den Betrachter herausfordert und Nachdenken verlangt….sie ist eine der stillen Künstlerinnen dieses Landes.
So sind auch ihre Mittel leise, dafür umso eindringlicher. Aber wer sich auf ihre Arbeiten einlässt, wird nicht nur künstlerischen, sondern auch menschlichen Gewinn erfahren…"
Prof. Angelica Bäumer
"Eva Pisas Arbeiten.…surreal-witzige Respektlosigkeit : geglückt."
Wiener Zeitung, 1996
"Eva Pisa macht in ihrem Werk Unvermutetes sichtbar. Sie wählt Satire und Wortspiele um Gedanken und Gefühle im Bild zu fixieren.
Als Ausdrucksmittel dient ihr die Linie- die Linie als Gedankenspur. Sie zeichnet damit Motive, die über die Möglichkeiten der Realität hinausgehen – Überraschendes, Verdrehtes, Verstelltes.
Sie akzeptiert nicht einfach Althergebrachtes, sondern bringt Witz und Ironie in gewohnte Situationen. Es sind immer wieder neue Kombinationen, die sie mit dem Blick in ihre Umgebung entdeckt und die zum Nachdenken anregen.
Auch in der Malerei bleibt sie eine Meisterin der Linie. Mit der gleichen Hintergründigkeit, die ihr satirisches Werk bestimmt, legt Eva Pisa Verbindungsfäden in ihrer Malerei – es stehen Menschen und ihre Beziehungen im Mittelpunkt.
Oder die Serie Verschiebungen: Bildnisse, die einen Abschnitt des Kopfes aus der Kontur ziehen und verrücken – aussagekräftige Darstellungen, die etwa aus den Fugen geratene Emotionen beschreiben.
Doch sind ihre Werke in der Gestaltung nicht plakativ schreiend, sondern subtil und fein mit Raffinesse…."
Dr. Gabriele Nagler zur Ausstellung in der Landhausgalerie St. Pölten, 2005