


Natürlich ist diese Aussage nicht ausreichend für eine vernünftige Definition was und wofür Gematria überhaupt verwendet wird. In der gängigen Literatur wird es entweder mit numerologischen Spielereien oder einer von den Griechen übernommenen Wortschöpfung gleichgesetzt. Mit diesen Theorien möchte ich mich erst gar nicht auseinandersetzen. Wer Interesse für Numerologie an sich hat, der wende sich bitte an andere Websites, die einem ein spiritueller Ratgeber zu sein versuchen.
Die Gematria wird sowohl vom Talmud als auch in kabblistischen Quellen genutzt. Beides muss sich nicht ausschließen. Man könnte beinahe sagen, bei der Gematria handele es sich um eine sekundäre Etymologie zur Deutung der Wörter. Gematria wirkt assoziativ. Das bedeutet, man kann aufgrund des Zahlenwertes eines Wortes Rückschlüße auf andere Wörter bilden. Hierdurch wird die Gematria zum exegetischen Istrument. In hellenistischer Zeit ein durchaus gängiges und nicht so mißbräuchlich verwendetes Verfahren, wie beispielsweise heutzutage.
Auf der Tabelle oben sehen wir dass jedem Buchstaben ein numerisches Äquivalent zur Seite steht. Ein Beispiel:
Das Wort Adam, geschrieben a-d-m hat die Zahlenwerte 1-4-40. Die Erde (a-d-m-h) verfügt über die Zahlenwerte 1-4-40-5.
Nun kann man sich folgende Fragen stellen. Wieso wird die Erde und der Mensch im Prinzip völlig identisch geschrieben und wieso steht am Ende der Erde das verweiblichende Element des He mit dem Zahlenwert 5.
Nun könnte man antworten: Weil, noch vor der Wortschöpfung durch die Hebräer, das Prinzip des von der Erde abstammens (Staub zu Staub) existent war. Und sagt man nicht auch in der deutschen Sprache "die" Erde, also weiblich. Auch im Lateinischen finden wir die gleiche Idee von der weiblichen Urform, die sagt Materia. Mater steht hier für Mutter. Eben das was hervorbingend ist. Ziemlich logisch. Und noch heute benutzen wir die Worte "Mutter Erde", in Anlehnung an das Urdenken.
Im Paradies gab es einst die Schlange, "nachasch" genannt. Sie, die erst Chawah und diese widerum Adam verführte, führte - christlich gesprochen, zum Sündenfall. Interessanterweise hat "nachasch" die Schlange, den gleichen Zahlenwert wie "maschiach" der Erlöser. Hätten wir demnach nicht gesündigt, wäre ein maschiach kaum mehr von Nöten.
Fortsetzung folgt...........