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CI-SPEZIAL CHINCHILLA JOURNAL


EXKLUSIV+++ FEATURED

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CI-Spezial erscheint 4-6 mal pro Jahr zu einem konkreten Thema. Je nachdem wie ich dazu komme und Zeit & Lust habe. Die Artikel werden bewußt nicht als PDF angeboten, um so keine Professionalität, Fachpublikation, oder Endgültigkeit im Wissen vorzutäuschen, die solche Artikel von Nicht-Fachleuten generell nicht haben. Die Artikel sind Momentaufnahmen bei der Wissenssuche rund um Chinchillas. Sie sind Gegenstand von Updates je nach neuer Kenntnislage. Soweit nicht anders gekennzeichnet sind alle Inhalte, Texte, Bilder geistiges Eigentum von CI / CAM. Auf die Artikel darf jederzeit gerne verlinkt werden. Für jede Form der Vervielfältigung gelten die üblichen Nachdruck Standards. Viel Spaß beim Lesen!
 
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DIE GESCHICHTE DER DEUTSCH-VIOLETT MUTATION - EXKLUSIV AUF CHINCHILLA INTERNATIONAL CI !


DIE GESCHICHTE DER DEUTSCH-VIOLETT

 DER GROSSE EXKLUSIV BERICHT

Basierend auf einem Interview mit Herrn Lehmann
von Eddie und Rich Crutchley im Englischen

Interview-Leitung und Übersetzung: Claudia A. Mooser (CAM)

            Die ersten Deutsch Violetts wurden von einem Herrn Haupt gezüchtet, einem professionellen Chinchillazüchter in der Nähe von Frankfurt in Deutschland. Diese züchtete er in den späten 70er und frühen 80er Jahren, wenngleich sie zu dieser Zeit zwar bekannt, aber noch nicht als eine eigene Mutation anerkannt waren. Es gibt einige Spekulationen darüber, dass die Mutation zuvor aus England kam. Ich habe einige der älteren Mitglieder in unserer Chinchilla Verbindung daraufhin kontaktiert, und der Konsens ist, dass nach deren Wissen keine solche Mutation hier in Erscheinung trat.

             Etwa um 1980 wurde Herr Haupt krank und sein Tierbestand wurde an eine Chinchilla Genossenschaft namens MSZ verkauft, die sowohl mit Lebendchinchillas als auch mit Pelzen, sowie als Händler für Chinchillafutter und Bedarf auftraten. MSZ war zu dieser Zeit eine der größten Chinchilla Genossenschaften in Europa. Der Vorstand von MSZ, Herr Rehner, ein Agraringenieur, fing an sich für die Mutation zu interessieren und machte seine Teilhaber, Herr Schmall  und Herr Walter, auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten aufmerksam. So wurden DV’s weiter bei MSZ unter Herrn Schmall gezüchtet, der gleichzeitig auch Afro-Violett (Sullivan Violetts) züchtete. Und er prägte mit die Bezeichnung der Mutation als „Deutsch-Violett“, um sie von den anderen zu unterscheiden. Wenn gleich die Bezeichnung „Deutsch-Violett“ nach Wissen von Herrn Lehmann, ursprünglich von Prof. Dr. Clemen stammt. Dieser war lange Jahre Preisrichter von herausragender Qualität, renommierter Autor der Fachzeitschrift Chinchilla Post (1956 – 2002) und hat sich als Genetiker sehr für diese Mutation gegenüber Herrn Lehmann eingesetzt.

             Ob Herr Schmall die Verpaarung von Afro-Violett X Deutsch-Violett vornahm ist nicht bekannt, allerdings ist es anzunehmen. Belegt ist jedoch, daß Prof. Dr. Clemen gegenüber Herrn Lehmann mehrfach angeraten hat, diese beiden Mutationen niemals miteinander zu verpaaren, um die Eigenständigkeit nicht zu gefährden. Die Mutation war in der Folge in Deutschland jedenfalls als solche anerkannt, so dass sehr hohe Abgabepreise pro Tier verlangt wurden, die zur damaligen Zeit sogar im Bereich eines durchschnittlichen Monatsgehalts lag. Soweit man weiß, haben nur drei Leute diese Tiere erworben. Der Erste war ein älterer Herr, der nur einzelne Tiere ab und an kaufte ihre Zucht aber nicht kontinuierlich fortführte. Eine Dame aus der Region von Karlsruhe, die sie sogar auch ausstellte, aber auch dieser Tierbestand wurde am Ende nicht weiter entwickelt. Der Dritte und vergleichsweise erfolgreichste Züchter, war ein Lastwagenfahrer aus Kehl, nahe Strassburg. Er nahm einen beträchtlichen Kredit auf und kaufte damit fünf Tiere von MSZ, die er umgekehrt auch regelmäßig belieferte. Nebenbei baute er noch ein Haus für seine Familie und war beruflich viel in ganz Europa, vor allem aber in der Schweiz unterwegs, so dass sich seine Frau um die Chinchillas kümmerte. Diese Situation war sowohl für Besitzer als auch für die Chinchillas nicht optimal und keine Lösung auf Dauer. Der Wendepunkt kam als die Ehefrau schwanger wurde und die Chinchillas nicht länger allein versorgen konnte. Das war der Zeitpunkt als Herr Lehmann mit der Welt der Deutsch Violett in Berührung kam und den Restbestand zu einem günstigeren Preis erwerben konnte, als ursprünglich dafür bezahlt wurde.

 

            Herr Lehmann hatte diesen Mann auf einem 3-Tage-Seminar bei MSZ, 1984, kennen gelernt und sie hielten seither freundschaftlichen Kontakt. Sie besuchten sogar gemeinsam eine Schau in Wengen während der Saison 1986/7, auf der Herr Lehmann ein Ebony zeigte und sein Freund DVs. Herr Lehmann gewann damals mit seinem Ebony, während die DVs nicht so gut abschnitten. Das war der Freundschaft nicht unbedingt zuträglich. Als jedoch die DVs zum Verkauf standen wurden sie Herrn Lehmann angeboten: 2 Böckchen und 1 Weibchen. Das war etwa um das Jahr 1987/8.  Eines der Weibchen wurde weiter verkauft, aber später wieder zurück erstanden und in das Zuchtprogramm eingegliedert.


            Herr Lehmann hatte über einen gewissen Zeitraum Geschäftsbeziehungen mit MSZ. Diese kamen 1992 in Zahlungsschwierigkeiten. Um ausstehende Beträge dennoch zu begleichen wurden ihm zum Ausgleich 4 DVs angeboten, was auch akzeptiert wurde. Diese bildeten dann die Grundlage für die Lehmann Deutsch-Violetten. Auf die Frage nach der Qualität dieser ursprünglichen Tiere bemerkte Herr Lehmann: “Sie glichen am Anfang eher ein bisschen ‚Ratten’ mit ihrem langen liegenden Fell, das an den Flanken aufsprang und nur geringe Felldichte aufwies“. Er begann ein Zuchtprogramm, dass ihn über 5 Jahre kostete und half sie zu verbessern, indem er zuerst mit Standards verpaarte, danach Trägertiere mit Trägertieren, und letzthin DV mit Trägertieren.  Es war ein großes Glück, dass es zu der Zeit bereits qualitative hochwertige Standard-Tiere in der Zuchtherde von Herrn Lehmann gab. Heute werden alle diese Zuchtkombinationen eingesetzt, aber auch eine große Anzahl von DV x DV Verpaarungen. Ich weiß, dass der aktuelle Plan so aussieht, die DVs noch einen Schritt weiter zu entwickeln mit der Hilfe von mehr Top Standards.  Ich habe mit mehreren Züchtern in Deutschland ‘gesprochen’ und sie zollen der Arbeit und dem Werk von Herrn Lehmann eine große Anerkennung.

 

Die Mutation der Deutsch-Violett zählt nach wie vor zu den seltenen ihrer Art, erfreut sich jedoch zunehmender Popularität dank der züchterischen Leistung von Herrn Lehmann. So findet man mittlerweile eine Reihe von Hobbyzuchten in Deutschland, die Deutsch-Violett Tiere im Bestand haben. Darüber hinaus bei lang etablierten Mutationszüchtern und Preisrichtern in Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich und nun auch in der Schauzucht von Etherdale Chinchillas in England.

 

Unser besonderer Dank gilt Herrn Lehmann,
der sich die Zeit genommen hat, um erstmals die ganze Geschichte der Deutsch-Violett
aus seiner Sicht zur Veröffentlichung weiter zu geben.

 

Bildnachweis: Alle Fotos © CAM - CHINCITTA.
Foto 1 : Deutsch-Violett Velvet (= TOV German-Violet)
Foto 2 : Deutsch-Violett Velvet (= TOV German-Violet) Jungtier
Foto 3,4 : Deutsch-Violett Velvet (= TOV German-Violet) und Afro-Violett (Velvet) im direkten Vergleich
Foto 5,6 : zwei Deutsch-Violett Velvet (= TOV German-Violet) und ein Afro-Violett Velvet
(TOV Violett = Bezeichnung in USA, Kanada. Ultra-Violett = Bezeichnung in UK) im direkten Vergleich
Foto 7,8 : Deutsch-Violett Velvet und Afro-Violett Velvet im direkten Vergleich
Foto 9 : Deutsch-Violett Baby, das sich später zum Velvet (= TOV German-Violet) entwickelte

Die Geschichte der sog. AFRO-VIOLETT :
erschien erstmals unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven in deutscher Sprache in der Fachzeitschrift CHINCHILLA POST.
CP (1991, 2001) Rekonstruiert den Weg der Violett von Idaho Fall (USA) nach Südafrika an John Hobson.
Unter Mitwirkung von Maria B. Parker = Hrsg. von "Chinchilla World - Trade Journal"
CP (1986) Gab die bis dato gängige Geschichte der violetten Mutation durch Loyd Sullivan wieder wie er die Violetten in Rhodesien von J.A. Hackett erworben hat und zurück nach USA brachte.
Diese CP Artikel klären auch die Namensbezeichnungen von Lavender (dt. Lavendel) -> Violett -> Afro-Violett -> Sullivan-Violett 

© CHINCHILLA INTERNATIONAL CI 
Alle Rechte vorbehalten

EXTREME FARBSCHLÄGE UND SELTENE MUTATIONEN

Die hier gezeigten extremen Farbschläge sind eine Laune der Natur. Sie entstanden aus Zufall - nicht aus züchterischem Ehrgeiz oder als Zielvorgabe.


 All-world-wide famous
BLISS

Solid Violet mit weissem Schwänzchen
Violet Rundum mit weissem Schwänzchen
Violet Ebony extra dunkel mit weissem Schwänzchen
© Dea Freiheit (USA)

 

 "STARFIRE"
White-Violet
Weiss Violett
Und ja, sie ist tatsächlich entfernt verwandt mit BLISS. ;-)
© Serena Mehrer (Kanada). 

Hier mal eine wirklich geniale
BEIGE Schecke
...die übrigens NICHT immer heller wurde. Das Chin ist auch KEIN Rezessiv Beige
- trotz der immer noch pauschal vertretenen "ROTE-Augen-Regel" in manchen Hobbygemeinschaften in D
© Jagielo (USA)

 

ECHTES GOLDBAR
aus June Baar Linien.
Primärquellen und exakte Stammbaumrecherche haben übrigens bereits vor Jahren
die Unabhängigkeit von anderen Beige rezessiv Linien und vermeintlichen Goldbars eindeutig belegt.
©  S. Mehrer (Kanada).

 CALIFORNIAN Recessiv White
Eine der ECHTEN Rezessiv Weiss Chinchilla Linien
(Kalifornien, USA). Die andere ist aus Kanada -> u.a. n. Holland verkauft
© TOV Ranch (USA)
 

 TOV white mosaic EB der Sonderklasse.
TOV Weiss Schecke Ebony Träger

WEISSE (!) Unterzone!!! und pechschwarze Schleierdecke.
Richtig gehört und das nämlich auch beim ausgewachsenen Chinchilla.
Ich hab einmal so ein Tier live gesehen bei meiner ersten Mentorin, Sandy Kao, in USA.
Dieses Chinchilla war ATEMBERAUBEND SCHÖN!
© Dea Freiheit (USA)

WEITERE FOTO BEISPIELE AUS ALLER WELT

 ECHTES CHARCOAL
Broucke
Brouke

Das Foto entstand während meiner vielen Schau- und Zuchtbesuche in England
© Claudia A Mooser / CAM

 

SOLID Saphir Baby
Safir rundum
Sapphire Wrap
Safir Ebony besonders dunkel
© Dea Freiheit (USA)

 ROYALE SAPPHIRE
Königlicher Saphir (extra dunkel)

TOV Saphir (wobei niemand unter den echten Fachleuten diesen Ausdruck gebraucht)
Safir Velvet
(wird v.a. in Deutschland als Begriff für diese Mutationskreuzung verwendet)
Dies ist übrigens ein frühes Foto von Nappy Nala. Da Ebony hier in TOV Safir in früheren Generationen reingezogen wurde hat sich seine Farbe über die Jahre entsprechend weiter verändert.
© Tammy  (USA)

Fotos mit freundlicher Genehmigung für CI
 
© CHINCHILLA INTERNATIONAL / CI
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von CAM

 

SAPHIR ODER HELLES STANDARD - GANZ EINFACH!

STANDARD ODER SAFIR - EIN EINDEUTIGES MERKMAL ZUR UNTERSCHEIDUNG

Die Fellzeichnung um die Augen

von Claudia A Mooser

Saphir Zucht liegt hoch im Trend - immer mehr Hobbyzüchter/Innen züchten Safir und Safir-Typ Chinchillas. Umso erstaunlicher, dass es noch regelmäßig Unsicherheiten bei den Grundlagen gibt - wie der Unterscheidung zwischen Standard und Safir?!  Seit Jahren taucht die Frage nach der Unterscheidung von Standard – Standard ST – Safir immer wieder auf Foren und Internet auf. Und seit Jahren können Hobby Züchter und Hobby Genetiker dort keine eindeutige Antwort geben. Dabei ist es so einfach! Es gibt mindestens EINEN eindeutigen Indikator anhand dessen kann JEDER auf der ganzen Welt, der zum ersten Mal ein Chin sieht, ein Safir von einem Standard unterscheiden! Dies gilt völlig unabhängig davon wie hell oder besonders klar (bläulich) das Standard oder Standard Safirträger (ST) ist. Man muss sich die Chins nur genau anschauen!

 Standard und Standard-Safirträger

haben eine dunkle Markierung rund um die Augen

 Safir

hat keine dunklere Fellzeichnung um den Augenrand.

Das ist ein eindeutiges und unverwechselbares Unterscheidungsmerkmal, das Jedermann, selbst der Neuling in der Safirzucht sofort nachvollziehen kann. Es ist wirklich so einfach! ;-)

WEITERE KLARE MERKMALE ZUR UNTERSCHEIDUNG

Hautfarbe

  • Safir haben ROSA Haut (bis blasses rosa-hellgrau)
  • Standards / Standard ST haben immer GRAUTE Haut
  • am besten zu unterscheiden an: hren, Nase, Pfötchen, Bauch (reinpusten)

Fellstruktur

  • Genetische Grundanalge für Farbgene → Saphir ist eine klassische DILUTE Mutation
  • Unterschiede unter dem Mikroskop 
  • Pigmentierung
  • Membranstärke
  • Kammeraufbau etc.

FOTOBEISPIELE SAFIR STANDARD

  Safir / Saphir
"Sauber" über Standard gezüchtet
  Helles Standard (Safirträger).
Solide und "sauber" über zwei Standard Safirträger x Standard Safirträger gezogen
 

 Ein weiteres Foto zum direkten Vergleich

  • Safir oben
  • Sandard unten

UNTERSCHIEDE IN DEN SAPHIR-LINIEN (WELTWEIT)

  • Ohrenfarbe: klares Rose (v.a. in USA, Kanada) bis fahles hellgrau (v.a. in D)
  • Schwanzfarbe: Helligkeit der Spitzen und Schwanzunterseite
  • Farbe und Helligkeit der Tasthaare: Ohreninnenseite, Barthaare
  • Hautempfindlichkeit
  • Hautstärke
  • Knochenbau
  • Augenfarbe: Rot, Blau, eine Kombination aus Rot/Blau, oder fast schwarz
  • Fellstruktur (unter dem Mikroskop)

... und vieles mehr. Diese Feinheiten sind wie gesagt of linienspeziefisch unterschiedlich stark ausgeprägt.

Weitere Informationen finden Sie hier:
» STANDARD ODER SAPHIR - Internationale Perspektiven «

 

ETIKETTE AUF SCHAUEN - DER ERSTE SCHAU-KNIGGE FÜR DEUTSCHLAND

Von SEPTEMBER - APRIL finden jedes Jahr weltweit die Chinchilla Schauen statt. Chinschauen gibt es schon lange - viel länger als die meisten von uns Hobbyleute von Chins wissen. Mit der Zeit hat sich eine bestimmte Etiquette etabliert. Hier ein paar Hinweise, die jedem Gast und neuen Aussteller VOR dem Besuch einer professionellen Schau bekannt sein sollten. Sie helfen die Schauen reibungslos und streßfrei für alle Beteiligten zu gestalten.

ETIKETTE FÜR INTERNATIONALE SCHAUEN

von Claudia A Mooser (2004)


© Kim (USA). Das Foto zeigt die Finalisten auf einer National MCBA Show in USA  

Die folgende Liste entstand aufgrund professioneller Vorbilder aus Übersee unter besonderer Berücksichtigung einer steigenden Beiteiligung von Hobbyzüchtern. Dazu angemerkt sei, daß JEDER, der an einer Schau teilnehmen möchte sich an die Ausschreibungsregeln zu halten hat. Eine Teilnahme auf International PROFESSIONELLEN Schauen ist nur nach einer persönlichen Anmeldung bei der Schauleitung möglich. Das gilt auch für Besucher OHNE Ausstellungstiere. Diese Vorgaben dienen dem Schutz der Tiere und der Planung der Schau!

1. Auf einer Leistungsschau dürfen nur selbst gezüchtete Chinchillas gezeigt werden - keine angekauften Tiere! Auf einer Leistungsschau wird die züchterische Leistung im direkten Vergleich bewertet. Wer das Chin nicht gezüchtet hat, der hat auch keine züchterische Leistung erbracht, die sich vergleichen lässt.
2. Pünktlich erscheinen (Aussteller UND Zuschauer). Das gilt für die Vorbereitung und Meldung der Tiere, ebenso wie für den Besuch der Schau am Anfang oder nach der Mittagspause.
3. Planen Sie extra Zeit ein, um ihre Tiere in Ruhe ordentlich für die Schau vorzubereiten, inklusive das Kämmen der Tiere. Neulinge brauchen erfahrungsgemäss etwas länger für die Vorbereitung. Erfahrene Aussteller sind gerne bereit Hilfestellung zu leisten. Sie haben aber auch ihre eigenen Tiere vorzubereiten. Planen Sie daher bitte genügend Zeit ein.
4. Nach der Vorbereitung ihrer Tiere, säubern Sie bitte Ihren Platz inkl. aller Fellhaare. Das gleiche gilt für Futter, Späne etc. auf 2-Tages-Schauen. Am besten bringen sie dafür bereits alte Zeitungen und Besen mit. Auf Schauen gibt es selten genügend Helfer. Die Organisatoren werden ihnen ihre Mithilfe rund um ihre eigenen Tiere im Besonderen danken.
5. Füllen Sie die Anmeldung ihrer Tiere ordentlich und in numerischer Reihenfolge nach den ihnen zugeteilten Käfignummern aus.
6. VERMEIDEN SIE STRESS UND BELASTUNGEN FÜR DIE TIERE! Stellen Sie nur Tiere aus, die die Eingangskriterien erfüllen. D.h. sie müssen gesund und bei Kräften sein (z.B. kein Pilz, keine tränende Augen, keine Zahnanomalien, keine Trächtigkeit usw.). Die Tiere müssen ein Mindestalter von 4 Monate haben, damit verbindet sich i.d.Regel auch ein Mindestgewicht. Jüngere Tiere sind dem Stress einer Ausstellung nicht gewachsen. Diese Vorgaben gelten nicht nur für Standards, sonderen ebenso kompromisslos für seltene Mutationen wie z.B. Safir. Andernfalls erhöhen sie die Belastung der eigenen Tiere und gefährden die Gesundheit der anderen Ausstellungstiere!!!
7. Der gesamte Tierbereich (soweit nicht in einem eigenen Raum) ist für Besucher während der gesamten Zeit der Veranstaltung tabu. Das gleiche gilt für die Aussteller abgesehen von Registrierung (vor der Schau) und Tierversorgung (nach der Schau). Zutritt zum Tierbereich ist nur mit AUSDRÜCKLICHER ERLAUBNIS von den Schauverantwortlichen (Schauleitung) erlaubt. Die Käfige der Tiere dürfen von Besuchern weder hoch gehoben, noch über andere Ausstellungskäfige gehalten, noch von oben betrachtet, noch reingeblasen, noch mit Zigaretten oder Getränken sich daran angenähert werden.
8. Der Bereich der Ausstellungstiere ist nicht öffentlich (keine Messe!). Sobald die Tiere in den numerierten Ausstellungskäfigen sitzen, darf auch während der gesamten Schau der Bereich nur von den Schauverantwortlichen betreten werden. Das dient dem Schutz und Ruhe der Tiere!!!
9. Nur der Schauleitung, Preisrichtern und Assistenten ist der Zutritt hinter dem Schautisch während der Schau erlaubt.
10. Die Entscheidungen der Preisrichter sind unanfechtbar. Sollten Sie zu einer Entscheidung Fragen haben, so klären Sie diese direkt mit dem Preisrichter und der Schauleitung in den Pausen oder NACH der Schau.
11. Wenn Preisrichter ihre Entscheidungen erläutern ist es eine Frage der Höflichkeit währenddessen UNBEDINGTE RUHE zu wahren, das Sprechen einzustellen und Zuzuhören. Um private Konversationen zu führen, verlassen Sie bitte den Ausstellungsraum und gehen in die angrenzenden Gesellschaftsräumlichkeiten.
12. RAUCHVERBOT! für den gesamten Ausstellungsraum. Dies ist zum Wohl der Tiere und anderen Besucher. Ausserdem beeinträchtigen auch die kleinsten Rauchschwaden die Beurteilung unter den Bewertungslampen.
13. Die Kleidung der Zuschauer muss farbneutral sein, v.a. in den ersten Reihen. Das gilt insbesondere für Rottöne aller Varianten: Kein Rot, kein Dunkelrot, kein Rostrot, kein Rosa... Farbreflexionen beeinträchtigen die Beruteilung der Preisrichter.
14. DIE TIERE VERSORGEN NICHT VERGESSEN! Jeder Aussteller sollte nach Beendigung des Preisrichtens, das Wohlbefinden seiner Tiere überprüfen und sie ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit (z.B. Apfelstückchen) versorgen. Bitte beachten: Heufütterung und Wasser ist verboten. Die Chins sollten eine Schüssel Ihrer gewohnten Pellets bekommen, und für die Flüssigkeitsaufnahme bereits an ein Stückchen frischen Apfel gewöhnt sein. Der Aussteller ist verpflichtet entsprechende Nahrungsmittel für seine Tiere selbst mitzubringen.
15. Am Verkaufstag können ChinProdukte, Publikationen, Zeitschriften, Kalender usw. angeboten werden. Dafür ist vorab die Anmeldung bzw. Erlaubnis beim Schauveranstalters einzuholen. Der Schautisch ist keine Werbe- oder Verkaufsfläche!
16. Während des Preisrichtens sollen die Zuschauer bitte auf ihren Plätzen bleiben. Aus Höflichkeit den anderen Zuschauern gegenüber ist darauf zu achten den hinteren Reihen während des Preisrichtens nicht die Sicht zu versperren! (z.B. durch Fotoaktionen oder private Erläuterungen zu einzelnen Tieren auf dem Schautisch während des offiziellen Preisrichtens).
17. Fotos dürfen nur nach Anfrage und ausdrücklicher Genehmigung durch die Schauleitung gemacht werden. Diese behält sich vor während des Preisrichtens z.B. Blitzlichtaufnahmen generell zu untersagen. Der Schautisch ist keine Auflagefläche für Fotokameras und kein Ersatz für ein Fotostativ!
18. Keine Ankündigung auf dem Internet (Datum, Ort) ohne die ausdrückliche Genehmigung der Schauleitung
19. Eine Ausschreibung auf dem Internet ist NICHT gleich eine Einladung. In jedem Fall ist eine persönliche Anmeldung (als Aussteller UND als Besucher ohne Ausstellungstiere) bei der Schauleitung erforderlich (→ Planung für Sitzplätze, Essen, Ausstellungskäfige, etc.).

Unser CI Tipp:

Professionelle Schauen waren viele Jahre geschlossene Veranstaltungen und Teilnahme nur auf schriftliche Einladung erlaubt (Hobbyleute ausgeschlossen). Es sind professionelle Schauen und keine Hobby-Events. Wenn man als Neuling nicht weiss, wie man sich auf diesen lang etablierten Veranstaltungen verhalten soll: zuerst mal sich bei der Schauleitung anmelden und vorstellen, dann still zusehen, beobachten, lernen... Man darf sich in meiner Erfahrung bei Unsicherheiten jederzeit gerne bei den Schauassistenten und Verantwortlichen vorstellen und nachfragen.

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Weitere deutsch-sprachige Infos zum Thema finden Sie unter:

Weitere Info zum Thema Schauen:

 

CHINCHILLA SCHAUEN UND SYSTEME ZUR BEWERTUNG

Diese Zusammenfassung erschien erstmals von mir als Beitrag in deutscher Sprache auf diversen Plattformen. Seither oft von Dritten als "Inpsiration" übernommen und aufgenommen an anderer Stelle. Hier im Original in leicht überarbeiteter Fassung zum besseren Verständnis.

 

Schauen und Bewertung

von Claudia A Mooser (2004)

Professionelle Chinchillaschauen werden von nationalen und etablierten Chinchillazucht-Organisationen veranstaltet. Das geschieht nach allgemein verbindlichen und über die Schau hinweg vergleichbaren und damit verallgemeinerbaren festgelegten Kriterien. In den grossen Chinchillazucht Nationen gibt es einheitlich festgelegte und verbindliche, landesweite Schausysteme (anders in D). Im weltweiten Vergleich gibt es Unterschiede. Daher vorweg ein kurzer Abriß der verschiedenen Schausysteme, ihre Grundlagen, Reichweite und Ziele.

Es gibt zwei grundsätzliche Formen von Systeme:

  1. Leistungsschau = Vergleich von Chinchilla → Chinchilla
  2. Bewertungsschau = Vergleich von Chinchilla → Punktekarte

Leistungsschauen sind das bevorzugten System in den großen internationalen Chinchillazucht-Organisationen und Nationen. Es dient der Auswahl der besten Zuchttiere. Eine Leistungsschau vergleicht die züchterische Leistung. Wer ein Chinchilla nicht selbst gezüchtet hat, der hat auch keine züchterische Leistung erbracht. Deshalb dürfen die Aussteller auch nur selbst gezogene Tiere ausstellen (keine Ankäufe). Das sind die Qualitätsstandards gemäß Fachliteratur zur Chinchillazucht. Eine Leistunggschau vergleicht die Schönheit und Zuchttauglichkeit zur Verbesserung der Spezies am Lebendtier für die Weiterzucht von Chinchillas.

Bewertungsschauen sind das bevorzugte System für den Pelzhandel und die PelzOrganisationen. Es vereinfacht die Zuordnung der einzelnen Pelze zu Verkaufsbündel und dient dem Pelztiermarkt. Eine Bewertungsschau vergleicht die Tauglichkeit des Pelzes am Lebendtier für den Pelzmarkt. Es wird immer wieder behauptet, daß Bewertungskarten einen 

INTERNATIONALE LEISTUNGSSCHAUEN

  • alle Schauen der ältesten großen Zuchtnationen von Chinchillas
  • alle Schauen in Kanada (NCBC)
  • alle Schauen in USA (ECBC EMPRESS)
  • alle Schauen in USA (MCBA)
  • alle Schauen in England (NCS)
  • alle Schauen in Deutschland des EPVC (manchmal in Ergänzung mit 50-P-System des EPVC)

INTERNATIONALE BEWERTUNGSSCHAUEN

  • 50-Punkte- System in Deutschland (EPVC) in Ergänzung zu EPVC Leistungsschauen
  • 80- Punkte-System in Dänemark
  • 81- Punkte-System in früher in Dänemark. Heute noch in Norddeutschland / Euro-Chin / IG Messe
  • 100- Punkte-System in Europa und USA (GW)

INTERNATIONALE BEWERTUNGSKARTEN = GRADING SHEET

  • The National Chinchilla Society (NCS) in England
  • National Chinchilla Breeders of Canada (NCBC) in Kanada
Vorweg eine Übersicht der internationalen Bewertungssysteme → Punktkarten :

 Punktekarte Anzahl der Hauptkategorien Anzahl der  Unterkategorien Region
 50-Punkte-System (EPVC) 5 --
 EPVC Europäische Preisrichter e.V
 81-Punkte-System (EPC) 7 -- Euro-Chin, IG Messe
 100-Punkte System 8 4 - 6  D, Europa bis Mitte 80er
 UK Bewertungs-System 10 4 England
 Kanada Punkte-System 11 4 Kanada
Allein anhand der Zahlen kann man bereits erkennen wie unterschiedlich differenziert die einzelnen Systeme sind und Auskunft geben.

Bläue - Klarkheit - Farbintensität - woran man sie wirklich erkennt!

Begriffe wie Bläue und Klarheit sind ganz wichtig für die Zucht und Schauqualität eines Chinchillas. Klingt auf den ersten Blick ganz einfach, aber was genau ist damit gemeint?! Jedem aufmerksamen Beobachter der internationalen Chinchillaszene wird zudem schnell auffallen, daß diese Begriffe unterschiedlich gebraucht, verschieden differenziert und individuell zugeordnet werden. Die sinnvollste Darstellung, sinnvoll im Sinn von Wertbeständigkeit, intelligent und verallgemeinerbar, habe ich über die NCS persönlich von dem Obersten Preisrichter Rich Crutchley in England kennengelernt:

  • KLARHEIT → kommt vom Band
  • BLÄUE → von der Unterzone
  • FARBKLASSE (hell, mittel, dunkel) → von der Länge und Intensität der Spitzen
  • GESAMTEINDRUCK → von dem Kontrast zwischen Farbe des Bandes und der Spitzen

SCHLUSSBETRACHTUNG

  1. Punktebewertung ist NICHTS ABSOLUTES: Ein Chinchilla, das 1970 die optimale Punktzahl erreicht hat würde heute nicht einmal mehr ins obere Drittel der Punktezahl gelangen, weil sich die Chinchillazucht insgesamt weiter entwickelt. Ein Chinchilla, das in Norddeutschland die optimale Punktezahl erreicht, hätte in USA gegen Chinchillas in den Hochburgen der Chinchillazucht vermutlich kaum eine Chance.
  2. Punktebewertung richtet sich nach dem Pelzmarkt und damit nach DUNKLEN Chinchillas. Helle Mutationen sind in der Punkteverteilung a priori benachteiligt. Ein perfektes Wilson Weiss Chinchilla nach Punktebewertung kann NIEMALS die HÖCHSTE Punktzahl erreichen.
  3. Es gibt verschiedene Punktebewertungssysteme und sie weichen erheblich voneinander ab in Detailbetrachtung und Differenziertheit und Übertragbarkeit zum internationalen Vergleich. Kein Punktesystem konnte sich bis heute deutschlandweit durchsetzen. Die Vergleichbarkeit ist daher nur regional.
  4. Ein Vergleichsschau zielt nicht auf etwas Absolutes, sondern auf die Ermittlung des besten Tieres auf einer Schau nach konkreten, vergleichbaren und verallgemeinerbaren Kriterien. Es gibt Unterschiede in den Leistungsschauen in den einzelnen Ländern, die jedoch bei der Ermittlung der Siegertiere nicht ins Gewicht fallen (anders auf den hinteren Plätzen). Und das ist nur ein grosser Vorteil! Ein weiterer grosser Vorteil gerade für Nachwuchszüchter ist die Tatsache, daß eine gut durchgeführte Vergleichsschau dem Zuschauer und Nachwuchszüchter direkt vor Ort und LIVE anhand des Ablaufs: den Prozeß der Entscheidung (die besten landen am Ende des Schautisches), und der unmittelbaren Erläuterung durch Echte Fachleute (Preisrichter) die Unterschiede vorgeführt werden
    → Jeder Zuschauer kann die Unterschiede in der Qualität anhand jeder Klasse
    mit eigenen Augen LIVE nachvollziehen

Weitere Info zum Thema Schauen:

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SCHAUEN UND BEWERTUNG : IN DER PRAXIS

Schauen und Bewertungssysteme

IN DER PRAXIS

von Claudia A Mooser

Im vorangegangenen Beitrag haben wir gesehen worin sich die einzelnen Schauen und Systeme zur Bewertung in der Theorie unterscheiden. Am Schluss stand ein kurzer Ausblick auf die Konsequenzen, die sich daraus für die Praxis ergeben. Diese sollen hier noch etwas genauer anhand von Beispielen illustriert werden. 

WICHTIG ZU VERSTEHEN IST:

  1. dass manche Leistungsschauen in Deutschland im internationalen Vergleich nicht besonders professionell und gut abgehalten werden (diverse Gründe: von zu großer Tierzahl bis Zugeständnisse an den Hobbymarkt). Darunter leidet die Qualität und der Nutzen für Züchter der nächsten Generation.

  2. Die verschiedene Punktekarten Systeme sind sehr unterschiedlich differenziert und können nach einer Schau nur entsprechend detailliert Auskunft geben über die Zuchtqualität des bewerteten Tieres (s. Tabelle oben).
Beispiel 1: „Farbklarheit“:
Die Farbklarheit ist eines der schwierigsten Zuchtkriterien auch für die reine Schauzucht
  • 50-Punkte: sind 2 Hauptkategorien von insgesamt 5 diesem Aspekt gewidmet: „Farbklarheit des Schleiers“ und „Farbklarheit der Wamme“ – keine Unterkategorien auf der Bewertungskarte. Total: 2 Kategorien
  • 81–Punkte: gibt es dafür 1 Hauptkategorie keine Unterkategorien auf der Bewertungskarte. Total: 1 Kategorie
  • 100-Punkte: gibt es dafür 1 Hauptkategorie „Karheit der Farbe“ UND 4 Subkategorien („klar blau“ bis „fehlfarben“). Total: 5 Kategorien
  • UK: gibt es diesbezgl. 3 Hauptkategorien (Farbklarheit insgesamt, Farbklarheit Wamme, Farbklarheit Band) mit jeweils 4 Subkategorien (Insgesamt: „klar blau“ bis „fehlfarben“. Wamme: „white and sharp“ bis „Cream or brown tinge“ usw.). Total: 12 Kategorien
  • Kanada: analog zum UK System. Es gibt diesbezgl. 3 Hauptkategorien mit je 4 Subkategorien. Total: 12 Kategorien

Das Ergebnis ist eindeutig: Für eines der allerwichtigsten Kriterien sieht man auf der Punktekarte mit 81 am wenigsten konkrete Angaben, gefolgt von 50-Punktekarte. Die 100-Punktekarte setzt sich von diesen beiden bereits klar ab in der Genauigkeit der dargestellten Ergebnisse. Alle drei deutschen Punktekarten werden sind jedoch nur halb so genau wie Angaben auf den Grading Sheets in UK und Kanada.

Beispiel 2: Die Farbe und Qualitaet des Bandes
  • findet keine speziefische Berücksichtigung auf der 50 Punktekarte
  • findet keine speziefische Berücksichtigung auf der 81 Punktekare
  1. dass die Form der Bewertung über Punktekarte für Zuchteinsteiger weniger bringt, als das direkte Feedback von etablierten Profizüchtern und Profi-Preisrichtern (wörtliche Begründung des Preisrichters vor dem gesamten Publikum zum Abschluß jeder gerichteten Klasse) wie es in den grossen Chinchillazucht Nationen zu jeder Leistungsschau gehört. Die beste Alternative dazu ist die Vorstellung und der direkte Besuch mit der geplanten Zuchtverpaarung bei Chinchillapreisrichter und -züchter mit 30 Jahre plus Erfahrung. Das erspart den Chinchillas Stress und die Beurteilung ist konkret, ausführlich, direkt am eigenen Tier und von Echten Profis (nicht von HobbybewerterInnen)

  2. dass in Deutschland JEDER eine Schau veranstalten kann, ob mit oder ohne Ausbildung, ob mit oder ohne Vorgabe und Kontrolle durch etablierte Chinchillazucht Organisationen. In allen großen Chinchillazucht Nationen ist dies VERBOTEN. Dadurch sichert man einheitliche Standards, die Vergleichbarkeit und die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse auf dem ürberregionalen AKTUELLEN Leistungsniveau. Es ist ein Unikum in Deutschland, daß hierzulande JEDERMANN (auch ohne entsprechende Ausbildung) Schauen veranstalten kann. Dies führt zur Entwicklung zahlreiche Events durch Hobbyzüchter und verstärkt den Trend zu diversen Standards.
    Bitte beachten:
    Diese Ergebnisse sind NICHT repräsentativ im Vergleich zu Internationalen Leistungsschauen in den grossen Zuchtnationen. Diese Ergebnisse können und dürfen deshalb auch NICHT öffentlich auf Websites, Homepages, Foren weiter gegeben werden. Sie erzeugen dadurch nur eine falsche Ergebnis-Dokumentation im internationalen Vergleich und ein falsches Bewußtsein von der Qualität ihrer Zuchterfolge, insbesondere bei Nachwuchs-Züchtern.

  3. dass Leistungsschauen auf kleinen Veranstaltungen, z.B. Messen, schnell zum Eindruck falscher Zuchterfolge und Qualität führen können (nicht zwangsläufig auch müssen). Je nach Entscheidung des Veranstalters können trotz geringer Tieranzahl oder insgesamt geringerer Tierqualität im Durchschnitt diese zum Vergleich gerichtet werden.
Beispiel 3: Auf einer Schau Veranstaltung werden nur 5 Ebonies ausgestellt. Davon erhalten: 1 Tier einen 5. Platz, 2 Tiere einen 4. Platz, 1 Tiere einen 3. Platz und 1 Tier einen 2. Platz. Zum Vergleich hier zwei rein hypothetische Fälle:
Veranstaltung 1: Das Ebony, das einen 2. Platz, und damit noch den besten Platz von den gezeigten Tieren erreicht hat, wird zum "Besten Ebony in seiner Farbklasse" gekürt und so auf Internet von dem Hobbyzüchter (korrekt) gepostet.
Veranstaltung 2: Mehr als 50% der gezeigten Tiere haben keine Zuchtqualität. Das bedeutet nämlich 4. Platz und schlechter im internationalen Vergleich. Damit ist zudem nicht die minimal Klassenstärke für einen Int. Schau gegeben (5-7 Tiere je nach Gesamtzahl der Ausstellungstiere). Von den verbleibenden Tieren hat keines die Qualitäten für einen 1. Platz und damit für den Aufstieg zum Vergleich mit anderen Farbklassen. Auf einer Internationalen Leistungsschau wird damit die gesamte Ebony Klasse disqualifiziert und geht insgesamt nicht in die Bewertung der Schau ein. Das ist nicht gemein, sondern konsequent und professionell pro national und international vergleichbare Qualitätsstandards.

Tja, soviel dazu. Das ist die wahre "Kunst" der Interpretation und Beurteilung von Schauergebnissen. ;-) Wer sich mehr dafür interessiert: Ich habe meines Wissens nach in Deutschland als einzige Autorin für Echte Internationale Chinchilla Fachzeitschriften (englisch und deutsch) geschrieben und die verschiedenen etablierten Systeme zur Beurteilung von Chinchillas analysiert und anhand von Beispielen dargestellt (auf deutsch und Englisch). Infos und Auszüge gerne auf Anfrage. 

Zusammenfassung

Die Frage ist also wieviel lernt man vom jeweiligen Bewertungssystem über seine Tiere, wie qualifiziert sind die Bewerter auf der jeweiligen Schau, wie professionell wird eine Schau durchgeführt, und ist es die Reise und Stress für die eigenen Tiere wert. Meine Tipps:

  • Wenn es primär darum geht die Ästhetik und Schönheit der Chinchillas nach gängigen Zuchtmaßstäben zu lernen, würde ich aus den genannten Gründen vorrangig Internationale Leistungsschauen besuchen.
  • Wenn es um die konkrete Beurteilung der eigenen Chinchillas für individuelle Zuchtziele und Verpaarungen der eigenen Tiere geht, dann wäre meine erste Wahl immer der direkte Weg und Zuchtbesuch vor Ort bei einem langjährigen erfolgreichen Profi-Züchter in der Nähe, der über die Jahre kontinuierlich Schausieger gezüchtet hat und als Bewerter und Preisrichter aktiv ist/war. 
  • Wenn es ums Intensivtraining und darum geht ein "gutes Auge" zu entwickeln und dahingehend auch gleich getestet zu werden, so habe ich für mich mit Abstand am meisten von den Vorbereitungsphasen für die Schauen in den etablierten Zuchten profitiert bei denen ich auf Einladung von Grosszuechtern im Vorfeld aktiv an Auswahl und Vorbereitung der Tiere beteiligt war.
Weitere Informationen:

PUNKTEKARTEN UND DIE KRITERIEN FÜR ZUCHT UND SCHAU

Den besten Überblick über gängige Zucht- und Schaukriterien bietet meiner Meinung nach die Übersicht für Bewertungskritieren beim Einsatz von Linienzucht wie sie von G.S. in der Fachzeitschrift Chinchilla Post 2001 veröffentlicht wurden. Gefolgt von den Grading Systemen in Kanada und England und dem 100-Punkte-System zur Bewertung: detailliert, leicht verständlich und nachvollziehbar, übersichtlich.

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Bewertungskritieren beim Einsatz von Linienzucht (CP)

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Das 100-Punkte-System (siehe unten)

Willard-George-Bewertungssystem

Das 100-Punkte-System stammt ursprünglich aus Übersee und geht zurück auf das Willard-George-Bewertungssystem. Nach einer Reise in die USA wurde es von Gerhard Schreiber, dem Begründer der Fachzeitschrift Chinchilla Post (1956-2002) auch in Deutschland und Europa eingeführt. Das WGS-Bewertungssystem wird heute nur noch selten angewandt. In der 2. Hälfte der 80er wurde es von anderen Systemen abgelöst.  In den drei Jahrzehnten, in denen es der Maßstab für deutsche und europäische Schauen und Zuchten darstellte trug es esentlich zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Tierbestandes bei wie kaum ein anderes Nachfolge-System. Der Grund ist einfach: es ist ein besonders geeignetes System zum Verständnis für Einsteiger und neuere Chinchillazüchter, die langfristig Qualität aufbauen wollen.

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Das 81-Punkte-System (EPC)

 siehe HIER

 Hauptkategorien Unterkategorien
 Farbklarheit keine
 Grössekeine
 Körperformkeine
 Felldichtekeine
 Texturkeine
 Farbekeine
 Gesamteindruckkeine

Vorzüglich: 70-81, Sehr gut: 65-69, Gut: 60-64, Ausreichend: 55-59, Nicht ausreichend: 17-54

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Das 50-Punkte-System (EPVC)

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KANADA
NCBC Grading Sheet

Die NCBC Punktekarte wird nicht auf Schauen angewendet. Kanadische Schauen sind reine Leistungsschauen = Vergleichsschauen.
Aufgrund der grossen Distanzen in Kanada ist es dort jedoch auch für weiter abgelegene Zuchten möglich bei einem offiziellem sog. Head Grader (= meist ein ehem. langjähriger Präsident der NCBC) auch individuell eine Beurteilung am Tier vornehmen zu lassen. Als Richtwert dafür gilt die oben gezeigte Punktekarte.

SCHLUSSBETRACHTUNG

Meiner Meinung nach muss man nicht viel Worte zu den traditionellen Zucht- und Schaukriterien machen. Die einzelnen Punktekarten sprechen für sich, was Genauigkeit, Differenziertheit, Nachvollzierbarkeit anbelangt.

Weitere Info zum Thema Schauen:

PROFIZUCHT, HOBBYZUCHT, LIEBHABERZUCHT ODER INTERESSENZUCHT? Die erste grosse Einteilung auf Chinchilla International

Was ist ein "guter" Hobbyzüchter/In? Um die Frage beantworten zu können muß man in einem ersten Schritt den Begriff "Hobbyzucht" genauer bestimmen, differenzieren und abgrenzen. Diesem Zweck dient die folgende Systematik. Und wie in jeder systematischen Einteilung bildet sie die theoretische Basis. In der Praxis gibt es keine 100% Übereinstimmungen, kann es Überschneidungen und im Einzelfall auch Abweichungen geben. Ganz klar! Zuerst beginnen wir jedoch sinnvollerweise bei den Grundlagen, der Systematik.

 PROFESSIONELLE ZUCHT *

HOBBYZUCHT
  • mittlere bis Großzucht
  • Gewinn (Pelz, Tierverkauf)
  • kontinuierliche Schauerfolge
  • kleine bis mittlere Zuchtgrösse
  • kein oder geringes Gewinnstreben (Pelzerlös, Tierverkauf)
  • Schauerfolge unterschiedlich wichtig und bei unterschiedlichen Veranstaltungen
 Im Mittelpunkt steht der
Erlös / Gewinn

  Im Mittelpunkt stehen
die Interessen des Hobbyzüchters und das Chinchilla

* Alternativ zur Bezeichnung Professionelle Zucht kann man auch von Grosszucht sprechen im Sinne von:

→ grössere
Haltung in der Anzahl von Tieren
→ grösserer
Erfahrung an Jahren.

INTERESSEN-ZUCHT
 LIEBHABERZUCHT
  • Qualität (Fellkleid, Weiterzucht)        
  • Schauerfolg
  • Anerkennung
Im Mittelpunkt steht die Hobbyzucht
und die Interessen des HobbyZüchters
  • Gesundheit
  • Lebenserwartung
  • Soziales Wesen (Artgenossen, Mensch)
Im Mittelpunkt steht das Chinchilla
und die Interessen des Chinchilla

Beschreibung

Beschreibung
  Mittelgrosse Hobbyzucht
  (Richtwert ca.): ab 10 Zuchttiere bis ...!
  KLEINE Hobbyzucht
  (Richtwert ca.): Zuchttiere 6 oder weniger!
  Mittelgrosse Haltung
  Richtwert: ca. über 30 (gesamt!)
  Kleine bis mittelgrosse Haltung
  Richtwert: ca. unter 30
(gesamt)
  Schwerpunkt Zuchtverpaarungen   Schwerpunkt Heimtierhaltung (nur wenige in Zucht)
  Regelm. Wechsel im Tierbestand  Beständiger Tierbestand
  Durchschnitt in jüngerer Altersgruppe  Alle Altersgruppen
  Keine Zuchtuntauglichen Chinchillas
  Tierbestand in allen Fitnessklassen
  Zuchtqualität hat Priorität

  Charakter hat Priorität - auch vor Zuchtqualität

 Verkauf - Abgabe - Annahme Verkauf - Abgabe - Annahme
 Kontinuierlicher Verkauf KEIN prinzipieller Verkauf
 Abverkauf an Tierhändler, Zwischenhändler
 und Pelztierhändler möglich
 KEIN Abverkauf an Tierhändler, Zwischenhändler und Pelztierhändler
 Abgabe an "gute" Abnehmer aller Bereiche Abgabe NUR an andere Liebhaberhaltungen
 Abgabe in Massentierhaltung möglich KEINE Abgabe an Massentierhaltung und Farmen
 Abgabe in Gitterbodenhaltung möglich
 KEINE Abgabe an Gitterbodenhaltung
 Website mit eigener Tierabgabe Rubrik KEINE Tierverkaufsseite im Internet
 Abgabe bei Zuchtunfähigkeit KEIN  Abgabegrund bei Zuchtunfähigkeit
  Abgabe der Nachzucht bei geringer Zuchtqualität KEINE Abgabegrund für eigenen Nachzucht
 Tierversand und Fremdabholung möglich KEIN anonymer Tierversand. Nur Selbstabholung
 Einnahmen kommen Chins UND Züchter  zugute:
 Schaubesuche, Neuzukäufe, Web-Cams, etc.
 Einnahmen kommen allein den vorhandenen  Chinchillas zugute: zusätzl. Spielzeug, grössere Käfigbauten, etc
 Weitervermittung von Chins
 (auch zur Weiterzucht)
 KEINE Weitervermittlung sondern Platzgabe
 Zucht- und Verpaarungsphilosophie
 Zucht - Verpaarungsphilosophie
 Wechselnde Zuchtziele Ziele VOR Zuchtbeginn klar definiert
 Zuchtziele variabel in Züchterbiographie  Zuchtziele kontinuierlich in Züchterbiographie
 Erste gezüchtet DANACH Wissen erworben  Erst Lernen, Wissen DANN Züchten
 Trial & Error in Zuchtbiographie Kontinuität in der Biographie des Züchters
 Stammplatz während Zuchtfähigkeit
 Stammplatz auf Lebenszeit
 Verpaarung nach Zuchteignung Verpaarung nach sozialen Sympathie (ohne Inzucht)
 Nachdecken wird weitestgehend toleriert

 Nachdecken wird gezielt kontrolliert und verhindert

 Inzucht (gemäßigt) möglich Inzuchtverpaarungen ausgeschlossen
 Linienzucht möglich  Linienzucht ausgeschlossen
 Verpaarungen für Hypostasis möglich Verpaarungen für Hypostasis möglich
 Erbfester Genpol für hohe Zuchtqualität
 Grösserer Genpol für Gesundheit - Outcrossing
 Zuchteignung steht vor Charakter Charakter ist wichtiger als Zuchtqualität
 Paare werden getrennt und neu gestaltet  Verzicht auf Zuchtverpaarung pro soziale Bindungen
 Züchtergemeinschaften möglich
 KEINE Züchtergemeinschaften
 Verleihen und Austausch von Tieren möglich
 KEIN Austausch, keine TierLeihgaben
 HaltungHaltung
 Futterplan nach Kosten-Budget
 Futterplan frei nach Bedarf und Gesundheit
 Käfige mittlerer Grösse und nach § Gesetz Käfig Grösse nach § und Entfaltungsraum
 Käfig nach Tierschutzvorgaben plus Extras  Käfig möglichst artgerecht, individuell, vielfältig
 Käfig Anordnung nach Zuchtvorgaben  → z.B. Zuchtgruppen, Jungtierraum, Abgabetiere Käfig Anordnung nach sozialen Bindungen 
 Käfigkonstruktion pro Zweckmäßigkeit Käfig Konstruktion pro Kommunikation und Kontakt
 Ohne Fenster mit Tageslichtlampe möglich
 KEINE Haltung in Raum ohne Fenster
 Kellerhaltung mit Fenster möglich KEINE Kellerhaltung mit / ohne Fenster
 Haltung mit Tageslichtlampen möglich KEINE Haltung mit künstlichem Tageslichtlampen
 Schauen und VereineSchau und Verein
 Ausstellung von Tieren auf Schauen / Messen
 KEINE Ausstellung von Tieren
 Aktive Unterstützung von Pelzzucht Vereinen KEINE Unterstützung von Pelzzucht-Organisationen
 Ziel Ziel
 Schöne und gesunde Chinchillas
 Gesunde und glückliche Chinchillas
 Bessere Zuchtqualität erzeugen
 Bessere Lebensqualität erzeugen
 Schauerfolge erzielen
 Schauerfolge irrelevant
 Erweitertes Mutations- und Farbspektrum Erweitertes Verhaltensspektrum
 Soziale Verträglichkeit
 Erhöhte Domestikation
  © CI / cam

Hinweis und Anmerkungen: Diese Systematik ist ein erster Entwurf ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Endgültigkeit.

Die Unterscheidung richtet sich nach unterschiedlichen Prioritäten und ihren Umsetzungen in der Praxis. Die Übergänge sind fließend, aber die Prioritäten, Haltungsformen und Zielsetzungen lassen sich differenzieren. Während sich die Professionelle Zucht auf Gewinn & Zuerwerb zum Haushalt richtet und die Qualität der Zuchttiere durch kontinuierliche Schauerfolge auf offiziellen Schauen (Schaukarten mit Unterschrift) über die Jahre belegt, so läßt sich die Hobbyzucht in zwei Unterformen unterscheiden: Interessenzucht und Liebhaberzucht. Entsprechend ergeben sich weitere Differenzierungen. Natürlich wird niemand sagen, er/sie will keine gesunden Chinchillas züchten. Wir verpflichten uns aber der Realität und der Wahrheit. Niemand kann alles gleichermaßen züchten! Die Systematik konzentriert sich daher auf die Prioritäten der jeweilen Zucht-Typen. Und alles auf einmal geht bekanntlich nicht - entsprechend wird auf CI weiter differenziert.

Die Zuordnung hat als solche nichts mit "gut" oder "schlecht" zu tun. Es gibt gute Grosszüchter und "schlechte" , es gibt bessere und ebenso schlechtere Hobbyzüchter und es gibt echte Liebhaberzüchter und jene, die sich selbst nur gerne so sehen wollen. Darüber hinaus gibt es "schwarze Schafe" und umgekehrt Chinchilla Liebhaber überall. Es geht auch nicht um eine Ausgrenzung von professioneller Zucht versus un-professionellen Zuchtformen. Wir unterscheiden hier ganz schlicht sachlich - ähnlich wie im Sport nach Profi-Sportler versus Hobby-Sportler. Diese Liste stellt somit keine Wertung dar, sondern ist lediglich eine "erste" sachlich systematische Einteilung. 

Die einzeln zugeordneten Kriterien stammen neben theoretischen Überlegungen aus meiner Beobachtung zu diversen Zucht-Typen in Deutschland. Diese regionale Eingrenzung erscheint an dieser Stelle als sinnvoll.
Nur zwei Beispiele:
Während in längeren Hobbyzucht Traditionen in Übersee die Anwendung von KBM Methoden zur Vergesellschaftung als Relikt aus der Pelztierzucht und Farmzucht besteht und das Nachdecken von Chinchillaweibchen als verpönt gilt - ist es in Deutschland in Hobbyzucht-Gemeinschaften noch ein akzeptiertes Vorgehen. In diesem Sinne erscheinen in der Systematik auch beide Punkte an dieser Stelle neutral unter Hobbyzucht -> "Interessenzucht" aufgelistet. Nur die Liebhaberzucht geht hier vor dem Verständnis von artgerechterer Behandlung unserer Chinchillas und jenseits von Interessen und Mittel-Zweck Relation bereits einen Schritt weiter.  

Den Aspekt der Pelzgewinnung für Luxus (nicht für den Nahrungserwerb) haben wir bewußt außer acht gelassen. Das hat nichts mit Ignoranz zu tun, sondern ist eine ganz eigene Debatte mit einer anderen fachlichen Fragestellung, als jene die wir hier verfolgen. 

Für Anregung und sachlich konstruktives Feedback zu o.g. Systematik sind wir auf CI wie immer jederzeit offen!

Ihre
CI Redaktion

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