CHINCHILLA INTERNATIONAL seit 2005 (CI)

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GRUNDBEGRIFFE - DEFINITIONEN - STICHWORT ZUM CHINCHILLA

 
 
 
 
Chinchilla
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Chinchilla Fachbegriffe sind für den Chinliebhaber/In mitunter schwer zu verstehen. In der internationalen Chinchillawelt hat sich seit langem, wie auf jedem anderen Fachgebiet auch - eine bestimmte Sprache und Begrifflichkeit heraus gebildet. In der Rubrik CHINCHILLA ABC werden Grundbegriffe einfach und konkret für Chinliebhaber erklärt. Dies ist eine Fortführung meiner Rubrik "Stichwort" aus dem CR einer früheren Chinchilla Fachzeitschrift. Dort wurden bereits Grundbegriffe wie TOV - VELVET , AGUTI - AGOUTI , usw. von mir erstmals für Chinliebhaber in Fachzeitschriften und auf dem Internet sachlich erläutert und vor einem internationalen Kontext definiert.

TOV - TOUCH OF VELVET - EIN HAUCH VON SAMT

Hier ist ein Artikel, den ich 2004 in meiner Rubrik "Stichwort" im Chinchilla Report (2004 -05) veröffentlicht hatte, d.h. in der Zeit als der CR noch unter der redaktionellen Kontrolle = inhaltlichen Leitung von G.S. und mir (CAM) als Original und Echte Fachzeitschrift herausgegeben werden konnte. Mein Text war damals die erste und einzige Zusammenfassung in dieser Form in deutscher Sprache zum Thema Velvet-TOV, die bis heute Gültigkeit besitzt. Die Inhalte fanden seit 2004 auch breite Aufnahme auf zahlreichen InfoSeiten und Foren zum Chinchilla. Kleine Zusätze wurden an dieser Stelle dem Original für die Leserfreundlichkeit hinzugefügt.


Stichwort

Velvet – TOV

 

von Claudia A Mooser (2004)

 

“TOV” ist die Abkürzung für "Touch of Velvet" (engl.) = ein Hauch von Samt (dt.) und bezieht sich auf den Einfluss des Velvet-Gens auf Hybride.

 

Ursprünglich bezog man sich mit dem Begriff TOV nur auf Braun Velvets oder TOV Beige. In der Vergangenheit, als Mutationskreuzungen noch eher selten und etwas Neues waren, und nur Gunning Black (= Black Velvet), Wilson Weiß, und Tower Beige gekreuzt wurden, galt lange Zeit das TOV Beige als die einzige bekannte und anerkannte Black Velvet Hybride. TOV Weiße wurden nur als weitere Weiß-Varianten angesehen, und auf Schauen in der Klasse der Schecken (= Mosaik) gezeigt. Für einen kurzen Zeitraum wurden daher Black Velvet x Beige Kreuzungen kurz als “TOV” bezeichnet (anstelle von TOV Beige), ohne weitere Spezifizierung. Umgekehrt sprechen die langjährigen Züchter auch heute noch von einem „Black” und meinen damit ein „Black Velvet“ (nicht Ebony!)

Heutzutage mit der Vielzahl von Black Velvet Mutationskreuzungen spezifiziert man genauer nach:

  • TOV Beige = Braun Velvet (alte Bezeichnung)
  • TOV Saphir = „Royal Sapphire“ (USA) = Royal Blue (UK) = "Königlicher Safir"
  • TOV Ebony = Black Velvet x Ebony)
  • TOV Weiß  = Black Velvet x Wilson Weiß. Vorsicht : 2 Letalfaktoren)
  • TOV Violet  = „Ultra-Violet“ in England. NICHT in USA! Dort versteht keiner was mit "Ultra-Violet" gemeint ist.
    Siehe auch oben die exakte Differenzierung zum TOV Saphir für die unterschiedlichen englischen Sprachkreise in UK/USA.
    Bitte auf guten Farblisten differenzieren!

Hinweis zum Ausdruck „TOV Black“. Dieser Ausdruck ist nicht üblich bzw. falsch, wenn damit ein Black Velvet bezeichnet ist. TOV Black wäre eine Black Velvet x Black Velvet Kreuzung, die angesichts des Letalfaktors bei dieser Verpaarung ohnehin nicht verbreitet ist. In der Chinchillazucht meint man mit einem „Black“ ein „Black Velvet“. Die phänotypische Bezeichnung für ein schwarzes Chinchilla wäre korrekterweise nicht „Black“, sondern „Ebony“. Velvet ist eigentlich keine Farbe in der klassischen Art, sondern eine Farbverteilung. Sie nimmt am Rücken das Agouti- Muster aus den Haaren. Der Kopf weist in der Ausfärbung eine dunklere Schattierung / Maske auf (leicht zu erkennen bei Weiss x TOV Kreuzungen).

 

Indikatoren für "Velvet":

  • kein Band am Rücken / Kopf, jedoch Aguti auf den sich aufhellenden Seiten
  • dunkler Streifen auf der Oberseite von Vorderpfoten (gilt für alle Velvet Varianten)
  • "Maske" am Kopf, die sich besonders gut bei Kreuzungen mit Wilson Weiß bereits vom Jungtieralter an zeigt
  • "Roman Nose" (= „römische Nase“): längeres Fell zwischen Nase und Augenpartie
  • Heller Ring um die Augen → bei dunklen Velvet-Varianten (v.a. unterhalb der Augen)
  • Dunkler Ring um die Augen → bei hellen Velvet-Varianten (z.B. auf der Basis von Wilson Weiss)
  • weißer Ring um die Ohren → bei dunklen TOV Varianten
  • dunkler Ring um die Ohren → bei hellen TOV Varianten (z.B. auf der Basis von Wilson Weiss)
  • Ausfärbung beginnt "rundum" die Nase. Nicht nur über den sog. "Nasenstrich" wie bei Standards oder Standard Abarten -> Blue Slate.
  • "Raute" auf der Stirn als Jungtier.

Bei Velvets gibt es darüber hinaus noch einige Eigenheiten in den verschiedenen Linien. Die genannten Merkmale sind nur eine "Auswahl". Sie müssen nicht alle zusammen an ein und demselben Tier auftreten. z.B. bei Wilson Weiß x TOV Kreuzungen sind viele Merkmale versteckt oder nur andeutungsweise erkennbar, ebenso bei Ebony Kreuzungen. Umgekehrt ist nicht jedes Tier, das dunkle Streifen auf den Vorderpfoten hat, automatisch ein Velvet (z.B. extra-dunkle Standards). Die "Raute" gilt bei Zucht-Profis in Übersee als klassisches Indiz für Velvet, allerdings auch hier wiederum als kein ausschließliches. Es sind aber allesamt gute und hilfreiche Indizien für eine optische Bestimmung.

 

Allgemeiner Hinweis: Mit der Zucht von Velvets ist ein Letalfaktor verbunden.

 

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GROTZEN - SPLIT GROTZEN - AALSTRICH

Grotzen ist urspr. das Fell entlang der Wirbelsäule vom Schwanzansatz bis zum Kopf. 
Grotzen ist die Stelle wo alle Farbverteilung seinen Ausgang nimmt (Ausnahme bei einzelnen Charcoal Varianten möglich).

Grotzen als Qualitätsmerkmal in der Zucht:

1. Vom Schwanzansatz zum Kopf ohne Farbunterbrechung. In dem Fall spricht man von einem durchgezogenen Grotzen. Ist dieser unterbrochen, wie manchmal am Nacken, so spricht man von HALO. HALO ist der helle Nackenring.  Halo ist in der Pelz- und Schauzucht, die sich am Pelzmarkt orientiert ein sehr negatives Kriterium. Der Grund, es "verkürzt" den Pelz für die Verarbeitung.
2. Vom Grotzen zum Schleier. Grotzen in seiner ursprünglichen Bedeutung darf man nicht mit Schleier oder Schleierausbreitung gleichsetzen oder verwechseln. Grotzen ist die Bezeichnung für das Fell entlang der Wirbelsäule und damit die Vorstufe bzw. Zentrum für die Schleierentwicklung. Dort nimmt jede Zucht für eine breite Schleierausbreitung an den Seiten ihren Anfang. Erst durch Jahrzehnte der Zuchtauslese ist der Grotzen zur Schleierdecke entwickelt worden, wie sie heute auf Schauen vorzufinden ist.
3. Split Grotzen = geteilter Grotzen = AALSTRICH Neben der Farbe gibt es noch sog. "Fellfehler". Einer der klassischen Fellfehler ist ein SPLIT GROTZEN. Das Tier hat einen dunkleren Fellstreifen entlang der Wirbelsäule. Ein SPLIT GROTZEN ist unabhängig von der Farbe. Es tritt sowohl bei weißen, schwarzen, Safir als auch bei klassischen Standard Chinchillas auf. 

In der Frühzeit der Chinchillazucht kam er häufig vor und wurde über viele Jahrzehnte der Zuchtauslese zu einer breiten Schleier Ausbreitung fortentwickelt. Standards, die heute noch einen SPLIT GROTZEN zeigen, werden sofort auf der Zucht genommen und haben auf einer professionellen Chinchilla Schau keine Chance auf einen 6. Platz. Ob ein SPLIT GROTZEN als Fellfehler definiert wird, ist reine Willkür und Geschmack des Menschen. Bei manchen Hunderasse gilt es im positiven Sinn als Qualitätsmerkmal. Ob es positiv oder negativ bewertet wird liegt allein am Geschmack des Menschen : Züchter, Käufer, Markt.

Grotzen Phänotyp

Der Grotzen zeigt sich in seiner Fehlform als SPLIT GROTZEN durch verschiedene Faktoren (so jedenfalls laut international erfolgreichen Schauzüchtern):

  1. das Fellhaar wächst entlang der Wirbelsäule nicht senkrecht gerade nach oben, sondern schief aus dem Körper heraus (vgl. Wirbel, Rosetten).
  2. das Tier spannt im Bereich der Wirbelsäule die Muskeln an. Dadurch entsteht ein optisches Phänomen wie u.a. Grotzen. Man denke nur an Hunde, die bei Aggression das Fell im Nacken aufstellen, so ähnlich kann man sich das auch mit dem Grotzen vorstellen. Durch die Muskelkontraktion neigt sich das Fell zur optischen Form eines SPLIT GROTZEN. Die dunklen Spitzen des Agouti beim Chinchilla treffen dadurch konzentrierter zusammen und ergeben optisch ein dunkleres Bild.
  3. Pigmentierung und Länge der Spitzen entlang der Wirbelsäule. Wie bereits erwähnt weiß man aus der Chinchillazucht seit dem frühen 20. Jahrhundert, daß die Schleier Ausbreitung beim Grotzen ihren Ursprung nimmt. Dunkelheit und Intensität des Schleiers wiederum ergibt sich aus der Intensität der Farbpigmente der Spitzen, sowie der Zonenlänge der Spitzen im Vergleich zu Band und Unterzone. 

GROTZEN BEI ANDEREN TIEREN

Grotzen, v.a. das Phänomen des SPLIT GROTZEN kennt man auch von Hunden, Pferden, Hamster, etc. Das gleiche optische Phänomen kann sich bei unterschiedlichen Tierarten unterschiedlich vererben. Konkret: Bei manchen Pferderassen kann es sich dominant vererben, bei diversen Hunderassen rezessiv. Wie es sich beim Chinchilla verhält weiß ich nicht, weil ich nicht so tief dazu recherchiert habe, da mich die klassischen Fellfehler in der Chinchillazucht nicht faszinieren. Die Grundlagen und Fakten finden sich aber oben im Text, so daß jeder davon abstrahieren und darauf aufbauend sich weiter in der Chinchillazucht bzw. für seine individuellen Zuchtvorlieben informieren kann.

HALO = HELLER NACKENRING

Halo bezeichnet die Farbgebung im Nacken. Hellt das Chinchilla im Nackenbereich auf so spricht man von einem HALO. Es ist in der Pelztierzucht ein negatives Qualitätsmerkmal, weil es die Länge des Pelzes reduziert.

Halo richtig erkennen. Moderne Zuchtauslese hat Chinchillas einen breiten Nacken verschafft. Da sie von ihrer Physiognomie keine Knochen oder feste strukturelle Basis hier haben, ist ein breiter Nacken das Ergebnis von künstlich gezüchtetem Fettpolster. Beim Qualitätstest für die Weiterzucht muß man unterscheiden zwischen:

  1. Aufhellung der Fellfarbe
  2. Aufhellung durch Öffnung des Fells aufgrund einer Fettwulst am Nacken

Der Test zum Halo. Zeigefinger und Mittelfinger nehmen und dazwischen das Fell entlang der Wirbelsäule umschließen.
-> Ist die Linie der Spitzen zwischen den Fingern einheitlich dunkel, dann ist es kein Halo, sondern nur optische Öffnung des Fells am Tier durch die Fettunterlage im Nacken. Am Pelz wird sich dies nicht zeigen, sondern eine durchgezogene farblich einheitliche Fläche ergeben.
-> Ergibt die Linie der Spitzen zwischen den Fingern eine uneinheitlich Farbe -> Aufhellung, dann handelt es sich um ein HALO und einen Qualitätsfehler.

Halo als Qualitätskriterium in Zucht und Schau. Heutzutage ist die Chinchilla Pelztierzucht so weit fortgeschritten, daß Standards und Black Velvets, aber auch die helleren Mutationen, die für den Pelzmarkt nicht so von Bedeutung sind, mit einem aufgehelltem Nacken = HALO auf internationalen Leistungsschauen keine Chance auf einen 4. Preis haben.
Chinchilla Zucht Nationen, die sich vom Pelzmarkt abgesagt haben, legen im internationalen Vergleich auf Schauen ein bißchen weniger Wert auf einen farblich verlängerten breiten Nacken. 

Halo - Heller Nackenring - Was verbirgt sich ursprünglich dahinter? Der Nackenring bezeichnet im Prinzip auch die durch menschliche Zuchtauslese hier angelagerte Fettschicht unter dem Fell. Die heutigen Zucht Chinchillas auf der Welt gelten als Nachfolger der Chinchilla Lanigera. Siehe: www.chinchilla-arten.de Anders als die Brevicaudata sind die Chinchilla Lanigera im Durchschnitt schmäler im Nacken. Wobei die Costina am schmalsten im Nacken sind und der La Plata Typus ( = Unterform der Lanigera ) noch relativ am breitesten. Ein breiter Nacken, der einen langes rechteckiges Fell ergibt, wie es für den Pelzmarkt optimal verwertbar ist, ist nichts natürlich vorgegebenes. Breiter Fettnacken ist das Ergebnis von menschlicher Zuchtauslese über viele Jahrzehnte um den Pelzmarkt zu bedienen. Das zeigt sich auch, wenn die Tiere auf natürliche Weise alt werden. Sie verlieren ihren Fettnacken und werden wieder stromlinienförmig und angepaßt an den Knochenbau. 

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REINES STANDARD - PURE-BRED ( engl. )

REINE STANDARD CHINCHILLAS IN DER ZUCHT

Unter einem REINEN STANDARD ( engl. pure-bred ) versteht man ein Standard Chinchilla, daß in den letzten vier Generationen auf Seiten beider Elternteile nichts anderes als Standards im Stammbaum hat. Da solche Tiere idR auch davor keine Standards im Stammbaum haben, wird für sie auch die Definition "nichts anderes als Standards im Stammbaum" angegeben. REINE STANDARDS sind von der Genetik und Erscheinungsbild von allen noch am nächsten zu den ursprünglichen Chinchillas in der Natur. Da die moderne Chinchillazucht naturgemäß mit der Entwicklung der Standards begann und diese den größte Bedeutung für die Pelzvermarktung zukommt -> bilden REINE STANDARDS auch den weltweit größten, breitesten und damit (relativ) gesündesten Genpol von allen Chinchillas in der Zucht. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Zucht und Schauvorstellungen;

  • REINE STANDARDS sind der Eckstein und die Grundlage für jede solide, fundierte Zucht.
  • REINE STANDARDS sind die Grundlage für die Entwicklung und Verbesserung von Mutationen auf (relativ) natürlicher Basis. 

ZUR DIFFERENZIERUNG - GENPOL - ARTERHALTUNG - MUTATIONEN

Für die Arterhaltung der Chinchillas wäre es dagegen sinnvoll: die stärksten und gesündesten REINEN STANDARD Chinchillas mit wilden Chinchillas zu verpaaren. Auf diese Weise den Genpol erweitern. Die Tiere fachmännisch in Reservaten ausgliedern. => ECHTE Arterhaltung.  Um Mutationen wirklich zu verbessern, z.B. Safir müßte man diese mit dem Genpol von wildlebenden Chinchillas verpaaren. Einen neuen gesunden Genpol schaffen, und diesen auf natürlicher Basis erweitern. => ECHTE Mutationszucht mit dem Anspruch auf Erhalt. Stärkung, Verbesserung.

Weitere Info zum Thema unter:
STANDARDS ( CP )
» http://www.chinchillas.com/

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KLASSISCHE FELLFEHLER IN DER SCHAU- UND PELZTIERZUCHT

Chinchillazucht und Chinchillaschauen stehen seit Anbeginn der modernen Chinchilla in den 1920er Jahren unter dem Vorzeichen und Anforderungen des Pelzmarktes. Das nur als wichtiger Hinweis, weil es Kriterien im Hinblick auf Qualität und Zucht für die Fellqualität entsprechend vorsondiert. 

Die klassischen Fellfehler:

  1. Split Grotzen = geteilter Grotzen = Aalstrich
  2. Wirbel
  3. Locken
  4. Halo

Anmerkung zu den Kriterien. Ich möchte nochmals betonen, daß diese Kriterien auf keinen substantiellen oder abstrakten Merkmalen beruhen. Es sind konkrete Kriterien für die Zucht für den Pelzmarkt. Es sind keine absolute Kriterien der Ästhetik oder Schönheit jenseits von persönlichen Marktinteressen. Inwieweit diese Kriterien auf Gesundheit und genetische Stärke im Sinn von Überlebenskraft der Tiere abzielen wurde meines Wissens nach noch nirgends systematisch untersucht. Ich schließe einen komplexen Zusammenhang hier nicht aus und habe das in der Vergangenheit auf dem www.chinchilla-lexikon Forum dargelegt. Darüber hinaus sind mir keine öffentlichen Gedankengänge in dieser Richtung bekannt.

Meine Ansicht zum Thema. Ich habe die Kriterien für internationale TOP-Schauzucht von der Pieke auf von den Besten Züchtern gelernt - aus Neugier darum, was und wie Menschen, die sich schon viel länger als ich mit Chinchillas befassen, als schön erachten. Mein Fazit: die Kriterien der klassischen Schauen sind für mein Empfinden von Schönheit nur ein Einstieg am Rande. Sie sind als verbindliche Kriterien für mich nur minimal wichtig, da ich ein Ästhet bin und Ästhetik geht weit über menschlichen Geschmack, Zuchtauslese und Pelzmarkt hinaus.  

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SAUBERE ZUCHT = GESUNDE CHINCHILLAZUCHT

SAUBERE ZUCHT ist ein klassischer Begriff unter Profis. Eine viel zitierte Formel von Hobbyzüchtern. Wofür steht es?

  • ein Stammbaum auf persil-weissem Papier?
  • eigene Zuchtideen unbefleckt von "vernünftigen" Werten zu verfolgen?
  • farbliche Verunreinigungen und „Braunstichigkeit“ raus zu züchten?
  • Oder Verpaarung für Nachwuchs mit größtmöglicher Gesundheit und Lebensqualität?

"Sauber", "unbeeinträchtigt", oder "klare Werte"... Die Auswahl scheint groß...Was ist wirklich mit SAUBERE ZUCHT gemeint? Chincitta gibt Auskunft ;-)

"Saubere" Zucht - WAS STEHT DAHINTER...


"Saubere" Zucht = nur solche Verpaarungen zu setzen aus denen mit größter Wahrscheinlichkeit
gesunder, starker Nachwuchs mit langer Lebenserwartung und hoher Lebensqualität entsteht
"Saubere" Zucht = Zucht für Lebensqualität und Lebenserwartung.
Konkret: Gesundheit, Stärke, lange Lebenserwartung und möglichst auch noch als Zusatz mit Schönheit.
"Saubere" Zucht = auf der Basis von Wissen und Erkenntnisse um die Chinchillazucht.
(Unwissenheit ist KEINE Entschuldigung) zu verpaaren
"Saubere" Zucht = setzt die Priorität der Lebensqualität des Tieres vor allen anderen
Wünschen, Egoismen des Züchters / Halters / Käufers.
"Saubere" Zucht  = Ausdruck einer Zuchtethik. Ethik bedeutet Verantwortung im Handeln zu übernehmen.
In dem Fall konkret für den Nachwuchs, den man durch menschliche Entscheidung erzeugt und ins Leben setzt.


"Saubere" Zucht VORAUSSETZUNGEN:

  • gesündeste, stärkste und breiteste Genpol bietet das Standard Chinchilla (natürlich nicht jedes x-beliebige)
  • jede Zucht für Stärke und Stärkung der Spezies läuft zwangsläufig über Standards
  • je mehr Mutationsgene im Standard sind -> desto "schwächer" ist das Standard

 "Saubere" Zucht KONKRET:

  • gesunde Zuchtverpaarung hat mindestens 50% Standard Anteil
  • gesunder Stammbaum hat weit mindestens 50% Standard Anteil
  • Zucht von rezessiven Mutationen nur über Standard-Trägertiere
  • keine Farbe x Farbe Verpaarung
  • keine Mutation x Mutation Verpaarung
  • keine "Short-Cuts" = züchterische Abkürzungen für schnellen Erfolg zu Bläue, Farbe, Klarheit
  • keine Inzucht

DIE "KOSTBARSTEN" TIERE FÜR DIE MUTATIONS- UND FARBZUCHT

 

Sind jene mit dem größten Standard % Anteil im Stammbaum. z.B. bei rezessiven Mutationen (-> Safir, Violett...) ist dies besonders aufwendig in der Zucht. Es sind jene Chinchillas, die aus einem größtmöglichen Standard-Genpol hervorgegangen sind. Konkretes Beispiel - Safir:

STANDARD-Träger x STANDARD-Träger -> Farbe
Standard-Safirträger x Standard-Safirträger -> Safir

Solche Safire sind von unschätzbarem Wert für die Mutationszucht.
Sie sind sehr selten.
Sie sind idR unverkäuflich.

Die Standards im Stammbamm für die Trägerzucht, sollten wiederum nur "reine" (pure-bred) Standards aus den stärksten Standard Linien sein. Andere Farb- und Mutationstiere sind hier wiederum keine Verbesserung! Umgekehrt : Farben, die bereits über andere Farbträger-Tiere gezogen wurden, sind für eine Weiterzucht wertlos! Es sind "Endprodukte" für den Hobbymarkt und künstlichen Hype um Farben. Sie haben keinen substantiellen Wert für eine gesunde saubere Weiterzucht von Farben, Mutationen, Spezies. Wichtig: Deshalb sind sie trotzdem liebenswerte Chinchillas, und liebe Haustiere!!! Nur für gesunde, starke Zucht zur Verbesserung von Mutationen und Spezies sind sie nicht einsatzfähig.

für die Zucht : Stammbaum auf einen größtmöglichen % Anteil von erstklassigen Standards prüfen
für die Heimtierhaltung : Stammbaum auf Lebensalter, Gesundheitsgeschichte der Tiere hinterfragen

 

SAUBERE ZUCHT DEFINITION UND ZUCHTETHIK

 

"Saubere Zucht" bedeutet von allen möglichen denkbaren Verpaarungen in der Welt nur jene mit dem größten Potential für Gesundheit, Stärke, Lebenserwartung und Lebensqualität für die Tiere zu setzen. Die GUTE Zucht von Mutationen findet daher über OUTCROSSING (-> Genpol Erweiterung) und ausschließlich über STANDARDS (-> stärkster Genpol von allen) statt. Dieser international anerkannten Zucht-Ethik zur "sauberen" Zucht hat sich auch Chincitta von Anfang an verpflichtet. ... mit der ehrlichen und kompromißlosen Vorgabe "Zum Besten der Chinchillas" - die nicht nur als leere Phrase auf dem internet steht!

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MUTATIONEN BEI CHINCHILLAS - EINE BEGRIFFSKLÄRUNG

Chinchilla Mutationen wurden bis dato oft nur verkürzt mit Farben gleichgesetzt, blickt man auf Hobbyforen und Hobbygemeinschaften. Das ist ein Relikt aus der Pelztierzucht. Die Realität ist weitaus vielfältiger. Mutation bedeutet nichts anderes als Veränderung, Abweichung von der Norm, anders als das Original. Sie reichen vom inneren der Fellstruktur, Protein in der Mikrostruktur bis hin zu optisch leicht erkennbaren Abweichungen. Chinchilla-Mutationen, die für Jedermann offensichtlich sind:

  • Farben
  • Locken = Rex
  • Langhaar = Angora

Mutationen müssen jedoch nicht so offensichtlich für den Laien erkennbar sein. Sie betreffen auch die optischen Feinheiten: z.B. ist die homogene Bläue im Schleier von Schautieren bereits eine Mutationform im Vergleich zum Original und Ursprung. Siehe die folgenden FOTO Beispiele: Die Chinchillas auf beiden Fotos sind sog. STANDARDS - WILDFARBEN - GRAU. Der Rücken ist vorherrschend grau (Aguti), der Bauch weiss. Und doch sehen diese Chinchillas so unterschiedlich aus!

  Wilde Chinchillas - Originale
  Chinchilla Schau- und Zuchttiere heute:


Für alle, die es noch genauer wissen möchten

MUTATION : lat. mutatio, Gen. -onis, Wandel m; biol. Mutation f, Veränderung f, zu mutare ”bewegen, verändern“

Unter Mutation versteht man die Änderung eines erblichen Merkmals (Ggs.: -> Modifikation). Es gibt ein Form der Mutation, die spontan auftreten kann (Spontanmutation) oder durch Mutagene ausgelöst werden kann (induzierte Mutation). Eine Mutation kann in Körperzellen auftreten (somatische Mutation) oder in Keimzellen (generative Mutation) und wird in letzterem Fall an die Nachkommen weitergegeben. Die Veränderungen betreffen meist einzelne Gene (Gen-Mutationen), seltener die Struktur der Chromosomen (Chromosomen-Mutationen) oder deren Anzahl (Genom-Mutationen). Genom-Mutationen können die Zahl einzelner Chromosomen verändern (→ Aneuploidie) oder die Zahl ganzer Chromosomensätze, was bei Pflanzen häufig vorkommt (→ Polyploidie). Mutationen haben oft veränderte Eigenschaften der Organismen zur Folge und spielen eine zentrale Rolle in der biologischen Evolution.Mutationen können auch künstlich erzeugt werden durch Behandlung von kurzwelligen Strahlen. Die von De Vries 1901 aufgestellte [b]Mutations-Lehre[/b] ist die Grundlage der modernen Abstammungslehre.

QUARANTÄNE - ISOLIERSTATION

"Die Quarantäne ... ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der Tierhaltung."
- Prof. Helmut Kraft, KRANKHEITEN DER CHINCHILLAS
 

Definition: Quarantäne

= eine Absonderung bzw. Beobachtungszeit

Quarantäne schützt:

vor Einschleppung von Infektionskrankheiten
- vor Fortschreiten, Ausbreitung, "Durchseuchung"

Wer gehört in Quarantäne?
→ alle neu zugekauften Chinchillas
Neue Chins können Infektionserreger tragen, ohne daß sie offensichtlich krank sind.
Durch die Umstellung (Reisestreß, neue Umgebung) kann eine Erkrankung ausbrechen.
Umgekehrt: "Stallfremde" Erreger der Neuen können Stammtiere krank machen
kranke Chinchillas ("Isolierstation")
Sowohl von den Stammtieren als auch von neuen Chins trennen

Eine "echte" Quarantäne:

- in einem anderen Raum
- in dort neuen bzw. sauber, desinfizierten Käfigen
- Separate Aufbewahrung: Futter, , Futtertröge, Sandbad, Reinigungsbesen.
- Futterzeit (Neuzugänge) VOR den Stammtieren
- Futterzeit (Kranke Tiere) NACH den Stammtieren
- nach Kontakt jeweils: gründlich die Hände waschen und desinfizieren!
- analoge Haltung / langsame Anpassung an neuen Bedingungen (Streßfaktoren)
Konkret: Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Käfighaltung, Fütterung und Trinkwasser.

Quarantäne - wie lange?
- 40-Tage-Regel = Erfahrungswert
= Zeitraum in dem Infektionskrankheiten zum Ausbruch kommen
= beste Garantie für Unterbrechung der Infektionskette (4-5 Wochen)
- 8-14 Tage können mitunter ausreichen, aber nur bei intensiver Beobachtung

Copyright für die Zusammenfassung © CAM

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ROMAN NOSE (ENGL,) - DIE RÖMISCHE NASE

Nasenform, Ohrenform usw. geben Hinweise auf Zuchthintergrund, Haltung und genetische Linien. Eine typisches Erkennungsmerkmal ist bei Chinchillas z.B. die ROMAN NOSE. Hierzulande v.a. auf Hobbyforen, bei IGs, Hobbygenetikern und Hobbygemeinschaften bis dato scheinbar noch ein unbekannter Begriff, gehört er in der internationalen Chinchillazucht zu den Grundbegriffen.

 
Das Foto zeigt Leander Caruso.
TOV Violett = Violett Velvet = Ultra-Violett (UK-Term)
© CAM / CHINCITTA.
Die "Roman Nose"

Wir beginnen mit einem Klassiker : der sog. "Roman Nose" (dt. Römische Nase).
Es ist ein engl. Fachausdruck in der Chinchillazucht.
Ein typisches Velvet = TOV Merkmal.
Es bezeichnet das speziefische längere Kopffell zwischen Nase und Augenpartie von Velvet-Linien.

BADESUBSTRAT VON SAND BIS STAUB

Zu einem guten Chinchilla Leben und solider Körperpflege gehört ein gutes Staubbad.
Der Trend richtete sich auf Schauen und geht zum anderen zurück zur Natur.

Wilde Chinchillas finden folgende Badequellen vor:
- Urgestein, v.a. im Gebiet des Chacaltaya bei La Paz (ca. 5000 m ü.d.M.)
- Urgestein, v.a. in der Lagune von Tumari
- Vulkanischer Ursprung, v.a. in der Weskordillere (Bolivien, ca. 3800-4000 m)



In der Chinchilla Haltung werden weltweit folgende Bade-Substrate eingesetzt:
- Fuller's Earth
- Attapulgus (urspr. aus USA)
- Sepiolith
- Diatomaceous Earth
- Talk
- Blue Cloud (vulkanische Basis)
- Blue Sparkle
- Vulkanische Asche von Mount St. Helen

Ob nun Staub oder Sand Bad hängt von der Partikelgröße des Badesubstrates und individueller Präferenzen ab.
Blue Cloud gibt es nur fein zu Staub gemahlen, weil er nur in einer einzigen Mine verarbeitet wird.
Attapulgus und Sepiolith gibt es von Sand bis Staubfein, je nach Bezugsquelle.

Allergiker
"Some individuals are allergic to the commercial poweders, and they make a dust bath preparation consisting of perfume-free talc powder (also known as talcum or French-chalk) and a dietetic grade cornstarch. Dietetic grades of cornstarch marketed as 'Maizena' and 'Mondamin' are best. Avoid using soluble-starch that is potato or corn starch treated with dilute hydrochloric acid. Breeders reduce or eliminate the corn starch with nursing mothers because the babies get it up their noses, and develop rhiniti."
Quelle: Donnelly, Brown (2004)

Warnhinweis:
Breeders reduce or eliminate the corn starch with nursing mothers because the babies get it up their noses, and develop rhiniti."
Quelle: Donnelly, Brown (2004)
Aus dem gleichen Grund, bitte Staubbäder und Fungi-Stop bei laktierenden Weibchen mit ihren Chinbabies unbedingt vermeiden!
Solche "Tipps" pro Staub oder Pilzprophylaxe können zum Tod von Chinbabies führen!


Quarzsand und Quarzmehl
Allgemein sollte man auch Quarzsand oder beigemischtes Quarzmehl vermeiden. Quarzsand ist scharfkantig und nimmt nicht gleichermaßen gut Flüssigkeit auf, wie z.B. echter Attapulgus. Je nach Beschaffenheit kann Quarzsand zu Fellschäden (Stumpfheit, Brüchigkeit, Verfilzung) führen bis hin zu Verletzungen der Haut (-> Infektionsgefahr).

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ATTAPULGUS VERSUS ATTAPULGIT

 

ATTAPULGUS vs. ATTAPULGIT

von Claudia A Mooser


Attapulgus = NICHT gleich Attapulgit


Der echte, sog. "weiße" Attapulgus stammt aus der Stadt Attapulgus, in Georgia, USA. Dieser Badesand wurde von Alice Kline verwendet, ECBC Empress Mitglied, Fachbuchautorin der MCBA und eine der ganz großen Chinchillazüchter in der Geschichte in USA. Mittlerweile wird sog. "Attapulgus" auch aus anderen Quellen und Ländern angeboten.

Attapulgit ist ein Zusatzstoff. Die WHO hat in Untersuchungen festgestellt, daß dieser Stoff unter bestimmen Voraussetzungen krebserregend sein kann.


WICHTIG:
Nicht jeder "Attapulgus" hat die gleiche Zusammensetzung!

Es gibt Attapulgus OHNE den Zusatzstoff Attapulgit (z.B. aus USA und Spanien).
Es gibt Attapulgus MIT dem Zusatzstoff Attapulgit.

Letzterer ist zu vermeiden, da die WHO in Untersuchungen festgestellt hat, daß dieser Stoff unter bestimmen Voraussetzungen krebserregend sein kann.

 

BADESAND TEST

Der Test zum richtigen Chinchilla-Sand
Auf dem Internet und Hobbyseiten gibt es viel Tests, von Einspeicheln bis andere Absurditäten. Wer keine Lust auf einen Mund voller Sand hat, der kann auch wie folgt testen. Dieser ultimative Test ist ganz einfach - wir halten uns dabei an die Vorgaben von Chinchillazüchter mit rund 40 Jahren Erfahrung in der Chinhaltung - und ihr Vorgehen.

So geht's ganz einfach:

- Einen kleinen Teller nehmen,
- Sand darauf geben.
- Wasser hinzugehen.
- Mit dem Finger rühren und abwarten.
- Nach ein paar Minuten hat sich ECHTER Chinchilla Sand vollständig aufgelöst.
- Alle andere Sandarten, die für Chinchillas NICHT geeignet sind, sind auf der Fingerspitze noch als Partikel erkennbar.

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AGUTI - AGOUTI BEIM CHINCHILLA

Hier ein Fotobeispiel von einem Standard Chinchilla. Es zeigt die 3-Zonen des Agouti:

 


DAS AGOUTI BEIM CHINCHILLA

  • Unterzone (dunkel)
  • Band (weiß)
  • Spitzen (dunkel)

ARTIKEL AUS DEM JAHR 2004 von CAM

Stichwort “Aguti” (engl. „Agouti“)
Das charakteristische Merkmale des Chinchillafelles bei den Standards wie bei den meisten Mutationen ist das sogenannte „Agutimuster“.

Woher stammt die Bezeichnung “Aguti”?
Agu|ti, der od. das; -s, -s [span. agutí Schleier). In der Zoologie verwendet man den Begriff des „Aguti“, wenn bei anderen Tiergattungen eine ähnliche Farbverteilung des Fellhaares vorhanden ist. So z.B. als Charakteristikum für das Mantelfell von wilden Mäusen und anderen Säugetieren, bei welchen das einzelne Fellhaar das schwarze Farbpigment (eumelanin) an der Spitze und Basis hat, und das Fellband das gelbe Pigment (phaeomelanin) in der Mitte.

Effekt des “Aguti” in der Wildnis
Diese Farbzeichnung hat den Effekt, dass es das äussere Erscheinungsbild und Konturen des Säugetiers in der Wildnis aufweicht, so dass es schwerer auszumachen und für seine Feinde zu erkennen ist, als ein Tier mit einer einheitlich durchgehenden Farbe. Es dient dem Schutz und Tarnung in der Wildnis.

Das Aguti ist typisch für unsere Chinchillas
Jedes einzelne Chinchilla-Fellhaar hat diese speziefischen 3 Farbstufen.

 Unterzone (= engl. underfur) ist der Fellhaar-Teil, der direkt an der Haut beginntStandard: dunkles grau bis blau-grau
 Band ist der schmale hellere Teil, der an die Unterzone anschliesstStandard: weiss
 SpitzenDie Fellspitzen werden in ihrer Gesamtheit als Schleier bzw. Schleierdecke bezeichnet werden.
Der Schleier (= Gesamtheit der Haarspitzen) erstreckt sich über die Felloberfläche am Rücken bis zur Wamme (= Bauch).
Standard: dunkelgrau bis tiefschwarz

Ausnahmen beim Chinchilla:
- Granne (Stützhaare) und Bauchfell (Wamme).
- Weiss, Ebony, Velvet Mutationen (am Rücken und Grotzen). Sie haben kein Aguti.

*Anmerkungen:
1. Die Bezeichnung „Unterfell“ im deutschen ist falsch, denn das Chinchilla hat kein Unterfell, bzw. Unterwolle. Diese Bezeichnung stammt wahrscheinlich von der (falschen) wörtlichen Übersetzung des amerikanischen „underfur“. 2006/CM [size=9]
2. Die Rubrik STICHWORT wurde seinerzeit von mir mit grossem Erfolg für den Chinchilla Report (2004 - 2005) eingeführt. Dieser Artikel ist eine überarbeitete Version der dort damals erschienen Publikation. Copyright (c) 2004 CAM

Copyright (c) 2004, 2006, 2008 CAM. Alle Rechte vorbehalten.

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