Phosphor
Does CALL present the new sound of the S/M scene? They take the "Die Form" Concept several steps further. Serene female vocals fight against heavy danceable dark-wave-electro structures. Pounding beats take revenge. And scary they are! D. Percht´s harsh vocals go well with the almost industrial souncollages. Add to this the club hit "Torture"and you will consider "Flesh" an impressive album, an electro masterpiece!
Zillo
Soundtechnisch knallen die harten Electro-Beats wie Peitschenhiebe auf das Gehör nieder, sind in Musik verpackte Schmerzattacken.
Intro
Da glaubt man es mit einer sexuell geprägten S/M-Band zu tun zu haben, und was geschieht: Sämtliche Vorstellungen werden über den Haufen geworfen. Vielleicht müssen CALL bis an den Rand der Vorstellungskraft gehen, um zumindest ansatzweise das Bewusstsein zu schüren, dass in unserer Gesellschaft etwas nicht stimmt. Vermutlich würde es niemand interessieren, morgens aufzustehen, würden Bands wie CALL nicht bis an die Grenze des Verstandes gehen.
The Gothic Grimoire
Die beiden wissen was sie tun. Und das ist abgefahrener Elektro, der den Hörer einlullt und sich von klaren Strukturen völlig löst. Jeder Sound hat seine eigene Struktur, und eventuell fügen sich die Sounds zu einer Makrostruktur zusammen. Ich will damit nicht den Eindruck erwecken, dass CALL nicht eingängig seien. Nein sie sind nur sehr fremdartig. So sehr,das es gut tut bisweilen den weiblichen Gesang zu hören, etwas vertrautes, an dem man sich festklammern kann. Neben den für die Elektrotanzfläche ausgelegten, typischen Knallern, enthält FLESH auch mindestens zwei große Ausnahmen. MORPHIA ist eine düstere Einstimmung auf das Werk, MEMENTO ein gelungener, sphärischer Ausklang. Auf nebligen Schwingen wird der Hörer nach rund vierzig Minuten Powerelektro und Blubbersounds davongetragen. Aufatmen, Entspannung nach dem Sturm.
Berliner Stadtzeitung
Wahrlich, sage ich, diese Platte hält was sie im Titel verspricht: OBSESSION!!! Gleich der erste Titel "Dark Angel" ist der absolute Industrial Tanzhammer....cooler Basslauf und eingängiger Refrain mit Frauenstimme....nun mag das ja sehr trendy klingen, mich stört das nicht schliesslich bin ich nicht verklemmt und Themen wie "Sex und Tod" gehören zu den Essentielleren unserer niederen Existenz hier auf Erden......., egal also wie sich das nennen mag, wer so einen Soundtrack dazu schreibt, dem gehört meine völlige Symphatie!
Black Magazin
Manchmal scheint der Sound wie durch eine Röhre gepresst, als ob jemand die Tür zu düsteren Katakomben geöffnet hätte. Zu diesen entweichenden Pumpgeräuschen klingt die weibliche Stimme geradezu engelhaft abgehoben. Die Thematik des Debut Werkes setzt sich hier fort - die Gegensätze eines nach außen gekehrten Innenlebens. Die Begierde ist die Wurzel allen Schmerzes und Perversion ist nur die Steigerung der normalen Gefühle. Die Scheibe ist fast ausnahmslos zum lauten hinhören bestimmt, dann führt sie dich in eine neue Dimension düsteren Geschehens. Der Zuhörer hat am Ende 12 Minuten Zeit wieder aufzutauchen - "MEMENTO" läßt frühterristische Bilder am Auge vorbeiziehen, etwas aus einer Zeit, wo sich nach den Lavafluten der aufsteigende Wasserdampf zu ersten Regenwolken zusammenzieht.