Reisebericht:

Hier schreibe ich fast wie in einem Tagebuch (aber nicht täglich) rein, was mir hier in Kanada so passiert. Falls euch der Text zu trocken ist, dann guckt euch doch erst mal Bilder an. Einfach linksunten auf Bildergalerie klicken.
Die Einteilung in einzelne Bereiche befindet sich auf der linken Seite. Entsprechende Untertitel gibt es dann auf der rechten Seite.

Maple Ridge:

Maple Ridge liegt am Fraser, ca. 60 km flussaufwärts von der Mündung in den Pazifik und ca. 36 km östlich von Vancouver. Die Nachbarstadt Pitt Meadows im Westen liegt auf der Nase zwischen Fraser und dem Pitt River. Hier leben ungefähr 60.000 Menschen und es gibt 4 High Schools. Das Relief ist flach, doch im Norden erheben sich die "Costal Mountains" des "Golden Ears Provincial Park" bis zu 2700 m in die Höhe.

Da hier die Pacific Time gilt, "hinken" wir der deutschen Zeit neun Stunden hinterher. Das heißt, wenn ich um 9 Uhr aufstehe, essen die Menschen in Deutschland um 18 Uhr zu Abend. Das ist durchaus unpraktisch beim Telefonieren :-(



Vancouver: Ich war noch nicht in Vancouver.

Flug:

Um ca. 11 Uhr ist die Gruppe von "ist", der Organisation mit der ich fahre, durch die Sicherheitskontrolle des Frankfurter Flughafens gegangen. Danach haben wir einige Stunden gewartet, bis wir zum Bording gehen konnten. Der Start im Airbus A340-600 war angenehm. Ich saß neben Lukas und Nora. Sie beide fahren in die Hauptstadt von British Columbia nach Victoria. Das liegt auf Vancouver Island. Während des Fluges haben wir die Filme "Die Frauen von Stapford", "13 going on 30" und "Garfield" geguckt. Das Essen an Bord war für Flugzeugessen sehr gut. Dann haben wir die Karte für die Immigration ausgefüllt. Von der Landung habe ich leider nicht sehr viel mitgekriegt, da ich keinen Fensterplatz hatte. Plötzlich war man unten. Der Flughafen in Vancouver ist sehr schön. Gleich wenn man aussteigt ist man von einer Holz und Wasserlandschaft umgeben. Vielleicht soll das einem den Stress nehmen, der sich während des Fluges aufgebaut hat. Auf jeden Fall kommt der Stress bei der Einreise wieder. Die erste Kontrolle ist relativ einfach. Ich habe nur meinen Pass und die Karte für die Immigration vorgelegt un das war's. Doch als bei vielen das Gepäck erstmal nicht kam war die Aufregung schon größer. Die ersten sind problemlos durch den Zoll gekommen. Sie bekamen ihren Stempel in den Pass und fertig waren sie. Die, die später kamen, weil das Gepäck nicht kam, wurden nicht durch den Zoll gelassen, weil die Zollbeamten ihre Meinung geändert hatten und nicht mehr stempeln wollten. Wir mussten zurück zur Immigration obwohl ich gar kein Visum brauche. Dort haben wir ca. 2 Stunden rumgestanden. Ich musste sämtliche Papiere vorlegen. (Pass, letter of acceptance, homestay profile, custodianship, Bestätigung der Schule und natürlich die Karte für die Immigration. Dann hat der Beamte noch ein bisschen "smalltalk" gemacht um zu überprüfen ob man Englisch sprechen kann. Ich habe dafür ungefähr 10 min gebraucht. Andere die einen Officer mit schlechter Laune erwischt haben brauchten über eine halbe Stunde.
Als wir dann durch alle Kontrollen durch waren sind wir mit einem alten gelben Schulbus nach Maple Ridge gefahren. Auf dem Bus stand: "Thomas built(Vergangenheit) buses". Als wir in einem Saal ankamen waren alle Familien schon da. Sie warteten schon seit 2 Stunden auf uns. Da ich noch keine Fotos von der Familie hatte, war ich sehr gespannt, welche es sein wird.

Familie:


Schule:


Die Schule ist ein 2stöckiges Gebäude mit Innenhof. Sie hat einen alten Teil, der renoviert ist und einen größeren Neubauteil. Die Klassenräume sind großzügig angelegt, die Turnhallen sind riesig. Der einzige Raum der entwas klein ist, ist die Halle vor der Cafeteria. Wenn zur Lunchzeit 1600 Schüler dort hinstürmen wird es ziemlich eng, da nur ca. 500 dort Platz finden. Rund um die Schule gibt es 2 Fussball/American Footballplätze, 2 Basketballcourts, ein Leichtathletikstadion mit 400m Laufbahn, Sandgrube und Anlagen für Diskuss, Kugelstoßen, Speerwerfen und Stabhochsprung glaube ich auch.
Der Ablauf hier ist ziemlich simpel. Man hat mindestens 8 Fächer, die die Buchstaben von A - H haben. Am ersten und dritten Tag hat man die F?cher A - D. Am zweiten und vierten Tag die anderen Fächer. An Tag 2 und 4 beginnt der Stundenplan von Hinten: D - C - B - A beziehungsweise H - G - F - E. Nach dem vierten Tag beginnt das ganze wieder von Vorne.
Mein erster Schultag begann im Golfclub. Komisch was? Im Clubhaus kamen alle neue ausländischen Gastschüler zusammen. Im allgemeinen wurde nur verbleibene organisatorische Dinge besprochen. Der Police Officer der dann noch gekommen ist, hat uns nur erzählt, dass wir hier nicht rauchen, trinken und autofahren dürfen. Spätenstens jetzt hatten es auch die langsamchecker kapiert. War eher langweilig.
Das Mittagessen danach war richtig lecker. Beim Essen habe ich noch andere Deutsche kennengelernt, die auf die selbe Schule gehen wie ich. Ich habe auch ein paar nette Asiaten kennen gelernt. Asiaten sind hier sowiso haushoch in der Ueberzahl. ca. 80% der international students sind Asiaten. Lustig wurde es als ein dürrer Mann im Bademantel in den noblen Golfclub kam und immer nur "wedding!" schrie. Er ging zu seinem japanischen Austauschschüler und nahm ihn mit zu seiner Hochzeit ;-) Nach dem Mittagessen sind wir dann wieder in so nem gelben Schulbus in die Schule gefahren worden. Dort hat man uns die Stundenpläne gegeben und uns die Schule gezeigt. Mein Stundeplan war komplett falsch, sodass ich erstmal einen neuen beantragen musste. Mein erster richtiger Schultag war erst am 8. Sept.

Principles of Math 12: War ziemlich schwierig, da ich die meisten engl. Ausdrücke nicht kenne. Außerdem verlangen die Aufgaben das Wissen von der ersten bis zur 10 Klasse. Obwohl wir alle diese Arten von Funktionen in Deutschland schon mal durchgenommen hatten, fiel es schwer sich daran erinnern zu können.

Social Studies 11:Social Studies ist eine Mischung aus Geschichte und Erdkunde, sodass mir das bilinguale sehr geholfen hat. Ich habe fast alles verstanden. Kanada zur Jahrhundertwende haben wir jetzt hinter uns und wir besprechen "kanadische Schlachten" im ersten Weltkrieg.

Marketing 11: Die Aufgabe des Marketingkurses ist es im Ram Shop im Eingangsbereich der Schule Schulsachen, Kleidung, Essen & Getränke und anderes, was Schüler gerne kaufen, zu verkaufen. Wir müssen uns überlegen, was wir wo einkaufen, für wieviel wir es verkaufen (wir sollten billiger oder besser sein als die "Chevron" Tankstelle" neben an) und wie wir am besten werben. Mit Werbung beschäftigen wir uns auch im Moment. Wir sollen uns Logos und entsprechende Slogans ausdenken. In der 2. Stunde hat die ganze Klasse Cola getrunken. Wir haben abgestimmt wer lieber Coca Cola und wer lieber Pepsi mag. 12 zu 12 Stimmen. Danach hat jeder ein Glas von beidem bekommen ohne zu wissen was was ist und musste das was besser schmeckt in der Hand behalten. Nachher kam heraus, dass 15 lieber Coca Cola und 9 lieber Pepsi mögen. => Pepsi macht besser Werbung!? Im Moment "promoten" wir gerade das Kochbuch des Kochkurses, das wir dann um Weihnachten im Ram Shop verkaufen. Der Laden öffnet am 4. Oktober.

Inroductory Spanish: In der ersten Sunde habe wir ausser Buenosdias nichts gelernt. Die Lehrerrin ist langweilig und hat 1 Stunde nur darüber gelabert, wie wichtig Spanisch doch sei. Tic Tac Toe war ne gute Abwechslung. In der zweiten Stunde haben wir zwar dann endlich Spanisch gemacht, doch es war eigentlich genauso langweilig. Mittlerweile habe ich Spanisch abgewählt und dafür Physik 12 genommen.

Physics 12: In Physik machen wir gerade Vektoren. Also Flugbahnen von geschossen ausrechnen, wie weit sie fliegen, wie hoch sie fliegen usw. Da wir das nicht nur theoretisch errechnen wollen, machen wir immer Monkeyschießen. Dabei zielen wir mit einem Blasrohr genau auf einen Stoffaffen, der an der Decke hengt. Eine Lichtschranke am Ausgenag des Blasrohres loest einen Mechanismus aus, der den Affen fallen lässt. Da der Affe und die Kugel von der Schwerkraft gleichermaßen nach unten gezogen werden (Luftwiederstand mal vernachlässigt) treffen sie sich. Jetzt machen wir Kräfte (also Newton 3Laws) an schiefen Rampen mit verschidener Reibung.

Chem is try 12: In Chemie haben wir mit mol, Gramm, molarer Masse usw. herumgerechnet. War ziemlich beschähmend. Habe nämlich alles schon vergessen gehabt. Auch sonst ist es wie bei Mathe. Man versteht vieles vokabelmäßig schon nicht und der Lehrer, Mr Wade, spricht so schnell. Er ist der einzige der meinen Namen richtig ausspricht. Alle anderen sagen immer Akiem.
Jetzt haben wir mit "Kinetics" angefangen. Wir reden über exo- und endothermische Reaktionen. Wir machen auch Reaktionen in zwei Stufen und Katalysatoren. Da ich das Meiste in Deutschland schon gemacht habe (und es noch nicht vergessen habe) komme ich jetzt sehr gu mit und habe im Test 95% geschrieben. Jetzt machen wir Equilibrium.

History 12: In Geschichte hat der Lehrer, geauso wie in Spanish, eine Stunde lang nur über das "course outline" gesprochen. Wir werden ungefähr das Selbe machen wie in Geschichte in der 10. Klasse. Vom ersten Weltkrieg bis Heute. Mit dem ersten Weltkrieg sind wir jetzt fertig. Mit den Worten "Keine Angst Achim! Wir machen nicht nur deutsche Kriege." hat er dann zum Thema "russiche Revolution" umgeschwenkt. Mittlerweile sind wir bei Stalin angekommen.

Intro. Japanese: Japanisch ist super locker und der Lehrer ist witzig. Wir wissen jetzt wie japanische Schüler ihren Lehrer begrüßen und so Sachen wie "Hallo, Guten Morgen, Guten Abend, wo kommst du her, Zahlen usw." Wir haben 45 Zeichen des Hiraganas gelernt. Dabei kommt man sich in die erste Klasse versetzt vor. Dort habe ich auch gelernt, wie man Buchstaben malt. Leider haben die Japaner drei Alphabete mit je ca. 30 Zeichen. Dazu kommen noch ungefähr 2000 chinesische Wörter die man lernen muss.

Senior Jazz Band:Die Jazzband hat ca. 20 Mitglieder. Wir spielen Birdland, Java Jump und Fever. In März wird die Band nach Hawaii fahren und dort auf nem Festival spielen. Leider ohne mich, denn ich bin dann schon wieder zu Hause :-(
Jeder wird ein eigenen Soloabschnitt kriegen in dem man beliebig rumimprovisieren soll. Wie man improvisiert gehört auch zum Unterrichtsstoff. Ich habe meine Improvisation in Hot Java Jump. Die meisten Bandmitglieder spielen auch ne ganze Ecke besser als gewöhnliche Schulbands, sodass ich ziemlich viel üben muss.

Sport:

Freizeu?t & Freunde:

In der Freizeit spielen wir meistens Streethockey. Mitlerweile habe ich das Rollerbladen einigermaßen gelernt, doch am Anfang bin ich immer auf die Schnauze geflogen; dem entsprechend sehen auch meine Knie und Ellenbogen aus. Aua! Basketball ist hier auch sehr populär, doch dafür, dass wir es ziemlich häufig spielen, können sie es nicht besonders gut.
Am 11. Sept. war ich auf einer "surprise party" eingeladen. Die Hostfamily von Benedict (deutscher Austauschschüler) hatte für ihn ca. 40 deutsche Schüler aus ganz Maple Ridge eingeladen. Wir haben mit Wasser angestoßen, denn wer will schon wegen ein bisschen Alkohol nach Hause fliegen. Alkohol darf man hier nämlich erst ab 21 trinken. Autofahren dafür schon ab 16. Am nächsten Tag sind wir in den Golden Ear Provincial Park gefahren und sind dort zu einem Wasserfall gewandert. Das Wetter war beschissen, wir waren nass und es war somit ziemlich kalt, aber an sonsten war es eine sehr schöne Wanderung.
Danach das Wochenende waren wir im "Playland". Das ist ein Freizeitpark in der Nähe von Burnaby.

Sonstiges: Ende im Gelände!













































www.oliver-griess.de Guter Freund und Klassenkamerad in Deutschland

mrss.sd42.ca Meine Schule in Kanada

www.amg-bensberg.de Das ist die Homepage meiner Schule in Deutschland, die ich mitprogrammiert habe.

www.ridgemusic.ca Die Homepage, auf der ihr alles zum Thema Musik an der Schule nachlesen k?nnt.

www.johan-in-canada.de.vu Deutscher Austauschsch?ler in Maple Ridge

www.maike-in-canada.de.vu Deutsche Mitsreiterin auf MRSS.

www.alexmadel.de.vu Noch ein Mitstreiter in Maple Ridge

Habt ihr auch ne Webseite und wollt euren Link hier, dann schreibt einfach ins Gästebuch!









































????